Ein Freund der Familie, inzwischen auch schon in Anfang Achtzig hat vor einigen Jahren seine Frau an Krebs verloren. Wir fragen ihn, was er diese Weihnachten macht. Er berichtet freudestrahlend, dass es das erste Weihnachten seit langem ist, bei dem er nicht alleine ist.
Er hat eine neue Freundin, in den 70ern, und sie verstehen sich gut. Sie mag sogar seinen Hund.
Weihnachten verbringen sie zusammen, am ersten Weihnachtstag kommen die Kinder vorbei und feiern.
Er hat nach dem Tod seiner Frau, die er bis zu diesem gepflegt hat, sehr gelitten. Brauchte Zeit zum trauern.
Stolz zeigt er uns ein Foto von dem „jungen Hüpfer“, wie er scherzhaft sagt. Sie ist ja noch unter 80. Und sie sieht wirklich nett aus. Beide kochen gerne und sie haben schon ein tolles Weihnachtsmenü geplant.
Es ist schön ihn wieder so glücklich zu sehen.
Motiviert durch die Geschichte frage ich eine andere Freundin bei einem Treffen, wie es ihrer Mutter geht. Ihr Vater ist relativ früh gestorben, auch an Krebs (eine verdammte Krankheit). Hat sie einen neuen Partner?
Nein, sagt sie, sie will auch nicht mehr. Der verstorbene Partner wird auf immer ihr letzter Partner bleiben.
Sie haben Weihnachten mit ihr gefeiert und sie hat mit den Enkelkindern schon Plätzchen gebacken. Es geht ihr gut, aber einen neuen Partner kann sie sich nicht vorstellen.
Beides ist auf seine Weise schön. Man will seinem Partner, wenn man verstirbt ja auch wieder Glück wünschen, auch wenn man vielleicht etwas egoistisch nicht vergessen werden will.
Wichtig ist, dass man nicht alleine ist.