Studieren ohne Eltern, die Akademiker sind

Gerade macht dieses Bild die Runde auf Twitter:

Arbeiterkind an der Uni

Kind ohne Akademikereltern an der Uni

Es wurde allgemeine eher kritisch gesehen, gerade weil es in Internetzeiten nicht wirklich schwer ist sich herauszusuchen, was die Begriffe Immatrikulation oder Credit Points bedeuten.

Und auch was man tun muss und wo man hin muss wissen auch die meisten Kinder mit Akademikereltern nicht: Sie finden es eben in der Orientierungswoche heraus oder fragen Kommilitonen.

Das ist vielleicht leicht gesagt, wenn man „Akademikereltern“ aber da ist das Studium zB bei mir bereits jedenfalls schon 25 Jahre her gewesen, war in vollkommen anderen Städten und in anderen Fächern als dem meinem. Damals hatte man noch nicht einmal Credit Points würde ich vermuten. Sie hätten mir beim besten Willen nicht helfen können an DIESER Uni und mit MEINEM Studienfach zurechtzukommen.

Ich hatte mehrere Freunde aus meinem Semester, die keine Akademikereltern hatten und ich habe da eigentlich keinen Unterschied gemerkt.

Etwas anderes, was vielleicht ernster zu nehmen ist, ist das GEFÜHL, dass man da nicht hingehört und alle anderen einen Vorteil haben, sich bereits auskennen und man selbst aus einer anderen Welt kommt. Wobei man ja zumindest an einem Gymnasium gewesen ist und an der Uni auch keine anderen Leute sind als vorher in der Schule.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Gefühl vielleicht auch aus der eigenen Familie kommen kann, die einen evtl. mit Erwartungen überhäuft („einer von UNS wird groß rauskommen“) oder das Gegenteil kommuniziert („du bist einer von denen, nicht mehr von uns“).

Und diese Gefühle mag bei einigen zu gewissen Blockaden führen, die sie dann mehr Probleme sehen lassen als andere.

Aber das man nicht versteht, was Credit Points sind deswegen dürfte wohl kaum der Fall sein.