Dieser Tweet hier hat für einige Diskussion im Internet gesorgt:

Juliet Turner Dissertation
Richard Cooper scheint so etwas ein Andrew Tate Verschnitt zu sein, der Alpha Man Bücher geschrieben hat
Sie antwortete in einem Tweet:
I’m sure having my photo shared in this derogatory way would be devastating if my motivation for getting a PhD was to impress this guy and women-hating friends. Thankfully, it was not. So I can just laugh about it instead.
Und es ging noch etwas weiter. jemand kommentierte:
Congrats on successfully becoming a biologist, but failing at biology. You are 30 years old with no husband or kids — a genetic dead end in an unbroken line of succession from your ancestors since the beginning of time. But hey, at least you have your cats to keep you company!
Sie antwortete:
I’m sure having my photo shared in this derogatory way would be devastating if my motivation for getting a PhD was to impress this guy and women-hating friends. Thankfully, it was not. So I can just laugh about it instead.
Und in einem anderen Tweet:
I’m 27 and I live with my partner. We both have PhDs.
Dazu ein paar Anmerkungen:
1.
Ich hasse ja solche Leute wie Cooper, die ein Ereignis wie die Publikation einer Doktorarbeit zum Anlass für solch abwertende Kommentare nehmen. Da fehlt der Anstand jemanden so etwas feiern zu lassen ohne es zu verderben. Dazu noch mit einem Kommentar, der mit ihrem Tweet nichts zu tun hat und auch nicht auf diesem aufbaut. Hätte sie angeführt, dass ihr jetzt alle Männer deswegen zu Füßen liegen, dann wäre es etwas anderes gewesen.
2.
So zu tun als wäre ein Studium für eine Frau wertlos ist aus meiner Sicht auch ziemlich dumm. Natürlich sollte ein intelligente Frau, die sich für ein Fach interessiert diesem auch nachgehen und wenn sie da (was ja bei Biologen auch nicht selten ist) einen Doktor macht, dann um so besser. Das eröffnet ihr beruflich viele Wege und das ist nie verkehrt. Kinder kann sie trotzdem bekommen.
3.
Und zur Partnerwahl:
Einem Mann mag der Doktor egaler sein als umgekehrt einer Frau bei einem Mann. Aber selbst wenn der Frau bei ihrer Partnerwahl solche Titel wichtiger wären: Ihr eigener Titel und ihr Studium, ihre Arbeit an einem Lehrstuhl einer Eliteuniversität dürfte sie in die Nähe einer Vielzahl sehr intelligenter Männer gebracht haben, also evolutionär sehr interessanter Kandidaten. Ihre Arbeit dort ist quasi der ideale Zugang zu diesen, weil Akademiker zum einen gerne untereinander heiraten und zum anderen sie zwangsläufig Zeit mit ihnen verbringt und das bei Leuten, die wahrscheinlich ebenfalls viel Zeit in den Laboren dort verbringen müssen.
Und anscheinend hat sie ja auch einen Freund ebenfalls mit Doktor.
Universitäten und Berufe, die einen Universitätsabschluss benötigen, sind wunderbare Heiratsmärkte für intelligente Leute mit Ambitionen und späteren Status.
4.
Ihr wurde dann noch vorgehalten, dass ihre Doktorarbeit dazu noch zu einem vollkommen bescheuerten Thema sei, nämlich über Ameisen.
Tatsächlich beschäftigt sie sich mit der Evolution von Kooperation indem sie Unterschiede der Kooperation unter bestimmten Ameisenarten erforscht.
Ein biologisch hochinteressantes Thema und keineswegs wertlos.
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