Eine Meldung zu öffentlichen Toiletten:
Schmuddelig und stinkend: Öffentliche Toiletten haben keinen guten Ruf. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zum Welttoilettentag am 19. November. Demnach sind viele Menschen in Deutschland mit dem Zustand und der Verfügbarkeit öffentlicher Toiletten unzufrieden und suchen diese nur in Ausnahmefällen auf. Insgesamt 72 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Zustand eher unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein.
Frauen waren dabei mit 74 Prozent noch etwas häufiger unzufrieden als Männer mit 69 Prozent. Mit der Verfügbarkeit waren 65 Prozent eher oder sehr unzufrieden, auch hier zeigten sich Frauen (67 Prozent) etwas häufiger unzufrieden als Männer (64 Prozent).
Soweit so wenig überraschend. Männer und Frauen sind sich relativ einig, auch wenn Frauen etwas empfindlicher sind, was Sauberkeit angeht.
Interessant finde ich die Meldung eigentlich nur, weil sie einem bei einem relativ unpolitischen Thema ein paar Grundlagen diskutieren lässt, was so eine Unzufriedenheit überhaupt aussagt:
Unklar bleibt:
- Was müsste man ändern, damit die Leute zufriedener sind und kann man das überhaupt?
- Welche Zusatzkosten erfordert das und ist der Zusatzaufwand im Verhältnis zu dem höheren Grad an Zufriedenheit?
Ich würde vermuten, dass öffentliche Toiletten immer einen gewissen Grad an Ungepflegtheit haben werden, weil sich irgendwer immer daneben benimmt und Personal zu teuer ist und man auf Toiletten auch schwer Überwachungskameras aufstellen kann. Die Toiletten werden darauf ausgerichtet sein müssen möglichst wenig Beschädigungen möglich zu machen, was meist Metall erfordert oder sie müssen so gelegen sein, dass zumindest ein gewisser „Überwachungsdruck“ besteht.
Natürlich könnte man sehr schöne öffentliche Toiletten schaffen. Aber eben nur mit einem sehr hohen Aufwand. Und dem gegenüber steht dann wieder, was man mit dem Geld anderes machen könnte und ob das sinnvoller ist.
Das stört mich häufig auch im Geschlechterbereich: Da werden dann Vorgaben gemacht wie „Es sollte keine Femizide mehr geben“ ohne die Taten ins Verhältnis zu setzen oder auch nur die Möglichkeiten einer Reduzierung und die Kosten zu planen