„Männliche Studierende zeigen mehr Toleranz gegenüber politischen Gegnern, als weibliche Studierende gegenüber ihren eigenen Verbündeten zeigen.“

Ein interessanter Artikel sorgte für eine gewisse Aufmerksamkeit im Netz:

The data, taken from FIRE’s annual College Free Speech Rankings, reveals that overall tolerance for opposing views is low among both male and female students — but the males consistently display far more tolerance than females, regardless of their politics. In fact, with the exception of male libertarians, who are slightly more tolerant, men of all political ideologies have roughly the same level of tolerance as each other. The same is true of women.

In other words, it’s not that liberals are more tolerant than conservatives, or vice versa. Liberal and conservative men are more or less equally tolerant, as are liberal and conservative women. It’s being a man, liberal or conservative, that makes the difference.

While political affiliation makes people more biased towards speakers who share their views, it affects their overall willingness to let speakers speak, regardless of ideology, very little. But regardless of party or ideology, men are so much more tolerant than women that the gender tolerance gap dominates the ideology difference. In fact, men are over 3.5 times more likely than women to be “perfectly tolerant” of opposing views, meaning they would definitely allow any campus speaker

So why does such a large gender tolerance gap exist? FIRE’s data doesn’t give us a confident answer, but these findings are consistent with decades of literature investigating political tolerance or support for censorship, which show that men are, on average, more tolerant and less censorial than women.

No matter how well-intentioned, we must never ban speakers or silence students.

But the data does rule out a few possibilities. You might wonder, for instance, whether women are more censorial due to being more personally affected by the positions of the hypothetical speakers our surveys asked about. But only one of the speakers argues for a position that disproportionately affects women (banning abortion), and the gender gap isn’t greater for this speaker, so that doesn’t seem to be what’s causing the gap. My suspicion, corroborated by other research, is that women prefer social harmony.

No matter how well-intentioned, we must never ban speakers or silence students. The consequences of allowing censorial people to control the discourse on campus have proved calamitous. Anyone seeking to stifle debate for the sake of emotional comfort must be publicly reminded that our most vital tools for righting the wrongs of society depend upon being able to openly confront controversial opinions.

Die Grafik dazu:

Mann Frau Toleranz Politik

Mann Frau Toleranz Politik

Das passt eigentlich sehr gut zu dem Artikel von gestern. Es ist allerdings auch zu bedenken, dass es hier um Auswertungen von Studenten geht, es ist auch keine veröffentlichte Studie.

Im Netz gab es zu dem Artikel interessante Anmerkungen (übersetzt):

„Frauen haben keine Verbündeten, das ist der Kategorienfehler im Kern des Ganzen. Frauen haben sich darauf evolutionär eingestellt, als Individuen gegen andere Frauen zu konkurrieren (um die besten Partner und um Ressourcen für unsere Kinder), während Männer in Gruppen gegen Männer anderer Stämme konkurrieren.

Ihre Gruppen haben eine Hierarchie, sie wissen um ihren Rang darin, sind sich der unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder ihres Teams sehr bewusst, bereit und fähig, weniger erfahrene Kolleginnen oder Untergebene anzuleiten, und sie kooperieren und arbeiten stets in geordnetem Zusammenspiel.

Frauen haben buchstäblich keinen solchen Fähigkeitenkatalog ausgebildet, weil wir für die wichtigsten Unternehmungen, die wir durchführen, keine anderen Frauen brauchen. Stattdessen tun wir so, als seien alle gleich und als würden wir nicht konkurrieren, und dann konkurrieren wir gnadenlos auf verdeckte, nicht offene Weise. Das können wir am besten, denn so minimieren wir das Risiko offener Gewalt und möglicher Vergeltung.“

und darunter:

All das stimmt, aber ich denke, im Grunde läuft es viel einfacher darauf hinaus: Die meisten Männer wurden irgendwann in ihrem Leben einmal ins Gesicht geschlagen und haben gelernt, ihre Worte zu mäßigen. Die meisten Frauen wissen nicht, wann sie aufhören sollten, den Mund aufzumachen, weil sie (ob gut oder schlecht) das nicht erlebt haben.

Und noch ein Kommentar:

Männer lernen, den Unterschied zwischen einem Konkurrenten und einem Feind zu verstehen.

Das gehört zu Sport, Spielen, Business, Handel, Rivalität um Partner.

Ein Konkurrent ist ein Spieler in einem Nicht-Nullsummenspiel. Er ist eigentlich gut für das Umfeld. Es ähnelt Spiel.

Ein Feind ist eine ernste Angelegenheit. Man ist bereit, Teile von sich selbst (und anderen) zu opfern, um ihn zu besiegen. Es wird zum Nullsummenspiel.

Frauen trennen diese Kategorien oft nicht. Die Unterscheidung bricht zusammen. Konkurrenz wird persönlich. Feind und Konkurrent werden zum selben

Auch hier wieder ein gewisser Zusammenhang zu dem Artikel gestern