Decolonization

Decolonize! ist gerade ein aktueller Schlachtruf aus den intersektionalen Theorien und er scheint mir wie üblich einfach nur dem alten Schema zu folgen, dass die Weißen die bösen und alle anderen unterdrückt sind und er gleichzeitig nahezu auf alles angewandt werden kann, in dem man „white privilege“ vermutet.

Aus der Wikipedia:

Decolonization[a] or decolonisation[b] is the undoing of colonialism, the latter being the process whereby imperial nations establish and dominate foreign territories, often overseas.[1] The meanings and applications of the term are disputed. Some scholars of decolonization focus especially on independence movements in the colonies and the collapse of global colonial empires.[2][3] Other scholars extend the meaning to include economic, cultural and psychological aspects of the colonial experience.[4]

Decolonization scholars form the school of thought known as decoloniality and apply decolonial frameworks to struggles against the coloniality of power and coloniality of knowledge within settler-colonial states even after successful independence movements. Indigenous and post-colonial scholars have critiqued Western worldviews, promoting decolonization of knowledge and the centering of traditional ecological knowledge.[5][6]

Das passt zu dem oben gesagten: Man kann quasi alles was einem nicht gefällt auf eine Unterdrückung durch „Colonization“ zurückführen und jedes Verhalten, welches einem nicht passt bei Weißen als Kolonialismus ansehen.

Eine betrunken in die falsche Richtung fahrende Frau mit indianischer Abstammung kann gegenüber dem Polizisten, der sie anhält anführen, dass er ja ein Vertreter des Kolonialismus ist und sie als Native American hier unterdrückt wird

Natürlich kann man es in einem weiten Verständnis auch auf Israel anwenden, ungeachtet der Tatsache, dass Araber und der Islam auch einiges an „Kolonialismus“ betrieben haben (den Besetzungen würden ja auch darunter fallen und Eroberungskriege fallen ja auch darunter, aber ich vermute das zählt nicht.

Such a broad approach that extends the meaning of decolonization beyond political independence has been disputed and received criticism. Olúfẹ́mi Táíwò,[7] for example, argued that it is analytically unsound to extend the meaning of „coloniality“ to this extent. According to him, approaches that see „decolonization“ as more than political emancipation deny the agency of people in former colonies who have consciously chosen to adopt and adapt elements from colonial rule. Others, such as Jonatan Kurzwelly and Malin Wilckens[8] or Veeran Naicker,[9] argued that such scholarly and practical attempts at „decolonization“ perpetuate reified and essentialist notions of identities.

Berechtigte Kritik.

81 Gedanken zu “Decolonization

    • Das hatte ich mal angelesen, aber dann wieder vergessen. Danke für den Link.
      Es ist so einiges faul an den offiziellen Geschichten. Crumar fantasiert ja auch über die Juden im Iran. Dort leben wohl an die 10.000 angeblich geschützt und nicht verfolgt.
      Die Million Juden, die 1947ff von Muslimen vertrieben wurden, verschweigt er natürlich.
      Von Kenianern habe ich auch gehört, man wünsche sich die Engländer zurück, weil die nicht so schlimm waren, wie die korrupten Machthaber aus den eigenen Reihen.

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      • Von Brigitte Lau – einer Linken – gab es bereits 1989 den Artikel „Ungewisse Gewissheiten“ über diese oben genannte Thematik.
        Kann man googlen und kostenlos als PDF herunterladen.

        Von Hinrich R. Schneider-Waterberg gab es „Der Wahrheit eine Gasse. Zur Geschichte des Hererokrieges in Deutsch-Südwestafrika 1904“.
        Die zweite Auflage erschien 2020.
        Kann man hier kaufen: https://www.namibiana.de/de/der-wahrheit-eine-gasse-zur-geschichte-des-hererokrieges-in-deutsch-suedwestafrika-1904-1907-teil-1-und-2.html

        Beide sind leider verstorben. Brigitte Lau allzu früh bei einem Autounfall.
        Ich könnte wetten, alle von euch genannten Autoren plagiieren kräftig, ohne die Originalquellen zu benennen.

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        • Hättest du fauler Sozialist mal gelesen, hättest bemerkt, dass deine beiden Autoren sehr wohl als Quelle genannt sind.
          Keine Ahnung, aber gleich Dreck werfen. Linke so….

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          • Überprüfe noch einmal die Jahreszahlen, wer etwas zuerst geschrieben hat und verkaufe nicht etwas als eigene Entdeckung, was schon lange veröffentlicht worden ist.
            Rechtes Plagiatoren- und Lügenpack.

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          • Dem Link zum Buch zu folgen sollte nicht schwer sein.
            Da steht haargenau das, was ich auch geschrieben habe.

            Den Artikel von Brigitte Lau kann man als PDF herunterladen, die Jahreszahl der Veröffentlichung (1989) steht auf Seite 1.
            Auf Seite 2 steht in der ersten Fußnote die identische Jahreszahl der Erstveröffentlichung des Artikels.

            Dummdreister Lügner.

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          • Nee Crumar, mit deiner Lügennummer kommst du nicht durch. Klonovsky hat korrekt zitiert und Punkt. Du hast es nur nicht gelesen und einfach ein Plagiat behauptet.
            Dumm gelaufen für dich. Linker eben….

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        • „Ich könnte wetten, alle von euch genannten Autoren plagiieren kräftig, ohne die Originalquellen zu benennen.“

          Die Wette würdest Du verlieren, @crumar. Ich zitiere von Klonovsky:

          „Sodann las ich die Aufsatzsammlung „Der Wahrheit eine Gasse” von Hinrich R. Schneider-Waterberg (Swakomund, Namibia, 2018), eines deutschstämmigen Farmers, Politikers und Historikers aus Namibia, der in diesem Jahr leider verstorben ist.“

          „Ein Kapitel in seinem Buch ist ein Gastbeitrag der Historikerin Brigitte Lau, Jahrgang 1955, die an der Universität Kapstadt Afrikanische Geschichte studierte und 1982 Forschungsbeauftragte im Nationalarchiv von Windhoek wurde, das sie von 1991 bis zu ihrem frühen Tod durch einen Autounfall im Jahre 1996 leitete. Dieser Text – „Ungewisse Gewissheiten: der Herero-deutsche Krieg von 1904” – ist in seinem Wahrhaftigkeitsfuror und seiner hererofreundlichen Brachialität von erregender Wirkung. Er erschien erstmals 1989.“

          Insofern gib‘ gegenüber Mika doch einfach zu, dass Du mit Deinem Urteil vorschnell warst, und den Text besser vorher gelesen hättest. Fehler einzugestehen kann einen auch größer machen.

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          • Netter Versuch von dir, aber der kann das nicht. Ich lege auch keinerlei Wert darauf, zumal nicht ich der Urheber war, ich habe lediglich Crumars Lügerei mal wieder aufgedeckt.
            Der macht natürlich so weiter.

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          • @Mika

            Ich werde nie aufhören, nette Versuche zu machen. Selbst pingpong kriegt von mir noch ab und an einen guten Ratschlag 😉 Bei der Gelegenheit lege ich Dir ans Herz, Deine pauschalen Linkenbeschimpfungen zurückzufahren. Das haben wir Linken nicht (alle) verdient. Vielleicht erleichtert das crumar auch das Diskutieren. Wir sind alle Menschen und reagieren nicht nur rational, insbesondere, wenn wir angepisst wurden..

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          • Och Renton, es macht keinen Spaß mehr mit Links. In meiner Jugend konnte man ja noch teilweise mit denen diskutieren. Aber heute? Die raffen doch nix mehr und leben in ihrer abgeschotteten Blase.
            Nimm nur das Beispiel Singapore, das Crumar auch angeschnitten hat. Er spielt die Karte Staatsschulden aus und gibt sich einen Punkt dafür.
            Ich bin nicht darauf eingegangen, weil es eh sinnlos ist. Singapore hat als Gesellschaft keine Schulden, sondern ein enormes Vermögen. Und sie haben Rechtssicherheit und kaum Kriminalität, weil sie ihre Politik auf Erfolg ausrichten. Aber für Linke ist es natürlich Raubtierkapitalismus. Und da bin ich es leid, nachsichtig zu argumentieren. Aber kannst ruhig weiter nett sein, ist nicht so schlimm.

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          • Es macht keinen Spaß mit links… Für linke ist es…

            Wie mispel kürzlich sehr treffend festgestellt hat, sind links und rechts inhaltsleere Begriffe ohne argumentative Wert.

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          • @pingpong
            „Wie mispel kürzlich sehr treffend festgestellt hat, sind links und rechts inhaltsleere Begriffe ohne argumentative Wert.“

            Sie wurden zu solchen gemacht, weil jeder was anderes darunter verstehen WILL.

            Eine denkbare Definition:

            Links = „Ideologien, die sich als egalitär verstehen“ und vielleicht noch „und für die das im Zentrum steht“
            Rechts analog

            Damit würden traditionelle Linke, aber auch Woke unter „links“ fallen. Ich habe ja nicht verlangt, dass sie auch tatsächlich egalitär sein müssen.

            Auf jeden Fall assoziieren alle, Wirtschaftslinke, Woke und Rechte links mit egalitär, weswegen eine Definition, die das beinhaltet Sinn macht. Meine ist nur etwas breiter als die der Wirtschaftslinken.

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          • @AD:

            Das ist keine Definition.

            Sondern eine selbstbeschreibung („die sich als egalitär verstehen“), die noch nicht einmal objektiv zutreffen muss („nicht verlangt, dass sie tatsächlich egalitär sein müssen“)

            Du hast nur die inhaltsleere des Begriffs „links“ hinter der inhaltsleere des Begriffs „egalitär“ versteckt.

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      • Funktioniert leider nicht, denn weißen Westlern wird keine eigene Kultur zugestanden. In der Welt der Linken haben wir die absolute Macht – und haben deshalb die Klappe zu halten und allen anderen den Vortritt zu lassen.

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        • Oh mein Gott.
          Als ob du dich für deutsche oder „weiße“ (was ist das?) Kultur interessieren würdest.
          Zum europäischen Kanon gehören übrigens Tschaikowsky, Chopin, Gogol und Tolstoi.
          Auch al-Andalus ist Teil des europäischen Erbes.
          Deine künstliche Trennung und der „Kampf der Kulturen“ ist eine Selbstverzwergung und führt nirgendwo hin.
          Stattdessen ein Liebeslied:

          Ashufak Shay – I See You Differently

          „I see you different than who you are
          Blessed be who painted your grace

          I see the world through your eyes
          I see a magical night in your face

          The mystery of your figure inspires my mind
          My heart celebrates my longing at high pace

          Loving you is crossing a rumbling ocean
          When all I long for in life is your embrace

          I’d cross every distance and take risks
          Just for you, even in the deadliest place

          When I see you, my wandering heart settles
          And your virtues make my heart race

          Let us not say tomorrow anymore
          Let us live as our hearts pray

          Your wish is my command, my love
          I’ll sacrifice myself for you till the end of days“

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  1. Die einzigen Länder die man aktuell als Kolonien bezeichnen könnte, sind die französischen Überseegebiete, Guayana, Martinique und La Reunion (evtl. könnte man auch noch Puerto Rico dazu zählen, dass praktisch zu den USA gehört).

    In keinem Dieser Länder gibt es nennenswerte Unabhängigkeitsbestrebungen, sie ziehen es vor, zu EU zu gehören, einen dem französischen ähnlichen Lebensstandard zu haben und den € als Währung zu nutzen. Niemand will dort „dekolonialisieren“.

    Die „Postcolonial Theory“ (auf die du dich hier ja mehr oder weniger beziehst), ist ein Gewächs westlicher Universitäten, fast alle wichtigen Vertreter lehren in England oder den USA, nicht an Universitäten der III. Welt.

    Die grundsätzliche These läuft darauf hinaus, dass es eine fortdauernde Dominanz westlichen (=kolonialistischen) Denkens über die kolonialisierten Völker gibt, trotz deren politischer Unabhängigkeit.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Postcolonialism#Purpose_and_basic_concepts

    Die Armut der Länder z.B. beruht darauf, dass sie zwangsweise in den kapitalistischen Weltmarkt integriert und zur Rolle von Rohstofflieferanten verurteilt wurden.

    Ich halte das alles für Unsinn. Es wird so getan, als wenn die Länder Afrikas oder Asiens heute alle reich und mächtig wären, wenn es den Kolonialismus nicht gegeben hätte, das ist aber eine reine Spekulation.

    Länder, die nicht oder nur am Rande unter den Einfluss Europas gerieten stehen keinesfalls besser da als ehemalige Kolonien, Beispiel etwa Äthiopien oder die meisten islamischen Länder (wenn sie nicht grade über Ölvorkommen verfügen). Hingegen zeigt sich, dass je länger Länder unter europäischer Kolonialherrschaft standen, sie heute desto besser dastehen, Brasilien, Mexico (je 300 Jahre lang Kolonie) oder Indien (150 Jahre lang Kolonie) sind heute wirtschaftliche Großmächte, denen es genauso gut gehen könnte wie Europa, wenn ihre Gesellschaften besser organisiert wären.

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    • Man kann von Linken keine korrekte Analyse des Weltgeschehens erwarten, weil die Antwort für sie von vornherein feststeht: Der weiße Westen ist schuld. Und alles wird in diese Schablone gepresst.

      Ein gutes Beispiel ist übrigens auch Südafrika. Es ist ökonomisch eines der erfolgreichsten Länder Afrikas, weil es bis in die 2000er hinein ökonomisch nach westlichen Grundsätzen regiert wurde. Der ANC bemüht sich nun allerdings redlich, Südafrika afrikanisch zu machen.

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    • „Die Armut der Länder z.B. beruht darauf, dass sie zwangsweise in den kapitalistischen Weltmarkt integriert und zur Rolle von Rohstofflieferanten verurteilt wurden.“

      Man sehe sich z.B. das Pro-Kopf-Einkommen von Mexiko und Chile an:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Economy_of_Mexico#Macroeconomic,_financial_and_welfare_indicators
      https://en.wikipedia.org/wiki/Economy_of_Chile#Statistics

      Das Pro-Kopf-Einkommen liegt heute im mittleren Bereich. Das nach Kaufkraftparität (PPP), das den Wohlstand eher widerspiegelt*, sogar schon eher im unteren Bereich des oberen Einkommensbereichs. Bleibt nur die Frage, wieviel die Leute dafür arbeiten. Das ist allein mit Rohstoffexporten jedenfalls kaum zu erklären. Und trotz aufgezwungenem Neoliberalismus (zumindest in Chile) wuchs das Pro-Kopf-Einkommen seit 1980 deutlich.

      Irgendwie scheinen die USA also mit ihrem Hinterhof nachgiebiger gewesen zu sein als mit Afrika…

      *Was ich allerdings komisch finde: Das Pro-Kopf-BIP nach PPP weicht von dem ohne PPP mit der Zeit immer mehr ab. Weiß jemand, wieso das so ist?

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      • „Was ich allerdings komisch finde: Das Pro-Kopf-BIP nach PPP weicht von dem ohne PPP mit der Zeit immer mehr ab. Weiß jemand, wieso das so ist?“

        Das liegt daran dass viele der Währungen der 3. Welt unterbewertet sind, dh ihr Wechselkurs ist niedriger als ihre tatsächliche Kaufkraft im Land. Die Gründe dafür sind komplex, teils absichtliche Politik teils Welthandel.

        Zur Vertiefung siehe „Big Mac Index“

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Big-Mac-Index

        Eine Liste, wieviel ein Big Mac in einem bestimmten Land zum offiziellen Kurs umgerechnet in US Dollar kostet. Da kommen dann sehr verschiedene Preise raus, je nachdem ob die betreffende Währung über- oder unterbewertet ist. Man müsste eigentlich einen richtigen Warenkorb mit typischen Gütern messen. Der Big Mac Index vereinfacht das zu einem Warenkorb mit nur einem Produkt, weil man das fast in jedem Land der Erde kaufen kann und weil ja sowieso jeder nur Big Macs kaufen will. Es ist ein halb ironisches Gedankenexperiment um das Prinzip zu verdeutlichen.

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  2. Die Muslimische Fremdherrschaft wird immer gerne vergessen.

    Hie mal zwei Links dazu:

    80 Millionen ermordete Hindus: Der vergessene Genozid muslimischer Eroberer an der indischen Urbevölkerung

    Die Tränen des Dschihad – 270 Millionen Menschen durch Dschihad getötet

    Dagegen waren die Kreuzzüge Kaffeekränzchen. Und sogar das Horrordreigestirn Mao, Stalin, Hitler, kommt da nicht mit. Was aber wohl daran lag, dass der Islam in Afrika und Indien mehr Zeit hatte. So fair muss man sein.

    Die Katholen haben wohl an die 50.000 Ketzer und Hexen auf dem Gewissen. Einfallende Moslems schafften Millionen Christen ums Eck. Schon heftig….

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          • Ich meine Inarah und Wissenschaft muss sich nicht durchsetzen. Es gab diesen angeblichen Propheten nicht und der Koran ist viel später entstanden, als behauptet. Das wurde klar erwiesen. Natürlich will da keiner zustimmen, man kennt doch Rushdie….

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          • @Mika:

            Inarah ist tatsächlich die Luxenberg-Gruppe. Das ist zwar eine interessante Diskussion auf hohem Niveau, aber nein, »klar erwiesen« haben die gar nichts.

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          • Du kennst dich mit der Materie null aus. Wikilüg reicht dafür nicht. Wer Luxenberg ist, ist nicht bekannt, jedenfalls Stand 2020? Um überhaupt eine Meinung zu haben, musst du dich durch 20-30 tausend Seiten Material quälen, dann kannst du anfangen, erste Eindrücke zu bekommen. In Berlin findest du in einer Uni-Bibliothek hoffentlich noch einige Bücher von 1880 etwa. Die damaligen Autoren kamen zu sehr ähnlichen Ergebnissen wie Ohlig und Kollegen. Der ganze Kram liegt im Archiv, irgendwann wird sich mal wer drum kümmern. Oder auch nicht.
            Jedenfalls steht praktisch fest, der Koran ist eine spätere Erfindung und Mohammed ist historisch nicht nachweisbar.

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          • @Mika:

            Das ist Unfug. Ich kann lesen, was Luxenberg schreibt (ich habe zwei Bücher von ihm), und dann lesen, was andere Fachleute dazu sagen. Kontroverse Argumente einschätzen kann man auch dann, wenn man die Argumente selbst nicht produzieren kann.

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          • @Mika:

            »Vorher schon, im Jahre 2000, wurden von zwei späteren Mitgliedern von Inârah zwei Monographien veröffentlicht: (1) Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin 2000, 3. Aufl. 2004 (engl. Ausgabe: The Syro-Aramaic Reading of the Koran, Berlin 2007); (2) Karl-Heinz Ohlig, Weltreligion Islam. Eine Einführung, Mainz, Luzern 2000.«

            http://inarah.de/sammelbaende-und-artikel/inarah-band-4/anmerkungen-zur-kritik-an-inarah/

            Luxenberg wird hier als eines von »zwei späteren Mitgliedern von Inârah« genannt. Das ist derselbe Diskussionszusammenhang, Du Witzbold!

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          • Ich beziehe mich trotzdem immer noch nicht auf ihn. Selbstverständlich hat er aber sauber gearbeitet, seine Kritiker liegen falsch, aber darum geht es hier nicht.
            Du eierst nur rum. Meine Aussage ist klar und deutlich: einen nachweisebaren Propheten des Islam gibt es nicht und der Koran ist wesentlich jünger, als behauptet.
            Um das zu verstehen sind 7 Bände von Inarah und diverse andere Bücher relevant.

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          • @Mika:

            Ich eier‘ nicht rum, sondern Du versuchst Dich durchzubluffen, indem Du Dich hinter »sieben Bänden von Inarah« versteckst. Ich habe verstanden, was Deine Aussage ist. Zu einer wissenschaftlichen Diskussion gehört aber eine Gegenrede, und eine solche wurde gegen diese Koran-Interpretation geführt. Du kannst gern für richtig halten, was Du für richtig halten willst, aber nicht behaupten, das sei über jeden Zweifel erhaben. Ist es nämlich nicht.

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          • Was interessiert mich eine Gegenrede von Neuwirth und anderen? Du bist nicht im Thema und hast hast nur einfach behauptet, Luxenberg wäre widerlegt. Wurde er nicht.
            Ja, ich referenziere auf ein sehr umfangreiches Werk, das du nicht kennst.

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          • Was willst du mit Luxenberg eigentlich? Du hast den eingebracht, nicht ich.
            Aber bitte, wer hat ihn denn widerlegt? Der kleine Helferling von Neuwirth etwa? Marx oder so ähnlich?

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  3. Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass asiatische Länder wie Südkorea und Singapur, die auch Kolonien waren, den ökonomischen Aufstieg geschafft haben, anders als die Länder Afrikas oder des Orients. Warum wohl?

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    • Das liegt eventuell daran, das es ein Pendant zu Südkorea gab, nämlich Nordkorea.
      Für Singapur gilt der geographische Vorteil, an der Strasse von Malakka angesiedelt zu sein. Das ist eine wichtige Seehandelsroute. Schau es dir auf google maps an.

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          • Und wie erklärst du dann den Unterschied im Entwicklungsgrad zwischen Lateinamerika und Afrika? Die lateinamerikanischen Staaten waren ja keine Frontstaaten, sondern galten den USA eher als Hinterhof (und griff immer wieder ein, wie du sicher weißt), während Afrika näher an der Sowjetunion lag. Also sollte man eigentlich erwarten, dass Lateinamerika ärmer ist als Afrika. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Der Westen kann also nicht an allem schuld sein.

            Und mal ehrlich: Komplexe Systeme, auch nicht bestimmte wichtige Aspekte, können nicht auf eine Variable reduziert werden!

            Damit sage ich nicht, dass der Westen keinen schädlichen Einfluss hatte, sondern nur, dass dieser nicht an allem schuld ist!

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          • So argumentieren die Kommunisten immer. Wenn es den Kapitalismus nicht gäbe, würde der Kommunismus wunderbar funktionieren.

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          • @AD

            „Damit sage ich nicht, dass der Westen keinen schädlichen Einfluss hatte, sondern nur, dass dieser nicht an allem schuld ist!“

            Das hat crumar doch auch gar nicht behauptet. Er sprach nur von Singapur, Südkorea und der BRD. Für diese drei Länder hat er zwei wichtige Faktoren ihres wirtschaftlichen Erfolges benannt. Dass das nicht die einzigen Faktoren sind, sollte klar sein, denn wirtschaftlicher Erfolg ist seltenst monokausal. Selbst der Ölreichtum der Golfstaaten erklärt ihren Wohlstand nicht alleinig, denn Öl haben andere Länder auch, die aber arm sind.

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          • @Renton

            China hat in Sachen GDP PPP die USA bereits überholt, Vietnam hat ebenfalls eine sagenhafte Erfolgsgeschichte hingelegt.

            Rekapitulieren wir, was uns die „Experten“ prognostizierten: „The Coming Collapse of China is a book by Gordon G. Chang, published in 2001, in which he argued that the Chinese Communist Party (CCP) (Anm. tatsächlich heißt sie CPC) was the root cause of many of China’s problems and would cause the country’s collapse by 2011. When 2011 was almost over, Chang admitted that his prediction was wrong but said it was off by only a year, asserting in Foreign Policy that the CCP would fall in 2012. Consequently he made the magazine’s „10 worst predictions of the year“ twice.“
            https://en.wikipedia.org/wiki/The_Coming_Collapse_of_China

            Aber weiter: „This Is How The Chinese Economic Disaster Scenario Could Unfold“ von „Business Insider“.
            Das war 2014.
            https://www.businessinsider.com/chart-how-chinas-economic-crisis-would-unfold-2014-2

            Aus der gleichen Quelle wurde vorhergesagt: „STRATFOR’S TOP PREDICTIONS FOR THE NEXT DECADE: China Collapse, Global Labor Shortages, New American Dominance“
            Im Jahr 2010 für 2020 vom legendären Peter Zeihan.
            https://www.businessinsider.com/stratfor-predictions-for-the-next-decade-2010-1

            Es gibt aber noch weitere Scharlatane: „Außenministerin Annalena Baerbock, die im Februar 2022 erklärt hatte, die Sanktionen würden „Russland ruinieren“, hat deren Scheitern vor kurzem bedauernd damit entschuldigt, dass nicht näher erläuterte „Logiken von Demokratien nicht in Autokratien greifen“.“
            https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9345

            Seit solche harten Fakten die „Experten“ mit ihren Prognosen blamiert haben, muss man sich eben anders behelfen.
            Mein Vorschlag: Es ist eine Frage der Mentalitäten, Kulturen und Hautfarben.
            Frau Prof. Gaub befand ja: „Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, dass auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind – im kulturellen Sinne.“

            Russen sind also eher Asiaten und wir alle wissen, die Asiaten sind fleißig. Deshalb hat Russland auch ein Wirtschaftswachstum und in der BRD gibt es eine Rezession.
            Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeeexporteur der Welt, weil die Vietnamesen die Argentinier Asiens sind.
            Bäääääääm!
            Ökonomie zu erklären kann so einfach sein! 🙂

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          • „ Das hat crumar doch auch gar nicht behauptet. “

            Bist du dir da ganz sicher?

            Aber wie auch immer: Jedenfalls behaupten das ganz viele. Oder sie thematisieren die anderen Faktoren einfach nie, obwohl es ohnehin kaum jemanden gibt, der diesen einen Faktor gänzlich negiert.

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  4. Es wirkt mittlerweile zwanghaft, jedem auf einer Metaebene permanent irgendeine moralische Schuld überhelfen zu wollen. Bei Vorwürfen zur historischen Kolonialisierung bin ich komplett ausgestiegen. Daher bräuchte ich da mal Moralisierungsnachhilfe.

    Wenn also vor ein paar hundert Jahren irgendwelche fernen Vorfahren von mir auf anderen Erdteilen rumgeturnt sind und missioniert oder sich gar an dortigen Ressourcen bereichert haben – wieso packt das irgendwer jetzt auf den Tisch?
    Es ist doch Wohlstandsverwahrlosung pur, wenn plötzlich grüne Damen nach Afrika reisen, um den Nachfahren von dortigen Sklavenhaltern historische Skulpturen zurückzubringen und ihnen dazu auch noch das Geld für ein Museum zu schenken.
    Das können sie ja gerne machen, aber bitte nicht in meinem Namen und von Steuergeld. Die können sich gerne selbst in ihrem Keller für ihre angebliche Meta-Schuld auspeitschen, sollen aber die anderen in Ruhe lassen damit.

    Was ist es eigentlich, wenn im Rahmen der Erklärung feministische Außenpolitik den Indigenen in ihren afrikanischen Dörfern erklärt wird, dass die deutschen Politikerinnen die Latrinen lieber im Ortskern statt am Rand hätten? Ist das nicht eine unglaubliche Übergriffigkeit und der Versuch kultureller und ideologischer Indoktrination ohne jede Schamgrenze?
    Oder Cem und Robert, die sich als Quasi-Häuptlinge gegenüber Indigenen in Amerika darstellen, diese auf Kleinkindniveau herabwürdigen und über die angeblich bei uns nicht mehr existenten Wälder fabulieren – und entsprechend missionieren.
    Das empfinde ich als hinterfotzige Moral-Kolonialisierung.

    Also wäre vielleicht eine Dekolonialisierung wirklich angebracht – da, wo derartige Übergriffe real unter dem Dach der Wokeness stattfinden.

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    • Brandaktuell der „Afrika-Gipfel“. Wie verlogen ist das denn. Die Afrikaner sollen jetzt ihren Kontinent mit Solarzellen pflastern, weil hiesige Energiewendler nur sehr langsam kapieren, dass es in der nördlichen Hemisphäre nur selten üppig Sonne gibt. Und sie sollen die Energie dann in Wasserstoff umwandeln und uns zur Verfügung stellen. Gas aus Senegal wäre auch geil. Weil unsere Vorräte wollen wir ja nicht aus der Erde holen. Wegen Umwelt und so. Und die Pipeline wollen wir auch nicht reparieren. Wegen bösem Putin und so. Und AKWs wollen wir auch nicht. Wegen Gefahr und so.

      „Ich glaube schon, dass die Bundesregierung Afrika ernst nimmt“, sagt Rainer Thiele, Professor für Internationale Entwicklung in Kiel.

      Denn:

      Gleich mehrfach war der Bundeskanzler da, ebenso viele seiner Ministerinnen und Minister.

      https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/compact-with-africa-100.html

      Stimmt. Die haben Benin-Bronzen hingebracht und Empfehlungen feministischer Außenpolitik. Und viele Kanister mit Moral-Signalen.

      Wenn ich mir die Afrikaner auf den Gipfel so anschaue, dann bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass die über diesem hyperideologisierten deutschen Palaver stehen und durchaus ehrlich zu ihren eigenen Interessen stehen – im Unterschied zu uns.
      Denn Deutschland ist so in Moral und Wokeness gefangen, dass seine Repräsentanten nicht mal mehr klar sagen, was sie eigentlich wollen, sondern nur noch wie Psychotiker in einer Weltrettungs-Parallelwelt voller Angst-Störungen wirken.

      Da staunt der Afrikaner nicht schlecht und fragt sich, wie solche Figuren früher mal Daimler oder VWs auf die Straße und in Bewegung bekommen haben.

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      • Die Afrikaner machen Party. Dummes deutsches Geld haben die schon immer gerne genommen. Wasserstoff, absolut geilste Idee ever. Wird garantiert nicht funktionieren, aber sauteuer. Scheiße, ich wollte hier mal Rente bekommen.

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      • Natürlich, die lachen sich kaputt über die Deutschen, aber das Geld nehmen sie gerne. Verschwindet in den Taschen der Politiker. Unsere Leute wissen das auch, aber es geht ja nur um die moralische Angemessenheit des eigenen Handelns, nicht um dessen Folgen.

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      • Ich finde das nicht so schlecht. Afrika hat Sonne, Afrika hat unendlich viel Platz und ungenutzte Wüstengegenden und jede Menge günstige Arbeitskräfte, am ehesten wird noch das Wasser zum Problem, zumindest in der Wüste.

        Mit den Milliarden, die wir hier für „FIüchIinge“, „Kampf gegen rechts“, Frauenbevorzugung, Parteistiftungen, Aufrüstung etc. ausgeben, dürfte man schon verdammt weit kommen, klar, muss man mal durchrechnen, aber wenn die Sache Hand und Fuß hat, bin ich da nicht dagegen und es könnte im Endeffekt ein Win-Win-Geschäft werden.

        Man müsste nicht mal Wasserstoff herstellen, ich könnte mir eine gepachtete Zone mit z.B. deutschem Recht vorstellen, in der sich dann energieintensive Unternehmen von uns ansiedeln. Warum nicht? Der mit den besten Ideen gewinnt.

        Das rechtfertigt weder die Sprengung von NS2 noch die Schließung von Atomkraftwerken, aber man sollte sowas nicht prinzipiell ablehnen.

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        • Also ich lehne keinerlei Deals ab zwischen Ländern.

          Aber wenn ich Afrikaner wäre und über unendliche Energiereserven verfüge und vielleicht noch Bodenschätze, dann baue ich doch in Zukunft bei mir den VW und exportiere ihn in die künftigen Entwicklungsländer mit hohem Moralisierungsstatus wie Deutschland zum Beispiel.
          Wobei vermutlich die Wagen hier keine Zulassung bekämen, weil sie nicht den hiesigen Ideologiestandards entsprechen.
          Und wie sollten wir sie auch bezahlen – und von was?

          Wenn der letzte verbliebene Export Deutschlands die Tipps feministischer Außenpolitik sind, dann verstehe ich jeden Afrikaner, der auf einen Deal verzichtet.

          Was haben wir denn den Afrikanern noch zu bieten?
          Autoindustrie bricht weg, Siemens Energy muss vom Steuerzahler durchgefüttert werden, Experten und KnowHow für Zukunftstechnologien sind mittlerweile im Ausland. Wir kriegen nicht mal mehr alleine ein 5G-Netz für die Überwachung der eigenen Bürger aufgezogen.

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