„Die acht Geheimnisse der ewigen Liebe“

In einem Sternartikel werden die acht Geheimnisse der ewigen Liebe verraten. Ich dachte das wäre etwas für uns hier:

Realistische Erwartungen
Zu hohe Erwartungen an den Partner bergen zugleich auch eine Menge Potenzial enttäuscht zu werden. McCoy selbst sagt, dass eine Beziehung immer eine Achterbahnfahrt ist, in der es gute und schlechte Zeiten gibt. Viele Ehen scheitern an einer märchenhaften Vorstellung und wenn diese Erwartungen nicht eintreffen, so geben die Eheleute oft zu schnell auf. Außerdem darf man nie vergessen, dass jeder Partner in erster Linie für sein eigenes Glück verantwortlich ist. Man darf den anderen nicht in die Pflicht nehmen, der Retter oder Allheilbringer zu sein.

Ich bin sehr dafür den Partner nicht zu idealisieren und ihm zuzugestehen ein Mensch mit allen daraus sich ergebenen Unzulänglichkeiten zu sein. Von acht Tipps in einem kurzen Artikel kann man nicht viel erwarten, sie müssen naturgemäß relativ allgemein sein. Insofern ist die genaue Einordnung natürlich schwierig. Selbst für sein Glück verantwortlich sein ist auch grundsätzlich eine gute Sache, aber man wird in einer Beziehung auch nicht zu egoistisch sein können und alles auf sein Glück ausrichten können. Das man nicht alles auf den Partner verlagert, sondern selbst für gute Zustände sorgen muss ist aber sicherlich richtig.

Eine Beziehung muss ein sicherer Ort sein
In einer Beziehung ist es wichtig, dass man so sein kann, wie man ist. Das bedeutet aber nicht, dass ein Paar immer einer Meinung sein muss. Auch Streit und Reibereien gehören zu einer ewigen Liebe dazu. Wichtig ist nur, dass man bei Streitereien nicht unter die Gürtellinie geht. McCoy rät: „Sicherheit in einer Beziehung zu schaffen bedeutet, dass man verdrängte Wut, ätzende Bemerkungen, unnötige Kritik oder verletzende Drohungen vermeidet. Es bedeutet gute Kommunikation, auch in der Hitze des Konflikts – es ist harte Arbeit, sich auch in Konflikten sicher, transparent, respektiert und authentisch fühlen und geben zu können.“

Auch ein ziemlicher Allgemeinplatz. Es ist ein guter Tipps an beide sich bei Streitigkeiten in einem zivilisierten Rahmen zu haben. Oder sich zumindest zu entschuldigen, wenn man mal über das Ziel herausgeschossen ist. Gute Kommunikation in einer Beziehung ist ein weites Feld. Vielleicht sollte ich dazu noch mal einen eigenen Beitrag aufmachen.

Positives Denken
In jeder längeren Beziehung wird es Momente geben, in denen man einfach nur genervt ist von seinem Partner. Vielleicht ist er oder sie unordentlicher geworden oder es wiederholen sich immer die gleichen, bereits kritisierten Verhaltensweisen. Ja, das kann einen wahnsinnig machen, aber wie wäre es denn, wenn man das Ganze mal andersherum betrachtet? Diese Sichtweise gibt die Therapeutin mit auf den Weg: Ja, er ist sehr unordentlich, dafür hat er aber einen tollen Sinn für Humor, ist fürsorglich und liebevoll. Das Fixieren auf die negativen Eigenschaften zieht einen selbst runter. Natürlich muss man abwägen, wie elementar das Negative ist, wenn man damit jedoch leben kann, einfach drüber hinwegsehen und das Gute sehen. McCoy rät dazu, zu verzeihen und sich zurückzubesinnen auf das, was die Beziehung zu etwas Besonderem macht.

Also den anderen positiv sehen. Den Fehlern das Gute gegenüberstellen. Sich zu erinnern, dass man etwas Gutes in der Beziehung hat und sich nicht in ein negatives Denken reinziehen lassen ist ein wichtiger Schritt daran, dass man an der Beziehung arbeiten. Im allgemeinen geht es anscheinend um Techniken, mit denen man über schlechtere Zeiten hinüber kommt um wieder zu den guten Zeiten zu kommen.

In jeder Beziehung gibt es Krisen
Der Weg zu ewiger Liebe führt oftmals an vielen Krisen vorbei. Kaum eine Liebe geht nicht durch das ein oder andere Tal. „Keine Ehe ist immun gegen Krisen: finanzielle Probleme, Verlust geliebter Menschen, Entlassungen vom Arbeitsplatz oder Probleme mit Kindern. Eine Krise kann ein Paar auseinanderreißen – oder einander näher bringen, wenn sie sich dafür entscheiden, das Problem gemeinsam als Team zu meistern“, so die Therapeutin. Es ist eine Entscheidung, gemeinsam durch ein Tal zu gehen. Paare, die das schaffen, gehen oftmals gestärket aus der Krise.

Die schlichte Einsicht, dass eine Krise nicht das Ende der Beziehung sein muss, sondern schlicht mal dazu gehören kann und man da durch muss. Das ist natürlich einfacher, wenn man die Krise innerhalb gewisser Grenzen hält und beide einigermaßen fair spielen. Wenn einer eskaliert und der andere immer zurückstecken muss, damit es nicht ausartet wird man das Problem nicht lösen können. Das vermute ich mal ist damit gemeint, dass beide durch das Tal gehen. Eben das beide nicht vergessen, dass man am Ende eigentlich zusammen bleiben muss und sich entsprechend behandelt.

Es sind die kleinen Dinge im Leben
Es müssen nicht immer die großen Geschenke und Urlaube sein, die die Wertschätzung der Beziehung zum Ausdruck bringen. Ganz im Gegenteil, die kleinen Freuden des Alltags bringen viel mehr für die ewige Liebe. Der Tipp der Expertin: „Notieren Sie sich, was Ihrem Partner Freude bereitet, und überraschen Sie ihn oder sie mit einer Geste der Zuneigung – einem besonderen Geschenk, einer Notiz, einer herzlichen Umarmung – dies kann viel dazu beitragen, Ihre Liebe am Leben zu erhalten.“

Kleine Zeichen der Aufmerksamkeit und Verbundenheit sind in der Tat eine große Sache. Einfach alleine schon, weil man sie häufiger zeigen kann als große Gesten und sie einen daran erinnern, dass das Leben mit dem Partner eine schöne Sache ist. Wenn man merkt, dass er sich kümmert, dass er will das es einem gut geht, weil er einem eine Freude bereiten will.

Lachen verbindet
Optik vergeht, aber der Humor bleibt ein Leben lang. Wenn man mit seinem Partner lachen kann und Spaß hat, ist das die halbe Miete und ein Zeichen dafür, dass die Liebe für die Ewigkeit geschaffen sein könnte. Egal, ob gemeinsame TV-Sendungen, Stand-up Comedy Veranstaltungen, das kleine Necken im Alltag oder gewaltige Wortwitze, Humor verbindet.

Das Necken im Alltag wäre mein persönlicher Favorit. Aber klar ist Spass miteinander haben, lachen, humorvolles erleben, für eine Beziehung sehr wichtig. Aber natürlich schwer, wenn eine Beziehung in der Krise ist. Aber ein guter Weg sie nicht in die Krise kommen zu lassen.

Füreinander da sein
Der Partner sollte im besten Fall der beste Freund, die Liebe des Lebens und der Partner in Crime sein. Dauerhafte Liebe bedeutet, dass man füreinander da ist, zuhört und die Schulter zum Anlehnen für den anderen darstellt, so gut man eben kann. Auch mal Dinge tun, wie der langweilige Besuch bei Verwandten, die nur dem Partner wichtig sind und auch Kompromisse einzugehen gehört dazu. Wichtig ist aber auch, dass man seine Gefühle mit dem anderen teilt. Hat man Angst, Bedenken oder ähnliches, so sollte man das seinem Partner sagen können.

Das ist sicherlich der Idealzustand. Kompromisse machen, Sachen machen, von denen man weiß, dass sie für den anderen wichtig sind, miteinander reden. Beste Freunde sein.

Man braucht Luft zum Atmen und Raum zum Wachsen

Auch eine Partnerschaft besteht aus zwei Individuen, die sich selbst entwickeln müssen. Nur weil man in einer Beziehung ist, heißt das nicht, dass man nun als Symbiose stagniert. Die Therapeutin rät: „Manche Ehepartner wehren sich gegen Veränderung und Wachstum, weil sie befürchten, dass der Partner sich weg entwickeln könnte. (…) Allerdings stellen immer mehr Paare fest, dass sie sich aufs Neue verlieben, wenn sie einander zu Wachstum und positiven Veränderungen in allen Phasen ihres gemeinsamen Lebens anfeuern.“

Dem anderen ein paar Freiräume geben finde ich nicht unwesentlich.