Wieder geht ein klassischer me too Prozess mit einem Freispruch aus. Das besondere hierbei ist vielleicht, dass er diesmal nicht Frauen als Opfer betrifft, sondern, da Kevin Spacey schwul ist, Männer als Opfer.
Ich habe den Prozess zugegebenermaßen nicht verfolgt und auch das Gefühl, dass Einzelheiten nicht so in der Presse waren insofern kann ich auch den Freispruch nicht wirklich einordnen. Kundenanschuldigung tatsächlich widerlegt werden oder verblieb einfach ein hinreichender Zweifel, auch wenn man durchaus vertreten könnte, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine entsprechende Tat sprach?
Kevin Spacey hat einiges Filmrollen und Einnahmen verloren. Mal sehen, ob ihm jetzt wieder Rollen angeboten werden.
Als House of Cards Fan finde ich es persönlich sehr traurig, dass die letzte Staffel ohne ihn stattgefunden hat. Er war das Herz dieser Serie, ohne ihn war es vollkommen uninteressant, insbesondere da seiner Frau, die ihn ersetzen sollte, dass Charisma fehlte, welches in seine Rolle eingebracht worden ist.
Arne hat interessante Zusammenstellungen vorgenommen, in denen es um die verschiedenen üblichen Einstellungen zur Unschuldsvermutung geht. Dir einen beklagen, das evtl Opfer sich nicht durchsetzen können und dann noch als Titel da stehen, die anderen bestellen darauf ab, dass einem jemand, der es unschuldig aus dem Prozess herausgegangen ist, nicht nachträglich als schuldig dargestellt werden sollte.
Das ist natürlich eine schwierige Frage, wie beispielsweise auch der o.j Simpson Prozess gezeigt hat, in dem dieser im Strafprozess freigesprochen worden ist, im Zivilprozess aber verurteilt worden ist Schmerzensgeld zu zahlen.
Weiß jemand mehr über den Prozess?