Bundesverfassungsgericht zur Eintragung einer anderen Bezeichnung als „Männlich“ oder „weiblich“ für Intersexuelle

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass Menschen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen, dass Recht auf einen anderen Eintrag und nicht lediglich einen „Nichteintrag“ haben. Es ist damit ein Beschluss, der Intersexuelle betrifft (also etwa 0,017% der Bevölkerung). Natürlich steht es dem Gesetzgeber auch frei, die Regelung großzügiger umzusetzen und auch für Leute, bei denen man eine Geschlechtszuordnung vornehmen kann, eine andere Eintragungsmöglichkeit vorsehen. Man wird sehen, wie die Regelung umgesetzt werden wird.

Anne Wizorek schreibt dazu auf Twitter:

Das ist aus meiner Sicht falsch. Das Bundesverfassungsgericht kennt auch nur zwei Geschlechter – und Intersexualität. Das es Intersexuelle gibt ist auch außerhalb des Feminismus nicht wirklich strittig. Fälle wie das im Beschluss aufgetretene Turner Syndrom (Das Turner-Syndrom liegt vor, wenn Menschen statt zweier Kopien des X-Chromosoms (eines von der Mutter, eines vom Vater) oder einem X-Chromosom und einem Y-Chromosom lediglich ein X-Chromosom haben) oder echte Zwitter sind eben Mischformen zwischen den Geschlechtern, und kein neues Geschlecht.  Und sie sind, weil meist nicht fortpflanzungsfähig auch sehr sehr selten.

Der Beschluss im Volltext, interessanteres Fett markiert:

 

 Beschluss vom 10. Oktober 2017 – 1 BvR 2019/16

Leitsätze

zum Beschluss des Ersten Senats vom 10. Oktober 2017

– 1 BvR 2019/16 –

  1. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) schützt die geschlechtliche Identität. Es schützt auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.
  2. Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG schützt auch Menschen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen, vor Diskriminierungen wegen ihres Geschlechts.
  3. Personen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen, werden in beiden Grundrechten verletzt, wenn das Personenstandsrecht dazu zwingt, das Geschlecht zu registrieren, aber keinen anderen positiven Geschlechtseintrag als weiblich oder männlich zulässt.

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

– 1 BvR 2019/16 –

IM NAMEN DES VOLKES

In dem Verfahren
über
die Verfassungsbeschwerde

von K…,

– Bevollmächtigte:
1. Prof. Dr. Konstanze Plett, LL.M.,
Gustav-Heinemann-Straße 33, 28215 Bremen,
2. Priv.-Doz. Dr. Friederike Wapler,
Seidelstraße 6, 30163 Hannover,
3. Rechtsanwältin Katrin Niedenthal,
Marktstraße 2 – 4, 33602 Bielefeld –

1.
unmittelbar gegen

a)
den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2016 – XII ZB 52/15 -,

b)
den Beschluss des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Januar 2015 – 17 W 28/14 -,

c)
den Beschluss des Amtsgerichts Hannover vom 13. Oktober 2014 – 85 III 105/14 -,

2.
mittelbar gegen

§ 21 Absatz 1 Nummer 3 des Personenstandsgesetzes (PStG) in der Fassung von Artikel 1 des Gesetzes zur Reform des Personenstandsrechts (Personenstandsrechtsreformgesetz – PStRG) vom 19. Februar 2007 (BGBl I S. 122), § 22 Absatz 3 des Personenstandsgesetzes (PStG) in der Fassung von Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe b des Gesetzes zur Änderung personenstandsrechtlicher Vorschriften (Personenstandsrechts-Änderungsgesetz – PStRÄndG) vom 7. Mai 2013 (BGBl I S. 1122)

hat das Bundesverfassungsgericht – Erster Senat –

unter Mitwirkung der Richterinnen und Richter

Vizepräsident Kirchhof,

Eichberger,

Schluckebier,

Masing,

Paulus,

Baer,

Britz,

Ott

am 10. Oktober 2017 beschlossen:

§ 21 Absatz 1 Nummer 3 des Personenstandsgesetzes (PStG) in der Fassung von Artikel 1 des Gesetzes zur Reform des Personenstandsrechts (Personenstandsrechtsreformgesetz – PStRG) vom 19. Februar 2007 (Bundesgesetzblatt I Seite 122) in Verbindung mit § 22 Absatz 3 des Personenstandsgesetzes (PStG) in der Fassung von Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe b des Gesetzes zur Änderung personenstandsrechtlicher Vorschriften (Personenstandsrechts-Änderungsgesetz – PStRÄndG) vom 7. Mai 2013 (Bundesgesetzblatt I Seite 1122) ist mit Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 und mit Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit sie eine Pflicht zur Angabe des Geschlechts begründen und dabei Personen, deren Geschlechtsentwicklung gegenüber einer weiblichen oder männlichen Geschlechtsentwicklung Varianten aufweist und die sich selbst dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, keinen positiven Geschlechtseintrag ermöglichen, der nicht „weiblich“ oder „männlich“ lautet.

Der Gesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2018 eine verfassungsgemäße Regelung herbeizuführen.

Die Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2016 – XII ZB 52/15 -, des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Januar 2015 – 17 W 28/14 – und des Amtsgerichts Hannover vom 13. Oktober 2014 – 85 III 105/14 – verletzen die beschwerdeführende Person in ihren Grundrechen aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 und Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes. Die Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 2016 – XII ZB 52/15 – und des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Januar 2015 – 17 W 28/14 – werden aufgehoben. Die Sache wird an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. Das Verfahren ist bis zu einer gesetzlichen Neuregelung auszusetzen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat der beschwerdeführenden Person die notwendigen Auslagen zu erstatten.

G r ü n d e :

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Mit extremen Ausnahmen die Häufungen leugnen

Ein beliebtes Argument im feministischen ist es, extreme Ausnahmen anzuführen und das als Beleg dafür zu sehen, dass ebenso festgestellte deutliche Häufungen nicht bestehen. Ein Beispiel, der Seite „Everyday Feminism“ entnommen, führt der Blog „Why evolution is true“ an:

1. Believing That XX and XY Actually Mean Something

Boom. Let’s start with one of my favorites, if only because it tends to ignite passions the fastest.

Now, to be fair, XX and XY chromosome pairs do mean something: a general idea of future conditions a person may or may not develop that are directly due to those chromosomal pairings.

They do not, however, concretely stand for any of the following: indicating a person’s intelligence, physical abilities, sexual orientation, development during puberty, appearance or make of genitals, or what level of bodily production of which sex hormones.

In short, XY does not indicate a biological man and XX does not indicate a biological woman.

Why not?

We simply have too many examples of when any of the above was untrue.

Transgenderism, intersexuality, and Androgen Insensitivity Syndrome (AIS), to name a few. (Fun fact: That last one can sometimes give female-identified people the stereotypical look of a model. Just sayin’.)

Think about it: If one instance of a mathematical proof is shown to be wrong, then the entire proof has to be tossed on account of it being deemed inaccurate. Because it’s—you know—useless to the bettering and/or benefit of humankind.

Call me starry-eyed, but I’m preeeeetty sure we like to treat our science like our math as often as we can.

Ein durchaus klassisches Argument: Es soll dargelegt werden, dass es Ausnahmen gibt und daraus soll Folgen, dass das ganze Konzept nicht stimmt und nicht stimmen kann.

Das ist in der Tat erst einmal ein logischer Ansatz: Die Behauptung „Alle Raben sind weiß“ kann man widerlegen, in dem man einen schwarzen Raben präsentiert.

Allerdings wird eben die Behauptung „Die allermeisten Raben sind schwarz“ nicht widerlegt, in dem man einen weißen Raben präsentiert. Auch dann würde man man, wenn auf tausende von Schwarzen Raben ein weißer Rabe kommt nicht die Aussage, dass Raben (grundsätzlich) schwarz sind, nicht für falsch halten, ungeachtet der wenigen weißen Raben, weil die Ausnahme schlicht zu selten ist. Dies gilt um so mehr, wenn man sich bewusst macht, dass Albinismus üblicherweise auf bestimmten Mutationen beruht, bei denen ein Enzym nicht produziert wird, welches zu der schwarzen Farbe führt.

Biologie ist voller Ausnahmen. Lebewesen einer Spezies sind eben nicht nach einheitlichen Bauplan in einer Fabrik produziert, sondern teilen sich nur einen gemeinsamen Genpool, der ihnen erlaubt, sich untereinander fortzupflanzen, der aber ansonsten eine Vielzahl von Unterschieden aufweist. Aussagen in der Biologie können daher selten absolut sein, aber dennoch gibt es bestimmte Abläufe im menschlichen Körper und viele Prozesse, die einheitlich ablaufen. Und ein sehr einheitlicher Mechanismus ist eben, dass  bei XY-Chromosomen ein Programm abläuft, welches den Menschen zu einem Mann macht und bei XX-Chromosomen einen Menschen zur Frau macht.

Dieses Programm hängt nicht schlicht an den Chromosomen, sondern hat verschiedene weitere Ausführungsschritte. Insbesondere führt das Y-Chromoson dazu, dass Hoden „gebaut“ werden und dies führt wiederum zu Testosteronausschüttungen, die wiederum bestimmte andere Programme aktivieren. Zwei X-Chromosome hingegen führen zu Eierstöcken, die dann wiederum Östrogene und andere Hormone auschütten, die ihrerseits andere Programme bzw Wachstumspläne aktivieren als das Testosteron.

In dem Blog dazu:

Yes, there are a few exceptions, like AIS, but the various forms of that syndrome occur between 1 in every 20,000 to 1 in only 130,000 births.  Is that “too many examples” to all0w us to say that biological sex is not connected with chromosomes? If you look at all cases of intersexuality that occur in people with XX or XY chromosomes (we’re not counting XOs or XXYs or other cases of abnormal chromosomal number), the frequency of exceptions is far less than 1%. That means that, in humans as in flies, there is almost a complete correlation between primary/secondary sex characteristics and chromosome constitution.  As for intelligence, no, I know of no correlation, but who’s claiming that the sexes differ in smarts? As for physical abilities, sexual orientation, appearance of genitalia, and hormone titer, the correlation between being XX or XY and those traits is very tight. Again, there are exceptions: some females are bigger, stronger, and have more muscles mass than some males, but there’s a biological reason why most Olympic events depending on physical traits are separated by sex. What we see is a bimodality of traits depending on sex-chromosome constitution, with a very low valley between those two XX and XY peaks. 

How does James St. James respond to these uncontestable correlations? By saying that we have to abandon the whole notion of biological sex because there is a small percentage of exceptions, as the correlation is not perfect. As he says (I’m assuming James St. James is a “he”):

Bei AIS werden zwar die Ansätze von Hoden gebildet, da ein Y-Chromoson vorhanden ist, das dann ausgeschüttete Testosteron wird aber nicht oder nur im geringeren Maße erkannt, weil die Rezeptoren, die dies sonst machen, hier nicht funktionieren. Da kein Testosteron erkannt wird läuft nicht das normale Programm ab, welches bei Y-Chromosonen vorgesehen ist (Das „männliche Programm“), sondern das „weibliche Programm“ mit der Ausnahme der Unterschiede, die nicht durch Testosteron bedingt sind. Es ist also innerhalb dieser Theorien gut erklärbar, warum die Unterschiede in diesem konkreten Fall bestehen und daher kann damit die Theorie nicht widerlegt werden, sie ist dann lediglich verkürzt dargestellt.

In dem Blog dazu:

I wouldn’t call him starry eyed, but arrantly ignorant of biology, and willfully so because he wants to believe that sex is a complete continuum, which fits his ideological agenda. I suppose that agenda comes from assuming that we have to shade the biological truth because those who don’t conform to the norms (intersexes, transgender people, and so on) will be marginalized or discriminated against.

And indeed, that can happen, and has happened. But the solution is not to lie about or distort biology, pretending that biological sex is a complete continuum with no modes. The solution is to accept the biological facts and realize that they say nothing about what’s moral or immoral, or about how we should treat people. A genuine bimodality of sexual traits does not mean that we should treat those who lie between the peaks as “inferior” or “wrong”.

And we don’t treat biology like math, ignoring a phenomenon if there are some exceptions.  Math is a system of logic; biology is the messy real world, where things can go awry and there are no absolute “laws” in the sense that physics has them. To use part of a famous quote by Richard Feynman, “reality must take precedence over public relations, for Nature cannot be fooled.”

Indeed. It’s a characteristic of the Regressive Left that they deny scientific truths when it’s convenient for them to do so—when they’re faced with Ideologically Inconvenient Truths. We all know the dangers of that route—Lysenko comes to mind. It’s far better to know what’s true, and deal with it, than make up stuff that fits your narrative. The latter is what theologians do, not rational people.

Die Annahme, dass man mit diesen extremen Ausnahmen bei einem Genpool und Mutationen etwas widerlegen könnte, zeigt ein Unverständnis für die Biologie. Und extreme Ausnahmen entwerten dort auch ansonsten Konzepte nicht.

Beispielsweise ist es weitaus häufiger in einigen Gegenden, dass Menschen mehr als 5 Finger haben:

Die isolierte Polydaktylie – die häufigste Variante ist die Hexadaktylie – hat beim Menschen in Europa, Asien und Nordamerika eine Häufigkeit von 1:3.000, in Afrika von 1:300. In etwa 40 Prozent der Fälle tritt die Veränderung beidseitig auf.[8] Polydaktylie wird generell mit einer Häufigkeit von 1:500 Lebendgeburten angegeben

Würde man hier die in den feministischen Theorien bestehenden Regeln anwenden, dann müsste man alle Angaben, dass Menschen 5 Finger haben, als unwahr ansehen und fordern, dass mehr mehralsfünffingrige Menschen abgebildet werden. Ähnliche Punkte könnte man für nahezu alles am Menschen bringen: Der Mensch hat bestimmte Sinne? Ha, keineswegs, viele Menschen haben sie eben gerade nicht. Also falsch. Der Mensch hat Beine? Einige Menschen werden ohne Beine geboren etc. All das macht keinen Sinn, auch wenn es sowohl Menschen ohne Beine als auch Menschen mit einem Bein und mit 2 Beinen gibt wird die Anzahl der Beine, die ein Mensch üblicherweise hat, dadurch nicht verändert.

 

 

Die „Gender Liste“

Von der „Gender Master List“

Abimegender: a gender that is profound, deep, and infinite; meant to resemble when one mirror is reflecting into another mirror creating an infinite paradox

Adamasgender: a gender which refuses to be categorized

Aerogender: a gender that is influenced by your surroundings

Aesthetigender: a gender that is derived from an aesthetic; also known as videgender

Affectugender: a gender that is affected by mood swings

Agender: the feeling of no gender/absence of gender or neutral gender

Agenderflux: being mostly agender except having small shifts towards other genders making them demigenders (because of the constancy of being agender)

Alexigender: a gender that is fluid between more than one gender but the individual cannot tell what those genders are

Aliusgender: a gender which is removed from common gender descriptors and guidelines

Amaregender: a gender that changes depending on who you’re in love with

Ambigender: defined as having the feeling of two genders simultaneously without fluctuation; meant to reflect the concept of being ambidextrous, only with gender

Ambonec: identifying as both man and woman, yet neither at the same time

Amicagender: a gender that changes depending on which friend you’re with

Androgyne: sometimes used in the case of “androgynous presentation”; describes the feeling of being a mix of both masculine and feminine (and sometimes neutral) gender qualities

Anesigender: feeling like a certain gender yet being more comfortable identifying with another

Angenital: a desire to be without primary sexual characteristics, without necessarily being genderless; one may be both angenital and identify as any other gender alongside

Anogender: a gender that fades in and out but always comes back to the same feeling

Anongender: a gender that is unknown to both yourself and others

Antegender: a protean gender which has the potential to be anything, but is formless and motionless, and therefore, does not manifest as any particular gender

Anxiegender: a gender that is affected by anxiety

Apagender: a feeling of apathy towards ones gender which leads to them not looking any further into it

Apconsugender: a gender where you know what it isn’t, but not what it is; the gender is hiding itself from you

Astergender: a gender that feels bright and celestial

Astralgender: a gender that feels connected to space

(POSSIBLE TRIGGER WARNING) Autigender: a gender that can only be understood in the context of being autistic

Autogender: a gender experience that is deeply personal to oneself

Axigender: when a person experiences two genders that sit on opposite ends of an axis; one being agender and the other being any other gender; these genders are experienced one at a time with no overlapping and with very short transition time.

Bigender: the feeling of having two genders either at the same time or separately; usually used to describe feeling “traditionally male” and “traditionally female”, but does not have to

Biogender: a gender that feels connected to nature in some way

Blurgender: the feeling of having more than one gender that are somehow blurred together to the point of not being able to distinguish or identify individual genders; synonymous with genderfuzz

Boyflux: when one feels mostly or all male most of the time but experience fluctuating intensity of male identity

Burstgender: and gender that comes in intense bursts of feeling and quickly fades back to the original state

Caelgender: a gender which shares qualities with outer space or has the aesthetic of space, stars, nebulas, etc.

Cassgender: the feeling of gender is unimportant to you

Cassflux: when the level of indifference towards your gender fluctuates

Cavusgender: for people with depression; when you feel one gender when not depressed and another when depressed

Cendgender: when your gender changes between one and its opposite

Ceterofluid: when you are ceterogender and your feelings fluctuate between masculine, feminine, and neutral

Ceterogender: a nonbinary gender with specific masculine, feminine, or neutral feelings

Cisgender: the feeling of being the gender you were assigned at birth, all the time (assigned (fe)male/feeling (fe)male)

Cloudgender: a gender that cannot be fully realized or seen clearly due to depersonalization/derealization disorder

Collgender: the feeling of having too many genders simultaneously to describe each one

Colorgender: a gender associated with one or more colors and the feelings, hues, emotions, and/or objects associated with that color; may be used like pinkgender, bluegender, yellowgender

Commogender: when you know you aren’t cisgender, but you settled with your assigned gender for the time being

Condigender: a gender that is only felt during certain circumstances

Deliciagender: from the Latin word delicia meaning “favorite”, meaning the feeling of having more than one simultaneous gender yet preferring one that fits better

Demifluid: the feeling your gender being fluid throughout all the demigenders; the feeling of having multiple genders, some static and some fluid

Demiflux: the feeling of having multiple genders, some static and some fluctuating

Demigender: a gender that is partially one gender and partially another

Domgender: having more than one gender yet one being more dominant than the others

Demi-vapor (term coined by @cotton-blossom-jellyfish): Continuously drifting to other genders, feeling spiritually transcendental when doing so while having a clear -slightly blurred- inner visual of your genders, transitions, and positive emotions. Tied to Demi-Smoke.

Demi-smoke (term coined by @cotton-blossom-jellyfish): A transcendental, spiritual gender roughly drifting to other genders that are unable to be foreseen and understood, shrouded in darkness within your inner visual. Elevating through mystery. Caused by a lack of inner interpretation and dark emotional states. Tied to Demi-Vapor.

Duragender: from the Latin word dura meaning “long-lasting”, meaning a subcategory of multigender in which one gender is more identifiable, long lasting, and prominent than the other genders

Egogender: a gender that is so personal to your experience that it can only be described as “you”

Epicene: sometimes used synonymously with the adjective “androgynous”; the feeling either having or not displaying characteristics of both or either binary gender; sometimes used to describe feminine male identifying individuals

Espigender: a gender that is related to being a spirit or exists on a higher or extradimensional plane

Exgender:  the outright refusal to accept or identify in, on, or around the gender spectrum

Existigender: a gender that only exists or feels present when thought about or when a conscious effort is made to notice it

Femfluid: having fluctuating or fluid gender feelings that are limited to feminine genders

Femgender: a nonbinary gender which is feminine in nature

Fluidflux: the feeling of being fluid between two or more genders that also fluctuate in intensity; a combination of genderfluid and genderflux

Gemigender: having two opposite genders that work together, being fluid and flux together

Genderblank: a gender that can only be described as a blank space; when gender is called into question, all that comes to mind is a blank space

Genderflow: a gender that is fluid between infinite feelings

Genderfluid: the feeling of fluidity within your gender identity; feeling a different gender as time passes or as situations change; not restricted to any number of genders

Genderflux: the feeling of your gender fluctuating in intensity; like genderfluid but between one gender and agender

Genderfuzz: coined by lolzmelmel; the feeling of having more than one gender that are somehow blurred together to the point of not being able to distinguish or identify individual genders; synonymous with blurgender

Gender Neutral: the feeling of having a neutral gender, whether somewhere in between masculine and feminine or a third gender that is separate from the binary; often paired with neutrois

Genderpunk: a gender identity that actively resists gender norms

Genderqueer: originally used as an umbrella term for nonbinary individuals; may be used as an identity; describes a nonbinary gender regardless of whether the individual is masculine or feminine leaning

Genderwitched: a gender in which one is intrigued or entranced by the idea of a particular gender, but is not certain that they are actually feeling it

Girlflux: when one feels mostly or all female most of the time but experiences fluctuating intensities of female identity

Glassgender: a gender that is very sensitive and fragile

Glimragender: a faintly shining, wavering gender

Greygender: having a gender that is mostly outside of the binary but is weak and can barely be felt

Gyragender: having multiple genders but understanding none of them

Healgender: a gender that once realized, brings lots of peace, clarity, security, and creativity to the individual’s mind

Heliogender: a gender that is warm and burning

Hemigender: a gender that is half one gender and half something else; one or both halves may be identifiable genders

Horogender: a gender that changes over time with the core feeling remaining the same

Hydrogender: a gender which shares qualities with water

Imperigender: a fluid gender that can be controlled by the individual

Intergender: the feeling of gender falling somewhere on the spectrum between masculine and feminine; note: do not confuse with intersex

Juxera: a feminine gender similar to girl, but on a separate plane and off to itself

Libragender: a gender that feels agender but has a strong connection to another gender

Magigender: a gender that is mostly gender and the rest is something else

Mascfluid: A gender that is fluid in nature, and restricted only to masculine genders

Mascgender: a non-binary gender which is masculine in nature.

Maverique: taken from the word maverick; the feeling of having a gender that is separate from masculinity, femininity, and neutrality, but is not agender; a form of third gender

Mirrorgender: a gender that changes to fit the people around you

Molligender: a gender that is soft, subtle, and subdued

Multigender: the feeling of having more than one simultaneous or fluctuating gender; simultaneous with multigenderand omnigender

Nanogender: feeling a small part of one gender with the rest being something else

Neutrois: the feeling of having a neutral gender; sometimes a lack of gender that leads to feeling neutral

Nonbinary: originally an umbrella term for any gender outside the binary of cisgenders; may be used as an individual identity; occasionally used alongside of genderqueer

Omnigender: the feeling of having more than one simultaneous or fluctuating gender; simultaneous with multigenderand polygender

Oneirogender: coined by anonymous, “being agender, but having recurring fantasies or daydreams of being a certain gender without the dysphoria or desire to actually be that gender day-to-day”

Pangender: the feeling of having every gender; this is considered problematic by some communities and thus has been used as the concept of relating in some way to all genders as opposed to containing every gender identity; only applies to genders within one’s own culture

Paragender: the feeling very near one gender and partially something else which keeps you from feeling fully that gender

Perigender: identifying with a gender but not as a gender

Polygender: the feeling of having more than one simultaneous or fluctuating gender; simultaneous with multigenderand omnigender

Proxvir: a masculine gender similar to boy, but on a separate plane and off to itself

Quoigender: feeling as if the concept of gender is inapplicable or nonsensical to one’s self

Subgender: mostly agender with a bit of another gender

Surgender: having a gender that is 100% one gender but with more of another gender added on top of that

Systemgender: a gender that is the sum of all the genders within a multiple or median system

Tragender: a gender that stretches over the whole spectrum of genders

Transgender: any gender identity that transcends or does not align with your assigned gender or society’s idea of gender; the feeling of being any gender that does not match your assigned gender

Trigender: the feeling of having three simultaneous or fluctuating genders

Vapogender: a gender that sort of feels like smoke; can be seen on a shallow level but once you go deeper, it disappears and you are left with no gender and only tiny wisps of what you thought it was

Venngender: when two genders overlap creating an entirely new gender; like a venn diagram

Verangender: a gender that seems to shift/change the moment it is identified

Vibragender: a gender that is usually one stable gender but will occasionally changes or fluctuate before stabilizing again

Vocigender: a gender that is weak or hollow

Zwei Geschlechter und Binarität bzw Polarität

Das es letztendlich zwei Geschlechter gibt war hier schon mehrfach Thema:

Gerade habe ich noch einen interessanten Artikel zur Diskussion um die im Feminismus oft diskutierte „Binarität der Geschlechter“ gelesen:

It is often claimed that people possessed of regressive views and maybe sexist slant conceive of gender as a rigid binary of manly men and womanly women (with attendant heterocity) and nary shall lay in between. Thus, they may find assertiveness in a woman or tears from a man inappropriate. Even more moderate individuals might (consciously or non) expect stereotypical traits and behaviors of people and double-take in their violation. Certainly, such observations are correct. There are sexist and backward attitudes, and many people do hold to stereotypical views.

Es beginnt mit einer kleinen Zusammenfassung: Zwei Geschlechter bedeutet, dass diese nur auf eine Weise sein können, das Männer eben nur in einer Form und mit bestimmten Verhaltensweisen vorkommen sollten und Frauen nur in einer anderen Form und nur mit bestimmten anderen Verhaltensweisen. Eine Abweichung davon sei dann eine Verletzung dieser Stereotypen und damit potentiell diskriminierend.

Es wird dann angeführt, dass dies aber gerade keine Binarität wäre:

However, this is not logically described as adhering to a “binary” view.

When things are binary, like the 0’s and 1’s in computer-ese, that thing has only one of two possible values. 0 or 1. There is no other possible description, nothing in between, no intermediates. A person who conceived of humans according to a gender binary would be precluded from sexism as described above because every person could only be recognized as definitely man or woman. “Sort of man” would be undefined and incoherent, like asking a computer to understand 0’s, 1’s and “0-ish”. Human psychological traits are usually analog. There is a spectrum representing a range of possibilities. One color can be redder than another, but a zero can’t be one-r than other zeros. People actually construe gender not as a binary, but as a conceptual polarity.

In der Tat: Eine strikte Binarität kennt nur zwei Zuständen, eine Abstufung kann es nicht geben. Alles ist entweder 1 oder 0. Aber nicht „etwas mehr 1“ oder „zwischen 1 und 0“. So versteht wohl niemand tatsächlich die Geschlechter, sie werden in der Tat eher analog gesehen also mit einer gewissen Verstellbarkeit je nach Stärke des Signals.

Genders, how do they work?
People think of gender more like magnets. There are two poles, not one, or three or twenty, but your compass needle might be slightly more north-facing than someone else’s. Now you may say A ha! but the gender polarity is the problem. People should not subscribe to this wrong-headed idea! But that isn’t right either; gender really does seem to be a polarity in humans, and in any case, is not the basis of the social problems of discrimination and injustice.

Der Magnet mit einer etwas anderen Ausrichtung aber einer gewissen „Anziehungskraft“ für bestimmte Richtungen und deutlichen Polen trifft es denke ich schon deutlich besser. Und die Gender Polarität (im Gegensatz zu einer Binärität) liegt eben auch tatsächlich vor.

Dann folgen noch einige interessante Darstellungen zu den Vorteilen von zwei Geschlechtern (die ich teilweise in den oben genannten Artikeln auch schon dargelegt habe). Ich überspringe da mal etwas, empfehle es aber im Original zu lesen.

Er springt dann zu den Auswirkungen:

As Robert Trivers spelled out in his Parental Investment Theory, investment does not end with the production of gametes but can also include incubation, protecting, rearing, feeding, and teaching. Gendered behaviors do not then flow merely from gamete size, but from typical relative investment in offspring. So it is that females can be aggressive, dominant, and promiscuous and males can be choosy and reserved (where they invest more than females). Animals undeniably have gender roles that follow from the economics of their mating system and ecology. Although human sexuality is unique in its complexity and arguably, its evolved purposes, Homo sapiens is no less beholden to realities of mating economics and ecology. Even if we were (or changed thusly in the future), our ancestors certainly were not.

That fact by itself doesn’t prove much about human biopsychological sex differences. One can find mammals in which offspring investment is similar enough that both physical and behavioral sexual dimorphism is relatively low (see prairie voles and gibbons). There’s nothing about evolution per se that insists humans should be more like harem-holding silverback gorillas than monogamous gibbons or for that matter, pregnancy-prone male Sea Horses. Each species owes whatever disposition it has to its history, and so do we.

Richtig ist, dass man innerhalb der Natur eine Vielzahl von verschiedenen Ausgestaltungen findet. Von sehr dominanten und aggressiven weiblichen Hyänen (die Weibchen haben eine hochinteressante Anpassung um mit mehr Testosteron klar zu kommen und nicht unfruchtbar zu werden mit Folgen wie einem „Scheinpenis“) und sehr monogamen Päriewühlmäusen (die auch deswegen hoch interessant sind, weil ihre nahen Verwandten keineswegs monogam sind und der Unterschied im wesentlichen durch Oxytocin hervorgerufen wird, das das Verhalten reguliert, Forschung zeigt, dass die gleichen Reaktionen auch teilweise beim Menschen vorliegen).

Aber diese Entwicklung hat eben, wie auch immer  sie ausfällt, zu einer gewissen Ausrichtung geführt, die den jeweiligen ökonomischen Regeln bzw. der daraus folgenden Selektion unterliegt. Und diese Disposition begleitet die jeweilige Spezies dann eben. Und das ist beim Menschen nicht anders.

Humans have two sexes and can be described as having two polar genders. Now here one may interject, what about intersex, trans or asexual people? I say, what of them? The features they possess all fall (to the best of my knowledge) on ordinary ranges of behavior and dispositions. The representational flaw here is not that gender is binary, but that minds are unitary. Consider physical sex differences that nobody questions are statistically true about male and female humans: size, upper body strength, genitals, breasts, facial hair, fat distribution, etc.., But these each vary across individuals. Some men don’t grow facial hair, or have female-typical height. Therefore, none of these (polar) features alone can establish your physical sex, even in the eyes of the most regressive sexist. Rather, stereotypical physical male or femaleness is a statistical lean one way or the other across many individual traits.

Es ist ein Durchschnittswert, wobei die Verteilung einer Gaussschen Verteilungskurve entspricht. Geschlechterunterschiede sind üblicherweise Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern aber abweichenden Mittelwerten. Und diese Häufungen um die Mittelwerte herum bilden den Grund dafür, dass wir etwas als „Männlich“ bzw. als „weiblich“ ansehen, auch wenn es dazwischen viele Zwischenstationen, also gerade keine Binarität gibt.

Our psychology seems to be similar. We’re collections of traits that can vary independently of each other, even if statistically they tend to lean together one way or another and we label those leans masculine and feminine. People not apparently conforming to these leans are not some new gender with qualitatively different features because each trait still falls on the same range of values as everyone else, it just doesn’t match the socially expected collective lean direction. They might be statistically unusual, but the unusual has to happen quite a lot because there’s 7,300 million of us.

Das fasst es denke ich noch einmal gut zusammen: Abweichungen von der Norm begründen kein neues Geschlecht, sondern nur eine andere Abstufung von Männlich und Weiblich als Pole.

The problem isn’t how many genders we have or what we think those genders ought to be— we really do agree there are many races (and subdivisions of races) without this preventing people from hating one or more of them. And like racism, the trouble lies in folks cordoning off the fat part of a bell curve and deciding anyone outside of it doesn’t get respect, consideration, or human decency. We’re unlikely to correct such bigotry by denying facts about psychology or legislating social norms with contrived, incoherent vocabulary. My opinion is that, instead, we face it directly and simply: human beings who can think, suffer, strive, and love all deserve the same regard, the same dignity, and the same consideration regardless of the uniqueness of their personal constellation of features or its remoteness from anyone’s expectations. It makes no difference whatsoever what humans are like in aggregate.

In the bargain we may dispense with bickering about nature and nurture and how many gender categories and what to call them. The simple moral observation above makes these considerations needless in a discussion about rights and dignity.

Aus meiner Sicht eine elegante Lösung des Problems: Es ist uninteressant die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu leugnen und weitere Geschlechter zu erfinden, wenn wir uns einfach darauf einigen, dass sie jedenfalls die gleichen Rechte und den gleichen Respekt verdient haben.

Warum es in biologischer Hinsicht nur zwei Geschlechter gibt

Die biologische Definition von „männlich und weiblich“ ist relativ einfach:

    • eine Klassifizierung von Gameten (Geschlechtszellen)
    • Weibliches Geschlecht, bei der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung dasjenige, das die Eizellen bereitstellt
    • Männliches Geschlecht, bei der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung dasjenige, das die Samenzellen bereitstellt

Das wäre eine Definition, die auf die Fortpflanzung abstellt und dort eine recht einfache Zuordnung vornimmt, die sich rein darauf bezieht, wer was bereit stellt. Diese Unterscheidung ist interessant, weil an ihr bereits einiges hängen kann: Üblicherweise sind Eizellen teurer als Samenzellen in der Produktion, was bereits wesentlich andere evolutionäre Strategien bewirkt. Dies gilt um so mehr, wenn wie bei Säugetieren die Eizelle im Körper „ausgebrütet“ und versorgt werden muss.

Der große Vorteil von Sex ist dabei, dass zwei verschiedene Genmaterialien gemischt werden, was verschiedene Vorteile bieten kann:

  • „schlechte Gene“ können aussortiert werden, gute übernommen und angesammelt werden. Bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung gilt „alles oder nichts“. Die Zelle teilt sich, es entsteht ein Klon. Hat dieser eine Mutation, dann gibt er sie an seine Nachkommen weiter, aber diese Mutation muss direkt in einem seiner Vorfahren aufgetreten sein, sie kann nicht von einem anderen Stamm übernommen werden (oder nur im wesentlich geringeren Umfang). Ebenso wenig kann man ungünstige Mutationen „loswerden“, wohingegen diese bei zweigeschlechtlicher Fortpflanzung nur in einem Teil der Nachkommen landen können (und mit diesen aussterben können)
  • Unterschiede erhöhen die Anpassbarkeit an besondere Situationen. Ein Gen gegen „Kälteresistenz“ kann in einem besonders kalten Winter bestimmte Nachfahren überleben lassen, ein Gen für einen etwas kräftigeren Schnabel kann sie andere Kerne fressen lassen etc
  • Die „Red Queen Hypothese“:  Sie geht davon aus, dass Tiere mit einem langsameren Fortpflanzungzyklus in einem Wettrennen mit Parasiten und Viren stecken, welches sie zu verlieren drohen, da beispielsweise eine Generation bei einem Menschen 20 Jahre dauert, eine Generation bei bestimmten Viren aber nur ein paar Minuten. Demnach können sich Viren viel schneller auf eine Abwehrmaßnahme zB des Menschen einstellen und eine Mutation, die diese austrickst kann schneller eintreten. Wir laufen in dieser Hinsicht beständig mit den Viren und Parasiten um die Wette und wir müssen – genau wie die rote Königin aus Alice im Wunderland – laufen, um überhaupt auf der gleichen Stelle zu bleiben. Der Genpool führt dazu, dass es Millionen von verschiedenen Varianten von „Menschen“ gibt. Hat ein Virus durch Mutation einen Weg gefunden zB das Immunsystem zu umgehen kann das Immunsystem des nächsten Menschen ein klein wenig anders sein und daher diese Umgehung erschweren oder nicht so effektiv machen. Demnach erschwert ein Genpool die Anpassung an den Wirt, die bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung wesentlich schneller eintreten kann.

Gleichzeitig hat dieses System aber Kosten:

Wenn sich ein Lebewesen durch Zellteilung fortpflanzt, dann können Nachkommen schneller produziert werden. Wenn sich ein Wesen durch Klonung pro Generation zweimal fortpflanzt, dann bestehen nach 4 Generationen schon 16 Wesen. Bei sexueller Fortpflanzung bestehen hingegen, weil man immer zwei Wesen braucht, um zwei neue zu schaffen, und sich jedes von diesen zweimal fortpflanzt, immer noch nur 2 Wesen.

Die Wikipedia erläutert noch einmal genauer die Kosten des Sex und die diesbezüglichen Besonderheiten

In most multicellular sexual species, the population consists of two sexes, only one of which is capable of bearing young (with the exception of simultaneous hermaphrodites). In an asexual species, each member of the population is capable of bearing young.  This implies that an asexual population has an intrinsic capacity to grow more rapidly with each generation. The cost was first described in mathematical terms by John Maynard Smith.[28] He imagined an asexual mutant arising in a sexual population, half of which comprises males that cannot themselves produce offspring. With female-only offspring, the asexual lineage doubles its representation in the population each generation, all else being equal. Technically this is not a problem of sex but a problem of some multicellular sexually reproducing organisms. There are numerous isogamous species which are sexual and do not have the problem of producing individuals which cannot directly replicate themselves.[29] The principal costs of sex is that males and females must search for each other in order to mate, and sexual selection often favours traits that reduce the survival of individuals.[28][how?]

Evidence that the cost is surmountable comes from George C. Williams, who noted the existence of species which are capable of both asexual and sexual reproduction. These species time their sexual reproduction with periods of environmental uncertainty, and reproduce asexually when conditions are more favourable. The important point is that these species are observed to reproduce sexually when they could choose not to, implying that there is a selective advantage to sexual reproduction.[30]

It is widely believed that a disadvantage of sexual reproduction is that a sexually reproducing organism will only be able to pass on 50% of its genes to each offspring. This is a consequence of the fact that gametes from sexually reproducing species are haploid.[31] This, however, conflates sex and reproduction which are two separate events. The „two-fold cost of sex“ may more accurately be described as the cost of anisogamy. Not all sexual organisms are anisogamous. There are numerous species which are sexual and do not have this problem because they do not produce males or females. Yeast, for example, are isogamous sexual organisms which have two mating types which fuse and recombine their haploid genomes. Both sexes reproduce during the haploid and diploid stages of their life cycle and have a 100% chance of passing their genes into their offspring.[29]

Die Grafik dazu:

Twofold costs of sex

Twofold costs of sex

Da ist auch noch einmal ausgeführt, dass die Kosten des Sex auch dadurch hochgetrieben werden, dass die Sexualpartner sich finden müssen und insbesondere auch den richtigen Partner finden müssen. Das ist jedoch auch gleichzeitig ein Vorteil, da man so „gute Mutationen“ für seine Nachkommen „hinzuerwerben“ kann. Es hat insofern den Vorteil der sexuellen Selektion, die eine „Höherentwicklung“ fördern kann.

Gleichzeitig wird daran deutlich, dass die Kosten einer Fortpflanzung noch deutlich höher sein würden, wenn ein weiteres Geschlecht dazu kommen würde. Echte Vorteile hingegen wären dadurch nicht zu erwarten, im Gegenteil, die „Werbungskosten“ wären erhöht und jedes Mitglied dieser Fortpflanzungsgruppe würde letztendlich noch weniger Gene bei jedem weiteren Nachkommen weitergeben (bereits jetzt ist man mit einem Kind lediglich zu 50% verwandt, bei einem Geschlecht mehr wäre man dann zu 33% verwandt.

Sollten wir daher jemals Aliens treffen, dann ist die Chance hoch, dass diese ebenfalls zwei Geschlechter kennen.