Braucht die Männerbewegung einen Youtubekanal (und wer will einen unterhalten/helfen)?

Die Seite „Critizing Feminism“ bietet eine Übersicht über eine Vielzahl von Videokanälen von englischsprachigen Youtubern, die aus meiner Sicht erstaunlich gute Videos bereit halten. Leute wie Sargon von Akkad, thunderf00t etc liefern da aus meiner Sicht sehr fundierte Kritik, die man sich gut anschauen und gut verlinken kann.

Das es wirkt zeigt sich auch daran, dass einige hier zB bei der Frage, was sie kritisch gegenüber dem Feminismus gemacht hat, auf eben solche Videos verwiesen haben.

Genau so etwas scheint mir in Deutschland noch zu fehlen, gerade auch in deutscher Sprache. Verschiedentlich wurde angesprochen, dass man da ja einen Gemeinschaftlichen Youtube-Account vorhalten könnte, bei dem man sich auch gegenseitig helfen kann. Ich glaube, dass so ein Medium wichtig wäre und viele neue Impulse in die Sache bringen könnte.

Ein Mann oder eine Frau mit einer Kamera wäre die eine Sache, die andere etwa ein Mitschneiden von Unterhaltungen über Skype.

Ich glaube hier würden sich auch interessante Schnittstellen zur „Praxis“ ergeben, etwa wenn man dort Tätige zu ihren Tätigkeiten interviewen könnte.

Möglichkeiten gibt es viele. Hat einer Lust dazu oder könnte beratend zur Seite stehen oder die „Verwaltungsseite“ übernehmen, also zB den Youtubekanal bereithalten, das Video mitbearbeiten und hochladen? Ich selbst habe mit dem Blog eigentlich schon viel zu viel zu tun für die anderen Sachen, die ich auch noch machen muss?

Oder hat jemand Ideen für einen guten Beitrag? Ich glaube man könnte hier sehr viel machen, von Interviews bis zu Umfragen in der Fußgängerzone zB zu verschiedenen feministischen Theorien oder wie sie einen Fall im Familienrecht entscheiden würden. Oder eben ein ähnliches System wie das in vielen englischen Videos, in dem man Anonym bleibt und etwas zum Gender Gap oder anderen Punkten sagt.

Ich eröffne einfach hier mal ein

Video-Brainstorming

zu diesem Themenkomplex. Wer da was „Aktives“ machen möchte kann es ja auch in den Kommentaren schreiben, vielleicht finden sich da welche zusammen.

„Liebe Frauen, alles unser Fehler, wir werden uns bessern“

Roslin verlinkte auf dieses Video:

 

Der Text des „Dear Women Manifesto“:

Dear Woman:

• As a man, I feel sorrow that women and feminine energy have been suppressed for so many thousands of years on our planet.  Everywhere we look, women have been disenfranchised. Throughout history, we have raped and abused you, burned you at the stake, bought and sold your bodies for sexual pleasure,  barred you from religious and political office, relegated you to subservient chores, forced you to hide your faces and even cut off your organs of sexual pleasure.

Although I may not have done these things personally, I am aware of the forces in the masculine psyche that are responsible for dishonoring the feminine. I take responsibility for those forces and choose no longer to be run by them.  I do this on behalf of all men, in order to usher in a new era of co-creation.

I commit to treat your heart as the sacred temple it is, and I commit to celebrating the feminine in my intimate relationships as well as in myrelationship to all life.

• As a man, I acknowledge that the religions of the past several thousand years have been mainly founded by and propagated by men. As men, we have often acted as if we have the last word on God and the spiritual life, when all we have really known is the masculine expression of those things.  I honor your pathways of spiritual awakening.  I commit to the celebration of feminine spirituality.

• As a man, I honor your deep connection to the earth.  As men, our relationship to our planet, its resources, its weather, its oceans and its forests has for too long been motivated by acquisition and dominion.  I commit to listening to the intuitive sense you have of how to heal our planet and make it thrive.

• As a man, I honor your intuition and your ability to feel.  As men, we have often devalued feeling and intuition in favor of a view dominated by data and logic.  I commit to respecting the arts of feeling, intuition and wisdom of the feminine heart, so that together we can integrate them into a balanced view of life.

•As a man, I love the beauty of your body.  I feel sorrow that we men have used your beauty as a form of commerce: in prostitution, pornography and the sale of products through advertising.  I take a stand against any form of commercialization of woman’s beauty, and I respect that your body belongs to you.

•I honor your capacity for peaceful resolution of conflicts.  We men have waged endless wars over our disagreements; by contrast, it is rare to find an invasion or war instigated by a woman.  We welcome your wisdom in creatinga world that can get along.

•I honor your capacity to listen to your body and its needs for food, rest and playtime.  As men, our preoccupation with goals and results has often driven us into a burn-out mentality.  I know we have often drawn you into that as well.  I welcome your reminders to maintain balance in our bodies.

•I honor your sense of compassionate justice. In our justice system,, men have dominated as judges and police, built prisons, and set punishment as a higher value than restitution.  I welcome you to bring the return of the heartto our system of justice.

•I honor your capacity to enjoy and pay attention to what is here, right now.  As men, we often get overly-focused on reaching the next milestone. We place so much emphasis on progress — what is new and better and faster — that we often forget to enjoy what we already have. I know that together we can co-create in bringing forth the wisdom of sufficiency.

I know that in joining hands, and leaving the past behind we can create asynergy of our strengths.  I know, and I know that you know, that then there is nothing then we cannot do together.

Mir selbst ist es etwas zu einseitig. Einmal waren Frauen zwar vielleicht weniger aktiv an einigen Greueln der Menschheit beteiligt, aber sie waren durchaus nicht unschuldig an diesen und haben dadurch erworbene Reichtümer gerne genutzt und Männer, die ausbeuteten geliebt und verehrt.

Ein „Mutter Mythos Feminismus“ mit der tiefen Verbundenheit der Frau zu dieser Erde und der Frau als heilend, immer um Ausgleich bemühte, altuistische Kraft, die nur immer das Gute will und Leben schafft, aber durch die Männer daran gehindert wird – es ist aus meiner Sicht eine simple Verklärung der Frauen und eine Überbewertung der „weiblichen Energie“.

Ein solcher Ansatz wird auch selten in Frauenquoten-Diskussionen von feministischer Seite angebracht, wenn es darum geht, dass Frauen genauso gut in ihrem Job sind wie Männer. Es ist eher eine differenzfeministische Betrachtung.

Das man beide Seiten in sich in Einklang bringen muss, das ist die eine Seite, dem würde ich durchaus zustimmen, aber die Art scheint mir hier zu abwertend für die männliche Seite zu sein, deren Vorteile eher untergehen.

Warum nicht mal darauf verweisen, dass männlicher Forschungsdrang und Wenn man schon Verallgemeinerungen bezüglich der Geschlechter aufstellt, dann könnte man auch anführen, dass wir uns vielleicht häufig in der Arbeit verlieren, aber dadurch auch nahezu alle größeren technischen Entwicklungen hervorgebracht haben. Das die großen philosophischen Fragen ebenfalls eher von Männern gestellt wurden, und das die Anzahl der Männer, die ihre Frauen und Kinder versorgt und unterstützt haben, weitaus größer ist als die Zahl derjenigen die Kriege angefangen oder Frauen vergewaltigt hat. Wie wäre es damit auch die männliche Form der Sexualität anzuerkennen und sie nicht abzuwerten?

Weibliche intuitive Gerechtigkeit ist ein nettes Konzept, aber es kann genauso umschlagen in Parteilichkeit und Zickigkeit, man könnte auch eine männlichere, personenunabhängigere Form der Gerechtigkeit in den Raum stellen.

Interessant wäre, wie sie sich die Gegenerklärung der Frauen vorstellen. Wahrscheinlich ein großes „Wir vergeben euch und sind bereit mit euch neu anzufangen, wenn ihr auch wirklich lieb sein wollt“.

„Sprache als ein Fenster in die Natur des Menschen“ (Steven Pinker)

Steven Pinkers Ausführungen zur direkten und indirekten Sprache sowie den verschiedenen Ebenen menschlichen Zusammenseins (Dominance, Communality, Reciprocity), graphisch illustriert.

Es zeigt meiner Meinung nach auch den Wert der indirekten Rede und der verschleierten Formulierung oder auch einfach des „Nicht-Deutlich -Aussprechens“ für Rückzugsmöglichkeiten von einer eigentlichen Absicht. Vielleicht auch für „Nein heißt Nein“ ganz interessant.