Geschlechterunterschiede im Wettbewerb

Ist da was dran?

Ein paar Überlegungen ins Unreine:

Natürlich wären auch Frauen dann wieder in anderen Bereichen besser geeignet (im Schnitt) und intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen kann man auch als eine Form des Wettbewerbes sehen, der nur eben diskreter abläuft, häufig im verdeckten, während viele Männer Wettbewerb eher offener austragen

„Der wesentliche Unterschied zwischen Männern und Frauen“

Dieses Bild fand ich mittels des folgenden Tweet von Roosh:

https://twitter.com/rooshv/status/332492868881117186

Was sagt ihr dazu:

Unterschied Männer Frauen

Unterschied Männer Frauen

Es wäre eine – essentialistisch überspitzte – Betonung des Umgangs mit Wettbewerb. Männer würden sich demnach eher diesem Stellen und ihn als Motivation sehen, Frauen eher auf Gleichbehandlung setzen und versuchen die Maßstäbe zu ändern, also versuchen, die Konkurrenz abzubauen.

Es wäre ja durchaus ein Trend, der sich im Feminismus niedergeschlagen hat, dessen Botschaft ja häufig gerade ein Abbau der Privilegien, eine Verringerung des Wettbewerbes, ein „Jeder kann so sein, wie er will, man darf das nicht bewerten“ ist. Fatshaming und Frauenquote, Privilegientheorien und weibliche Schutzräume ließen sich hier durchaus gut einbauen.

Eine Firma mit nur weiblichen Angestellten

Samantha Bricks, die gerade aktuell wieder Schlagzeilen macht, weil sie meint, dass sie zu hübsch ist und sie deswegen alle Frauen hassen, hatte früher wohl ein besseres Bild von Frauen und wollte dem patriarchischen Elend entfliehen, indem sie in ihrer Firma nur Frauen angestellt hat. 

Working in TV is notoriously difficult for women. There is a powerful old boys‘ network, robust glass ceiling and the majority of bosses are misogynistic males. Gradually, what had started out as a daydream – wouldn’t it be great if there were no men where I worked? – turned into an exciting concept. I decided to create the first all-female production company where smart, intelligent, career-orientated women could work harmoniously, free from the bravado of the opposite sex. In hindsight, I should have learned the lessons of my past – at my mixed secondary school I was bullied by a gang of nasty, name-calling girls, so I knew only too well how nasty groups of women could become. And working in TV, I’d met lots of super-competitive ‚door-slammers‘ who’d do anything to get to the top. But I told myself that, with the right women, work could be wonderful.

Die Folgen:

But within a week, two cliques had developed: those who had worked together before and those who were producing ’new ideas‘. Most days would bring a pointed moment when some people were invited out for lunch or a coffee break – and some weren’t. Nothing explicit was ever said; the cutting rejection was obvious enough. Even when we all went to the pub after work, strict divisions remained, made clear according to who sat where around the table and who would be civil – or not – to whom. Fashion was a great divider, though in this battlefield everyone was on their own. Hideously stereotypical and shallow as it sounds, clothes were a huge source of catty comments, from sly remarks about people looking over-dressed to the merits of their fake tan application. I always felt sorry for anyone who naively showed off a new purchase in the office, because everyone would coo appreciatively to their face – then harshly criticise them as soon as they were out of earshot. This happened without exception. Sienna Miller recently said the sisterhood does not exist after she experienced bitchy comments from other women My deputy, Sarah, the general manager, first showed how much style mattered when she advertised for an office assistant and refused to hire the best-qualified girl because she could not distinguish Missoni from Marc Jacobs. This girl would have been making tea and running errands. But I didn’t challenge the decision not to hire her because I had a policy of picking my battles carefully. The office was like a Milan catwalk, but with the competitiveness of a Miss World contest – and the low cunning of a mud-wrestling bout. A fashion spat ended one friendship when Sarah and our young development researcher received the same surprise Christmas gift – a Chloe Paddington bag worth £900. When they clocked the matching bags in the office, it was like pistols at dawn. They forced a few compliments, but relations never recovered, to the expense of my company. Another time, when two members of staff bought the same jeans, one proclaimed: ‚They’ll look better on me, because I’m a size eight and she’s a ten.‘ It didn’t take long for the office to become divided between the girls who wore make-up and those who didn’t. Comments from the former were typically ‚Doesn’t she know what spot cover-up is?‘ or ‚Has she ever met a hairbrush?‘, while the no-make-up clan were equally biting, with comments – behind their backs, naturally – such as ‚People on the morning bus must think she’s a prostitute‘; or ‚She looks like a slapper‘. The obsession with appearance meant nearly all the staff were on diets. If I bought a tuna mayonnaise baguette for lunch, I would overhear staff commenting that I was pig – I’m a size 12. Two of the skinny girls often snidely said about the largest girl: ‚I’d kill myself if I got that fat.‘ One of the assistants got her own back on the food police for several weeks by pretending to buy them fat-free lattes. . . which were really full-fat. Employees considered it acceptable to take time off for beauty treatments – and not out of their holiday allowance. One girl regularly came in late because she was getting her hair coloured, and when I mentioned this she blew up in outrage. Though at least she had a reason; most just turned up late regardless, and huffed ‚That’s the time my train gets in‘ if I pointed at the clock.

Es geht noch eine Weile weiter, aber ich will nicht den ganzen Artikel kopieren.

Ihr Resümee:

And while I stand by my initial reason for excluding male employees – because they have an easy ride in TV – if I were to do it again, I’d definitely employ men. In fact, I’d probably employ only men. (…)

Though I will not absolve myself of all guilt, I believe the business was ruined by the destructive jealousy and in-fighting of an allfemale staff. Their selfishness and insecurities led to my company’s demise. When I needed the socalled ‚Sisterhood‘, believe me, it just wasn’t there.

Es kann natürlich sowohl ihre Schuld gewesen sein, weil sie die falschen Frauen ausgesucht hat und zudem es nicht geschafft hat, selbst für Ordnung zu sorgen, es kann auch einfach sein, dass sie sich selbst von Schuld freisprechen will, um sich besser zu fühlen. Aber es mag denen als Warnung dienen, die meinen, dass alles besser wäre, wenn alle Machtpositionen mit Frauen ausgefüllt wären.

Das auch bei Frauen eine hohe intrasexuelle Konkurrenz besteht und diese gerade dann ausgelebt werden kann, wenn viele besonders karriereorientierte Frauen untereinander in Konkurrenz stehen, nicht nur um Jobs, sondern auch um Status und Rang innerhalb der Gruppe, kann eben dazu führen, dass auch hier erhebliche Spannungen auftreten.

Mütter im Konkurrenzkampf

Ein Beitrag im SZ-Magazin über den Konkurrenzkampf unter Müttern:

Sobald Mütter über ihre Kinder sprechen, über das Ausmaß der Betreuung und den Grad ihrer Berufstätigkeit, ist es vorbei mit einer normalen Unterhaltung. Dann gehen wir instinktiv in Alarmbereitschaft und wetzen die Messer, für einen gezielten Angriff oder die wütende Verteidigung. Es geht sofort um alles, auch wenn dieses »alles« sich hinter dem sperrigen Begriff »Lebensentwürfe« versteckt. Jeder Lebensentwurf ist Ergebnis langer, zäher, Nerven kostender Verhandlungen, mit dem Partner, den Kindern, dem Arbeitgeber. Deswegen sind wir so empfindlich, weil es darum geht, wie wir leben. (…)

Tatsächlich gab es kaum ein Ereignis in meinem Leben, das meine Welt so sehr auf den Kopf stellte wie die Geburt des ersten Kindes – und das beileibe nicht nur wegen der plötzlichen vollkommenen Fremdbestimmung durch kleinkindliche Dauerbedürfnisse. Bis zu dem Tag der Geburt hatte mir niemand gesagt, was ich zu tun oder zu lassen habe, hatte mir niemand Vorschriften gemacht, wurde nicht ständig hinterfragt, ob ich etwas auch wirklich so mache, wie »man« es mache. Doch kaum lag das Kind auf dem Tisch, ging es los: »Sie wollen nach Hause, Sie machen doch beim Wickeln noch alles falsch«, polterte die Hebamme, als ich das Krankenhaus nach zwei Tagen verlassen wollte. Es folgten Massen ungebetener Einwände, Ratschläge und Kommentare – bis heute. In meinem 16 Jahre währenden Dasein als Mutter wurde laufend – subtil oder erstaunlich direkt – meine Art zu leben an den Pranger gestellt. Und immer waren es Frauen, die sich schlecht getarnte, giftige Kommentare einfach nicht verkneifen konnten. An Seitenhiebe von Männern kann ich mich nicht erinnern.

(…)

Überall treffen Mütter in fröhlicher Gemeinschaft zusammen: beim Babyschwimmen, beim Kinderturnen, bei Kindergarten- und Schulfesten, an schönen Nachmittagen auf Spielplätzen. Doch der Schein der heiteren weiblichen Solidargemeinschaft trügt, hinter der Herzlichkeit und Anteilnahme lauern die Konkurrenz, der Argwohn, der Wettstreit, die Missgunst, der Neid. Natürlich, Frauen sind besonders teamfähig und kommunizieren besser als Männer, sie sind sensibler und oft selbstloser, was die Gemeinschaft angeht – aber sie haben eben auch eine Eigenschaft, die man landläufig Stutenbissigkeit nennt.

Eine Erklärung für diese Anfeindungen untereinander liefert die Autorin auch gleich mit:

Aber warum ist der Brennpunkt ausgerechnet die Mutterschaft, die doch für all das Gute und Selbstlose im Menschen steht, das Leben Gebende? Weil die Mutterschaft nichts Selbstverständliches mehr ist, seit Frauen entscheiden können, ob und wann und wie viele Kinder sie bekommen. Es entspricht einem Naturgesetz: Wer die Wahl hat und sich freiwillig entscheidet, der oder vielmehr die muss auch dazu stehen. Denn allen Beteiligten droht theoretisch immer der Super-GAU, nämlich dass sie feststellen oder davon überzeugt werden, dass sie die falsche Wahl getroffen haben. Und dass es dann für eine Umentscheidung zu spät ist, weil die Kinder eben da sind und der Job weg ist, oder halbiert, gedrittelt oder sonstwie reduziert, oder weil nur noch der Job da ist, die fruchtbaren Jahre aber vergangen sind. Das darf nicht passieren, deswegen werden schon mal vorsichtshalber die Krallen ausgefahren, und wenn die eigene Verteidigung schwierig scheint, muss eben zur Rechtfertigung das Lebensmodell der anderen infrage gestellt werden, schlecht gemacht, runtergezogen.

Es passt eigentlich ganz gut zu diesem Artikel „„Männer konkurrieren um was sie tun, Frauen um was sie sind“

Wenn man um Lebensentwürfe konkurriert, dann kann ein abweichender Lebensentwurf eben eher ein Angriff sein.

Ich finde es auch unter dem Aspekt der „Täterschaft“ interessant. Die Frauen, die sich hier untereinander bekämpfen und ihren jeweiligen Lebensstil schlecht machen, einfach nur als durch ihre Rollenbilder geleitet und als Helfer des Patriarchats anzusehen finde ich sehr einfach. Zumal in dem Artikel ja seitens der Autorin angesprochen wird, dass die jeweilige Entscheidung das Ergebnis eines überlegten Prozesses von intelligenten Frauen ist.

Vorteile des Wettbewerbs

Zum Wettbewerb findet sich in der Wikipedia das Folgende:

Wettbewerb bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Streben von mindestens zwei Akteuren (Wirtschaftssubjekten) nach einem Ziel, wobei der höhere Zielerreichungsgrad eines Akteurs einen niedrigeren Zielerreichungsgrad des anderen bedingt. Inhaltsverzeichnis

In der Ökonomie unterscheidet man verschiedene statische und dynamische Funktionen des Wettbewerbs:

  • Steuerung: Bereitstellung von bedarfsgerechten Angeboten (Konsumentenpräferenzen) an Gütern (Waren oder Dienstleistungen) zu möglichst niedrigen Preisen
  • Ressourcenallokation: Bestmögliche Aufteilung der Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital) auf alternative Verwendungsmöglichkeiten und eine effiziente Faktorenkombination
  • Innovation: Produkt- und Verfahrensneuerungen sollen generiert und der technische Fortschritt verbreitet werden.
  • Verteilung: Primäre Einkommensverteilung (Markteinkommen) nach dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit
  • Anpassung: Schnelle Reaktion auf sich ständig ändernde Datenlage

Als soziale (gesellschaftspolitische) Funktionen von marktwirtschaftlichem Wettbewerb gelten:

  • Handlungsfreiheit: Die Marktteilnehmer sollen auf dem Markt ohne Wettbewerbsbeschränkungen handeln können. Die Handlungsfreiheit ist verschränkt mit der
  • Wahlfreiheit: Die Verbraucher haben die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten und Arbeitnehmer die Chance zum Wechsel ihres Arbeitsplatzes. Freiheit, durch den Wettbewerb gefördert, ist neben Wohlstand ein Finalziel der Wirtschaftspolitik.
  • Kontrollfunktion: Funktionierender Wettbewerb mit einer Vielzahl von Konkurrenten beugt gleichzeitig starken gesellschaftlichen und politischen Machtstellungen vor.

Gerade Innovation ist dabei meiner Meinung nach ein wichtiger Faktor. Wettbewerb bringt Fortschritt und das seit Jahrmillionnen. In der Evolutionstheorie geht man davon aus, dass viele Lebewesen nur aufgrund von Wettbewerb das geworden sind, was sie heute sind. Ein dazu passender Begriff ist der des „Red Queen Race„. Dabei geht es darum, dass man ebenso wie die ewig rennende Herzkönigin in „Alice im Wunderland“ beständig laufen muss, nur um seinen Platz in der Welt zu halten. Für die Tiere der Frühzeit mag ein kleines Gehirn ausreichend gewesen sein, weil die Jäger keine subtilen Jagdtechniken hatten und brauchten und die Gejegten demnach keine subtilen Erkennungsmechanismen und Auswertungsmechanismen benötigten. Natürlich wären sie schon damals hilfreich gewesen, aber es reichte eben der damalige Stand um zu überleben. Allerdings befanden sich Jäger und Gejagter in einem Rüstungswettlauf und dieser Wettbewerb machte immer höhere Leistungen des Körpers und des Gehirns erforderlich. Ein gleicher Mechanismus läßt sich auch innerhalb der Spezies aufbauen.

Auch in der technischen Entwicklung belebt Konkurrenz das Geschäft. Wer keinen Konkurrenten hat, der kann sich wesentlich mehr zeit mit neuen Produkten lassen, er wird die alten Produkte trotzdem verkaufen, weil die Leute nichts anderes kaufen können. Eine Gesellschaft, die nur für den Bedarf produziert, wird demnach nicht das gleiche Interesse an technischem Fortschritt haben, wie eine Gesellschaft, in der die Produzenten gegeneinander um die Kunden kämpfen müssen und die Qualität oder der Preis ihrer Produkte den Marktregeln unterliegt.

Es spricht vieles dafür, dass der Umgang mit Wettbewerb im Beruf um den Beruf Männern im Schnitt mehr liegt als Frauen

Aber der Schluss daraus, dass Frauen dann lieber in einer Gesellschaft leben wollen, in der es keinen Wettbewerb gibt, ist meiner Meinung nach trotzdem falsch. Frauen mögen im Schnitt weniger Interesse daran haben, sich in einem Wettbewerb zu beweisen als Männer (auch wenn einzelne Frauen da Männern in nichts nachstehen müssen), sie haben aber durchaus ein hohes Interesse an den Folgen des Wettbewerbs, nämlich dem sich daraus ergebenden Wohlstand und dem technischen Fortschritt.
Es zeigt sich meiner Meinung nach sogar, dass Frauen eher in Gegenden ziehen, die fotschrittlich und modern sind und den sich daraus ergebenden Luxus seltener ablegen wollen. Das sieht man im Osten, wo die Flucht aus armen Gebieten unter Frauen am höchsten ist, und das sieht man teilweise bereits bei der Bereitschaft einen Campingurlaub etc zu machen oder anderweitig den Luxus warmer Duschen oder einer Waschmaschine aufzugeben. Der Hang von Frauen zu Luxus ist sicherlich nicht kleiner als der von Männern, wie auch bereits diverse Luxushandtaschen und Luxusschuhmarken demonstrieren. Auch Frauen mögen Luxusgegenstände als Costly Signal ihrer Fähigkeiten.
Dies berücksichtigen meiner Meinung nach die meisten „Matriarchatstheorien“ nicht: Frauen haben nichts gegen eine Gesellschaft mit hohem Wettbewerb, wenn sie die direkte Auseinandersetzung mit diesem an die Männer abgeben können.

„Männer konkurrieren um was sie tun, Frauen um was sie sind“

In dem Artikel „Competition a common problem between women“ geht es um den Wettbewerb unter Frauen.

She caught us in a covert kiss. We worried she’d tell. She did worse. She tried to steal him away — conniving against her competition, flaunting her beauty, sensuality and social status. The story is an all too common one among women, says gender expert Susan Shapiro Barash. Forty percent say another woman has stolen their boyfriend, lover, husband or job at some time in their lives.

Twenty-five percent admit they have done the stealing as well.

And that’s not the half of it, according to Barash’s research and interviews with 500 women in the United States:

n 90 percent admit they are (or have been) envious and jealous of other women in their lives.

n 65 percent say they feel that way about their sister or best friend.

n 80 percent say they have been victims of another woman’s envy or jealousy.

n And 90 percent of women say the toughest workplace competition comes from women, not men.

We may find Miranda Priestly in “The Devil Wears Prada” deliciously evil, but we also know deep down there are lots of Mirandas in our world. And lots of under-appreciated heroines like Andrea Sachs.

After all, we cheered for Melanie Griffith when she won not only the job but the man from her underhanded female boss in “Working Girl.” We all dream of being Cinderella, but also can relate to the jealously of the ugly stepsisters who don’t stand a chance with the handsome rich prince.

Rivalry is part of the human condition for women, said Barash, professor of critical thinking and gender studies at Marymount Manhattan College in New York. And it starts at a very young age.

“By sixth grade we know who the popular, pretty, sporty, brainy girls are. And we spend the rest of our lives working with these stereotypes and being part of it, and being very jealous of what we don’t have,” Barash said.

It’s a rivalry that is uniquely female — pitting woman against woman, girl against girlfriend, sister against sister, mother against daughter and vice versa, said Barash.

Zu dem Grund für den Wettbewerb und dem Unterschied zwischen Mann und Frau findet sich in dem Artikel das Folgende:

“We (women) are taught winner takes all — the sense that there is only one (glass) slipper, one crown. And therefore, if she has it, I cannot have it.

“What is so fascinating is how little regard women have for what rightfully belongs to another woman, be it her job, her husband … it’s limited goods and you do what you can to get good,” Barash said.

It’s a uniquely female trait, she said.

“Men don’t do it — at least not the same degree,” Barash said. “They don’t compete in the same way, because men have always competed for what they do, and women compete for who they are.”

Men can be fierce competitors at work and in the sports arena, but at the end, they set it aside and go out for drinks together.

“For women it is much more totalizing,” Barash said.

Women define themselves in relational terms, who they are married to, who they are related to, who they work with, who their children are and how they fit in that bigger picture.

“Men have a sense of boundaries, which makes it a lot healthier,” Barash said. “For women it is often unhealthy. They often undermine one another in order to win.”

Ich finde es durchaus zu gewissen Erfahrungen mit Frauen (natürlich nur im Schnitt) passend. Ein paar Punkte davon hatte ich auch bereits in dem Artikel „Männerfreundschaft – Frauenfreundschaft“ angesprochen.

Ich denke Männer können sich eher in der Sache streiten und es nicht persönlich nehmen als Frauen (im Schnitt), die hierin häufiger einen Angriff auf sich selbst sehen (was vielleicht auch ein Grund ist, warum der Feminismus so starke Probleme mit Gegenmeinungen hat, die dann sogleich Backslash (im Endeffekt auch nur ein anderes Wort für Angriff) gegen die Frauen oder zumindest den Feminismus an sich sind, vgl. Feminismus und weiblicher Diskussionstil). Es erklärt auch das Mobben möglicherweise erfolgreicher anderer Frauen durch Frauen im Beruf.

Da Susan Shapiro Barash, die Autorin des Buches auf dem der Artikel beruht Gender Studes unterrichtet dürfte das Buch keine biologischen Hintergründe zu diesem Verhalten enthalten.

Allerdings passt auch dies wieder zu der Abgrenzung „Empathisches Vs- Sachliches Gehirn“ und zu der Abgrenzung Probleme lösen zu wollen bzw. das ganze auf einer empathischen Ebene zu sehen (von „was denken andere über mich, was denkt sie über mich“ ist es nicht weit zu der im Artikel angesprochenen Sicht der Dinge).

Das Frauen und Männer Gefühle anders verarbeiten, insbesondere andere Gehirnhälften beteiligt sind haben Studien gezeigt. Vielleicht wirkt sich hier auch das bereits in verschiedenen Kommentaren angesprochene „Kastendenken“ aus: Männer vermischen im Schnitt Themen weniger und sind stärker auf einen Bereich fokussiert, wären Frauen eben bei vielen Themen auch Verbindungen zu anderen gefühlsbezogenen Themen herstellen.

Neben einer anderen Ausgestaltung der Gehirne könnten auch die Hormone eine Rolle spielen. Testosteron senkt die Empathiefähigkeit zumindest bei Frauen in einem Experiment, auch wenn es gleichzeitig (allerdings auch wieder nur ein Experiment mit Frauen) das Gefühl für Fairness erhöht.