Partnerwahl: „Wir wählen immer den gleichen Partner“

Eine Studie hat Expartner miteinander verglichen und festgestellt, dass diese sehr vergleichbare Persönlichkeitsprofile haben.

Do people have a “type” when it comes to their romantic partners’ personalities? In the present research, we used data from a 9-y longitudinal study in Germany and examined the similarity between an individual’s ex- and current partners using the partners’ self-reported personality profiles. Based on the social accuracy model, our analyses distinguished similarity between partners that was attributable to similarity to an average person (normative similarity) and resemblance to the target participant himself/herself (self-partner similarity) to more precisely examine similarity from partner to partner (distinctive similarity). The results revealed a significant degree of distinctive partner similarity, suggesting that there may indeed be a unique type of person each individual ends up with. We also found that distinctive partner similarity was weaker for people high in extraversion or openness to experience, suggesting that these individuals may be less likely to be in a relationship with someone similar to their ex-partner (although the individual difference effects were not mirrored in an alternative analytic approach). These findings provide evidence for stability in distinctive partner personality and have important implications for predicting future partnering behaviors and actions in romantic relationships.

Quelle: Consistency between individuals‘ past and current romantic partners‘ own reports of their personalities

 

Aus einem Spiegelbericht:

Sowohl die Studienteilnehmer als auch ihre (Ex-)Partner hatten Fragebögen ausgefüllt, in denen sie ihre eigene Persönlichkeit nach bestimmten Merkmalen bewerteten. Sie mussten etwa angeben, wie gern sie streiten, wie pflichtbewusst sie sind, ob sie neurotische Züge haben und offen für Neues sind. Insgesamt verglichen die Wissenschaftler so 21 Charaktereigenschaften.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass sich die Studienteilnehmer häufig ähnlich einschätzten wie ihre Partner. Noch ähnlicher waren jedoch die Angaben der aktuellen Partner und der Ex-Partner. Die Studienteilnehmer suchten sich also Partner aus, die nicht nur ihnen selbst, sondern mehr noch ihren vorherigen Partnern glichen, schlussfolgerten die Forscher. Von diesem Muster wich nur ab, wer sich selbst als besonders extrovertiert und offen für Neues charakterisierte.

Nach einer Trennung glauben viele Menschen, dass sie nun besser wissen, wen sie als neuen Partner haben wollen“, schreiben die Autoren der Studie dazu. „Unsere Studienergebnisse legen allerdings nahe, dass die neuen Partner einen gewissen Grad an Ähnlichkeit zu den vorherigen aufweisen, was nahelegt, dass Menschen zumindest in Teilen beständig Beziehungen zu einem bestimmten Typ eingehen.“

Die Autoren glauben, dass sich die Faktoren, die eine Partnerwahl beeinflussen, viel besser vorhersagen lassen als bislang angenommen – und das insbesondere dann, wenn man mehr über die Ex-Partner weiß.

Finde ich eine interessante Forschung. allerdings müsste man sicherlich noch viele weitere Forschung durchführen und ich müsste mir die tatsächliche Studie auch noch einmal genauer anschauen. Interessant wären Zwillingsstudien aus dem Bereich und interessant wäre natürlich auch einmal die tatsächlichen Ex-Partner zu vergleichen und nicht nur die Bewertungen der jeweiligen Person.

Interessant wäre auch, ob sich die charaktereigenschaften verändern, wenn derjenige sich selbst stark verändert, etwa attraktive wird, sei es über Aussehen oder Status. Ein gewisser Teil der Übereinstimmung könnte ja auch damit zusammenhängen, dass die Partner bei der jeweiligen Person bestimmte Charaktereigenschaften interessant finden und er deswegen er solche Partner bekommt. Bekommt es für ein Mensch mit schlechteren Selbstvertrauen der dominantere Partner und fände sich dies, wenn er beispielsweise beruflichen Erfolg hat?

“Don’t stick your dick in crazy” und “Don’t fuck bad boys”

Yacv hat einmal zwei sehr einfache Regeln vorgestellt, die eine Absicherung vor unliebsamen Überraschungen beim anderen Geschlecht bieten sollen:

Für Männer:

“Don’t stick your dick in crazy”

und für Frauen

“Don’t fuck bad boys”

Eigentlich sehr einfache Regeln, gegen die aber immer wieder verstoßen wird. Bei den Männer meist, weil „crazy“ oft einfachen Sex bereitstellt und diesen eben auch als Mittel der Beeinflussung einsetzt, bei Frauen, weil der Bad Boy eine Vielzahl von Attraktivitätsmerkmalen gerade für Sex bedient.

Dennoch scheint es mir eine Regel zu sein, die viel zum eigenen Glück beitragen kann.