Transsexualität, Beliebigkeit und soziale Ausformbarkeit der Geschlechterrollen und Selektion der Geschlechterrollen

Transsexualität ist etwas, was abseits der biologischen Theorien gerade bei Leuten, die einer sozialen Konstruktion anhängen immer wieder zu Problemen führt.

1. Die biologische  Ausgangslage

In den biologischen Theorien ist es einfach. Frauen und Männer waren aufgrund insbesondere des Umstandes, dass Frauen schwanger werden können und Männer nicht und der Selektion auf Intelligenz, die  lange Tragzeiten, einen großen Kopfumfang und lang anhaltende Unselbständigkeit des Kindes zur Folge hatten einen unterschiedlichen Evolutionsdruck ausgesetzt, der zu erheblichen Geschlechterunterschieden führte. Dieser Selektionsdruck führte neben dem übrigen Körper auch zu entsprechenden Unterschieden im Gehirn bei Vorlieben und Fähigkeitsausprägungen. Umgesetzt wurde dies insbesondere durch Hormone, gerade Testosteron. Je nach Menge des Testosterons wurde eine männlichere oder weiblichere Ausprägung vorgenommen und die Menge des Testosterons hing stark davon ab, ob man Hoden oder Eierstöcke hatte. Im Gehirn ist allerdings der Vorgang noch etwas anders, hier wird das Testosteron aromatisiert und in Östrogene umgewandelt, die dann im Gehirn ihre Wirkung entfalten. Geht bei diesem Vorgang etwas schief, dann kann es einen zB männlichen Körper mit einem weiblichen Gehirn geben.

2. Beliebigkeit der Transsexualität vs. Stützung der Geschlechterrollen

Gerade im radikalen Transfeminismus, bei dem TransFrauen Frauen sind und Transmänner Männer und damit auch ihre jeweiligen Körperteile entweder männlich oder weiblich sind, wird der Transsexualitätsbegriff entweder beliebig oder man muss bestimmte Geschlechterrollen damit verbinden.

Ein Beispiel wäre die Aussage, dass bei einer Transfrau (oder M->F Transexuelle) ein Penis zwangsläufig weiblich sein muss, weil sie ja eine Frau ist. Wenn man dann argumentiert, dass ein Penis dazu da ist, dass er männliche Geschlechtszellen transportiert und damit zwangsläufig als männlich anzusehen ist, dann wird angeführt, dass dies nicht richtig ist, weil es allein darauf ankommt, wie sich derjenige sieht. Allein seine Selbstpositionierung bestimmt welches Geschlecht er hat.

Diesbezüglich können dann aber keine Kriterien benannt werden, da ansonsten ja feste Geschlechterrollen als weiblich oder männlich definiert werden. Man könnte also beispielsweise nicht sagen, dass ein Kind, welches häufiger mit Puppen gespielt und Kleider mag transsexuell ist, weil dann angeführt werden müsste, das mit Puppen spielen und Kleider tragen weiblich ist und zwar gerade zu unabänderlich weiblich

Insoweit bleibt dann letztendlich nichts anderes übrig als zu sagen, dass beispielsweise ein Mensch in einem männlichen Körper, der sich absolut männlich verhält, geradezu der letzte Macho ist, auch anführen kann, dass er Trans ist. Die ursprüngliche Definition, nach der man sich nicht mit dem ihm nach Geschlechtsmerkmalen von Anderen zugewiesenen Geschlechtsrolle identifiziert geht dabei unter. (wobei das dann meist nur das alte Spiel mit Feld und Festung ist, natürlich wird eigentlich von einer Transfrau eine gewisse „weiblichkeit“, sei es in Kleidung oder Verhalten erwartet.

Derjenige kann dann anführen, dass er in seiner Funktion als Trans genauso Geschlechterrollen bekämpfen kann, er wäre als Frau eben nicht darauf festgelegt, sich weiblich zu verhalten. Letztendlich hat Transsexualität damit keinerlei greifbare Grundlage mehr.

Führt man an, dass bestimmte Position männlich oder weiblich sind, dann stellt sich die Frage, warum diese dann bei Transpersonen besonders schützenswert sein sollen bzw warum sie bei diesem nicht auch rein sozial konstruiert sind und demnach Transsexualität ebenso zu dekonstruieren wäre wie jede andere Geschlechterrolle auch.

3. Unveränderbarkeit der Transexualität vs Unveränderbarkeit der CIS-Geschlechterrollen

Gleichzeitig versuchen sich dann auch wieder einige radikale Transaktivisten an einer biologischen Begründung der Transsexualität, die zum einen eine Untermauerung der Geschlechteridentität sein soll („ich habe ein weibliches Gehirn also bin ich  (unabänderbar) eine Frau“) wobei im übrigen gleichzeitig mit dem intersektionalen Feminismus geliebäugelt wird, was alle anderen Geschlechterrollen angeht, die dann sozial konstruiert sein sollen und veränderbar sein sollen

Aus meiner Sicht ist es biologisch nicht erklärbar, dass Transsexualität eine biologische Grundlage hat ohne dass im gleichen Maße auch die Geschlechterrollen biologisch bedingt sind und dann der Maßstab, dass transsexuelle nicht umerzogen werden können genauso für Nicht-Transsexuelle in ihren jeweiligen Rollen bestehen muss.

Eine genetische Selektion, die nur bei Transsexuellen dazu führt, dass diese bestimmte Geschlechterrollen aufbauen, wäre schon aufgrund der Seltenheit von Transsexuellen nicht vorstellbar. Der Aufbau der Geschlechterrollen über eine genetische Grundlage würde eine ganz erhebliche Selektion erfordern, da hier sehr kompliziert Regelungen bestehen. Dazu müssten sich letztendlich entweder Transsexuelle untereinander quasi exklusiv fortgepflanzt haben, damit in einer kleinen homogenen Gruppe dann diese genetische Selektionen eintreten können oder es müsste eine Selektion bei Menschen allgemein stattgefunden haben die, die dann heute lediglich noch bei Transsexuellen zum Tragen kommt.

Beide Selektionen sind so unwahrscheinlich, dass sie auf einer logischen Ebene keinen Sinn machen. Wie sollte sich eine Gruppe gerade von Transsexuellen über einen so langen Zeitraum quasi separat von Nicht-Transsexuellen gehalten haben und warum sollten die Selektionen auf diese Weise verlaufen sein, komplett abweichend von der Selektion anderer Tiere unsere nächsten Verwandten? Warum sollte nur bei Transsexuellen eine sehr komplexe Regelung erhalten bleiben, die genau den sozialen Rollen entspricht, bei anderen aber ausgeschaltet sein, obwohl sie dort mit wesentlich weniger Widerstand verbunden wäre und sogar vorteilhaft gewesen wäre?

Letztendlich bleibt damit nur die These, dass die Geschlechterrollen, die bei Transsexuellen dazu führen, dass diese sich auf eine bestimmte Weise verhalten und sich einer bestimmten Denkweise und Geschlechteridentitäten nahe fühlen, nicht bei Transsexuellen entstanden sind, sondern eben bei Nicht-Transsexuellen. Es würden dann bei Nicht-Transsexuellen genau die gleichen Regeln und biologischen Vorgänge zur Anwendung kommen, was wiederum bedeutet, dass auch deren Plastizität und deren soziale Abänderbarkeit gleichen Regeln unterliegen würde (nur eben in den dazu passenden Körpern). Wenn man bedenkt, welchen erheblichen Druck Transsexuelle ausgesetzt sind, ohne dass sie ihre Transsexualität aufgeben, dann spricht dies dafür, dass auch bei Nicht-Transsexuellen ein entsprechender Druck wenig ändern würde und diese genauso wenig wie Transsexuelle ihre Geschlechterrollen aufgeben oder umkonstruieren können und wollen.

Es ist erstaunlich, dass das schon in einigen Diskussion auf erbitterten Widerstand gestoßen ist, bei dem derjenige nicht einsehen wollte, dass eine Exklusivität biologischer Regelungen für Transsexuelle wenig Sinn macht.

 

Rückgängigmachung von „Geschlechtsangleichenden Operationen“

Ein interessanter Beitrag zur Rückgängigmachung von „Geschlechtsangleichenden Operationen“ oder „Geschlechtsumwandlungen“:

Those wishing the reversal, Prof Djordjevic says, have spoken to him about crippling levels of depression following their transition and in some cases even contemplated suicide. “It can be a real disaster to hear these stories,” says the 52-yearold.

Wäre interessant die Hintergründe zu erfahren. Ist das Ergebnis nicht gut genug um wirklich überzeugend zu sein? Fühlt man sich doch nicht so wohl, wie man dachte? Oder liegt es daran, dass viele Transsexuelle unabhängig von der Behandlung einen hohen Grad an Depression etc aufweisen?

And yet, in the main part, they are not being heard. Last week, it was alleged that Bath Spa University has turned down an application for research on gender reassignment reversal because it was a subject deemed “potentially politically incorrect”. James Caspian, a psychotherapist who specialises in working with transgender people, suggested the research after a conversation with Prof Djordjevic in 2014 at a London restaurant where the Serbian told him about the number of reversals he was seeing, and the lack of academic rigour on the subject.

According to Mr Caspian, the university initially approved his proposal to research “detransitioning”. He then amassed some preliminary findings that suggested a growing number of young people – particularly young women – were transitioning their gender and then regretting it. But after submitting the more detailed proposal to Bath Spa, he discovered he had been referred to the university ethics committee, which rejected it over fears of criticism that might be directed towards the university.

Wahrscheinlich, weil es als Transfeindlich angesehen würde oder befürchtet wird, dass damit Leute von einer Operation abgehalten werden oder die Bedingungen dafür erschwert werden.

Dabei wäre eine Verklärung hier ja gerade für Junge Menschen, die nach einer Behandlung wenn ich es richtig verstanden habe, meist steril sind, besonders tragisch.

Not least on social media from the powerful transgender lobby. Speaking this week, Mr Caspian described himself as “astonished” at the decision, while Bath Spa University has launched an internal inquiry into why the research was turned down and is at present refusing to comment further. Until the investigation is complete, Prof Djordjevic, who performs around 100 surgeries a year both at his Belgrade clinic and New York’s Mount Sinai Hospital, is unwilling to give his exact opinion on the apparent rejection, but admits he is baffled as there is a desperate need for greater understanding in reversals. “Definitely reversal surgery and regret in transgender persons is one of the very hot topics,” he says. “Generally, we have to support all research in this field.” Prof Djordjevic, who has 22 years’ experience of genital reconstructive surgery, operates under strict guidelines.

Die genauen Gründe herauszufinden könnte eben helfen Leute zu diesen Operationen richtig zu beraten. Das scheint aber letztendlich nicht gewünscht zu sein, eben weil es ein schlechtes Licht auf die Szene an sich werfen könnte.

Before any surgery, ‘It is more than surgery; it’s an issue of rights’ patients must undergo psychiatric evaluation for a minimum of between one and two years, followed by a hormonal evaluation and therapy. He also requests two professional letters of recommendation for each person and attempts to remain in contact for as long as possible following the surgery. Currently, he still speaks with 80 per cent of his former patients. Following conversations with those upon whom he has helped perform reversals, Prof Djordjevic says he has real concerns about the level of psychiatric evaluation and counselling that people receive elsewhere before gender reassignment first takes place. Prof Djordjevic fears money is at the root of the problem, and says his reversal patients have told him about making initial inquiries to surgeries and simply being asked to send a cheque in return. “I have heard stories of people visiting surgeries who only checked if they had the money to pay,” he says. “We have to stop this. As a community, we have to make very strong rules: nobody who wants to make this type of surgery or just make money can be allowed to do so.” To date, all of his reversals have been transgender women aged over 30 wanting to restore their male genitalia.

Klar, die Rückkehr ins männliche Privileg vermutlich. Oder es liegt eben daran, dass es wahrscheinlich noch schwieriger ist aus einem Mann eine Frau zu machen und damit auch die Akzeptanz geringer ist.

Over the last two decades, the average age of his patients has more than halved, from 45 to 21. While the World Professional Association for Transgender Health guidelines currently state nobody under the age of 18 should undergo surgery, Prof Djordjevic fears this age limit could soon be reduced to include minors. Were that to happen, he says, he would refuse to abide by the rules. “I’m afraid what will happen five to 10 years later with this person,” he says. “It is more than about surgery; it’s an issue of human rights. I could not accept them as a patient as I’d be afraid what would happen to their mind.”

Das ist in der Tat ein sehr schwieriger Thema. Einige sagen, dass man gerade dann, wenn Minderjährige es wünschen, sehr schnell eine Hormonbehandlung starten sollte, bevor die Pubertät und die damit einhergehenden Hormone die Lage noch verschlimmern und eine gute Geschlechtsangleichung erschweren.
Andere sagen eben, dass der Eingriff zu gewaltig ist als das man ihn für einen Minderjährigen entscheiden könnte, gerade weil wohl Studien auch festgestellt haben, dass einige, die sich als Kinder für trans halten schlicht später als Homosexuelle leben und damit zufrieden sind.

Earlier this month, it was revealed a Monmouthshire MP, Dr Helen Webberley, was being investigated by the General Medical Council (GMC), following complaints from two GPs that she had treated children as young as 12 with hormones at her private clinic, which specialises in gender issues. Dr Webberley insists she has done nothing wrong, and there were no “decisions or judgments” made on the claims against her. “There are many children under 16 who are desperate to start what they would consider their natural puberty earlier than that,” she said this month. Prof Djordjevic feels differently, and admits he has deep reservations about treating children with hormonal drugs before they reach puberty – not least as by blocking certain hormones before they have sufficiently developed means they may find it difficult to undergo reassignment surgery in the future. “Ethically, we have to help any person over the world starting from three to four years of age, but in the best possible way,” he says. “If you change general health with any drug, I’m not a supporter of that theory.” These are profoundly lifechanging matters around which he – like many in his industry – feels far better debate is required to promote new understanding. But at the moment, it seems, that debate is simply being shut down.

Also ein schwierigeres Thema als gerade radikale Feministen meinen, weil es eben eine Entscheidung mit schweren Folgen ist, die man dann auch nur schwer wieder rückgängig machen kann.

Allerdings ist der Artikel auch kritisiert worden, weil er eben keine konkreten Zahlen nennt, wie viele wirklich ein „Reversal“ wollen. Dieser Text hier führt beispielsweise an:

Fortunately, more useful statistics are now available on the practice of surgical reversal of trans genital surgeries. This month, WBUR CommonHealth reported on findings from a still-unpublished study:

The most recent data on transgender patients who change their mind after surgery is a study led by Oregon Health and Science University, which has not been published but was presented at a conference earlier this month. In it, 46 surgeons from around the world reported reversing 36 transgender surgeries, including 16 phalloplasties, after treating somewhere between 18,000 and 27,000 patients.

36 surgical reversals out of 18,000-27,000 trans patients who’ve received surgery is a reversal rate of 0.13-0.2%. This is consistent with existing studies finding that rates of regret following genital surgery of about 2%, and indicates that only a small fraction of those who do experience regret will go on to seek reversal surgery. I’ve been in touch with the study’s authors, and while the study itself is not yet available, I look forward to continuing to cover this non-epidemic – denominator and all.

Dann wäre es eine verschwindend geringe Zahl. Allerdings würden 18.000-27.000 Operationen weltweit auch deutlich machen, dass es überhaupt eine sehr geringe Anzahl von Personen gibt, die eine solche Behandlung überhaupt wollen.

In der Wikipedia heißt es:

Formal studies of detransition have been few in number,[6][7] of disputed quality,[8][9][10] and politically difficult.[11][12][13] Frequency estimates vary greatly from 0 to 95%, with notable differences in terminology and methodology.[4][14][15][3][2] The number of detransitioners is unknown but growing.[15][16][3][5][17][18][19]

A 2014 survey of transgender and gender-nonconforming persons found a rate of suicidal thinking and self-harm to be 41%, but it is unclear whether such suicidality occurred before or after transition (among those who chose transition).[15] In 2016, clinical psychologist James Cantor, PhD, summarized the statistical findings from ten professionally published studies[20][21][22][23][24][25][26][27][28][29] (and one conference paper)[30] on persistence of transgender identity in children. He concluded that „roughly 60 to 90%“ of transgender youth were found eventually to detransition, with most becoming gay or lesbian adults instead.[14][15][3] A 2018 survey of WPATH (World Professional Association for Transgender Health) surgeons found that approximately 0.3% of patients who underwent transition-related surgery later requested detransition-related surgical care.[31] Demand for surgical reversal of the physical effects of medical transition has reportedly been on the rise.[16][17][19]

Detransition is more common in the earlier stages of transition, particularly before surgeries.[4][15] Among eventual detransitioners, the progression of transition has been found to magnify, rather than remedy, gender dysphoria. Sufferers may fixate on passing (being perceived as their preferred gender), leading them to pursue ever further steps in medical transition.[15]

Motivation to transition among detransitioners has included trauma, isolation, dissociation, inadequate mental healthcare, and social presure to pursue transition.[15] Motivation to detranstion has included financial barriers to transition, social rejection in transition, depression or suicidality due to transition, discomfort with sexual characteristics developed during transition, concern for lack of data on long-term effects of hormone replacement therapy, concern for loss of fertility, complications from surgery, and changes in gender identity.[16][32][4][31][3][33][34]

Informed consent and affirmation of self-diagnosis (both newer but increasingly employed models for transgender healthcare) have been criticized for failing to meet the needs of those who eventually detransition.[2][15][5]

Gerade die hohe Rate derjenigen, die sich erst als Trans und dann eher als schwul betrachten macht deutlich, dass eine zu schnelle Angleichung vielleicht keine so gute Idee ist. 2222

Transsexuelle zu den Vor- und Nachteilen als Mann in der Gesellschaft (Teil 2)

Gestern hatte ich schon einen Teil dieser Interviews mit Transsexuellen besprochen, die darüber sprechen, welche Unterschiede sie zwischen einem Leben als Frau und einem Leben als Mann sehen. Heute der 2. Teil

3. Chris Edwards, 49, Boston

When I began my transition at age 26, a lot of my socialization came from the guys at work. For example, as a woman, I’d walk down the hall and bump into some of my female co-workers, and they’d say, “Hey, what’s up?” and I’d say, “Oh, I just got out of this client meeting. They killed all my scripts and now I have to go back and rewrite everything, blah blah blah. What’s up with you?” and then they’d tell me their stories. As a guy, I bump into a guy in the hall and he says, “What’s up?” and I launch into a story about my day and he’s already down the hall. And I’m thinking, well, that’s rude. So, I think, okay, well, I guess guys don’t really share, so next time I’ll keep it brief. By the third time, I realized you just nod.

Das ist denke ich ein häufig wahrzunehmender Unterschied in der Kommunikation von Männern und Frauen im Schnitt.

Ich hatte auch schon mal geschildert, dass eine Frau, die sich mit einer Freundin trifft, häufig danach so gut wie alles neue über ihre Beziehung, über ihre Eltern und Geschwister, ihre Kinder und ihren Job weiß, während ein Mann, der sich mit einem Freund trifft, danach oft eher dessen Haltung zu einem kürzlichen Fußballspiel oder der Handlung der nächsten Staffel der gemeinsamen Lieblingsserie weiß, aber zu dessen Freundin allenfalls sagen kann, dass er sie vermutlich noch hat, sonst hätte er das sicherlich gesagt.

The creative department is largely male, and the guys accepted me into the club. I learned by example and modeled my professional behavior accordingly. For example, I kept noticing that if guys wanted an assignment they’d just ask for it. If they wanted a raise or a promotion they’d ask for it. This was a foreign concept to me. As a woman, I never felt that it was polite to do that or that I had the power to do that. But after seeing it happen all around me I decided that if I felt I deserved something I was going to ask for it too. By doing that, I took control of my career. It was very empowering.

Das war so ähnlich hier auch schon einmal geschildert worden. Anscheinend ist das männliche Verhalten schlicht der effektivere Weg für eine Karriere. Wobei es auch eher ein Verhalten im Schnitt sein dürfte. Genug Männer werden sich ebenfalls nicht trauen nach einer Gehaltserhöhung etc zu fragen

Apparently, people were only holding the door for me because I was a woman rather than out of common courtesy as I had assumed. Not just men, women too. I learned this the first time I left the house presenting as male, when a woman entered a department store in front of me and just let the door swing shut behind her. I was so caught off guard I walked into it face first.

Hehe. Wobei ich das jetzt gar nicht so deutlich vermutet hätte. Was wirklich ein Unterschied in der Hinsicht ist, ist ein Kinderwagen. Leute sind wirklich erstaunlich freundlich zu einem, wenn man damit unterwegs ist und Türen werden deutlich häufiger aufgehalten und Wagen halten deutlich häufiger und früher an. (Gut, vielleicht liegt das auch nur an Fräulein Schmidt, die ja bekanntlich das süßeste Baby der Welt ist)

When you’re socially transitioning, you want to blend in, not stand out, so it’s uncomfortable when little reminders pop up that you’re not like everybody else. I’m expected to know everything about sports. I like sports but I’m not in deep like a lot of guys. For example, I love watching football, but I never played the sport (wasn’t an option for girls back in my day) so there is a lot I don’t know. I remember the first time I was in a wedding as a groomsman. I was maybe three years into my transition and I was lined up for photos with all the other guys. And one of them shouted, “High school football pose!” and on cue everybody dropped down and squatted like the offensive line, and I was like, what the hell is going on? It was not instinctive to me since I never played. I tried to mirror what everyone was doing, but when you see the picture I’m kind of “offsides,” so to speak.

Gut, das ist vielleicht einfacher, wenn man sich darüber nicht so viele Gedanken machen muss, weil man nicht „passing“ betreiben will, ich bin auch kein großer Fußballfan und bin da bei tieferen Themen dazu auch raus.

Chris Edwards, an advertisting creative director, at his home in Boston.

The hormones made me more impatient. I had lots of female friends and one of the qualities they loved about me was that I was a great listener. After being on testosterone, they informed me that my listening skills weren’t what they used to be. Here’s an example: I’m driving with one of my best friends, Beth, and I ask her “Is your sister meeting us for dinner?” Ten minutes later she’s still talking and I still have no idea if her sister is coming. So finally, I couldn’t take it anymore, and I snapped and said, “IS SHE COMING OR NOT?”And Beth was like, “You know, you used to like hearing all the backstory and how I’d get around to the answer. A lot of us have noticed you’ve become very impatient lately and we think it’s that damn testosterone!” It’s definitely true that some male behavior is governed by hormones. Instead of listening to a woman’s problem and being empathetic and nodding along, I would do the stereotypical guy thing — interrupt and provide a solution to cut the conversation short and move on. I’m trying to be better about this.

Kann ich gut verstehen.  Würde mich auch wahnsinnig machen und macht es auch manchmal, wenn Südländerin nicht zum Punkt kommt, wenn man bestimmte Informationen will. Und es ist auch interessant, dass er das alte Stereotyp bestätigt, dass Männer eher nach Lösungen suchen, während für Frauen häufig das persönliche, das Zuhören im Vordergrund steht.

Dazu auch schon: „Frauen reagieren auf Probleme mit Empathie, Männer mit Lösungen

People ask if being a man made me more successful in my career. My answer is yes — but not for the reason you might think. As a man, I was finally comfortable in my own skin and that made me more confident. At work I noticed I was more direct: getting to the point, not apologizing before I said anything or tiptoeing around and trying to be delicate like I used to do. In meetings, I was more outspoken. I stopped posing my thoughts as questions. I’d say what I meant and what I wanted to happen instead of dropping hints and hoping people would read between the lines and pick up on what I really wanted. I was no longer shy about stating my opinions or defending my work. When I gave presentations I was brighter, funnier, more engaging. Not because I was a man. Because I was happy.

Wäre interessant, was die Verhaltensänderung genau bewirkt hat. Er scheint ja auch Testosteron genommen zu haben, sich an die Rolle angepasst zu haben und vielleicht wird er sich auch freier gefühlt haben bestimmte Verhalten zu zeigen.

4. Alex Poon, 26, Boston

Recently, I’ve been noticing the difference between being perceived as a woman versus being perceived as a man. I’ve been wondering how I can strike the right balance between remembering how it feels to be silenced and talked over with the privileges that come along with being perceived as a man. Now, when I lead meetings, I purposefully create pauses and moments where I try to draw others into the conversation and make space for everyone to contribute and ask questions.

Darf natürlich in so einer Aufstellung auch nicht fehlen: Der Transsexuelle, der nun alles besser machen will und Frauen nicht auch mittels toxischer Männlichkeit ausgrenzen will.

People now assume I have logic, advice and seniority. They look at me and assume I know the answer, even when I don’t. I’ve been in meetings where everyone else in the room was a woman and more senior, yet I still got asked, “Alex, what do you think? We thought you would know.” I was at an all-team meeting with 40 people, and I was recognized by name for my team’s accomplishments. Whereas next to me, there was another successful team led by a woman, but she was never mentioned by name. I went up to her afterward and said, “Wow, that was not cool; your team actually did more than my team.” The stark difference made me feel uncomfortable and brought back feelings of when I had been in the same boat and not been given credit for my work.

When people thought I was a woman, they often gave me vague or roundabout answers when I asked a question. I’ve even had someone tell me, “If you just Googled it, you would know.” But now that I’m read as a man, I’ve found people give me direct and clear answers, even if it means they have to do some research on their own before getting back to me.

Interessanterweise fehlen im Vergleich zu dem anderen Bericht angaben dazu, wie er sein Verhalten selbst geändert hat. Hier klingt es so als sei abseits der Stimme alles gleich geblieben, man würde ihn nur anders behandeln als vorher. Es wird nicht geschildert, dass er sich nun auch männlicher verhält oder anders redet oder männlichere Kommunikationsstile übernommen hat. Allerdings scheinen ihn andere eben so zu behandeln als würden sie bei ihm einen männlicheren Kommunikationsstil erwarten. Lösungsorientierter, praktischer.  Den Part inwieweit da ebenfalls eine Änderung eingetreten ist oder ob er sich schon vorher, als er noch als Frau gesehen wurde, schon genau so auftrat, hätte ich interessanter gefunden. Insofern wirken die anderen Berichte reflektierter auf mich. Immerhin deutet die tiefere Stimme darauf hin, dass er ebenfalls Testosteron zu sich nimmt, was üblicherweise auch Veränderungen im Verhalten etc mit sich bringt. Das diese potentiellen Änderungen hier gar nicht erwähnt werden macht den Bericht etwas unstimmig.

Ergänzend ist natürlich auch die Frage aus dem im ersten Teil verlinkten Video interessant, inwieweit F-> M Transsexuelle teilweise „männliche Privilegien“ im Sinne der feministischen Theorien haben. Gerade wenn sie als Männer angesehen haben, dann würden sie sich damit ja direkt in eine „Unterdrückerstellung“ begeben und „toxische Männlichkeit“ übernehmen, wenn sie sich nicht so verhalten, wie der letzte Mann. Gerade wenn sie deswegen erfolgreich sind, dann sollten sie insoweit ihre Privilegien hinterfragen und dann diese erfolgreich aufgeben.

 

vgl auch:

 

Transsexuelle zu den Vor- und Nachteilen als Mann in der Gesellschaft (Teil 1)

Durch einen freundlichen Hinweis von Mindph bin ich auf dieses Video aufmerksam geworden

Hier bespricht Sargon einen Artikel, indem Frau zu Mann Transsexuelle darstellen, welche Unterschiede sie durch den Wechsel feststellen:

1. Trystan Cotten, 50, Berkeley, Calif.

Life doesn’t get easier as an African American male. The way that police officers deal with me, the way that racism undermines my ability to feel safe in the world, affects my mobility, affects where I go. Other African American and Latino Americans grew up as boys and were taught to deal with that at an earlier age. I had to learn from my black and brown brothers about how to stay alive in my new body and retain some dignity while being demeaned by the cops.

Eigentlich ja ein klarer Fall für Intersektionalität, also dem Zusammenspiel von Rasse und Geschlecht. Allerdings würde es in der feministischen Intersektionalität Probleme bringen, weil man dort niemals zugeben könnte, dass Männer benachteiligt sind und sich damit aus dem Zusammenspiel von Schwarz und Mann noch mehr Nachteile ergeben können. Männer werden eben als Gefährlicher wahrgenommen und Schwarze Männer noch stärker.

One night somebody crashed a car into my neighbor’s house, and I called 911. I walk out to talk to the police officer, and he pulls a gun on me and says, “Stop! Stop! Get on the ground!” I turn around to see if there’s someone behind me, and he goes, “You! You! Get on the ground!” I’m in pajamas and barefoot. I get on the ground and he checks me, and afterward I said, “What was that all about?” He said, “You were moving kind of funny.” Later, people told me, “Man, you’re crazy. You never call the police.”

Dürfte auch daran liegen, dass Polizisten von Männern tatsächlich weitaus häufiger erschossen werden und daher vorsichtiger sind. Gerade in Amerika. In Deutschland dürfte das Problem in der Hinsicht zumindest geringer sein, wenngleich ich vermute, dass Polizisten auch hier bei Frauen etwas lascher mit der Eigensicherung sind als bei Männern.

I get pulled over a lot more now. I got pulled over more in the first two years after my transition than I did the entire 20 years I was driving before that. Before, when I’d been stopped, even for real violations like driving 100 miles an hour, I got off. In fact, when it happened in Atlanta the officer and I got into a great conversation about the Braves. Now the first two questions they ask are: Do I have any weapons in the car, and am I on parole or probation?

Das ist natürlich auch eine sehr amerikanische Problematik:

2010. Inmates in adult facilities, by race and ethnicity. Jails, and state and federal prisons.[60]
Race, ethnicity % of US population % of U.S.
incarcerated population
National incarceration rate
(per 100,000 of all ages)
White (non-Hispanic) 64 39 450 per 100,000
Hispanic 16 19 831 per 100,000
Black 13 40 2,306 per 100,000

 

There are also ways in which men deal with sexism and gender oppression that I was not aware of when I was walking around in a female body. A couple of years after my transition, I had a grad student I’d been mentoring. She started coming on to me, stalking me, sending me emails and texts. My adviser and the dean — both women — laughed it off. It went on for the better part of a year, and that was the year that I was going up for tenure. It was a very scary time. I felt very worried that if the student felt I was not returning her attentions she would claim that I had assaulted her. I felt like as a guy, I was not taken seriously. I had experienced harassment as a female person at another university and they had reacted immediately, sending a police escort with me to and from campus. I felt like if I had still been in my old body I would have gotten a lot more support.

Als Mann muss man eben selbst damit zurechtkommen, als Frau hingegen bekommt man eher Unterstützung. Und gerade sexuelle Aufmerksamkeit wird eher als etwas gutes gesehen (was sie ja auch häufig ist, aber eben nicht, wenn man die drakonischen Strafen in den USA bei Fehlverhalten gegenüber Frauen als Vorgesetzter bedenkt)

Being a black man has changed the way I move in the world. I used to walk quickly or run to catch a bus. Now I walk at a slower pace, and if I’m late I don’t dare rush. I am hyper-aware of making sudden or abrupt movements, especially in airports, train stations and other public places. I avoid engaging with unfamiliar white folks, especially white women. If they catch my eye, white women usually clutch their purses and cross the street. While I love urban aesthetics, I stopped wearing hoodies and traded my baggy jeans, oversized jerseys and colorful skullcaps for closefitting jeans, khakis and sweaters. These changes blunt assumptions that I’m going to snatch purses or merchandise, or jump the subway turnstile. The less visible I am, the better my chances of surviving.

Wäre interessant wie Feministinnen hier bewerten würden, wer die Strassenseite wechseln müsste. Der Mann, weil er ein Mann ist oder die Frau, weil sie weiß ist und deswegen vor einem Schwarzen Mann nicht Angst haben darf, jedenfalls nicht mehr als vor einem Weißen.

But it’s not foolproof. I’m an academic sitting at a desk so I exercise where I can. I walked to the post office to mail some books and I put on this 40-pound weight vest that I walk around in. It was about 3 or 4 in the afternoon and I’m walking back and all of a sudden police officers drove up, got out of their car, and stopped. I had my earphones on so I didn’t know they were talking to me. I looked up and there’s a helicopter above. And now I can kind of see why people run, because you might live if you run, even if you haven’t done anything. This was in Emeryville, one of the wealthiest enclaves in Northern California, where there’s security galore. Someone had seen me walking to the post office and called in and said they saw a Muslim with an explosives vest. One cop, a white guy, picked it up and laughed and said, “Oh, I think I know what this is. This is a weight belt.”

It’s not only humiliating, but it creates anxiety on a daily basis. Before, I used to feel safe going up to a police officer if I was lost or needed directions. But I don’t do that anymore. I hike a lot, and if I’m out hiking and I see a dead body, I’ll keep on walking. I’ll never call the police again.

Auch eine neue Perspektive auf Sicherheit.

2. Zander Keig, 52, San Diego

Prior to my transition, I was an outspoken radical feminist. I spoke up often, loudly and with confidence. I was encouraged to speak up. I was given awards for my efforts, literally — it was like, “Oh, yeah, speak up, speak out.” When I speak up now, I am often given the direct or indirect message that I am “mansplaining,” “taking up too much space” or “asserting my white male heterosexual privilege.” Never mind that I am a first-generation Mexican American, a transsexual man, and married to the same woman I was with prior to my transition.

Das ist ein interessanter Wechsel und er sollte sich jetzt bei Rückblicken auf seine Vergangenheit reichlich blöd vorkommen.

Und es ist eben auch der recht offensichtliche Fehler, wenn man Positionen nur an Merkmalen des Sprechers bzw Zugehörigkeiten des Sprechers zu einer Gruppe festmacht und nicht an dem, was er sagt. Mansplaining und Co sind eben typischer Sexismus, gerade wenn es dazu genutzt wird schlicht alles entwerten zu können, was eine bestimmte Gruppe sagt.

I find the assertion that I am now unable to speak out on issues I find important offensive and I refuse to allow anyone to silence me. My ability to empathize has grown exponentially, because I now factor men into my thinking and feeling about situations. Prior to my transition, I rarely considered how men experienced life or what they thought, wanted or liked about their lives. I have learned so much about the lives of men through my friendships with men, reading books and articles by and for men and through the men I serve as a licensed clinical social worker.

Das dürfte bei vielen Feministinnen der Fall sein. Sie lernen Männer eher als Gruppe zu sehen, die ihrem ideologischen Feindbild entspricht und bei Einzelpersonen aus dem Umfeld dann davon auszugehen, dass diese allenfalls die Ausnahme sind.

Social work is generally considered to be “female dominated,” with women making up about 80 percent of the profession in the United States. Currently I work exclusively with clinical nurse case managers, but in my previous position, as a medical social worker working with chronically homeless military veterans — mostly male — who were grappling with substance use disorder and severe mental illness, I was one of a few men among dozens of women.

Plenty of research shows that life events, medical conditions and family circumstances impact men and women differently. But when I would suggest that patient behavioral issues like anger or violence may be a symptom of trauma or depression, it would often get dismissed or outright challenged. The overarching theme was “men are violent” and there was “no excuse” for their actions.

Um so mehr man einem Feindbild verfangen ist, welches davon ausgeht, dass so etwas nur Ausdruck einer Toxischen Männlichkeit ist, um so weniger kann und darf man eben andere Faktoren dafür verantwortlich machen. Wobei mich das bei einer Einrichtung für Veteranen schon verwundert.

I do notice that some women do expect me to acquiesce or concede to them more now: Let them speak first, let them board the bus first, let them sit down first, and so on. I also notice that in public spaces men are more collegial with me, which they express through verbal and nonverbal messages: head lifting when passing me on the sidewalk and using terms like “brother” and “boss man” to acknowledge me. As a former lesbian feminist, I was put off by the way that some women want to be treated by me, now that I am a man, because it violates a foundational belief I carry, which is that women are fully capable human beings who do not need men to acquiesce or concede to them.

Die weiblichen Privilegen eben, würde man in Anlehnung an feministische Theorie sagen. Und auch die Erkenntnis, dass der Feminismus in Frauen Personen sieht, die sich nicht durchsetzen können und auf die man ganz besondere Rücksicht nehmen muss, damit sie eine Chance haben wird so vielleicht deutlicher, wenn man selbst ein ganz anderes Bild von sich hat.

What continues to strike me is the significant reduction in friendliness and kindness now extended to me in public spaces. It now feels as though I am on my own: No one, outside of family and close friends, is paying any attention to my well-being.

Das ist ein wirklich interessanter Punkt: Ein Mann steht eher für sich alleine, eine Frau erfährt weit eher Unterstützung.

I can recall a moment where this difference hit home. A couple of years into my medical gender transition, I was traveling on a public bus early one weekend morning. There were six people on the bus, including me. One was a woman. She was talking on a mobile phone very loudly and remarked that “men are such a–holes.” I immediately looked up at her and then around at the other men. Not one had lifted his head to look at the woman or anyone else. The woman saw me look at her and then commented to the person she was speaking with about “some a–hole on the bus right now looking at me.” I was stunned, because I recall being in similar situations, but in the reverse, many times: A man would say or do something deemed obnoxious or offensive, and I would find solidarity with the women around me as we made eye contact, rolled our eyes and maybe even commented out loud on the situation. I’m not sure I understand why the men did not respond, but it made a lasting impression on me.

Und hier haben wir dann in gewisser Weise auch den Grund, warum der Feminismus erfolgreicher ist als der Maskulismus. Frauen ergreifen eher für Frauen Partei. Männer ergreifen eher für Frauen Partei. Aber sich für Männer mit einer Frau anzulegen, dass ist eher etwas, was man lässt.

Die weiteren zwei Interviews bespreche ich morgen

SJW’s and Logic

Gestern Abend war ich aus. Ich habe über Tinder ein Mädel kennen gelernt und war mit ihr und einigen ihrer Freundinnen in einer Bar. Eine ihrer Freundinnen sprach über den „Sänger“ Ginuwine und wie Transphob er doch sei, weil er India Willoughby (Transfrau) nicht küssen wollte.

Also musste ich mich entscheiden. Die Chance auf Sex mit meinem Date aufrechterhalten, oder eine SJW triggern. Natürlich entschied ich mich für letzteres.

Ich: Transmenschen nicht küssen, oder Sex mit ihnen zu wollen, ist Transphob?

 

Sie: Ja ist es. (INSERT EXPLANATION HERE)

 

Ich: So ein dreckiges Schwein. Tatsächlich ist es nämlich so, dass ich mich als non-Binary Trans identifiziere.

 

Sie: Wow. Wie mutig das du dies hier so frei zum Ausdruck bringst.

 

Ich: Ja. Ausserdem hätte ich gerne Sex mit dir. Denk dran, sagst du Nein, bist du Transphob.

 

Nach kurzer stille drehte sie sich einfach um und ging. Aber ich schwöre euch, ich konnte aus ihrem Kopf den Windows Shut Down Ton hören.

😂😂😂😂

„In der feministischen Zukunft werden alle Minderheiten das Recht auf die Objektifizierung haben, die sie wollen“

Ein anderer passender Artikel zu dem Thema „feministisch richtiges Begehren“

Dort heißt es:

In a society that either desexualizes or hypersexualizes trans and gender nonconforming people, my whole existence is pretty much devoid of good sexual energy. While many of my cis women friends are trying to figure out how to drain out a swamp of unwanted male attention, I’m stuck in a desert trying to suck water from a cactus.

Jacob Tobia
Jacob Tobia

I can show literally my entire leg and get nothing. I can wear a skimpy dress to a club and people just look the other way. I can wear five inch heels and, while I might get lots of attention, it won’t be sexual attention. Instead of being a “madonna” or a “whore,” I’m simply considered a “diva” or a “freak” (and not the good kind). In the very best case scenario, when my sexual agency and desirability are recognized (about as often as a total solar eclipse, tbh), it’s almost always as “an experiment,” or as “something exotic,” a weak, token attempt to diversify someone else’s sexual portfolio.

I want to be sexually objectified and it never happens. I want people to appreciate the time and effort that I put into my body and my look. I want people to look at my perfectly applied lipstick and want me because of it. I want my long legs to give people feels. I want to dance on the bar and leave boys breathless, panting, and desperate to talk to me.

Natürlich ist es vollkommen okay, wenn man begehrt sein möchte. Wer möchte das nicht. Aber hier finde ich es ja doch erstaunlich. Es ist verständlich, dass die Leute nicht auf das Bein oder die Absatzschuhe reagieren, weil sie (er?)  schlicht eher wie ein Freak aussieht. Ich kann verstehen, dass weder Frauen noch Männer sich sonderlich angesprochen fühlen.

Das mag hart klingen, aber es gibt eben keinen Anspruch darauf, dass man als sexy wahrgenommen wird. Attraction is not not a choice

Das wird dort aber anders gesehen:

I think it begins with each of us shifting our internal monologue. It begins with learning to admit that it is okay to desire consensual objectification. If we want it, it is okay to enjoy being looked at. It is okay to enjoy being thought about and desired. It is human.

I want to be objectified in certain circumstances and in certain places. I want to be objectified at a gala when I’ve spent five hours on my makeup and weeks picking out the perfect dress. I want to be objectified when you’re looking at my picture on Tinder. I want to be objectified at a friend’s intimate cocktail party, when I’m lounging on the couch with my legs intentionally positioned just so. I want to be objectified in a nightclub when I’m dancing on the bar, and I want you to continue to objectify me when I’m back on the dancefloor. I’m even okay being objectified in the grocery store (but only when there’s comedic value, like when I’m shopping for bananas or cucumbers or vegan sausages or something).

And just because I want to be objectified in some places, that doesn’t mean that I want to be objectified in all places. I don’t want to be objectified in the office. I don’t want to be objectified in a meeting with a producer or an editor. I don’t want to be objectified by a director on set. I don’t want to be objectified on the street or on the subway or in the parking lot when I’m trying to get through my day. And if you see me in a coffee shop working on an article for Playboy, please don’t objectify me then either because odds are I’m in the zone and just need to get this shit done. (…)

In a feminist future, we stop saying that all objectification is categorically bad. In a feminist future, all trans people, people of size, people of color, and people with different abilities have the chance to get the types (if any) of objectification that we crave. In a feminist future, we each have the chance to own the types of objectification (if any) that we like and the types of objectification that we’d rather do without.

Dabei geht es darum, dass gefälligst Transsexuelle genauso ein Recht darauf haben, als begehrenswert angesehen zu werden wie andere. Wie man Begehren auf diese Weise steuern sollte bleibt unklar, es folgt schlicht daraus, dass die Welt gerecht ist.

Hardcore Transaktivisten sind, ich hatte es an anderer Stelle schon gesagt, mit die verrücktesten Feministen, die es gibt, weil sie jede Andersbehandlung als nach dem gewünschten Geschlecht als Transfeindlichkeit ansehen. Wer also die oben dargestelle Person nicht schön findet, der ist damit transfeindlich. Eine nichttransfeindliche Person würde schlicht eine (wunderschöne) Frau sehen und sie als solche akzeptieren.