Partnerwahl: „Wir wählen immer den gleichen Partner“

Eine Studie hat Expartner miteinander verglichen und festgestellt, dass diese sehr vergleichbare Persönlichkeitsprofile haben.

Do people have a “type” when it comes to their romantic partners’ personalities? In the present research, we used data from a 9-y longitudinal study in Germany and examined the similarity between an individual’s ex- and current partners using the partners’ self-reported personality profiles. Based on the social accuracy model, our analyses distinguished similarity between partners that was attributable to similarity to an average person (normative similarity) and resemblance to the target participant himself/herself (self-partner similarity) to more precisely examine similarity from partner to partner (distinctive similarity). The results revealed a significant degree of distinctive partner similarity, suggesting that there may indeed be a unique type of person each individual ends up with. We also found that distinctive partner similarity was weaker for people high in extraversion or openness to experience, suggesting that these individuals may be less likely to be in a relationship with someone similar to their ex-partner (although the individual difference effects were not mirrored in an alternative analytic approach). These findings provide evidence for stability in distinctive partner personality and have important implications for predicting future partnering behaviors and actions in romantic relationships.

Quelle: Consistency between individuals‘ past and current romantic partners‘ own reports of their personalities

 

Aus einem Spiegelbericht:

Sowohl die Studienteilnehmer als auch ihre (Ex-)Partner hatten Fragebögen ausgefüllt, in denen sie ihre eigene Persönlichkeit nach bestimmten Merkmalen bewerteten. Sie mussten etwa angeben, wie gern sie streiten, wie pflichtbewusst sie sind, ob sie neurotische Züge haben und offen für Neues sind. Insgesamt verglichen die Wissenschaftler so 21 Charaktereigenschaften.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass sich die Studienteilnehmer häufig ähnlich einschätzten wie ihre Partner. Noch ähnlicher waren jedoch die Angaben der aktuellen Partner und der Ex-Partner. Die Studienteilnehmer suchten sich also Partner aus, die nicht nur ihnen selbst, sondern mehr noch ihren vorherigen Partnern glichen, schlussfolgerten die Forscher. Von diesem Muster wich nur ab, wer sich selbst als besonders extrovertiert und offen für Neues charakterisierte.

Nach einer Trennung glauben viele Menschen, dass sie nun besser wissen, wen sie als neuen Partner haben wollen“, schreiben die Autoren der Studie dazu. „Unsere Studienergebnisse legen allerdings nahe, dass die neuen Partner einen gewissen Grad an Ähnlichkeit zu den vorherigen aufweisen, was nahelegt, dass Menschen zumindest in Teilen beständig Beziehungen zu einem bestimmten Typ eingehen.“

Die Autoren glauben, dass sich die Faktoren, die eine Partnerwahl beeinflussen, viel besser vorhersagen lassen als bislang angenommen – und das insbesondere dann, wenn man mehr über die Ex-Partner weiß.

Finde ich eine interessante Forschung. allerdings müsste man sicherlich noch viele weitere Forschung durchführen und ich müsste mir die tatsächliche Studie auch noch einmal genauer anschauen. Interessant wären Zwillingsstudien aus dem Bereich und interessant wäre natürlich auch einmal die tatsächlichen Ex-Partner zu vergleichen und nicht nur die Bewertungen der jeweiligen Person.

Interessant wäre auch, ob sich die charaktereigenschaften verändern, wenn derjenige sich selbst stark verändert, etwa attraktive wird, sei es über Aussehen oder Status. Ein gewisser Teil der Übereinstimmung könnte ja auch damit zusammenhängen, dass die Partner bei der jeweiligen Person bestimmte Charaktereigenschaften interessant finden und er deswegen er solche Partner bekommt. Bekommt es für ein Mensch mit schlechteren Selbstvertrauen der dominantere Partner und fände sich dies, wenn er beispielsweise beruflichen Erfolg hat?

Daddy Issuses

Drüber gestolpert bei Twitter

Dazu auch:

daddy issues

The result of a messed uprelationship with one’s father, or having an absent father. Results in younger women chasing older men and even seeking mistreatment in some cases.
I was dating a 24 year old when I was 38 but I didn’t try to dress young. I was just a major alcoholic and she was the daughter of an alcoholic and had major daddy issues.

Once I sobered up she lost interest and I got creeped the fuck out thinking about the psychology of it all.

Mythos oder berechtigter Punkt?

„Männer wählen schlaue statt schöne Frauen“

Ein Artikel macht gerade die Runde, der interessante Theorien zur Partnerwahl aufstellt:

In the current sociocultural framework for understanding mating preferences, we propose that gender roles affect sex differences and similarities in mate preferences. Gender roles, in turn, are shaped by the unequal division of labour between women and men. As a consequence, mating preferences and choices should converge across the sexes as the weakening of this division puts the sexes in more similar social roles in their societies. To evaluate these assumptions, we review relevant findings from three domains that show variability in gender roles:
(a) cross-cultural variability related to differences in societies‘ division of labour,
(b) historical variability related to temporal changes in the division of labour, and
(c) individual variability in gender attitudes that reflects the gradual and uneven spread of shifts toward gender equality throughout each society.
The bringing together of multiple lines of evidence puts the sociocultural framework on a new and more secure foundation.
Leider habe ich die Studie nicht im Volltext gefunden, wenn sie jemand zuschicken könnte, dann wäre ich sehr interessiert.
Etwas mehr Hinweise gibt die diesbezügliche Presseerklärung:
Intelligenz über Schönheit? Bisher galt die Vermutung, dass Männer biologisch darauf programmiert sind, bei der Partnersuche vor allem auf schöne Gesichter und Rundungen anzusprechen. Eine neue Studie zeigt, dass sich die Gesetze der Partnerwahl mit der zunehmenden Gleichstellung von Männern und Frauen verändern.
Mit der Gleichstellung von Männern und Frauen verändern sich auch die Kriterien in der Partnerwahl.
Trotz Hindernissen auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter zeigen neuere Studien, dass Männer heute bei der Partnerwahl tatsächlich Intelligenz zunehmend vor Schönheit stellen. Zu diesem Schluss kommen Marcel Zentner, Professor am Institut für Psychologie der Uni Innsbruck, und seine Kollegin Alice Eagly, Professorin für Psychologie an der Northwestern University (USA), nach einer extensiven Analyse von Studien, die sich mit gesellschaftlichen Einflüssen auf die Partnerwahl befasst haben. „Wir sichteten und analysierten hunderte von Studien aus verschiedenen Disziplinen. Sie zeigen, dass die Partnerpräferenzen von Frauen und Männern mit unvermuteter Schnelligkeit auf Fortschritte in der Gleichstellung reagieren“, sagt Marcel Zentner. Dieses Ergebnis rührt an den Grundfesten einer verbreiteten Theorie, wonach unsere Partnerpräferenzen evolutionsbiologisch festgeschrieben sind. Frauen brauchen Männer mit Ressourcen zum Großziehen ihrer Kinder. Männer hingegen möglichst viele fruchtbare Frauen. So können beide die größtmögliche Zahl von Nachkommen hinterlassen. Doch einige Evolutionsbiologinnen und -biologen argumentieren heute anders. Unsere Vorfahren hätten sich ständig wechselnden Umwelten mit neuen Anpassungsproblemen stellen müssen. Den Überlebensvorteil hatten also diejenigen, die flexibel auf Veränderungen in der Umwelt reagieren konnten. Das evolutionsgeschichtliche Ergebnis sei die dem Menschen eigene Flexibilität. „Dieselbe Flexibilität erlaubt es dem Menschen auch, seine Partnerpräferenzen den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen“, meint Alice Eagly von der Northwestern University. „Wie Vertreterinnen und Vertreter soziokultureller Ansätze schon lange vermutet haben, werden Partnerinnen und Partner vor allem danach ausgewählt, wie sehr sie in einen bestimmten Lebensentwurf hineinpassen. Und Lebensentwürfe werden durch die zunehmende Gleichstellung der Geschlechter maßgeblich geprägt“, so die Psychologin. Dass Partnerpräferenzen und Gleichstellung eng zusammenhängen, wiesen Zentner und Eagly auf drei sich gegenseitig ergänzende Arten nach.
„Flexibel reagieren können“ ist eine interessante Sache. Es ist aber etwas, was Evolution nur sehr schwer verwirklichen kann. Der Dodo beispielsweise wäre in einer Betrachtung mit dem Wissen um die Zukunft sicherlich besser dran gewesen, wenn er seine Flugfähigkeit behalten hätte. Er wäre dann flexibler gewesen. Wir wissen, dass das der Evolution vollkommen egal war. Sie stellt den lang anhaltenden momentanen Vorteil in den Vordergrund.
Und da ist es beim Menschen nicht anders: Die Evolution kann nicht planen, dass wir irgendwann einmal eine Zukunft haben, in der Ernährung keine Rolle mehr spielt und wir uns auf andere Aufgaben konzentrieren müssen. Sie kann nur die Situationen verwerten, die in der Vergangenheit dazu führten, dass sich bestimmte Gene angereichert haben. Und da war es eben immer so (das baue ich schon für Elmar ein), dass man Eier teurer verkaufen konnte als Sperma und zudem die Kosten des Sex schnell bei der Frau verblieben. Wenn die Frau keine Unterstützung eines Partners benötigt hätte, dann hätten wir wie andere Menschenaffen auch keine Notwendigkeit gehabt eine Liebeschemie zu entwickeln. Wir hätten auch einfach ohne Bindung Sex haben können. Liebe macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man sich bei der Aufzucht des Nachwuches unterstützt. Damit wird die Fähigkeit zur Unterstützung bei der Aufzucht des Nachwuchs natürlich ein relevantes Partnerwahlkriterium.
Das ist übrigens unabhängig davon, dass auch die Frau sich an der Ressourcenbeschaffung beteiligt. Evolutionsbiologische Modelle gehen nicht davon aus, dass die Versorgung alleine Sache des Mannes ist. Sie gehen nur davon aus, dass Versorgereigenschaften neben anderen Anzeichen für genetische Qualität sexy sind.
Vorstellungen ändern sich
Zunächst untersuchten Zentner und Eagly kulturübergreifende Studien. „Diese zeigen, dass das geschlechtstypische Präferenzmuster, wie Frauen sind von Einfluss und Reichtum angezogen und Männer von Jugend und Schönheit, mit zunehmender Geschlechtergleichstellung der Länder dahinschmilzt“, erklärt der Wissenschaftler. So ist die Präferenz von Frauen für solvente Männer in Ländern mit relativ niedriger Gleichstellung wie Korea oder die Türkei doppelt so stark ausgeprägt wie in Ländern mit relativ hoher Gleichstellung wie Finnland oder den Vereinigten Staaten. In Finnland sind Bildung und Intelligenz der Partnerin oder des Partners für Männer bereits wichtiger als für Frauen.
Hier müsste man sich natürlich die konkreten Studien anschauen. Eine Studie dazu hatte ich mal hier verlinkt. Daraus eine interessante Grafik:
Geschlechtsunterschiede in der Partnerwahl

Geschlechtsunterschiede in der Partnerwahl

Das zeigen sich trotz aller Unterschiede in der Gesellschaft ganz erhebliche Geschlechterunterschiede und diese verlaufen insoweit durchaus stereotyp. Man sieht, dass gerade „Good looks“ große Unterschiede beibehält.

Danach befassten sich Zentner und Eagly mit Studien zu Geschlechtsrollenbildern von Individuen. Hier zeigte sich, dass die traditionellen geschlechtstypischen Partnerpräferenzen vor allem bei Personengruppen anzutreffen sind, die ein konventionelles Geschlechtsrollenbild haben. Je progressiver dieses Bild ist, desto geringfügiger ist auch der Geschlechtsunterschied in den Partnerpräferenzen der untersuchten Personengruppen.
Das mag absolut sogar stimmen: In einer gleicherberechtigteren Gesellschaft spielt „Kann die Frau gut kochen“ einen geringeren Unterschied und auch Altersunterschiede gehen zurück und Bildungsabschlüsse werden wichtiger. Gerade bei sehr ungleichen Gesellschaften kann evtl auch ein Geschlecht seine Präferenzen wesentlich deutlicher durchsetzen. Das ändert aber nichts daran, dass bestimmte Partnerpräferenzen nach wie vor starke Unterschiede aufweisen.
Schließlich weisen die Autorin und der Autor in der Analyse historischer Trends nach, dass Änderungen in Geschlechterrollenbildern parallel zu Änderungen in Partnerpräferenzen verlaufen. In vielen Nationen ist die klassische Arbeitsteilung, bei der Männer erwerbstätig sind und Frauen den Haushalt bestreiten, schon lange überholt.
Letzteres ist auch kein Bestandteil evolutionärer Theroien. Dennoch kann Status, Vermögen, Versorgereigenschaft eine wichtige Rolle spielen. Wenn Frauen nach wie vor einen Mann wollen, der zumindest genauso viel, besser mehr verdient als sie dann spielt sein Beruf für die Frauen eben eine wichtigere Rolle, selbst wenn Männer keine Hausfrau mehr wollen.
Einkommen und Bildung der Frau spielten vor 75 Jahren bei der Partnerwahl kaum eine Rolle, während heute immer mehr Männer diese Eigenschaften als sehr bedeutsam einschätzen.
Das verstößt nur nicht gegen evolutionär entwickelte Rollen. Es ist nur eine Verlagerung bestimmter Eigenschaften, während andere bestehen bleiben. Eine blöde Frau war denke ich zu keiner Zeit attraktiv, wenn auch ein Verhalten, welches darstellte, dass sie die Position ihres Mannes nicht respektiert, durchaus anderes bewertet wurde und auch in der intrasexuellen Konkurrenz bedeutsam sein konnte.
„Die Gleichstellung wirkt wie eine Art Hebel“, beschreibt Marcel Zentner die Ergebnisse im Fazit. „Wird er nach oben gedrückt, verkleinern sich die Unterschiede in den Partnerpräferenzen zwischen Männern und Frauen, egal ob der Hebel bei der Kultur, der Person, oder dem Tempo gesellschaftlicher Entwicklungen angesetzt wird.
Er verkleinert sich in einigen Bereichen, indem andere Merkmale mehr betont werden.
Dies bedeutet nicht, dass diese Unterschiede ganz verschwinden würden oder dass biologische Faktoren keine Rolle spielten. Feststellen lässt sich jedoch, dass gesellschaftliche und psychologische Faktoren Partnerpräferenzen weit mehr prägen, als wir bisher vermutet haben.“ In früheren Zeiten war es für Frauen sinnvoll, Männer zu bevorzugen, die für sie und die Kinder aufkommen konnten und umgekehrt für Männer, Frauen auszuwählen, die vor allem gebären und kochen konnten. „Doch in der heutigen Umwelt, in der oft beide Eltern für ein befriedigendes Auskommen arbeiten müssen, suchen Männer gebildete Frauen mit guten Gehaltsaussichten“, zeigt sich Alice Eagly überzeugt. „Umgekehrt müssen Männer sich nicht zwingend der Vermögensvermehrung widmen. Ihre Erfolgschancen steigen bei Frauen, wenn sie ihr Aussehen pflegen und auch im Haushalt eine gute Figur abgeben.“
Aus meiner Sicht eine Verkennung der Lage: Männer suchen immer noch hübsche Frauen, aber eben solche, die mit ihnen in Bildung etc mehr Gemeinsamkeiten haben. Gehaltsaussichten sind ein Bonus, aber ich vermute mal, die meisten Männer finden das nach wie vor nicht entscheidend, wenn ihr Gehalt zumindest okay ist.
Eine Grafik, die das aus meiner Sicht gut verdeutlicht:
Einkommen Ehegatte

Einkommen Ehegatte

Hier sieht man, dass hochbegabte Frauen keineswegs einen Partner akzeptierten, der wesentlich weniger verdiente, im Schnitt verdiente trotz der Hochbegabung der Mann mehr. Lediglich die sehr Hochbegabten hatten Probleme Männer mit ebenso hohen Gehalt zu finden. Die Männer gingen problemlos mit Frauen Ehen ein, die weit weniger verdienten (man darf vermuten: Dafür aber besser Aussahen)

Und natürlich waren hübsche Männer zu allen Zeiten begehrt. Es ist ein klassisches Partnerwahlkriterium. Es wirkt demnach auch heute noch. Es ist aber durchaus mit Status (und natürlich mit Game) zu einem gewissen Teil ersetzbar, was sich auch nicht geändert hat. Natürlich hat die sexuelle Befreiung dazu beigetragen, dass weibliche Partnerwahl überhaupt in dieser Hinsicht wirksamer wurde, was eine Betonung dieser Merkmale durchaus attraktiver macht.

Ich bin nach wie vor am Volltext des Artikels interessiert. Dann könnte man sehen, wie sie ihre Meinung begründen.

Alte Frauen und Männer mit niedrigen Status

Ich eröffne das neue Jahr mal mit drei Tweets, die ich ganz interessant finde:

Evolutionäre Theoriewoche: Sexual Strategies Theory etc (5. Tag)

Dieser Beitrag ist Teil der evolutionären Theoriewoche

Das heutige Thema ist:

Sexual Strategies Theory etc

Die Sexual Strategies Theory ist eine Konzept aus der Evolutionspsychologie von Buss und entwickelt Partnerwahl- bzw. Verhaltensstrategien aufgrund evolutionärer Grundlagen. Um diese oder andere Theorien, die aus evolutionären Betrachtungen hergeleitet werden, soll es heute gehen.

Aus einem Artikel dazu:

Men and women have evolved a strategic repertoire consisting of both short-term and long-term sexual strategies. Chimpanzees, our closest primate relatives, have primarily a short-term sexual strategy. Mating takes place primarily when the females enter estrus, and the males do practically nothing to help raise the offspring. Humans, in contrast, have evolved a more complex repertoire of strategies, including long-term mating characterized by attachment between parents and biparental care. Short-term mating, however, can occur before settling on a long-term mate, in between bouts of long-term mating, or during the course of long-term mating in the form of brief affairs.

Different adaptive problems must be solved when pursuing a short-term as opposed to a long-term sexual strategy. The successful pursuit of a strategy requires the solution of specific adaptive problems. A short-term strategy, for example, requires sexual motivation to mate with a variety of partners and the ability to identify partners who are immediately sexually accessible. A long-term strategy, in contrast, involves assessment of future trajectories of potential partners on dimensions central to reproductively relevant resources.

Because men and women differ in minimum obligatory parental investment, men devote a larger proportion of their total mating effort than do women to short-term mating. To produce a single child, women must undergo the burdens of a nine-month gestation, which is costly in time, energy, opportunity costs, increased vulnerability, and risk during childbirth. This is the minimum investment, and it is obligatory. Men’s minimum obligatory investment is a single act of sexual intercourse. Men typically invest much more, of course, but the key point is that these differences in minimum obligatory investment produce a different benefit structure, in the currency of reproductive success, to short-term sexual strategies. Specifically, men in our evolutionary past could increase their reproduction by mating with a variety of women directly resulting in an increased number of children. An ancestral woman having sex with 100 men in 1 year could still not produce more than a single child. Thus, men are predicted to devote a larger share of their mating effort, compared with women, to sexual access to a variety of partners.

A task analysis of men’s short-term sexual strategy suggests four relatively distinct adaptive problems that must be solved: (a) partner number, (b) identification of sexually accessible women, (c) identification of fertile women, and (d) minimal commitment and investment. Men who lack mechanisms such as a desire for a variety of partners, assessment of the degree of sexual accessibility, assessment of physical cues linked with fertility, and strategies for keeping time and investments to a minimum would have been out-reproduced by men who successfully solved these problems entailed by the pursuit of a short-term mating strategy.

Although women cannot benefit as much or as directly in reproduction from short-term mating, women can potentially reap a host of adaptive benefits: (a) immediate resources for themselves and children; (b) mate insurance should her regular mate become injured, die, or defect from the relationship; and (c) genetic benefits through mating with superior men. Because it is clear that women engage in short-term mating, and likely have done so throughout human evolutionary history, it is unlikely that they would have done so in the absence of benefits. The hypothesized benefits constitute some main advantages to women of a short-term mating strategy.

Task analysis of long-term mating suggests a different set of problems that must be solved: (a) identifying reproductively valuable women, (b) ensuring increased probability of paternity, and (c) identifying women with good parenting skills. Men who failed to solve these problems, for example, by being cuckolded and investing unwittingly in the offspring of other men, would have been replaced over evolutionary time by men who successfully solved these adaptive problems.

Women pursuing a long-term sexual strategy would benefit from solving the following problems: (a) identifying men who have the ability to acquire resources, (b) identifying men who display a willingness to invest those resources in them and their children, (c) identifying men willing to commit to a long-term relationship, (d) identifying men willing to protect them and their children from aggressive members of the same species, and (e) identifying men with good parenting skills. Women, in this analysis, are predicted to place a greater premium than men on a potential mate’s external resources, as well as the cues to such resources such as status, older age, ambition, and industriousness. Furthermore, women are predicted to shun men who emit cues that signal that they are pursuing a short-term, rather than long-term, mating strategy.

(…)

Two specific predictions about strategic interference can be derived from the fundamental differences in mating strategies pursued by the sexes: (a) Women will be more upset and angered by features of men’s strategy that interfere with their own, such as the male tendency toward greater sexual assertiveness or aggressiveness–initiating sexual advances sooner, more frequently, more persistently, more aggressively, or with more partners than women; (b) men, in contrast, will be upset and angered by features of women’s mating strategies that conflict with their own, such as those involving selectively withholding or delaying consummation opportunities-declining to have sex, desiring it less frequently, or requiring more stringent external conditions to be met prior to consummation.

Die Theorie zeigt aus meiner gut, wie man aus evolutionären Theorien in Verbindung mit biologischen Unterschieden Theorien entwickeln kann, die man dann im Folgenden überprüfen kann. Diese machen auch das menschliche „Paarungsverhalten“ aus meiner Sicht wesentlich verständlicher und zeigen gleichzeitig auch, dass auch hier wieder verschiedene Strategien von beiden Geschlechtern entwickelt werden können, damit auch Personen mehr auf die eine als die andere Strategie „optimiert“ sein können. Zudem können in der einen Gesellschaft eher diese Strategien sinnvoll und in einer anderen andere oder andere Mischformen und Ausprägungen der Strategien.

Als Schwerpunkt würde mich aber interessieren, wie schlüssig ihr die SST findet, welche anderen evolutionär geprägten Theorien ihr sonst kennt oder was ihr genau an diesen Theorien für falsch haltet.

Männer machen Smilies im Profil unattraktiv, Frauen attraktiv

Eine Online-Dating Seite hat ein paar Daten ausgewertet und folgende Datingseiten Profiltipps:

Datingseite Profil Tipps

Datingseite Profil Tipps

Da die Grafik etwas klein ist

After studying a sample of 4,000 members, Zoosk found that men with a “:)” in their profile get 6% less incoming messages and 12% fewer responses to outgoing messages. Using a “:)” in an actual message decreased response rates by a whopping 66%.

Men, on the other hand, love a good emoticon. So much so that women with a “:)” in their profile get 60% more messages. So for guys looking for some kind of way, any way, that still allows them to express their emotions through a collage of punctuation, you’re in luck. Zoosk found that using the slightly longer “:-)” emoticon in a message actually increases responses by 13%.  Because, ya know, taking the time to find that extra dash really shows he cares.

Zu dieser Richtung im groben hatte ich schon mal eine andere Studie:
This research examined the relative sexual attractiveness of individuals showing emotion expressions of happiness, pride, and shame compared with a neutral control. Across two studies using different images and samples ranging broadly in age (total N 1041), a large gender difference emerged in the sexual attractiveness of happy displays: happiness was the most attractive female emotion expression, and one of the least attractive in males. In contrast, pride showed the reverse pattern; it was the most attractive male expression, and one of the least attractive in women. Shame displays were relatively attractive in both genders, and, among younger adult women viewers, male shame was more attractive than male happiness, and not substantially less than male pride. Effects were largely consistent with evolutionary and socio-cultural-norm accounts. Overall, this research provides the first evidence that distinct emotion expressions have divergent effects on sexual attractiveness, which vary by gender but largely hold across age.
Anscheinend kommt es bei den Frauen nicht gut an, wenn man zu bemüht Witzigkeit und Fröhlichkeit einbaut, Männer hingegen werden bei einer gut gelaunten fröhlichen Frau vielleicht einfach eher denken, dass sie auch ihre Bemühungen positiv aufnehmen wird.
Die anderen Tipps noch einmal im Schnelldurchlauf:

Despite their complaints, dudes actually love selfies. Men don’t fare as well when they post selfies, but women get 4 percent more incoming messages when they do.

Ich vermute mal, dass es Männer einfach finden da ein „echt schönes Foto“ oder etwas in der Art zu schicken, es also insbesondere eine gute Gelegenheit ist. Dazu sind wir vielleicht auch einfach visueller ausgerichtet

• Get a dictionary. People with typos in their profiles get 13 percent fewer responses.

•  It’s smart to show proof that you don’t have cankles. Users with full-body shots as their main photos receive 203 percent more messages and are 33 percent more likely to get a response to their outgoing messages.

Klar, körperliche Schönheit spielt eine wichtige Rolle und wenn man den ganzen Körper sehen kann verbleibt weniger Unsicherheit. Ich vermute zudem, dass hübschere Leute auch weniger Probleme damit haben den ganzen Körper zu zeigen, was den Effekt verstärkt. Man kennt ja gerade von Frauen das Foto, auf dem der Winkel und das Licht genau so ausgerichtet ist, dass sie nicht so dick aussieht.

• Posing with a cute dog does not negate your shitty personality. People who pose with animals get 53 percent fewer incoming messages and 12 percent fewer responses to their outgoing messages.

Ich vermute auch hier, dass gerade die Leute, die auf einen Hund setzen um abzulenken, dies auch eher nötig haben

• Pretend you’re smart, interesting and in shape. Mentioning jogging, running, lifting weights, yoga, painting, music, drawing and reading all up your chances of getting messages from potential suitors.

„Zeige Signale für gute Gene“.

• Don’t use the word “angel,” you looney tune. Male or female, you’ll get 51 percent fewer responses.

Da würde mich der Kontext interessieren, ob es zB auf Religiösität oder Spiritualität hindeutet.

• Have a kid, but only if you’re a dude. Hot dads are in right now. Men who use the words “son,” “daughter,” “teenager,” “children,” “kids,” “single dad” or “single mom” get 7 percent more incoming messages. Women who do the same get 4 percent less. How’s that for 😦 ?

Das ist ja durchaus mal interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Männer dann vielleicht auch eher von Frauen mit Kind angeschrieben werden, weil diese davon ausgehen, dass diese ihre Situation eher akzeptieren. Zum Kind als Hindernis auf dem Partnermarkt hatte ich hier bereits etwas

Emma Watson, Partnerwahl und Männlichkeit

Mundd berichtet über einen interessanten Artikel, der die Partnerwahl von Emma Watson ins Verhältnis zu einer Aussage von ihr setzt:

Ihre Aussage bei Twitter:

 

Gender equality not only liberates women but also men from prescribed gender stereotypes. #heforshe

Grundsätzlich hat sie damit natürlich recht. Es gibt verschiedenste Gender Stereotype, die nachteilig für Männer sind.

Allerdings scheint ihre Partnerwahl doch sehr stark auf Gender Stereotypen aufzubauen, wie der verlinkte Artikel zutreffend ausführt:

Ri-iiight. Because what guys really need is to be liberated from “prescribed gender stereotypes.” All the hot babes like Emma Watson are crazy for guys who don’t fit “prescribed gender stereotypes,” right? So you will probably be surprised to learn that Emma Watson is dating a bald scrawny impoverished poetthe biggest jock at an elite university:

According to a multiple outlets, the 23-year-old former “Harry Potter” film star has recently begun dating a fellow Oxford University student named Matthew Janney. . . .
The UK’s Mirror reported . . . that Janney, 21, is not only a student at the prestigious institution, he is also a star rugby player for their varsity team. Despite his prized athletic skills, Janney has also been recognized for something else: his looks. According to the report, the college student was named “Oxford’s most eligible bachelor” and “best looking player” by the university’s rugby team’s official Twitter account.

In other words, an Alpha male, the epitome of “prescribed gender stereotypes” from which Emma Watson says we need to be liberated

Ein Star Rugby-Spieler, ein Student an einer renomierten Universität und zuguter Letzt auch noch guttaussehend. Dazu mal ein Foto zur Illustration:

Emma Watson Matt Janney

Emma Watson Matt Janney

 

Emma Watson Matt Janney

Emma Watson Matt Janney

Ich würde sogar sagen, dass er besser aussieht als sie. Ein perfekter Körper, ein hübsches Gesicht, ein guter Fang für sie. Wäre interessant, wie er ihren Status als Filmstar wertet.

Jedenfalls unterstützt sie mit ihrer Wertung ein bestimmtes Bild von Männlichkeit: Sei erfolgreich, sei ein Star, signalisiere über eine gute Uni und den Sport, dass du hohes Potential hast, dann bist du als Partner interessant.

Allerdings hat sie natürlich selbst vieles, was sie für sich anführen kann: Ebenfalls einen hohen Status, Schönheit (wenn ich sie persönlich auch trotz guten Körpers eher langweilig finde), Millionärin etc. Insofern bleibt sie in gewisser Weise auch auf einer Ebene, die eben bei ihr relativ hoch anzusetzen ist.