Warum es sexistisch ist, dass Männer weibliche Orgasmen mögen

Cosmopolitan bespricht eine Studie (zu etwas sehr ähnlichen vergleiche auch diesen Artikel zu einem Artikel in Everyday Feminism:

The study gathered 810 men to read a story where they had to imagine an „attractive woman“ either did or did not orgasm during sex with them. Each man was then asked to rate their sexual esteem and the extent to which they’d feel „masculine“ after experiencing the scenario. The results are what you’d expect: Men felt more masculine and felt high self esteem when they imagined a woman orgasmed during sex with them. „These results suggest that women’s orgasms do function — at least in part — as a masculinity achievement for men,“ researchers wrote.

Let’s be clear — there’s nothing wrong with feeling good about making your partner feel good (in this case, orgasming). It’s nice to bring pleasure to your partner! But the researchers point out a sexist flaw in the masculinity boost thing.

„Despite increasing focus on women’s orgasms, research indicated that the increased attention to women’s orgasms may also serve men’s sexuality, complicating conceptualizations of women’s orgasms as women-centric,“ researchers wrote.

In a separate statement from Chadwick and van Anders, they explained why it’s a bad thing for men to gain masculinity points for bringing female partners to orgasm. „One reason is that it might pressure some heterosexual men to feel like they have to ‚give‘ women orgasms, as if orgasm is something men pulled out of a hat and presented to women,“ they wrote. „This ties into cultural ideas of women as passive recipients of whatever men give them.“

Es ist schon faszinierend, dass man aus allem etwas negatives machen muss. Männer, die schon Sex mit einer gewissen Anzahl von Frauen hatten, dürfte recht schnell bekannt sein, dass einige Frauen sehr schwer zum Orgasmus zu bringen sind und andere sehr leicht und das es jeweils von der Situation abhängt. Ihre Fähigkeit sich auf den Sex einzulassen, sich zu entspannen und sich zB auch mit jemanden, den sie noch nicht so lange kennt, wohlzufühlen, trägt dazu bei, wie viel Arbeit der Mann hat und ob es überhaupt klappt. Aber natürlich spielen auch die Fähigkeiten des Mannes eines Rolle, weswegen beispielsweise viele Frauen die Idee, mit einem „Jungmann“ zu schlafen uninteressanter finden als viele Männer. „Gut im Bett sein“ ist eine Eigenschaft, die beide Geschlechter haben können, allerdings ist es eben zumindest einfacher einen Mann zum Orgasmus zu bringen als eine Frau (was es allerdings nicht weniger wertvoll macht, wenn eine Frau ihn zu einem großartigen Orgasmus bringen kann oder der Sex an sich großartig ist).

Im übrigen tritt dieser Effekt natürlich auch umgekehrt auf: Ein Mann, der aus irgendwelchen Gründen keinen hoch bekommt, wird einige Frauen auch verunsichern, es kann sie in eine Krise stürzen, bei der es darum geht, dass er sie nicht attraktiv findet. Und einen Mann nicht zum Orgasmus bringen zu können wird auch viele Frauen verunsichern, wenn es nicht einen Grund dafür gibt.

Allerdings ist weibliche Lust und ein einfacher und häufiger weiblicher Orgasmus in der Tat etwas, was den Sex sehr gut machen kann. Ich hatte dazu schon mal etwas geschrieben:

  • Die anstrengendste Variante Frau in Hinsicht Orgasmus ist die Frau, die nur auf eine ganz bestimmte recht komplizierte Art und Weise zum Orgasmus kommen kann und davon ausgeht, dass Männer, die das nicht hinbekommen können, keine Ahnung von Frauen haben und man sie herumkommandieren muss. Ich kann mir vorstellen, dass es für diese Frauen durchaus frustrierend ist, dass sie wissen, wie sie kommen und das natürlich auch erreichen wollen, aber wenn Sex erfordert, dass man detailierte Anweisungen im Befehlston umsetzen muss, dann macht er eben wenig Spaß. Nichts gegen helfende Anweisungen, jeder Mensch ist da anders und kennt sich selbst am besten, aber auch die sollten eben dem Anlass entsprechend sein (also nichts gegen ein „schneller, tiefer, nicht so tief“ aber eben kein „du musst in einer Violinschlüsselform lecken und das für X Minuten, aber nicht so, und dann in einem genauen X Takt stoßen, X takt habe ich gesagt, nun mach schon, nein genau der Takt, warum bekommen Männer das eigentlich nicht hin“). Wenn eine Frau sagt, dass Männer von Sex keine Ahnung haben, und alle schlecht ist, dann gehe ich inzwischen davon aus, dass es genau dieser Typ ist (und auch wenn es ein Shittest ist ist es eine gute Reaktion es umzudrehen „Ah, du bist eine von diesen komplizierten Frauen, die nur auf eine Weise kommen können und meinen alle Frauen sind so? Oh weh, wie anstrengend“)
  • Die am wenigsten anstrengende Variante ist aus meiner Sicht die hypersensitive, überaus leicht erregbare Frau. Bei ihr ist der Vorteil, dass sie eine dünnere Haut oder/und feinere Nerven oder was auch immer hat und sie durch normale Berührungen wesentlich schneller, leichter und stärker erregt wird als andere Frauen. Sie ist schlicht ein Genuss, weil sie aufgrund der leichten Erregbarkeit schnell zu Sex zu überreden ist und sie fast alles zum Orgasmus bringt. Stimmulieren der Brüste kann sie kurz davor bringen, bei vaginalen Sex kommt sie ohne Probleme mehrmals, Analsex ist ebenfalls sehr einfach etc. Es ist mit einer solchen Frau einfach, sich als Sexgott zu fühlen.

Aber zurück zum Artikel:

They also mention another sexist orgasm trope: women feeling pressured to fake orgasms in order to appease a male partner, or in their words, „to protect men’s feelings.“ For women who have sex with male partners, the pressure to orgasm is a relatable feeling. Hence all the faking that we know is going down in hetero bedrooms all over the country.

Interessant, dass sie meint, dass es nur in heterosexuellen Schlafzimmern passiert. Ich vermute auch bei lesbischen Beziehungen wird schon mal was vorgetäuscht werden.

Aber in der Tat täuschen Frauen häufig vor, damit sie den Partner nicht enttäuschen:

Women sometimes engage in such behaviors to emphasize love and care. Because men are attentive and interested in a female partner’s orgasm, women may pretend orgasm to keep their partner happy. Darling and Davidson (1986) asked participants open-ended questions regarding pretending orgasm; the primary response by 51% of women who pretended orgasm was “feel guilty, but it is important to satisfy my partner”

Ich schrieb unter dem gleichen Link dazu:

Der Umstand, dass der Partner kommt, ist eben häufig für beide wichtig. Der Mann möchte, dass die Frau kommt und es macht ihn glücklich, wenn das der Fall ist (was biologisch sowohl für Befruchtung und aufgrund der ausgeschütteten Hormone auch für die Partnerbindung (und damit auch wiederum für die Fortpflanzung, da das wiederum mehr Sex und geringere Fremdgehwahrscheinlichkeit bedeutet) interessant ist). Die Frau möchte auch, dass der Mann kommt, einmal weil es ebenfalls Partnerbindungsaspekte hat, aber mitunter eben auch, weil sie weiß, dass er versuchen wird seinen Orgasmus zu verzögern bis sie kommt, aber auch weiß, dass sie nicht kommen kann und es im Sinne der Partnerschaft besser ist, einen Orgasmus vorzuspielen, damit er dann kommen kann.

Beim Mann dürfte es ähnlich sein. Er weiß, dass die Frau ihn zum Orgasmus bringen will, aber er nicht kommen kann (Alkohol, schon zuviel Sex, zuviel Stress, was auch immer). Sie wird sich schlecht fühlen, wenn sie ihn nicht zum Orgasmus bringen kann, er hat aber einfach keine Lust mehr, es weiter zu versuchen. Der Mann hat allerdings das Problem des Ergusses, der mit dem Orgasmus verbunden wird und schwerer vorzutäuschen ist.

Sicher haben Frauen das Problem einen Orgasmus vorzutäuschen häufiger, aber Männer haben häufig das Problem, dass sie, damit die Frau nicht zu kurz kommt, nicht zu früh kommen dürfen, weswegen sie mitunter an allerlei unerotisches Denken, während sie gleichzeitig versuchen, sich nichts davon anmerken zu lassen oder dann, wenn sie sich dem Orgasmus nährt, auch zu kommen, und das eben tatsächlich.

Und beide Verhaltensweisen können sich gegenseitig bedingen. Er hält sich zurück und genießt des Sex nicht, weil er nicht zu früh kommen will, damit sie auch was davon hat. Sie spielt ihm Lust vor, damit er wenigstens Spass hat und sich gut fühlt.

Der Blick auf dass sexuelle ist hier in Studie und Besprechung also eher einfach ausgestaltet.

The researchers draw a fairly frightening conclusion from the research findings. When women’s orgasms begin to serve as a masculinity achievement for male partners, the orgasms cease to be about women’s liberation or sexual pleasure. They just become another opportunity for men to flex, or „shore up their sense of masculinity.“

„These men, therefore, were more likely to view women’s orgasms as a notch on the bedpost of their manliness,“ Chadwick and van Anders wrote in the statement. They end their note with an encouragement for men to think of orgasms less as achievements to be unlocked, and truly view them for what they are: tiny little pleasure explosions that should be enjoyed — frequently — by female partners.

Ein sehr negativer Ausblick. Natürlich kann alles schlecht sein. Aber wenn beide Lust auf Sex haben, dann ist „ich will meinem Partner so viel Lust bereiten wie möglich“ ein hervorragender Ansatz. Auch dann wenn er die Nebenfunktion hat, dass der andere einen für unglaublich gut im Bett halten soll oder man das gute Gefühl, den anderen befriedigt zu haben, auch für sich selbst braucht.

Sex

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Weiter geht es mit:

Sex

Wann ist Sex gut? Was seid ihr bereit für Sex zu tun? Mit wem macht Sex am meisten Spass? Wie verhält sich Liebe zu Sex? Welche Gefahren hat Sex einfach so? Wie unterscheidet sich die Sicht von Männer und Frauen auf Sex und warum? Wie wichtig ist Sex in eurem Leben? Wie wichtig ist es in einer Partnerschaft?

„Warum es sexistisch sein kann, wenn ein Mann sich beim Sex auf ihre Lust konzentrieren will“

Everydayfeminism ist aus meiner Sicht gegenwärtig wohl einer der deutlichsten Vertreter eines intersektionalen Opferfeminismus. Es ist eine dieser Seiten, bei denen man bei jedem Artikel denkt, dass es Satire sein muss und das niemand das wirklich ernst meinen kann. Es ist aber eine große feministische Seite ohne eine Spur von Humor.

Ein Artikel, der das deutlich macht, ist der Artikel „Drei Wege wie Männer sexistisch sein können, wenn sie sich beim Sex auf ihre Lust konzentrieren

1. The Focus Is Still On His Achievement
Toxic masculinity says that a man is only as good as what he can accomplish.

When it comes to sex, this can often mean “To be a man, I have to achieve orgasm/ejaculation” or “I have to win as many sex partners as I can.”

These days, it can also mean “I have to give my partner the most intense pleasure possible.” Because if she has a body-shaking orgasm, it’s a mark of his skill and prowess. And if she doesn’t have an orgasm at all, it feels like a personal failure to him.

For the female partner, this can turn into yet another way she has to perform emotional labor. When her experience of pleasure becomes tied to his ego, then she often feels pressure to have a big, showy orgasm for him… even if that’s not how her body works.

Instead of genuinely connecting with her body and experiencing the pleasure that’s there for her in the moment, she can become anxious about whether she’s satisfying him with her show of pleasure.

Ich will gar nicht bestreiten, dass es Stress sein kann, einen Partner zu haben, der nicht zufrieden ist und bei dem man das Gefühl hat, dass man ihm etwas vorspielen muss, damit er zufrieden ist. Aber das ist kein Sexismus. Das ist auch nicht toxische Männlichkeit. Das ist ein persönliches Problem zwischen zwei Leuten, die Sex haben und kann natürlich auch bei der Frau auftreten.

Ich finde es erstaunlich, wie problemlos es hier in ein sehr einseitiges Schema eingearbeitet wird:

  • Er ist voller toxischer Männlichkeit, weil er in etwas gut sein will. Interessant, dass sie das hier als Aspekt von toxischer Männlichkeit ausweisen, es wäre ja auch ein Element, welches erklären würde, warum mehr Männer in Führungspositionen sind, wo diese Eigenschaft sehr praktisch sein kann.
  • Sie muss „emotionale Arbeit“ leisten, indem sie ihm vorgaukelt, dass sie Spass hat. Und damit geht alles wieder nur um ihn. Dass er häufig auch emotionale Arbeit für sie leistet kommt einer radikalen Feministin gar nicht in den Sinn.

Natürlich lässt sich das auch auf andere umgekehrte Situationen übertragen: Sie wollen zusammen einen schönen Abend verbringen, und sie fängt bereits beim Zurechtmachen an mit „Sehe ich in diesem Kleid dick aus?“. Obwohl sie gemeinsam einen schönen Abend verbringen wollten geht es alles nur wieder um sie. Und er muss die emotionale Arbeit machen und ihr versichern, wie toll sie aussieht.

This whole dynamic makes it hard to connect in true intimacy in the moment. Instead, sex becomes a performance for both parties.

Sometimes it becomes literally a performance, when the woman fakes more pleasure than she feels (up to and including orgasm) so that her partner won’t get upset.

In addition to the pressure it puts on both parties, the “her pleasure is his accomplishment” attitude has an ugly power side to it, wherein the woman’s body becomes something for the man to manipulate.

A statement like “I love making a woman [scream, come, writhe, whatever]” carries an implication that sexual pleasure is something that he does to her, rather than a gift from her own body which he helps draw out.

Aus einer so simplen Sache wie „ich mag es, wenn ich eine Frau dazu bringen kann zu [wasauchimmer]“ wird Sexismus. Dabei kann es tatsächlich etwas sehr schönes sein, wenn man einen Partner dazu bringt, dass er besondere Lust zeigt. In der feministischen Betrachtung ignoriert er sie, ignoriert, dass ihr Körper das macht und er ihn nur unterstützt. Und deswegen ist es sexistisch.

Dass Frauen es wohl auch häufig genau so formulieren werden ist anscheinend für sie unvorstellbar. Dabei ist es normal, wenn man stolz darauf ist, dass man den anderen besonders gut erregen kann und jede Frau wird auch nicht dagegen haben, wenn ihr ein Mann bescheinigt, dass sie perfekt bläst und er dabei den Verstand verliert. Man würde auch eher irritiert schauen, wenn er sagt „Es war mein eigener Körper, der die Lust erzeugt hat, dein blasen hat diese Lust nur hervorgeholt“. Aber die Lusterzeugung bei einer Frau als etwas anderes als selbstbestimmt darzustellen, scheint hier bereits Unterdrückung zu sein

2. He’s Still Primarily Focused On His Own Enjoyment
This is another way in which a female partner’s pleasure can become more about what it does for the man.

Rather than being about feeding his sense of accomplishment, though, it’s about giving him visual enjoyment. The woman may feel pressure to perform pleasure visibly – making more noises, moving more intensely – because he likes looking at it.

I’m not saying there’s anything wrong with finding it hot when your partner is clearly gripped by ecstasy – of course not! But sometimes the erotic enjoyment of the other person becomes more of a focus than the pleasure you’re actually experiencing.

This is especially a danger for women, who are socialized to prioritize “looking good to male eyes” over their own experiences and comfort.

Male partners may be completely unaware of how, if they talk a lot about how much they enjoy seeing a woman orgasm, how hot a particular noise or movement she makes in pleasure is, and so on, they may be setting up a sense of “do this for my pleasure” in their female partner.

Auch immer wieder interessant: Das ist also Sexismus. Wenn man sich beim Sex nicht zusammenreißt und nicht beständig darauf achtet, dass sie vielleicht meint, dass sie ihm mehr visuelle oder sonstige Eindrücke bieten muss. Also: Sie meint, dass sie besser im Bett sein muss, damit es ihm mehr gefällt. Und macht deswegen Sachen, damit es ihm besser gefällt. Gerade eben war dieser Leistungsgedanke noch toxische Männlichkeit. Jetzt ist es schon wieder emotionale Arbeit für sie.

Und er soll sich in seiner Lust anscheinend zurücknehmen, damit sie nicht in diesen Leistungsdruck, diese toxische Männlichkeit verfällt. Er soll also die emotionale Arbeit übernehmen, zu überwachen, wie sie auf seine Blicke reagiert und sie damit nicht zu überfordern: Es ist okay, dass du sie geil findest, aber bitte nicht zu viel.

3. He’s Looking for a Gold Star

When I told a friend I was writing this article, she mentioned how some men will brag about how much they looove performing cunnilingus. And I laughed – because I knew just what she was talking about.

There’s a special attitude, that I’ve heard often, where a man talks about enjoying a sex act where the woman’s pleasure is the focus.

Someone can say “I like being spanked” and just be telling you some information about themselves. But when a man says “I like going down on a woman,” there’s very often a subtext of “Doesn’t that make me awesome?”

Erstaunlicherweise wollen diese miesen sexistischen Männer deutlich machen, dass ihnen beim Sex die Lust und die Befriedigung der Frau wichtig ist und sie sehen das als Werbung für sich. Wer hätte das gedacht? Man hätte auch noch nie von einer Frau gehört, die meint, dass sie sexuell interessanter ist, weil sie angibt, dass sie gerne bläst oder das ihr Analsex Spass macht.

Even while talking positively about women’s pleasure, this reinforces the idea that giving a woman pleasure is above and beyond the norm.

Oder er will deutlich machen, dass er jedenfalls einer ist, mit dem sie sehr viel Spass im Bett haben wird, weil er sie befriedigen will und  nicht nur auf seinen eigenen Spass aus sein wird. Oder das der Sex mit ihm jedenfalls nicht unter der Norm liegen wird. Oder eben, dass er super im Bett ist. Alles aus meiner Sicht unproblematisch.

I want my partners to desire and appreciate my pleasure. I want my enjoyment to be rewarding for them, just as their enjoyment is rewarding for me.

But when my pleasure gets treated as something they deserve extra credit for, all the positive feelings are erased. I start to feel like I’m supposed to be grateful for the fact that they actually care if I’m having a good time.

Gott, ist das eine arrogante Einstellung. Er darf nicht anführen, dass er ihr besondere Lust verschaffen will und das auch nicht damit werben, sonst ist ihre Lust weg. Natürlich könnte sie es auch einfach als etwas sehen, was ihn toll macht und was sie auch toll für ihn macht, wenn sie sich ebenfalls als jemand herausstellt, der besonders toll im Bett im Bett ist und ihm ebenfalls große Lust verschaffen wird.

So let me be clear about this: I deserve pleasure from my sexual encounters. So does every woman, and every non-binary person (and, of course, every man – but in our culture, that’s usually taken for granted).

Having a partner who cares whether I’m having a good time is not a treat, and it’s not something to be grateful for. It’s baseline.

Da ist wieder die alte feministische Theorie „Es gibt keine Kekse für gutes Verhalten, das kann ich erwarten“.  Dass es trotzdem etwas schönes ist, wenn jemand verspricht, sich besonders um einen zu bemühen, und nichts selbstverständliches, dass kommt ihr anscheinend nicht in den Sinn.

Important note: This does not mean that a partner of mine, of any gender, has to do things that they don’t like or feel uncomfortable with to please me. Their comfort and satisfaction is just as important as mine, and full consent comes before pleasure on all sides.

The point, in all of these cases, is that when we emphasize women’s pleasure, we need to really be emphasizing women’s pleasure – not ways that women’s pleasure makes men feel great or look great.

Ein auch gar nicht schmaler Grad. Auch gar keine überhöhten Erwartungen. Es ist okay, wenn du die weibliche Lust betonst, aber wehe du findest das geil oder meinst, dass du dafür was besonderes tun willst oder verleitest sie dazu, dass sie meint, besondere Lust zeigen zu müssen. Denn sonst bist du ein Sexist.

Advice for Men Thinking, ‘Oh Shit – This Might Be Me!’
Remember, none of this is about whether you’re a good person or not. Our culture’s messages affect us all, and learning how to grow past them is a huge part of becoming our best selves.

Dieser Text sagt nichts darüber aus, ob du gut oder schlecht als Person bist. Oder vielmehr bleibst. Denn wenn dieser Text auf dich zutrifft, dann bist du ein schlechter Mensch, du kannst aber ein besserer werden.

When you feel anxious that you’re not “accomplishing” your partner’s pleasure well enough, remember that that’s toxic masculinity talking.

Wenn du meinst, dass du deinen Partner nicht gut genug befriedigen kannst, dann ist das die toxische Männlichkeit, die aus dir spricht. Wenn du meinst, dass du ihn zu gut befriedigt und er besonders Lustvoll auf deine Bemühungen reagiert und dich das anregt, dann ist sie es allerdings auch.

Your partner’s pleasure is for them first. Your most important job, when it comes to helping your partner enjoy sex, is to be attentive to what they want.

Sometimes an explosive orgasm is not what your partner wants. Sometimes they know that mild shudders of pleasure are the most their body has to offer that day. Whatever it is, work on learning how to quiet that ego and really listen to what your partner is expressing.

Take the pressure off yourself to be the perfect lover.

Aber bitte nehme den Druck an, dass alles was du im Bett machst, sexistisch sein kann und ein Ausdruck deiner toxischen Männlichkeit ist. Und das es deine Schuld ist.

Sure, it’s nice to think of ourselves as providing an unforgettable sexual experience for our partners, being the best they’ve ever had. But despite what culture has probably been telling you, your worth is not determined by whether you’re the best lay (or the best anything).

Also versuch es auch besser gar nicht erst du sexistisches Schwein!

The best sexual encounters, in my experience, happen when everybody involved comes as they are and gives open attention to what the other person is bringing.

It’s easier, in some ways, to play the roles and enact the tropes we’ve all been taught. But when you do the work to be authentic, vulnerable, and attentive, it’s so worth it.

Wenn dir aber authentisch bestimmte Ansichen ihrer Lust gefallen oder du ganz authentisch deinen Partner befriedigen willst, dann bist du jedenfalls ein Schwein.

 

 

Auswirkung der Anzahl der Geschlechtspartner auf die Attraktivität

Eine interessante Studie behandelt die Attraktivität als Partner in Verbindung mit der Anzahl der vorherigen Geschlechtspartner:

The aim of this study was to explore how people’s sexual history affects their attractiveness. Using an Internet survey, 188 participants rated their willingness to engage in a relationship with a hypothetical individual with a specified number of past sexual partners, ranging from 0 to 60+. The effect of past partner number was very large. Average willingness ratings initially rose as past partner number rose, but then fell dramatically. For short-term relationships, men were more willing than women to get involved (although the difference was not large). For long-term relationships, in contrast, there was virtually no sex difference. Thus, contrary to the idea that male promiscuity is tolerated but female promiscuity is not, both sexes expressed equal reluctance to get involved with someone with an overly extensive sexual history. Finally, participants with an unrestricted sociosexual orientation (high SO participants) were more tolerant than low SO participants of prospective mates with higher numbers of past sexual partners but were also less tolerant of prospective mates with low numbers of past sexual partners.

Quelle: Sexual History and Present Attractiveness: People Want a Mate With a Bit of a Past, But Not Too Much. (Volltext: Scihub-Link)

Zur Auswahl der Teilnehmer:

Participants were recruited from the subject pool at Swansea University in Wales and via the social network website Facebook, using a targeted ad shown exclusively to UK users aged 18 to 30. The ad explained that participants were sought for a brief study on mate preferences, and cautioned that the study included questions of a sexual nature. The final sample consisted of 188 heterosexual individuals: 84 men and 104 women. The age range of the sample was 18 to 35 years (M = 21.16; SD = 2.49). (Participants older than 30 presumably came from the university subject pool rather than the agetargeted Facebook ad.) The mean age of the men (22.07, SD = 2.73) was significantly higher than that of the women (20.42, SD = 2), t186 = 4.77, p < .01; two-tailed. Participants’ SO was measured with the Sociosexuality Orientation Inventory–Revised (SOI-R; Penke & Asendorpf, 2008; described below). The mean SO score for the sample was 36.15 (SD = 13.74), with men scoring significantly higher (M = 43.2, SD = 12.75) than women (M = 30.5, SD = 11.8), t180 = 6.96, p < .01; two-tailed. A small majority of participants (61%) reported that they were currently in a relationship. The average level of religiosity of the sample was low: On a 1-to-5 scale where 1 represented “very religious,” 3 represented “neither religious nor non-religious,” and 5 represented “very non-religious,” 80.9% of participants chose 3, 4, or 5, and the mean religiosity score was 3.74 (SD = 1.17). The vast majority of participants identified as Caucasian (95.7%); the remainder identified as South Asian, East Asian, or “other” (< 2% in each category).

Also wie in vielen Studien junge Studenten.

Die Ergebnisse sind dennoch interessant:

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Wie man sieht sind die Betrachtungen für eine Langzeitbeziehung relativ gleich. Männer sind eher noch toleranter als Frauen, was die Anzahal der Sexualpartner angeht. Bei etwas kürzerem gestehen Männer Frauen mehr Sexualpartner zu.

Wie man auch sieht nimmt die theoretische Bereitschaft bei beiden Geschlechtern mit der Anzahl der Geschlechtspartner ab. Allerdings scheint es mir eine sehr abstrakte Bewertung zu sein, die nicht einbezieht, dass mit den Sexualpartnern üblicherweise auch bestimmte Verhaltensweisen oder ein bestimmtes Aussehen korrespondieren kann.

Ein schüchterner oder sozial unbeholfener Nerd, der ab einem gewissen Alter noch Jungfrau ist, erreicht sicherlich keine 6,5 auf der Skala. Und ab einem gewissen Alter wird auch eine weibliche Jungfrau eher Mißtrauen erregen.

Und eine Frau mit 20 Männern, die aber ansonsten klasse aussieht und nicht billig wirkt, sondern sich lediglich in einer bestimmten Phase etwas „ausgelebt“ hat, ansonsten aber gegenwärtig in ihrem Bekanntenkreis nicht als „Schlampe“ gibt, wird auch keinen Mangel an Interessenten haben. Ebenso der attraktive Alpha, der gut aussieht und „Charme“ oder „Game“ hat.

Es ist ein Nachteil der Studie, dass sie die Frage rein abstrakt gestellt hat und nicht mit Charakteren oder zumindest Fotos verbunden hat. Noch besser wären Filmszenen gewesen. Oder eine Beschreibung, wie sie sich die Leute mit einer hohen Partnerzahl vorstellen und wie sie denken, dass Leute auf sie reagieren. Ich vermute mal, dass ein „wahrnehmbares billiges Verhalten“ Frauen in ihrer Attraktivität sehr schadet und bei Männern vielleicht eher, dass sie ein „falsches Spiel betreiben“ oder Frauen nur als weitere Nummer sehen.

Aus der Diskussion:

The focus of the present study was how a prospective mate’s sexual history affects people’s willingness to get involved with that individual. The study yielded three main findings:

(1) A prospective mate’s number of past sexual partners had a large effect on participants’ willingness to engage in a relationship with them. After an initial upswing in willingness ratings, participants grew progressively less willing to get involved as the number of past partners increased.

(2) Men and women did not differ in their willingness to get involved in a long-term relationship with a target individual with more than two past sexual partners. In contrast, men were more willing (or less unwilling) than women to get involved in a short-term relationship, regardless of how many sexual partners the target had had. These differences between the long- and short-term
contexts have not previously been documented with respect to people’s responses to a prospective mate’s sexual history.

(3) Participants with high SO were more tolerant of prospective mates with a high number of past sexual partners. Interestingly, participants with high SO were less tolerant of prospective mates with a very low number of past partners.

Also: Die Anzahl der Sexualpartner hatte einen starken Effekt, Männer und Frauen unterscheiden sich in der Hinsicht nicht sehr, bei Kurzzeitstrategien sind Männer sogar großzügiger, und Leute mit einer hohen Anzahl an Sexualpartnern waren toleranter, was eine hohe Anzahl an Sexualpartnern angeht, aber weniger großzügig bezüglich einer niedrigen Anzahl von Sexualpartnern

These results suggest two amendments to folk psychology.

The first relates to the nugget of folk psychology embodied in humorist Evan Esar’s observation that “The girl with a future avoids a man with a past.”

Our research suggests that, at least in a modern western society, it depends how much of a past the man has. A little is better than none, but a lot is much worse. Furthermore, this is true of both sexes. For the average woman and the average man in our sample, the ideal mate was not someone without any sexual history. Our participants were reasonably willing to get involved with such a person; however, they were more willing to get involved with someone who had some history. This was especially so for women in the long-term context: When evaluating prospective mates with zero, one, or two past partners, women were less willing to get involved than men. There are several possible explanations for this result. One is that it stems from sex differences in the
importance of mate-choice copying: Women may be more averse than men to a prospective long-term mate who garners little sexual interest from the other sex. A second possibility is that it stems from sex differences in parental certainty: Men may be more attracted than women to a prospective long-term mate with only limited sexual experience, because historically this was correlated with lower cuckoldry risk. Note, though, that the difference was not especially large and that it remains to be seen whether the pattern will replicate.

The second amendment to folk psychology concerns the sexual double standard. Contrary to the common notion that male promiscuity is tolerated whereas female promiscuity is not, both sexes expressed an unwillingness to get involved with someone with a high number of past sexual partners.

For long-term relationships, there was virtually no difference between the sexes in this respect. For short-term relationships, in contrast, men were more tolerant of female promiscuity than women were of male promiscuity (thus, in a certain sense, the traditional double standard was reversed in the short-term context). This is not the first study to question the existence of the double standard (see Allison & Risman, 2013; Kreager & Staff, 2009; Mark & Miller, 1986; O’Sullivan, 1995). It seems that, although the belief that there is a sexual double standard is widespread,the sexual double standard itself is not nearly as widespread as it might once have been—at least not in the kind of liberal western culture in which the present study was conducted (cf. Stewart-Williams, 2002).

Aus meiner Sicht braucht es mehr Faktoren als die reine Partnerzahl um hier eine Bewertung vorzunehmen. Ein interessanter Faktor wäre beispielsweise wie stark der Ruf der jeweiligen Person noch von der Anzahl der Sexualpartner betroffen ist (wenn jeder weiß, dass er jede Nacht mit einer anderen schläft/sie schon mit jedem geschlafen hat, dann dürfte sich dies stärker auswirken, als wenn das gleiche wesentlich diskreter geschehen ist oder diese Phase länger her ist). Interessant wäre auch, wie die Qualität derjenigen leidet, die sich interessieren bzw. wie sich ihr jeweiliger Wert auf dem Partnermarkt verändert. Wird eine 10 auf eine 8 zurückgestuft, dann ist sie natürlich immer noch attraktiv, erst recht für eine 6, aber dann eben nicht mehr für eine 9.
Als abstrakte Studie insofern interessant, aber weitere Forschung mit einer differenzierteren Betrachtung der Faktoren, die bei der Anzahl der Geschlechtspartner eine Rolle spielen, wäre interessant.

„Ja bedeutet ja“ vs. „Es ist einfach so passiert“

Forscher haben die neuen „Konsens-Vorschriften“, die eher einem Yes means Yes entsprechen, untersucht. Sie haben dazu Interviews mit Studenten geführt, um deren Vorstellungen zu ermitteln.

Laker, a researcher for San Francisco State University’s Center for Research and Education on Gender and Sexuality, spent many years as student affairs administrator and counselor before starting his research. In 2012, he began collaborating with Erica Boas, an adjunct lecturer at Santa Clara University, to extensively interview students about sexual consent and coercion.

The researchers began by interviewing freshmen at one unnamed Bay Area university. For the purposes of this first project, they only interviewed heterosexual, cisgender students, though their research has now expanded to other institutions and includes lesbian, gay, bisexual and transgender students, as well as those interested in kink subcultures.

Das ist etwas, was in der „feministischen Forschung“ aus meiner Sicht viel zu wenig gefragt wird: Einfach mal ermitteln, ob die eigenen Forderungen eigentlich tatsächlich ankommen und als hilfreich empfunden werden oder ob man sie zB aus praktischen Gründen schlicht ablehnt.

While interviewing that first cohort of freshmen, Laker and Boas discovered that students often had trouble recalling the buildup to any one sexual encounter, even when sober.

It just happened.

“That’s what they said hundreds of times in our first round of interviews,” Laker said. “‘It just happened.’ Part of it was them being teenagers, but it was also because of mindlessness. Human beings can get on autopilot, with one thing just leading to another, whether it’s sex or the commute to your office. With sex, there’s all these taboos and stigmas and politics and complexities around the topic, as well. It can make it difficult to recall what happened.”

„Es ist einfach so passiert“ ist glaube ich in dem Zusammenhang wirklich der absolute Klassiker. Es ist auch die Version, die Frauen aus meiner Sicht sehr stark bevorzugen, weil es dann ein Prozess war, in der ein Schritt irgendwie zum anderen führte und sich richtig anfühlte. Es gab dann kein besonderes Ereignis, nichts wo beide gestoppt haben und gefragt worden ist, ob man denn nun tatsächlich und wirklich Sex haben will. Sondern einfach ein nebeneinander sitzen, etwas kuscheln, etwas knutschen, etwas fummeln und bevor man sich versieht hatte man Sex.

Interessanterweise unterscheidet sich das nicht wirklich in der Wahrnehmung einer Frau wenn man Pickup anwendet. Für sie ist es ebenfalls ein Prozess, der ganz natürlich zu Sex führt, „es ist eben einfach so geschehen“. Mitunter lag es mir da auf der Zunge den gesamten Weg einfach einmal darzustellen, aber es bringt ja wenig, sich da in technischen Details zu verlieren.

Eventually, by using a rhetorical device of asking students to try and replay an encounter in slow motion with commentary like a football broadcast, the researchers were able to get the participants to recall the encounters in more detail. Rarely did students ever indicate they asked each other if they were consenting to the activity.

Natürlich nicht. Es würde für die meisten Leute merkwürdig wirken.

One young woman said she and her boyfriend never talked about consent. Instead, when the boyfriend wanted to have sex, he would nuzzle her neck, just below her cheek. If she also wanted to have sex, she would turn to him. If not, she would turn away. Another student said that when he wanted to have sex with his girlfriend and they were already making out, he would tug on her sweatpants. She would respond by removing them, and the couple interpreted the exchange as consent.

Dass man in Beziehungen gewisse „Routinen“ oder nonverbale Konversation entwickelt, gerade um es nicht aussprechen zu müssen, sondern es zurückhaltender ausdrücken zu können, erscheint mir auch recht verständlich.

“In these cases, there’s an asking and answering, but not an enthusiastic yes,” Laker said. “These are often the real vocabularies of consent.”

Ein zusätzlicher Gewinn ist darüber hinaus für ein „normales Paar“ auch nicht wirklich zu erwarten. Sie werden üblicherweise nicht davon ausgehen, dass der andere Grenzen des Konsenses überschreitet und sehen Sex in einer Beziehung auch nicht als eine so große Sache an, dass man sich sonst wie absichern muss, zumal die Absicherung ohnehin minimal ist, wenn er die sonst üblichen Zeichen dafür, dass sie nicht will bewusst mißachet.

Only one of the 15 students interviewed in the initial project reported specifically asking, “Would you like to have sex?” Students also frequently reported being intoxicated during sex, many of them purposefully drinking before the encounter to feel more comfortable.

Alkohol als Sex-Anbahnungserleichterer ist bei beiden Geschlechtern sehr beliebt. Sowohl zum „Mut machen“ als auch zum „Lockerer werden“ aber auch als Entschuldigung dafür, dass man gesellschaftliche Grenzen überschreitet und einfach so Sex hat.

Colleges and states that have adopted affirmative consent polices and laws do say that an “enthusiastic yes” can come from nonverbal cues, but Laker and Boas said they worry that many of the students’ more subtle ways of signaling consent (especially while intoxicated) would not be considered enthusiastic under such rules.

In 2014, California became the first state to require all of its colleges and universities to use an affirmative definition of consent. Consent is now defined as “an affirmative, unambiguous and conscious decision by each participant to engage in mutually agreed-upon sexual activity.”

Das so eine Regelung sich durchsetzen konnte ist wirklich unglaublich. Man errichtet letztendlich eine Parallelwelt, in der andere Regeln gelten als in der tatsächlichen Welt und beide Parteien (und das, wenn man die Anzeigenstatistik sieht zu recht) darauf vertrauen, dass der andere lediglich die normalen Regeln

The consent has to be ongoing throughout any sexual encounter. If the student initiating the sexual encounter doesn’t receive an enthusiastic yes, either verbally or physically, then there is no consent. If the student is incapacitated due to drugs or alcohol, there is no consent. Connecticut, Illinois and New York have adopted similar laws, and many individual institutions and college systems have also made the switch to affirmative consent.

Mich würde auch interessieren, ob diejenigen, die diese Vorschläge umgesetzt haben und verbindlich haben werden lassen jemals Sex nach diesen Regeln gehabt haben.

Many women’s groups and victims’ advocates have praised the change. Under the traditional “no means no” model of consent, they argue, rapists can get away with sexual assault simply by saying the victim never said no or struggled enough against an attack.

„Traditionally we’ve focused on a lack of consent as someone fighting off an attacker,“ Laura Dunn, executive director of SurvJustice, said when California adopted its law. „You looked for evidence of resistance. We only talked about what consent was not, which is not a very helpful paradigm. From the victims‘ side, it says we have to resist. But even looking at this from the perspective of someone being accused, the traditional definition is telling them that it’s O.K. to do this until the victim says ’no.‘ That’s not really a helpful definition for them either because it can really be too late at that point. With affirmative consent, it’s simple. Consent is consent.“

In Deutschland sind wir mit dem Erfordernis des Vorsatzes immer noch auf dem Stand, dass wir in irgendeiner Form etwas haben müssen, was für einen entgegenstehenden Willen spricht. Das halte ich auch durchaus für richtig, wenn man eine Strafbarkeit, gerade mit einer sehr hohen Strafe, begründen will-

The concept has begun to receive some pushback, however. This year, six states failed to adopt proposed laws requiring colleges to begin using affirmative consent policies. In May, the American Law Institute overwhelmingly rejected a proposal to endorse affirmative consent. Had they voted in favor of the definition, the organization would have updated the Model Penal Code, a guide followed by many state legislatures.

Laker said many affirmative consent policies treat students as though they have “just hatched out of an egg,” rather than arriving on a campus with 18 years of socialization about sexuality and consent. A policy that assumes students are overtly asking someone to have sex with them is one that may privilege students who are extroverts, for example, while not providing a framework for introverted students who are less likely to talk openly about any issue, consent or otherwise. More broadly, the researchers said, students are taught from a young age that sex is not something meant to be talked about.

Das sind interessante Begründungen: Anscheinend ist es einfacher einfach zu sagen, dass introvertierte Personen benachteiligt werden als einfach anzuführen, dass normale Leute keinen Sex auf diese Weise haben. Das klingt zwar etwas an, wenn gesagt wird, dass die Studenten sich bereits auskennen, scheint aber als Grund nicht auszureichen

“The answer to this problem, we believe very strongly, is not going to be found in laws and policies, but that’s where 95 percent of the efforts are,” Laker said. “Very often, this is about lawyers making sure universities are not going to get sued. What is that going to do to prevent these problems? We need to give students the tools to help them communicate in a way that fits their own temperament.”

Das hatte ich hier auch schon einmal angeführt: Der Grund, aus dem diese Regelungen in Amerika so gerne umgesetzt werden, ist das man sich bemüht nicht in den Verdacht zu geraten, dass man eine Mitschuld hat, was mit den hohen amerikanischen Bestrafungsschäden zusammen hängt. Das die Regeln dabei nicht praktikabel sind, ist aus Verwaltungssicht ganz egal, da dieser Schaden jedenfalls nicht bei der Uni liegt.

„Fifty Shades of Grey“ und Interesse an entsprechender Pornographie

Am 14.02.2015 ist die Verfilmung von „Fifty Shades of Grey“ in die Kinos gekommen. Pornhub, die wohl größte Seite mit pornografischen Filmen, hat in einem Blogbeitrag mitgeteilt, wie sich dies auf die Statistiken ausgewirkt hat:

Zunächst der generelle Anstieg in Suchbegriffen mit Bezug zu BDSM:

Fifty Shades of Grey Pornhub

Fifty Shades of Grey Pornhub

Man sieht einen deutlichen Anstieg, und dieser ist noch ausgeprägter bei den Frauen.

Die folgenden Suchbegriffe sind dabei besonders gestiegen:

Fifty Shades of Grey Pornhub

Fifty Shades of Grey Pornhub

Insgesamt scheint das Thema also deutlich populärer geworden zu sein. Die Leute scheinen durch den Film also auf gewisse Gedanken gekommen zu sein. Hier dann noch die Statistik nach Geschlechtern aufgeteilt:

Fifty Shades of Grey Pornhub

Fifty Shades of Grey Pornhub

Frauen suchen also nach diesem Film deutlich mehr nach Filmen, die sich mit Dominanz, Unterwerfung, BDSM, leichten Schlägen und Fesselspielen beschäftigen. Natürlich ergibt sich aus den Suchbegriffen nicht, ob Frauen Filme suchen, in denen andere Frauen sich unterwerfen bzw von Männern dominiert werden oder ob dies andersherum der Fall ist. Da aber gerade der Film hier für die Vorlage war, spricht vieles dafür, dass sie auch den Rollen des Filmes folgen.

vlg auch:

„Wie macht man einen Mann sexuell abhängig“

Die Frage „wie macht man einen Mann sexuell abhängig“ taucht immer wieder alle paar Tage in meinen Suchbegriffen auf, anscheinend werden die Suchenden dabei von Google dabei zu diesem Artikel geleitet, der allerdings eher sexuelle Macht von Frauen allgemein behandelt und auch auf Brüderle eingeht. Ich nehme das mal als Zeichen von Google, dass ich mich dieser Frage widmen soll.

Ich würde mal vermuten, dass es hilft zum einen einen höheren Wert auf dem Sexuellen Markt (SMV) als derjenige zu haben und zudem die klassischen „Push-Pull“ bzw. „Hot-Cold“-Taktiken anzuwenden, also ihm die eigene Gunst zu gewähren und zu entziehen und ihn damit zu dem richtigen Verhalten zu „erziehen“. Ich würde mal vermuten, dass man einen Mann braucht, der ansonsten nicht die passenden Optionen hat. Ich würde auch vermuten, dass es hilft, wenn er das Gefühl hat, dass ihm nichts besseres passieren kann als die Gunst der jeweiligen Frau zu haben, von ihr bewundert zu werden, Aufmerksamkeit und Bestätigung zu bekommen und nichts schlimmeres, als sie wieder zu verlieren.

Andererseits hat dies nicht per se etwas mit sexueller Abhängigkeit zu tun, es kann wahrscheinlich auch ganz ohne Sex erfolgen.

Die hier erwähnte Yalda scheint zumindest das Männer abhängig machen rausgehabt zu haben:

Florent Goncalves arbeitete sich vom Wächter bis zum Chef der Frauenhaftanstalt in Versailles hoch. Dort traf er auf Yalda. Bald fiel seinen Mitarbeitern auf, dass er sich veränderte. “Er muss wirklich verliebt gewesen sein, da er nicht bemerkte, was für Dummheiten er beging”, sagte eine Wächterin jetzt dem Radiosender Europe 1.Goncalves habe sich ständig mit Yalda getroffen, stundenlang, an allen möglichen Orten. “Wir wussten nie, wo er gerade mit dieser Gefangenen war.” Auch sei bald klar geworden, dass er die junge Frau im Haftalltag begünstigte. Den Aussagen von Zeugen zufolge bekam sie von dem Direktor illegal Geld, Telefonkarten und Päckchen. Auch soll er ihr einen guten Arbeitsplatz verschafft haben.

Schließlich traute sich in der Haftanstalt offenbar niemand mehr, Yalda in die Schranken zu weisen. Es heißt, sie habe sich die ganze Zeit herausgeputzt und gearbeitet, wie sie wollte. “Die Direktorin” wurde sie wegen ihrer Macht genannt. Außer dem Direktor soll auch noch ein Wärter ihrem Charme erlegen sein. Die Mitgefangenen informierten schließlich die Justizverwaltung. Diese schaltete die Staatsanwaltschaft ein.

Generell gilt auch hier wohl die These:

Machtspiele in der Beziehung gewinnt derjenige, der am Erhalt der Beziehung weniger interessiert ist.

Das würde wohl bedeuten, dass einem das Ende der Beziehung etwas mehr egal sein muss als ihm.

Mir fällt dabei Professor Unrat ein:

Ich bin von Kopf bis Fuß
Auf Liebe eingestellt,
Denn das ist meine Welt.
Und sonst gar nichts.
Das ist, was soll ich machen,
Meine Natur,
Ich kann halt lieben nur
Und sonst gar nichts.

Männer umschwirr’n mich,
Wie Motten um das Licht.
Und wenn sie verbrennen,
Ja dafür kann ich nichts.
Ich bin von Kopf bis Fuß
Auf Liebe eingestellt,
Ich kann halt lieben nur
Und sonst gar nichts.

Auf einer rein sexuellen Ebene? Keine Ahnung, großartiger Sex ist ja eine etwas einfache Antwort und macht nicht per se hörig. Zumal es meistens erfordern dürfte, dass man selbst auch Spass am Sex hat und einem damit die Beziehung nicht per se egal ist. Allenfalls könnte es den passenden Marktwert so erhöhen, dass derjenige bereit ist, alles zu machen, um die Beziehung zu halten, weil er weiß, dass er eine solche Frau nie wieder bekommt.

Letztendlich ist es eine Frage nach „weiblichen Game“.

Es würde mich interessieren, wie (vermutlich ja) Frauen, die dies bei Google suchen, meinen. Wollen sie tatsächliche Abhängigkeit? Wollen sie, dass er nicht mehr mit anderen Frauen schlafen will, sondern nur noch mit ihnen (dann dürfte „Viel Sex“ kein schlechter Weg sein). Wollen sie über Sex den Mann so abhängig machen, dass er eine Beziehung mit ihnen will? (das dürfte nicht unbedingt der beste Weg sein, wenn er es sonst nicht will). Wollen sie einfach nur gut im Bett sein (dann ist es glaube ich der beste Weg, wenn man ihm deutlich macht, dass man Sex mit ihm genießt und bereit ist ein paar Sachen auszuprobieren und seine Hemmungen etwas abzulegen).

Wenn Leserinnen (oder Leser) Tipps haben, dann wäre ich interessiert an den funktionierenden Mitteln (aus Interesse an den Mechanismen weiblichen Games).

Die Mädchenmannschaft als Rape Culture Förderer und Vergewaltigungsverharmloser

In einer innerfeministischen Auseinandersetzung wirft ein Blog, der eher dem sexnegativen Feminismus angehört der Mädchenmannschaft als aus deren Sicht Vertreterinnen des sexpositiven Feminismus vor, dass sie die Rape Kultur fördern und Victim Blaming betreiben und Vergewaltigungen verharmlosen.

Aufhänger war eine kurze Verlinkung eines Beitrags zum Thema „Blowjob“ in einem Vermischtes-Artikel. Dort hieß es:

Im Essay “How many licks” schreibt Janani Balasubramanian eine kurze Dekonstruktion des Blowjobs, nennt wichtige Akteur_innen (Monica Lewinsky, Linda Lovelace) und Künstler_innen (Nao Bustamante) und weist darauf hin, dass ein Blowjob von allen Körperteilen ausgeführt und entgegen genommen werden kann.

Janani ist übrigens eine transsexuelle PoC, wenn ich das richtig sehe, also jemand, von deren Text sich die Mädchenmannschaft eh nur schwer distanzieren kann.

In der Tat dürfte Linda Lovelace den Deep Throat bekannt gemacht haben, findet also durchaus zurecht eine Erwähnung in einem Artikel über den Blowjob.

Die andere feministische Gruppe führt an, dass Linda Lovelace später angegeben hat, dass sie die Filme nicht freiwillig gedreht habe und demnach alle sexuellen Handlungen in dem Film Vergewaltigungen waren. Demnach dürfe sie nicht als Akteurin bezeichnet werden, weil das eine Verharmlosung ist:

Erzwungener Oralsex ist eine Vergewaltigung, kein Blowjob. Eigentlich ganz einfach. Und im Grunde könnte dieser Satz als Artikel auch ausreichen, wenn nicht die Mädchenmannschaft erstaunliche Schwierigkeiten damit hätte, diese einfache Tatsache anzuerkennen.

Wir sind es von Maskulisten, Antifeministen und anderen Frauenfeinden gewöhnt, dass sie die Grenze zwischen gewolltem und erzwungenem Sex aufzuheben oder zu verwischen versuchen. Und leider ist das auch im Alltagsdenken noch ziemlich stark verankert. Dagegen versuchen Feministinnen üblicherweise anzugehen. Wir als Initiative machen das zum Beispiel mit unserem Medienradar. Jetzt ist allerdings die Mädchenmannschaft in diesen Radar geraten und wir müssen leider innerfeministische Aufklärungsarbeit leisten. Denn die Mädchenmannschaft beharrt darauf, dass das, was Linda Lovelace, mit bürgerlichem Namen Linda Boreman, widerfuhr, Blowjobs waren. Dass Linda Boreman „eine wichtige Akteur_in des Blowjobs“ gewesen sei.

Ich mag hier den im feministischen Texten ja üblichen Ton der Empörung und der Wissensverkündung. Man wird im Folgenden noch etwas deutlicher:

Puhh. Und das soll nun rechtfertigen, dass Gewalt nicht als Gewalt benannt wird? Dass die Vergewaltigungen mit einem Begriff für eine einvernehmliche Sexpraktik unsichtbar gemacht werden? Dass die Geschichte, die Linda Boreman aufgezwungen wurde und ihr die falsche Identität der Blowjob-Ikone – eine Tätererfindung – verschaffte, selbst in feministischen Blogs weiter fortgeführt wird? Linda Lovelace als „Akteurin des Blowjobs” zu bezeichnen – und darauf auch noch zu beharren – führt ein Narrativ der Rape Culture fort, hält es aufrecht und verteidigt es. Die Perspektive der Betroffenen wird zunichte gemacht und die Definition der Täter verbreitet. Es handelt sich dabei um weitere, symbolische Gewalt an Linda Lovelace.

Was die Mädchenmannschaft mit diesen zwei Sätzen ausdrückt, ist: Für sie ist es unwichtig, ob es da Gewalt gab oder nicht. Es wurde am Penis gelutscht, und damit ist es Blowjob. Ob freiwillig oder nicht, tut nichts zur Sache. Sieht von außen ja auch gleich aus.

Wo ein Blowjob ist, gibt es keinen Vergewaltiger und keine Gewaltbetroffene. Nur wo Gewalt als das benannt wird, was sie ist, können auch die Verantwortlichen dafür benannt und zur Rechenschaft gezogen werden. Gewalttaten als akzeptable Handlung darzustellen gehört zum Alltagsinstrumentarium des Patriarchats, um männliche Herrschaft und Machtmißbrauch zu kaschieren und zu normalisieren. Aus patriarchaler Perspektive ja auch völlig verständlich. Nur wie kommt ein bekannter feministischer Blog, der normalerweise ambitioniert und tiefgreifend gegen jegliche Diskriminierung und Machtmißbrauch anschreibt, dazu, solcherart zu argumentieren? Das bleibt eine offene und ziemlich verwirrende Frage. Wir sind allerdings weniger an einer Antwort darauf interessiert, sondern vielmehr daran, dass diese unsägliche Verharmlosung aus der Linksammlung der Mädchenmannschaft verschwindet.

Willkommen, liebe Mädchenmannschaft, beim Patriarchat! Ihr wählt einen etwas umständlichen Weg es aufrecht zu erhalten, aber wir sind ja um jeden Mitstreiter dankbar.

Leider fruchten auch diese Belehrungen nicht, die Mädchenmannschaft stellt sich queer, als sie auf ihrer Facebookseite darauf angesprochen wird entfernt sie nicht etwas den Text oder ändert ihn, sondern löscht kritische Kommentare und lässt weitere Verharmlosungen stehen. So heißt es in den Kommentaren (bzw hier direkt auf Facebook):

“Naja Linda Lovelace hat in ihrem Leben sehr viel widersprüchliche Aussagen gemacht. Die Wahrheit ist, dass sie um ihr Geld geprellt wurde, nach dem Film und sich alles Mögliche einwarf, wie so viele um die Zeit. Posthum etwas hinein zu interpretieren, ohne genaue Quellenrecherche, mit einer Protagonistin, die nicht mehr lebt, ist Facebook-Boulevard.”

Das wäre ja nach feministischer Theorie recht klassisches Victim Blaming. Wenn eine Frau behauptet, dass sie vergewaltigt worden ist, dann ist hat sie ja üblicherweise die Deutungshoheit. Anscheiend fand die Mädchenmannschaft diesen Kommentar aber nicht löschungswürdig.

Es folgen sachlich-kritische Kommetare wie dieser gegenüber der Mädchenmannschaft:

Victim Blaming vom Feinsten – die Prostitutionslobby zeigt ihr hässlichstes Gesicht!

Dagegen kontert eine dortige Kommentatorin:

Liebe Mädchenmannschaft, in dieser Doku hat Linda Lovelace auch was zu ihren Aussagen über Gewalt gesagt. Anti-Porno-Feminist*innen hatten sie dazu gebracht, öffentlich so aufzutreten. Später hat sie sich davon wieder distanziert. Es ist üblich, dass Anti-Porno-Feminist*innen Frauen in der Sexindustrie dazu bringen, immer die gleichen Geschichten von Gewalt zu erzählen. Pornographische Darstellungen sind per se nicht Vergewaltigunge

Auf der Seite der Mädchenmannschaft also die Angabe, dass es Falschbeschuldigungen zum Thema Vergewaltigungen gibt, die von Feministinnen veranlasst werden. Das erklärt das kalte Wetter.

Die Mädchenmannschaft lässt dann Kommentar wie:

Mira, in allen Ehren – aber für Dich ist doch alles Vergewaltigung.”

stehen. Als ob man als Feministin Vergewaltigungen übertreiben könnte! Das ist ja schon fast ein maskulistischer Kommentar.

Die Mädchenmannschaft macht daraufhin dicht:

Bereits bevor die betroffenenbeschuldigende Kommentatorin aktiv wurde, verwies die Mädchenmannschaft auf die entsprechende Kommentarspalte ihres Blogs, weil keine Ressourcen für die Moderation des Facebook-Threads vorhanden seien. Es sind jedoch ausreichend Ressourcen dafür da, um folgenden Kommentar binnen Sekunden aus dem Diskussionsfaden zu löschen

Inzwischen wurden natürlich auch die Kommentare unter dem Artikel geschlossen.

Die „Initiative“ scheint eine erstarkende Richtung im Feminismus zu sein, die klassischen sexnegativen Feminismus vertritt: Pornos, Prostitution etc sind alle schlecht und Ausprägungen des Patriarchats. Zu den dort schreibenden gehören wohl auch die Bloggerinnen unter „Störenfriedas„, die Glaube ich auch eher eine Art „Emma-Feminismus“ vertreten und ich meine auch Femen hatte (was angesichts beiderseitiger Sexfeindlichkeit auch nicht verwunderlich ist) auch schon mal auf sie verwiesen.

Dennoch finde ich es erstaunlich, dass die Mädchenmannschaft anscheinend eher Victimblaming und jemanden, der meint, dass andere Feministinnen zuviel Vergewaltigungen annehmen, stehen läßt.

Allerdings auch mal wieder schön, dass nach feministischer Theorie eben alles in einem Streit enden kann, bei dem der andere das Patriarchat unterstützt. Selbst die Mädchenmannschaft.

Sex-Positiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung

Aus der Rubrik „Alles kann Rape Culture sein“ hier ein Auszug aus einem Text mit dem schönen Titel „Sexpositiver Feminismus ist Rape Culture in Verkleidung“, der anführt, dass das Abstellen auf Zustimmung zum Sex zu wenig ist, denn das berücksichtigt nicht, dass man ja vielleicht trotzdem keinen haben möchte und erzwingt evtl gerade die Zustimmung

I’ve encountered people constantly assuming sex is good and that having sex is just something you do in healthy relationships. This creates a situation where, hating sex is a character flaw caused by those terrible sex-negative tropes society presses on you, and obviously only Bad People don’t consent to sex.

That’s rape culture. This is what environments that assume sex is unambiguously a good thing do. Saying, “It’s consensual sex that’s good” doesn’t actually fix the problem. It just creates a situation where you must be consenting to sex, because if you aren’t, you’re not having enough sex and then you’re “sex-negative”.
See, it only fixes a problem where you’re like, “Well I don’t really want to do this right now”. It does not do anything at all to help people who find sex painful. It does nothing at all to help a person who doesn’t want sex, but thinks they do because it’s been so heavily normativized they have to have sex, and have to have it in this specific way. All the, “But make sure it’s consensual!” thing does is tells the person, “Well maybe if you don’t want sex this time it’s okay, but remember you still must be having it some of the time!”
See, to actually fight rape culture you need to say “Sex is always optional. You are never obligated to have sex.” You must always be concerned with consent, and that means you must accept that the answer may very well always be no, despite the fact there’s this belief sex is the greatest thing ever.
And if someone never wants sex, then sex can’t really be a good thing to them, because it’s always unwanted.”

Da wären wir also wieder eine Stufe weiter. Anzunehmen, dass jemand keinen Sex will könnte natürlich auch wieder bezogen auf Frauen eine Verstärkung von Rollenbildern sein, die Sex für Frauen als etwas schlechtes darstellen. Wie immer gibt es keinen Weg nicht sexistisch zu sein.

Pornos – was Männer und Frauen sich ansehen (Pornhub Auswertung)

Es gibt eine interessante Auswertung einer der größten freien Pornoseiten zu den Geschlechterunterschieden:

Porno Männer Frauen Kategorien

Porno Männer Frauen Kategorien

 

Der Text dazu:

Well, apparently they want to watch a bunch of gay sex. Pornhub’s Lesbian category is the leading favorite among the ladies, with Gay (male) following close at second place. The Gay category only falls into 7th place for men in terms of top viewed categories so it’s noteworthy here that overall, this category ranks higher with the sex opposite to that which this type of content is intended for.

There’s no love from the ladies for the bigger beauties of porno land with the BBW category noticeably absent from the list on the female side despite its ranking at 13th place for the men. Though other classics like Teen, MILF, Threesome and Anal pepper this list as well, it’s clear that the type of sex that women are most interested in watching occurs between members of the same sex.

Um die Daten werten zu können, ist es natürlich interessant erst einmal feststellen zu können, wie sie ermittelt worden sind. Dazu findet man das folgende in den Kommentaren:

Jackcrack: How do you know which users are women?

Pornhub Katie: Google analytic demographic stats

Und gleich darunter schreibt jemand:

For a very long time, Google Ad Preferences told me it thought I was a 25-34 year old male, when I am neither of those things. It knows I’m female now only after the third time I reset the ad preferences and told it I was in fact female

Insofern sind die Daten sicherlich etwas mit Vorsicht zu genießen. Es wäre immerhin vorstellbar, dass zB Schwule und Lesben eher falsch eingeordnet werden.

Dennoch fällt auf, Frauen sich gerne Männer untereinander oder Frauen untereinander anschauen. Ansonsten wird die „For Women“-Kategorie anscheinend gut angenommen bei den Frauen, bei den Männern ist sie uninteressant. Interessant auch, dass die „Rough Sex“-Kategorie bei den Frauen anscheinend besser ankommt als bei den Männern, gerade wenn man noch Bondage dazurechnet. Auch der Dreier ist anscheinend beliebter als bei den Männern und erstaunlicherweise will man sowohl große Penisse als auch große Brüste. Hentai, auch eher für etwas abgedrehteren Sex bekannt, scheint bei den Frauen auch gut anzukommen.

Hier auch noch eine Übersicht dazu:

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

90% stärker als Männer wird „Rough Sex“ nachgefragt, doppelte Penetration 83% und Bondage 77%. Einige Praktiken, die Feministinnen und andere in dieser Hinsicht besorgte gerne verbieten wollen, scheinen Frauen besonders anzusprechen oder Fantasien zu bedienen, die man sonst nicht ausleben kann.

Auch die gesuchten Begriffe sind interessant:

Pornos gesuchte Begriffe Männer Frauen

Pornos gesuchte Begriffe Männer Frauen

Bei Männern steht Jugendlichkeit nach wie vor hoch im Kurs, aber auch ältere Frauen werden gezielt gesucht. Anal kommt ebenfalls gut an.

Eine Übersicht, was Frauen deutlich mehr anspricht als Männer, findet man hier:

Was Frauen bei Pornos eher suchen als Männer

Was Frauen bei Pornos eher suchen als Männer

Also viele Begriffe, die eher zu lesbischen Sex passen. Da kommt vielleicht zum Tragen, dass Lesben eher ein männlicheres Verhältnis zu Sex haben und insoweit vielleicht auch eher Pornos schauen. Die ersten sechs Begriffe haben jedenfalls mit lesbischen Sex zu tun.

Die Suche nach bestimmten Pornostars hatte folgende Ergebnisse:

Beliebteste Pornostars Männer Frauen

Beliebteste Pornostars Männer Frauen

Pornhub dazu:

We’ve covered what both genders like to look at on Pornhub, so let’s shift it over to who. Reality television appears to be a theme over on the women’s side, with small-screen stars Kim Kardashian (nsfw), Mimi Faust(nsfw) and Farrah Abraham (nsfw) all showing up within the top 5. Men are more drawn to DD cups rather than the D-list as traditional porn star favorites like Lisa Ann (nsfw), Madison Ivy (nsfw) and Asa Akira (nsfw) top off their list, though Kimmy K does hold it down in third place.

Hier scheinen also viele Frauen sich ein Bild davon machen zu wollen, wie die Stars es treiben, gerade die weiblichen. Insofern vielleicht ein Ausdruck intrasexueller Konkurrenz. Interessanterweise sind auch hier bei den Frauen die ersten 4 Namen weiblich.

Eine Auswertung des Vergleiches kommt dann in der nächsten Grafik:

Welche Pornostars mögen Frauen?

Welche Pornostars mögen Frauen?

Da die männlichen Stars üblicherweise unbekannter sind, hier mal die ersten beiden:

James Deen

James Deen

Und:

Xander Corvus

Xander Corvus

Schauen ja beide recht sympathisch aus. Also hier nichts ungewöhnliches. Was sie für Filme machen mag jeder selbst ermitteln.

 

%d Bloggern gefällt das: