Stokowski: „Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht“

Stowkowski stellt die Theorie dar, dass es keinen Rassismus gegen Weiße und keinen Sexismus gegen Männer geben kann:

Ist es nicht. Männer und Weiße können ungefähr alles auf der Welt haben, aber Diskriminierung können sie nicht haben. Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße und keinen Sexismus gegen Männer. Das heißt nicht, dass es sie prinzipiell nicht geben kann. Es kann sie nur in dieser Welt nicht geben.

In dieser Welt nicht. Mal sehen, ob sie noch Voraussetzungen nennen kann, unter denen es ihn geben kann.

Aus meiner Sicht ist der tatsächliche Grund ja:

Es stört das sehr einfache Feindbild intersektionaler SJWs. Denn an Rassismus und Sexismus ist einiges geknüpft: Wenn eine Gruppe diskriminiert werden kann, dann muss eine andere Gruppe nach deren Auffassung privilegiert sein, dass wären dann bei den Männern die Frauen und bei den Weißen andere Rassen und dann müssten diese aktiv daran arbeiten, diese Diskriminierung zu beseitigen und sich dafür entschuldigen und Buße tun und dann ist es wesentlich schwieriger von oben auf diese Sündenbockgruppen herab zu sehen und sie für alles verantwortlich zu machen.

Sprich: Daran hängt ihr gesamtes System. Wenn sie hier einen Fuß nachgeben, dann bröckelt alles zusammen.

Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung

Natürlich steht und fällt diese These mit der Frage, wie man Diskriminierung definiert. Wenn man jede persönliche Ablehnung oder auch nur Benennung von gesellschaftlichen Gruppen als Diskriminierung sieht, okay. Dann können auch Weiße und Männer diskriminiert werden. Wenn man aber Diskriminierung als einen Mechanismus versteht, der unterdrückte Gruppen oder Minderheiten von gesellschaftlicher Teilhabe und Gleichberechtigung fernhält, dann ist das eine Erfahrung, die Weiße und Männer als solche in dieser Welt nicht machen können. Es kann Vorurteile gegen sie geben, es kann Gewalt, Mobbing, unfaires Verhalten geben, oder Witze über sie, aber keine Diskriminierung.

Natürlich sind Männer nicht gleichberechtigt, schon gar nicht, wenn man den Maßstab der Ergebnisgleichberechtigung annimmt, den der Feminismus verwendet. Dann haben sie eben Nachteile im Familienrecht, in Bezug auf gefährlichere Jobs, längere Arbeitszeiten etc.

Und lustigerweise will die Linke mit genau diesen Theorien ja ein System errichten, mit dem Männer und Weiße von gesellschaftlicher Teilhabe ferngehalten werden: Männer und Weiße sollen eben die Klappe halten, überall soll Diversity einziehen und Weiße und Männer werden massiv abgewertet, wo immer dieser Gedankenansatz Einzug hält. Sie stellen damit eben genau in diesen Bereichen die institutionalisierte Diskriminierung her, die sie nach ihren Theorien benötigen. Natürlich führen sie an, dass sie ja nicht Diskriminieren wollen, sondern nur die Verhältnisse gerade rücken. Aber auf der Einzelebene wirkt es sich ja dennoch nicht aus.

Viel wichtiger ist aber, dass die Definition bereits falsch ist. Sexismus ist eine Benachteiligung aufgrund eines Geschlechts und Rassismus ist auch üblicherweise ohne diese Zusätze definiert:

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rassekategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt. Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden. Mit solchen Rassentheorien, die angeblich wissenschaftlich untermauert sind, wurden und werden diverse Handlungen gerechtfertigt, die den heute angewandten allgemeinen Menschenrechten widersprechen.

Das ist die übliche Definition: Abwertung aufgrund äußerlicher Merkmale, die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen. Deswegen ist es eben auch Rassismus einen Polen pauschal als „Autodieb“ zu beschimpfen, unabhängig davon, ob seine Hautfarbe weiß ist.

Wer zu einer Gruppe gehört, die standardmäßig in einer Gesellschaft die Macht hat – und das sind bei uns Weiße, Heterosexuelle, Männer, Menschen ohne Behinderung – kann als diese Gruppe nicht diskriminiert werden.

Nur ist Macht eben nicht so einfach verteilt und schon gar nicht ist sie heterogen in einer Gruppe verteilt. Ein schwarzer Uniprofessor, der ihren oben dargelegten Lehren nach Weiße für Minderwertig hält und ihnen daher aufgrund ihrer Hautfarbe schlechtere Noten gibt ist natürlich ein Rassist mit Macht, wobei diese Macht nicht der wesentliche Punkt ist. Der Ku-klux-Klan ist nicht weniger rassistisch, wenn er seine Treffen in Japan abhält, auch wenn dort Weiße nicht an der Macht sind. Und überhaupt ist das Asiatenproblem für diese Theorien üblicherweise nicht zu lösen: Südkoreaner und Japaner haben genau so viel Macht wie Weiße, eine starke Industrie, sollen aber nicht rassistisch gegen Weiße sein können, weil das einfach nicht möglich ist?

Und natürlich gibt es auch schwarze Rassisten, etwa diese hier, die sich Macht über einen Weißen genommen haben und ihn gefoltert haben, dass bei Facebook übertragen haben, und dabei ganz deutlich gemacht haben, dass sie ihn als Repräsentant für andere Weiße foltern (sie sagen auch immer wieder „Fuck white People“).

Wie will man das anders sehen als einen Rassismus? Und warum sollte man das nicht als genau das bezeichnen, was hier im Vordergrund steht?

Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung, das heißt, es muss eine (Macht-)Struktur geben, die sie stützt.

Nein, eine Diskriminierung muss nicht strukturell sein. Wenn ein weißer Busfahrer heute einen schwarzen Auffordert hinten im Bus zu sitzen, weil er schwarz ist, dann hat er keine Strukturen hinter sich. Er wird schlicht entlassen werden und das zu Recht. Eben weil er ein Rassist ist.

Und wenn ein schwarzer Busfahrer verkünden würde, dass aus Rache alle weißen Schweine in seinem Bus hinten sitzen müssen, dann ist er natürlich auch ein Rassismus, und das ist unabhängig davon, ob er ein intersektionaler Gender Studies Absolvent ist und meint hier nur die dort gelehrten Strukturen umzusetzen, nach denen es gerechtfertigt ist, Weiße Menschen zu diskriminieren und er sich darin von seinen Studienkollegen bestätigt sieht und sich Extrakreditpoints damit verdient, es den Weißen mal zu zeigen oder ob er es ohne diese Strukturen macht.

Das kann eine ungleiche Verteilung von Ressourcen sein, das können Polizeikontrollen aufgrund der Hautfarbe sein oder in simplen Fällen einfach Buntstifte oder Pflaster, die „hautfarbig“ genannt werden, als hätten alle Menschen beigerosa Haut. Wenn es diese Struktur nicht gibt, dann ist es keine Diskriminierung.

Da wird auch schön deutlich, dass diese Theorien teilweise schlicht Klassenprobleme in die Rassenprobleme mit hinein ziehen. Denn natürlich kann ein weißer Unterschichtler weit weniger Ressourcen haben als der asiatische Leiter von Nikon Deutschland, auch wenn letzterem vielleicht beigerosa Pflaster nicht so gut passen. Und wenn dieser asiatische Leiter meint, dass Asiaten die waren Übermenschen wären und alle weißen Langnasen genetischer Abfall sind, dann ist er eben ein Rassist, genauso wenn er das gleiche von Schwarzen denkt.

Das Argument ist nicht: Anderen geht es noch schlechter. Das Argument ist auch nicht: Alle Frauen oder People of Color sind zu jeder Zeit diskriminiert und haben den Opferstatus lebenslänglich gepachtet. Sondern: Überall auf der Welt sind es immer wieder ähnliche Machtstrukturen, die Menschen davon abhalten, ein freies Leben zu führen – selbst in Ländern, wo rechtlich theoretisch Gleichstellung herrscht.

Überall auf der Welt halten Menschen ihre eigene Gruppe für besser und Überlegen. Ob schwarz, weiß, gelb oder welche Hautfarbe auch immer. Man bekämpft das nicht, in dem man einer Gruppe einen Freifahrtschein gibt und der anderen mitteilt, dass sie das auszuhalten hat. Der Anspruch muss eben sein, dass man Rassismus und Sexismus weder bei er einen noch der anderen Gruppe billigt.

Wer die Kämpfe dieser Menschen nicht sieht oder nicht erträgt und sich stattdessen selbst als Opfer von Diskriminierung darstellt, hat nichts davon verstanden, wie diese Welt immer noch funktioniert.

Glücklicherweise funktioniert sie nicht so schlicht wie Feministinnen sich das denken. Und schade, dass sie die Ironie in ihrem Satz oben nicht sieht.

Siehe auch:

„Ich sehe keine Rasse“ (Martin Luther King, Malcom X, Barack Obama etc)

Mal ein paar Zitate, die für Diskussionen mit Leuten, die intersektionale Theorien vertreten, vielleicht ganz interessant sind:

Martin Luther King:

„Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages diese Nation erheben wird und die wahre Bedeutung ihrer Überzeugung ausleben wird: Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: Alle Menschen sind gleich erschaffen.
Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.
Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird.
Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt.
Ich habe heute einen Traum!“

I have a dream that one day this nation will rise up, and live out the true meaning of its creed: We hold these truths to be self-evident: that all men are created equal.
I have a dream that one day on the red hills of Georgia the sons of former slaves and the sons of former slave owners will be able to sit down together at a table of brotherhood.
I have a dream that one day even the state of Mississippi, a state sweltering with the heat of injustice and sweltering with the heat of oppression, will be transformed into an oasis of freedom and justice.
I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin, but by the content of their character.
I have a dream today!“

Malcom X:

Berton: Okay. Do you still believe that all whites are devils and all blacks saints, as I’m sure you did under the Black Muslim movement?

Malcolm X: This is what Elijah Muhammad teaches. No, I don’t believe that. I believe as the Qur’an teaches, that a man should not be judged by the color of his skin but rather by his conscious behavior, by his actions, by his attitude towards others and his actions towards others.

Berton: Now, before you left Elijah Muhammad and went to Mecca and saw the original world of Islam, you believed in complete segregation of the whites and the Negroes. You were opposed both to integration and to intermarriage. Have you changed your views there?

Malcolm X: I believe in recognizing every human being as a human being, neither white, black, brown nor red. When you are dealing with humanity as one family, there’s no question of integration or intermarriage. It’s just one human being marrying another human being, or one human being living around and with another human being. I may say, though, that I don’t think the burden to defend any such position should ever be put upon the black man. Because it is the white man collectively who has shown that he is hostile towards integration and towards intermarriage and towards these other strides towards oneness. So, as a black man, and especially as a black American, I don’t think that I would have to defend any stand that I formerly took. Because it’s still a reaction of the society and it’s a reaction that was produced by the white society. And I think that it is the society that produced this that should be attacked, not the reaction that develops among the people who are the victims of that negative society.

Berton: But you no longer believe in a Black State?

Malcolm X: No.

Berton: In North America?

Malcolm X: No. I believe in a society in which people can live like human beings on the basis of equality.

Barack Obama 

As a community organizer, I learned as much from a laid-off steelworker in Chicago or a single mom in a poor neighborhood that I visited as I learned from the finest economists in the Oval Office. Democracy means being in touch and in tune with life as it’s lived in our communities, and that’s what we should expect from our leaders, and it depends upon cultivating leaders at the grass roots who can help bring about change and implement it on the ground and can tell leaders in fancy buildings, this isn’t working down here.

And to make democracy work, Madiba shows us that we also have to keep teaching our children, and ourselves — and this is really hard — to engage with people not only who look different but who hold different views. This is hard. (Applause.)
Most of us prefer to surround ourselves with opinions that validate what we already believe. You notice the people who you think are smart are the people who agree with you? (Laughter.) Funny how that works. But democracy demands that we’re able also to get inside the reality of people who are different than us so we can understand their point of view. Maybe we can change their minds, but maybe they’ll change ours. And you can’t do this if you just out of hand disregard what your opponents have to say from the start. And you can’t do it if you insist that those who aren’t like you — because they’re white, or because they’re male — that somehow there’s no way they can understand what I’m feeling, that somehow they lack standing to speak on certain matters.

Nelson Mandela:

The point I wish to raise in my argument is based not on personal considerations, but on important questions that go beyond the scope of this present trial. I might also mention that in the course of this application I am frequently going to refer to the white man and the white people. I want at once to make it clear that I am no racialist, and I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or from a white man. The terminology that I am going to employ will be compelled on me by the nature of the application I am making.

 

Sarah Leong und die „Ich habe mich nur verteidigt“-Verteidigung

Gerade sorgt in den USA die Berufung von Sarah Leong in die Redaktionsleitung der linken Zeitung „The New York Times“ für einiges an Unmut.

Denn diese scheint eine ziemliche SJW gewesen zu sein und hat – wenn auch in älteren Tweets – sehr hasserfüllt gegen weiße Männer etc geschrieben.

Hier ein Auszug:

 

Sarah jeong

Sarah jeong

Die Aufführungen ihrer Tweets führten zu einer Stellungnahme:

We hired Sarah Jeong because of the exceptional work she has done covering the internet and technology at a range of respected publications.

Her journalism and the fact that she is a young Asian woman have made her a subject of frequent online harassment. For a period of time she responded to that harassment by imitating the rhetoric of her harassers. She sees now that this approach only served to feed the vitriol that we too often see on social media. She regrets it, and The Times does not condone it.

We had candid conversations with Sarah as part of our thorough vetting process, which included a review of her social media history. She understands that this type of rhetoric is not acceptable at The Times and we are confident that she will be an important voice for the editorial board moving forward.

Statement from Sarah Jeong

As a woman of color on the internet, I have faced torrents of online hate, often along this vein:

I engaged in what I thought of at the time of counter-trolling. While it was intended as satire, I deeply regret that I mimicked the language of my harassers. These comments were not aimed at a general audience, because general audiences do not engage in harassment campaigns. I can understand how hurtful these posts are out of context, and would not do it again.

Also die alte „Ich wurde angegriffen und habe mich gewehrt“-Verteidigung kombiniert mit „alles nur Satire“ und „ich habe die imitiert“.

Auch dazu fand das Netz einiges:

Und natürlich das klassische Bild dazu:

Einen interessanten Kommentar dazu findet man hier:

Is the newest member of the New York Times editorial board, Sarah Jeong, a racist?

From one perspective — that commonly held by people outside the confines of the political left — she obviously is. A series of tweets from 2013 to 2015 reveal a vicious hatred of an entire group of people based only on their skin color. If that sounds harsh, let’s review a few, shall we? “White men are bullshit,” is one. A succinct vent, at least. But notice she’s not in any way attacking specific white men for some particular failing, just all white men for, well, existing. Or this series of ruminations: “have you ever tried to figure out all the things that white people are allowed to do that aren’t cultural appropriation. there’s literally nothing. like skiing, maybe, and also golf. white people aren’t even allowed to have polo. did you know that. like don’t you just feel bad? why can’t we give white people a break. lacrosse isn’t for white people either. it must be so boring to be white.” Or this: “basically i’m just imagining waking up white every morning with a terrible existential dread that i have no culture.” I can’t say I’m offended by this — it’s even mildly amusing, if a little bonkers. (Has she read, say, any Shakespeare or Emily Dickinson?) But it does reveal a worldview in which white people — all of them — are cultural parasites and contemptibly dull.

A little more disturbing is what you might call “eliminationist” rhetoric — language that wishes an entire race could be wiped off the face of the earth: “#cancelwhitepeople.” Or: “White people have stopped breeding. you’ll all go extinct soon. that was my plan all along.” One simple rule I have about describing groups of human beings is that I try not to use a term that equates them with animals. Jeong apparently has no problem doing so. Speaking of animals, here’s another gem: “Dumbass fucking white people marking up the internet with their opinions like dogs pissing on fire hydrants.” Or you could describe an entire race as subhuman: “Are white people genetically disposed to burn faster in the sun, thus logically being only fit to live underground like groveling goblins.” And then there’s this simple expression of the pleasure that comes with hatred: “oh man it’s kind of sick how much joy I get out of being cruel to old white men.” I love that completely meretricious “old” to demean them still further. And that actual feeling: joy at cruelty!

Another indicator that these statements might be racist comes from replacing the word “white” with any other racial group. #cancelblackpeople probably wouldn’t fly at the New York Times, would it? Or imagine someone tweeting that Jews were only “fit to live underground like groveling goblins” or that she enjoyed “being cruel to old Latina women,” and then being welcomed and celebrated by a liberal newsroom. Not exactly in the cards.

But the alternative view — that of today’s political left — is that Jeong definitionally cannot be racist, because she’s both a woman and a racial minority. Racism against whites, in this neo-Marxist view, just “isn’t a thing” — just as misandry literally cannot exist at all. And this is because, in this paradigm, racism has nothing to do with a person’s willingness to pre-judge people by the color of their skin, or to make broad, ugly generalizations about whole groups of people, based on hoary stereotypes. Rather, racism is entirely institutional and systemic, a function of power, and therefore it can only be expressed by the powerful — i.e., primarily white, straight men. For a nonwhite female, like Sarah Jeong, it is simply impossible. In the religion of social constructionism, Jeong, by virtue of being an Asian woman, is one of the elect, incapable of the sin of racism or group prejudice. All she is doing is resisting whiteness and maleness, which indeed require resistance every second of the day.

Jeong ist gerade ein Paradebeispiel dafür, warum diese Theorie so schlecht ist:

Jeong ist in Süd Korea geboren, dem Land dessen Wirtschaft an 11. Stelle der Welt steht. Ihre Eltern sind wohl zum Studium in die USA gegangen und sie ist dann dort aufgewachsen. Sie hat In Harvard Jura studiert und anscheinend zudem in Berkley.  (Dort hat wahrscheinlich auch ihre Indoktrinierung stattgefunden, denn sie war Editor bei der Zeitschrift „Harvard Law and Gender“, wahrscheinlich eine feministische Rechtszeitschrift.

Wenn man ein Vorurteil in den USA über Asiaten von Harvard hat, dann wohl eher dass sie sehr schlau sind und hart arbeiten. Sie dürfte damit eigentlich einiges an „Privilegien“ gehabt haben, schließlich sind Asiaten auch die am besten verdienende Gruppe in den USA.

Aber irgendwie scheint sie dennoch einen enormen Hass verinnerlicht zu haben und den hat sie dann im Netz rausgelassen.

Weiter in dem Kommentar:

That’s why Jeong hasn’t apologized to the white people she denigrated or conceded that her tweets were racist. Nor has she taken responsibility for them. Her statement actually blames her ugly tweets on trolls whose online harassment of her prompted her to respond in turn. She was merely “counter-trolling.” She says her tweets, which were not responses to any individual, were also “not aimed at a general audience,” and now understands that these tweets were “hurtful” and won’t do them again. The New York Times also buys this argument: “her journalism and the fact that she is a young Asian woman have made her a subject of frequent online harassment. For a period of time, she responded to that harassment by imitating the rhetoric of her harassers.”

Let me explain why I think this is the purest of bullshit. If you want to respond to trolls by trolling them, you respond to them directly. You don’t post slurs about an entire race of people (the overwhelming majority of whom are not trolls) on an open-forum website like Twitter. And these racist tweets were not just a function of one sudden exasperated vent at a harasser; they continued for two years. Another tweet from 2016 has her exclaiming: “fuck white women lol.”

Klar, der Rückzug auf die Opferrolle ist immer sehr einfach und zudem ein gutes Statement, um sich dahinter zu verstecken, bis sich die Lage beruhigt hat. Die New York Times wird auch eine sehr linke, also intersektionale Besetzung haben und das bedeutet, dass sie sie nicht feuern können, weil dann ihre eigenen Leute gegen sie sind bzw diese in ihrem Umkreis Gesicht verlieren.

Diesen Kommentar fand ich auch interessant:

These comments echo ideas that have existed for some time. Essentially, they’re tied to the notion that anti-white rhetoric and ideas can’t be “racism” because such rhetoric is justified and/or not connected to power.

Moreover, it is simply false to excuse anti-white racism on the grounds that people of color lack power. There are certainly many millions of vulnerable and marginalized individuals in this nation, and they are disproportionately (though not entirely) black and brown. But when anti-white sentiment is embedded in the New York Times editorial board, it’s no longer “powerless” in any meaningful sense. Similarly, when it reaches the heights of government, the academy, or the bestseller lists, it’s no longer remotely “powerless.”

None of this should be taken as an argument that power doesn’t matter. Of course it does. Power matters. And so does purpose. That’s why no one should compare Jeong’s comments to the racism you see on Stormfront or to the racism we saw on display in Charlottesville last year. Racism married to violence or violent intent is categorically different from the anti-white racism you see in certain quarters of the elite identity-politics Left. Similarly, racism married to state policies — especially state policies of the relatively recent American past, which continue to have malignant effects on poor and disadvantaged Americans — is categorically different from the anti-white racism that exists in parts of the academy or in segments of American media.

Finally, to indulge at all the notion that injustice, even systematic injustice, can excuse or legitimize hatred against a class or group of Americans is to open Pandora’s Box. I’ve seen it argued across the breadth of the Web that anti-white sentiment is a legitimate and understandable response to the actions of white people and “white” power structures. But think about this argument. Veterans of our Middle Eastern wars have seen jihadist horrors on a scale that most Americans can’t comprehend. Is it a legitimate response for a veteran to go on a Twitter screed about “canceling” Arabs or calling them “groveling goblins”? Should a white victim of a black criminal draw conclusions about black people more generally? Even if he can point to disproportionate levels of violent crime?

Of course not. A healthy society urges people to reject unhealthy temptations to generalize, and instead urges that we treat our fellow citizens with a degree of grace and to judge them based on their individual actions. Any categorical hatred or disgust stands directly against this virtue. So, yes, anti-white racism is real, and Americans can and should reject it while still keeping in mind matters of gravity and proportion.

Are we really so far gone that we can’t condemn taking “joy” in being “cruel” to another person on the basis of their race? It’s time to understand a fundamental truth: The denigration of human beings — yes, including white human beings — works its own harm.

In der Tat: Es ist niemals okay einfach zu generalisieren und seinen Hass auf eine Gruppe zu erstrecken, weil es das Klima verschlechtert und es schlicht auch etwas ist, was man in einer zivilisierten Gesellschaft nicht macht. Es ist kein „wehren“, schon gar keine Notwehr, weil eben ein Individualismus und ein respektvoller Umgang der Grundstein einer zivilisierten Gesellschaft sind.

Ein solches Verhalten spaltet – um so mehr, wenn eine Seite schlicht mit zweierlei Maß misst und sich ein Verhalten herausnimmt, welches die andere nicht zeigen darf.

Was ist Rassismus bzw Sexismus? Definitionen

Im Feminismus wird gerne die Definition von Rassismus oder Sexismus über Macht und Vorurteile vorgenommen (Power and Prejudice). Es bietet sich an, da auf ein paar andere Definitionen verweisen zu können.

1. Rassismus

«Rassismus umfasst Ideologien und Praxisformen auf der Basis der Konstruktion von Menschengruppen als Abstammungs- und Herkunftsgemeinschaften, denen kollektive Merkmale zugeschrieben werden, die implizit oder explizit bewertet und als nicht oder nur schwer veränderbar interpretiert werden.» (Johannes Zerger, Was ist Rassismus?, Göttingen 1997, S.81).

Da würde eine solche Einschränkungen nicht vorgenommen werden, es ist eher eine klassische Definition von Rassismus

Eine weitere:

«Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.» (Albert Memmi, Rassismus, Frankfurt a.M. 1987, S.164)

Da wären dann zumindest nicht nur die Privilegien drin, sondern auch die Aggressionen: Die finde ich bei vielem an feministischen Handeln sehr deutlich, denn es wird häufig damit die Meinung aufgrund der Hautfarbe abgesprochen und eine Schuld zugesprochen.

2. Sexismus

Da wäre ersteinmal der Duden:

Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts

Im Feminismus wird man nichts von Natur aus vertreten, aber da ein Mann immer Privilegiert ist und alle Männer von der Unterdrückung der Frau profitieren und daraus quasi eine Bringschuld der Männer hin zu einer Verbesserung der Stellung der Frau eingefodert wird lässt dies die Frauen als die Opfer durchaus besser sein und ihnen wird überlegenes Wissen zugeordnet, quasi wegen ihres Geschlechts.

Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert wie folgt:

• Sexismus ist die persönliche und gesellschaftliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Das kann sich gegen alle Geschlechter richten, es sind davon allerdings überwiegend Frauen betroffen.
• Sexismus heißt, dass für Personen eines bestimmten Geschlechts – meist für Frauen – traditionelle Rollenbilder, Umgangsweisen und ungleiche gesellschaftliche Bedingungen als gegeben angesehen werden.
• Sichtbar wird Sexismus z.B. in Witzen, abwertenden Sprüchen und Begriffen, in körperlichen Übergriffen, in ungerechten Arbeitsbedingungen und traditionellen Normen zur Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern.

Da ist es die persönliche und gesellschaftliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, die sich gegen beide Geschlechter richten kann.

Abwertende Sprüche und Begriffe gegen Männer gibt es dann im Feminismus auch zuhauf. Damit könnte man also durchaus arbeiten.

3. Rechtliches

Dann hätten wir noch Art 3 GG:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Da wäre auch nichts davon erwähnt, dass jemand aus einer Gruppe, die „Die Macht“ in der Gesellschaft hat, diesen Schutz nicht genießt. Denn das Grundgesetz stellt eben gerade nicht auf Gruppen, sondern auf Einzelpersonen ab.

Und auch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz differenziert da nicht, sondern verbietet generell jede Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, des Alters oder der sexuellen Identität:

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.