Warum zur Rettung der Rape Culture Theorie sexuelle Übergriffe, die nicht in die Theorie passen, klein geredet werden müssen

Es gab mal wieder einen interessanten Kommentar, der etwas mehr Platz verdient hat:

Lucas Schoppe schrieb:

Penny spielt ein unseriöses Spiel mit Wörtern, das heute für viele feministische Stellungnahmen so typisch ist: Sie wendet sich gegen etwas, was alle vernünftigen Menschen ablehnen (Faschismus, Vergewaltigungen, Menschenrechtsverletzungen) – und bezieht das dann völlig beliebig auf ihre politischen Gegner.

„Muslimen und Einwanderern muss es verwehrt bleiben, westliche Frauen zu missbrauchen, aber die Kehrseite davon ist, dass westliche Männer das straffrei tun dürfen“ Was schert mich die Realität, wenn ich mir meine Meinung schon so schön zurechtgelegt habe? „Westliche Männer“ kritisieren brutale muslimische Geschlechterbilder nur, damit ihnen Muslime nicht beim Vergewaltigen in die Quere kommen: Die Unterstellung hat nichts mit Realitäten zu tun, sondern erfüllt lediglich die Funktion, die eigenen Ressentiments ungestört erhalten zu können.

Wer die westliche Kultur rundweg als eine „Rape Culture“ hinstellt, hat eben ein Problem damit, wenn die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015 als erheblicher Bruch einer gewohnten Ordnung und zudem, von Frauen UND Männern, als Skandal und Verbrechen wahrgenommen werden.

Dieselbe Funktion erfüllten ja auch die haltlosen Vergleiche mit dem Oktoberfest durch Anna-Mareike Krause, Anne Wizorek und andere. Ganz dieselbe Unterstellung wie Penny in der taz hatte auch schon Stokowski zu Beginn des letzten Jahres im Spiegel lanciert. Es zeigt einfach nur: Diese Generation von Feministinnen hat keinen Funken Interesse, sich mit sozialen und politischen Realitäten auseinanderzusetzen, sondern ist ganz darauf fixiert, die eigenen Ressentiments zu schützen. Ganz gleich, was auch immer passiert.

In der Tat muss für sich die sich als Vergewaltigungsgegner darstellenden Feministinnen eine Situation, in der Leute und gerade nunmehr tatsächlich eine „Rape Culture“ annehmen, allerdings nicht eine, die ideologiekonform ist und sich auch gegen die falschen Verursacher wendet, als Bedrohung ihrer Theorie darstellen:

Nach ihre Darstellung ist die westliche Welt schon jetzt eine Rape Culture und das geradezu eines der bestimmenden Elemente, in denen die Gefahr nicht groß genug dargestellt werden kann und jede dritte Frau schon vergewaltigt bzw zumindest Opfer sexueller Gewalt war. Viele Frauen trauen sich der von den Feministen gemalten Welt vor Angst vor Übergriffen gar nicht mehr auf die Straße.

Wenn nunmehr ein neuer Umstand in die Gesellschaft kommt, hier: Flüchtlinge und die Vorfälle von Köln, dann bringt das eine gewisse Erklärungsnot: Warum wird so etwas wahrgenommen und führt zu Protesten, der tägliche Terror, der nach den feministischen Theorien aber Frauen gegenüber ausgeübt wird, wird mehr oder weniger Stil hingenommen?

Und natürlich muss ebenso das Narrativ gerettet werden, dass es vorher alles besser war. Man braucht also neue Zahlen, mit den richtigen Tätern, nämlich weißen Männern. In der Flüchtlingskrise geht den Feministinnen der „Bösewicht“ verloren und sie kämpfen mühsam darum, ihn wieder zu etablieren, indem sie neue Vorfälle erfinden müssen.

Und natürlich müssen sie eine weitere Verlagerung vornehmen: Es sind nicht die Frauen, die diese Rape Culture bemerken, die eigentlich viel schlimmere schon immer bestehende durch die weißen heterosexuellen Männer aber nicht.

Es sind die weißen Männer selbst, die die andere Rape Culture als Konkurrenz ansehen und deswegen bekämpfen. Das ganze als Machtkampf unter Männern um die „bessere Unterdrückung“ darzustellen erlaubt die Frauen aus der Gleichung zu nehmen, die als Unterdrückte eben nicht zu Wort kommen und denen insofern im Feminismus mal wieder die Stimme genommen wird.

Nur durch den Machtkampf weiße Männer gegen muslimische Männer bleibt die Theorie erhalten. Was die „ihr wollt ja nur selbst vergewaltigen“-Vorhalte erklärt.

„Neofaschismus ist im Kern ein Männlichkeitskult“ Eher ein Kult sehr klarer Zuordnungen zu Geschlechtern. Die Verherrlichung des opferbereiten soldatischen Mannes ergibt nur dann einen Sinn, wenn jederzeit klar ist, WOFÜR dieses Opfer gebracht wird: Für das Volk nämlich, das seinerseits im Kern durch die MUTTER repräsentiert wird.

Faschismus ist im Kern mindestens so sehr ein Mutterkult, wie er ein Männlichkeitskult ist. Daher gibt es denn ja auch deutliche Übergänge zwischen Feminismus und Faschismus, in Deutschland zum Beispiel von der bürgerlichen Frauenbewegung zum Nationalsozialismus. Der Mutterkult von bundesdeutschen Feministinnen wie Anita Heiliger wiederum befindet sich deutlich in der Tradition nationalsozialistischer Mutteridealisierungen.

(Dazu: https://man-tau.com/2016/12/07/die-unmodernen-wurzeln-einer-modernen-geschlechterpolitik/ )

Das heißt nun natürlich nicht, dass alle Feministinnen Nazis sind – aber dass Pennys Gegenüberstellung Faschismus vs. Feminismus haltlos ist.

Da sind wieder die Überschneidungen zwischen links und rechts nach der Hufeisentheorie. Rechts und links treffen sich, weil beide einen Kult um den Schutz der Frau errichten, der eine führt Gleichberechtigung und gegenwärtige aus der Benachteiligung resultierende  Schwäche als Grund an, der andere Differenz, die schutzbedürftig und wertvoll macht. Die Auswirkungen sind letztendlich die gleichen. Ich vermute, dass „Frauen beschützen“ eben etwas ist, was tief in uns verankert ist.

Wenn zudem andere Feministinnen darauf beharren, dass so tief unseriöse, ressentimentgeladene Positionen wie die Pennys nicht repräsentativ für DEN Feminismus sind – dann müssen sie sich halt stärker und kritischer damit auseinandersetzen, als sie es tun. Immerhin publiziert Penny in der taz, Stokowski im Spiegel, und Wizorek wird von Familienministerium protegiert. Das sind keine Randfiguren – im Gegenteil: Randfiguren sind im heutigen Feminismus die paar wenigen Feministinnen, die sich mit einem solchen Mist ab und zu auch mal kritisch beschäftigen.

Leider

 

 

„Einer Frau Blumen schenken ist Vergewaltigung (nach bestimmten Uni-Richtlinien)“

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„Deutsche Männer sind vorsichtig, schüchtern und asexuell“

Ein Beitrag in der Taz stellt die Sicht von Frauen aus anderen Ländern über deutsche Männer da:

Zuerst berichtet eine Polin:

Deutsche Männer haben den polnischen Männern eines voraus: Sie sind keine Muttersöhnchen. Als ich zum Studium nach Deutschland kam, zog ich mit zwei polnischen Jungs zusammen. Einmal kam ich von der Universität nach Hause, schloss die Wohnungstür auf und dachte, ich sei auf der falschen Etage gelandet. Da schrubbte eine wildfremde Frau den Fußboden. Aber ich war nicht falsch, es war einfach die Mutter des einen. Der hatte am Telefon geklagt, dass er mit dem Putzdienst dran sei. Da kam prompt seine Mutter angefahren. Und die beiden Jungs saßen im anderen Zimmer am Computer.

So etwas würde ein deutscher Mann wahrscheinlich nie tun. Zumindest kenne ich keinen, der so drauf ist. Viele deutsche Männer sind total vorsichtig, wenn es um Geschlechterrollen geht. Da zeigen Frauenbewegung und Feminismus ihre Wirkung. Die meisten deutschen Männer haben begriffen, dass sie bei Frauen und auch sonst nur weiterkommen, wenn sie partnerschaftlich sind.

Das ist etwas, was man durchaus häufiger von Frauen aus südlicheren Ländern hört: Deutsche Männer sind üblicherweise relativ emanzipiert, was auch verschiedenste Haushaltstätigkeiten angeht. Sie haben weit weniger Probleme damit zu putzen und zu kochen, während Männer aus patriarchischeren Kulturen das häufig als etwas ansehen, was unter ihrer Würde ist, weswegen man auch lieber nicht zu weit von der Mutter wegzieht, damit man beispielsweise mittags zu ihr zum Essen gehen kann. Das passt nicht ganz zur Schrecklichkeit des westlichen Patriarchats, wie es der (deutsche und amerikanische) Feminismus gerne an die Wand malt.

Das hat aber leider auch zur Folge, dass sie häufig nicht mehr merken, wenn eine Frau mal ihre Hilfe braucht.

Einmal versuchte ich im Zug, meinen schweren Rucksack ins Gepäckregal zu hieven. Gleich drei deutsche Männer standen neben mir und sahen zu, wie ich mich abmühte. Angepackt hat keiner. Ein polnischer Mann hätte mir den Rucksack aus den Händen gerissen und gefragt, was er noch für mich tun könne. Das klingt jetzt sicher sehr klischeehaft und es sind auch nicht alle Männer gleich – weder die polnischen noch die deutschen.

Ein polnischer Mann würde sich übrigens schon als Gentleman empfinden, wenn er das Handtäschchen seiner Frau trägt. Und das ist erst mal peinlich!

Im Feminismus würde man die Annahme, dass eine Frau dort Hilfe braucht vielleicht als „benevolenter Sexismus“ oder „wohlwollender Sexismus“ ansehen. Natürlich könnte man anführen, dass es eben nicht sexistisch wäre, jemanden zu helfen, der sich anscheinend abmüht. Aber wenn Männer in der Hinsicht negative Erfahrungen gemacht haben, dann ist es eben die Mühe nicht wert. Und wahrscheinlich ist jeder Mann schon mal irgendwie dumm angemacht worden, weil er einer Frau die Tür aufgehalten hat und hat einfach weit weniger Lust, derjenige zu sein, der da handelt, gerade wenn andere vorhanden sind, die es auch machen können. Es ist eben unter dieser veränderten Einstellung nicht mehr Sache des Einzelnen, hier tätig zu werden.

Eine Griechin schreibt dann:

Der deutsche Mann ist ruhig, rational, vernünftig und verlässlich. Er hilft im Haushalt und kümmert sich um die Kinder.

Dass ihr das gerade als Griechin so vorkommt ist aus meiner Sicht verständlich, in Griechenland sind die Geschlechterrollen eben noch wesentlich konservativer.

Der deutsche Mann trägt Hemden und die Haare zurückgekämmt. Aber er inszeniert sich weniger äußerlich, sondern eher durch sein Wesen: Er trägt seine Vernunft zur Schau und will mit seinem Wissen jemanden für sich gewinnen. Er möchte gern tolerant und fortschrittlich sein, aber das gelingt ihm nicht so richtig. Er erträgt es nämlich nicht, wenn seine Frau mehr verdient als er selbst und wenn sie auf der Karriereleiter über ihm steht. Aber das sagt der deutsche Mann nicht laut, er würde ja sonst als Chauvi gelten.

Also doch noch Defizite, wenn auch immerhin guter Wille: Er möchte fortschrittlich sein, bei bestimmten Punkten hapert es noch. Meiner Meinung nach ist es

Ich habe seit vier Jahren einen deutschen Freund. Mit griechischen Männern kann ich nichts anfangen. Die sind aufbrausend und laut und wollen immer recht haben. In Diskussionen mit ihnen schreit man sich eigentlich nur an.

Ein griechischer Mann würde nie einen Kinderwagen schieben. In Deutschland sieht man jeden Tag überall Väter mit ihren Töchtern und Söhnen. Deutsche Männer sind in den Augen von Griechen Weicheier.

In der Hinsicht ist die ausländische Perspektive aus meiner Sicht immer wieder erfrischend. Schade, dass man dennoch Männern in vielen Bereichen nicht die gleichen Rechte geben will.

Aber wann ist ein Mann eigentlich richtig männlich? Ein Grieche würde sagen: Wenn ich mir nichts sagen lasse, vor allem nichts von einer Frau. Dabei leben viele griechische Männer, bis sie heiraten, im Hotel Mama. Für mich ist ein Mann dann männlich, wenn er Visionen hat und sein Leben in die eigenen Hände nimmt. Mir scheint, der deutsche Mann unterdrückt starke Gefühle, zum Beispiel Wut. Aber nicht, weil er sie selbst unangenehm findet, sondern weil andere das stört. Viele deutsche Männer sind ständig damit beschäftigt zu überlegen, was andere Menschen über sie denken. Vielleicht täte dem deutschen Mann ein bisschen mehr Übermut ganz gut.

Auch insoweit kann ich mir vorstellen, dass man die Unterschiede aus einer anderen Kultur kommend, anders wahrnimmt. Viele Griechen gerade in Griechenland selbst haben eben durchaus eine andere Einstellung zu „Männlichkeit“ und sind eher noch Machos. Auch wenn es natürlich auch dort schüchterne Menschen gibt. Aber dort sind eben viele Handlungen innerhalb der klassischen Geschlechterrollen selbstverständlicher und ein Nachdenken darüber, was andere über einen Denken, würde eher erforderlich sein, wenn man sich nicht nach ihnen verhält (und dann als „Weichei“ gelten würde). Teilweise sind es also vielleicht einfach andere Bereiche in denen ein jeweiliges Nachdenken erforderlich ist.

Eine andere Einsicht in deutsche Männer kommt in einem Artikel bei Bento aus Großbritanien:

Wenn es Tinder nicht gäbe, hätte ich keine Ahnung, wie sich Menschen in Deutschland kennenlernen. Ernsthaft: Sie lernen sich entweder schon in der Schule kennen und bleiben dann für immer zusammen – oder aber Freunde helfen beim Verkuppeln. Was es in Deutschland nicht gibt, sind Männer, die einfach mal flirten.

Ich komme aus London, lebe aber schon seit sieben Jahren in Berlin. In Großbritannien sind Kerle sehr offensiv. Deutsche hingegen würden es sich nie erlauben, dich in einer Bar oder einem Club anzusprechen, oder – Gott bewahre – gar auf der Straße. Es gibt nur diese eine kleine Sache, die deutsche Männer machen. Sie ist so dezent, dass ich sie viele Jahre gar nicht bemerkt habe.

Achtung: Deutsche Männer schauen dich an.

Das ist schon alles. Sie schauen. Aus den Blicken muss frau dann erraten, ob sich ein Flirt entwickeln kann.

Auch hier wieder ein interessanter Einblick: Von Anne Wizorek, Deutschland junger Vorzeigefeministin, wird die Lage in Deutschland so beschrieben:

Viele Frauen wehren sich schon allein dadurch, dass sie jeden Tag trotzdem noch auf die Straße gehen anstatt sich zuhause zu verbuddeln. Für ganz viele Frauen ist es extrem schlimm einfach schon auf die Straße zu gehen.

Man darf sich gar nicht vorstellen als welche Hölle sie dann Großbritanien erleben würde.

 

 

„Meine Söhne sind blind für die Rape Culture“

Eine feministische Mutter und ihre Sicht auf ihre Söhne:

They’ve been listening to me talk about consent, misogyny and rape culture since they were tweens. They listened to me then, but they are 16 and 18 now and they roll their eyes and argue when I talk to them about sexism and misogyny.

“There’s no such thing as rape culture,” my other son said. “You say everything is about rape culture or sexism.”

I never imagined I would raise boys who would become men like these. Men who deny rape culture, or who turn a blind eye to sexism. Men who tell me I’m being too sensitive or that I don’t understand what teenage boys are like. “You don’t speak out about this stuff, mom,” they tell me with a sigh. “It’s just not what teenagers do.”

My sons are right about that much. Teenage boys, by and large, don’t speak out about slut-shaming or rape culture. They don’t call each other out when they make sexist jokes or objectify women. It’s too uncomfortable to separate themselves from the pack so they continue to at least dip their toes into toxic masculinity.

Ich hatte ja an anderer Stelle gesagt, dass man keinem Jungen eine feministische  Mutter, aber jeder feministischen Mutter einen Sohn wünscht. Hier kann ich die Jungs gut verstehen. Sie lehnen die Gehirngespinste ihrer Mutter ab und finden, dass diese vollkommen übertreibt. Für die Mutter muss es ein gewisser Schock sein. Da redet sie sicherlich Zeit ihres Lebens mit den Jungs, aber das Patriarchat ist einfach zu stark.

When I first talked to my sons about enthusiastic consent, they laughed at me. “No one is going to ask a girl before having sex with her,” they said. It’s too awkward and uncomfortable. Besides, they reassured me, you can tell whether a girl is consenting without having to ask her. But then one of my sons texted his sexually active friend to ask him whether he got consent from his girlfriend before they had sex. His friend quickly replied that he had to “encourage” her to do it a lot before she finally agreed.

My son didn’t call out his friend. He didn’t remind him that lack of enthusiastic consent means there is no consent. He didn’t say a word to him about consent at all, other than to ask the initial question, and that inaction hung heavy in the room between us. My sons, who are good boys and who know all about consent, do not speak out about consent. Not when it’s uncomfortable. Not when it might jeopardize their social standing. My sons who hate hearing about their own privilege nestle inside it like a blanket and accuse me of making up its existence.

My sons are part of the problem.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Mutter unglücklich oder insgeheim glücklich ist. Jetzt kann sie wunderbar an ihren Söhnen demonstrieren, wie schrecklich das Patriarchat ist. Immerhin scheinen sich die Jungs ganz normal entwickelt zu haben, auch wenn ihre Mutter vollkommen in den Fängen einer radikalen Ideologie gefangen ist.

I’m a survivor of rape and sexual abuse. My sons know this like they know I was once a reporter and I love curries and coffee. But they have never been sexually abused, and they can’t fathom what it’s like to stand in a scalding hot shower trying to burn away the touch of a stranger’s hands. I’ve told them why dismantling rape culture is so important to me, but they will never truly understand how survivors feel.

Weil es auch eine Überreaktion ist, dass sie nunmehr alle verpflichten will, eine nicht bestehende Rape Culture zu bekämpfen.

I wanted to believe that sharing my experience with them would make them understand. And even more important, that understanding would breed action; but that’s where the disconnect arose. My sons understand, as best as teenage boys can. But they aren’t willing to sacrifice their own comfort for my sake, or for anyone else. When it comes to speaking out against rape culture and questioning their own ideas and behavior, they become angry and defensive. Not all men, they remind me, and my guts wrench as my own sons mimic the vitriol of a thousand online trolls.

Da scheinen ihre Jungs ihre verrückte Mutter ganz gut ausblenden zu können. Das muss hart für sie sein, denn sie nimmt sie ja direkt als verdorben und böse wahr. Das sie die verrückte ist kann ihr nicht mehr in den Sinn kommen, dazu ist sie wahrscheinlich zu tief in der Sache drin.

No matter how often my sons remind me that they are good men, they don’t understand that being “good” is an action. You don’t earn the honor by simply shaking your head when you hear about Turner and other rapists being given lenient sentences. You earn it by acting to end rape culture, and by doing it even when it’s awkward and uncomfortable as hell.

Eine wunderbare Darlegung der Erbschuld. Es reicht als Mann nicht, wenn man nicht vergewaltigt, man muss aktiv eine imaginäre Rape Culture bekämpfen um „gut“ sein zu können. Und zwar mit vollem Einsatz. Sonst winkt leider keine Absolution.

My sons are good boys, just like thousands of other good boys in America. They understand consent and they won’t rape an unconscious woman behind a dumpster. But they aren’t allies in the fight against rape culture because they refuse to acknowledge their own culpability when they call a girl a slut or a whore, laugh at a sexist joke or remain silent when their friends talk about their own questionable sexual behavior.

And in this broken system, anyone who isn’t with us is against us. Particularly, and especially, men. Even my own sons — even yours. It’s not enough to teach our sons about consent; we have to encourage them to have the courage to speak out against rape culture, too.

Die armen Jungs. Ihre Mutter bekennt in einer Zeitung, dass sie sie als Feinde ansieht. Einfach weil sie Männer sind und ihren Kampf nicht führen wollen. Dieser Fanatismus, die Einteilung in Gut und Böse, Feind und Freund, und die Bereitschaft die eigenen Kinder bei Feind einzuordnen und sie „zu opfern“, weil der Feminismus und die Bekämpfung der Rape Culture eben wichtiger ist, ist schon enorm.

Der „Abschreckungseffekt“ bei Verurteilungen wegen Falschbeschuldigungen als Grund gegen eine Verurteilung

Ein sehr häufiges Argument bei Vorwürfen wegen Falschbeschuldigung ist, dass damit Zweifel verursacht werden, dass eine Anzeige einer Frau ihre Berechtigung hat. Dies, so wird dann weiter argumentiert, schreckt Frauen ab, Vergewaltigungsfälle anzuzeigen und macht es damit Vergewaltigern einfacher weitere Taten zu begehen.

Die Botschaft als Fangfrage formuliert lautet dann

„Wer dafür ist, dass Frauen wegen Falschbeschuldigung bestraft werden, der ist verantwortlich dafür, dass mehr Frauen vergewaltigt werden. Willst du, dass mehr Frauen vergewaltigt werden?“

Es ist ein Appell an den Beschützer, gerade wenn es an Männer gerichtet ist, und bei Frauen geht es in die Richtung von „Willst du, dass dir keiner glaubt, wenn du vergewaltigt worden bist oder willst du vergewaltigt werden, weil Frauen sich nicht getraut haben, die Tat anzuzeigen?“

Es sind insofern auch Appelle an „das Gemeinwohl“´oder „the Greater Good“. Was ist schlimmer, eine Falschbeschuldigerin laufen zu lassen oder einen Vergewaltiger? Der Vergewaltiger wird noch einmal vergewaltigten, der beschuldigte Mann kann zum einen immer noch seine Unschuld beweisen und zum anderen sind solche Taten eben, so wird dann oft weiter argumentiert, sehr sehr selten (allenfalls 3%), wohingegen wir in einer Vergewaltigungskultur leben, in der jede dritte Frau vergewaltigt wird.

Bei dieser Darstellung fällt die Entscheidung dann leicht: Wenn das eine zahlenmässig eh gering ist und Vergewaltigungen so häufig sind, dass man schon davon sprechen kann, dass man eine Vergewaltigungskultur hat, in der eh kaum einer der Täter bestraft wird,

Ich denke, dass an dieser Verteidigung bis ins Unsinnige, die der Feminismus selbst bei Fällen vornimmt, bei denen es allen anderen bereits peinlich geworden ist, weil die Fakten einfach zu sehr gegen eine Vergewaltigung sprechen:

Es darf aus der Sicht des Feminismus einfach keinen Fall geben, bei dem man ihr nicht mehr glaubt, weil jedes Aufweichen des Tabus eine Förderung von Vergewaltigungen ist.

Dass Problem dabei ist natürlich, dass die Zahlen weit übertrieben sind.

  • Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Falschbeschuldigungsquote deutlich höher ist
  • Es gibt ebenso gute Gründe die vom Feminismus angegebenen Zahlen zur Vergewaltigung als zu hoch anzusehen
  • Es werden die gravierenden Folgen, die eine Falschbeschuldigung haben kann, ausgeblendet und auch, dass auch hier eine Abschreckung notwendig ist, um Menschen zu schützen

Diesen „Abschreckungseffekt“ hat man kürzlich mir gegenüber Als „Chilling Effect“ bezeichnet, also als Abkühlungseffekt, bei dem eben das Klima als Abschreckend für eine Anzeige aufgefasst wird. Das deutsche Wort wäre wohl der Abschreckungseffekt.

Bizarrerweise ist es häufig gerade die feministische Aufregung über einen Fall, die diesen erst bekannt macht und bei dem dann deutlich wird, dass er sehr unwahrscheinlich ist. So gesehen scheint das Vorgehen des Feminismus aus dieser Sicht eher unklug. Natürlich hat es als Virtue Signalling innerhalb des Feminismus dennoch einen hohen Wert und kann wie man gerade sieht auch für politische Kampagnen genutzt werden.

 

Feministische Organisation NOW verleiht Emma Sulkowicz allen Ernstes einen Preis

NOW ist die größte feministische Organisation der USA. Sie verleiht jährlich einen „Women of Courage“-Award, also einen Preis für Frauen, die einen besonderen Mut gezeigt haben.

Dieses Jahr, 2016, hat diesen Preis Emma Sulkowicz bekommen.

E m m a S u l k o w i c z

Emma Fucking Sulkowicz.

Es sagt wohl alles über den modernen Feminismus auf, dass jemand, dessen Fall noch nicht einmal von den Kangaroo courts an amerikanischen Universitäten für „überwiegend wahrscheinlich“ gehalten wurde nun als Paradebeispiel für eine mutige Frau dargestellt wird.

Dazu passt gut ein Tweet, der deutlich macht, welches Geistes Kind Emma Sulkowicz ist:

Ihre Aussage dort ist also unter anderen:

„Wenn wir Beweisanforderungen in einem Vergewaltigungsfall benutzen, dann fallen wir in die Gewohnheiten von Vergewaltigungsleugnern“

Und wahrscheinlich hat sie dort noch Beifall dafür bekommen. Mich würde glatt interessieren, wie die Ressonanz bezüglich dieser Aussagen von Emma Sulkowicz bei dem #TeamGinaLisa wäre.

Natürlich hat aber der Feminismus nichts gegen Männer und möchte einfach Gleichberechtigung. Die ist aber eben leider erst erreicht, wenn man Männer auf den Zuruf einer Frau, dass sie vergewaltigt worden ist, bestrafen kann. Alles andere ist eben Rape Culture.

 

Männer sollten auf die Ängste der Frauen Rücksicht nehmen und die Straßenseite wechseln

Bekanntlich hatte Margarete Stokowski einen Artikel zur toxischen Männlichkeit geschrieben, der dann mit folgender Forderung aufhörte:

„Selbst Männer, die sich für komplett harmlos halten, können etwas dafür tun, dieses Klima der Angst zu ändern. Wenn Sie zum Beispiel abends auf der Straße allein hinter einer Frau laufen und diese Ihre Schritte hört, oder wenn Sie ihr entgegenkommen, wechseln Sie doch die Straßenseite. Sie ahnen nicht, wie erleichternd das sein kann.“

Was mich an diesem Vorschlag stört ist schlicht, dass er aus einer bestimmten Position herauskommt, die allen Männern eine Kollektivschuld für das Handeln einzelner zuweist. Weil Menschen aus der Gruppe Männer Frauen Angst machen, so Stokowoski, müssen es auch die Männer und nicht die Frauen sein, und zwar auch die Männer die gar nichts gemacht haben, die Mühen auf sich nehmen um diese Angst zu milden.

Tatsächlich geht es denke ich vielen Männern so, dass sie mitunter entsprechende Ängste wahrnehmen und nicht richtig wissen, wie sie darauf reagieren sollen. Sie merken, dass die Frau sich unwohl fühlt und wollen nicht bedrohlich sein. Das kann zu einem Dilemma führen, welches Maddes8cht hier in einem Kommentar gut dargestellt hat:

Ich empfinde es gelegentlich als wirklich unangenehme Situation, allein auf offener Straße einer Frau zu begegnen.

Situation z.B, die immer mal wider vorkommt.: Mit der Straßenbahn nach Hause fahren.
An der Zielhaltestelle steigt eine (junge?) Frau mit aus, aber weiter vorn (bei nem Doppelwagen können das schon mal 20, 30 Meter sein), so dass ich hinter ihr herlaufe. Sie hat blöderweise die gleiche Richtung wie ich.

Nach so spätestens 50 bis 150 Metern, wenn die Bahn weitegefahren und die Geräusche verebbt sind, muss sie eigentlich bemerken, dass ich hinter ihr her laufe.
Nu hab ich einen flotten Schritt, und viele Frauen laufen eher langsamer, also hole ich schnell auf. Ich will, wenn ich aus der StraBa komme, normalerweise schlicht und einfach bloß nach Hause.

Also ist im Grund das einfachste, einfach flott weiter zu laufen, und die Frau zu überholen, wenn man soweit ist.
Was macht die Frau aber, je näher ich ihr komme?
Sie läuft schneller !

Normalerweise sollte es einfach möglich sein, einfach in seinem eigenen Tempo und ohne all zu große Gedanken an andere die paar hundert Meter nach Hause zu gehen.

Ist es aber nicht. Ich Spüre geradezu das Kopfkino bei der Frau vor mir.
Soll ich nun langsamer laufen, bloß wegen der Frau? Noch schneller laufen, um zu überholen? Das mutet dann schon wie eine Verfolgung an.
Gar umständlich die Straßenseite wechseln, obwohl ich in 300 Metern wieder auf diese Seite muss, weil ich dort in die Seitenstraße einbiege?
Man stelle sich vor:
Ich geh auf der anderen Straßenseite flott an ihr vorbei. Die Chance, das gerade geschafft zu haben, bis ich auf Höhe meiner Seitenstraße bin, sind ziemlich gut. Dann würde ich GENAU VOR DER FRAU wieder zu ihr rüberlaufen – direkt auf sie zu. DAS ist dann RICHTIG Creepy.

Durch die Lage meiner Wohnung relativ zur Haltestelle ist das eine Situation, die mir tatsächlich immer wieder begegnet. Allein die dahinter liegende Unterstellung mir gegenüber als Mann empfinde ich als belastend.
Eine Stokowski wird mir natürlich empfehlen, bitteschön mit Rücksicht auf die Frau einfach kurz an der Haltestelle zu warten oder eben sdeutlich langsamer hinter der Frau herzulaufen, so dass der Abstand sich nicht verkleinert, sondern vergößert.

Es ist aber nunmal so, dass es durchaus vorkommt, dass solche unverfolgt aleine laufenden Fauen durchaus ziemlich langsam werden können. Weiß man vorher nicht, aber kann sein.
Und wenn ich Hunger oder Durst hab oder, noch schlimmer, aufs Klo muss, hab ich dazu besonders keine Lust.

Ich schrieb an anderer Stelle unter dem Stichwort „Welche Klischees stören dich“:

Das Klischee des gefährlichen Mannes. Neulich brachte ich den Müll raus, über eine Straße hin zu einem Sammelplatz. Vor mir ging eine Frau entlang und ich ging ungefähr im gleichen Tempo hinter ihr her. Es war zu sehen, dass sie sich unwohl fühlte mit mir im Rücken, weswegen ich meinen Schritt etwas verlangsamte um den Abstand zu vergrößern. Es ist wahrscheinlich bei ihr ein unterbewußtes Gefühl, aber ich empfinde es dennoch als unangenehm.

Dabei möchte ich anführen, dass es noch recht hell war und durchaus noch einige Leute auf der Straße. Es ist natürlich durchaus so, dass ich niemanden Angst machen möchte, ich sehe es aber, ähnlich wie maddes8cht auch nicht ein, dass ich große Mühen auf mich nehmen muss, weil ich ein Mann bin und mir daher als Klischee eine Gefährlichkeit unterstellt wird.

Ich habe verschiedene Diskussionen dazu geführt und dabei kamen einige Argumente immer wieder:

1. Es ist ja nur eine Kleinigkeit, also sollte man es tun, weil man anderen keine Angst zumuten sollte, selbst wenn diese irrational ist

 

Das wäre so etwas der Gentlemangedanke, der auch schnell etwas ins beschützende abgleitet: „Wenn die armen Frauen so ängstlich sind, dann wechsele doch als Mann einfach mal die Straßenseite, oder willst du Frauen Angst machen?“ Die Irrationalität der Angst (unsere Gesellschaft ist so sicher wie nie, Übergriffe von Fremden relativ selten) spielt in dieser Betrachtung keine Rolle, weil die Angst eben da ist und ein guter Mann eine Frau keine Angst haben lässt, gerade wenn er selbst die Quelle ist.

Da schwingt aus meiner Sicht auch eine gewisse Verantwortung mit, eine Akzeptanz der Gefährlichkeit.

Denn das klassische Gegenargument wird meist nicht beantwortet:

Hier wird kaum einer bereit sein, von Schwarzen oder Moslems einen Wechsel der Straßenseite zu verlangen, obwohl es sicherlich viele Frauen gibt, die in diesem Moment ebenso Angst haben. Es wäre aber ein moralisch schwieriger zu rechtfertigende Angst, die eben Fremdenfeindlichkeit und nicht Männerfeindlichkeit enthält, so dass in dieser Betrachtung die Forderung unmoralisch erscheinen würde. Deswegen kommt in diesem Moment meist gar keine Antwort.

2. Ob es irrational ist, ist deswegen egal, weil man Frauen nicht vorschreiben darf, wann sie Angst haben dürfen, man muss akzeptieren, dass sie Angst haben und entsprechend handeln

Ein weiterer Ansatz ist der, den Frauen eine gewisse Definitionsmacht zuzuweisen, etwa wie folgt:

Ich hatte vorher angeführt, dass es aus meiner Sicht wahrscheinlich mehr Angst macht, wenn Männer in großer Zahl die Straßenseite wechseln, weil das Motiv damit eben ganz deutlich wird: Was wenn er nicht die Straßenseite wechselt, dann wird er mich vergewaltigen wollen.

Hier gilt dann, dass man als Mann in die Entscheidung, was rational Angst macht, nicht reinreden darf. Diese muss man akzeptieren. Was natürlich auch durchaus richtig ist: Niemand kann kontrollieren, wovor er Angst hat. Aber Angst berechtigt dennoch nicht dazu, ein bestimmtes Handeln über das normale hinaus zu verlangen, schon gar nicht von einer ganzen Gruppe.

Der zweite Fehler dabei ist, dass es ja gar nicht alle Frauen verlangt haben, sondern eben nur Margarete Stokowski. Viele Frauen haben sicherlich ein mulmiges Gefühl – wie auch durchaus Männer bei zwielichtigeren Gestalten in einer dunklen Nacht – aber sie wissen, dass diese irrational ist und erwarten nicht, dass Männer deswegen große Umwege machen.

Andere Frauen führen es sogar deutlicher aus, dass sie es als ungerechtfertigte Panikmache sehen:

Auschfrei:

[Sie] zeichnet damit ein weltfremdes Bild überängstlicher Frauen, und ihrer permanenten eingebildeten Bedrohung durch Männer.

Für mich soll bitte kein Mann die Straßenseite wechseln. Das empfände ich als respektlose, ausgrenzende Geste, als wolle er mir zu verstehen geben, dass er mich für eine hysterisch-ängstliche Tussi hält, die nicht in der Lage ist, die Situation realistisch einzuschätzen.

Oder Miria:

Warum hält die das für eine Selbstverständlichkeit? Wer schürt denn dieses Klima der Angst? Sind das nicht eigentlich genau solche Artikel wie der hier besprochene, die mit einer Aufzählung von Verbrechen beginnen, um zu zeigen wie böse die männliche Hälfte der Menschheit ist?

Ich halte es hingegen für eine Selbstverständlichkeit, dass ich als Frau jederzeit überall hingehen, joggen oder sonstwas tun kann. Ich sehe es überhaupt nicht ein, mich von solchen Möchtegern-Feministinnen verängstigen zu lassen! Feminismus sollte bedeuten, Frauen zu empowern statt zu verängstigen!

Sollte ich mal Margarete Stokowski begegnen, werde ich ganz bestimmt die Straßenseite wechseln, solchen Personen möchte ich nicht zu nahe kommen!

Und auch auf Twitter habe ich entsprechendes gefunden:

Was auch deutlich macht, dass die Auffassung, dass Feministinnen automatisch für Frauen sprechen, so eben keineswegs stimmt. Tatsächlich sehen sich auch die meisten Frauen nicht als Feministinnen, weil ihnen diese zu extrem sind.

3. Weiteres

Ich finde die Angst der Frauen durchaus verständlich, weil Angst eben auch ihre evolutionären Gründe hat und Übergriffe auf Frauen einen sehr hohen Preis haben können, so dass auch eine übertriebene Angst evolutionär sehr sinnvoll gewesen sein kann. Hier muss man bedenken, dass wir heute in wesentlich sichereren Zeiten leben, so dass damals die Anwesenheit eines Fremden sicherlich noch mehr Grund zur Angst war.

Deswegen halte ich aber die Panikmache im Feminismus dennoch für schädlich, weil sie diese Furcht zusätzlich bedient und Appelle, dass man nun an jedenfalls die Straßenseite wechseln solle sogar für kontraproduktiv und zudem schlicht unrealistisch. Wie man an jedem Trampelpfad in einem Park, der einen schönen Rasen zerstört, aber den Weg etwas abkürzt, sieht, ist der Mensch zu faul dazu, solche Mühen auf sich zu nehmen – und das auch durchaus zurecht. Denn die, die bereit sind auszuweichen, würden eh der Frau nicht gefährlich werden und haben abseits des Virtue Signalling kein Interesse daran. Das dieses Signalling zudem nur bei einer Fremden sinnvoll ist – vor einem bekannten Mann werden die wenigsten Frauen Angst haben, macht es noch unattraktiver.

Bei mir würde noch eine Trotzreaktion dazu kommen. Um so mehr es als Pflicht dargestellt wird, die aus meiner Erbschuld als Mann kommt und nicht nur eine starke Höflichkeit ist, die ich freiwillig ausführe, um so mehr sinkt auch meine Bereitschaft dazu. Denn dann empfinde ich es als Anmaßung mir gegenüber, die ich zurückweisen möchte.