Piratinnenkon, Dennis Plagge und das Hausverbot (Video)

Im Rahmen der Piratinnenkon war es zu einem Hausverbot für einen der Piraten, Dennis Plagge, gekommen, der sich kritisch geäußert haben soll. Angeblich habe er sich nicht an die Regeln gehalten. Nun gibt es das Video dazu:

 

Ein Beitrag, der vollkommen harmlos ist, ein Hinweis auf anderweitige Parteibeschlüsse und die Satzung und darauf, dass man seine eigenen Erlebnisse nicht auf die Piraten übertragen sollte.

Dazu der berechtigte Wunsch zu wissen, warum er gehen soll und was ihm genau vorgeworfen wird.

Vielleicht wäre es für die Piratinnenkon eher wichtig als Lehre aus diesem Vorfall mitzunehmen, dass man in einer Partei keine Ämter übernehmen kann, wenn man mit Kritik in dieser sehr milden Form nicht umgehen kann. Erst recht nicht angesichts der für die Piratenpartei typischen Internet-Shitstorms.

Ich verlinke noch einmal meinen offenen Brief an die Piratenpartei

 

Piratinnenkon

Vom 6.04. – 07.04  findet auch die „Piratinnenkon“ statt,  den ich ganz interessant finde, weil dieser wohl hauptsächlich von radikaleren Feministinnen getragen wird.

Das Programm lautet wie folgt:

Tag 1 – Klärung nach Innen

interne Zielrichtung: „Piratinnen empowern“

  • Kompetenzen entwickeln, kommunizieren, vernetzen (mit Piratinnen, Piraten, Dritten)
  • Warum erzeugt das „Frauenthema“ so starke Emotionen?
  • Welche Probleme werden aus Sicht der unterschiedlichen Frauenhaltungen identifiziert und welche Lösungen zur Überwindung der Probleme/Barrieren haben die Workshops der Konferenz hervorgebracht
  • Verständigung zwischen verschiedenen Frauenhaltungen
  • Dialog mit Queer, was uns trennt und was uns verbindet
  • Wo stehen die männlichen Feministen?
  • Wie gehen wir mit Angriffen um? (Männerrechtler)
  • Traumatisierte Frauen und traumatisierte Männer im Dialog
  • Umgang mit Sexismus (positive Beispiele von Reaktionen innerhalb der Piratenpartei)
  • geschlechtergerechte Sprache
  • genderübergreifene/barrierefreie Kommunikationsmöglichkeiten
  • Dialog mit dem BuVo
  • Wie können wir mehr Frauen in Ämter und Mandate bekommen? – Ursachen, Status Quo, Lösungen

Tag 2 – Wirkung nach außen

externe Zielrichtung – Piratenpartei wirkt nach außen

  • Stereotype Bilder von Piratinnen/Frauen und Piratenpartei (sexistischer Männerbund?)
  • Feminismus – was ist das? Warum ist er wichtig?
  • Wie kann die Piratenpartei attraktiver für Frauen werden?
  • Wie lassen sich weibliche Wähler*anteile stärken und gewinnen? (Analyse des Status Quo – Perspektiven)
  • Thema: „Geschlechtergerechte Sprache“
  • Piratinnen in der Presse
  • Vorstellung der weiblichen BT Kandidatinnen, Fokus auf ihre Kompetenzen
  • Präsentation der erarbeiteten Lösungen im Rahmen einer Podiumsdikussion
  • Pressekonferenz

Man erkennt schon eine gewisse feministische Handschrift

Das ganze sorgte auch gestern auf Twitter für einige Aufregung:

ZB hier nachzulesen

Einen weiteren Überblick findet man in dem Artikel „Harte Fronten vor der Piratinnenkon

Dieser betraf insbesondere die dort aufgestellten Regeln(Auszug):

  • Das Thema der Konferenz ist „Frauen in der Piratenpartei / Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft“. Wortbeiträge, die diesem Thema entgegen arbeiten (z.B. Maskulinismus, Männerrechtler) widersprechen dem Thema der Konferenz und werden deshalb auf dieser Konferenz keinen Raum erhalten.
  • Die Konferenzorga darf Personen von der Teilnahme ausschließen, die sich nicht an die Regeln halten. Mit dem Eintreten in die Konferenzräume erklärst du dich einverstanden, der Aufforderung des Awarenessteams, ggf. zu gehen, unverzüglich Folge zu leisten.
  • Im Rahmen der Konferenz geht es hauptsächlich darum, Fragen zu stellen und den Antwortenden zuzuhören. Vermeide eine Beurteilung des Gesagten oder eine Diskussion darüber, sofern es nicht innerhalb des Konferenzprozesses als Aufgabe gestellt wurde.
  • Beleidigungen, herablassende Kommentare, persön­liche Angriffe, „ironische“ Besser­wisser_innen-Sprüche oder auch einfach nur plumpe Kommentare wie “Feminismus ist scheiße, Männer werden auch unterdrückt” sind unerwünscht.
  • Unterlasse sexistische, rassistische, homophobe, transphobe, lookistische und sonstwie diskriminierende Kommentare (“So sind Frauen / Männer nun einmal” / “Schwule verhalten sich so und so”).

Auf den Protest hin wurden die Regeln zwischenzeitlich wohl überarbeitet:

  1. Wir sind uns des Themas der Konferenz bewusst und wertschätzen den gegebenen Rahmen.
  2. Wir lassen uns gegenseitig aussprechen und warten mit unseren Beitrag, bis die anderen fertig sind.
  3. Wir sprechen verständlich und nicht zu laut.
  4. Wir stellen Fragen und hören aufmerksam zu ohne zu beurteilen oder zu diskutieren.
  5. Wir gehen respektvoll miteinander um unabhängig vom Geschlecht. Wenn wir Hilfe brauchen ist das Awareness-Team für uns da.
  6. Wir richten uns in der Art und Weise, wie wir Unbekannte ansprechen, nach deren Wünschen und akzepektiere das.
  7. Wir achten auf unseren eigenen persönlichen Grenzen und die der anderen.
  8. Wir respektieren die Gefühle und Lebenserfahrungen aller Teilnehmer*innen. Das schließt auch schmerzvolle Erfahrungen wie Diskriminierung und Verletzungen ein.
  9. Wir gehen davon aus, dass alle ihr bestes geben.
  10. Wir respektieren und halten uns an diese Regeln und sind bereit die Konferenz zu verlassen, wenn wir mehrfach dagegen verstoßen.

Was schon wesentlich neutraler klingt

Es gibt schon etwas dazu:

In diesem Podcast (ich selbst habe ihn mir noch nicht angehört) ging es wohl auch um Folgendes:

Vor allem von Minute 15:10 bis ca. 15:40, wo Organisatorin Ursula behauptet dass “Mikrofone [auf dem Bundesparteitag] auf die Frequenzen von Männerstimmen” eingestellt seien. Die Mikrofone, so führt sie weiter aus, führten dazu dass Frauen “kreischig” klängen.

Was wohl technisch nicht zutreffend ist, wie Asemann in seinem Blogpost darlegt. Es wird dort geschlussfolgert:

Das bedeutet dass Radikalfeministinnen die PiratinnenKon organisieren, und das bedeutet dass das Ergebnis nachher sowieso lauten wird dass Frauen in Deutschland schwerstens diskriminiert werden (jetzt auch durch die patriarchale Tontechnik!), und dass die Piratenpartei jetzt dringend “yet another Quotenpartei” werden muss.

Ein Transcribt der Stelle lautet wie folgt:

„Es fängt bei so simplen Dingen an, dass die Mikrofone, wenn wir am Bundesparteitag sind, dass die auf die Frequenzen von Männerstimmen eingestellt sind, das ist einfach so. Und (lacht) allein diese Frage … also und dann heisst es: ‚Wenn Frauen reden, die kreischen so‘.

Es wäre aber durchaus möglich zwei Mikrofone aufzustellen, es müssen dann nicht nur männlich/weiblich getrennt sein, aber höhere Stimmlagen brauchen ’ne andere Aussteuerung. Ich mach‘ das jetzt mal an diesem Beispiel klar, dass es helfen könnte mal zu Fragen, ja was bräuchte es denn, damit sich Frauen wohler und unterstützter fühlen.“

Das zeigt vielleicht eher,  dass sie sehr schnell solche Benachteiligungen annimmt, bei denen Fraueninteressen nicht berücksichtigt werden, ohne dies wirklich hinterfragt zu haben, muss aber keine unbedingte Radikalität bedeuten.

Es passt aber in das radikalfeministische Mindset:  „Die Stimmen klingen irgendwie schrill, dass muss doch daran liegen, dass Fraueninteressen nicht hinreichend berücksichtigt worden sind“, dass dann unkritisch übernommen wird.

Wenn das das Niveau wird, auf der Ausgrenzungen von Frauen besprochen werden, dann wäre es jedenfalls bitter.

Ich bin mal gespannt, ob das eine konstruktive Veranstaltung wird oder nicht. Es hängt wohl auch davon ab, wie auf Radikalfeminismus reagiert wird und reagiert werden darf.

Wer was neues hat, der kann es ja in den Kommentaren darstellen

Die Piratenpartei und der Feminismus: Ein offener Brief

Liebe Piraten,

ihr seid eine junge Partei, die in vielen Punkten erst ihren Weg finden muss. Gerade bei den Frauenfragen ist dies noch nicht geschehen, wie zahlreiche Diskussionen unter euch zeigen

Wie ein Pirat den Feminismus kennen lernte,  Piraten der feministischen SeeNerd gegen Femi-NerdPostgender, Feminismus, Antifeminismus Und GenderpopenderPostgender? Damit sind die Piraten von gesternKleiner Rant in die ungefähre Richtung der PiratenPiraten, Feminismus & KlischeedenkenLiebe EMMA!Feminismus und MännlichkeitNehmt den Männern den Feminismus aus der Hand!Kann eine Feministin Piraten wählen?Gender Trouble bei den PiratenEqualismus als gesellschaftliche Plattformneutralität (und ein bisschen Feminismus)Der Feminismus kauft dir keine Schokoladenfabrik, Genosse!Liebe EMMA-Redaktion. Ihr könnt mich mal!, Frauen im Boot bringt Unglück, Postgender in der Piratenpartei; Den eigenen Respekt bekommt man nicht von AnderenPiraten-Post-Gender: Nichts tun, wenns brennt?Was du nicht sehen willst ist trotzdem da oder warum Postgender im Falle der Piratenpartei antifeministisch istPostgender,  Warum mach ich den Scheiß eigentlich? und sicherlich noch viele mehr

Ihr habt inzwischen auch ein Positionspapier des KegelclubsKegelklub/PositionspapierEqualismus, in dem es heißt:

Zu den wichtigsten Zielen, die wir unterstützen und für deren Verwirklichung wir uns einsetzen wollen, zählen die Dekonstruktion des sozialen Geschlechtes, die Gleichstellung und echte Chancengleichheit der verschiedenen Geschlechter und die Abkehr vom binären Geschlechterdenken.

Aber ihr solltet auch hier eure Wurzeln beachten und überlegen, ob das feministische Dekonstruieren, also ein poststrukturalistischer Feminismus das Richtige für euch ist.

Ihr seid angetreten für Transparenz, für neue Wege, für Aufbrechen des Politikbetriebes. Ihr seid eine Schar junger Menschen, hauptsächlich Männer, die zum Großteil in technischen Bereichen anzusiedeln sind. Ihr seid sachlich denke Personen, die gerne Vorgängen auf den Grund gehen. Ihr seid zu einem nicht geringen Teil Nerds.

Warum wendet ihr das nicht auch auf den Genderbereich an?

Laßt euch nicht vom unwissenschaftlichen Genderfeminismus einwickeln und hinterfragt seine Grundlagen. Sie sind einfacher zu hinterfragen als ihr denkt.

Nehmt die Privilegientheorien. Kritik läßt sich, wie diese beiden Artikel „Kritik: „Männer sind privilegiert“  und Männliche Privilegien, weibliche Privilegien und wohlwollender Sexismus zeigen, recht schnell vorbringen.

Nehmt die Konstruktion der Geschlechter durch die Gesellschaft. Der zugrundeliegende Poststrukturalismus ist nicht eure Denkweise. Ihr denkt in Fakten, nicht in Beliebigkeiten. Ihr seht, dass E=mc2 keine sexistische Gleichung ist und wenn ihr euch die Argumente anschaut, die gegen diese Theorien sprechen, dann werdet ihr sehen, dass sie die wesentlichen Fragen nicht beantworten kann.

Warum soll alles konstruiert sein, wenn wir Wesen sind die langsam durch Evolution entstanden sind und wir ganz klassisch in das Schema passen, dass sich auch bei anderen Säugetieren und Primaten findet? Was ist überhaupt der Beleg dafür, dass alles konstruiert ist? Wie kann die genderfeministische Theorie die Zwillingsexperimente erklären, wie den Zusammenhang von Transsexualität mit Hormonrezeptoren?

Nerds sind nicht dafür bekannt, soziale Ansichten nachzubeten. Sie sind dafür bekannt logisch an eine Sache heranzugehen und sie im Detail auseinanderzunehmen. Diese Möglichkeit bietet euch die normale Foschung im Geschlechterbereich.

Die logischen Abwägungen der Sexual Strategies Theory sind nerdy, die abstrakte Betrachung von Schönheit als Attraktivitätsmerkmale ist nerdy, die Nachweise für die Red Queen Theory über Zwitterfische und ihre Geschlechterwahl ist nerdy.

Wer wäre ein besserer Beleg als Sheldon Cooper selbst:

Sheldon Cooper: New topic. Where are you in your menstrual cycle?

Penny: What?

Sheldon Cooper: I’ve been doing some research online, and apparently female primates, you know, uh… Apes, chimpanzees, you… They find their mate more desirable when he’s being courted by another female. Now, this effect is intensified when the rival female is secreting the pheromones associated with ovulation. Which brings me back to my question, where are you in…?

[Penny slams the door in his face]

Sheldon Cooper: Clearly, I’m 14 days too early

Die meisten von euch werden eh eher Dawkins lesen als Butler. Ihr müßt euch nur bewußt machen, wie sehr sich die beiden widersprechen.

Auch die Sokal-Affäre sollte euch näher sein als der Poststrukturalismus. Ihr glaubt nicht, dass der Mond der Hintern einer dicken Frau ist und würdet auch insoweit nicht auf eine Diskursanalyse, sondern auf Wissenschaft verlassen.

Es ist Zeit den Genderfeminismus mit spockscher Logik zu betrachten und festzustellen, dass er keine Grundlage hat und gegen wissenschaftliche moderne Feststellungen verstößt. Und das dann auch darzulegen.

Ihr seid in vielen Fällen genau der Nachweis, dass Männer nicht privilegiert sind. Weil Nerds genug gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren und die Vorteile von Frauen in der Gesellschaft nur zu deutlich wahrnehmen. Weil ihr die Friendzone kennt. Lasst euch nicht einlullen von unlogischen Betrachtungen über Geschlechter.

Und keine Angst, das bedeutet nicht, dass ihr ein veraltetes Frauenbild vertreten müßt. Lasst euch keine Strohmänner entgegen stellen, die Biologie ist bezüglich der Einzelperson nicht festgelegt und flexibel.

Lasst euch euren Postgenderansatz nicht ausreden: Sein lassen ist ein guter Weg um den Geschlechtern gerecht zu werden, während verzweifelte Quoten nur zu Ungerechtigkeiten führen.

Fragt euren Kegelclub nach den Grundlagen, die üblicherweise nicht mehr behandelt werden dürfen. Fragt sie nach männlichen und weiblichen Privilegien, danach wie Sprache so allmächtig werden kann, fragt sie zur Wissenschaftsfeindlichkeit ihrer Theorien, fragt sie was eigentlich die Kernargumente sind, mit denen Butler ihre Ansicht begründet. Fragt sie, wie die Queertheorie mit sexueller Selektion vereinbar ist.

Ihr seid eine Partei der Hinterfragung und der Transparenz. Lasst nicht zu, dass auch bei euch einfach „Biologismus“ gerufen wird um eine Ideologie abzusichern!

Wer gegen die Auswirkungen verschiedener Spielarten des Feminismus ist, insbesondere den Genderfeminismus, der ist nicht frauenfeindlich. Haltet diesen Ausführungen lieber den Equityfeminismus entgegen, der für Gleichberechtigung ist, aber nicht für krampfhafte Gleichstellung über alle Unterschiede hinweg.

Er ist besser mit eurem Postgenderansatz vereinbar.

Beste Grüße

Christian

Der Rücktritt von Marina Weisband und Frauen in der Politik

Marina Weisband ist vom Vorstand der Piratenpartei zurückgetreten und erläutert dies in einem Spiegelinterview:

Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nur 30 Stunden pro Woche der Partei widmen kann, doch in Wahrheit geht viel mehr Zeit drauf. Ich stehe unter enormem Druck, mache zwei Jobs gleichzeitig. Einmal die interne politische Arbeit, dann die Öffentlichkeitsarbeit. Nebenbei mache ich mein Diplom. Ich bekomme das auch gesundheitlich nicht mehr unter einen Hut. Ich kann schlichtweg physisch nicht mehr weitermachen.

SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie das näher erklären?

Weisband: Es ist richtig, dass ich im Moment öfter mal Krankheitsphasen habe. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen. Das ist für die Partei aber ein Unsicherheitsfaktor. In dieser Situation ist es mir erst einmal wichtiger, eine Grundlage für mein Leben zu schaffen und meinen Abschluss zu machen – und in einem Jahr zu gucken, wie es aussieht. Ein Jahr möchte ich mindestens Pause machen und mich von der Doppelbelastung erholen.

Vielleicht hat ihr Rücktritt tatsächlich einfach gesundheitliche Probleme, aber er passt auch ganz hervorragend in das Geschlechterschema. Ein von Susan Pinkers Hauptthesen in „Das Geschlechter Paradox“ ist ja, dass Frauen ein geringeres Interesse daran haben, ihr persönliches Leben einer Karriere unterzuordnen und es lieber etwas ruhiger angehen lassen, dafür aber mehr Zeit für persönliche Belange haben. Das wiederum ist eben mit den meisten Spitzenjobs nicht vereinbar, die deswegen ganz überwiegend mit Männern besetzt sind, die den Anreiz des zusätzlichen Statuserwerbs dieser Jobs höher werten.

Das passt ja auch zu der hier bereits einmal zitierten Auffassung von Baum aus der Piratenpartei (auf die Frage, warum so wenig Frauen dort in Führungspositionen sind):

„Die Frauen wollen halt nicht so in der ersten Reihe stehen, da muss man dann ja manchmal vor hundert oder tausend Leuten sprechen.“

Auch eine interessante Stelle:

Ich habe viel Hilfe bekommen, aber es gibt einiges, was ich nicht abgeben kann. Ich kann die Entscheidungen der Bundesvorsitzenden nicht wegdelegieren, ebensowenig meine Medienauftritte. Es ist teilweise so gewesen, dass ich in eine Sendung eingeladen wurde – und wenn ich Ersatz angeboten habe, wurde er nicht genommen. Sondern sie wollten nur mich.

Was eigentlich nicht recht zu einem Patriarchat oder der hegemonialen Männlichkeit passt, denn die hätten ja eigentlich einen männlichen Ersatz mit Kusshand nehmen müssen. Klar, dass sie mitunter auf ihr Aufsehen reduziert wurde,

Marina Weisband Piratenpartei

Foto: Bastian Bringenberg

dass wäre auch ein zu diskutierendes Thema. Aber ungeachtet dessen sieht man hier, dass sich die Presse auf weibliche Politikerinnen stürzt und sie in Talkshows haben will. Was ja auch wieder dagegen spricht, dass sie lediglich aufgrund Diskriminierung nicht in die Spitzenpositionen kommen.