Julien Blanc und Pickup

Monentan sorgt ein Pickup-Ausbilder von RSD (Real Social Dynamics), Julien Blanc, für Aufregung. Er soll Tipps gegeben haben, nach denen man einfach zu Frauen hingeht und ihren Kopf in den eigenen Schritt in Simulation eines Blowjobs drückt.

Feministinnen sehen darin, dass solche Seminare angeboten werden einen Nachweis bzw. eine erneute Bestätigung der Rape Culture und rufen dazu auf, Veranstaltungen überall zu stören, wo er auftreten will.

1. Material zu Julien Blanc

Dass Video, in dem er dies macht, ist wohl inzwischen leider gelöscht, ich habe nur noch diese Ausschnitte gefunden:

Aus dem Video:

When you go to Tokyo…if you’re a white male, you can do what you want. Just grab her, pull her in. She’ll giggle. Just say PIKACHU or POKEMON or something to take the pressure off. I’m romping through the streets (of Tokyo) just grabbing girls and it’s like (motions) head on dick (pfft) head on dick, yelling ‘PIKACHU’ with a Pikachu shirt on…Every foreigner who is white does this. When you see that one foreigner in the crowd in Tokyo and your eyes will lock and you know that he knows and he knows that and it’s this guilty look like you both fucked a hooker or something.

Hier beschreibt er zunächst, dass man sich als weißer Ausländer in Japan wohl so ziemlich alles erlauben kann und das er deswegen dazu übergegangen ist, sehr sehr direkt zu sein auf die oben geschilderte Art.

Ich finde sein Verhalten dort stark übergriffig, wenn es wirklich Leute sind, die er gerade erst auf der Straße getroffen hat, es also keine vorherige Interaktion gegeben hat, in dem sie Interesse gezeigt haben. Selbst dann wäre es immer noch stark übergriffig, je nachdem wie viel Druck er ausübt.

Sicherlich kann dies durchaus effektiv sein, weil ein paar der Frauen bei solchen Handlungen vielleicht dieses dominante Verhalten durchaus anziehend finden und rückwärts rationalisieren, dass er was haben muss, wenn sie so mit sich umgehen lassen. Zumal er abgesehen von diesen Videos in anderen Videos durchaus Charme hat und selbstsicher wirkt. Ich kann mir vorstellen, dass er es eher verkaufen kann als andere, was aber dennoch die Übergriffigkeit nicht rechtfertigt.

Ich habe in ein paar Videos von ihm reingeschaut, auf der Suche nach dem beanstandeten Material und er scheint abgesehen von seinem Japanausflug relativ normales Pickup zu verwenden.

Hier gibt er vernünftige Ratschläge, nach dem was ich gehört habe ist es alles auch nicht übergriffig. Er scheint eher ein gutes Auftreten zu haben.

Auch hier habe ich nichts besonderes entdeckt:

Anderes Material spricht dafür, dass er eine starke Dominanz-Schiene fährt, mit einem sehr autoritären und auch beleidigenden Ton, der sehr herausfordernd ist. Eine Menge Push-Pull, alles sehr schnell, so dass auch hier weil sie keine Zeit zu reagieren hat, eine Rationalisierung eintreten kann, dass er einen hohen Status hat und man das so akzeptiert hat. Auch dies ist kein Stil, den ich gut finden würde. Aber die Ego-Nummer, in der man selbst großartig ist, alles machen kann, alle Kritik weglächelt, habe ich auch – wenn auch in milderer Form und weit weniger aggressiv – schon in Aktion gesehen und sie klappt durchaus.

Ich bin dafür etwas frecher zu sein als man eigentlich normalerweise ist. Ich bin dafür auch durchaus sexuell und herausfordernd zu sein. Und die passenden Signale vorausgesetzt kann man auch einiges recht spontan machen. Sie niederzumachen finde ich jedoch falsch. Es würde mich interessieren, wie Frauen seine Interaktion erleben, also ob sie es witzig und frech finden oder zu einem großen Teil einfach nur aufdringlich. Bei der oben gezeigten Verkäuferin und den älteren Frauen wirkte es auch mich eher aufdringlich und so als würden sie nicht wissen, was sie machen sollen.

2. Julien Blanc Pickup als „Troll Game“

Auf „Return of Kings“ findet sich ein Text dazu, in dem seine Art Pickup zu betreiben, wie folgt beschrieben wird:

In her video, #TakeDownJulienBlanc creator Jennifer Li says:

What is messed up about this guys behavior is that one – he knows that what he is doing is wrong because he says in his video, “I didn’t know how much I could get away with,” and you don’t say I’m going to get away with something , if you don’t think that what you’re doing is wrong.

“I didn’t know how much I could get away with,” is  the voice of a child who was never taught boundaries. It is the voice of a child who never had a father to teach him right from wrong, or to give him meaningful challenges by which to discover the limits and abilities of his own powers.

Other RSD coaches have said that for Julien, the drama is the sex. Julien will actually continue to fuck with a girl he knows will go home with him because he enjoys creating an emotional roller coaster that more than getting laid. If that doesn’t sound like behavior learned from women, I don’t know what is.

Years before #TakeDownJulienBlanc, Julien made videos where he said his favorite way to open girls was to point and call them a dog. While this opener would offend women, it got their attention. Julien’s game is to troll women and then win them over by reframing his actions. If you’re offended by what he does, congrats, his game worked.

When Jezebel did a hit piece fellow RSD coach Jeffy Allen, Julien was jealous because he wanted to be the subject of that much drama. He emailed offensive messages to Jezebel editors hoping they’d cover him. I have no doubt that Julien is relishing much of the controversy that surrounds him now. No one would give him attention when he was a fatherless young man who wanted girls to talk to him, and now he’s got his own hashtag.

Das ist eine der Erfahrungen die man in dem Bereich häufiger macht: Es ist erstaunlich, mit wie viel man durchkommt, wie folgenlos bestimmte Sachen bleiben und das Frauen vieles davon auch einfach gut finden, es als Zeichen davon sehen, dass man selbstbewußt genug ist um soziale Regeln zu brechen, dass man genug Status hat, um über den Regeln zu stehen. Wir sind in einem Netz sozialer Ängste gefangen, die daraus entstanden sind, dass man wesentlich bekannter in seinem Umfeld war als in der heutigen anonymen Welt und sich schlechtes Verhalten damit erheblich nachteiliger auswirken konnte. Wenn man das übertreibt, dann kann man wie wohl Julien Blanc, einfach die Reaktionen der anderen ausblenden, sie für unwichtig erklären, und sich alles erlauben. Man schockiert damit, was man sich erlaubt um danach wieder relativ normal aufzutreten als wäre nichts passiert. Übrig bleibt bei den einen Verärgerung, bei den anderen die Einschätzung, dass man wohl jemand ist, der das darf. Gerade wenn man vorher ein Außenseiter war, dann kann das vielleicht zusätzlich befreiend wirken, weil es tatsächlich eine Form sozialer Macht ist. Allerdings um die Beeinträchtigung anderer erkauft.

3. Muss man deswegen gegen Pickup sein oder ist damit Pickup insgesamt abzulehnen?

Die Elemente, die Julien Blanc unangenehm und übergriffig machen, sind keine essentieller Bestandteil von Pickup. Sie entsprechen nicht kaum aus der Theorie herauszulösenden Elementen wie etwa dem Patriarchatsbegriff im Feminismus.

Man kann problemlos auf sie verzichten. Viele Ausrichtungen im Pickupbereich gehen in eine ganz andere Richtung, etwa indem man in „indirekt Game“ wesentlich zurückhaltender auftritt und eher einen Vorwand hat. „Direct Game“, bei dem man zusätzlich sehr aggressiv auftritt, ist insofern eine besondere Spielart von Julien Blanc, die sicherlich auch andere vertreten, die man aber nicht anwenden muss. Es steht jedem frei, Pickup auf eine Art zu praktizieren, die nicht erfordert, dass man die Köpfe von Frauen in den eigenen Schoss drückt.

4. Sollte man jetzt alle RSD-Seminare stören?

RSD ist eine große Gesellschaft, in der ganz verschiedene Stile zusammenkommen. Darunter sind genug, die einen vollkommen anderen Stil vertreten als das extreme Verhalten von Julien Blanc.

5. Weitere Artikel zu Pickup

Story Telling und „Canned material“

Ein Freund von mir kann wunderbar erzählen, aber er hat auch seine besonderen Lieblingsgeschichten. Wenn wir in einer neuen Gruppe sind und es auf bestimmte Themen kommt, dann erkenne ich mitunter schon seine leichten Überleitungen zu einer der Geschichten und weiß, dass er sie gleich erzählen wird. Sie sind gut und kommen in der Regel gut an, aber ich habe sie auch schon zwanzig mal gehört. Ich habe inzwischen sogar schon eine Anschlußgeschichte parat, die ebenfalls lustig ist. Je nach Stimmung schiebe ich sie nach. Sie gehört zu meinem Fundus von Geschichten, die ich auch ansonsten gern erzähle.

Jeder hat solche Geschichten, die er in bestimmten Situationen gerne erzählt und bei denen die Freund bereits beim Ansetzen schmunzeln, weil sie wissen, was kommt.

Das ist normal.

Neulich war ich auf einer Party und in der Runde, in der ich mich aufhalte stehen Männer und Frauen recht gemixt. Es ist eine WG-Party, Informatiker sind bunt gemischt mit Medienwissenschaftlern, Lehrämtlern und was noch nicht alles. Einer der Gäste flirtet mit einer recht hübschen Frau, sie scheinen sich gut zu verstehen, es ist eine gute Dynamik, in die auch der Rest der Gruppe eingebunden ist. Er erzählt ein paar lustige Geschichten, was zwei andere Gäste daran an eine andere lustige Geschichte erinnert, die ihnen beiden geschehen ist. Der eine von beiden, sagen wir mal erkennbar nicht derjenige, der erfolgreich bei Frauen ist, hatte wohl auf einer Party eine Frau kennengelernt, der andere, der sonst keinen auf der Party kannte, hatte keine Lust alleine zu sein und hat solange schlechte Geschichten über seinen Freund erzählt, bis es der Frau zu blöd wurde und sie gegangen ist. Dabei ist es durchaus lustig, was er über seinen Freund erzählt hatte, er merkt aber gar nicht, dass es ihn selbst und seinen Freund erneut verdammt schlecht aussehen lässt. Denn der eine hat es ihm erkennbar nicht gegönnt, dass er eine Frau kennen lernt und das gibt für beide kein gutes Bild. Weder er noch sein Freund merken es. Sie finden die Geschichte lustig und merken ihre Wirkung gar nicht. Man merkt ihm auch an, dass er sie gerne erzählt.

Das alles erinnert mich an einige Lektionen aus Pickup in denen es darum geht, dass man sich etwas „Füllmaterial“ beschafft, um die erste Zeit mit einer Frau zu gestalten, wenn man diese als neuen Kontakt anspricht. Der Gedanke dabei ist, dass derjenige, der jemanden anspricht, interessant sein muss, damit der andere das Gespräch fortsetzen will. Kommt es zu „Hi, ich bin X, wie heißt du“ Ich heiße Y“ „Achso …. äh…. *grillenzirpen* *einrunderbuschballrolltdurchdasgespräch* … Was machst du so?“ dann wird sie den ersten Kontakt nicht als anregend wahrnehmen und – sofern sie nicht zufällig bereits aufgrund körperlicher Anziehungskraft oder anderen Umständen eh auf einen steht, eher nach Möglichkeiten suchen, einen wieder loszuwerden.

Pickup geht daher davon aus, dass es in dieser Phase, in der man quasi Anziehung generieren muss, am besten etwas material parat hat, was man statt der nutzen kann, dass man also Routinen und Stories entwickelt, mit denen man über die erste Zeit hinwegkommt. Dazu gibt es verschiedene Routinen, Spiele oder sonstiges Material, bei dem man schauen muss, ob es zu einem passt. Am interessantesten fand ich aber die dortigen Ausführungen dazu, wie man sein eigenes Material verbessert und sortiert.

In einer Flirtsituation sollte man danach nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern eine, die einen in einem guten Licht darstellt und die richtigen Gefühle erzeugt. In einem der Bücher war irgendwo das Beispiel, dass einer die Geschichte erzählte, wie er in einem Fastfoodrestaurant in einem Bürger mal auf eine dort enthaltene Schabe gebissen habe. Selbst wenn man diese Geschichte gut erzählt erzeugt sie im wesentlichen Ekel, der dann mit dem Erzähler verbunden wird und den Gedanken, diesen zu küssen, sicherlich eher nach hinten verlagert.

Statt solcher Geschichten wird demnach – da man sich in einer Phase befindet, in der es um sexuelle Anziehung geht – eher dazu geraten, dass man eine Geschichte erzählt, die klassische „Attraction Switches bedient, also:

  • Pre-selected by women (“Von anderen Frauen für gut befunden)
  • Leader of men. (Anführer anderer Menschen)
  • Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)
  • Willing to emote (In der Lage gesunde Gefühlsbindungen einzugehen)

Geschichten können ein Bild von einem selbst transportieren und das kann positiv oder negativ sein. Es liegt an einem selbst, da ein gutes Bild darzustellen. Natürlich kann das ein schmaler Grad sein: Wer es übertreibt, der wirkt nicht mehr authentisch, seine Geschichten wirken überkonstruiert. Wer eine Geschichte erzählt, bei der er alle Frauen bekommen hat, alle Männer ihn folgten und er am Ende noch seine Nichte aus dem brennenden Haus rettet, dem wird man in den meisten Fällen nicht glaube.

Man muss also eine Geschichte auswählen, die zu einem passt und nicht einfach irgendetwas aus dem Netz nehmen. Aber es kann sich lohnen, seine bereits bestehenden Lieblingsgeschichten mal daraufhin zu untersuchen, ob sie diese Elemente enthalten. Und die dann vielleicht etwas mehr zu betonen. Und die, die das nicht tun, daraufhin zu untersuchen, was sie eigentlich für ein Bild von einem transportieren.

Pickup rät auch, dann an seinem Stil zu arbeiten. Eine gute Geschichte nimmt einen mit auf eine Reise, sie erzeugt Gefühle. Eine gute Geschichte hat eine Struktur und passend gesetzte Pointen/Höhepunkte. Die gleiche Geschichte wird von einem Erzähler langweilig, vom zweiten super lustig sein. Weil er ihren Rhythmus falsch setzt oder die Pointe vorwegnimmt. Weil er sie zu trocken erzählt oder zu lang und mit zu vielen unwichtigen Details. Weil er nicht darauf achtet, ob seine Zuhörer die tolle Geschichte auch wirklich interessiert – die beste Geschichte ist verloren, wenn das Publikum nicht für sie bereit ist und eigentlich zB gerade den Ort wechseln möchte.

Gegen Canned Material wird häufig eingewandt, dass nichts langweiliger ist, als eine Geschichte immer wieder zu erzählen und man nicht der Typ sein möchte, der das macht. Aber wir alle haben für klassische Gesprächssituationen unserer Standarderwiderungen, wir haben unsere Standardgeschichten und unsere Standardwitze. Es fällt einem nur vielleicht nicht so auf, wenn man es sich nicht bewußt macht. Natürlich: Wenn das Gespräch eh fließt, dann kann man auch gut darauf verzichten. Aber es schadet nichts, ein paar Pfeile im Köcher zu haben, die einen etwas interessanter machen. Und wer daran arbeitet, diese immer weiter zu verbessern oder sich auch nur allgemein damit auseinandersetzt, wie man eine Geschichte besser erzählt, der kann dieses Wissen und diese Geschichten einsetzen, wenn er sie braucht.

Vorbereitet zu sein ist selten ein Fehler.

 

Elliot Rodger

Ich mache mal einen eigenen Beitrag dazu auf:

 

(sein Youtube-Kanal)

Weitere Beiträge:

Der Frauenhasser:

Ein durchgeknallter Teenager in den USA ballerte 6 (oder 7) Menschen nieder. Mindestens 4 von denen waren Männer. Als ob die Sache an sich nicht schon schlimm genug wäre, konstruiert der feministische “Spiegel” daraus das folgende: Sechs Tote in Kalifornien: Student handelte offenbar aus Frauenhass

Elliot Rodger und “Männer die Frauen hassen”!

Nun ist etwas passiert. Ein junger Mann hat Frauen erschossen. Ist zum Mörder geworden. Zwar nicht an Feministinnen, es waren einfach junge Mädchen. Er hat eine Botschaft hinterlassen. Ein Manifest eines Frauenhassers. Bald schon wird dargestellt werden, wie sehr dieser Mann von der Maskulistenbewegung beeinflusst war. Es wird aufgezeigt werden, dass es die Konzepte, die Theorien der Männerbewegung waren, die in so beeinflusst haben. Die PUA- Philosophie. Und es wird schnell die Betätigung der ermordeten Frauen in feministischen Kreisen als Grund der Ermordung “nachgewiesen” werden (was auch sonst, es ist heutzutage für die meisten jungen Mädchen in, alltagsfeministisch zu sein).

Warum manche Vorwürfe Müll sind

Ein Amokläufer wird in die “Maskuecke” gestellt. Es wird wieder das Bild eines frauenhassenden Mannes entwickelt. Schade nur, dass der Mann insgesamt gestört war und die meisten seiner Opfer männlich. Passt zwar nicht, ist den Medien daher aber egal.

Genderama: Junger Mann begeht Massaker, Männerrechtlern und Verführungskünstlern wird Schuld gegeben

Im übrigen war Elliott Rodgers vor dem von ihm begangenen Massenmord offenbar auch auf einer Seite von Pick-Up-Hassern akriv gewesen, wo Frauenfeindlichkeit besonders stark geblüht habe. Das alles führt eher zu dem Bild eines Mannes, der sich in seiner Verstörtheit ganz unterschiedlichen Lagern zugewendet hat, um irgendwo die Lösung zu finden. Selbst Menschen ohne sexuelle Erfahrung schien er als potentiell revolutionäre politische Kraft wahrzunehmen:

The SPLC also pointed out that Rodgers considered himself a part of a group calling themselves ‘incels’ — involuntary celibates — and spoke of a ‘incel revolution,’ writing “One day incels will realize their true strength and numbers, and will overthrow this oppressive feminist system. Start envisioning a world where WOMEN FEAR YOU.”
Schon vor zehn Jahren, als ich über Menschen ohne Beziehungserfahrung recherchiert habe, fühlten sich diese Menschen, insbesondere die Männer dort, dadurch gebrandmarkt, dass es in Medienberichten über Amokläuft häufig heißt, der Betreffende habe noch nie eine Freundin gehabt. Sehen mich „normale Menschen“ als potentiellen Amokläufer? fragte sich so mancher von ihnen.

 

Männerstreik: Elliot Rodger und sein Mißbrauch im feministischen Mainstream

Es dauerte keine 24 Stunden, bis der Vorfall nun auch in deutschsprachigen Medien angekommen war und auch hier in den Artikeln der Täter als Frauenhasser bezeichnet wird, was die Feministinnen hierzulande ebenso in Verzückung versetzt, dass sie wieder gegen Männerrechtlerwettern können.  Dabei frage ich mich, wo genau Elliot Rodger ein Mänerrechtler (MRA) gewesen sein soll:

  • Schrieb oder sprach er jemals über Feminismus oder äußerte er Kritik am Feminismus?
  • Hat er sich gegen die medizinisch nicht notwendige Beschneidungen von Jungen eingesetzt?
  • Hat er sich für das Aufbrechen von Geschlechterrollen auch für Männer engagiert?
  • Wollte er das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in den heutigen veränderten Zeiten neu gestalten?
  • Wollte er sich verstärkt für Väterrechte und die Rechte von Kindern aus Trennungsfamilien einsetzen?
  • Hat er sich an der schlechteren Gesundheitsversorgung und kürzerenLebenserwartung von Männern gestört?
  • Hat er die stark asymmetrische Verteilung von Hilfsorganisationen und Hilfen für Männer und Frauen in schwierigen Lebenslagen / Krisen beklagt?

Malture: Elliot Rodger: Muss das jetzt sein?

Wenn er sagte, dass er Frauen hasst, dann ist er wohl ein Frauenhasser, daran rütteln zu wollen entzieht einem doch jede Glaubhaftigkeit. Und wer diesem 4:2 Vergleich erliegt, macht wohl auch beim KZ-vs-Gulag-Elendsbullshitbingo mit. -Mal ganz davon abgesehen, dass ihr sicher auch von den eigentlichen Absichten bei der “Frauenfete” gelesen habt.

Ich habe keinen Bock zu lesen, wie Feministinnen jetzt unbedingt auf die Nähe zur PickUp-Szene und Männerrechtlern bestehen wollen. Außerdem die ganze Tragödie zu einem weiteren Beweis für den “Mann als Tätergeschlecht” zu missbrauchen.

Jeder Mensch ist für sein Handeln selbst verantwortlich, da kann kein PickUp, kein Videospiel und auch kein Horrorfilm etwas daran ändern. Zumal es in der Szene keine Gewaltaufrufe gegenüber Frauen gibt. Garantiert nichtmal bei unseriösen Agenturen, die aus unsicheren Jungs ihr Kapital schlagen. Das mit dem Tätergeschlecht muss ich wohl nicht erklären.

 

Wikipedia:

The killing spree started at the attacker’s apartment on Seville Road, where his three roommates were later found stabbed to death with a knife.[9][10][7] Shootings then occurred at eight different locations, starting at a sorority house, where two members were killed and a third wounded on the front lawn. The attacker then drove to the Isla Vista Deli Mart, where he fatally shot a student. He then continued firing at pedestrians on the sidewalk, hitting several, including a woman that was injured in the leg at a 7-Eleven convenience store, and also struck a bicyclist with his car.[4][11][12][13] Witnesses described seeing a black BMW 3 Series coupé[14] that was speeding, sometimes on the wrong side of the street,[5] and „spraying bullets“. The attacker reportedly talked to some of his victims before shooting them.[15]

(…)

The perpetrator was tentatively identified as 22-year-old Elliot Rodger by family members, which was later confirmed by police officials.[1][10][12] He was born in London, England, and moved to the United States when he was five years old. His father is filmmaker Peter Rodger, whose credits include working as an assistant director for the film, The Hunger Games.[24] His mother is Malaysian Chinese Li Chin[25] and his stepmother is actress Soumaya Akaaboune.[1] His paternal grandfather was British photojournalist George Rodger.[26]

According to the Rodger family’s attorney, Rodger saw multiple therapists and was a student at Santa Barbara City College. The lawyer also claims that Rodger was diagnosed with „highly functional Asperger syndrome“ as a child[27] and was allegedly bullied.[12] He had a YouTube account, a Facebook account, and a blog titled Elliot Rodger’s Official Blog, all of which contained posts expressing loneliness and rejection. His Manifesto mentions a cocktail of drugs that he was prescribed, though how long he was being treated with them and what drugs remain unknown at this time. [16]

A week prior to the shooting, his parents reported him to police after being concerned about his behavior and YouTube videos.[12] Prior to this, police had contacted Rodger two separate times. The first incident occurred on the summer of 2013, where he claimed he was beaten by several people, but investigators presumed he was the aggressor. The second occurred in January 2014, where he accused his roommate of stealing candles and performed a citizen’s arrest; the roommate was later properly arrested and prosecuted.[28][7]

Rodger posted a video on YouTube on the day of the attack, titled Elliot Rodger’s Retribution, in which he complained of being rejected by women and described details of his upcoming attack.[6] In the video, he laid out his motivations and plans.[29] Police said they were investigating the video.[30][31] In the video he says:

Tomorrow is the day of retribution, the day in which I will have my revenge. …You girls have never been attracted to me. I don’t know why you girls aren’t attracted to me, but I will punish you all for it.[5]

In his 140-page manifesto titled „My Twisted World“, he also outlined some of his plans:

On the day before the Day of Retribution, I will start the First Phase of my vengeance: Silently killing as many people as I can around Isla Vista by luring them into my apartment through some form of trickery.[32]

Klingt als hätte er allgemein Probleme gehabt sich sozial einzufügen und eine gewisse soziale Bindung aufzubauen, was erklären würde, warum er so schlecht bei Frauen ankam. Dies hat dann klassisch zu einem Hass auf Frauen, die ihn ablehnen und Männer, die nicht abgelehnt werden und wahrscheinlich auch auf Menschen allgemein geführt.

Mal sehen, was die nächsten Tage an weiteren Informationen bringen.

Hier auch noch mal ein Bild von ihm, ich kann mir schon vorstellen, dass eine Frau ihn optisch interessant findet:

Eliot Rodger

Eliot Rodger

Pickup: Zeitbeschränkungen (False Time Constraint) und Kostenmangement

Ein aus meiner Sicht wichtiges Konzept im Pickup ist die Time Constraint. Dabei geht es darum, dass man mögliche aus der Sicht der Frau bestehende Ängste, was denn passiert, wenn man  langweilig oder Creepy ist und sie einen eigentlich wieder loswerden will.

Weil Frauen die höheren Fixkosten des Sex tragen und uch üblicherweise eher die sind, die härtere Selektionskriterien haben, ist es aus meiner Sicht verständlich, dass sie sich eher als Männer mit dem Gedanken beschäftigen müssen, was passiert, wenn das Treffen mit einem interessenten schlecht läuft. Das ist schon aus evolutionärer Sicht gut erklärlich, da eben das Risiko einer Vergewaltigung mit Schwangerschaft aufgrund der potentiellen hohen Kosten auch weitere Risikobetrachtungen sinnvoll machen kann.

Meine Vermutung wäre das viele Frauen eher unterbewusst in solchen Situationen eine Bauchentscheidung treffen, wie sie den anderen Einschätzen, wobei diese auch davon abhängt, welchen Umfang der Kontakt hat.

Die unterbewusst zu beantwortende Frage wäre demnach „wird mir das Spaß machen“ bzw. „Wird es möglicherweise unangenehm werden?“. Das muss noch nicht einmal eine schlechte Wertung für einen selbst sein, wenn die Frau einen zB so gut findet, dass sie möglicherweise mit einem schlafen möchte, sich aber nicht ganz sicher ist, dann muss sie möglicherweise auf der Basis recht geringer Informationen das Risiko einkalkulieren, wie dies verläuft.

Es kann aber auch nur um kleinere Punkte gehen. Wenn man eine unbekannte Frau fragt, ob sie mit einem einen Kaffee trinken geht, dann muss sie verschiedene Fragen für sich beantworten

  • wird das ein angenehmes Kaffee trinken?
  • wird es vielleicht ein unangenehmes Kaffee trinken?
  • wenn ich ihn in mein Leben lasse, wie ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn nicht mehr loswerde, dass er mich später stalkt oder mich immer wieder anspricht?
  • wird er möglicherweise unangenehm werden, wenn er merkt, dass ich nicht an ihm interessiert bin?
  • usw.

Dieser Frage gegenüber steht der potentielle Wert, aber bei durchschnittlichen Aussehen des Mannes ist es eben kein großer Verlust die Zeit nicht in ihn zu investieren, so dass in diesem Moment der sicherste Weg ist, das Date/das Gespräch abzulehnen, wenn man kein gutes Gefühl hat.

Hier kommt nun die Zeitbeschränkung bzw die falsche Zeitbeschränkung ins Spiel. Sie dient dazu, dass man die potentiellen Kosten einer negativen Interaktion gering erscheinen lässt.

Man sagt also beispielsweise „Entschuldigung, ich muss gleich weiter, aber ich wollte nur kurz etwas fragen“. Jetzt geht ihre Kalkulation eben nicht mehr in die Richtung „geht der überhaupt noch mal weg? Wie werde ich ihn los, wenn er merkwürdig ist? ist er cool/gutaussehend genug, dass es sich lohnt?“ sondern das Unterbewußtsein registriert, dass er nur wenig Zeit hat und einen daher nicht viel abverlangen wird. Dies gibt einem etwas mehr Zeit einen tatsächlichen Wert zu demonstrieren, der ihr die Einschätzung, ob man nervt oder nicht, ob sich der Einsatz lohnt oder nicht, auf einer breiteren Faktenbasis ermöglicht. Ist man dann lustig oder interessant und man versteht sich gut, dann ist es jedem egal, dass man die selbst behauptete Zeitbeschränkung nicht einhält.

Diese Kostenverringerung kann man in vielen Bereichen vornehmen. Ich hatte hier schon einmal einen anderen Fall davon geschildert:

Ich erinnere mich an ein Treffen, bei der ich eine Frau, mit der ich flirtete und von der ich schon einige sehr positive Signale bekommen hatte, nach Hause fuhr und sie mich fragte, ob ich am nächsten Tag früh raus muss. Ich dachte mir, dass es ja positiver weise so war, dass ich am nächsten Morgen tatsächlich nicht raus musste und sie mich, wenn ich dies mitteilen würde, ja zumindest ohne Sorgen noch auf einen Kaffee zu sich einladen könnte. Sie stieg aus, bedankte sich für die Fahrt und lud mich nicht zu sich ein.

Etwas später hörte ich aus irgendeiner Reihe dazu die Theorie, dass eine Frau, die fragt, ob man am nächsten Tag früh raus muss, überlegt, ob sie einen mit reinnimmt, aber auch die Sorge hat, dass sie einen dann nicht mehr loswird, falls es doch nicht so gut läuft. Also fragt sie in der Hoffnung, dass man etwas vor hat um bewerten zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man lange bleibt. Der Rat war zu sagen, dass man leider früh raus müsse, aber wo sie schon fragt würde man gerne kurz ihre Wohnung sehen, einen Kaffee trinken, dann müsse man leider schon wieder aufbrechen. So kann sie einen gefahrlos einladen, wenn der Abend dann gut läuft ist es eh egal, was man vorher gesagt hat.  Ich erkannte also zB die Bedeutung einer Zeitbeschränkung oder eines Time Constraints.

Auch hier geht es darum, in ihre Kostenrechnung für den negativen Fall geringe Kosten einzustellen, um das Unterbewußtsein zu beruhigen. Wer zu früh (also vor der Demonstration eines eigenen Werts) die potentiellen Kosten zu hoch sein läßt, der wird eher eine Ablehnung erhalten, wer es schafft diese Kosten im Vorfeld gering zu halten, der wird diese mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit erhalten.

Insofern sind Time Constraints nur Ausformungen des Grundgedankens, dass man der Entscheidung gegen sich die Attraktivität nehmen muss bzw. die Ängste, dass eine Entscheidung für einen negative Kosten haben wird, so klein wie möglich halten muss. Viele Mechanismen im Pickup kann man bei näherer Betrachtung in diesem Bereich einordnen. Beispielsweise geht es im Bereich Last Minute Resistance darum, dass man ihr deutlich macht, dass man sie für den Sex nicht verurteilt und sie auch keinen Übergriff befürchten muss. Die dortigen Vertrauensbildenden Maßnahmen machen letztendlich nur deutlich, dass sie sich keine Schreckensszenarien über den Sex oder das danach ausmalen muss, dass also Ängste vor negativen Kosten eines Handelns unberechtigt sind.

Noch einmal zu dem Konzept von einer Pickup Seite:

False Time Constraint (FTC)

Quick Definition: A statement a pickup artist makes when opening a set to communicate that he will not be able to remain long, reassuring them that he will not take up too much of their time.

Full Definition:
Developed by Style, the FTC helps to keep sets from getting annoyed by the presence of a new stranger. Whenever people meet someone they don’t know, they feel a certain amount of concern about how much time that person is going to take up.

FTCs have the subtle effect of preemptively dissuading such feelings and also making the presence of the PUA more valued, as he may leave at any minute, which creates a feeling of scarcity. FTCs allow the PUA enough time to reach the hook point, at which point the group or target will try to get the PUA to stay.

A common FTC:

“I have to get back to my friends real quick, so I only have a minute, but I wanted to ask your opinion on something…”

Usage:

Using an FTC helped my set feel more comfortable and kept me from getting blown out

 

Das ist natürlich auch in vielen anderen Bereichen üblich, in denen man etwas von Leuten will:

  • Haben Sie Zeit für eine kurze Umfrage/darf ich sie kurz stören?
  • Ich wollte ihnen nur ganz kurz den SUPERGerät3000 vorstellen, es dauert 5 Minuten
  • etc.

Es betrifft Bereiche, bei denen man in das Territorium des anderen eindringt und dieser entscheiden muss, ob er einen hinein lässt oder abwehrt.

In diesen Bereichen sind wird allerdings vorsichtiger geworden, weil wir auch hier die gleiche Berechnung anstellen, und eine Umfrage / das Supergerät 3000 meist nicht interessieren.

Weil es bei diesen Sachen so offensichtlich ist, dass wir sie nicht wollen neigen wir schnelle zu ihrer Ablehnung. Aus den gleichen Gründen erfolgt im Pickup auch die Abgrenzung indirektes Ansprechen und direktes Ansprechen. Auch hier spielen diese Faktoren mit hinein.

Beim direkten Ansprechen wird gleich deutlich, dass man etwas von ihr will. Deswegen laufen auch die oben dargestellten Berechnungen und ein gewisser Abwehrreflex kann entstehen.

Beim indirekten Ansprechen schiebt man aber einen anderen Grund für die Kontaktaufnahme vor (Beim „Opinion-Opener“ beispielsweise soll der Eindruck erweckt werden, dass man nur eine bestimmte Frage beantwortet haben möchte, in Verbindung mit einer Zeitbeschränkung entsteht so der Eindruck, dass man denjenigen schnell wieder los wird und das Unterbewusstsein aktiviert den Abwehrinstinkt nicht / hat weniger Angst vor zu hohen potentiellen negativen Kosten („Ich muss gleich wieder rüber zu meinen Leuten, aber ich brauche gerade mal eine weibliche Meinung zu einem Problem…“)

Noch ein Text dazu:

A false time constraint is one of those little things you can do which can have a surprisingly large impact on your success rate. All a false time constraint (or “FTC” for short) is a comment like, “I have to get back to my friends in a minute, but …” delivered at a key moment.

FTCs work because when you approach or lock in with a group, their defenses are – naturally – up. They’re wary that you’ll be uninteresting or unpleasant, and an FTC disarms them. It allows them to relax because, even if it turns out they don’t like you, they know you’ll be gone soon.

There are two key times to deliver a FTC. The first is when you open. Rather than just launching into your opener, e.g., “Hey, Give me a female opinion on something …” you add a FTC. “Hey. I’ve got to get back to my friends in a minute, but before I do, give me a female opinion on something …”

The other time to use a FTC is when you are joining the set in such a way that you’re entering their space. For example, you open a set who is seated at a table. You’re standing as you open. They respond, and, as you sit down, you deliver a FTC as you give the next part of your opener. Here you are disarming, in advance, their fear that you’ll impose yourself in an unwanted way on the group by staying.

Generally you’ll only deliver one FTC per set. If the set is seated, and you know you’ll want to deliver a FTC when you sit down, you might, instead, root your opener. Rooting your opener just means giving the set a reason why you’re opening them. For example, you might say, “My friend just told me this crazy story, let me know what you think …”

If these concepts seem trivial, experiment with them. Most PUAs discover that they get less resistance from their targets early, and open successfully more often, when they use these tools. The impact they have is small, but very real.

Ich meine auch, dass man damit einiges an Abwehr abfangen kann und es gut ist den Mechanismus dahinter zu verstehen. Kostenmanagement auch in Bezug auf irrationale Ängste ist etwas, was unser Gehirn automatisch anstellt und für einiges an Unannehmlichkeiten sorgen kann. „Creepiness“ kann man insofern auch schlicht als Vorgang ansprechen, bei dem in die Kalkulation des anderen die potentiellen Folgen bei einem negativen Ausgang vergrößert werden (auch weil man zu früh deutlich macht, dass einem ein bestimmter Ausgang zu wichtig ist, was das Risiko erhöht, dass man eine Entscheidung in diese Richtung nicht akzeptiert). „Aloofness“ und „Ergebnisunbekümmertheit“ machen deutlich, dass derjenige ein von einem nicht gewünschtes Ergebnis nicht erzwingen wird. Zeitbegrenzungen zu setzen betrifft ebenfalls diesen Bereich indem es darstellt, dass man nicht die Zeit und dadurch auch nicht das Interesse hat, die negativen Folgen zu groß werden zu lassen.

Pickup-Konzepte im Schnelldurchgang

Heartiste hat einen Spickzettel für Pickup zusammengestellt, auf dem eine Menge erwähnt ist:

1. Konzepte

  • Agree & amplify

Auf eine Aussage, die etwas in Richtung Shittest geht, zustimmen und einen draufsetzen. ZB Sie: „Bin ich zu dick“ ER: „ich wollte ja nichts sagen, aber so langsam meine ich, dass sich Objekte um dich herum in eine Umlaufbahn eintreten“ oder  Sie: „Gibst du mir ein Getränk aus?“ Er:“Nur ein Getränk? ich dachte wir gehen Möbel kaufen?“ oder ähnliches

  • Disqualification, yours and hers

Disqualifikation bedeutet, dass man bei einem neuen Kontakt einmal deutlich macht, dass man nicht needy und zu sehr hinter ihr her ist und zum anderen deutlich macht, dass sie sich als etwas besonderes darstellen muss, wenn sie einen erobern will.

Eine Variante ist der Neg, also zB das Kompliment, dass eine kleine Bösartigkeit enthält oder anderes Verhalten, dass man normalerweise nicht bei einer Person zeigen würde, die man will. Es soll zum einen erreichen, dass sie sich entspannt, weil sie davon ausgeht, dass sie nicht wieder einen Verehrer abwehren muss und zum anderen auch bewirken, dass sie überlegt, warum man nicht einfach der Verehrer ist und sich insofern herausgefordert fühlt. Es kann insbesondere dazu führen, dass die klassischen Rollen vertauscht werden: Sie will einen verführen, ist also aktiver.

  • Social proof/preselection

Darstellen, dass andere einen als hochwertig akzeptieren/andere Frauen an einem interessiert sind. Da in sozialen Systemen die Entscheidungen anderer über eine Person ein wichtiges Signal ist, wird dies gerne unterbewußt verwertet

  • Push/pull

Push und Pull dient dazu, eine gewisse sexuelle Spannung zu erzeugen, indem man zwischen die Punkte, mit denen man Nähe signalisiert, sie also quasi zu sich heranzieht, auch immer mal wieder etwas macht, was eine gewisse Distanz signalisiert, sie also wieder wegstößt. Das kann darin bestehen, dass man sie beim Spazierengehen plötzlich leidenschaftlich heranzieht und  küsst und das dann mittendrin abbricht mit einem „So, dass reicht erstmal“. Oder indem man verschiedene Verhalten kombiniert, etwa eine Ausage wie „Du bist schon etwas anstrengend“ mit einem im Arm nehmen oder vergleichbares

Der Effekt ist, dass der Pull schlicht mehr bedeutet, wenn er ab und zu mit einem Push kombiniert wird und es die Sache spannender und einen selbst weniger berechenbar macht.

  • Hot/cold

Ein Konzept, dass besagt, dass eine gewisse Varianz im Verhalten eine tiefere Bindung erzeugt als immer das gleiche Verhalten. Zudem wird durch die Varianz auch eine stärkere gefühlsmäßige Reaktion erreicht. Es ist vergleichbar mit Push/Pull

  • Teasing

„Was sich neckt, dass liebt sich“ sagt man schon als deutsches Sprichwort. Spasshaft etwas frech zu sein, sie etwas herauszufordern, das alles hat einen sehr positiven Effekt. Es lockert die Stimmung auf und erzeugt eine sexuelle Spannung. 

  • Play practical jokes

Auch wieder ein Zeichen, dass man die Sache nicht zu ernst nimmt, also entspannt ist. Zudem kann es die Stimmung auflockern und einfach Spass machen.

  • Amused mastery

Es ist eine Art leicht einen hohen Status anzunehmen: Man steht über den Dingen, erkennt es, kann damit umgehen, sieht das ganze aber spielerisch: The presence of Amused Mastery puts you into a position of maturity while still remaining playfully approachable and forcing her to qualify to you by acknowledging your mastery of her (really all women by association). An attitude of Amused Mastery implies to a woman that by virtue of your maturity and/or authority you’ve “seen it all before”, you already know what women mean when they say or do what she is, and it’s amusing to you. You’ll play along, but only so far as to cleverly poke fun at her attempts to get you to qualify to her. It means you never take her seriously, like a bratty younger sister, but also with the presence of mind of a senior Alpha male who knows her game before she plays it.“

  • Sexual Intent

Deutlich zu machen, dass man sexuell interessiert ist und dazu steht, ohne dabei needy zu wirken: Der Unterschied ist  sexuelles Selbstbewußtsein, aus dem heraus einem Sex Spass macht und bei dem man gerne mit einer schönen Frau schläft in Abgrenzung zu dem Wunsch mit ihr oder irgendwie mit einer Frau zu schlafen, Hauptsache man hat Sex. Deutlich zu machen, dass man an Sex interessiert ist, sexuelle Spannung zu halten und sie nicht zu verstecken, verhindert auch, dass sie einen zu schnell in eine reine Freundeskategorie steckt. Es bringt sie auch dazu, ebenfalls über Sex nachzudenken.

  • Kino/Physical escalation (ABE: Always Be Escalating)

Das Überspringen der Grenze von einer Unterhaltung zu einer Berührung ist wichtig, wenn die Sache sexuell werden soll. Solange man sie nicht berühren kann, ist man in einer Freundessituation. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ihr gleich zu Beginn an den Busen grabscht, sondern, dass man sie vielleicht beiläufig wie zur Unterstreichung von etwas gesagten am Arm berührt und schaut wie sie reagiert und dann entsprechend weiter eskaliert. Wer sich nie traut körperlich zu werden wird nur erheblich langsamer vorankommen und braucht eine aktive Frau.

  • State control (composure)

State control is a concept that PUAs practice in first becoming consciously aware of their own logical and emotional state when going out or attempting to seduce. It also refers to controlling the state in others. This is particularly important in a loud dance club venue, where emotional stimulation is strong.

There is a concept in the seduction community that describes women as beings that are drawn from energy in the environment. On the other hand, men are drawn towards the direction and strength within himself. To this extent, most women in loud night clubs have a heightened groupthink mentality and are focused on the lights, music, sounds, smells, and the whereabouts of her girlfriends. State control deals with this reality by understanding how emotions affect behaviors in both men and women.

Also das Konzept, Herr der Lage zu sein und sich seine eigenen Gefühle und ihrer Gründe und Auswirkungen bewusst zu sein und sich auch bewußt zu machen, wie sich die Gefühle andere in konkreten Situationen auswirken und wie man dies für sich nutzt.

  • Storytelling

Die Fähigkeit eine Geschichte erzählen zu können. Es umfasst auch, dass man sich seine eigenen guten Geschichten bewußt macht, erkennt, wie man sie zu seinem Vorteil nutzt und welche Auswirkungen sie haben bzw wie man sie für den Erfolg nutzt. Die Geschichte, wie man immer erfolglos bei Frauen ist und deswegen aufpasst, dass man nicht wieder an eine Ausbeuterin gerät stellt einen auch gut erzählt in kein gutes Licht, ebenso wie die Geschichte, dass man in einem Restaurant mal bei einem Sandwich auf eine Schabe gebissen hat und es erst sehr spät bemerkte. Eine Geschichte, wie man seine kleine Schwester unterstützt und beschützt hat kann hingegen „Willing to emote“ und „protector of loved ones“ darstellen, ebenso wie andere Geschichten, in denen man zB als Anführer darsteht oder in denen hübsche Frauen auftauchen. (ich finde es immer wieder erstaunlich, was Männer teilweise für Geschichten erzählen, die zwar lustig sind, sie aber eindeutíg in ein schlechtes Licht stellen)

  • Future pacing (sarcastic or sincere)

Das Entwerfen einer gewissen Zukunft, beispielsweise indem man ein zukünftiges Date so schildert, dass sie es tatsächlich gern erleben möchte oder in einer Beziehung indem man sie aktiv in die Zukunft einbindet und eine Vision davon entwirft, die sie erleben möchte und die ihr deutlich macht, wie ein Leben mit ihm aussehen kann und auch, was sie verpasst. Es bewirkt insofern eine gewisse Investition, etwas, was sie haben möchte und aufgeben müsste.

  • Assume the sale

Selbstbewußtsein ist sexy. Wenn man selbst davon ausgeht, dass es klappt, dann lässt sie sich evtl. davon anstecken. Zudem verschenkt man weniger Gelegenheiten, wenn man auf diese Weise vorgeht.

  • Plausibly inadvertent self-promotion

Die Kunst sich selbst darzustellen, ohne zu protzerisch zu wirken. Etwa indem man es passend in eine Geschichte einbaut ohne das es dort zu sehr als Grund erscheint, aus dem heraus man es erzählt.

  • Listening

Ihr das Gefühl geben, dass man ihr zuhört und sie sich einem öffnen kann.

  • Calculated vulnerability (faux beta game)

Der Alphamann, dessen Seele man als eine der wenigen Frauen gesehen hat, weil man eine besondere Verbindung zu ihm hat oder der in bestimmten Momenten eine gewisse Verletzlichkeit aus gutem Grund hat, weil ihm bestimmte Sachen sehr viel bedeuten, spricht Frauen an, weil es sowohl eine Langzeit- als auch eine Kurzzeitstrategie bedient

  • Be chased, don’t chase

Wer gejagt wird, überlegt sich, ob er gefangen werden will. Wer jagt, überlegt sich, wie er den anderen fängt. Damit hat etwas, was man jagt, automatisch einen hohen Wert, sonst würde man es ja nicht jagen: Mitunter bewirkt nicht der Wunsch das Verhalten, sondern das Verhalten den Wunsch, wir rationalisieren unser Verhalten also im Nachhinein. Wenn also die Rollenumkehr gelingt, hat man es sich wesentlich einfacher gemacht. Ermöglicht wird das beispielsweise durch Techniken wie Push/Pull oder Hot/Cold oder Disqualification. Hier fragt sie sich entweder, warum man sie nicht will und bemüht sich besser zu sein, also dem anderen zu gefallen, und sei es auch einfach nur, weil einem unterbewußt die Ablehnung nicht gefällt.

  • Descriptive, emotive language

Ein Anwerfen der Spiegelneuronen: Eine Frau durch bestimmte Gefühle zu jagen, indem man passende gefühlsbetonte Lagen beschreibt, bewirkt, dass sie sich wesentlich mehr in die Lage hineinversetzt und sie als anregender empfindet. Natürlich müssen es die passenden Gefühle und nicht etwa Ekel etc sein.

  • Reframing

Ein Frame ist der Rahmen und die Sichweise auf das, was stattfindet. Ein Frame kann beispielsweise sein, dass sie etwas von einem will „HB: So what are you doing this weekend? PUA: Huh. Why, do you want to do something? HB: No! I was just asking everyone around the table. PUA: That’s cool. Let me know if you do. Don’t be shy.“ Es kann insofern auch als Technik verwendet werden, die sie zur Jägerin macht. Der Frame ist die Sichtweise auf die Dinge, vieles kann sich dadurch verändern, dass man eine solche vorgibt. Beispielsweise kann man relativ frühen Sex als kleines Abenteuer und eine offene Bejahung der eigenen Sexualität in Abgrenzung zur Spießigkeit framen etc. Wessen Sichtweise sich durchsetzt, der kann maßgeblich bestimmen, wie Vorgänge gesehen werden.

  • Backhanded compliments (negs)

Hier hatte ich schon einmal Mystery zitiert:  „A neg is a qualifier. The girl is failing to meet your high expectations. It’s not an insult, just a judgment call on your part. You’re not even trying to make her feel bad. (so it seems) Its the same as if you pulled out a tissue and blew your nose. There is nothing insulting about blowing your nose. You haven’t rejected her. But at the same time, she will sincerely believe that you aren’t trying to impress her. This creates curiosity and makes you a challenge.

The better looking the girl, the more aggressive you must be with using negs. A 10 can three negs up front, while an 8 gets only one or two over a longer time. You can go overboard if she thinks you are better than her (which happens more often than you think) You can drop the self esteem right from under, just like most 10s do to guys, and this isn’t good. You have to get as close to the breaking point as you can without crossing the line. Once you have gotten right there, you can start appreciating things about her (not her looks.) There is mutual respect now-something most guys never get from the girl.

This is how you remove a girl from her protection shield. Three negs ought to do it within two of three minutes of neautral chat. Once it is removed, you can, from a place of mutual respect, seduce her.“

  • Don’t seek approval

Wer die Anerkennung des anderen sucht weist diesem automatisch einen höheren Status zu. Wer hingegen unabhängig von der Bewertung des anderen ist, der weist sich selbst einen hohen Status zu. Er wirkt dann eben nicht needy, sondern authentisch.

  • Three second rule

Die drei Sekunden Regel besagt, dass zuviel Planung und nachdenken nur dazu führt, dass man unsicher wird und sich nicht traut. Statt dessen bei jeder Gelegenheit, bei der man drüber nachdenkt, etwas zu machen, einfach innerhalb von drei Sekunden handeln. Zur Not einfach bis drei zählen und loslegen. Es ist besser etwas ungeplant in eine Situation hineinzugehen als zu zögernd zu erscheinen.

  • Master the art of curious absences

Neugier wecken und nicht zu verfügbar sein kann einen interessant machen

  • Never apologize to yourself or anyone for your desires as a man

Du willst Sex? Du magst Brüste und Ärsche oder ansonsten schöne Frauen nach deinem Geschmack? Steh einfach dazu! Die Reaktion ist weitaus positiver als man denkt, wenn man einfach sagt, dass man natürlich schöne Frauen und Sex interessant findet, weil man eine Mann ist. Den meisten Frauen leuchtet das unmittelbar ein. Es darf halt nur nicht needy sein.

  • Own your bone

Keine Ahnung, was damit gemeint ist? Penis?

  • Be critical

Etwas hinzunehmen ist eben Beta. Berechtigte Kritik auch zu äußern stellt zum einen Selbstvertrauen dar, zum anderen kann es auch eine Aufforderung sein, dass sie sich einem gegenüber qualifiziert.

  • Flip the script

Eine Rollenumkehr vornehmen: 

Role reversal is a great technique in prizing and reframing a situation. Basically, any witty line from Will & Grace or Sex and the City can work. It is anything a woman would typically say to qualify or shit test the PUA, which he can flip through a role reversal. The point of this technique is to add versatility to the social value of a man or woman. Ever seen a girl who acts bi or lesbian but is not? Much like an enemy who disguises as the other side, role reversal is used by both genders, usually as a way to get one-up on the other sex. Recognizing role reversal in women is essential to understanding the social dynamics of their game. Men generally do not have the social dexterity of women, and this technique or reversing sex roles is option less used by men to their advantage.

Es kann insbesondere lustig und effektiv sein, die Gründe vorzubringen, die Frauen sonst vorbringen, um ein Eskalieren abzubremsen, also etwa die auf der oben verlinkten Seite angeführten:

PUA: “Let’s slow this down. I need more comfort and trust before escalating further with you.”
PUA: “I don’t usually do this, but since you are so charming…”
PUA: “I don’t have sex on the first date, just so you know. I am only promising good conversation tonight.”
PUA: “All right, fine. You can sleep over. But don’t get any ideas about easy sex. I am so not in that head space right now.

Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass man die Rollen umkehrt und sie zum Jäger macht und ihr zudem die Sprüche wegnimmt. Wenn man gerade selbst gesagt hat, dass sie sich keine Hoffnung auf Sex machen kann, dann kann sie den gleichen Spruch schlichtweg nicht auch bringen. Es verwirrt Frauen

  • Better an asshole than a beta

Weil frech und fordernd sein einen oft weiter bringt und von den Frauen besser angenommen wird als zu zurückhaltend und rücksichtsvoll.