Eine Frau beschimpfen und abwerten, nachdem sie einen abgelehnt hat

Ein Comic von Erzählmirnix

Dazu ein paar Gedanken:

  • Eine Frau anzusprechen ist riskant, weil Ablehnung eben auch immer unangenehm ist, mit einer gewissen sozialen Beschämung einhergeht und einen auf eine gewisse Weise abwertet: Man war nicht gut genug
  • Es könnte ein beliebtes Mittel sein, diese Abfuhr zu dämpfen, indem man auch sie abwertet: Ich wollte sie eigentlich auch nicht, deswegen bedeutet mir ihre Ablehnung nichts, ich habe es mir quasi anders überlegt und lehne sie nunmehr auch ab.
  • Das ist allerdings sehr offensichtlich und wird einen daher eher selbst schwach aussehen lassen.
  • Deswegen ja auch der Rat im Pickup, sich am Ende auch wenn es schief geht immer gut zu verabschieden und mit einer gewissen „outcome indifference“ an die Sache heranzugehen. Es ist zudem auch der Vorteil der „indirekten Methode“: Sie ermöglicht einem etwas ungezwungener Kontakt aufzunehmen, ohne das die Frau zugleich überlegt, ob sie abwehren muss, schlicht weil sie einen nicht kennt und gibt einem insofern mehr Zeit.
  • Gleichzeitig ist die Eröffnung auch nicht sehr ideal: Sie sagt nichts über ihn aus, gibt ihr also wenig, womit sie entscheiden kann, dass sie was von ihm will, er weist ihr zudem einen sehr hohen Wert zu und stellt sie etwas aufs Podest (mir ist bewußt, dass es hier darum geht, dass ein Unterschied dargestellt wird zwischen totaler Begeisterung und totaler Ablehnung, aber sei es drum).
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Roosh und „Vergewaltigungen legalisieren“ bzw „make rape legal“

Gerade will Roosh ein weltweites Treffen von seinen Anhängern in verschiedenen Orten organisieren. Überall rasten deswegen Leute aus, wobei sie sich zur Begründung zum einen auf Pickup als Vergewaltigungsseminare a la Julien Blanc beziehen oder behaupten, dass Roosh vertritt, dass man die Vergewaltigung legalisieren sollte. Das wird auf den Artikel von Roosh „wie man Vergewaltigungen stopt“ gestützt.

1. Wer ist überhaupt Roosh

Ich zitiere mal aus seinem Wikipedia-Eintrag:

Daryush Valizadeh (born June 14, 1979), also known as Roosh V and Roosh Vorek, is an American writer and pickup artist known for his controversial writings on seduction and antifeminism.

Roosh writes on his personal blog and also owns the Return of Kings website where he publishes articles by others on related subjects. Roosh has self-published 15 books, most of which offer advice to men on how to have coitus with women in specific countries. His writings have received widespread criticism, including accusations of misogyny and promotion of rape.

Zu seinen Ansichten heißt es dort:

Roosh was born in the United States in 1979. His parents were immigrants from Armenia and Iran. Roosh graduated from the University of Maryland, College Park in 2001 with a degree in microbiology. He began blogging about his attempts at having sex with women but once his internet anonymity was broken, he turned to blogging and writing full-time as a means to supporting himself,first with the publication of Bang: The Pickup Bible That Helps You Get More Lays (2007) and then with sex-themed travel guides on the countries he visited.

His ideas have been described as „red pill“ (a reference to the movie The Matrix), and as based on „politically incorrect realism“. In a Washington Times Communities interview, he states that feminism has left a legacy of weaker men who are more androgynous. He went on to say that women abstain from having sex with them in preference for „bad boys“.

Roosh advocates adherence to traditional heteronormative roles for men and is against female promiscuity. He says that his rhetoric does not call for violence or hate against women, feminists, or any other group. Roosh encourages men to improve themselves, especially in physique and style, and become more masculine in order to be more attractive to women. In addition, he states that men and women are physically and mentally very different and that much of women’s value comes from their fertility and beauty.

Auf Return of Kings wird dabei ein Konzept der „Neomasculinity“ vertreten, in dem es darum geht, dass Männer eben wieder ganze Männer sein sollen und alle anderen eben schlechte Männer sind. Männerrechtler sieht er als Weicheier, die rumheulen, statt sich zu nehmen, was sie bekommen. Männer sollen eben wieder „Alphas“ werden und Frauen eben schön und weiblich sein. In dem ganzen Konzept zeigt sich auch Verachtung gegenüber „weiblicheren Schwulen“, die in den Kommentaren Schreibverbot haben (wobei er sich mit Nero, also Milo Yiannopoulus gut zu verstehen scheint den Tweets nach.

2. Meine Ansicht zu Roosh

Mir ist Rooshs Auffassung zur Neomasculinity entschieden zu weitgehend und ich halte nichts davon Leute in dieser Form abzuwerten. Natürlich kann es durchaus Vorteile haben, sich als Mann männlich zu verhalten, an seinem Körper zu arbeiten etc. Aber mir ist sein Ansatz zu viel und zu konservativ und ich bin eher der Auffassung, dass jeder auf seine Weise glücklich sein muss (wenn auch nicht jede Weise die gleiche Aussicht darauf hat, glücklich zu machen und es dennoch Häufungen geben wird, die um die klassischen Geschlechterrollen verlaufen).

Einiges, was er zu Pickup geschrieben hat, ist durchaus gut und interessant. Seine Art ist mir aber auch im übrigen viel zu radikal und scheint mir auch sehr stark auf Krawall und Provokation ausgerichtet zu sein. Ich würde auch sagen, dass er Frauenfeindlich ist und viel zu verächtlich über Frauen redet.

3. Was ist ein „Modest Proposal“ nach Jonathan Swift

Den Text, der gerne herangezogen wird um zu belegen, dass Roosh Vergewaltigungen legalisieren möchte ist aus meiner Sicht ein „Modest Proposal„, also eine Form eines satirischen Textes.

Das „Modest Proposal“ geht auf Jonathan Swift zurück, der angesichts Überbevölkerung, Armut und Kriminalität in Irland erst anführte, dass es keine Lösung ist, dass man die Kinder ernährt, weil das nur zu mehr Kindern führt, die dann Versorgung bräuchten. Er hätte sich die Sache gründlich überlegt und wäre zu dem Entschluss gekommen, dass Kinder nicht mehr der Grund für die Armut der Leute sein sollten, vielmehr sollte man diese nutzen, damit die Armut selbst bekämpft wird. Zu diesem Zweck sollten die Kinder geschlachtet und als Nahrung nach London verkauft werden. Ein befreundeter Schlachter habe ihm versichert, dass an einem Baby einiges dran sein, insofern würde sich das durchaus lohnen. Auf diesem Wege könnten die Leute Geld verdienen und würden nicht durch Kinder in die Armut getrieben werden. Er versicherte, dass er nichts davon habe, denn seine Kinder seien schon aus dem passenden Alter heraus und seine Frau könne keine weiteren Kinder bekommen.

Swift überzeichnet dabei diverse damals diskutierte Vorschläge, wie etwa die Armen nach dem Vorbild einer Aktiengesellschaft zu organisieren, oder die Praxis, Menschen als Ressource zu betrachten.

Er wollte also nicht, dass die Babies tatsächlich verkauft werden, sondern er wollte eben die bisherigen Theorien und Vorschläge satirisch überspitzen.

4. Was schreibt Roosh in „Wie man Vergewaltigungen stoppt“

Aus meiner Sicht ist Roosh Text eine spiegelbildliche Umkehrung der feministischen Theorien. Diese sagen, dass man Männer erziehen muss und Frauen gar nichts machen müssen, sondern eben sicher sein müssen, wenn sie nackt durch eine Gruppe von Männern gehen. Es ist nie die Schuld der Frau, es ist immer die Schuld der Rape Culture.

Roosh kehrt dies um, aus meiner Sicht um an der damit bewirkten Absurdität deutlich zu machen, was von solchen übersteigerten Ansätzen zu halten ist.

Sein Umkehrung lautet:

  • Was würde geschehen, wenn Frauen tatsächlich jederzeit damit rechnen müssten, dass Männer sie vergewaltigen, wenn sie mit ihnen alleine sind? Wie würden Frauen ihr Verhalten ändern, wenn sie alleine Schuld wären?

Und diesen Gedanken finde ich – als Gedankenspiel und nicht in dem Sinne, dass er umgesetzt werden sollte – tatsächlich interessant.

Der Text im Einzelnen:

I keep reading in the mainstream media that there is a rape culture in the United States. This issue concerns me since I have a sister who I don’t want to be raped, so I carefully examined the articles on Salon, Buzzfeed, and Huffington Post that were written by professional journalists who pursue truth and justice over mass hysteria and delirium.

Wer diesen Absatz liest, der muss eigentlich sofort erkennen, dass er satirisch ist und nicht damit in Einklang zu bringen ist, dass er tatsächlich schlicht einfach straffrei vergewaltigen will. Denn erkennbar macht er sich dort über professionelle Journalisten lustig, die „Nur die Wahrheit und Gerechtigkeit verfolgen und nicht Hysterie und Fieberfantasien. Angesichts der gegen ihn bestehenden Presse in der Tat nicht ernstzunehmen und schon gar nicht zum Thema Vergewaltigung. Ihm dürfte auch bewußt sein, dass man ihm seine Sorge, dass wir tatsächlich in einer Rape Culture leben, nicht abnimmt.

What I’ve gathered from the words of these future Pulitzer Prize winners is that women are not getting raped by violent offenders while taking a jog in the park or walking through a dark street—they are getting raped by men they already know, especially at college. I learned that if a man and a woman both drink at a party and have sex, she was in all likelihood raped since she could not give full legal consent. This made me confused because a woman who drinks and has sex is not responsible for her actions, but if that same woman gets into a car and drives it into someone else, causing a loss of life, she would be prosecuted and sent to jail. I couldn’t find an explanation for this inconsistency.

Hier gibt er auch in einem hoch ironischen Ton wieder, was er „gelernt“ hat, nämlich das Frauen eher von Männer vergewaltigt werden, die sie kennen und das Frauen ein Vergewaltigungsrisko haben, wenn beide trinken, weil sie dann nicht mehr zustimmen kann. Dann spielt er ebenfalls satirisch Verwunderung, weil man Frauen die Verantwortung abspricht, bei allem was mit Sex zu tun hat, aber nicht bei anderen Gelegenheiten. Er zeichnet das Bild des besorgten Bruders und Frauenliebhabers, der sich informieren will, wie man endlich die Gefahr der Vergewaltigung reduziert und greift innerhalb dieser Rolle das Bild der eigentlich erwachsenen und insoweit für ihre Taten verantwortlichen Frau auf, wohlwissend, dass dies im Widerspruch zu den feministischen Thesen steht.

I also read that men must be taught not to rape, which means that they are all born with the capability to rape and have zero instinct to know that taking a woman with violence is improper. Thankfully, a man only has to be told the phrase “rape is bad” at some point after puberty by an overweight feminist to definitively stop his future brutal and bloody rape career. It’s a miracle that more men have not raped their mothers, babysitters, and sisters before being taught in college that rape is actually not a good thing.

Auch wieder ein sehr satirisch verächtlicher Abschnitt. Er zieht „Teach men not to rape“ durch den Kakao, immer noch in der Rolle des naiven Frauenfreundes, der nur Vergewaltigungen verhindern will. Das er diese Theorien nicht ernst nimmt entspricht dabei den Schilderungen Swifts, der zunächst anführt, dass man mit den bisherigen Lösungen nicht weiterkommt, etwa indem man den Kindern etwas Nahrung gibt.

I knew from an early age that rape was bad, as was all forms of violence, not just against women but men as well. I also knew that killing, stealing, and having sexual interest in relatives was bad. I don’t remember if someone specifically taught me these rules, but I also don’t remember being taught that the sun rises and sets once a day, or that I will go splat if I jump off a tall building. I don’t know of a single man entering adulthood who thought that rape was good and had to be manually taught it was bad in order to stop him from raping, so when journalists and cultural commentators suggest that the best way to defeat rape culture is to teach men not to rape, I couldn’t possibly agree. I saw a different set of problems instead.

Hier führt er ebenfalls überspitzt an, warum er die feministischen Theorien für Blödsinn hält und durch diese Vergewaltigungen nicht gestoppt werden können. Er führt an, dass Männer auch so wissen, dass sie nicht vergewaltigen sollen und dies schlecht ist und das man so etwas eben auch einfach so lernt und versteht. Womit er recht hat. Das Vergewaltigung etwas schlechtes und verbotenes ist wissen in der Tat die meisten Männer. Einigen ist es nur egal. Sie handeln trotzdem.

I saw women wholly unconcerned with their own safety and the character of men they developed intimate relationships with. I saw women who voluntarily numbed themselves with alcohol and other drugs in social settings before letting the direction of the night’s wind determine who they would follow into a private room. I saw women who, once feeling awkward, sad, or guilty for a sexual encounter they didn’t fully remember, call upon an authority figure to resolve the problem by locking up her previous night’s lover in prison or ejecting him from school.

Hier erfolgt die Umkehr: Wenn die eine Lösung nicht geht, dann eben die Verlagerung auf die andere Seite: Was können Frauen machen bzw was machen sie falsch. Es geschieht wohl gemerkt noch immer unter der Anfangsprämise, dass wir überhaupt in einer Gesellschaft mit überbordener Tendenz zur Vergewaltigung haben. Denn das ist sein These: er ist besorgt, wegen der vielen Vergewaltigungen und will sie stoppen. Wenn aber Frauen massenhaft vergewaltigt werden und Erziehung nichts bringt, dann bleibt aus dieser Sicht nur die Frage, wie man Frauen beibringen kann in einer Gesellschaft, in der massenhaft vergewaltigt wird vorsichtiger zu sein.

By attempting to teach men not to rape, what we have actually done is teach women not to care about being raped, not to protect themselves from easily preventable acts, and not to take responsibility for their actions. At the same time, we don’t hesitate to blame men for bad things that happen to them (if right now you walked into a dangerous ghetto and got robbed, you would be called an idiot and no one would say “teach ghetto kids not to steal”). It was obvious to me that the advice of our esteemed establishment writers and critics wasn’t stopping the problem, and since rape was already on the law books with severe penalties, additional laws or flyers posted on dormitory doors won’t stop this rape culture either.

Geht man davon aus, dass Umerziehung der Männer sinnlos sind und Vergewaltigungen so fester Bestandteil des weiblichen Lebens sind, wie es Statistiken für amerikanische Universitäten vorgaukeln, dann bliebe nur der Rückschluss, dass das Verhalten der Frauen unverantwortlich ist. Roosh kehrt den Spieß der Schuldverlagerung auf ein Geschlecht um: Was wäre, wenn wir es nur den Frauen anlasten? Wenn wir anführen, dass sie in dieser Vergewaltigungswelle verantwortung übernehmen müssen, um dem ein Ende zu setzen? Welche drastischen Mittel sind erforderlich, damit Frauen endlich lernen, sich gegen Vergewaltigungen zu schützen? Dass Vergewaltigungen im hohen Masse geschehen und dies zum Wohle der Frauen verhindert werden muss, dass ist nach wie vor der Ausgangspunkt.

I thought about this problem and am sure I have the solution: make rape legal if done on private property. I propose that we make the violent taking of a woman not punishable by law when done off public grounds.

Wo im Feminismus gefordert wird, dass Männer ihr gesamtes Wesen ändern und alles tun um die Rape Culture zu verhindern und zu vermindern, wenn sie nicht schuldig sein wollen, stellt Roosh sein Gegenmodell dar: Die Frauen sollen alles tun, damit sie nicht mehr vergewaltigt werden. Wo Männer erzogen werden sollen, zu erkennen, dass Vergewaltigung böse ist, sollen nunmehr die „dummen Frauen“ lernen, dass sie nicht so naiv sein können bei der herrschenden Vergewaltigungsepidmie. Wo der Feminismus die Frauen komplett aus der Verantwortung nimmt, nimmt Roosh die Männer komplett aus der Verantwortung.

Dies entspricht durchaus dem Modell von Swift: Wo vorher die hungernden Kinder das Problem waren, sind sie jetzt die Lösung. Es gehört dazu, dass die Lösung auf eine Weise umgesetzt wird, die barbarisch ist. Und ebenso wie Swift die damaligen Theorien damit überspitzt überspitzt Roosh die Lösung „es kann nur ein Geschlecht schuld sein“, indem er sie umkehrt.

Das er sich an Swift anlehnt wird dadurch betont, indem er ausdrücklich von „Propose“ spricht.

The exception for public rape is aimed at those seedy and deranged men who randomly select their rape victims on alleys and jogging trails, but not as a mechanism to prevent those rapes, since the verdict is still out if punishment stops a committed criminal mind, but to have a way to keep them off the streets. For all other rapes, however, especially if done in a dwelling or on private property, any and all rape that happens should be completely legal.

Das ist in der Tat ein Ansatz, der dem „verkauft die Kinder als Fleisch“-Ansatz. Es ist die Folge der Umkehrung „Frauen sind nie in der Verantwortung und müssen auch zu ihrem eigenen besten nichts tun um eine solche Tat zu verhindern“ in „Männer müssen nichts machen, sollen die Frauen doch aufpassen“

If rape becomes legal under my proposal, a girl will protect her body in the same manner that she protects her purse and smartphone. If rape becomes legal, a girl will not enter an impaired state of mind where she can’t resist being dragged off to a bedroom with a man who she is unsure of—she’ll scream, yell, or kick at his attempt while bystanders are still around. If rape becomes legal, she will never be unchaperoned with a man she doesn’t want to sleep with. After several months of advertising this law throughout the land, rape would be virtually eliminated on the first day it is applied.

Es ist in der Tat erstaunlich, dass Frauen bei der behaupteten Rape Culture so vertrauensvoll sind. Geht man von dem feministischen Bild aus, welches sich Roosh hier zu eigen macht, dann sollte dies bereits jetzt die Reaktion der Frauen sein – wenn jede dritte Frau vergewaltigt wird und das mit quasi Straflosigkeit, weil fast kein Täter bestraft wird, dann ist es unerklärlich, dass Frauen dass Frauen sich überhaupt mit Männern einlassen und sich nicht bis an die Zähne bewaffnen. Sie müssten nach Möglichkeit Beschützer und Hilfe in ihrer Nähe halten, sie müssten bereits jetzt kaum auf Dates alleine gehen. Sie müssten sich kaum zu einem Mann in die Wohnung trauen, weil sie befürchten müssten vergewaltigt zu werden.

Es ist quasi eine Erziehung der Frauen zur Selbsthilfe, die übertrieben wird, weil die Frauen die bisherige ernste Lage anscheinend nicht ernst genug nehmen. Roosh ist ja immer noch in der Rolle dessen, der eine Lösung für die Vergewaltigungsepidemie sucht.

Without daddy government to protect her, a girl would absolutely not enter a private room with a man she doesn’t know or trust unless she is absolutely sure she is ready to sleep with him. Consent is now achieved when she passes underneath the room’s door frame, because she knows that that man can legally do anything he wants to her when it comes to sex. Bad encounters are sure to occur, but these can be learning experiences for the poorly trained woman so she can better identify in the future the type of good man who will treat her like the delicate flower that she believes she is. After only one such sour experience, she will actually want to get fully acquainted with a man for longer than two hours—perhaps even demanding to meet his parents—instead of letting a beer chug prevent her from making the correct decisions to protect her body.

Auch hier sieht man aus meiner Sicht die Umkehr – wo vorher der Mann in feministischen Seminaren lernen sollte, dass er doch endlich mit dem Vergewaltigen aufhören soll, wird hier der Frau „beigebracht“, dass sie sich selbst schützen soll. Sie soll motiviert werden, ihre Wahl der Männer nach der Gefahr auszurichten, ihn vorher gründlich kennenzulernen, seine Eltern kennenlernen, damit er in einer höheren Verantwortung ist, sie gut zu behandeln. Man kann dies als Gegensatz zu Theorien wie „Enthusiastic Consent“ sehen: Sie muss sich beständig versichern, dass er sie nicht vergewaltigen wird und nur dann, wenn sie sicher ist, dass er sie ganz enthusiastisch liebt überhaupt in einem Raum mit ihm sein.

The benefits of eradicating rape laws would extend to honest men who unfortunately now live in fear over imprisonment in the case the girl they had sex with had a blood alcohol level of 0.04 instead of 0.05 or some other arbitrary, untested,  and made-up value that may imply consent was not fully achieved. There is no more having to guess the interpretation of a woman’s mixed signals or to artificially amp up her base emotions withclownish banter. Because women will never enter a man’s apartment without accepting that sex will happen, he can escort her to his bedroom and romantically consummate a relationship after it was certain he proved himself to be a good and decent man the woman fully trusted. My proposal eliminates anxiety and unfair persecution for men while empowering women to make adult decisions about their bodies.

Auch hier sieht man die Umkehr: wo die Umerziehung der Männer weg von der rape culture sonst die Frauen schützt bringt er jetzt Männer in die absolute Rolle des unschuldigen um so eine Umerziehung der Frauen zu rechtfertigen. Genau so wie ja der Feminismus anführt, das auch Männer davon profitieren, wenn ihnen das vergewaltigten aberzogen wird, profitieren hier Frauen davon, dass sie „endlich lernen, sich gegen Vergewaltigungen zu schützen und selbst zu handeln“. Wo nach der Umerziehung der gute Mann steht, vor dem die Frau endlich keine Angst haben muss, steht hier die gute Frau, die in die Lage versetzt wird, darauf zu achten, dass sie den richtigen wählt.

Ergänzt sei, das Roosh tatsächlich von einen anderenWahlschema der Frauen ausgeht, bei dem diese nicht unmündig sind, sondern einfach auf Bad boys, Alphas, Männer, die eine gewisse Gefährlichkeit ausstrahlen stehen. Er dürfte daher auch diese Meinung, dass es sich um “ Empowerment“ handelt, eben wiederum nur satirisch gebraucht haben, unter Nutzung feministischen Vokabular, um deutlich zu machen, dass er Satire schreibt. Dass man dies als seine ernsthafte Meinung sehen kann, das ist für mich wirklich unverständlich.

It turns out that we don’t need more laws, policies, and university propaganda that treat every man like a criminal and every woman like a mild retardate—we need more common sense that can only come from making rape legal. Such a change will provide a mature jolt to American women who have been babied for too long, who are protected and coddled as if they have no agency or intellect of their own. If a woman is indeed a child then maybe we really need to keep promoting “rape culture” as a way to keep them safe, but if they are actual adults, which is often claimed, then we can start treating them like adults by allowing them to take responsibility for the things that happen to them which are easily preventable with barely a strain of cognitive thought, awareness, and self control.

Hier sagt er ganz deutlich, was der eigentliche Inhalt seines Artikels ist: entweder Frauen sind erwachsen, dann können wir nicht so tun als ob sie keinerlei Verantwortung übernehmen können und diese alleine auf den Mann übertragen, der sich beständig versichern, beständig nachfragen, beständig aufpassen muss. Wir müssen akzeptieren, das Menschen betrunken Sex haben und daraus nicht automatisch eine Vergewaltigung der Frau durch den Mann machen. Wir können nicht ein absurdes system mit kangarohcourts an amerikanischen Universitäten errichten, bei dem Frauen wir kleine Kinder behandelt werden. Es ist das Anerkenntnis, das es risikoreichere Situationen gibt und Frauen diese bewerten sollten, selbst wenn im Falle einer tatsächlichen Vergewaltigung damit die tat nicht entschuldigt ist. Es ist insofern ein angriff auf die feministische these, dass das Handeln der Frau immer irrelevant sein muss und jede Frage, was diese selbst tun kann victim blaming und damit eine Bestätigung der rape culture wäre.

Gegen diese absoluten Theorien kann man durchaus sein, siehe zB die hier zitierten:

Camille Paglia schrieb beispielsweise in “Sexual Personae: Art and Decadence from Nefertiti to Emily Dickinson”:

For a decade, feminists have drilled their disciples to say, “Rape is a crime of violence but not sex.” This sugar-coated Shirley Temple {370} nonsense has exposed young women to disaster. Misled by feminism, they do not expect rape from the nice boys from good homes who sit next to them in class…. These girls say, “Well, I should be able to get drunk at a fraternity party and go upstairs to a guy’s room without anything happening.” And I say, “Oh, really? And when you drive your car to New York City, do you leave your keys on the hood?” My point is that if your car is stolen after you do something like that, yes, the police should pursue the thief and he should be punished. But at the same time, the police — and I — have the right to say to you, “You stupid idiot, what the hell were you thinking?”

Oder McElroy:

The fact that women are vulnerable to attack means we cannot have it all. We cannot walk at night across an unlit campus or down a back alley, without incurring real danger. These are things every woman should be able to do, but “shoulds” belong in a Utopian world. They belong in a world where you drop your wallet in a crowd and have it returned, complete with credit cards and cash. A world in which unlocked Porsches are parked in the inner city. And children can be left unattended in the park. This is not the reality that confronts and confines us

Oder hier die Vorschläge von RAINN, der größten amerikanischen Organisation gegen sexuelle Gewalt, die dort mit Links weiter ausgeführt werden:

Safety Planning
For many people who have been impacted by sexual assault, current and long-term safety can be an ongoing concern.

If Someone is Pressuring You
If you find yourself in in a situation where someone is pressuring you, remember that it’s not your fault. These tips may help you exit the situation safely.

What Consent Looks Like
The laws about consent vary by state and situation, but you don’t have to be a legal expert to understand how consent plays out in real life.

Safety Tips for Traveling
The following tips can help travelers plan for a safe and comfortable trip and may reduce the risk of many different types of crimes, including sexual violence.

Alcohol Safety
Alcohol may make it easier for a perpetrator to commit sexual assault and can even prevent someone from remembering that the assault occurred.

Safe Web Browsing
There are two important safety elements to consider when you’re browsing online: privacy and security.

Meeting Offline
Consider these safety tips when you plan to meet someone offline.

Social Media Safety
Take steps to protect your personal safety with the following social media safety tips.

Staying Safe on Campus
College campuses can give you a sense of security—a feeling that everyone knows each other and watches out for one another. There are perpetrators who take advantage of this feeling of safety and security to commit acts of sexual violence.

Natürlich kann man auch diese Seite übertreiben und es kann hier unsinnige Vorschläge wie „immer eine Armlänge Abstand“ geben. Für die radikalfeministische Seite ist es aber vollkommen unvorstellbar, dass man überhaupt Sicherheitsvorschläge macht oder hier entsprechend über Präventionen nachdenkt. Sogar Selbstverteidigungskurse sind bereits als Victim Blaming bezeichnet worden.

Let’s make rape legal. Less women will be raped because they won’t voluntarily drug themselves with booze and follow a strange man into a bedroom, and less men will be unfairly jailed for what was anything but a maniacal alley rape. Until then, this devastating rape culture will continue, and women who we treat as children will continue to act like children.

Ich sehe gerade bei dem Schlusssatz nicht, wie man das nicht als Satire oder Polemik sehen kann. Nimmt man den Text ernst, dann müsste man davon ausgehen, dass Roosh

  • an eine Rape Culture glaubt
  • sich ernsthaft Gedanken dazu macht, wie man diese bekämpft
  • selbst davon ausgeht, dass Vergewaltigung schlecht ist
  • davon ausgeht, dass Frauen extrem vorsichtig sein werden
  • es Vergewaltigungen erschwert

Man muss also weite Teile des Textes selbst wenn man davon ausgeht, dass er eigentlich nur straffrei vergewaltigen will, nicht ernst nehmen und als Satire in die andere Richtung. Also als Vorspielen von Sorge um dann eine Gesetzesänderung zu erreichen, damit er endlich straffrei vergewaltigen kann.

Was bizarr ist, wenn man davon ausgeht, dass er weltweite Treffen organisiert, an denen die Leute anscheinend trotz bestehender Strafbarkeit bereits mit dem vergewaltigen loslegen sollen und sich anscheinend in einem rechtsfreien Raum sehen. Warum sollte er das in dieser Form ankündigen, wenn er eigentlich nur vergewaltigen will?

Ich finde es in der Tat schwer einen logischen Weg zu sehen, bei dem man den Text ernst nimmt.

5. Das Gedankenexperiment

Wie bereits gesagt finde ich die Frage, was – bei einer rein theoretischen Betrachtung, nein, ich möchte Vergewaltigung nicht straflos stellen, meiner Meinung nach ist der Straftatbestand vollkommen gerechtfertigt – eigentlich passieren würde:

  • würden sich Männer wie die Tiere auf ihre Partnerinnen stürzen?
  • würden Frauen ihr Verhalten ändern? Welche Schutzmaßnahmen würde man erwarten?
  • Würden Männer als Beschützer tätig sein?
  • Würde es mehr oder weniger Vergewaltiger geben?
  • Wie würde es die „Dating Ebene“ verändern?

Und natürlich:

6. Sehen andere das auch so

Roosh wurde nicht etwa von seinen Anhängern gefeiert, weil er endlich fordert, dass Vergewaltigung straffrei wird. Sie feierten ihn, wie man den Kommentaren entnehmen kann, gerade weil es aus ihrer Sicht ein gutes „modest Proposal“ war:

You’ve obviously acquainted yourself with Jonathan Swift. Well done.

Agreed; make this longer and call it „An Immodest Proposal“ (see what I did there?)
And brace for epic shitstorm and outcry.

I was gong to comment that it’s like „A Modest Proposal,“ but serious.

It is satirical in the sense that Roosh is satirizing how feminists prioritize rape above anything else. In essence Roosh is saying he doesn’t prioritize preventing rape above very other single value, but if he did, this is what he would do. Of course to falls apart because what he proposes would not decrease rape.

Anscheinend haben noch nicht einmal seine Anhänger die Auffassung vertreten, dass es ernst gemeint war.

7. Sollte es daher ein „Make Rape Legal“-Treffen geben?

Die Zeitungen und Nachrichten überschlugen sich mit der Schlagzeile, dass es eine Treffen von „Make Rape Legal“-Aktivisten geben sollte und es wurde ein Bild gemalt, bei dem diese wikingergleich vergewaltigend und brandschatzend durch die Städte ziehen wollten.

Tatsächlich wurde zu keinem Zeitpunkt von der Seite von Roosh irgendetwas in Richtung „Make Rape Legal“ in Verbindung mit dem Treffen gesagt. Tatsächlich war das ganze eher als eine Art „Kaffekränzchen“ oder ein Stammtisch gedacht.

8. Was hat Roosh selbst dazu gesagt

https://twitter.com/rooshv/status/694769625129717760

I’ll state once again: the „How To Stop Rape“ article was satire. Neither me or my supporters want rape to be legalized. The media is lying.

Bereits 4 Tage nach dem er den Artikel herausgebracht hat, hat er bereits ein Video gemacht, in dem er ausdrücklich klarstellt, dass es ein Gedankenexperiment (3:35) war:

Er führt aus, dass aus seiner Sicht jeder Vorschlag, mit dem man zwar eine Absenkung von Vergewaltigungszahlen erreichen, aber nicht mehr Männer verfolgen würde, aus seiner Sicht sofort zu Hass gegen den Vorschlagenden führen würde. Die eigentlichen Vergewaltigungszahlen seien egal, wichtig sei nur, dass man Männer dafür verantwortlich machen könnte. („Treat men like criminals, treat women as childs“)

In diesem Video führt er auch noch einmal aus, dass er es nicht ernst meinte, sondern es Satire als Gedankenexperiment war.

Inzwischen ist auch der Artikel selbst überschrieben mit:

Note: The following article was published as a satirical thought experiment. It’s conclusion is not to be taken literally. 

Ich vermute er freut sich im übrigen über die Zugriffe:

https://twitter.com/rooshv/status/694997694096498689

https://twitter.com/rooshv/status/694732816861495297

https://twitter.com/rooshv/status/694434229590048768

Was da glaube ich nicht verstanden wird:

Roosh will provozieren. Er wird seine Texte immer so gestalten, dass die mit Feindbild etwas daran aufhängen können. Er hat es geschafft, dass er weltweit bekannt ist und in Zeitungen erwähnt wird. Sein von Werbeeinnahmen lebender Blog hatte bei 40.000 Zugriffen die Stunde knapp eine Million Zugriffe am Tag.

Der Versuch, Roosh mit Dreck zu bewerfen, ist vollkommen sinnlos, weil er es als heroischen Kampf reframed.

 

 

Mit der Frau vor der Tür am Ende des Abends

Es war als Thema die Situation vor der Tür nach einem Date vorgeschlagen worden.

1. Ausgangssituation

Man hat ein Date und bringt sie danach klassisch nach Hause. Man hofft, dass sich noch etwas entwickelt, insbesondere, dass man noch mit zu ihr in die Wohnung kommt und da intimer werden kann.

Gerade im klassischen Flirten steht man dann gerne vor der Tür und verabschiedet sich, redet noch etwas, vielleicht wartet sie auf eine Frage, vielleicht wartet man selbst darauf, dass sie einen fragt, ob man noch auf ein Bier/einen Kaffee mit hinaufkommen will. Irgendwann hat man nichts mehr zu besprechen und geht tatsächlich. Es kann sein, dass dann beide nicht froh über die Situation sind: Sie nicht, weil sie wollte, dass er was sagt und sie gerne gehabt hätte, dass man mehr gemacht hätte, er nicht, weil er eben mit nach oben wollte. Es kann natürlich auch sein, dass es aus ihrer Sicht zu früh war, sie Angst hatte als „Schlampe“ darzustehen, wenn sie fragt oder sie nicht sicher ist, was genau dabei rauskommt und ob sie ihn wieder los wird, wenn es doch nicht so wird, wie sie es will. Es springt also in diesem Moment möglicherweise ihre „AntiSlutdefence“ oder ihre Last Minute Resistance an, denn sie weiß ja, dass noch mit hochkommen zumindest ein gern verwendetes Signal dafür ist, dass man etwas intimer werden will.

2. Weit vor der Tür spielt die Musik

Wie auch bei der Last Minute Resistance, die es ja auch eigentlich ist, wird das Spiel häufig bereits im Laufe des Abends gespielt. Wenn sie genug Attraktion und Komfort aufgebaut hat, dann hat man auch weniger mit Abwehr zu rechnen, sondern sie wird weitaus aktiver daran arbeiten, dass man intim werden kann. Man sollte sich also fragen, wo im „Verführungsprozess“ man eigentlich gerade ist. Hat man mehr wie zwei Kollegen miteinander geplaudert, ohne das eine sexuelle Spannung in der Luft lag, ohne das sie einem gezeigt hat, dass sie an einem interessiert ist, ohne das man ihr deutlich gemacht hat, dass man sie aus qualifizierten Gründen auch gut findet, hat man sie bis dahin nicht berührt, dann sollte man 1. an seinem Game arbeiten und 2. nicht damit rechnen, dass es sehr intim wird.

Hier kann es interessant sein, sich die „7 Stunden Regel“ vor Augen zu halten: Bei gut gehenden Flirten brauchen Frauen ca. 7 Stunden tatsächlichen Kontakt um die passende Sicherheit für mehr aufzubauen. Dies kann man verkürzen, wenn man sie besonders anspricht, sei es durch Aussehen oder Game, sie einem vertraut, sie von solchen Ängsten typbedingt nicht geplagt ist, oder es ihr nach ihren Erinnerungen vorkommt als hätte sie bereits mehr Zeit mit einem verbracht. Letzteres kann man zB erreichen, wenn man sich nicht nur an einem Ort aufhält, sondern an mehreren Orten, damit sie beim Rückblick auf den Abend eine Vielzahl von Bildern vorfindet.

Auch den Weg entweder zu ihr oder zu ihm sollte man nutzen: Es kann schon, wenn man sonst wenig körperliches gab, reichen, ihr – zur Not übertrieben gentlemanlike mit einem „Darf ich bitten Frau Müller“ – den Arm zum Einhaken anzubieten. Wenn man merkt, dass sie nicht gegen körperliche Nähe hat, dann kann es sich anbieten, das ganze zu einem Arm um sie legen zu erweitern. Den Arm um sie, sie kuschelt den Kopf an die Schulter, es gibt schlechtere Grundlagen.

3. Warum überhaupt zu ihr?

Ansonsten gilt, dass ein solcher Abend eine gewisse Logistik hat, die man sich durchaus überlegen kann. Wenn man will, dass der Abend in einem Bett endet oder man zumindest rummacht, dann sollte man den Abend eben so planen, dass man sich an dessen Ende in der Nähe eines solchen befindet.

Das kann ihre Wohnung sein, muss es aber nicht. Man kann zB auch in der Nähe der eigenen Wohnung enden und dann „wo man gerade in der Nähe ist“ vorschlagen, dass sie zumindest auf eine Bier mit hochkommt. Auch die Variante „komm mit hoch, wir rufen dir von mir aus ein Taxi“ hat bei mir schon mal gut geklappt.

Vorteil der eigenen Wohnung ist, dass man diese vorbereiten kann, bei dieser also keine Hindernisse wie „ich habe nicht aufgeräumt, denn ich wollte ihn ja abends nicht mit zu mir nehmen“ (zu ähnlichen Selbstsabotagen vergleiche auch hier) oder der Mitbewohner/die Mitbewohnerin in ihrer WG, der/die das gar nicht mitbekommen soll, vorhanden sind.

Auch gut ist es ihr während des Abends von etwas zu erzählen, was sie interessieren könnte, ein bestimmtes Buch, ein interessantes Detail der Wohnung, eine Musik-CD, die man ihr leihen muss, weil sie toll ist. Und dann eben vorschlagen, dass sie sich das anschaut, weil sie ja gerade in der Nähe ist.

4. Nun aber: Vor ihrer Tür

Wie bereits gesagt kann hier eine Form der Last Minute Resistance vorliegen oder einfach das Gefühl, dass es zu schlampig ist, was soll er denn da denken, wenn sie ihn einfach so direkt mit hoch nimmt? Ist letzteres der Fall, dann kann es, eben so wie bei der eigenen Wohnung, sinnvoll sein, ihr einen Grund zu geben, der nichts mit Sex zu tun hat, aus dem man in ihre Wohnung will. Viele Frauen lieben Glaubhafte Abstreitbarkeit (englisch plausible deniability), die Geschichte des Abends soll weniger ein „Dann habe ich ihn mit hoch genommen, weil ich ihn ficken wollte“ sondern eher ein „es ist irgendwie passiert, er wollte nur kurz meine Wohnung anschauen und irgendwie war es dann schön und ich weiß gar nicht was passiert sind, aber morgens sind wir zusammen aufgewacht“.

Insofern ist „na wenn ich schon mal hier bin, dann kannst du mir ja auch gerade mal deine Wohnung zeigen“ ein Grund sein, der ausreicht. Am Besten versieht man ihn mit einer Zeitbeschränkung, damit sie ihre inneren Ängste noch leichter beruhigen kann: „Ich muss morgen früh raus, aber eine viertel Stunde hätte ich noch: Zeig mir doch kurz deine Wohnung, dann muss ich aber auch wirklich los“.

Zur Not ist auch „kann ich kurz mal bei dir auf Toilette“ etwas, was einen voranbringen kann, denn dazu kann man ja kaum nein sagen, und ist man erst einmal in der Wohnung, dann kann man sie sich auch kurz anschauen. Auch hier wirken Zeitbeschränkungen beruhigend.

Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass man wie oben bereits dargestellt auf ihre Zeichen achtet und sich bewußt macht, wie weit man schon im Verführungsprozess ist. Hat man eine wunderbare Chemie und die Funken knistern, dann geht man eben einfach mit ihr zusammen hoch. Ansonsten würde ich persönlich immer fragen und etwas passieren, wenn auch nur etwas Chemie dabei war, da sie dann zumindest merkt, dass man etwas wollte und einen in die passende Schublade und nicht etwa in der Friendzone einordnet.

Um so weniger Zeit man miteinander verbracht hat und um so eher sie allen Anfragen ausweicht um so eher sollte man das Vorhaben aufgeben und einfach das nächste Date planen. Es ist schwer bis unmöglich eine Frau davon zu überzeugen, dass sie mit einem schlafen sollte, man muss sie in die Stimmung bringen, dass sie das will. Hat sie sich bereits festgelegt, dass sie das an dem Abend nicht will – sei es wegen einer „nie in der ersten/zweiten/etc Nacht Politik“ oder weil sie noch nicht genug vertrauen hat, dann ist man damit auch einen Schritt weiter.

5. Warum nicht einfach sagen, was man will?

Atacama hatte in den Kommentaren den Ansatz vertreten, dass man ihr nicht irgendwelche Märchen erzählen sollte, warum man hoch will, sondern ihr das deutlich sagen sollte, dann könnte sie sich ganz einfach entscheiden.

Ich kann mir auch problemlos Frauen vorstellen, bei denen das ganz wunderbar klappt und bei denen das der schnellste und der einfachste Weg ist. Die meisten Frauen sind davon aber meiner Meinung nach wenig begeistert. Sie wollen eben eher, dass ihre Anti-Slut-Defense intakt bleibt, dass sie leugnen können, dass sie ihn deswegen mit hoch genommen haben, sie wollen sich auch noch nicht festlegen, sondern eher verführt werden, es soll aus der Stimmung heraus dazu kommen, weil der Moment passt und es gefällt ihnen nicht, dass auszusprechen, weil es billig und vulgär klingt.

Und die, die auch mit offenen Worten kein Problem hätten, haben auch nichts dagegen, wenn man es etwas einkleidet. Frauen ist ja üblicherweise bewußt, dass ein Mann, der mit ihnen auf ein Date geht, auch üblicherweise kein Problem mit Sex hat, wenn das gut gelaufen ist.

Der Ansatz scheint mir daher an den Bedürfnissen der meisten Frauen vorbei zu gehen und eher nur auf einen sehr bestimmten Frauenkreis zugeschnitten zu sein. (Es wäre aber „direkt Game“ und auch das kann gerade wegen seiner Frechheit klappen. Andererseits: Wer die Sache vorher nicht wesentlich weiter gebracht hat, so dass an der Tür Unsicherheit besteht, für den ist es wahrscheinlich die falsche Variante).

6. In der Wohnung

Die Wohnung ist mitunter der wesentliche Schritt. Mitunter sitzt man aber dann auch da zu weit entfernt auf verschiedenen Sofas und es hat alles nichts gebracht. Auch hier noch mal: Die wesentliche Musik spielt vorher.

Ein „Übergangsmove“ der für mich klappte, war in der Wohnung den Arm ausladend auszustrecken als solle sie in eine Umarmung kommen. Und die Geste dann einfach halten, entspannt, einladend. Reagiert sie unsicher und denkt darüber nach, was sie machen soll, dann winkt man sie noch zusätzlich mit den Fingern heran und unterstützt  das mit einem „Komm“, dabei freundlich lächelnd. Das erfordert nicht viel Worte, es ist eine Geste, wo sie häufig auch einfach reagiert, weil es eben eine Aufforderung ist und wir Menschen mitunter dann einfach dieser als Handlungsimpuls folgen, wenn wir unsicher sind, was wir machen sollen. Dann nimmt man sie in den Arm und wenn sie das erwidert, dann nimmt man ihr Kinn leicht hoch, schaut ihr in die Augen und sieht eigentlich recht deutlich, ob sie geküsst werden will oder nicht. Ich fand es in seiner Simplizität immer erstaunlich effektiv, wenn IOIs da waren und es verhindert, dass man sich erst einmal zu weit voneinander hinsetzt und es dann irgendwie schwierig wird. (Sie zu einem Tanz einladen („weil der Abend so schön war und man Lust hat, etwas mit ihr durch die Wohnung zu tanzen“), einfach mit der üblichen „Walzerhaltung“ kann den gleichen Effekt haben). Hier muss man die richtige Methode für sich und die jeweilige Frau finden.

Man kann auch einfach schauen, wie es läuft, möglichst neben ihr sitzen, etwas trinken, sie necken und Spass haben und schauen wie sich der Abend entwickelt. Hier kommt es letztendlich sehr auf die jeweilige Frau an. Es kann sich anbieten, hier insbesondere Attraktion zu bedienen, vielleicht etwas freches über ihre Wohnung sagen und sie etwas herausfordern, denn es soll ja eben eine sexuelle Spannung aufkommen. Hat man hingegen noch nicht genug Komfort aufgebaut, dann kann es sich auch anbieten, erst einmal viel miteinander zu reden, das Thema dann aber zumindest auf Themen zu lenken, die etwas mit Sex zu tun haben, nicht vulgär, eher indem sie man über die Einstellung zu Sex redet, das Thema auf Vorlieben überleitet etc.

(Alternativ: Sie um ein Glas Wasser bitten und dann den Naked Man ausprobieren, dann aber bitte mit Bericht)

„Gib Frauen beim Flirten keine direkten Antworten, es sei denn diese ist Nein“

Ich höre, wie bereits mehrfach erwähnt, gerade mal wieder in die „Interviews mit Dating Gurus“ Reihe von David DeAngelo rein, in der er verschiedenste Experten rund ums Thema Flirten und Pickup befragt.

Ein Konzept von David DeAngelo, welches er dabei immer wieder mal anspricht ist:

Never give a woman a direct answer, unless it’s no

Gib Frauen beim Flirten keine direkten Antworten, es sei denn diese ist Nein

Dabei geht es darum, dass man nicht mehr versucht, ein reines Sachgespräch zu führen, bei der man Informationen mitteilt und selbst welche erhält, sondern ein weitere Ebene zu eröffnen, in der es um die persönliche Beziehung geht. Und dabei soll dieser Grundsatz ein Leitfaden sein, nicht etwas, was man sklavisch verfolgt. Es geht darum eine spielerische Kommunikation zu eröffnen, die etwas herausfordernder ist, bei der sie etwas mehr investiert in die Sache, sich mehr einbringen muss.

Denn reine Sachgespräche können schnell langweilig sein:

Sie: Was machst du so beruflich?

Er: Ich bin  Sachbearbeiter bei X. Und du?

Sie: Ich studiere Y. Wie ist der Job so?

Er: *Erzählt tatsächlich wie die Arbeit eines Sachbearbeiters ist* Und bei dir?

Sie: *Erzählt wie spannend ihr Studium ist*

Solche Geschichten können gut zum kennen lernen sein. Und wenn man den anderen eh interessant findet, dann kann daraus sicherlich auch die ewige Liebe entstehen (immerhin hat sie ihn angesprochen). Aber jeder erzählt dabei die Punkte, die er bei jedem kennen lernen erzählt und keinen von beiden interessiert das, was der andere sagt und das, was man selbst sagt wirklich. Es ist nicht spannend von seiner Arbeit zu erzählen und abseits der bloßen Fakten kommt keine Spannung zwischen den beiden auf. Man könnte das gleiche Gespräch auch mit einem neuen Kollegen führen oder auf dem Geburtstag seiner Oma mit seinem Platznachbarn, der besten Freundin der Oma. Man hat es auch schon tausendmal geführt, es ist langweilig und nichts, an das man sich erinnert.

Was David DeAngelo meint ist eher das folgende Gespräch:

 

Sie: Was machst du so beruflich?

Er: Rate mal / Was machst du beruflich, wo bist du geboren, was ist dein Lieblingseis, das ist doch langweilig. Komm, frag was interessantes! /Ich betreibe eine Lachsfarm in Norwegen

Sie: Na komm gib mir einen Tipp / ähh… *interessantere Frage* / Äh… ja also was denn zum Beispiel?/in Norwegen? Wie bist du denn da hingekommen?

Er:  Na gut *fürstliche Pose einnehmen mit hohem Kinn und stolzen Blick in die Ferne*(muss nichts mit dem Beruf zu tun haben)/Ah, ich sehe ich habe dich nicht unterschätzt, zu deiner Frage…/Würdest du lieber Fliegen können oder lieber keine Schmerzen haben? /Wenn du jeden Job der welt haben könntest, was würdest du dann machen?/*irgendwas zu abenteuerliches über Norwegen verbunden mit dem Plan, sie auf der (nicht existenten) Fischfarm anzustellen und dort das Lachskartell aufzumischen, verbunden mit Decknamen für beide (Björn und Sigurd)

Das muss man natürlich an die Situation und die jeweilige Frau anpassen, aber wenn man derjenige ist, mit dem sie ein kleines Rollenspiel gestartet hat, in dem sie Lachse in Norwegen züchtete und man einige schräge Szenarien durchgespielt hat, dann hat sie bereits Spaß gehabt, wurde herausgefordert, hat etwas besonderes erlebt und das Gefühl das es mit einem nicht wie mit den anderen allen ist.

Ernst werden kann man dann früh genug in der Komfortphase, wenn es erforderlich ist. Häufig ist es aber auch gar nicht so wichtig, es hat Zeit, wenn man sich ansonsten gut versteht.

Es geht darum, dass man Spannungen aufbaut und sie auch das Gefühl hat, dass sie etwas dafür machen muss, Informationen zu erhalten, dass sie sich herausgefordert fühlt, dass man erkennt, dass es nicht darum geht, Sachgespräche zu führen, sondern man etwas davon wegkommt.

Es ist keine feste Regel, die man bei seiner Chefin anwendet oder auch nur bei einem Date auf Teufel komm heraus durchzieht. Sondern die man als Grundlage sehen soll, um das Gespräch spannender zu machen. Es ist tatsächlich immer wieder überraschend, wie viel dynamischer ein Gespräch dadurch werden kann, gerade wenn man sich nicht zu ernst nimmt. Wer es schafft, in so einem Gespräch in einer vollkommen fiktiven Welt eine gemeinsame Zukunftsvision zu finden, vom Eisverkäufer am Strand bis zu Superschurke, der hat etwas, auf das man immer gut zurückkommen kann und es erlaubt einem auch fiktiv eine andere Rolle einzunehmen, zB die eines Partners („Okay, wir brennen zusammen durch und verkaufen Eis in Y, zuerst schlafen wir direkt am Strand, ich hatle die Strandhunde fern und du brätst einen frisch gefangenen Fisch, den wir im Sonnenuntergang am Meer essen, während wir dem Liebesspiel der Touristen lauschen. Wir werden nicht viel haben, außer uns, aber das sollte reichen!“)

 

Mag sie mich oder ist sie nur nett? – Indikatoren für Interesse

Aus den Suchbegriffen wurde mir mit „Mag sie mich oder ist sie nur nett“ eine weitere interessante Frage zugespielt. Es ist in gewisser Weise eine Frage, die der Friendzone häufig noch etwas vorgelagert ist, sie stellt sich häufig bei zB Kolleginnen oder Bekannten, mit denen man einen gewissen Kontakt hat, und bei denen man das Gefühl hat, dass sie etwas zu nett sind.

Sie war schon einmal in den Suchbegriffen aufgetaucht, damals hatte ich sie anlässlich der Probleme eines Chinesen besprochen. Da hatte ich zu vorsichtigen Tests geraten, wenn man relativ unsicher ist und insbesondere auch darauf zu achten, ob sie bereit ist, etwas mit einem alleine zu unternehmen. Sie ist glaube ich auch deswegen immer wieder interessant, weil Ansprechangst und der Umstand, dass Männer recht schnell instinktiv ein gewisses Interesse vermuten und dadurch auch schnell das Gefühl haben dieses zu überschätzen, es zu einer schwierig einzuschätzenden Angelegenheit machen

Interessant ist es aber sicherlich auch, dass einmal unter dem weiteren Gesichtspunkt der „indicators of Interest“ zu behandelen.

1. Was sind Zeichen dafür, dass sie Interesse an einem hat?

Klassische Indikatoren sind:

  • Sie sucht deine Nähe, beispielsweise indem sie sich in deine Nähe stellt. Überhaupt gilt der Grundsatz: Wenn eine Frau Zeit mit dir verbringt, die sie nicht mit dir verbringen muss, dann spricht dies für Interesse
  • Sie zeigt in deiner Näher mehr Haut, kleidet sich sexueller als sonst. Es kann einen Rückschluss zulassen, dass sie eben auch sexuelles Interesse wecken will. Natürlich ist es wenig aussagekräftig, wenn sie immer so rumläuft oder man sie immer mit einer Gruppe oder zu einer Aktivität, zu der man sexy gekleidet ist, trifft
  • Sie ist auf dich ausgerichtet, obwohl andere Personen dabei sind.
  • Sie spiegelt deine Bewegungen (trinkt, wenn du trinkst etc)
  • Sie hält einen längeren Augenkontakt als man dies normalerweise machen würde
  • Sie lächelt dich viel an
  • Sie berührt dich in irgendeiner Weise
  • Sie möchte Komfort herstellen: Sie spricht über persönliche Sachen und will persönliche Sachen wissen, sie will Sachen über das für die eigentliche Beziehung (Bekannte, Freundin) von einem Wissen. Sie versucht herauszufinden, ob man gemeinsame Vorstellungen und Werte hat oder wie man über bestimmte Sachen, etwa Beziehungen denkt. Sie versucht, dass Gespräch am Laufen zu halten, wenn es zu Pausen kommt
  • Sie erwähnt deine von dir noch nicht erwähnte Freundin (um herauszufinden, ob du eine hast)

Es gibt natürlich tausende weitere Zeichen dafür, dass sie Interesse hat. Hier ein paar Ausführungen von Mystery zu dem Thema:

When a girl becomes attracted to someone, she will begin to give indicators of interest. These can be fairly easy to spot, and are useful as a gauge of her internal state. Although sometimes the girl is deliberately trying to give you a hint, many times when she gives IOIs, she is not even consciously aware of what she is doing. It is useful to note that we often give IOIs unconsciously as well. But with practice, we become desensitized to the presence of beautiful women, and avoid this problem.

Here are some IOI’s. Notice that some of these require more attraction than others. For example, she might be attracted enough to ask you your name, but no t enough to leave the venue with you and bounce.

• She reinitiates conversation when you stop talking
• She giggles
• She touches you
• She looks back and glances at you repeatedly every minute or so
• She tosses her hair (to see if you will look)
• If eye contact happens from a distance, she holds it for a second
• She smiles at you
• She stands nearby (proximity)
• She interrupts your conversation from nearby, or laughs at something you said
• While walking by, she turns her body towards you or brushes against you
• She says something to her friend then they both giggle
• She asks you for a light, or the time, or in any way initiates a conversation
• While you’re talking to her group, she is particularly talkative (to get your attention)
• She asks you for your name
• She asks you your age [make her guess]
• She compliments you
• She is playful and tries to challenge you
• She’s disagreeing but laughing
• She’s punching your arm but laughing
• She uses nicknames for you
• She plays with her hair while talking to you
• When sitting next to you her leg touches yours
• She repeatedly touches you in any way
• She asks if you have a girlfriend
• She mentions your girlfriend without knowing if you actually have one
• When she has to go to the bathroom, she comes back
• She holds eye contact when she speaks with you for longer periods of time
• She avoids mentioning her boyfriend
• If it comes up that you like something, she mentions that she likes it too or needs someone to show her how
• When she says or does something, she looks at you to see your reaction
• She looks at you from the side, to hide the fact that she’s looking
• She introduces you to friends
• She buys you a drink
• She calls you a player or a heartbreaker
• On her way out, she re-approaches to tell you that she is leaving [get her number]
• On your way out, she asks you where you are going [invite her]
• She returns your calls
• She invents reasons to be near you, interact with you, or have isolation with you

The most important IOIs are:

  • She laughs while talking to you
  • She reinitiates conversation when you stop talking
  • She touches you
  • She tries to get rapport and build comfort with you

Sometimes an IOI isn’t when she does something, but rather when she doesn’t do something. These are called Passive IOIs. Passive IOIs are very important because often they are the only IOIs you will get. Here are a few examples:
• Her friend goes to the bathroom, but she stays
• Her friends go to the bar, or the dance floor — but she stays
• She waits for you if you go to the bathroom
• She doesn’t flinch or pull back if you happen to move too close
• She doesn’t resist when you escalate physically (or she gives token resistance
to avoid feeling like a slut.)

Fake IOIs
Be warned that girls will occasionally use IOIs to ‚lie‘ to you. For example, a girl might give you IOIs while she is asking you to buy her a drink. She’s not attracted to you, but merely manipulating you. And of course, if you are easily manipulated, she will find you less attractive. She might give you IOIs just to keep you around as free entertainment.
A girl might give you IOIs when she is ditching you. For example, when she says „We have to go to the bathroom now,“ some tiny part of her knows that she is really ditching you, so she might touch you on the arm as she says good-bye, to give you some validation.
A girl will also give IOIs sometimes just to see it she can get you to return them. If you return her IOIs too easily, without making her work for it, you have just become another notch on her belt. Don’t jump on her and start humping her leg like a horny little puppy dog.

Indicators of Disinterest (lODs)
Similarly, there are Indicators oiDisinterest, also known as IODs. Here are a few examples of these:
• Avoidance- She avoids eve contact. She avoids your calls. She avoids you in general.
• If she can pretend that she didn’t hear what you just said, she will.
• She won’t contribute to the conversation.
• She gets impatient easily. She walks away or looks away. She leans away, turns her back.
or talks to someone else.
She is non-responsive, or she
repetitively says „uh-huh“ instead
of giving you a real response.
She won’t move with you, even
two feet away. She won’t invest.

2. Was mache ich, wenn sie zeigt, dass sie Interesse an mir hat?

Wenn man meint, dass sie an einem interessiert ist, dann kann es interessant sein, sich zu vergewärtigen, in welcher „Flirtphase“ man sich gerade befindet. Interesse von ihr wäre „Frau zu Mann-Interesse“ („Female to Male Interest“). Die nächste Phase wäre, ihr zu zeigen, dass man sie auch für etwas, was sie schätzt, gut findet („Mann zu Frau Interesse“ oder „Male to Female Interest“). Also eben nicht „Geiler Arsch!“ sondern eher etwas, was ihre Persönlichkeit oder ihr Leben betrifft. Mystery dazu:

Once interest has been generated, the game is not over. If only it were that easy. In fact, it is not attraction that gets the girl. She must become invested in this interaction, and then comfort must be built. The attraction is useful — to bait her into investing. Other than that, attraction is but a vapor. She might be making out with you tonight but that doesn’t mean she’ll return your calls tomorrow.

It could be said that attraction is only a tool. In A3 you will use her interest, combined with takeaways and screening, to bait the target into demonstrating value of her own. When she demonstrates value in an attempt to win you over, reward her with IOIs, then bait her again as the process repeats. In this way, her reward is tied to her investment. As she demonstrates value, she is rewarded vet baited to demonstrate more value. This all comes back to pair bonding. A woman takes a much larger risk evolutionarily (and therefore emotionally) when she has sex. It’s not enough that she is attracted to you — the pair bond must be there as well. She must have some assurance that when she is pregnant back in the cave, you will stick around to bring her your fresh kills from the hunt. Otherwise you could impregnate her, move on to your next dalliance, and she’s screwed.

Of course, we are speaking only of emotions. Is it really true that the pair bond „must“ be there? Obviously not, one-night stands happen every day. What is the meaning then?
The meaning is that she still has this emotional circuitry and it is a factor in her behavior. Her emotions prefer a man of high value — high enough that it requires effort and investment in order to win him over. And her emotions do want to win him over — she wants to feel that he is pair bonding to her. In other words, she wants to feel that she is important to him not just as an attractive woman, but as a specific woman. She needs to feel that it wasn’t easy, she had to invest and there was some fear of loss, but now he is „falling“ for her and she represents a unique value to him. This is all instinctive.

Das ist ein Punkt, den viele Männer falsch machen: Sie legen die gleichen Denkvorgänge an, die sie selbst hätten und gehen insofern davon aus, dass Interesse an sich zu zeigen ausreicht, weil männliches Interesse oft bereits mit optischen Faktoren erreicht werden kann. Solche Faktoren sind aber uninteressant für viele Frauen, da sie bei Männern viel zu oft nur mit einer Kurzzeitstrategie einhergehen können. Sie möchte in gewisser Weise ein Zeichen einer Wertschätzung, die über diese Ebene hinaus geht, weil dies bestimmte unterbewusste Prozesse beruhigt. Noch besser ist es natürlich, wenn sie das Gefühl hat, dass sie etwas gemacht hat, um dieses Interesse auch zu verdienen, wenn sie also das Gefühl hat, das sie sich letztendlich um ihn bemüht hat. Im Pickup nennt man das „Qualifizieren“. Sie sagt etwas und dadurch steigt sie in der Achtung des Mannes. Sie ist also aufgrund bestimmter Eigenschaften erst zu etwas besonderen für ihn geworden, was sie vorher nicht war. Das gibt ihr das Gefühl, dass sie etwas erreicht hat, was sie verliert, wenn der Flirt scheitert und macht den Kontakt damit subjektiv wertvoller.

Ein einfaches Beispiel ist, es wenn man beispielsweise Negs verwendet hat, cocky comedy, wenn man also auf eine lustige Weise frech und etwas herausfordernd war und sie gut dagegen gehalten hat. Zeigt sie dann die oben genannten Signale, dass sie Interesse hat, dann kann eine Qualifizierung so etwas wie der Satz „Endlich mal eine Frau, die einem was entgegenhalten kann und nicht auf dem Mund gefallen ist! Nicht schlecht!“ sein. Aber es kann auch etwas anderes sein, etwa ihr Studium oder ein Hobby, welches man interessant findet.

Damit wäre dann eine Grundlage gelegt: Sie hat mitgeteilt, dass sie einen gut findet, sie hat das Gefühl, dass man sie auch aus den richtigen Gründen gut findet, der nächste Schritt wäre dann also weiteres Vertrauen aufzubauen und schließlich über Berührungen zur eigentlichen Verführung zu kommen.

(Kurze Anmerkung: Pickup stellt hier ein bestimmtes Schema dar. Wie man es einsetzt liegt natürlich bei dem einzelnen. Man kann tatsächlich Sachen loben, die man an ihr interessant findet (ich beispielsweise finde es klasse, wenn eine Frau Sprüche machen kann), man kann Sachen loben, die man jetzt nicht super interessant findet, aber gleichzeitig sie selbst sehr interessant finden und so den Prozess fördern oder man kann theoretisch die Person langweilig finden und nur Sex wollen und einfach auf etwas springen, was den Mechanismus bedient (etwa bei einer Frau, die einfach nicht kompromissbereit und egoistisch ist loben, dass sie eine „starke Frau“ ist). Letzteres ist natürlich dann ein moralisches Problem, welches man mit sich selbst aushandeln muss, es ist aber im Pickup nicht vorausgesetzt)

Geoffrey Miller zu evolutionärer Psychologie und der Unbestimmtheit des Statusbegriffs beim Menschen

Eine interessante Aussage von Geoffrey Miller zu Pickup und Evolutionärer Psychologie

Erst einmal sagt er einiges dazu, wie der Bereich der Evolutionären Psychologie entstanden ist und was für Schwierigkeiten man dort hat:

[Geoffrey Miller] Yeah I’d say about seventy percent of evolutionary psychology is about mating, attraction, physical attractiveness, mental attractiveness, potential conflicts between men and women, and how those play out. But then other evolutionary psych people study all kinds of other things, like the learning and memory that Wikipedia mentioned. …

[Geoffrey Miller] Well one thing to note is it’s a pretty new field. I was literally at Stanford University when the field got invented by some of the leading people, who kind of had a joint retreat there at a place called The Center for Advanced Study in Behavioral Sciences. 1989, 1990.

And they actually strategized about, „How do we create this new field? What should we call it? How do we launch it? What kind of scientific societies and journals do we establish?“

So the field’s only twenty-five years old. It started out pretty strongly though, because the people who went into it were brilliant, really world-class geniuses, and that’s one of the things that attracted me to the field when I was a grad student.

Since then, the quality of the research has gotten way better. It’s a very progressive field in the sense that we actually build on each other’s insights. Other areas of psychology, everybody wants to coin and patent their own little term, their own, almost, trademarked little theory, and try to ignore a lot of what other people do.

We tend to be in more of the tradition of mainstream biology, where you actually respect what other people have done before, and try to build on it. So I think we’re really good at doing that.

The other thing to remember, apart from it being a young field, is it’s a pretty small field. There’s fewer than a thousand people in the world actively doing evolutionary psych research, compared to fifty thousand people doing neuroscience research, or probably a hundred thousand scientists doing cancer research.

So it’s not a huge field. There’s probably more science journalists trying to cover evolutionary psychology than there are evolutionary psych researchers. …

[Geoffrey Miller] Well I’ll tell you what areas of science really impress me at the moment, in terms of being super high-quality and sophisticated. One is behavior genetics. Twin studies. So I did a sabbatical in Brisbane, Australia with one of the big twin research groups, back in 2007.

And they were just making this shift. They had tracked thirty thousand pairs of twins in Australia for the previous twenty years, and given them literally hundreds of surveys, and measurements, and experiments over the years. And they were just starting to collect DNA from all these twin pairs.

And what you have now is big international networks of people working in behavior genetics, sharing their data, publishing papers with fifty or a hundred scientists on the paper, working together and being able to identify, „Hey, here’s where the genes for, like, how sexually promiscuous you are overlap with the genes for this personality trait, or the genes for this physical health trait.“

And it’s amazingly sophisticated. It’s powerful. The datasets are huge. The problem is a lot of that stuff is very politically incorrect, and it makes people uncomfortable. And people are like, „You can’t say that propensities for murdering people are genetic. Or, propensities for having a lot of musical creativity are genetic,“ people don’t want to hear that. So there’s a big kind of ideological problem there. But honestly that’s where some of the best research is being done in the behavioral sciences. …

Das Gebiet an sich ist also noch vergleichsweise jung und vergleichsweise wenige Personen sind darin tätig. Was vielleicht auch daran liegt, dass es eher „Grundlagenforschung“ ist, ohne das man daraus direkt Medikamente oder Heilmethoden herleiten kann. Zudem ist man in dem Bereich eben schnell in relativ strittigen Bereichen, etwa eben der Frage, wie sich unserer Biologie auswirkt und damit auch bei der biologischen Kränkung.

Dann sagt er noch etwas zu einem meiner Lieblingsthemen, nämlich Status:

[Geoffrey Miller] Well one big thing is I think a lot of the pickup artist guys who quote The Mating Mind book, or refer to evolutionary psychology, get all obsessed with status, and they talk about alpha males, and beta males, and gamma males, and omega males, and whatever. Status, status, status. And that’s fine. Status is important, no doubt.

But the idea that you can simply categorize human males into, „Oh, you’re an alpha. You’re a beta.“ That works for gorillas. It works for orangutans, where the different statuses are actually associated with different body sizes. Like an alpha orangutan is literally twice as heavy as a beta orangutan, and has huge cheek pads, and the beta doesn’t. And they have completely different mating strategies.

But for humans, status is way more complicated. It’s fluid, it depends on context. …

 Ich bin auch der Auffassung, dass es keine strikte Unterteilung in Alpha und Beta gibt, keine feste Grenze, sondern dass es ein sehr stark kontextabhängiger Bereich ist, der einer starken kulturellen Ausgestaltung unterliegt, wenn es auch bestimmte Regeln gibt, nach denen es verläuft. Das hat bereits häufig zu der Kritik geführt, dass mit dieser Fluidität der gesamte Begriff wertlos ist. Was aus meiner Sicht falsch ist: Soziale Hierarchien können vielfältig ausgeprägt sein und stark subjektiv sein: Wer für den einen Bodensatz der Gesellschaft ist mag aus der Sicht eines anderen eine rankhohe Person sein, weil er in der jeweiligen Welt einen hohen Rank hat (ein klassisches Beispiel wäre wieder der Punker, der aus Sicht eines Bankers vielleicht Bodensatz der Gesellschaft ist, in seiner Gruppe aber der Anführer. Oder der Sektenführer, der aus Sicht von Leuten außerhalb der Sekte ein Spinner, innerhalb dieser aber ein Gott ist.
Schon weil wir heute in großen Gruppen leben, in denen zahlreiche Gruppenstrukturen sich überschneiden und durchdringen oder auf Ebenen nebeneinander liegen, und wir gleichzeitig starke formelle Gleichheit anstreben,  ist bei uns Status zwangsläufig kompliziert: Es ist kein einfaches „Ich bin stärker“ oder „ich kann mir lauter auf die Brust trommeln“, sondern es ist in kulturelle Zeichen eingebunden, die je nach Gruppe einen eigenen Wert oder eine andere Signalstärke haben.

Überblick: Pickup und Game

1. Allgemeine Grundlagen

2. Bestimmte Techniken

3. Pickup und Beziehungen und Komfort

4. Kritik an Pickup

5. Pickup und ich & Pickup und andere

6. Reguläres Flirten

7. Pickup und Wissenschaft

8. Videos etc von Pickupern

9. Anekdoten

10. „Nice Guys“

11. Nein heißt Nein

12. Vermischtes