„Ich bin ein Mann, 23 Jahre alt und hatte noch nie eine Freundin, ich habe noch nie ein Mädchen geküsst, ich hatte noch nie in meinem Leben Sex und noch nie hat sich eine Frau in mich verliebt“

Ein Leser schreibt mich an, weil es mit den Frauen nicht so richtig klappen will (und ich stelle es mit seiner Zustimmung als Artikel ein):

Hallo,

Ich habe seit vielen Jahren folgendes Problem: Ich bin ein Mann, mittlerweile 23 Jahre alt und hatte noch nie eine Freundin, ich habe noch nie ein Mädchen geküsst, ich hatte noch nie in meinem Leben Sex und noch nie hat sich eine Frau in mich verliebt.

Ich werde in der Öffentlichkeit oder in der Disko nie von Frauen angesprochen oder angelächelt und niemals von Frauen über Facebook oder sonstige Plattformen angeschrieben. Ich selbst spreche keine Frauen mehr an, das habe ich bereits vor einigen Jahren aufgegeben, weil es keinen Sinn hatte. Ich habe außerdem oft genug beobachtet, dass attraktive Männer keine Frauen ansprechen müssen, weil die Frauen selbst auf diese Männer zugehen.

Ich bin ein sehr realistischer Mensch und bin davon überzeugt dass ich zu hässlich bin und deshalb abstoßend auf Frauen wirke. Das Aussehen ist das wichtigste und ein gut aussehender Mann wäre sicher nicht gegen seinen Willen Jungfrau.

Ich bin kurz davor, in den Puff zu gehen, weil ein sehr starkes Bedürfnis nach Sex und wirklich große Lust dazu habe. Ich will auch endlich wissen wie es ist und ich will meine verpasste Erfahrung so schnell wie möglich nachholen. Aber ich möchte es lieber schaffen, ohen dafür bezahlen zu müssen. Nur, ohne sexuelle Erfahrung halte ich es nicht mehr aus. Ich habe ein paar Bücher und Artikel zu PICKUP gelesen, aber das hat mich nicht wirklich weiter gebracht.

Meine Frage ist, wie kann man denn auch wenn man so hässlich wie ich aussieht bei frauen begehrt sein und Sex mit verschiedenen Frauen haben bzw Freundinnen bekommen? Wie kann man es mit so einem Aussehen erreichen, dass eine Frau sich in einen verliebt? Wie kann man es schaffen, dass Frauen von selbst auf einen zukommen und mich ansprechen?

Ich habe viele Artikel auf ihrer Website gelesen. besonders gut daran gefällt mir, dass alles sehr logisch und realistisch beschrieben und erklärt wird.

Dem Bild nach sieht er ganz normal aus. Insofern ist seine Idee zu hässlich zu sein, erst einmal merkwürdig. Er ergänzt:

Ich dachte, vielleicht kann ich hier ein paar Tipps bekommen, die wirklich helfen. Alle Frauen sagen immer zu mir, ich würde gut aussehen und sei nicht hässlich. Aber gleichzeitig sagen Frauen, die mir gefallen, dass ich nicht ihr Typ bin.

Das bestätigt eher meine Einschätzung, dass es nicht am Aussehen liegt. Eher ist „Antigame“ zu vermuten, evtl zu schüchtern, zu unselbstbewußt etc. Ich schrieb darauf hin:

also ich kann mir nicht vorstellen, dass es am Aussehen liegt. Das ist doch vollkommen okay. Was findest du denn so schlecht an dir? Es dürfte weitaus eher das schlechte Selbstbewußtsein sein. Du scheinst doch einige Frauen um dich herum zu haben, wie kommst du denn mit denen zurecht?

Seine Antwort:

Ich bin eigentlich auch zufrieden mit meinem Aussehen. Weiß nicht, was ich verbessern soll. Aber trotzdem habe ich bis heute keine Freundin und keinen Sex gehabt. Und leider sagen Frauen die mir gefallen meistens dass ich nicht ihr Typ bin. Ich habe schon einige Frauen um mich herum, aber mit denen bin ich nur befreundet. Und zu mehr reicht es dann leider nie. Ich bin auch ständig unterwegs und lerne Leute kennen, aber es passiert einfach nichts. Ich bin nur 1,75 groß und Bin ziemlich dünn vllt hat es damit etwas zu tun.

Kannst du mir ein paar Tipps geben? Ich erlebe auch öfter mal, dass Jungs sogar von Frauen angesprochen werden. Wie kann man so etwas schaffen? Kannst du mir einen Ratgeber bzw ein Buch empfehlen, in dem alles komplett steht, wie man diese Anziehung in Frauen auslöst? Ich habe Lob des Sexismus und Der Kompass gelesen. Bin halt auch ein bisschen schüchtern, aber verklemmt bin ich nicht.

Auf jeden Fall will ich jetzt gerne mal sexuelle Erfahrung sammeln und auch die verpassten Jahre nachholen.

Ich denke mein größtes Problem ist, dass ich für mein Alter krass zu jung aussehe. Ich bin 23 und werde meistens auf 16-17 geschätzt. Das würde mir auch von vielen Frauen bestätigt, dass ich so ein babyface bin. Leider kann ich daran nicht viel ändern. Habe mir einen Bart wachsen lassen, aber viel bringen gut das nicht. Vielleicht habe ich ja zu wenig Testosteron.

Also als Problem:

  • sehr jung aussehend, „Babyface“
  • nicht groß, aber auch nicht sehr klein
  • eine gewisse Widersprüchlichkeit bei Aussehen (bin abstoßend/weiß nicht was ich ändern soll)
  • Frauen sagen „er ist nicht ihr Typ“

Mein nächster Kommentar:

warum meinen sie denn, dass du nicht ihr Typ bist?
Dein Ziel sollte nicht sein von Frauen angesprochen zu werden, sondern das Frauen, wenn du dich mit ihnen unterhältst dich attraktiv finden.
Es gibt ein Audio-Programm von David Deangelo, Cocky Comedy, dass erklärt einiges dazu ganz gut. Kann man auch als Torrent bei den einschlägigen Seiten finden. Das würde ich dir empfehlen.

Hast du dir schon mal das Grundschema angeschaut:
An welcher Stelle fliegst du raus / hast du Probleme?

Sein nächster Kommentar:

Okay ja das habe ich mir schon mal angeschaut. Aber würden sie mir nicht zustimmen, das ein wirklich sehr gut aussehender Mann so etwas nicht beachten muss? So jemand wird doch grundsätzlich auf der Strasse von Frauen angelächelt oder sogar angesprochen. Ich werde nie angelächelt, die Frauen schauen nur auf den Boden. Und bei Lovoo und Tinder habe ich auch keine Matches

Es klingt für mich als wolle er sich letztendlich gar nicht wirklich ändern, allenfalls wäre er gerne hübsch und dann verändern die Frauen ihr Verhalten.

Damit ist natürlich schwer zu arbeiten. Sich in den Gedanken hinein zu steigern, dass man hässlich ist, ist erst einmal nicht hilfreich, es ist sowohl ein „limiting belief“, also ein Weg sich selbst zu beschränken, es ist „Antigame“, weil man damit eben auch ausstrahlt, dass man meint ihrer nicht wert zu sein und es ist auch eine Flucht vor den tatsächlichen Ursachen, denn er sieht ja okay aus. Um mal ein Beispiel zu nennen: Leonardo DiCaprio hat ein Babyface und hatte schon die ein oder andere Frau.

Er ergänzt:

Warum sollte es mein Ziel sein, dass Frauen mich erst dann attraktiv finden, wenn ich mich mit ihnen unterhalte? Das kostet doch viel mehr Energie als wenn man gut aussieht

Das geht aus meiner Sicht in die gleiche Richtung. Er hofft auf einen einfachen Weg.

Nur er wird eben nicht über Nacht eine 10 werden. Klar kann er Sport machen, aber das macht ihn nicht größer und sein Selbstvertrauen und sein Typ wird sich auch nicht ändern.  Selbst wenn er einen sehr guten Körper hat, wird er sich dann eben noch zu klein und sein Gesicht als zu jung ansehen.

Was nicht bedeutet, dass ich dagegen bin, dass er seinen Körper verbessert. Das würde ich jedem raten: Ein paar Muskeln und ein sportlicher Körper können einen attraktiver machen und ein anderes Selbstvertrauen bringen. Man sollte nur nicht NUR darauf setzen, gerade wenn wie hier aus meiner Sicht die Probleme in anderen Bereichen liegen.

Meine Antwort:

“ Aber würden sie mir nicht zustimmen, das ein wirklich sehr gut aussehender Mann so etwas nicht beachten muss?“

dazu habe ich einen Artikel
https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/14/game-pickup-fur-gutaussehende-manner/

Aber es ist aus meiner Sicht wenig effektiv sich auf Schönheit zu konzentrieren. Du siehst ja bereits okay aus. Du müsstest Frauen bekommen. Wenn das nicht klappt, dann machst du etwas grundlegendes falsch. Und solange du das falsch machst wirst du dich selbst behindern.

Etwas an dir ist vielleicht schlicht „Antigame“. Arbeite daran statt nur am aussehen. Frauen sind weit weniger optisch als Männer

Und dann noch:

du scheinst nicht der Aktive sein zu wollen. Du suchst einen Weg, bei dem Frauen die Arbeit machen. Sehe ich das richtig?
Dabei hast du doch weibliche Freunde, wenn ich das richtig sehe. Gehst du mit denen nicht normal um? finden die dich witzig?
Aus meiner Sicht ist „cocky comedy“ ein sehr einfacher Weg wesentlich attraktiver zu wirken. Und eine andere Einstellung hilft auch. Du scheinst dir selbst keinen hohen Wert beizumessen. Das wäre „inner Game“
https://allesevolution.wordpress.com/2012/04/19/inner-game/

Wie man sieht waren meine Antworten relativ kurz. Das liegt einmal daran, dass Facebook ein mieses Interface hat, wenn man mit einem Profil nicht den Messenger nutzen möchte und vom Smartphone aus antwortet. Und zum anderen daran, dass eine solche Ferndiagnose natürlich immer schwierig ist.

In einem Artikel zu einem Beitrag aus einem „Absolute Beginner“-Forum habe ich mal verschiedene „AntiGame“-Faktoren aufgelistet:

Hier werden starke „Anti-Game“-Mechanismen aufgeführt, die bei evolutionärer Einordnung auf einen geringen Partnerwert bzw. Sexual Market Value (SMV) schließen lassen.

  • negatives Verhältnis zu eigenen Sexualität
  • sexuelle Minderwertigkeitsgefühle
  • Jammern
  • Passivität
  • Selbstmitleid
  • Fishing for Compliments
  • Needyness in Bezug auf Sex
  • Entitlement („so langsam steht mir eine Frau zu“)
  • Frau wird nicht als emotionale Verbindung, sondern als reines Statussymbol gewollt (aber gleichzeitig dabei aufs Podest gestellt)
  • keine hinreichendes Interesse an einer emotionalen Verbindung.
  • kein „willing to emote“

Viele dieser Mechanismen sind Indikatoren dafür, dass andere Frauen nicht an einen interessiert sind und man auch ansonsten keinen Status hat.

Das Gemeine an diesen Faktoren ist, dass sie sich gegenseitig verstärken können. Wer keinen Erfolg beim anderen Geschlecht hat, der entwickelt Minderwertigkeitsgefühle, verkrampft, Jammert, meint, dass ihn „die Frauen“ doch nun langsam mal besser behandeln müssten, entwickelt negative Gefühle gegenüber Frauen, wertet sie ab und kann noch weniger eine Verbindung zu ihnen eingehen.

In diesem Fall hilft wohl nur, eine vollkommen neue Perspektive auf sich selbst und Frauen zu gewinnen, damit man aus diesem Kreislauf ausbrechen kann. Das ist allerdings verdammt schwer

Ich sage nicht, dass die obigen Punkte bei ihm vorliegen. Er scheint ja weibliche Freunde zu haben, es klingt eher als wäre er „zu nett“.  Er schafft es nicht, dass Frauen ihn in einem romantischen, sexuellen Kontext sehen. Es wäre also in gewisser Weise ein Friendzone Problem.

Dort schrieb ich bereits:

Der Fehler, den derjenige hier gemacht hat ist klassisch und folgt meiner Meinung nach aus dem verschiedenen Aufbau von sexueller Lust bei Männern und Frauen.

Während Männer üblicherweise bei einer Frau, die ihren optischen Ansprüchen genügt, bereits Sex haben wollen und insofern noch das Kennenlernen hinzukommen muss für eine Beziehung, bauen Frauen sexuelle Lust zwar auch über den Körper, aber eher über das Verhalten des Mannes auf. Wer also nicht extrem gut aussieht, der muss entsprechendes Verhalten bringen, damit eine Lust auf Sex entsteht. Er muss also sozialen Status demonstrieren, vielleicht etwas positive Dominanz, oder um es in der Pickupsprache zu sagen

Er muss Attraction aufbauen, also Attractionswitches  bedienen.

Und die klassischen „Switches“ sind eben:

  • Pre-selected by women („Von anderen Frauen für gut befunden)
  • Leader of men. (Anführer anderer Menschen)
  • Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)
  • Willing to emote (In der Lage gesunde Gefühlsbindungen einzugehen)

Im Grundmodell nach Mystery stellt sich das wie folgt dar:

A2: Female-to-Male Interest

In A2 phase, you should create attraction. Some pickup routine in this stage like:

1. DHV: Demonstrate high value, using gimmick, magic, psychic routine, humor ……

2. Storytelling

3. AMOGing

4. Coky&Funny

5. Push-and-Pull

„Attraktion aufbauen“ ist etwas, was man lernen kann und was eine enorme Wirkung hat. Es ist nicht wichtig, dass man dazu diese oben genannten Techniken verwendet, es sind nur Krücken, die bestimmte Punkte eben sehr gut bedienen. Man muss das für sich richtige finden, aber dazu muss man erst einmal verstehen, wie es funktioniert.

Es ist in vielen Fällen schlicht die Darstellung eines hohen Status, aber auch gerne kombiniert damit, dass man herausfordernd ist, lustig, Interaktionspotential gibt und Interaktion einfordert. Es ist die Darstellung, dass man jemand ist, der sich lohnt, an dem sie Interesse haben sollte, für den sie aber auch selbst etwas tun muss und für den man auch etwas machen muss.

Ich hatte dazu auch etwas in diesem Artikel zu „Gib Frauen beim Flirten keine direkte Antwort, es sei denn es ist Nein“ geschrieben, in dem es darum geht Gespräche interessanter und herausfordernder zu machen.

Ich fand damals die Erklärungen von David DeAngelo dazu gar nicht schlecht und sein „CockyComedy“ hat mir viel geholfen. Andere mögen es auf andere Weise angehen und natürlich hängt es auch von der Frau ab, die man für sich interessieren möchte. Aus meiner Sicht wäre ein Grundsatz: Wer eine Frau im Guten herausgefordert hat, so dass sie sich in einem spaßigen Wettstreit mit einem sieht, der hat ganz gute Karten.

Wer nur davon träumt, dass er besser aussieht, der wird hingegen nicht viel erreichen. Natürlich muss man jeweils entscheiden, ob einem das die Sache wert ist. Aber das ändert ja nichts an dem Weg.

Dann noch ein Hinweis auf eine andere Falle: Wer natürlich meint, dass er als erstes gleich (oder jemals) eine 10 bekommt, der wird sich ebenso selbst ausbremsen. Es mag auch schlicht daran liegen, dass man zu hoch ran geht. Wer sich selbst für eine 6 hält, der sollte es eben bei einer weiblichen 6 probieren. Und weiter Abstriche für den Stand seines „Games“ machen.

Was wären eure Tipps?

Was Frauen antörnt XIX

Ich lese mich in letzter Zeit gerne recht ziellos durch einige Blogs und bin dabei auch auf die folgende Schilderung eines für eine Frau interessanten Mannes und seines Verhaltens beim Flirt und Sex gestoßen:

 

Ich habe beschlossen ihm einen Namen zu geben. Ich nenne ihn Thomas. Thomas ist es wert. Wenn es die beiden anderen auch schaffen mich zu begeistern, dann bekommen auch sie Namen. Thomas ist mein Auserwählter. Den den ich für mich haben will, sagt mein Herz. Mein Hirn sieht das anders. Denn ich muss ihn teilen. Das sagt, vergiß es Trulla! Egal,

Wir hatten die letzten Tage Kontakt. Whatsapp, Telefon, Mittagessen. Feierabendumtrunk. Ich habe den Eindruck, er will jeden Moment mit mir verbringen, den er kann. Soll er. Ich halte den Kurs, den Weg ein. Ich bin unnahbar.Eine Eisprinzessin. Obwohl schon innerlich mehrmach geschmolzen, bleibe ich hart.

Jedenfalls hole ich ihn ab. Es dauert noch bis er fertig ist, daher kann ich mich kurz mit den anderen zwei unterhalten. Nett aber oberflächlich. Wo wir hingehen, was wir geplant haben. Endlich ist er fertig und wir können die Räuberhöhle mit den Worten “Wir sind dann mal aus” verlassen. Der Abend war lustig, erst im Kino “Der letzte Marsianer” ein cooler Film auch wegen Matt Damon, den ich unglaublich, unglaublich heiss finde. Danach noch einen Ausflug in eine Bar. wir unterhalten uns göttlich, es fließt Alkohol, die Chemie stimmt. Gemeinsam gehen wir wieder zu ihm. Ich will mich vor der Tür verabschieden, er fragt aber ob ich noch auf einen Absacker nach oben mit kommen will. Ich weiß worauf das hinaus läuft. Die Vernunft sagt nein, mein Herz und mein Körper sagen ja. Er spürt mein Zögern, lacht und versichert mir, dass niemand über mich herfallen wird. Ich gebe mir einen Ruck und sage ja. Glücklicherweise sind wir alleine in einem der Zimmer, die anderen beiden lassen uns in Ruhe. Er ist Gentleman, hilft mir aus der Jacke, bringt mir was zu trinken, was zu knabbern, umsorgt mich. Ich fühle mich wohl. Kuschle mich in die Couch. Wieder unterhalten wir uns, springen von Thema zu Thema. Er sitzt neben mir, ich beobachte ihn heimlich. Er ist heiss. Männlich. Stark. Aber doch wieder weich. Hachja.

Er nimmt mich in den Arm, ich weiss dass das falsch ist aber ich lasse es zu. Ich falle, genieße seine Nähe, die Wärme, den Geruch, seinen festen Griff.Wir schweigen. Sind in diesem Moment gefangen. so könnte ich sterben. Hier und jetzt. Thomas lässt keinen Zweifel daran offen, er will mich. Ich bin glücklich. Seine Hand greift nach meinem Kinn, und zieht meinen Kopf hoch. Ohne Zweifel daran zu lassen, dass es richtig ist. Er küsst mich, ich schmelze dahin. Genieße, erwiedere, jubele innerlich. Seine Hand ruht auf meinem Hals, hält mich fest. Mit dem richtigen Druck, es gibt mir Sicherheit. Er hat mich geknackt. Mit diesem Griff, mit dieser doch dominanten Weise bin ich ihm verfallen. Seine Hände wandern, erforschen, kraftvoll, liebevoll, zärtlich, fordernd, selbstverständlich, entkleiden mich, verwöhnen mich, reizen mich, führen mich, begeistern mich. Ich schwimme durch meine Gefühle, erwiedere, lasse meine Hände wandern, erforsche seinen Körper, spüre Muskeln die sich bewegen, kräftige Bewegungen unter seiner Haut. Er übernimmt das entkleiden, schnell, fast wie weggezaubert.

Es folgt der Sexteil, den ich hier aber überspringe, man kann ihn ja im Original lesen (Spoiler: Er hat einen großen Penis, sie hat mehrere Orgasmen)

Wenn ihr dann wieder da seid hier ein paar Aufgaben zur Besprechung:

  1. Welche klassischen auch in der Biologie diskutierten Attraktivitätsmerkmale des Mannes und welche auch im Pickup diskutierten Praktiken sind hier im Text enthalten? Wie sind ihre Gedanken dazu einzuordnen?
  2. Was macht er aus feministischer Sicht alles falsch und wie wäre es richtig (und damit natürlich anregender)?

(zu Vorgängern der Serie)

Mystery zur Neg Theorie

Hier mal ein klassischer Text von Mystery zum Thema Neg und Frauenansprechen:

 

February 18th, 2005, posted in FastSeduction.com

“Neg Theory” by Mystery

An HB is there, surrounded by her friends. She has put on this BITCH act. Is she REALLY a bitch? Unlikely. All my girlfriends were wonderful human beings. Beautiful people have it easier because they are beautiful and often times have better upbringings because of it.

BUT – she needs to have a standard when all these NOBODY guys approach her. So her values are very honed and understood. When a man walks up and says, “Can I buy you a beer” this WILL annoy her. While the guy thinks he’s doing something nice for her, she gets this ALL the time. She is desensitized to this. You are the 8th guy TODAY!

So she is very good at brushing all these guys off. She HAS to be… she isn’t going to sleep with ALL of them! So she may say NO, or act annoyed, and then the guy thinks she’s a bitch and he walks off pissed and feeling like a failure. And that seems to work. Sometimes when the girl is particularly in a feeling of control (like in a club where she is PREPARED for the barrage of men – it IS after all something that occurs so often that when it is GONE she MISSES it) she will accept the beer and then flake the guy off. Hey, the guys are stupid enough to buy her one; she might as well take it.

When she accepts a beer from you, the girl is saying to you, “I don’t know you and I don’t care about you. You are just another one of those typical guys and since I don’t respect you, I’ll take the beer from you before I snub you.” Since an HB is so GOOD at snuffing your approach, SNUFFING THEM is important. You CANNOT INSULT them, because they are used to all the hurt guys INSULTING them (“ahh you are nothing but a bitch!”) so this rolls off their back like water off a muskrat’s ass.

How do you SNUFF them WITHOUT INSULTING them? Well, let’s say she has long nails which are most likely fake. Now why do 10s dress so FINE if they don’t want the attention? Sometimes they LOVE the feeling of control. They are in a club with friends and they want to be the leader of the circle (social hierarchy in primates) and so she gets all the attention. The guys come and buy drinks for them and she gets off on knocking the guys down. It’s all in a days play. Ok, so she is wearing fake nails to look even BETTER! Most guys will say, “Wow you are so beautiful!” BORING, typical and in her mind by now, TRUE.

Imagine now, a guy comes along and says “Nice nails. Are they real?” She will have to concede, “No, acrylic.” And he says (like he didn’t notice it was a put down), “Oh. (Pause) well I guess they still LOOK good.” Then he turns his back to her.

What does this do to her? Well, he didn’t treat her like shit and INSULT her. He complimented her, but the result was to target her insecurity. She thinks, “I’M HOT I’M BEAUTIFUL” – (especially in her current emotional state of control) – “but I didn’t win this guy over. I’M SO GOOD at this. I’ll just fix that little smear on my image that he has of me.”

Then you continue to show disinterest in her looks as you give her a neutral topic like the Elvis script. During this time, her intention is to get you to become like all the other guys so she can feel in control and snuff you.

Then you give her another NEG HIT like this: “Is that a hair piece? Well, its neat… what do you call this hairstyle? The waffle? :)” Smile and look at her to show her you are sincerely being funny and not insulting. You are pleasant but disinterested in her beauty.

This will intrigue her because she KNOWS guys. And this isn’t normal. You must have really high taste, or be used to girls, or be married or something. These questions make her CURIOUS. So this keeps happening and is known as FLIRTING. She gives you little Negs and these tests are qualifiers. You pass them by Negging her back. After all, you aren’t like the others showing interest. But…why?

To get control again, she says, “Will you buy me a drink?” Notice how she is trying to get you now! BUT, she only wants to sucker you in enough so she can SNUFF you. That is all she is about – this strategy is all she knows and it’s not working for you so she is trying to do damage control on the situation. But at the same time she doesn’t quite understand WHY you don’t think she’s “all that.” After all, her nails ARE fake.

You say, “Ahhh, that’s so funny … your nose wiggles when you speak……” – (pointing and being cute) – “look there it goes again … its so… quaint … hheeeee look.” She’ll say, “Ahhh, stoppp!” 🙂 *blush*. Now she is self-conscious and having her in this state is where you want her. You have, with 3 negs, successfully created INTEREST (curiosity) and removed her from her pedestal (removed her bitch shield.) You were humorous, you had a smile, you dress well, you are confident and everything she would want in a man.

You didn’t take her shit. OH…and when she asked you for a beer, you said, “No. I don’t buy girls drinks. But you can buy ME one.” You are qualifying HER now. If she buys you a beer, this is symbolic of her RESPECT for you.

If not, you say, “Pleasure meeting you” [NOT arcastically] and turn your back to her again. DON’T walk away, just turn your back. You are negging her again just when she thought she was negging YOU. That is teasing each other. That is the first step to flirting. This is all textbook psychology.

A NEG is a qualifier. The girl is FAILING to meet your high expectations.

It’s not an insult, just a judgment call on your part. The better looking the girl, the more aggressive you must be with using negs. A 10 can get 3 negs up front, while an 8 gets only 1 or 2 over a longer time. You CAN go overboard if they think you are BETTER than them. You can drop the self-esteem right from under them (just like most 10s do to guys) and this isn’t good. You have to get as close to the breaking point as you can without crossing the line. Once you have gotten her RIGHT THERE, you can start appreciating things about her (NEVER LOOKS.) There is a mutual RESPECT now. Something most guys never get from the girl.

This is how you remove a bitch shield. 3 negs ought to do it within 2 or 3 minutes of neutral chat. Once it is down, you can, from a place of mutual respect, seduce her.

Mystery

 

„HB1-10“ oder „Hot Babe 1-10“ – Bewertungen von Frauen mit Zahlen im Pickup

Muschimieze greift in einer kritischen Besprechung von Pickup das im Feminismus für Kritik beliebte Element heraus, dass dort Frauen mit Zahlen bewertet werden:

Durch unsere Sprachhandlungen werden Normen und Machtverhältnisse re_produziert. Sprache ist nie nur ein bloßes Kommunikationsmittel, das auf neutrale Art Informationen vermittelt. (siehe dazu “Was tun? Sprachhandeln.”)

Ich habe hier zwei Beispiele aus dem PUA-Sprachschatz herausgesucht und sie mal genauer beleuchtet.
HB1-10 oder HotBabe1-10

PUAs nennen eine gut aussehende Frau “HotBabe” und fügen im Anschluss noch eine Zahl ein, wie heiß dieses Babe denn sei (auf einer Skala von 1 bis 10). In Forenbeiträgen wird dann durchgängig beispielsweise von “HB6″ und “HB7″ gesprochen. Das könnte möglicherweise folgende Konsequenzen haben: Wenn ich Frauen ganz selbstverständlich als “HBx” bezeichne, dann…

… nehme ich mir wie selbstverständlich heraus, Frauen offen zu bewerten und dies wird zur normalen Routine. Dabei kaschiert die Bezeichnung “HBx” die Subjektivität meiner Ansicht als objektiv mess- und vergleichbaren Wert. Es wird zur Selbstverständlichkeit, Frauen nach einem internem Punktesystem zu bewerten.
… beziehe ich mich immer dann, wenn ich von einer Frau spreche, nicht auf die Person, sondern auf den objektifizierenden Wert, den ich dieser Person zugeschrieben habe. Eine neutrale Benennung ist so nicht mehr möglich, eine Benennung wird automatisch zur Bewertung.
… kann ich nicht mehr von zwei Frauen sprechen, ohne diese vergleichend aufeinander zu beziehen. Zwei individuelle Personen, mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, werden auf einen fiktiven Wert “eingedampft” und nur anhand dieser Eigenschaft miteinander auf- oder abwertend in Relation gesetzt.
… normalisiere und rechtfertige ich diese Sprachhandlung bei jeder Wiederholung.
… entscheide ich mich bei jeder Wiederholung gegen eine neutralere Bezeichnung (z.B. “Person A/Person B” oder die namentliche Benennung der Person) oder eine subjektiver gekennzeichnete Schilderung der Situation (z.B. “die Person, die ich anziehender fand”).

Nick führt dazu auf Geschlechterallerlei aus:

Natürlich ist das haarsträubender Unfug: Zwar mag ein solcher Jargon durchaus der Identitätsstiftung und Abgrenzung dienen, allerdings dürfte die soziale Realität der sich so Abgrenzenden nicht auf die entsprechenden Foren beschränken. So, wie jeder weiß, dass Pornografie nicht “die Welt” abbildet dürfte jeder PUler wissen, dass sein PU-Lingo nicht “Weiblichkeit” vollständig abbildet. Wer das nicht weiß, der dürfte dies auch ohne Pornografie oder PU-Lingo nicht wissen.

Wenn sich zwei Bauings über Menschen als “guter Zimmermann”, “begabter Maurer” oder “schlechter Rohrleger” unterhalten geht man ja auch nicht davon aus, dass “eine Neutrale Benennung so nicht mehr möglich sei” und dass “eine Benennung automatisch zur Bewertung werde”, weil sich doch “nicht auf die Person, sondern auf den objektifizierenden Wert” bezogen werde.

Die offensichtlich zugrundeliegende Annahme, dass “Männer” sich durch bloße Kommunikation in diesem Lingo von der Anerkenntnis der fundamentalen Menschenwürde von Frauen abbringen ließen ist selbst hochgradig entmenschlichend. Da wäre der Begriff “zum bloßen Objekt degradieren” tatsächlich mal angebracht. (Das wird auch nicht besser dadurch, dass man diese Annahme auch bezüglich Frauen pflegt)

In der Tat ist der Feminismus mit „Objektifizierung“ schnell dabei. Ich bin ebenfalls nicht der Auffassung, dass hier Frauen sogleich die Menschlichkeit abgesprochen wird,

Ich hatte das Thema an sich schon einmal in dem Beitrag „Bewertungen einer Frau auf einer Zahlenskala“ aufgegriffen, dort allerdings sehr allgemein.

In Bezug auf Pickup ist zu ergänzen, dass es dabei gar nicht darum geht die Bewertung der Bewertung willen durchzuführen, sondern diese eine besondere Funktion hat.

Denn es gibt nicht einfach nur eine subjektive Bewertung wieder, sondern es versucht darzustellen, welchen Status diese Person in dem Moment hat, wie sie auf andere wirkt und wie sie sich selbst sieht, was sie für einen Partnerwert in den Augen anderer hat etc. Dies ist wichtig, weil wir Hierarchiewesen sind und gerade bei Partnerschaften auch der jeweilige Partnerwert eine Rolle spielt.

Bei der Frau spielt da neben anderen Faktoren insbesondere ihre Schönheit eine Rolle, da diese ihre Wahrnehmung durch andere und ihre Begehrheit und damit auch ihren Partnerwert ganz maßgeblich beeinflusst.

Man kann dies auch in anderen Verhältnissen betrachten, etwa wenn es um Rangverhältnisse innerhalb einer sonstigen Gruppe geht, auch wenn man hier eher auf Begriffe wie Alphamann etc abstellt. Es kann auch auf den Pickup-Betreibenden selbst angewendet werden.

Aus diesen Bewertungen ergeben sich dann auch verschiedene Vorgehensweisen bzw. kann der Vorgang bei einer Analyse einer Flirtsituation eher nachvollzogen werden.

Wenn beispielsweise jemand erzählt, dass er eine Frau erheblich geneggt hat, diese das aber gar nicht gut aufgenommen hat, dann kann sich die Antwort, warum dies der Fall war, aus ihrer Einordnung ergeben: Eine sehr schöne Frau, also eine 9, sollte man beispielsweise nach der Theorie durchaus neggen, eine nicht so schöne Frau, etwa eine 4, wird dies hingegen eher als Beleidigung ansehen und demnach negativ reagieren.

Ebenso kann ein sehr schöner Mann, der eine Frau anspricht, also selbst ein 9 ist, anders vorgehen als ein hässlicher Mann und dies eben auch in Abhängigkeit von ihrem „Wert“.

Damit ergeben dann Sätze wie:

“weil ich selbst körperlich eine 6 und keine 9 bin musste ich HB9 stark neggen, damit ihr deutlich wurde, dass ich sie nicht auf ein Podest stelle”

oder

“du hast mit den Negs übertrieben, sie war lediglich ein 7, während du eine 9 bist, du hättest hier wesentlich freundlicher vorgehen müssen, du hast es übertrieben”

Sinn und erlauben eine kurze Besprechung der Situation und auch eine kurze Mitteilung der Lage zur Verdeutlichung.

Würde ich davon sprechen, dass ich Sarah getroffen haben und bei ihr etwas nicht geklappt hat, dann würde hingegen der andere die Situation schlicht nicht einschätzen können. Ich müsste Sarah aufwändig beschreiben, was aber auch nicht unbedingt ein präziseres Bild ergibt, wenn ich nicht eine Bewertung für denjenigen durchführe, der nicht dabei war. Und die kürzeste Form der Bewertung ist eben eine Einordnung in die Skala.

Zudem war diese Form der Sprache natürlich auch Ideal für die Bereiche, in denen sich die Pickupsprache entwickelt hat, nämlich für anonyme Internetforen, bei denen man abstrakt bestimmte Situationen besprechen wollte.

Noch einmal kurz zu den Einwänden im Einzelnen:

… nehme ich mir wie selbstverständlich heraus, Frauen offen zu bewerten und dies wird zur normalen Routine. Dabei kaschiert die Bezeichnung “HBx” die Subjektivität meiner Ansicht als objektiv mess- und vergleichbaren Wert. Es wird zur Selbstverständlichkeit, Frauen nach einem internem Punktesystem zu bewerten.

Ich finde es erstaunlich, wie schnell Feministinnen mit solchen Schlußfolgerungen sind und wie selbstverständlich sie eine Bewertung einer Person als etwas schlechtes darstellen, was nur in diesem Bereich erfolgt. Wie reden denn Frauen über Männer? Zumindest ab einem gewissen Alter wird da doch wohl recht schnell die Angabe erfolgen, was er Beruflich macht und diese wird durchaus einen wesentlichen Punkt bilden: „Er ist ein Doktor“ klingt eben besser als „er ist Müllmann“. Und es enthält ebenfalls eine verkürzende Wertung, die umfasst, dass er einen hohen Status hat, dass er über Ressourcen verfügt oder verfügen wird, dass er intelligent ist, dass er Leuten hilft. Bei dem Müllmann wird es dann wohl eher heißen „er spielt in einer Band“ oder was auch immer eine wesentlich bessere „Charaktereigenschaft“ ist, wenn es der eigene Freund ist oder es wird eben auch mit dieser Angabe ein niedriger Status kommuniziert, der als wesentlich für den Partnerwert angesehen wird. Hier wird ebenfalls nicht die Gesamtheit seiner Persönlichkeit aufgenommen, sondern er wird auch insoweit in ein zwar nicht so explizit auf einen Zahlenwert reduziertes System, aber sehr wohl in ein vergleichendes System eingeordnet. Auch hier wird es zu einer Selbstverständlichkeit ihn nach dem internen Punktesystem zu messen, auch wenn der dortige Maßstab diffiziler ist. Das Schema muss deswegen nicht weniger streng sein. Ich würde behaupten, dass – wie Nick ja auch bereits angeführt hat – wir Leute immer in gewisser Weise einordnen und bewerten und sie nach bestimmten Kategorien erfassen.

Natürlich kann dem Picku-Betreibenden auch dennoch das Herz schneller schlagen, wenn er sie sieht und er kann dennoch sie für einen ganz wunderbaren Menschen halten, der ihn aus ganz anderen Gründen interessiert. Es mag dann unromantisch klingen, wenn man statt „sie ist der schönste Mensch der Welt“ anführt, dass sie eine 7 ist und man überlegt, was daraus folgt. Ich behaupte aber mal, dass den meisten Männern diese Doppelbewertung „Ich finde sie unglaublich anziehend, aber sie ist objektiv eine X“ sehr geläufig ist und er sie nicht erst durch Pickup erfährt.

… beziehe ich mich immer dann, wenn ich von einer Frau spreche, nicht auf die Person, sondern auf den objektifizierenden Wert, den ich dieser Person zugeschrieben habe. Eine neutrale Benennung ist so nicht mehr möglich, eine Benennung wird automatisch zur Bewertung.

Natürlich kann man jemanden in ein Wertungssystem einordnen und dennoch als Person wahrnehmen und auch als solchen benennen. Ich kann ja auch von mir sagen, dass ich zB eine 8 bin und mich dennoch als Person wahrnehmen. Es kann sogar sehr heilsam sein, sich selbst bewußt zu machen, das einen andere vielleicht nur körperlich als 5 wahrnehmen und sich demnach realistisch einzuschätzen. Dennoch muss man sich selbst dann nicht als 5 bezeichnen, sondern bleibt ich.

… kann ich nicht mehr von zwei Frauen sprechen, ohne diese vergleichend aufeinander zu beziehen. Zwei individuelle Personen, mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, werden auf einen fiktiven Wert “eingedampft” und nur anhand dieser Eigenschaft miteinander auf- oder abwertend in Relation gesetzt.

Hier muss man vielleicht erst einmal feststellen, dass es nicht per se zwingend erforderlich ist, jeweils die Werte der Frauen zu bestimmen und das bei jeder Frau. Es gibt Taktiken, die man unabhängig von der Schönheit der Frau und ihrem sonstigen Status besprechen kann, etwa die Frage, was ein guter indirekter Opener wäre oder wie man auf einen Shittest reagiert. Natürlich spielt aber eben in viele Situationen eine solche Bewertung hinein und das eventuell auch in der Bewertung zweier Frauen zueinander.

Ein Beispiel aus der Pickupliteratur ist, dass es einerseits günstig sein kann, bei einer Gruppe von Frauen zunächst nicht die Frau, für die man sich eigentlich interessiert, anzusprechen, sondern diese eher zu ignorieren und die übrigen Frauen anzusprechen. Dies kann den Vorteil haben, dass es zum einen ein Neg ist, zum anderen aber auch verhindert, dass deren „Bitchshield“ sogleich anspringt. Bei Frauen gleicher Schönheit kann hierdurch zudem der Effekt eintreten, dass man einen gewissen Wettkampf zwischen ihnen verursacht („warum will er die und nicht mich“). Ist das Ziel hingegen eine 9 und die Freundin eine 6, dann kann es auch sein, dass die 9 denkt „Ach, da hat sie endlich mal einen, der sich für sie interessiert, da lass ich die Finger von“ bzw. das die Freundin, die eine 6 ist, sich zu schnell verliebt und dann extrem sauer ist, wenn sich dann herausstellt, dass man sich doch für die 9 interessiert. Andere Varianten sind, dass das Geburtstagskind in einer Frauenrunde in diesem Moment einen höheren Status hat und entsprechend einbezogen werden muss, damit sie nicht das Gefühl hat, dass man stört und entsprechend interveniert. Zudem neigen nach Meinung einiger im Pickupbereich Frauen mit einem großen Unterschied zum Rest der Gruppe, also etwa eine 5 neben einer 8 eher zum Cockblocken, sei es weil sie eine Art Wächterfunktion übernehmen, sei es weil sie auf diese Weise zu Gunsten ihres Egos auch gut Männer ablehnen können und so eher überspielen können, dass diese eben eher mit ihren Freundinnen flirten. Im Feminismus kommt da vielleicht der Gedanke dazu, dass eine solche Wertung immer rein subjektiv ist, und damit keinerlei Wert hat. Tatsächlich sind sich aber die meisten Männer durchaus einig, was eine 6 und was eine 9 ist, auch wenn die Bewertungen etwas schwanken können. Der Wert ist insofern häufig keineswegs fiktiv, wenn auch die Bewertung natürlich durchaus angreifbar ist. Natürlich kann man in einem Gespräch auch schlicht auf die Bezeichnungen verzichten und sie in Schema wie sehr schön/schön/sieht okay aus etc einordnen. Tatsächlich habe ich mit anderen bisher nie eine Formulierung wie „HB8“ gebraucht, bin aber auch nicht in entsprechenden Foren attraktiv. Einen Zahlenwert ohne HB habe ich hingegen durchaus schon in Gesprächen benutzt, weil es eben eine sehr einfache Form ist bestimmte Punkte zu kommunizieren.

… normalisiere und rechtfertige ich diese Sprachhandlung bei jeder Wiederholung.

Da diese „Sprachhandlung“ eh nur in einem „Fachgespräch“ eine Rolle spielt und vielleicht noch indirekt bei einer abstrakten Eigenbewertung der Lage, muss sie auch nicht pausenlos wiederholt werden. Es geht eigentlich in der Theorie eher darum, dass überhaupt ein Bewußtsein geschaffen wird, welche Auswirkungen diese Unterschiede machen können und wie sie eine Flirtsituation beeinflussen können. Abseits dieser Überlegungen kann man das „HB7“ ruhig als Julia, Andrea oder Nicole bezeichnen.

… entscheide ich mich bei jeder Wiederholung gegen eine neutralere Bezeichnung (z.B. “Person A/Person B” oder die namentliche Benennung der Person) oder eine subjektiver gekennzeichnete Schilderung der Situation (z.B. “die Person, die ich anziehender fand”).

„Die Person, die ich anziehend fand“ mag eine sehr neutrale Bezeichnung sein, die aber in der Analyse viele Fragen offen lässt. Es sagt rein gar nichts über sie als Person aus, lässt einen keine Mutmaßungen anstellen, erlaubt einem weitaus weniger die Gruppendynamiken abzubilden. Damit genügt eine Bezeichnung als „Person A“ auch den Anforderungen, die damit im Pickup gestellt werden keineswegs. Wobei ich mich ja Frage, ob die Bezeichnung als „A“ oder „B“ hier wirklich so viel persönlicher wäre, da diese dann in Flirtsituationen auch auf Buchstaben reduziert werden. Ich vermute mal Muschimietze hat auch ganz bewußt die Langform „Person A“ geschrieben, um zu betonen, dass man sie weiterhin als Person wahrnimmt. Was aber auch Sprachlich sehr kompliziert ist.

Interessant ist hier auch wieder die Abneigung gegen eine wertende Indivualität. Die interessante Person darf „Person A“ sein, aber eben nicht eine 7, was eigentlich wesentlich mehr über sie aussagt als die absolut abstrakte Betrachtung als A.

Als kurzes Fazit: Die Bezeichnung mit wertenden Nummern mag vielen albern und pubertär erscheinen, im Feminismus wird man zu stärkeren Vokabeln und stärkeren Wertungen neigen, sie erfüllt aber tatsächlich eine gewisse Funktion, die anderweitig nicht in dieser Weise und in dieser Kürze umgesetzt werden könnte. Sie berücksichtigt zudem, dass menschliche Interaktionen nicht neutral erfolgen, sondern nach Hierarchien, Möglichkeiten, Wert auf dem Partnermarkt etc.

Überblick: Pickup und Game

1. Allgemeine Grundlagen

2. Bestimmte Techniken

3. Pickup und Beziehungen und Komfort

4. Kritik an Pickup

5. Pickup und ich & Pickup und andere

6. Reguläres Flirten

7. Pickup und Wissenschaft

8. Videos etc von Pickupern

9. Anekdoten

10. „Nice Guys“

11. Nein heißt Nein

12. Vermischtes

Julien Blanc und Pickup

Monentan sorgt ein Pickup-Ausbilder von RSD (Real Social Dynamics), Julien Blanc, für Aufregung. Er soll Tipps gegeben haben, nach denen man einfach zu Frauen hingeht und ihren Kopf in den eigenen Schritt in Simulation eines Blowjobs drückt.

Feministinnen sehen darin, dass solche Seminare angeboten werden einen Nachweis bzw. eine erneute Bestätigung der Rape Culture und rufen dazu auf, Veranstaltungen überall zu stören, wo er auftreten will.

1. Material zu Julien Blanc

Dass Video, in dem er dies macht, ist wohl inzwischen leider gelöscht, ich habe nur noch diese Ausschnitte gefunden:

Aus dem Video:

When you go to Tokyo…if you’re a white male, you can do what you want. Just grab her, pull her in. She’ll giggle. Just say PIKACHU or POKEMON or something to take the pressure off. I’m romping through the streets (of Tokyo) just grabbing girls and it’s like (motions) head on dick (pfft) head on dick, yelling ‘PIKACHU’ with a Pikachu shirt on…Every foreigner who is white does this. When you see that one foreigner in the crowd in Tokyo and your eyes will lock and you know that he knows and he knows that and it’s this guilty look like you both fucked a hooker or something.

Hier beschreibt er zunächst, dass man sich als weißer Ausländer in Japan wohl so ziemlich alles erlauben kann und das er deswegen dazu übergegangen ist, sehr sehr direkt zu sein auf die oben geschilderte Art.

Ich finde sein Verhalten dort stark übergriffig, wenn es wirklich Leute sind, die er gerade erst auf der Straße getroffen hat, es also keine vorherige Interaktion gegeben hat, in dem sie Interesse gezeigt haben. Selbst dann wäre es immer noch stark übergriffig, je nachdem wie viel Druck er ausübt.

Sicherlich kann dies durchaus effektiv sein, weil ein paar der Frauen bei solchen Handlungen vielleicht dieses dominante Verhalten durchaus anziehend finden und rückwärts rationalisieren, dass er was haben muss, wenn sie so mit sich umgehen lassen. Zumal er abgesehen von diesen Videos in anderen Videos durchaus Charme hat und selbstsicher wirkt. Ich kann mir vorstellen, dass er es eher verkaufen kann als andere, was aber dennoch die Übergriffigkeit nicht rechtfertigt.

Ich habe in ein paar Videos von ihm reingeschaut, auf der Suche nach dem beanstandeten Material und er scheint abgesehen von seinem Japanausflug relativ normales Pickup zu verwenden.

Hier gibt er vernünftige Ratschläge, nach dem was ich gehört habe ist es alles auch nicht übergriffig. Er scheint eher ein gutes Auftreten zu haben.

Auch hier habe ich nichts besonderes entdeckt:

Anderes Material spricht dafür, dass er eine starke Dominanz-Schiene fährt, mit einem sehr autoritären und auch beleidigenden Ton, der sehr herausfordernd ist. Eine Menge Push-Pull, alles sehr schnell, so dass auch hier weil sie keine Zeit zu reagieren hat, eine Rationalisierung eintreten kann, dass er einen hohen Status hat und man das so akzeptiert hat. Auch dies ist kein Stil, den ich gut finden würde. Aber die Ego-Nummer, in der man selbst großartig ist, alles machen kann, alle Kritik weglächelt, habe ich auch – wenn auch in milderer Form und weit weniger aggressiv – schon in Aktion gesehen und sie klappt durchaus.

Ich bin dafür etwas frecher zu sein als man eigentlich normalerweise ist. Ich bin dafür auch durchaus sexuell und herausfordernd zu sein. Und die passenden Signale vorausgesetzt kann man auch einiges recht spontan machen. Sie niederzumachen finde ich jedoch falsch. Es würde mich interessieren, wie Frauen seine Interaktion erleben, also ob sie es witzig und frech finden oder zu einem großen Teil einfach nur aufdringlich. Bei der oben gezeigten Verkäuferin und den älteren Frauen wirkte es auch mich eher aufdringlich und so als würden sie nicht wissen, was sie machen sollen.

2. Julien Blanc Pickup als „Troll Game“

Auf „Return of Kings“ findet sich ein Text dazu, in dem seine Art Pickup zu betreiben, wie folgt beschrieben wird:

In her video, #TakeDownJulienBlanc creator Jennifer Li says:

What is messed up about this guys behavior is that one – he knows that what he is doing is wrong because he says in his video, “I didn’t know how much I could get away with,” and you don’t say I’m going to get away with something , if you don’t think that what you’re doing is wrong.

“I didn’t know how much I could get away with,” is  the voice of a child who was never taught boundaries. It is the voice of a child who never had a father to teach him right from wrong, or to give him meaningful challenges by which to discover the limits and abilities of his own powers.

Other RSD coaches have said that for Julien, the drama is the sex. Julien will actually continue to fuck with a girl he knows will go home with him because he enjoys creating an emotional roller coaster that more than getting laid. If that doesn’t sound like behavior learned from women, I don’t know what is.

Years before #TakeDownJulienBlanc, Julien made videos where he said his favorite way to open girls was to point and call them a dog. While this opener would offend women, it got their attention. Julien’s game is to troll women and then win them over by reframing his actions. If you’re offended by what he does, congrats, his game worked.

When Jezebel did a hit piece fellow RSD coach Jeffy Allen, Julien was jealous because he wanted to be the subject of that much drama. He emailed offensive messages to Jezebel editors hoping they’d cover him. I have no doubt that Julien is relishing much of the controversy that surrounds him now. No one would give him attention when he was a fatherless young man who wanted girls to talk to him, and now he’s got his own hashtag.

Das ist eine der Erfahrungen die man in dem Bereich häufiger macht: Es ist erstaunlich, mit wie viel man durchkommt, wie folgenlos bestimmte Sachen bleiben und das Frauen vieles davon auch einfach gut finden, es als Zeichen davon sehen, dass man selbstbewußt genug ist um soziale Regeln zu brechen, dass man genug Status hat, um über den Regeln zu stehen. Wir sind in einem Netz sozialer Ängste gefangen, die daraus entstanden sind, dass man wesentlich bekannter in seinem Umfeld war als in der heutigen anonymen Welt und sich schlechtes Verhalten damit erheblich nachteiliger auswirken konnte. Wenn man das übertreibt, dann kann man wie wohl Julien Blanc, einfach die Reaktionen der anderen ausblenden, sie für unwichtig erklären, und sich alles erlauben. Man schockiert damit, was man sich erlaubt um danach wieder relativ normal aufzutreten als wäre nichts passiert. Übrig bleibt bei den einen Verärgerung, bei den anderen die Einschätzung, dass man wohl jemand ist, der das darf. Gerade wenn man vorher ein Außenseiter war, dann kann das vielleicht zusätzlich befreiend wirken, weil es tatsächlich eine Form sozialer Macht ist. Allerdings um die Beeinträchtigung anderer erkauft.

3. Muss man deswegen gegen Pickup sein oder ist damit Pickup insgesamt abzulehnen?

Die Elemente, die Julien Blanc unangenehm und übergriffig machen, sind keine essentieller Bestandteil von Pickup. Sie entsprechen nicht kaum aus der Theorie herauszulösenden Elementen wie etwa dem Patriarchatsbegriff im Feminismus.

Man kann problemlos auf sie verzichten. Viele Ausrichtungen im Pickupbereich gehen in eine ganz andere Richtung, etwa indem man in „indirekt Game“ wesentlich zurückhaltender auftritt und eher einen Vorwand hat. „Direct Game“, bei dem man zusätzlich sehr aggressiv auftritt, ist insofern eine besondere Spielart von Julien Blanc, die sicherlich auch andere vertreten, die man aber nicht anwenden muss. Es steht jedem frei, Pickup auf eine Art zu praktizieren, die nicht erfordert, dass man die Köpfe von Frauen in den eigenen Schoss drückt.

4. Sollte man jetzt alle RSD-Seminare stören?

RSD ist eine große Gesellschaft, in der ganz verschiedene Stile zusammenkommen. Darunter sind genug, die einen vollkommen anderen Stil vertreten als das extreme Verhalten von Julien Blanc.

5. Weitere Artikel zu Pickup

Pickup vs. Wissenschaft

Krauser schreibt in einem Tweet:

https://twitter.com/Krauserpua/status/401254356512555008

„The body of infield evidence collected by 15 years of PUA is far more reliable and valid than anything social science produced on seduction“

Und bei Rationalmale heißt es dazu (via):

Now, imagine for a moment that, today, all men had to build on was the antiseptic studies and controlled experiments of a social science academia firmly steeped in a feminine-primary, feminine-correct social context. Imagine what red pill awareness would be if not for the guys in the field doing ‘experiments’. Imagine what marriage counselors and ‘relationship experts’ would (and honestly, still) advise men to do in order to change their lives with an understanding based solely on what a feminine- primary, controlled social science approved of.

Only the PUAs of then and now have had the unfettered freedom to perform in-field social experiments, and relate their collected evidence and observations with other men; the types of which social science has been forbidden from due either to ethical considerations or by feminine-primary social conventions.

In der Tat hat die Pickup-Community den enormen Vorteil, dass sie ohne auf die Genehmigung einer Ethikkommision zu warten bzw. ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, „Experimente“ durchführen zu können, in denen es tatsächlich darum geht, eine Frau zu verführen und mit ihr zu schlafen. Denn sie machen es ja nicht als Studie, sondern eben wegen des Sex etc. In dieser Hinsicht ist Pickup aus meiner Sicht amoralisch in dem Sinne, dass häufig die Lösung des „Flirt-Problems“, also die Frage, wie man in einer konkreten Situation den anderen für einen Interessieren könnte im Vordergrund steht und nicht die moralische Bewertung der Situation, also beispielsweise weniger „Sie hat einen Freund, also sollte man es sein lassen“ sondern eher „Wenn jemand das Problem hat, dass die Frau, für die er sich interessiert, einen Freund hat, was könnte er dann machen?“. Die Bewertung, ob man so handeln sollte, ist insofern von der Frage getrennt, wie man es machen sollte, damit es klappt und jedem selbst überlassen

Wo wissenschaftliche Experimente meist nur harmlose Vorschritte („welcher Mann wird als attraktiver bewertet“) durchführen können kann man im Pickup tatsächlich ausprobieren, was über den gesamten Verlauf eines Flirts passiert, kann ganz konkrete Methoden ausprobieren etc. Forschung kann häufig allenfalls noch zum „Endprodukt“ Stellung nehmen, also beispielsweise schauen, wer mit wem zusammen ist oder war, aber meist abseits von Erzählungen der jeweiligen Personen, was sie angezogen hat, kaum die damaligen Abläufe überprüfen. Da viele Frauen gar nicht wissen, was eigentlich genau die Anziehung bewirkt hat sind solche Erzählungen auch mit Vorsicht zu betrachten.

Eine wissenschaftliche Forschung beispielsweise zu „Last Minute Resistance“ ist wohl kaum möglich, da man diese Situationen so kaum herstellen kann, während sie für jemanden, der einfach nur mit Frauen schlafen will, durchaus auftreten. Auch zu Sachen wie dem Herauskommen aus der Friendzone wird man kaum Forschung anstellen können, wohingegen sich entsprechende Leute in Foren durchaus sammeln können.

Pickup hat insofern die Möglichkeit, einen sehr interessanten Datenschatz zusammenzutragen, weil sich praktische Spezialisten auf dem Gebiet über ihre Vorgehensweisen austauschen und dabei das Hauptkriterium ist, ob etwas effizient ist

Der Nachteil ist natürlich, dass die Umstände der „Experimente“ weitaus weniger kontrolliert sind, die Glaubwürdigkeit der Angaben ungesichert ist und natürlich auch Übertreibungen etc stattfinden können, um Produkte zu verkaufen oder einen „Status“ in der Community aufzubauen.

Zwar findet eine gewisse Kontrolle dadurch statt, dass Methoden von anderen überprüft und bewertet werden, dass man sich also mit Methoden, die bei anderen nicht klappen, schnell den Ruf versauen kann, aber auch hier sind die Aussagen mit entsprechender Vorsicht zu behandeln, da eben keine Situation vergleichbar ist (anderer PUA, andere Lokation, andere Frau, anderer Stil etc).

Insofern ist die Verwertbarkeit der dortigen „Forschung“ in wissenschaftlicher Hinsicht natürlich nicht gegeben.

Praktiker auf einem Gebiet haben häufig wichtige Erkenntnisse für die Forschung gebracht, indem man deren Erfahrungsschatz ausgewertet hat. Ich würde behaupten, dass da auch hier einiges zu holen ist.

 

Pickup: Zeitbeschränkungen (False Time Constraint) und Kostenmangement

Ein aus meiner Sicht wichtiges Konzept im Pickup ist die Time Constraint. Dabei geht es darum, dass man mögliche aus der Sicht der Frau bestehende Ängste, was denn passiert, wenn man  langweilig oder Creepy ist und sie einen eigentlich wieder loswerden will.

Weil Frauen die höheren Fixkosten des Sex tragen und uch üblicherweise eher die sind, die härtere Selektionskriterien haben, ist es aus meiner Sicht verständlich, dass sie sich eher als Männer mit dem Gedanken beschäftigen müssen, was passiert, wenn das Treffen mit einem interessenten schlecht läuft. Das ist schon aus evolutionärer Sicht gut erklärlich, da eben das Risiko einer Vergewaltigung mit Schwangerschaft aufgrund der potentiellen hohen Kosten auch weitere Risikobetrachtungen sinnvoll machen kann.

Meine Vermutung wäre das viele Frauen eher unterbewusst in solchen Situationen eine Bauchentscheidung treffen, wie sie den anderen Einschätzen, wobei diese auch davon abhängt, welchen Umfang der Kontakt hat.

Die unterbewusst zu beantwortende Frage wäre demnach „wird mir das Spaß machen“ bzw. „Wird es möglicherweise unangenehm werden?“. Das muss noch nicht einmal eine schlechte Wertung für einen selbst sein, wenn die Frau einen zB so gut findet, dass sie möglicherweise mit einem schlafen möchte, sich aber nicht ganz sicher ist, dann muss sie möglicherweise auf der Basis recht geringer Informationen das Risiko einkalkulieren, wie dies verläuft.

Es kann aber auch nur um kleinere Punkte gehen. Wenn man eine unbekannte Frau fragt, ob sie mit einem einen Kaffee trinken geht, dann muss sie verschiedene Fragen für sich beantworten

  • wird das ein angenehmes Kaffee trinken?
  • wird es vielleicht ein unangenehmes Kaffee trinken?
  • wenn ich ihn in mein Leben lasse, wie ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn nicht mehr loswerde, dass er mich später stalkt oder mich immer wieder anspricht?
  • wird er möglicherweise unangenehm werden, wenn er merkt, dass ich nicht an ihm interessiert bin?
  • usw.

Dieser Frage gegenüber steht der potentielle Wert, aber bei durchschnittlichen Aussehen des Mannes ist es eben kein großer Verlust die Zeit nicht in ihn zu investieren, so dass in diesem Moment der sicherste Weg ist, das Date/das Gespräch abzulehnen, wenn man kein gutes Gefühl hat.

Hier kommt nun die Zeitbeschränkung bzw die falsche Zeitbeschränkung ins Spiel. Sie dient dazu, dass man die potentiellen Kosten einer negativen Interaktion gering erscheinen lässt.

Man sagt also beispielsweise „Entschuldigung, ich muss gleich weiter, aber ich wollte nur kurz etwas fragen“. Jetzt geht ihre Kalkulation eben nicht mehr in die Richtung „geht der überhaupt noch mal weg? Wie werde ich ihn los, wenn er merkwürdig ist? ist er cool/gutaussehend genug, dass es sich lohnt?“ sondern das Unterbewußtsein registriert, dass er nur wenig Zeit hat und einen daher nicht viel abverlangen wird. Dies gibt einem etwas mehr Zeit einen tatsächlichen Wert zu demonstrieren, der ihr die Einschätzung, ob man nervt oder nicht, ob sich der Einsatz lohnt oder nicht, auf einer breiteren Faktenbasis ermöglicht. Ist man dann lustig oder interessant und man versteht sich gut, dann ist es jedem egal, dass man die selbst behauptete Zeitbeschränkung nicht einhält.

Diese Kostenverringerung kann man in vielen Bereichen vornehmen. Ich hatte hier schon einmal einen anderen Fall davon geschildert:

Ich erinnere mich an ein Treffen, bei der ich eine Frau, mit der ich flirtete und von der ich schon einige sehr positive Signale bekommen hatte, nach Hause fuhr und sie mich fragte, ob ich am nächsten Tag früh raus muss. Ich dachte mir, dass es ja positiver weise so war, dass ich am nächsten Morgen tatsächlich nicht raus musste und sie mich, wenn ich dies mitteilen würde, ja zumindest ohne Sorgen noch auf einen Kaffee zu sich einladen könnte. Sie stieg aus, bedankte sich für die Fahrt und lud mich nicht zu sich ein.

Etwas später hörte ich aus irgendeiner Reihe dazu die Theorie, dass eine Frau, die fragt, ob man am nächsten Tag früh raus muss, überlegt, ob sie einen mit reinnimmt, aber auch die Sorge hat, dass sie einen dann nicht mehr loswird, falls es doch nicht so gut läuft. Also fragt sie in der Hoffnung, dass man etwas vor hat um bewerten zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man lange bleibt. Der Rat war zu sagen, dass man leider früh raus müsse, aber wo sie schon fragt würde man gerne kurz ihre Wohnung sehen, einen Kaffee trinken, dann müsse man leider schon wieder aufbrechen. So kann sie einen gefahrlos einladen, wenn der Abend dann gut läuft ist es eh egal, was man vorher gesagt hat.  Ich erkannte also zB die Bedeutung einer Zeitbeschränkung oder eines Time Constraints.

Auch hier geht es darum, in ihre Kostenrechnung für den negativen Fall geringe Kosten einzustellen, um das Unterbewußtsein zu beruhigen. Wer zu früh (also vor der Demonstration eines eigenen Werts) die potentiellen Kosten zu hoch sein läßt, der wird eher eine Ablehnung erhalten, wer es schafft diese Kosten im Vorfeld gering zu halten, der wird diese mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit erhalten.

Insofern sind Time Constraints nur Ausformungen des Grundgedankens, dass man der Entscheidung gegen sich die Attraktivität nehmen muss bzw. die Ängste, dass eine Entscheidung für einen negative Kosten haben wird, so klein wie möglich halten muss. Viele Mechanismen im Pickup kann man bei näherer Betrachtung in diesem Bereich einordnen. Beispielsweise geht es im Bereich Last Minute Resistance darum, dass man ihr deutlich macht, dass man sie für den Sex nicht verurteilt und sie auch keinen Übergriff befürchten muss. Die dortigen Vertrauensbildenden Maßnahmen machen letztendlich nur deutlich, dass sie sich keine Schreckensszenarien über den Sex oder das danach ausmalen muss, dass also Ängste vor negativen Kosten eines Handelns unberechtigt sind.

Noch einmal zu dem Konzept von einer Pickup Seite:

False Time Constraint (FTC)

Quick Definition: A statement a pickup artist makes when opening a set to communicate that he will not be able to remain long, reassuring them that he will not take up too much of their time.

Full Definition:
Developed by Style, the FTC helps to keep sets from getting annoyed by the presence of a new stranger. Whenever people meet someone they don’t know, they feel a certain amount of concern about how much time that person is going to take up.

FTCs have the subtle effect of preemptively dissuading such feelings and also making the presence of the PUA more valued, as he may leave at any minute, which creates a feeling of scarcity. FTCs allow the PUA enough time to reach the hook point, at which point the group or target will try to get the PUA to stay.

A common FTC:

“I have to get back to my friends real quick, so I only have a minute, but I wanted to ask your opinion on something…”

Usage:

Using an FTC helped my set feel more comfortable and kept me from getting blown out

 

Das ist natürlich auch in vielen anderen Bereichen üblich, in denen man etwas von Leuten will:

  • Haben Sie Zeit für eine kurze Umfrage/darf ich sie kurz stören?
  • Ich wollte ihnen nur ganz kurz den SUPERGerät3000 vorstellen, es dauert 5 Minuten
  • etc.

Es betrifft Bereiche, bei denen man in das Territorium des anderen eindringt und dieser entscheiden muss, ob er einen hinein lässt oder abwehrt.

In diesen Bereichen sind wird allerdings vorsichtiger geworden, weil wir auch hier die gleiche Berechnung anstellen, und eine Umfrage / das Supergerät 3000 meist nicht interessieren.

Weil es bei diesen Sachen so offensichtlich ist, dass wir sie nicht wollen neigen wir schnelle zu ihrer Ablehnung. Aus den gleichen Gründen erfolgt im Pickup auch die Abgrenzung indirektes Ansprechen und direktes Ansprechen. Auch hier spielen diese Faktoren mit hinein.

Beim direkten Ansprechen wird gleich deutlich, dass man etwas von ihr will. Deswegen laufen auch die oben dargestellten Berechnungen und ein gewisser Abwehrreflex kann entstehen.

Beim indirekten Ansprechen schiebt man aber einen anderen Grund für die Kontaktaufnahme vor (Beim „Opinion-Opener“ beispielsweise soll der Eindruck erweckt werden, dass man nur eine bestimmte Frage beantwortet haben möchte, in Verbindung mit einer Zeitbeschränkung entsteht so der Eindruck, dass man denjenigen schnell wieder los wird und das Unterbewusstsein aktiviert den Abwehrinstinkt nicht / hat weniger Angst vor zu hohen potentiellen negativen Kosten („Ich muss gleich wieder rüber zu meinen Leuten, aber ich brauche gerade mal eine weibliche Meinung zu einem Problem…“)

Noch ein Text dazu:

A false time constraint is one of those little things you can do which can have a surprisingly large impact on your success rate. All a false time constraint (or “FTC” for short) is a comment like, “I have to get back to my friends in a minute, but …” delivered at a key moment.

FTCs work because when you approach or lock in with a group, their defenses are – naturally – up. They’re wary that you’ll be uninteresting or unpleasant, and an FTC disarms them. It allows them to relax because, even if it turns out they don’t like you, they know you’ll be gone soon.

There are two key times to deliver a FTC. The first is when you open. Rather than just launching into your opener, e.g., “Hey, Give me a female opinion on something …” you add a FTC. “Hey. I’ve got to get back to my friends in a minute, but before I do, give me a female opinion on something …”

The other time to use a FTC is when you are joining the set in such a way that you’re entering their space. For example, you open a set who is seated at a table. You’re standing as you open. They respond, and, as you sit down, you deliver a FTC as you give the next part of your opener. Here you are disarming, in advance, their fear that you’ll impose yourself in an unwanted way on the group by staying.

Generally you’ll only deliver one FTC per set. If the set is seated, and you know you’ll want to deliver a FTC when you sit down, you might, instead, root your opener. Rooting your opener just means giving the set a reason why you’re opening them. For example, you might say, “My friend just told me this crazy story, let me know what you think …”

If these concepts seem trivial, experiment with them. Most PUAs discover that they get less resistance from their targets early, and open successfully more often, when they use these tools. The impact they have is small, but very real.

Ich meine auch, dass man damit einiges an Abwehr abfangen kann und es gut ist den Mechanismus dahinter zu verstehen. Kostenmanagement auch in Bezug auf irrationale Ängste ist etwas, was unser Gehirn automatisch anstellt und für einiges an Unannehmlichkeiten sorgen kann. „Creepiness“ kann man insofern auch schlicht als Vorgang ansprechen, bei dem in die Kalkulation des anderen die potentiellen Folgen bei einem negativen Ausgang vergrößert werden (auch weil man zu früh deutlich macht, dass einem ein bestimmter Ausgang zu wichtig ist, was das Risiko erhöht, dass man eine Entscheidung in diese Richtung nicht akzeptiert). „Aloofness“ und „Ergebnisunbekümmertheit“ machen deutlich, dass derjenige ein von einem nicht gewünschtes Ergebnis nicht erzwingen wird. Zeitbegrenzungen zu setzen betrifft ebenfalls diesen Bereich indem es darstellt, dass man nicht die Zeit und dadurch auch nicht das Interesse hat, die negativen Folgen zu groß werden zu lassen.

Pickup-Konzepte im Schnelldurchgang

Heartiste hat einen Spickzettel für Pickup zusammengestellt, auf dem eine Menge erwähnt ist:

1. Konzepte

  • Agree & amplify

Auf eine Aussage, die etwas in Richtung Shittest geht, zustimmen und einen draufsetzen. ZB Sie: „Bin ich zu dick“ ER: „ich wollte ja nichts sagen, aber so langsam meine ich, dass sich Objekte um dich herum in eine Umlaufbahn eintreten“ oder  Sie: „Gibst du mir ein Getränk aus?“ Er:“Nur ein Getränk? ich dachte wir gehen Möbel kaufen?“ oder ähnliches

  • Disqualification, yours and hers

Disqualifikation bedeutet, dass man bei einem neuen Kontakt einmal deutlich macht, dass man nicht needy und zu sehr hinter ihr her ist und zum anderen deutlich macht, dass sie sich als etwas besonderes darstellen muss, wenn sie einen erobern will.

Eine Variante ist der Neg, also zB das Kompliment, dass eine kleine Bösartigkeit enthält oder anderes Verhalten, dass man normalerweise nicht bei einer Person zeigen würde, die man will. Es soll zum einen erreichen, dass sie sich entspannt, weil sie davon ausgeht, dass sie nicht wieder einen Verehrer abwehren muss und zum anderen auch bewirken, dass sie überlegt, warum man nicht einfach der Verehrer ist und sich insofern herausgefordert fühlt. Es kann insbesondere dazu führen, dass die klassischen Rollen vertauscht werden: Sie will einen verführen, ist also aktiver.

  • Social proof/preselection

Darstellen, dass andere einen als hochwertig akzeptieren/andere Frauen an einem interessiert sind. Da in sozialen Systemen die Entscheidungen anderer über eine Person ein wichtiges Signal ist, wird dies gerne unterbewußt verwertet

  • Push/pull

Push und Pull dient dazu, eine gewisse sexuelle Spannung zu erzeugen, indem man zwischen die Punkte, mit denen man Nähe signalisiert, sie also quasi zu sich heranzieht, auch immer mal wieder etwas macht, was eine gewisse Distanz signalisiert, sie also wieder wegstößt. Das kann darin bestehen, dass man sie beim Spazierengehen plötzlich leidenschaftlich heranzieht und  küsst und das dann mittendrin abbricht mit einem „So, dass reicht erstmal“. Oder indem man verschiedene Verhalten kombiniert, etwa eine Ausage wie „Du bist schon etwas anstrengend“ mit einem im Arm nehmen oder vergleichbares

Der Effekt ist, dass der Pull schlicht mehr bedeutet, wenn er ab und zu mit einem Push kombiniert wird und es die Sache spannender und einen selbst weniger berechenbar macht.

  • Hot/cold

Ein Konzept, dass besagt, dass eine gewisse Varianz im Verhalten eine tiefere Bindung erzeugt als immer das gleiche Verhalten. Zudem wird durch die Varianz auch eine stärkere gefühlsmäßige Reaktion erreicht. Es ist vergleichbar mit Push/Pull

  • Teasing

„Was sich neckt, dass liebt sich“ sagt man schon als deutsches Sprichwort. Spasshaft etwas frech zu sein, sie etwas herauszufordern, das alles hat einen sehr positiven Effekt. Es lockert die Stimmung auf und erzeugt eine sexuelle Spannung. 

  • Play practical jokes

Auch wieder ein Zeichen, dass man die Sache nicht zu ernst nimmt, also entspannt ist. Zudem kann es die Stimmung auflockern und einfach Spass machen.

  • Amused mastery

Es ist eine Art leicht einen hohen Status anzunehmen: Man steht über den Dingen, erkennt es, kann damit umgehen, sieht das ganze aber spielerisch: The presence of Amused Mastery puts you into a position of maturity while still remaining playfully approachable and forcing her to qualify to you by acknowledging your mastery of her (really all women by association). An attitude of Amused Mastery implies to a woman that by virtue of your maturity and/or authority you’ve “seen it all before”, you already know what women mean when they say or do what she is, and it’s amusing to you. You’ll play along, but only so far as to cleverly poke fun at her attempts to get you to qualify to her. It means you never take her seriously, like a bratty younger sister, but also with the presence of mind of a senior Alpha male who knows her game before she plays it.“

  • Sexual Intent

Deutlich zu machen, dass man sexuell interessiert ist und dazu steht, ohne dabei needy zu wirken: Der Unterschied ist  sexuelles Selbstbewußtsein, aus dem heraus einem Sex Spass macht und bei dem man gerne mit einer schönen Frau schläft in Abgrenzung zu dem Wunsch mit ihr oder irgendwie mit einer Frau zu schlafen, Hauptsache man hat Sex. Deutlich zu machen, dass man an Sex interessiert ist, sexuelle Spannung zu halten und sie nicht zu verstecken, verhindert auch, dass sie einen zu schnell in eine reine Freundeskategorie steckt. Es bringt sie auch dazu, ebenfalls über Sex nachzudenken.

  • Kino/Physical escalation (ABE: Always Be Escalating)

Das Überspringen der Grenze von einer Unterhaltung zu einer Berührung ist wichtig, wenn die Sache sexuell werden soll. Solange man sie nicht berühren kann, ist man in einer Freundessituation. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ihr gleich zu Beginn an den Busen grabscht, sondern, dass man sie vielleicht beiläufig wie zur Unterstreichung von etwas gesagten am Arm berührt und schaut wie sie reagiert und dann entsprechend weiter eskaliert. Wer sich nie traut körperlich zu werden wird nur erheblich langsamer vorankommen und braucht eine aktive Frau.

  • State control (composure)

State control is a concept that PUAs practice in first becoming consciously aware of their own logical and emotional state when going out or attempting to seduce. It also refers to controlling the state in others. This is particularly important in a loud dance club venue, where emotional stimulation is strong.

There is a concept in the seduction community that describes women as beings that are drawn from energy in the environment. On the other hand, men are drawn towards the direction and strength within himself. To this extent, most women in loud night clubs have a heightened groupthink mentality and are focused on the lights, music, sounds, smells, and the whereabouts of her girlfriends. State control deals with this reality by understanding how emotions affect behaviors in both men and women.

Also das Konzept, Herr der Lage zu sein und sich seine eigenen Gefühle und ihrer Gründe und Auswirkungen bewusst zu sein und sich auch bewußt zu machen, wie sich die Gefühle andere in konkreten Situationen auswirken und wie man dies für sich nutzt.

  • Storytelling

Die Fähigkeit eine Geschichte erzählen zu können. Es umfasst auch, dass man sich seine eigenen guten Geschichten bewußt macht, erkennt, wie man sie zu seinem Vorteil nutzt und welche Auswirkungen sie haben bzw wie man sie für den Erfolg nutzt. Die Geschichte, wie man immer erfolglos bei Frauen ist und deswegen aufpasst, dass man nicht wieder an eine Ausbeuterin gerät stellt einen auch gut erzählt in kein gutes Licht, ebenso wie die Geschichte, dass man in einem Restaurant mal bei einem Sandwich auf eine Schabe gebissen hat und es erst sehr spät bemerkte. Eine Geschichte, wie man seine kleine Schwester unterstützt und beschützt hat kann hingegen „Willing to emote“ und „protector of loved ones“ darstellen, ebenso wie andere Geschichten, in denen man zB als Anführer darsteht oder in denen hübsche Frauen auftauchen. (ich finde es immer wieder erstaunlich, was Männer teilweise für Geschichten erzählen, die zwar lustig sind, sie aber eindeutíg in ein schlechtes Licht stellen)

  • Future pacing (sarcastic or sincere)

Das Entwerfen einer gewissen Zukunft, beispielsweise indem man ein zukünftiges Date so schildert, dass sie es tatsächlich gern erleben möchte oder in einer Beziehung indem man sie aktiv in die Zukunft einbindet und eine Vision davon entwirft, die sie erleben möchte und die ihr deutlich macht, wie ein Leben mit ihm aussehen kann und auch, was sie verpasst. Es bewirkt insofern eine gewisse Investition, etwas, was sie haben möchte und aufgeben müsste.

  • Assume the sale

Selbstbewußtsein ist sexy. Wenn man selbst davon ausgeht, dass es klappt, dann lässt sie sich evtl. davon anstecken. Zudem verschenkt man weniger Gelegenheiten, wenn man auf diese Weise vorgeht.

  • Plausibly inadvertent self-promotion

Die Kunst sich selbst darzustellen, ohne zu protzerisch zu wirken. Etwa indem man es passend in eine Geschichte einbaut ohne das es dort zu sehr als Grund erscheint, aus dem heraus man es erzählt.

  • Listening

Ihr das Gefühl geben, dass man ihr zuhört und sie sich einem öffnen kann.

  • Calculated vulnerability (faux beta game)

Der Alphamann, dessen Seele man als eine der wenigen Frauen gesehen hat, weil man eine besondere Verbindung zu ihm hat oder der in bestimmten Momenten eine gewisse Verletzlichkeit aus gutem Grund hat, weil ihm bestimmte Sachen sehr viel bedeuten, spricht Frauen an, weil es sowohl eine Langzeit- als auch eine Kurzzeitstrategie bedient

  • Be chased, don’t chase

Wer gejagt wird, überlegt sich, ob er gefangen werden will. Wer jagt, überlegt sich, wie er den anderen fängt. Damit hat etwas, was man jagt, automatisch einen hohen Wert, sonst würde man es ja nicht jagen: Mitunter bewirkt nicht der Wunsch das Verhalten, sondern das Verhalten den Wunsch, wir rationalisieren unser Verhalten also im Nachhinein. Wenn also die Rollenumkehr gelingt, hat man es sich wesentlich einfacher gemacht. Ermöglicht wird das beispielsweise durch Techniken wie Push/Pull oder Hot/Cold oder Disqualification. Hier fragt sie sich entweder, warum man sie nicht will und bemüht sich besser zu sein, also dem anderen zu gefallen, und sei es auch einfach nur, weil einem unterbewußt die Ablehnung nicht gefällt.

  • Descriptive, emotive language

Ein Anwerfen der Spiegelneuronen: Eine Frau durch bestimmte Gefühle zu jagen, indem man passende gefühlsbetonte Lagen beschreibt, bewirkt, dass sie sich wesentlich mehr in die Lage hineinversetzt und sie als anregender empfindet. Natürlich müssen es die passenden Gefühle und nicht etwa Ekel etc sein.

  • Reframing

Ein Frame ist der Rahmen und die Sichweise auf das, was stattfindet. Ein Frame kann beispielsweise sein, dass sie etwas von einem will „HB: So what are you doing this weekend? PUA: Huh. Why, do you want to do something? HB: No! I was just asking everyone around the table. PUA: That’s cool. Let me know if you do. Don’t be shy.“ Es kann insofern auch als Technik verwendet werden, die sie zur Jägerin macht. Der Frame ist die Sichtweise auf die Dinge, vieles kann sich dadurch verändern, dass man eine solche vorgibt. Beispielsweise kann man relativ frühen Sex als kleines Abenteuer und eine offene Bejahung der eigenen Sexualität in Abgrenzung zur Spießigkeit framen etc. Wessen Sichtweise sich durchsetzt, der kann maßgeblich bestimmen, wie Vorgänge gesehen werden.

  • Backhanded compliments (negs)

Hier hatte ich schon einmal Mystery zitiert:  „A neg is a qualifier. The girl is failing to meet your high expectations. It’s not an insult, just a judgment call on your part. You’re not even trying to make her feel bad. (so it seems) Its the same as if you pulled out a tissue and blew your nose. There is nothing insulting about blowing your nose. You haven’t rejected her. But at the same time, she will sincerely believe that you aren’t trying to impress her. This creates curiosity and makes you a challenge.

The better looking the girl, the more aggressive you must be with using negs. A 10 can three negs up front, while an 8 gets only one or two over a longer time. You can go overboard if she thinks you are better than her (which happens more often than you think) You can drop the self esteem right from under, just like most 10s do to guys, and this isn’t good. You have to get as close to the breaking point as you can without crossing the line. Once you have gotten right there, you can start appreciating things about her (not her looks.) There is mutual respect now-something most guys never get from the girl.

This is how you remove a girl from her protection shield. Three negs ought to do it within two of three minutes of neautral chat. Once it is removed, you can, from a place of mutual respect, seduce her.“

  • Don’t seek approval

Wer die Anerkennung des anderen sucht weist diesem automatisch einen höheren Status zu. Wer hingegen unabhängig von der Bewertung des anderen ist, der weist sich selbst einen hohen Status zu. Er wirkt dann eben nicht needy, sondern authentisch.

  • Three second rule

Die drei Sekunden Regel besagt, dass zuviel Planung und nachdenken nur dazu führt, dass man unsicher wird und sich nicht traut. Statt dessen bei jeder Gelegenheit, bei der man drüber nachdenkt, etwas zu machen, einfach innerhalb von drei Sekunden handeln. Zur Not einfach bis drei zählen und loslegen. Es ist besser etwas ungeplant in eine Situation hineinzugehen als zu zögernd zu erscheinen.

  • Master the art of curious absences

Neugier wecken und nicht zu verfügbar sein kann einen interessant machen

  • Never apologize to yourself or anyone for your desires as a man

Du willst Sex? Du magst Brüste und Ärsche oder ansonsten schöne Frauen nach deinem Geschmack? Steh einfach dazu! Die Reaktion ist weitaus positiver als man denkt, wenn man einfach sagt, dass man natürlich schöne Frauen und Sex interessant findet, weil man eine Mann ist. Den meisten Frauen leuchtet das unmittelbar ein. Es darf halt nur nicht needy sein.

  • Own your bone

Keine Ahnung, was damit gemeint ist? Penis?

  • Be critical

Etwas hinzunehmen ist eben Beta. Berechtigte Kritik auch zu äußern stellt zum einen Selbstvertrauen dar, zum anderen kann es auch eine Aufforderung sein, dass sie sich einem gegenüber qualifiziert.

  • Flip the script

Eine Rollenumkehr vornehmen: 

Role reversal is a great technique in prizing and reframing a situation. Basically, any witty line from Will & Grace or Sex and the City can work. It is anything a woman would typically say to qualify or shit test the PUA, which he can flip through a role reversal. The point of this technique is to add versatility to the social value of a man or woman. Ever seen a girl who acts bi or lesbian but is not? Much like an enemy who disguises as the other side, role reversal is used by both genders, usually as a way to get one-up on the other sex. Recognizing role reversal in women is essential to understanding the social dynamics of their game. Men generally do not have the social dexterity of women, and this technique or reversing sex roles is option less used by men to their advantage.

Es kann insbesondere lustig und effektiv sein, die Gründe vorzubringen, die Frauen sonst vorbringen, um ein Eskalieren abzubremsen, also etwa die auf der oben verlinkten Seite angeführten:

PUA: “Let’s slow this down. I need more comfort and trust before escalating further with you.”
PUA: “I don’t usually do this, but since you are so charming…”
PUA: “I don’t have sex on the first date, just so you know. I am only promising good conversation tonight.”
PUA: “All right, fine. You can sleep over. But don’t get any ideas about easy sex. I am so not in that head space right now.

Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass man die Rollen umkehrt und sie zum Jäger macht und ihr zudem die Sprüche wegnimmt. Wenn man gerade selbst gesagt hat, dass sie sich keine Hoffnung auf Sex machen kann, dann kann sie den gleichen Spruch schlichtweg nicht auch bringen. Es verwirrt Frauen

  • Better an asshole than a beta

Weil frech und fordernd sein einen oft weiter bringt und von den Frauen besser angenommen wird als zu zurückhaltend und rücksichtsvoll.