Pickup: Warum eigentlich der ganze Aufwand

Leserin Vanilacarmelita fragt:

Ich weiss, der Beitrag ist Jahre her, aber habe deinen Blog erst vor kurzem entdeckt und beim rumstöbern auch die Pick-up Tipps entdeckt. Kein Hate, nur Neugier: Den ganzen Aufwand betreiben, um an Sex zu kommen, obwohl mann nicht weiss, wie gut der Sex sein wird, bzw. ob er überhaupt passieren wird? Als Mann würde ich da verzweifeln und nach einer Kosten-Nutzen-Analyse würde für schnellen Sex nur noch ein Bordellbesuch in Frage kommen. Da kann mann seine Wünsche offen kommunizieren, kennt den konkreten Preis und die Befriedigung ist sichergestellt. Die Tricks sind z.T. sehr raffiniert, schlussendlich hängt das Ganze doch trotzdem von der Laune der Frauen ab und je nach dem wie manipulierbar und naiv sie sind. Welchen Sinn hat slso das Ganze?

Und das ist durchaus eine gute Frage, der ich daher einen eigenen Beitrag widmen möchte:

Wie ich hier bereits geschrieben hatte habe ich Pickup recht zufällig entdeckt: Eine Beziehung war zu Ende gegangen und ich recht zufällig auf Pickup gestoßen.  Auch ohne Pickup wollte ich durchaus flirten, Sex haben und ggfs später wieder eine Beziehung haben. Nur ging es eben mit Pickup wesentlich leichter und lief einfach wesentlich besser. Es war aus meiner Sicht nicht eine Verschlechterung der Kosten-Nutzen-Analyse, sondern eine wesentliche Verbesserung. Etwa so als müßte oder wollte man einen Aufsatz schreiben und einen anderen Aufsatz finden, der das gleiche Thema behandelt. Oder als würde man auf eine sehr gute Fortbildung gehen und plötzlich sehen, dass hinter vielem ein System steckt, dass man noch gar nicht kannte. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt bei Pickup das Gefühl, dass ich mir _zusätzliche_ Mühe machte, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass ich endlich _weniger_ Mühe hatte.

Sicherlich bringt ein Bordellbesuch einfacheren und sicheren Sex, aber darauf kam es mir ja gar nicht an. Mir macht flirten Spass, ich mag es auch, wenn Frauen positiv auf mich reagieren und natürlich wollte ich auch vieles von dem, was ich gehört oder gelesen hatte ausprobieren und mich selbst verbessern bzw schauen, was ich davon für mich verwenden konnte.

Ich will mich mal an einem Bild gerade für Frauen versuchen: Man stelle sich den typischen Hollywood-Aschenputtel-Film vor: Das hässliche Entlein der Schule wird entdeckt, neu eingekleidet, bekommt die bessere Frisur und wird geschminkt. Sie verwandelt sich von einer langweiligen 7 in eine 10 (in den Filmen legt sie nur den dicken Wollpullover ab, ebenso die dicke Hornbrille und man bemerkt ihre erstklassige Figur, meinetwegen kann man auch annehmen, dass sie ihre Ernährung umstellt und Sport macht und danach super aussieht). Meinetwegen auch eine „My Fair Lady“ Umwandelung, bei der sie danach statt „Unterschicht“ „Oberschicht“ spricht. Da kann man sicherlich Fragen: Ist das die Mühe wert gewesen? Sie hätten doch auch so ein schönes Leben gehabt, einen netten einfacheren Mann kennen lernen können und nicht den Schulcoolen oder den Mann aus der Oberschicht. Aber sobald sie den Erfolg mit der anderen Methode sehen und wissen, wie viel sie aus sich machen können und mit welchen Mitteln wollen und können sie auch nicht mehr zurück.

Aber ich denke ein Teil des Kommentars beruht vielleicht auch auf der Vorstellung, dass man im Pickup jede Nacht durch Clubs ziehen muss um Frauen reinlegen und das mit einer mageren Ausbeute. Für mich war das nicht der Fall. Ich habe mein Leben weitergelebt wie vorher auch, nur dass ich jetzt wenn ich flirtete ein wesentlich besseres Feedback bekam. Ich hätte sicherlich wieder eine neue Freundin gefunden, aber der Weg dahin wäre schwieriger, frustrierender und abhängiger von Glück gewesen (und sie wäre wahrscheinlich auch weniger schön gewesen).

Andere mögen das weitaus intensiver betreiben und es ist sicherlich so, dass man über ein „Training“ besser wird, Erfahrungen gewinnt und auch etwas abstumpft, was einem eine gewisse Ergebnisunbekümmertheit bringt, die einem durchaus helfen kann. Aber wenn das das Hobby eines Menschen ist, wenn er Spass daran hat, dann halte ich, wenn er damit nicht Leute reinlegt, für vollkommen zulässig. Es gibt uninteressantere Hobbys als das andere Geschlecht und Sex.

Zu der Frage, ob es von der Laune der Frauen abhängt und wie manipulativ es ist: Eine der interessantesten Erfahrungen, die ich bei Pickup gemacht habe, ist der Unterschied im Interesse der Frauen. Es war deutlich, dass Frauen sich angesprochen fühlten, dass sie Anziehung fühlten und das sie interessierter waren. Natürlich bleibt flirten dennoch zu einem gewissen Grad ein „Numbers Game“: Man ist eben nicht der Typ jeder Frau und nicht jede möchte insbesondere auch das, was man selbst möchte, gerade wenn es Causal Sex betrifft.

Gerade weil ich den Interessenanstieg beobachtet habe glaube ich auch nicht, dass es auf naiv und manipulierbar ankommt: Es geht weniger darum, Frauen reinzulegen, es geht eher darum, dass sie einen interessanter finden und eher was von einem wollen. Die Frauen sind nicht doof oder manipuliert, sie haben nur eher Lust auf einen und sind demnach auch eher bereit diesen Gefühlen nachzugeben. Es ist insofern aus meiner Sicht eher eine Angebotsverbesserung. Natürlich kann man auch die als Manipulation ansehen. Und natürlich sind auch bestimmte Techniken oder bestimmte Richtungen im Pickup manipulativ. Aber das ist eben eine Frage der Anwendung.

Ein anderer Aspekt ist schlicht: Man kann gar nicht mehr damit aufhören, wenn man es einmal gelernt hat. Natürlich kann man aufhören, intensiv zu flirten oder den Lebensstil den viele bei Pickup vor Augen haben (pausenlos mit Frauen flirten und versuchen, sie ins Bett zu bekommen) nicht leben. Aber genauso wenig, wie man sich nicht vornehmen kann, dass man ab jetzt kein Fahrrad mehr fahren kann, kann man auch nicht vergessen, was im Flirtbereich funktioniert. Man wird nach wie vor einen Shittest erkennen, man wird nach wie vor Wissen, was man sagen könnte und wie man reagieren könnte. Und man müsste sich sozusagen dumm stellen, um dann ohne Pickup zu flirten.

Zudem funktioniert Pickup eben nicht nur für das Aufreißen, es gibt einem aus meiner Sicht auch äußert wichtige Tipps für feste Beziehungen. Ich erlebe meine eigene Beziehung dadurch als entspannter und einfacher, einfach weil ich bestimmte Reaktionen besser einordnen kann und darauf entsprechend reagieren kann.

 

Der Mann als Oberhaupt der Familie

Ein Thema, welches glaube ich hier noch nicht so ausdrücklich diskutiert worden ist, welches aber Männerrechtlern gerne als Wunschtraum vorgehalten wird, ist „der Mann als Oberhaupt der Familie“.

Dieser in früheren Zeiten populären Vorstellung nach sollte der Mann eben das Sagen in einer Beziehung haben und die Frau ihm „Untertan“ sein. Er sollte die Finanzen kontrollieren und sonstige wichtige Fragen entscheiden, die Frau war eben für die ausführende Verwaltung der Familie, sozusagen das „Innere“ verantwortlich.

Mich persönlich interessiert eine solche Wertung nicht. Ich möchte keine Beziehung, in der ich der Boss bin und meine Partnerin nichts zu sagen hat, ich möchte eine Beziehung, die auf Augenhöhe stattfindet. Ich möchte eine berufstätige Frau, die auch auf eigenen Beinen stehen kann und selbstbewußt ist und nicht eine untergebene Dienerin.

Von einigen „Neomaskulisten“ wird dies aber als wesentliche Voraussetzung für eine „richtige Geschlechterdynamik“ unter „Game-Gesichtspunkten“ gesehen. Der Mann müsse die Frau beherrschen, damit sie ihn attraktiv findet oder etwas in dieser Art. Eine gleichberechtigte Beziehung bedeutet aus meiner Sicht nicht, dass man in allem Nachgeben muss, ein „Softie“ sein muss. Man kann durchaus einen hohen Status verkörpern, Entscheidungen treffen, Selbstbewußtsein ausstrahlen, ein „Anführertyp“ sein, dem sie gerne folgt, Verantwortung übernehmen, was aus „Game-Gesichtspunkten“ durchaus positiv für die Beziehung sein kann, ohne dabei die Vorstellungen seiner Partnerin zu übergehen oder diese als Unterlegene zu behandeln.

Ich finde die hier zitierte Stelle dazu gar nicht so schlecht, die deutlich macht, wie „Game“ in dieser Hinsicht funktioniert:

Taking charge and being decisive however doesn’t mean taking domineering control over your woman. Taking charge doesn’t mean micromanaging her activities, telling her what to wear all the time, or telling her who she’s allowed to see. It doesn’t mean playing dictator.

You want to be dominant, but not domineering. You want to be strong, and yet sweet.

Nor do you need to create a woman who is subservient. In fact, your woman should not hesitate to offer you her advice based on her experience and feelings.(…)
Many men make the mistake of believing that being nice means being a pushover. It’s not. You still want to nice and loving to your woman, just not in a placating way, but from the position of taking command and being a man of action.

So you have to take control over the situation without losing control over yourself. You want to be able to be in control of any situation without resorting to any sort of domineering behavior. Being in control and being decisive simply means that you are a man of action, that you have direction, and are comfortable taking control when the moment arises.

Ich stimme mich in der Regel über wichtige Fragen mit meiner Freundin ab, ich beziehe natürlich ihre Vorstellungen ein und wir diskutieren darüber. Ich muss mich auch nicht zwanghaft durchsetzen, nur um „der Herr im Haus“ zu sein. Ich sehe eine Beziehung als etwas an, in dem ich eine Partnerin will, ein „Wir, zur Not auch gegen den Rest der Welt“. Eine Frau, die sich tatsächlich „unterwirft“ würde mich weit weniger interessieren.

Natürlich: Wenn beide damit glücklich sind, dann sollen sie ihre Beziehung so leben. Es gibt sicherlich Frauen und Männer, die damit gut zurechtkommen.

„Einige Frauen suchen Männer, wie andere Häuser kaufen: Die, die man aufwerten kann sind interessant“

Ich höre gerade die Interview-Serie „Interviews with Dating Gurus“ noch einmal und bin da auf eine interessante Analogie gestoßen:

Einige Frauen verfahren bei der Partnerwahl ähnliche wie einige Häuserkäufer, die nicht unbedingt auf den gegenwärtigen Wert des Hauses schauen, sondern auf den Gewinn und den Wert, den man erreichen kann, wenn man das Haus verbessert.

Ein Schnäppchen ist dann ein Mann, den man „hinbekommen“ kann, der also ein Potential hat, wenn man ihn auf den richtigen Weg bringt. Wenn er also sesshaft wird, wenn er nicht mehr zuviel Party macht, wenn er sich auf seine Karriere konzentriert, „erwachsen wird“, wenn er vernünftige Freunde findet und die weniger günstigen los wird, wenn er den Sportwagen für eine Familienkutsche verkauft etc.

Das Problem kann dann sein:

Ist das Projekt fertig fehlt eine wichtige Komponente, nämlich die Möglichkeit etwas zu verbessern. Der Mann ist langweilig geworden, gerade weil man im Rahmen der „Verbesserung“ auch alles wegoptimiert hat, was das unstete, wilde, war, dass was andere Frauen an ihm interessieren könnte, als Abmilderung intrasexueller Konkurrenz. Damit ist er aber auch für einige Partnerinnen selbst langweilig geworden. Andere, neue Projekte scheinen dann vielleicht interessanter oder haben jedenfalls einen gewissen Reiz. Der Rat war dann, dass man sich nicht zu einem reinen Projekt machen lassen sollte, dass sie nach ihren Wünschen umsetzt (man möchte in Anlehnung an feministische Theorien fast „Objekt“ sagen). Man solle Eigenständigkeit bewahren, sich selbst nicht so verbiegen und „spannend“ bleiben.

 

DMJ schrieb zu dem Thema in einem Kommentar:

So generalisieren würde ich es nicht, aber es erinnert mich an das, was irgendwer (ich glaube, ein Journalist, aber weiß es nicht mehr wirklich) mal sagte:

“Im ersten Jahr unserer Ehe verlangte meine Frau, ich sollte mir doch mal eine vernünftige Garderobe zulegen.
Im zweiten Jahr verlangte sie, ich sollte mir doch endlich meinen Bart abrasieren.
Im dritten Jahr verlangte sie, ich sollte mir endlich ein paar erwachsenere Hobbys zulegen.
Im vierten Jahr verließ sie mich, weil ich nicht mehr der Mann war, den sie mal geheiratet hatte.”

 

Dieser Fall wird ja in verschiedenen Varianten immer wieder erzählt. Er wäre auch ein Zeichen dafür, dass bestimmte Sachen rational angegangen werden, dabei aber nicht unbedingt die irrationalen Attraktivitätsmerkmale bedacht werden.

Allerdings gibt es auch durchaus Männer, die erst mit der passenden Frau tatsächlich den Halt hatten, aus ihrem Leben etwas zu machen, die also dann erst ihr Leben in den Griff bekommen haben (es gibt auch Männer, die ihr Leben im Griff hatten und bei denen Frauen alles zum schlechten verändert haben).

 

Flirten im Bekanntenkreis (Social Circle Game)

Auf Lovesystems gibt Savoy Tipps zum „Social Circle Game“ also zum Flirten im Bekanntenkreis:

  • To break into a new social circle, add value without sucking up. Introduce guys to girls you’ve met or your female friends (this is a great way to practice having an abundance mentality). Invite people to concerts, parties, or other events if you have a hookup. Don’t take any value until you’re established within the group. Make your first few interactions short, move on well before your welcome is up, and leave on a high note.

Ein Kreis bestimmter Freunde kann das Kennenlernen von Personen stark vereinfachen, weil man in diesem Bereichen auf wesentlich weniger Mißtrauen stößt als bei dem Versuch einen fremden anzusprechen. Denn bei einem Fremden hat man eben gar keine Einschätzungsmöglichkeit, bei Leuten, die andere Leute kennen, hingegen kann man zumindest etwas auf deren Urteil vertrauen und die Person wird eher als „In-Group“ behandelt. Das gilt um so mehr, wenn man ein wichtiger Bestandteil der Gruppe wird und etwas für Leute tut, ohne damit deutlich zu machen, dass man meint etwas tun zu müssen, damit sie einen mögen.

  • When you hook up with a girl within a social circle, make sure that neither of you talk about it, or other women will think you won’t be discreet. In the friends with benefits audio guide, Braddock and I gave examples of „discretion frames“ – the challenge here is to communicate to a woman „I’m not going to talk about this and you shouldn’t either“ without her feeling like you’re devaluing her.

Im sozialen Kreis kann Diskretion eine große Wirkung haben. Gerade Frauen ist in den Bereichen ihr Ruf extrem wichtig. Insofern sollte man hier nicht mit sexuellen Eroberungen protzen oder sie sonst offenbaren. Das ist aus meiner Sicht ein guter Tipp, mir ist er jedenfalls zugute gekommen. Allerdings muss man damit rechnen, dass Frauen untereinander dennoch reden. Die beste Freundin weiß in der Regel über alles bescheid. Ich persönlich habe aber selbst ihr gegenüber auf Anspielungen nicht mir Bestätigung reagiert, was auch positiv aufgenommen wurde.

  • Waterfall theory: when you hook up with a new girl in a social circle, start at the top (with one of the hottest women). If word gets out, you’ll have a much easier time dating another woman in your social circle if you’ve hooked up with one of the hotter women than one of their less attractive friends.

Das wäre dann „Preapproved by women“. Und es hat eben den Effekt, dass es irgendwie zu dem Denken führt, dass an einem schon was dran sein muss, wenn man gut genug für sie war (zumindest, wenn es positiv verlaufen ist). Natürlich in der Ausführung nicht so einfach.

  • You will be perceived as being the product of the five people you spend most of your time with. I’m not saying to be mercenary with your friends or cut off your old friends. It’s much better to raise their game rather than cutting them off anyway. That said, look to fill any gaps in your social circle (e.g., the guy who knows everyone, the guy who always has the best hookups to events and parties, a good wingman, the female friend who makes other women feel comfortable, etc.).

Das ist ein interessanter Hinweis, den man sich zumindest bewußt machen sollte. Mit fünf langweiligen, für Frauen uninteressanten Frauen steht man immer schlechter da als mit fünf interessanten Freunden, die auch „Game“ haben. Zum einen ziehen diese selbst wieder Frauen an, zum anderen ist das Zusammensein dann insgesamt interessanter (weil diese selbst wieder für Unterhaltung sorgen und einen besser dastehen lassen können) und des weiteren werden eben diese sozialen Informationen auch verwertet: Wer tatsächlich cool ist, hat coole Freunde. Es ist ein evolutionär sehr gut erklärbarer Vorgang. (Natürlich: Wenn man derjenige ist, denn die anderen fünf eigentlich aufbauen müssten, dann kann es sein, dass die interessanteren Frauen alle zu den Freunden wollen, aber in der Regel lernt man trotzdem und steht besser da, zudem kann man sich eben auf deren Niveau verbessern)

  • Women especially look to how other people treat you, for cues on what kind of a person you are and what you do or don’t have going for you. (This is where social proof and pre-selection come from). They also look to how you treat your friends. You and your friends should always act like each other are the coolest people in the world.

Das ist quasi ein Stoß in das selbe Horn. Und es passt auch dazu, dass wir soziale Wesen sind und damit auch die Leute, die mit uns verbunden sind, wichtige Informationen über uns mitteilen. Gerade Zeichen für den jeweiligen sozialen Status im direkten Kontakt sind insofern sehr wichtige Zeichen. Dabei kann man sich in der Tat gegenseitig hochpuschen und Freunde mit sozialen Status aufladen.

  • Put some attractive women you approach into the friend zone. (Do it before they do). Hot women tend to have attractive friends. Think of it like farming. You don’t eat everything you harvest – save some seeds to plant for next year. Married women are also great for this – a lot of them miss the excitement of dating, so if they like you, they’ll be happy to set you up with their friends and live vicariously through you.

Weibliche Freunde zu haben vereinfacht die Sache sehr. Denn Frauen ziehen leicht andere Frauen an, bedienen „Preapproved“, machen es einfacher mit einem in Kontakt zu kommen und erweitern damit die Möglichkeiten zum Flirten im Bekanntenkreis enorm.

  • You are what you do. Where are you investing your time and energy in life? That’s how people will see you, and, more importantly, a lens through which you look at the world and interact with it. Track how you spend the next 168 hours (one week). If you’re like most of my clients, you’ll be amazed.

Das ist eine Form des Inner Games: Mache ich genug aus mir oder sollte ich überlegen mal was interessanteres zu machen, damit mein Leben auch tatsächlich interessanter ist. Und es ist auch eine Form der Selbstdarstellung.

  • General social skills matter (not just social skills for meeting and attracting women). If you’re someone who sometimes comes across as awkward or you sometimes find yourself saying or doing the wrong thing, check out the audio guide I did with Nick Hoss on how to be cool.

Das ist abzüglich der Werbung durchaus richtig. Allgemein als sozial kompetent zu gelten und nicht nur mit Frauen interagieren zu können, sondern auch mit den Männern oder Leuten, die einen nicht interessieren, gut umgehen zu können, kann einen wesentlich besser dastehen lassen. Wenn einen viele Leute komisch finden, dann sollte man überlegen, was man in der Hinsicht falsch macht.

  • Don’t practice within your social circle! There’s a reason why even a nightclub-hater like my client Nathan went out to clubs a bunch of times after he took his bootcamp. That way, when he started to use Love Systems to attract women connected to his social circle, or women who he would see again, he knew what he was doing and could avoid mistakes.

Alle Anfänge sind schwer und seine Fehler macht man am Besten dort, wo es nicht so auffällt. Insofern ist es ein guter Tipp es im engeren sozialen Kreis vorsichtig angehen zu lassen und seine ersten Erfahrungen woanders zu machen und dort herauszufinden, was einem liegt und was nicht.

„Pickuper machen ihr Selbstwertgefühl von der Bestätigung von Frauen abhängig“

Der Mädchenblog greift Pickup auf (via Onyx) und beklagt, dass sich dort der Wert des Mannes nur danach bestimmt, ob er Frauen rumbekommt:

Diese unreife Einstellung „Ich bin nur was wert, wenn ich möglichst viele scharfe Weiber rumkrieg“ macht das Selbstwertgefühl doch wiederum immer noch abhängig von – Frauen. Wie bei Frauen, die meinen, sie seien nur etwas wert, wenn sie von möglichst vielen Typen angehimmelt werden. Auf dieses Niveau wollt Ihr? Ernsthaft?
Da gibt’s doch (drehn wir’s mal um) in Russland diese Kurse für Frauen, wo ihnen beigebracht wird, wie man sich stylen/verhalten/blahblubb muß, um sich irgendeinen reichen alten Knacker zu sichern. Dasselbe in grün.
Und sowas soll dann selbstbewußt und würdevoll sein? Wirklich?

Das ist ein häufiger Vorwurf, der auch gerne in der Form kommt:

Pickup stellt Frauen erst recht auf das Podest, weil sie der Lebensinhalt jeden Pickupers sind, weil er sich nach ihren Wünschen, Vorstellungen, Vorlieben richtet und damit letztendlich sie die wichtigsten sind.

Aus meiner Sicht ist das ein reichlich unstimmiger Vorwurf. Denn Sex mit Frauen, das Erobern von Frauen, dass alles kann eben durchaus Spass machen, ebenso wie eine Beziehung oder eine Partnerschaft mit Frauen. Es gibt keinen Grund, sich in dieser Hinsicht nicht zu verbessern und es gibt auch keinen Grund, warum man nicht auch diesen Teil des Lebens zu seinem Hobby machen kann.

Hängt das Selbstwertgefühl ansonsten auch an einem Hobby? Muss ein Fußballspieler das Selbstwertgefühl von seinem Spielkönnen abhängig machen, muss er sich immer sagen, dass er nur etwas wert ist, wenn alle anderen Spieler ihn bewundern?

Aus meiner Sicht nicht. Natürlich kann dies der Fall sein. Einige nehmen das Spiel zu ernst und verbinden damit tatsächlich ihren Wert als Mensch. Viele spielen aber einfach gerne Fußball, wollen die Herausforderung, mögen die Endorphine der körperlichen Herausforderung, des erfolgreichen Torschusses, des Zusammen- aber auch Gegeneinanderspielens. Niemand würde hier von vorneherein sagen, dass jeder, der sich mit Fußball beschäftigt per se das Gefühl braucht, den Gegner auszuspielen, dass er seinen Selbstwert davon abhängig macht, dass ihm das gelingt, dass er nur angehimmelt werden möchte. Er kann auch viele andere positive Seiten aus dem Spiel ziehen, von körperlicher Fitness bis zu dem Gefühl Teil einer Mannschaft zu sein und mit anderen Spass zu haben.

Genauso kann ein Pickuper einfach gerne mit Frauen schlafen und die Herausforderung mögen, sie zu erobern, er kann seinen Umgang mit Frauen an sich verbessern wollen, er kann das Gefühl mögen, dass Frauen ihn positiv und sexuell wahrnehmen oder er kann auch einfach nur Dynamiken in einer Beziehung nachvollziehen wollen. Das er dazu die diesbezuglichen Regeln studiert und anwendet ist nicht ungewöhnlich: Der Torwart wird sich mit seiner Technik, aber auch mit den Möglichkeiten des Stürmers beschäftigen. Er wird sich mit Taktiken beschäftigen, wann es günstiger ist, aus dem Tor hinauszulaufen und wann es günstiger ist, im Tor zu bleiben. Er wird sich damit beschäftigen, wie man Ecken zumacht und wo man steht und er wird auch die Eigenarten bestimmter Stürmer einplanen ebenso wie diese seine einplanen. Obwohl er sich mit dieser Theorie beschäftigt sind die Eigenarten der Stürmer und deren Verhalten nicht da wichtigste für ihn und Stürmer seine Götter und sein Lebensinhalt. Er kann dennoch Spass am Spiel haben.

Dabei muss auch nicht jedes Spiel austauschbar sein, bestimmte Spiele können eine besondere Bedeutung haben oder andere Situationen beeinhalten, Mannschaften auf die man sich einlassen muss, gegen die es schwieriger oder leichter ist. Das es immer eine nächste Mannschaft gibt gegen die man spielt, macht die gegenwärtige Mannschaft gegen die man spielt, nicht unmenschlich oder zu einem reinen Objekt, an dem man seine Fußballlust befriedigt.

Genauso kann im Pickup natürlich auch jede Frau etwas anderes sein, eine Herausforderung, ein angenehmer Gesprächspartner, jemand, mit dem man gar keine Chemie hat oder jemand, mit dem man sich die Bälle wunderbar hin und herspielen kann, bei dem man das Gefühl hat, dass der andere das Spiel ebenso gut spielt wie man selbst und es beiden Spass macht. Und: Gerade dadurch, dass er die Regeln des Spiels versteht und etwas Technik entwickelt hat, kann das Spiel auch schlicht mehr Spass machen. Weil ein Spiel, indem man schlecht ist, in dem es vom Zufall abhängt, ob etwas gelingt, indem immer wieder etwas schief geht und indem man das Gefühl hat, dass der andere einfach nicht einzuschätzen ist, eben weniger Spass macht.

Ja, Sex mit Frauen einfach so kann Spass machen. Nein, damit macht man sie nicht per se zum Objekt.

Der Unterschied zum alten Knacker ist auch, dass man sich ja nicht auf jemanden einlassen muss, den man eigentlich nicht mag. Man könnte hier eher das Bild bemühen, dass eine Frau lernt, wie man flirtet, wie man sich zurechtmacht, wie man einen guten Körper bekommt, damit sie auch tatsächlich einen Partner bekommt, der ebenfalls sexy ist, witzig ist und zu ihr passt. Das klingt natürlich weit weniger schlimm als Frauen, die sich von reichen alten Herrn nehmen lassen, um an deren Geld zu kommen.

Aber es verletzt eben auch die Vorstellung, dass Liebe etwas reines ist, was einfach so passiert, zwei Seelen, die zueinander schweben und sich vereinen. Dies wird ersetzt durch Punkte, die anstrengend sein können, die man lernen muss, die anderen deutlich machen, dass sie diese nicht erfüllen. Es macht Liebe und Begehren zu einem gewissen Teil berechnbar und berührt damit wichtige Warnsignale vor Betrug. Und der Betrüger muss eben in ein schlechtes Licht gestellt werden, eine arme Wurst, die kein Selbstvertrauen hat und den Betrug braucht.

Das  muss aber schlicht nicht der Fall sein. Auch soziales Verhalten ist zu einem Teil erlernbar und damit kann ein tatsächlicher Entwicklungsschritt verbunden sein. Das muss einen nicht verzweifelt machen. Man muss auch, wenn man sich mit Pickup beschäftigt, nicht per se verzweifelt Frauen aufreißen und das auch schon gar nicht für immer. Man kann sich zB auch eine bestimmte Zeit ausleben, lernen, einfach so Sex haben und dann auf eine Beziehung umstellen. Oder man überspringt diese Phase und flirtet einfach gleich mit dem Ziel einer Beziehung.

Sicherlich: Gerade die Leute, die etwas sehr exzessiv betreiben und darin sehr gut werden, entwickeln häufig das Gefühl, dass ihre schlechteren „Gegenspieler“ einfach und schlicht sind und dann auch austauschbar. Der „Fluch des Players„.

Niemand zwingt einen aber in diese Gegenden vorzustoßen.

Überblick: Pickup und Game

1. Allgemeine Grundlagen

2. Bestimmte Techniken

3. Pickup und Beziehungen und Komfort

4. Kritik an Pickup

5. Pickup und ich & Pickup und andere

6. Reguläres Flirten

7. Pickup und Wissenschaft

8. Videos etc von Pickupern

9. Anekdoten

10. „Nice Guys“

11. Nein heißt Nein

12. Vermischtes

Männer stimmen in einer Beziehung lieber zu als zu streiten, Frauen nervt das

Ein Bericht über Studien zum Partnerverhalten und dem Umgang mit Konflikt in der Beziehung:

The Creative Conflict Resolution study found that 68% of men preferred to say, „yes dear“ or „uh huh“ instead of sharing their true feelings to please their quarreling mate. The Arizona study found that girlfriends and wives are not fooled by this capitulation and that this „no mas“ defense actually antagonizes and frustrates these women, who then have a lower opinion of the relationship because there is no real satisfactory resolution of the conflict.

Doppelt interessant: Die Männer gehen dem Konflikt aus dem Weg, stimmen lieber zu, scheinen also nicht gerad ein Patriarchat aufrechtzuerhalten innerhalb der gängigen Beziehung. Eher scheint die Frau die Hosen anzuhaben. (Und gleichzeitig hassen es die Frauen, wenn die Männer das machen. Sie hätten lieber Männer, die zu ihren Interessen stehen. Das passt natürlich gut dazu, dass Status und Alphamannverhalten für Frauen ansprechend ist, wenn auch dieser Teil dazu nichts direkt sagt.

In dem Bericht heißt es dann:

n the twentieth century America gradually transitioned from the oppressive patriarchal marriage model that featured rigid roles performed regardless of romantic feelings to the enlightened companionate model which emphazied men and women as co-equals. Romantic love was now not only required during courtship but was mandatory to keep the two equal partners together after the wedding ceremony.

Honesty is vital if a companionate marriage is to succeed. If both partners are candid in their courtship, there is a strong possibility they will choose to unite in full knowledge of their strengths and weaknesses. As co-equals, negotiations and allowances will be made before commitment so neither will feel defrauded by the reasonable behavior of the other.

Unfortunately in the last century many American men abandoned honest courtship and began exploiting a gaping weakness in the companionate system. Encouraged by the media of film, music and television, they increased their short-term chances of successfully finding a heterosexual partner by pretending to be emotionally compatible. In a society that praises living for the moment, being disingenuous gradually became an accepted technique of dating for many men.

After the thrill of the physical part of the relationship fades, many women discover they have bonded with a compliant wimp who observes the letter of the marriage or cohabitation and secretly years for just a little peace from a woman of clashing temperaments and few if any shared interests or goals. These hen-pecked men will kindle a simmering resentment from living with an incompatible mate, but rarely openly voice their true feelings. They will attempt to find opportunities to covertly do the things they really like such as hiding out in their „man caves“ or volunteering for business trips so they can find a quiet refuge where they can eat pork rinds and corn nuts and watch their beloved ESPN in peace. Eventually many women discover that their one time Prince Charming has no core beliefs besides pleasing her. These wives and girlfriends will lose all respect for their spineless men who stand for nothing. Then the magic of the marriage or cohabitation will be over.

Harte Wertung. Ich würde sagen, das zuviel nachgeben in der Tat dazu führt, dass der Respekt verschwindet und kein Status mehr vorhanden ist. Es vermeidet vielleicht kurzfiristigen Streit, führt aber langfristig dazu, dass die sexuelle Anziehung flöten geht und damit mehr Zeit entsteht. Das bedeutet nicht, dass man grundsätzlich Streit anfangen soll. Aber eben auch zu seiner Meinung stehen sollte und Sachen ruhig mal ausdiskutieren.

Einseitige Liebe

Im Spiegel ist eine Schilderung einer „einseitigen Liebesgeschichte“ aus Männer- und aus Frauensicht

Ihre Sicht: Erst war es wohl spannend, dann aber der Umschwung:

Er war laut, herzlich und intensiv. Trug mir beim Burger-Essen direkt einen seiner Poetry-Slam-Texte vor, lachte viel und war herrlich zynisch. Auf einer Halloween-Party haben wir uns das „Beißversprechen“ gegeben, blutroten Likör aus Reagenzgläsern getrunken und geknutscht. Für mich zuerst nur ein Gag, aber bei ihm gings da schon los. (…) Ich habe ihn dann auch vermisst. Wir hatten uns ein paar Wochen nicht gesehen oder zumindest nur per Videochat. Ich nahm mir ein Herz und erzählte ihm von meinen Gefühlen, sagte aber gleich, dass ich mich kenne, dass sich so was bei mir sehr schnell wieder ändern kann. Ich hätte es nie erwähnen sollen. Denn schon beim nächsten Treffen war alles anders. Seine Nähe wurde mir zu viel. Er war extra zu meiner Geburtstagsfeier nach Dresden gekommen. Er schenkte mir eine Mate-Kalebasse, einen Kürbis, aus dem man das koffeinhaltige Aufgussgetränk Mate trinken kann. Ich war gerührt. Aber im Lauf des Abends fühlte ich mich von Kai eingeengt, wollte einfach nur weglaufen und suchte die Nähe anderer. Am nächsten Tag nahm ich mir wieder ein Herz. „Gerade ist das Gefühl nicht mehr da“, sagte ich. Er war verletzt, aber wollte auch nicht aufgeben.

Ich würde vermuten, dass er etwas needy wurde und etwas viel gemacht hat. Erst war er zynisch und konnte coole Poetry-Slam-Texte vortragen und es war spannend, ob sie ihn bekommt oder nicht. Als es dann klar war, dass sie ihn auch will, ist aus seiner Sicht erst mal alles super und er will bei ihr sein. Er verliert die Aura des Mysteriösen und aus „Krieg ich ihn?“ wird „will ich ihn behalten?“. Und plötzlich, mit anderer Fragestellung, werden dann eben die ganzen Needy-Signale deutlich. Er schenkt ihr etwas, er kommt vorbei, er engt sie ein. Sie verliert das Interesse.

Bei ihm:

Irgendwann ganz am Anfang hatte ich die Wahl. Flight or Fight: laufen oder kämpfen. Ich wusste, worauf ich mich einließ. Inga machte deutlich, dass sie keine Beziehung wollte, mochte mich aber. Ich genoss ihre Nähe und sie meine. Ich wollte für sie, um sie, zur Not sogar gegen sie kämpfen. Einen Rückzug hätte ich mir damals nie verziehen. Ich wollte für sie Troja belagern, Drachen erwürgen und böse Zauberer vertreiben. Stattdessen ging ich mit der Zeit: schrieb ihr nette Nachrichten, backte ihr einen Schokokuchen und ging nach der Arbeit verbissen joggen.

Als sie mir sagte, dass sie keine Gefühle mehr für mich habe, wäre das ein guter Zeitpunkt gewesen, das Handtuch zu werfen. Aber da war es schon zu spät. Der Gedanke an Inga war inzwischen eine billige Art geworden, Glückshormone in meinem Hirn ausschütten zu lassen. Inga war über die letzten Monate von einer Person zu einem Gefühl mutiert. Inga war das Letzte, woran ich vor dem Einschlafen dachte. Inga war, was mich nicht wieder einschlafen ließ, wenn ich mitten in der Nacht aufwachte. Inga ließ mich direkt morgens wieder zum Smartphone greifen und das Spiel von letzter Nacht wiederholen. Ich fühlte mich Inga

Dann kam eines Tages die erhoffte Nachricht – allerdings mit dem Satz, vor dem sich Männer am meisten fürchten: „Du Kai, müssen uns mal unterhalten.“ Warum folgt auf so einen Satz nicht einmal „Ich habe mich unsterblich in dich verliebt.“ oder „Das mit dem Schlussmachen habe ich gar nicht so gemeint!“ Aber nein. Zum verabredeten Zeitpunkt erschien beim Videochat ein Gesicht, darin ein kleiner Mund. Und heraus purzelte: „Ich hab jetzt einen Freund.“

Nette Nachrichten, Kuchen backen, sich ganz seiner Liebe hingeben. Günstiger wäre es wohl gewesen, wenn er, gerade weil sie gesagt hat, dass sie sich nicht so sicher ist, einen Gang zurückgeschaltet hätte und etwas Spannung in die Sache gebracht hätte. Etwas Push-Pull beispielsweise oder nur die zynischere Art von früher statt Schokokuchen und nette Nachrichten.

Meiner Meinung nach hätten ihm ihr ein paar Gameelemente helfen können oder ihm zumindest deutlicher machen können, dass er auf dem von ihm gewählten Weg nicht weiter kommt, wenn sie einen gewissen Abstand hält. Dann muss man seinerseits ihr wieder das Gefühl geben, dass sie auch etwas verlieren kann, dass sie nicht noch mehr Abstand nehmen muss, sondern wieder anfangen muss, sich auch um einen zu verlieren. So hatte sie das Gefühl, ihn gerade nicht mehr einbeziehen zu können, weil er jedes Einbeziehen gleich genutzt hätte, um noch mehr um sie zu werfen.

Seine Idee zu kämpfen wäre also mit den falschen Mitteln umgesetzt worden.

 

Player vs. Monogamist

Roosh hat einen Artikel, wie man den inneren Player tötet. Dabei geht es nach seiner Auffassung insbesondere darum, die für den jeweiligen Lebensstil richtigen Einstellungen zu entwickeln:

Player Belief: “I’m in my prime. I should be banging a lot of girls.”

Monogamist Belief: “Thankfully I found this girl while I’m in my prime. I can enjoy her when life is richest.”

Player: “I can do better than her. I’m selling myself short.”

Monogamist: “A man can spend his whole life finding a better girl. I’m lucky that I found someone who I can enjoy the passing of time with.”

Player: “She’s not the coolest girl I’ve dated. I should call Mariana.”

Monogamist: “A failed relationship with a better girl still means you weren’t a proper match. Tasting fruit is not the same as owning the fruit tree.”

Player: “I feel more masculine when I’m hunting for pussy.”

Monogamist: “I feel more masculine when I provide for my girlfriend.”

Player: “Relationships are boring. I need more excitement.”

Monogamist: “Casual sex is shallow. There’s no deep connection or love.”

 

Player: “She’s not young enough. She’s showing signs of age.”

Monogamist: “I want to grow old with the person I love. This is what humans have done for hundreds of thousands of years.”

 

Player: “She doesn’t understand me. We’re too different.”

Monogamist: “Real compatibility takes time and mutual understanding. Don’t confuse sexual attraction with human connection.”

 

Player: “Relationships are very time consuming for little gain.”

Monogamist: “Game is very time consuming for little gain.”

In der Gegenüberstellung sieht man auch, dass es einerseits eine Kurzzeitstrategie ist, die eher auf direkte Freuden und Vorteile ausgerichtet ist und das andere eine Langzeitstrategie, bei der sich die Wirkung erst mit der Zeit zeigt und man insofern mehr einsetzt.

Das macht es wahrscheinlich auch schwierig, aus der Kurzzeitstrategie auszusteigen, wenn man sehr in ihr aufgegangen ist, weil man in ihr weniger Verpflichtungen übernimmt und seine Wünsche direkt bedient. Und es ist wohl gleichzeitig der Grund, warum die meisten nach einiger Zeit dennoch bei der zweiten Variante landen, einfach weil man ruhiger und gelassener wird und sich auch der Reiz, den die Kurzzeitstrategie hat, schnell verlieren kann, weil eben alles auf eine kurze Zeit ausgerichtet ist.

Vom Alpha zum Beta: Wandel in der Beziehung

Lucias Einwurf zu meinem Artikel „Egoistisches Gen bedeutet nicht, dass man egoistisch sein muss“ war kurz zusammengefasst, dass ein Mann, der viel riskiert, zwar möglicherweise viel erbeutet, aber auch vielleicht stirbt. Und das wäre dann wieder ein schlechter Versorger.

Die Gegenargumente wurden bereits in den Kommentaren genannt:

  1. Der Aufbau des Status kann auch mit kleineren Taten erfolgen, die nicht immer eine tödliche Gefahr beinhalten müssen.
  2. Bei der großen, sehr gefährlichen Tat stellt diese über den damit erworbenen Status Attraktivität her und dann bei sehr vielen Frauen. Dies kann genetisch das Todesrisiko wieder aufwiegen. Wenn ein normal agierender Mann im Schnitt 4 Kinder hinterläßt, ein risikobereiterer Mann aber in 50% der Fälle stirbt, aber wenn er nicht stirbt 20 Kinder hinterläßt, dann werden sich die Gene hierfür im Genpool anreichern. Auf die Frau bezogen: Bei 2 Söhnen hätte sie bei normalen Söhnen 8 Nachkommen, bei risikobereiten Söhnen aber 20 Nachkommen, auch wenn einer der beiden stirbt. Das ist natürlich nur ein sehr theoretisches Rechenmodell, zumal die allgemeine Fortpflanzungsrate der Männer ja auch nur, wie wir aus Genanalysen wissen, bei 40% lag (die der Frauen bei 80%). Das begünstigt risikobehaftetes Verhalten noch mehr, wenn man dadurch die Fortpflanzungsrate erhöht.

Der eigentliche Gedanke, der mir dann aber kam ist dieser:

Vielleicht ist genau dieser Gegensatz zwischen den guten Genen und dem riskanten Verhalten das, was eine „Beta-isierung“ für Frauen an ihren Partnern interessant macht.

Damit meine ich, dass viele Männer feststellen, dass ein Mann in der Beziehung braver, zurückhaltender, behäbiger wird und dies häufig auch aufgrund des Einflusses der Frau. Bei Vätern und auch durch die Liebe sinkt zudem der Testosteronspiegel.

Dann hätte sie aus ihrer Sicht gute Gene und einen Versorger, der mit einer höheren Wahrscheinlichkeit am Leben bleibt. Ihre (genetische, nicht tatsächliche) Hoffnung wäre natürlich dann, dass ihre Söhne sich weniger zähmen lassen und eifrig Gene streuen, um ihre Gene möglichst weiterzugeben. Insofern hätte sie dann ein Interesse daran, selbst (und bezüglich ihrer Töchter) möglichst gut im bändigen von Männern zu sein, während die Männer (sprich: ihre Söhne) selbst nach Möglichkeit nicht zu bändigen sein sollen. Was natürlich dann, da jede Frau nach möglichst guten Bändigereigenschaften hin optimiert, einen entsprechenden Wettlauf zwischen den Geschlechtern auslöst.