Was „nette Jungs“ (Nice Guys) unattraktiv macht

Ich höre gerade noch einmal in ein paar Pickup-Sachen rein und in einem Abschnitt ging es um die Frage, was einen „netten Mann“, einen „Nice Guy“ unattraktiv macht und inwiefern man aus dessen Fehlern lernen kann und nett, aber dabei eben nicht unattraktiv sein kann.

Nach den dortigen Sprechen ist das Problem, dass der „Nette“ zu sehr darauf bedacht ist, ihr alles Recht zu machen, ohne dabei die Verantwortung zu übernehmen. Er richtet sich damit allein nach ihr aus, und das häufig auf eine Weise, die deutlich macht, dass er einer negative Bewertung durch sie vorbeugen will.

Er hat also mal etwas deutlicher keine Eier und will Verantwortung an sie abgeben. Deswegen soll sie entscheiden, wohin man essen geht, deswegen richtet er sich ganz nach ihrem Willen, deswegen stimmt er ihr zu, wo er kann und versucht ihre Gunst etwa durch Geschenke zu erkaufen.

Sein Mantra ist dann: „ich habe doch alles genau gemacht, wie du es wolltest und war immer nur nett, warum liebst du mich nicht?“, sprich auch hier muss sie eigentlich wieder die Verantwortung übernehmen, er richtet sich regelrecht passiv nach ihr.

Das „attraktive Arschloch“ hingegen hat vielmehr auch seine eigenen Interesse im Auge und richtet sich weniger nach ihr. Das spricht nicht nur für ein höheres Selbstbewußtsein, es macht die Interaktion auch wesentlich ungewisser und gefühlsbetonter, sprich es kann eher Drame und Spannung erzeugen, etwas, aus dem Frauen wesentlich eher eine Attraktivität aufbauen können als bei einem beständigen „Auf das Podest stellen“.

Aus dem würde folgen, dass man durchaus nett und attraktiv sein kann, nur muss man sie dann eben nicht aufs Podest stellen und alle Verantwortung auf sie verlagern.

Vergleiche auch:

 

 

(P.S.: 3000 Artikel! Yeah)

Hass auf das andere Geschlecht, weil Mitglieder dieses Geschlechtes einem übel mitgespielt haben

Bei Erzählmirnix gab es einige interessante Diskussionen, einen Aspekt will ich hier mal rausnehmen:

Nick schreibt dort:

Wer noch nie in seinem Leben die ganze Weiberschaft samt und sonders hätte an die Wand klatschen können, der werfe nur die erste Tomate.

Da geht es darum, dass man bei einer Überreaktion die Sache auch nicht zu ernst nehmen sollte und es einfach mal ein kleines Tief sein kann. Da wird der Wunsch üblicherweise nicht ernst gemeint sein und eher eine Übertreibung eines bestimmten Gefühls sein.

Erzählmirnix kommentiert dazu:

Ich kann von mir behaupten, das noch nie (über Männer) gedacht oder gesagt zu haben. Ich weiß dass das viele mal sagen, im Ärger, ohne es so zu meinen und so weiter und so fort, aber ich frage mich da immer “Kennt ihr wirklich keine einzige Frau die ihr schätzt? Habt ihr keine Mutter, Schwester, Oma, Freundin, Lehrerin oder sonstige, die ihr mögt????” Ich kenne so viele nette Männer, ich käme echt nicht auf die Idee wegen einer Enttäuschung durch einen Idioten diese ganzen Männer als unwert zu erklären.

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, das ich dachte, dass alle Frauen Mist sind und darüber bin ich durchaus recht froh. Es ist glaube ich wichtig zwischen der Enttäuschung über einzelne Menschen, die einer Gruppe zugehörig sind, und der Gruppe zu unterscheiden. Zu schnell werden persönliche Erfahrungen da übertragen und ein „weil das ein paar Personen der Gruppe gemacht haben, ist die ganze Gruppe Mist“ aufgebaut. Selbst wenn sich Angehörige der Gruppe einem selbst gegenüber auf eine bestimmte Weise verhalten, sollte man auch überlegen, ob das evtl. mit einem selbst zusammenhängt und warum andere wesentlich positiver gegenüber der Gruppe denken.