Der Mann als Beschützer und Fremden helfen, die blöd angemacht werden.

Merle Stöver schildert folgendes:

Ich nehme an, dass sie statt ignorieren reagieren meint. Interessant wäre gewesen, was eigentlich gesagt worden ist. Aber gut, man kann sich denken, dass es nichts sehr gehaltsvolles war.

Es stellt sich natürlich die Frage: Warum hätte jemand reagieren sollen, wenn sie schon weiter ist und anscheinend der Situation dadurch entgeht, dass sie den Weg fortsetzt?

In den Tweets darunter berichtet jemand, der in einer anderen Lage mal geholfen hat:

Der weiße Ritter zu sein ist eben ein häufig ein undankbarer Job, der einen allenfalls selbst einer Gefahr aussetzt.

Und die Situation, dass sie die Hilfe gar nicht wollte, tritt sehr schnell ein. Es bringt eben nur Ärger und zusätzlichen Aufwand für sie zu reagieren. Und der Gewinn für die Person selbst durch eine Bestrafung der anderen ist sehr gering, die Kosten aber vergleichweise hoch. 

 

 

Konservative Geschlechterrollen: Der Mann als Beschützer

Da dem Mann insoweit im weiteren das „Außen“ zugewiesen war und der Frau das „Innen“ im Sinne eines Heimes, war er auch verantwortlich dafür, den Schutz der Frau sicherzustellen. Natürlich zuallererst seiner Frau, aber aus der Übernahme der generellen Schutzfunktion eben auch schließlich aller Frauen und natürlich seiner Kinder und daraus folgend allen Kindern.

Das wirkt sich sowohl in einem Militärdienst bzw. der Pflicht, in den Kampf zu ziehen als auch dem sonstigen Schutz aus.

Auch hier ist ein evolutionärer Bezug natürlich vorhanden, denn der Schutz der Kinder und seiner Frau vor allen Gefahren stellt natürlich zum einen tatsächlich einen wichtigen Teil der Sicherstellung der Weitergabe der Gene dar und es dürfte auch Attraktivitätsmerkmale bedienen, da die Frau eben auf Schutz in vielen Situationen angewiesen war. Natürlich umfasste dies auch den Schutz vor Konkurrenz, also Mate Guarding.

Aber auch hier wurde das ganze im Wege eines Essentialismus ausgebaut: Ein echter Mann beschützt alles, er ist in der Lage Gefahren abzuwehren und ist er dies nicht, dann ist er eben auch kein echter Mann und damit entbehrlich: Der Ursprung des „disposable Mann„.