Hillary: „Ich bin überzeugt: Ja, die Zukunft ist weiblich“

Wie wird die Präsidentenwahl in den USA ausgehen?

Ab morgen wird gewählt, die Ergebnisse gibt es dann wahrscheinlich erst Mittwoch morgens. Hier schon mal eine Umfrage, was ihr zum Ausgang meint.

Ich halte alles für möglich. Ähnlich wie die AfD ist auch Trump schwer einzuschätzen und hat Protestpotential. Hillary Clinton hat das Glück, dass die FBI-Ermittlungen vorerst eingestellt worden sind, was es einigen Wählern vielleicht einfacher macht für sie zu stimmen und das weitere Glück, dass Trump eben für viele ein absolutes NoGo ist, während man sie zwar für korrupt etc hält, aber das letztendlich ja der Ruf aller Politiker ist.

Es dürfte auch interessant sein, ob Wikileaks noch etwas in die Runde wirft, was sich auswirkt.

 

Hillary Clinton und der Feminismus

Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin ist in vielerlei Hinsicht sehr interssant:

1. Die erste weibliche Präsidentin und weibliche Wähler

Hillary Clinton setzt nach allem was ich höre sehr darauf, dass sie als Frau die erste weibliche Präsidentin wäre und fordert darüber Frauen auf, endlich einmal Frauen in eine, insbesondere diese Machtposition zu heben. Es ist nach einigen Berichten ein nicht geringer Teil ihrer Wahlkampfposition das sie eine Frau ist.

In den Parteiinternen Vorwahlen für die Wahl des dortigen Kandidaten konkurriert sie mit Bernie Sanders, einem älteren Kandidaten, der sehr links ist und im Gegensatz zu Clinton, die ja mit diversen Parteispenden großer Unternehmen und dem Netzwerk ihres Mannes an den Start geht, eher als Vertreter des Volkes gilt.

Dabei scheint Sanders, der vorher als krasser Aussenseiter gehandelt worden ist, nunmehr eifrig Boden gut zu machen und es gilt durchaus als wahrscheinlich, dass er sich in den Vorwahlen gegen Clinton durchsetzt (und dann wahrscheinlich gegen Trump antritt).

Eine interessante Grafik ist in diesem Tweet enthalten:

Clinton Sanders Frauen

Clinton Sanders Frauen

Wie man sieht gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den Generationen: Die Frauen ab 40 stehen etwas mehr auf Clintons Seite, während jüngere Frauen bis 40 sehr deutlich in Sanders Lager stehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass gerade die älteren Frauen eher noch als die Jüngeren eine weibliche Präsidentin wollen und ihnen, da schon verheiratet, mit Kindern und ausgesorgt der Sozialstaat vielleicht auch weniger wichtig ist, sie also insofern konservativer sind als die jüngeren Frauen, denen der linkere Ansatz von Sanders besser gefällt.

2. Was sagt das über feministische Theorie aus?

Eigentlich sollte man meinen, dass die jüngeren Frauen die feministischeren sind. Sie sind mit weit weniger strengen Rollen groß geworden, für sie ist die Forderung nach Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit.

Nimmt man aber gleichzeitig die Theorien, dass die Frauen nach wie vor unterdrückt sind und wir in einer Rape Culture leben, die durch weiße alte Männer verursacht ist, dann wäre Sanders quasi als alter weißer Mann deren Repräsentant.

Zudem sagt die feministische Theorie auch immer wieder, dass man das Patriarchat eben daran erkennen kann, dass überall weiße alte Männer an der Spitze sind und es Frauen bräuchte um Politik für Frauen zu machen.

Es wird immer gerne darauf verwiesen, dass Vorbilder enorm wichtig sind und insofern Frauen die Probleme von Frauen am besten lösen können, zumindest sofern sie nicht selbst Sexismus internalisiert haben.

Den amerikanischen Frauen bis 40 scheint das aber relativ egal zu sein. Sie gehen anscheinend davon aus, dass ein Mann ihre Position wesentlich besser vertreten kann als eine Frau.

Das finde ich auch nicht ungewöhnlich, ich hatte dazu schon in dem Artikel „Frauen, die Männer als Vertreter von Fraueninteressen wählen“ geschrieben, dass das Geschlecht recht wenig darüber aussagt.

Aber es verstößt meiner Meinung nach gegen einige Grundlagen der feministischen Theorie: Wer die Umsetzung von Fraueninteressen nur am Frauenanteil festmacht, der unterschlägt, dass es im Interesse von Frauen liegen kann, Männer zu wählen.

3. Die Gegenmaßnahmen

Es ist auch interessant, was dann kritisiert worden ist.

Zunächst wurden beklagt, dass bestimmte männliche Anhänger von Bernie Sanders zu aggressiv auftreten würden und es wurde dafür der Begriff „Bernie Bros“ gebildet, wobei man „Bros“ wohl als klassische feministische Abwertung sehen kann, es geht aus meiner Sicht etwas in Richtung „Macker“.

An endless flow of original content produced by a candidate’s loyal supporters should be a campaign’s dream — the virtual equivalent of millions of homemade Bernie signs dotting the lawns of American voters. Recently, however, those same supporters have drawn criticism for the tone and direction of their fandom, which both Clinton’s campaign and the media have characterized as sexist. In her endorsement of Clinton, columnist Joan Walsh described this vitriolic subculture as “the Berniebot keyboard warriors.” But the rest of the Internet knows them better as Bernie Bros.

The Bernie Bros have become enough of an issue that Sanders himself addressed them during a Sunday interview on CNN’s “State of the Union. “It’s disgusting,” he said. “Anybody who is supporting me and who is doing sexist things, we don’t want them. I don’t want them. That is not what this campaign is about.”

Man darf davon ausgehen, dass die meisten „BernieBros“ eher links sind, aber anscheinend hindert das die Mackerbezeichnung nicht.

Dann hat die bekannte Feministin Gloria Steinem interessantes gesagt:

The other night, Steinem, 81, told comedian Bill Maher that millennial women are flocking to Vermont Sen. Bernie Sanders instead of former Secretary of State Hillary Clinton in the Democratic presidential contest because, basically, they want dates. Eventually, she implied, they will come to their senses.

“They’re going to get more activist as they get older,” Steinem said, implying that a vote for Sanders is not an activist vote. “And when you’re young, you’re thinking ‘Where are the boys?’ The boys are with Bernie.”

“Now if I said that — ‘Yeah, they’re for Bernie cause that’s where the boys are’ — you’d swat me,” Maher said.

“No, I wouldn’t,” replied Steinem. Um, maybe not, but everyone else would.

On Sunday, recognizing the disservice she has done to her candidate, Steinem posted a non-apology on Facebook: “In a case of talk-show Interruptus, I misspoke on the Bill Maher show recently, and apologize for what’s been misinterpreted as implying young women aren’t serious in their politics.”
That was no misinterpretation. That was exactly what she implied. And that was exactly what she meant. She is wrong, of course, but that’s exactly what she intended to say.

Meine These ist, dass Feministinnen immer abfällig über Frauen reden werden, wenn diese Entscheidungen treffen, die nicht ihrer Ideologie entspricht, sofern sie darauf direkt angesprochen werden. Dieses „Frauen sind unmündig“ ist ein sehr fester Bestandteil feministischer Theorie, der zwar so nicht ausgesprochen wird, aber in vielen Teilen enthalten ist.

Ein Beispiel ist der „verinnerlichte Sexismus

Verinnerlichter Sexismus ist eine unfreiwillige Reaktion auf Unterdrückung, die ausserhalb der eigenen Gruppe entsteht und dazu führt, dass Mitglieder der Gruppe sich selbst und gegenseitig verabscheuen und für die eigene Unterdrückung verantwortlich machen – anstatt zu erkennen, dass diese Meinungen durch das unterdrückerische, sozio-ökonomisch-politische System konstruiert werden.

(…)

Die Folgen, sich diese Rolle zu Eigen zu machen, sind ein enormes Reservoir an Selbsthass. Kein wirklich wahrgenommener oder hingenommener Selbsthass, die meisten Frauen würden das leugnen. Er kann sich dadurch ausdrücken, sich in seiner eigenen Rolle unwohl zu fühlen, als Gefühl der Leere, als Taubheit, Unruhe oder lähmende Ängstlichkeit. Es kann sich auch in einer Verteidigung der eigenen Rolle äußern. Aber er existiert, oft unterbewusst, vergiftet ihr Dasein, entfremdet sie von sich selbst und ihren eigenen Bedürfnissen, lässt sie auf andere Frauen wie eine Fremde wirken. Es folgt der Fluchtversuch: Identifikation mit dem Unterdrücker,, durch ihn leben, Status durch seine Macht und seine Errungenschaften erlangen. Und dadurch, sich nicht mit anderen “leeren Hüllen” zu identifizieren, wie sie selbst es sind. Frauen identifizieren sich nicht mit anderen Frauen, die ihre eigene Unterdrückung, ihren zweitrangigen Status, ihre eigenen Selbstzweifel widerspiegeln. Eine andere Frau damit zu konfrontieren ist letztendlich die Konfrontation mit dem eigenen Selbst, das man vermeiden wollte. Und in diesem Spiegel wissen wir, dass wir das, zu dem wir gemacht wurden, nicht wirklich lieben und respektieren können.

Oder Anita Sarkeesian, bei ihren Ausführungen, dass es im Feminismus nicht darum geht, was Frauen wollen, sondern, was sie frei macht:

First of all, the choice arguments are fundamentally flawed because they assume a level of unmitigated freedom for women that simply doesn’t exist. Yes, we make choices, but these are shaped and constrained by the unequal conditions in which we live. It would only make sense to uncritically celebrate choice in a post-patriarchal world.

Ein anderes Beispiel, dass auch häufiger kommt, ist, dass die Frauen sich eben an die Männer anbiedern wollen und deswegen gemeinsame Sache mit dem Patriarchat machen. Diese greift Gloria Steinem hier auf.

Aus dem oben verlinkten Artikel heißt es dazu:

The idea that women become more radicalized as they age and men become more conservative is an article of faith for Steinem-era feminists. Steinem has often said that girls refuse to call themselves “feminists” because they don’t want to compromise their ability to get a date on Saturday night. What she told Maher was simply a 2016 version of something she’s been saying for decades.

Ordnet man das in ältere feministische Diskussionen ein, wie die Unterdrückung der Frau durch die Zwangsheterosexualität und ihre Einordnung in die Gesellschaft lediglich als Partnerin eines Mannes, dann macht das Argument innerhalb dieser feministischen Sicht durchaus Sinn. Sie hat es eben nur an der falschen Stelle gebracht.

Die Politikerin Madeleine Albright appellierte wie folgt an die weiblichen Wähler:

(On Saturday, apparently competing with Steinem for worst campaign surrogate, former Secretary of State Madeleine Albright made a similarly obnoxious gaffe. Addressing young women in New Hampshire, she said, “Young women have to support Hillary Clinton. … And just remember, there’s a special place in hell for women who don’t help each other.”

Also schlicht das, was die feministische Theorie so durchaus hergibt: Frauen müssen zusammenhalten und Frauen unterstützen.

Herrlich finde ich, was Clinton zu diesen Bemerkungen gesagt haben soll:

Clinton compounded the insults on Sunday, when she was asked about Steinem and Albright on “Meet the Press.” “Good grief,” she declared disingenuously. “We’re getting offended by everything these days. People can’t say anything without offending somebody.

Das sollte eigentlich auch der letzen intersektionalen Feministin deutlich machen, dass sie keineswegs eine der ihren ist. Anscheinend ist ihr gar nicht hinreichend bewußt, dass alles aber auch wirklich alles problematisch ist.

4. Relativierungen

In dem verlinkten Artikel ist noch ein interessanter Absatz dazu, warum man als intersektionale Feministin Clinton ablehnen kann, obwohl sie eine Frau ist:

Let me back up for a moment and acknowledge that it’s perfectly possible that millennial women are being swayed against Clinton by sexist forces that permeate our culture so insidiously we don’t even recognize them anymore. No one is totally immune to the conservative — and sexist — drumbeat against Clinton, which has been pounding in the background of our national political soundtrack for two-and-a-half decades: She is shrill, she is dishonest, she is corrupt, blah, blah, blah.

But it’s also possible, and far more likely, that they may simply dislike her for lots of valid reasons: her coziness with Wall Street, her $675,000 in Goldman Sachs speaking fees, her vote in favor of the Iraq war, her collusion against women who accused her husband of sexual improprieties, and, just maybe, her inability to understand why Steinem and Albright’s remarks were offensive.

And they may find in Sanders an idealistic, authentic politician who abhors the toxic influence corporations have on our political institutions and thinks college educations should be free.

But they are certainly not flocking to Sanders because they want a date.

They all have Tinder for that.

Man kann also Clinton insbesondere als Vertreterin der „herrschenden Klasse“ und auch, weil sie sich sonst unfeministisch verhalten hat, ablehnen und eben auch, weil sie intersektionalen Feminismus nicht versteht.

Dass Sanders das dennoch besser verkörpert als eine Frau ist eine interessante Sache und ich kann mir vorstellen, dass man das als Argument durchaus noch häufiger bringen kann.

Interessant auch ein Artikel bei der Mädchenmannschaft:

Und auch wenn Steinem mittlerweile auf Facebook sagte, dass sie das alles so natürlich nie gemeint hätte – die Aussage hat ihre Runden gemacht. Und sie ist auf verschiedenen Ebenen gefährlich (und passt allzu gut in – nicht nur US-amerikanische – Vorstellungen, wie Frauen zu Politik zu verorten sind). Zum einen spricht sie sehr vielen ‚jungen Frauen‘ (wer auch immer genau damit gemeint ist) ihre politische Eigenständigkeit ab; die Aussage ist zum anderen hetero_sexistisch und paternalistisch. Sie wiederholt ein klassisches Bild von Frauen, die keine eigenen Meinungen haben und ausschließlich im Bezug auf Männer handeln.

Ich finde die Aussage interessant, weil sie für das klassische Zwidenken im Feminismus steht. Man darf Frauen nicht ihre eigene Meinung absprechen. Aber alle konkreten Meinungen von Frauen, die uns nicht gefallen, sind Ausdruck des internalisierten Sexismus und der Rollen, die ihr Denken prägen.

Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin

Den Medien nach soll Hillary Clinton heute erklären, dass sie erneut für die Demokraten als Präsidentin antreten will.

Hillary Clinton

Hillary Clinton

Ihr werden dabei bei den Vorausscheidungen durchaus gute Chancen zugerechnet, allerdings war dies 2008 auch schon der Fall, bis sie dann gegen den damals zumindest in Europa noch relativ unbekannten Barak Obama verlor.

In der FAZ heißt es dazu:

Hillary Clinton wäre die erste Kandidatin der Demokraten, die ihre Bewerbung um die Nominierung durch die Partei offiziell anmeldet. Und sie wäre die aussichtsreichste. Unter demokratischen Parteigängern ist Clinton beliebt wie niemand sonst.Eine Umfrage des TV-Senders NBC und der Zeitung „Wall Street Journal“ vom 9. März ergab, dass 86 Prozent der demokratischen Wähler eine Kandidatur Clintons unterstützen würden. Nur 54 Prozent sprachen sich in derselben Umfrage für den amtierenden Vizepräsidenten Joe Biden aus. Es folgen die Senatorin Elizabeth Warren (Massachusetts) vom linken Parteiflügel mit 51 Prozent und – weit abgeschlagen – die früheren Gouverneure Jim Webb (Virginia) und Martin O’Malley (Maryland).

Insofern könnte auch hier eine „familiäre Nachfolge“ auftreten, zwar nicht der Sohn auf den Vater, wie bei Bush, aber die Ehefrau auf den Ehemann.

Es wäre interessant, was das bewirkt. Schließt man von Merkel auf Clinton, dann müsste man wohl vermuten: Nicht viel. Ich würde nicht sagen, dass die CDU mit einer Bundeskanzlerin nun so viel feministischer geworden ist. Allerdings wäre es schon interessant, was das Patriarchat hier wieder macht: Mit Deutschand und den USA hätten dann zwei sehr große und wirtschaftsstarke Länder der westlichen Welt weibliche Lenkerinnen. Dennoch wird der Feminismus damit das Patriarchat nicht für beendet erklären.

Das Verhältnis zu Hillary Clinton ist ohnehin angespannt: Sie ist keine Vertreterin eines Genderfeminismus in queerer Form. Sie hat vielmehr bereits Unmut auf sich gezogen, etwa als bekannt wurde, dass sie seinerzeit als Rechtsanwältin einen Mandanten vertreten hat, der ein 12jähriges Mädchen vergewaltigt haben soll.

Ein interessanter Bericht mit dem Titel „Hillary Clintons Krieg gegen die Frauen“ bespricht die Sache an sich und die Reaktionen:

Last week liberal activists were denouncing George Will for questioning the lack of due process for accused rapists on campus. Then the Washington Free Beacon posted a tape in which Hillary Clinton had a good laugh discussing how she freed a child rapist that she knew was guilty from prison.

Hillary had become the Democratic Party’s official “Role Model for Women” through her willingness to stand by her powerful husband during his affairs, cover up his sexual harassment of other women and even target those women for daring to speak out against her husband.

Now the face of the Democratic Party’s bid to make feminist history in 2016 was caught on tape cheerfully recollecting how she accused a 12-year-old girl, in formal legal language, of being a mentally ill slut. Or as the Washington Post’s Melinda Henneberger put it, “The ‘little bit nutty, little bit slutty’ defense has a long, ugly history. It’s jarring to see it trotted out against a kid by a future feminist icon.”

Suddenly the social justice warriors who were denouncing due process, such as access to legal counsel, for campus rapists being tried by student committees, became big fans of due process for rapists.

As with Whoopi Goldberg, it was all about who was doing the raping and who the rapist’s lawyer was.

Amanda Marcotte, of Slate and The Daily Beast, as well a blogger for John Edwards, another noted defender of women, had called critics of the Duke Lacrosse case “rape-loving scum” and suggested that George Will was a “rape apologist” for questioning some questionable rape cases.

But when Hillary Clinton was outed as a “rape apologist” and “rape-loving scum”, Amanda became a “rape apologist” explaining why being “rape-loving scum” was actually a good thing.

“Hillary Clinton Knows Rape Is No Laughing Matter”, she wrote, describing a tape in which Hillary Clinton is laughing while talking about rape.

With a desperation only previously known to members of the Communist Party after Khrushchev had denounced Stalin, Amanda explained that Hillary Clinton might have called a 12-year-old victim of child rape a mentally ill slut, but it wasn’t her fault.

It was society’s fault.

“While it’s always unpleasant to hear defense attorneys try to sow doubt about an accuser’s trustworthiness, the blame for this should not lay on the shoulders of those who have an obligation to defend their clients. The blame should lay on society for perpetuating the myth that false accusations are common” she wrote.

Don’t blame Hillary Clinton for her horrible evil lie about a raped little girl. Blame a society that gave Hillary the idea that she could get away with it.

This is a good defense because it can be used for any of the many lies told by Hillary Clinton. Don’t blame her for lying about landing in Bosnia under sniper fire. Blame a patriarchal society which values military heroics over defending child rapists. Don’t blame her for lying about being named after Sir Edmund Hillary. Blame a society which prioritizes climbing large mountains over stealing White House furniture and covering up for your husband’s history of sexual abuses.

Marcotte, like many of Hillary’s defenders, claims that Hillary Clinton had no choice but to do what she did in support of a “constitutionally mandated right of the accused to an adequate defense.”

But the Constitution does not mandate that the accused must have a lawyer. Only that he has a right to one if he can find one. The public defender was another invention of a liberal activist judiciary. And even so, there was no legal obligation for Hillary Clinton to defend him. The child rapist already had a lawyer.

He wanted a female lawyer. And Hillary, looking to her career, agreed.

Hillary Clinton served the same role for the child rapist as she did for her husband by letting a sexual predator use her gender for political cover against the women he had victimized.

The child rapist was entitled to a lawyer. He was not entitled to Hillary Clinton. The Founders never wrote that one into the Constitution. Not even the Warren Court did that. Nor did her choice to undertake the defense of her client trump her moral and ethical obligations as a human being.

Being a defense attorney does not free one from the basic standards of right and wrong. The Nuremberg Defense did not work for soldiers. It certainly does not work for lawyers.

If an action is wrong when undertaken by an individual, it is also wrong when undertaken by a lawyer.

Gawker’s Jezebel blog had demanded that George Will be fired. “Are victims of rape and domestic violence… the final politically acceptable punching bags for opinion pages?” it asked. The answer is yes, if they are Bill or Hillary Clinton’s victims because when it came to the Hillary rape tape, Jezebel began making excuses.

Hillary supporters at Correct the Record claimed that the rape tape was distracting from her record. But the rape is very much a part of her record. It shows how far she is willing to go to win and what tactics she is willing to use. It also once again shows her contempt for the gender that her party claims she represents in political life.

“The desperate attempts to get Clinton’s name in a headline with the word “rape” bespeak of a conservative movement that can’t imagine that rape as anything but a hot button word to try to damn political opponents with,” Amanda Marcotte writes in a convoluted coda to an article so morally convoluted that it ought to have its own law degree.

As her own behavior demonstrates, the social justice warrior crowd doesn’t really believe rape is wrong. It believes that rape is a useful political weapon. It believes the same thing about racism and a host of other ills. It is even willing to use gay smears against Republican politicians while campaigning for gay rights.

The pass that both Clintons have gotten is proof of how seriously the Democrats take women’s rights. Not to mention the same pass that another courageous liberal defender of women, Ted Kennedy, got. Marcotte jumps into a Pavlovian frenzy every time some Republican somewhere says something about rape. But when it comes to Democrats who don’t just talk, but who actually abuse women, she jumps up as the counselor for the defense.

Like most of the left, she puts her ideology first and sisterhood last. And that was exactly what Hillary Clinton did when she put a child rapist ahead of his victim and her husband ahead of his victims.

“Feminists don’t criticize conservatives for rape-complacent or ever rape-apologetic statements or policies because they’re trying to score cheap political points. They very sincerely believe that these people stand in the way of justice for rape victims, often for very good reason. There is no reason to think that of Clinton,” Amanda Marcotte writes.

Aside from the time that Hillary Clinton prevented a child rapist from going to jail for raping a child, there is no reason to think that she stood in the way of justice for rape victims.

How many child rapists do you have to free before you officially stand in the way of justice for rape victims? One. Marcotte has accused Christians of having beliefs that blame women for rape. It’s not a good description of Christians, but it is a surprisingly good description of Hillary Clinton.

In the Blair Papers, also turned up by the Free Beacon, Hillary blamed Bill Clinton’s affairs on her failure to be “sensitive enough” to him. She also appeared to believe that Bill’s behavior was the fault of by being raised by two women.

Hillary Clinton not only didn’t hold her husband responsible for his sexual harassment of other women, she blamed the women, she blamed the women who raised him and finally she blamed herself. And that wasn’t a sexist worldview that she reserved for Democrats.

When Senator Bob Packwood, a liberal Republican, was accused of sexual harassment, Hillary dismissed the “whiney women” because she needed the famously pro-abortion senator on health care.

In public, Hillary Clinton mouths all the right platitudes about women, girls and sexual assault. In private, another Hillary comes out of the closet.

This is the Hillary who blames women for the abusive actions of powerful men; even when she is one of those women. The real Hillary is not only not a feminist icon, but she is much closer to the stereotype that leftist activists have of Christians and conservatives.

Hillary Clinton blames women for being sexually assaulted and raped. Having tethered her career to a serial predator, she can only get ahead by tearing down women in private while talking them up in public. The real Hillary is a neurotic living a lie who hates herself and her own gender.

The real Hillary despises women and identifies with the men who victimize them.

Hier wird schon einiges an der Doppelmoral gerade von einer radikalen Feministin wie Amanda Marcotte deutlich. Wo sie sonst das gleiche Verhalten verurteilt ist es jetzt doch irgendwie okay.

Ich bin daher auch gespannt, wie sich der deutsche Feminismus verhalten wird. Dieser ist ja üblicherweise sehr streng in solchen Fragen, andererseits wird man eine Frau als US-Präsidentin sicherlich gerne wollen. Ich vermute, dass man es daher eher totschweigt und gar nicht groß erwähnt, dass sie kandidiert, allenfalls mit einem Link in einem der Linkübersichtsartikel.

 

Hillary Clinton will 2012 aus der Politik aussteigen

Hillary Clinton hat angekündigt, 2012 aus der Politik auszusteigen:

US-Außenministerin Hillary Clinton will im kommenden Jahr ihre politische Karriere beenden. Nach der Präsidentschaftswahl im November 2012 wolle sie keiner Regierung mehr angehören, sagte sie am Mittwoch in einem in Kairo geführten Interview mit CNN. Sie wolle das Außenministerium verlassen und habe auch kein Interesse am Amt des Verteidigungsministers. Eine neuerliche Präsidentschaftskandidatur reize sie ebensowenig wie das Amt des Vizepräsidenten, fügte sie hinzu.

„Ich habe das beste Amt, das ich mir vorstellen kann“, sagte die Außenministerin. „Ich kann mir nichts vorstellen, das derart herausfordernd, schwierig und befriedigend ist.“ Das Amt der Außenministerin werde ihr letztes Amt sein, fügte die 63-Jährige hinzu. Danach wolle sie sich dem Eintreten für Bürgerrechte widmen, vor allem für Frauen und Kinder.

Nun heißt es bei Politikern nicht viel, wenn sie irgendetwas erklären. Aber ich vermute, sie hat sich ausgerechnet, dass ein erneuter Wahlkampf gegen Obama eine harte Sache sein wird. Warum sie auch die weiteren Amtsgeschäfte niederlegen will wäre interessant. Reizt sie die Macht, der Wettbewerb um das Amt, nicht mehr?

Es wäre interessant, ob andere Frauen 2012 in das Rennen um die Präsidentschaft einsteigen. Sarah Palin würde ich keine wirklichen Chancen ausrechnen, dazu ist sie zu sehr Witzfigur, aber die Amerikaner haben ja auch eine gewisse Liebe für den Underdog, der sich aus den Vorwahlen emporschwingt.

Mir wäre es eigentlich fast ganz lieb, wenn wir mal ein paar weibliche Staatsoberhäupter hätten, vielleicht am besten gleich in den wesentlichen Industrienationen. Ändern würde es wahrscheinlich auch nicht viel, denn um an die Spitze zu kommen muss man eh recht abgebrüht sein, ich glaube nicht, dass sich die Politik so viel verändert. Eher können Frauen härter gegen Frauen sein, weil sie sich weniger dem Ruf der Frauenfeindlichkeit aussetzen müssen. Dafür könnte man das „Wenn Frauen an der Macht wären, dann wäre alles besser“ dann endlich mal abhaken.