Partnerbörsen und was die Leute für einen Partner wollen: „Die Ressource gebildeter Mann wird knapp“

In einem Interview werden interessante Daten aus einer Partnerbörse mitgeteilt:

ZEITmagazin ONLINE: Gibt es typische Lebensalter, in denen sich User anmelden?

Kahlke: Schon Mitte 20 stellen viele fest, dass der Baukasten doch nicht das große Glück verspricht. Besonders Frauen sind enttäuscht vom Dating. Sie vergrößern damit zwar die Zahl ihrer potenziellen Partner, aber es geht eben nur um Sex.

Dann gibt es die, die sich lange genug amüsiert haben und an Familie denken. Sie stellen fest, dass Dating funktioniert, aber dafür zu leichtfüßig ist. Dann sieht man sich nach etwas Ernsthaftem um. Das wird als richtiges Projekt betrieben, oft zu Neujahr. Wir sehen am Jahresbeginn einen dramatischen Anstieg der Zahlen in den Plattformen.

Und dann gibt es noch die Frauen ab 35, 40. Sie sehen an ihrem Umfeld, dass Familie jetzt wichtig und der Job nicht alles ist. Dann natürlich die ersten Trennungen. Mit Mitte 40 sind sehr viele schon wieder geschieden. Die gehen auch online.

Der große Einbruch im Gehalt kommt eben auch in der Zeit um die 30, wenn die Frauen die ersten Kinder bekommen und viele wollen dann ganz bewußt einen Beruf in dem sie auch etwas Zeit für die Kinder haben.

Frauen urteilen strenger

Männer finden Frauen auf Dating-Plattformen im Schnitt viel besser als umgekehrt
Gemeinsamkeiten/Konflikte bei Sachfragen innerhalb möglicher Koalitionen

ZEITmagazin ONLINE: Frauen bewerten Männer deutlich kritischer als Männer Frauen. Das zeigen jedenfalls die Daten Ihrer ehemaligen Kollegen von OKCupid. (Siehe Grafik.)

Die Privilegien der Frauen schön gefunden zu werden.

Was sicherlich auch daran liegt, dass Frauen eher bestimmte Typen gut finden und Männer sich weit eher einig sind.

Kahlke: Frauen versuchen noch stärker als Männer, zu optimieren, den perfekten Partner zu bekommen. Seit etwa zehn Jahren haben wir nun auch noch mehr Uni-Absolventinnen als -Absolventen. Eine größere Menge gebildeter Frauen sucht also mindestens genauso gebildete Männer, die immer seltener werden. Und nicht alle gebildeten Männer suchen gebildete Frauen, sondern oft auch attraktive Frauen mit weniger Bildung. Kurzum: Die Ressource „gebildeter Mann“ wird knapp.

Frauen wollen eben eher „nach Oben“ heiraten, Männer sind in der Hinsicht auch eher bereit „Nach unten“ zu heiraten, wobei damit der soziale Status und das Einkommen gemeint ist. Natürlich hat eine hübsche Frau aber so gesehen bereits wegen ihrer Schönheit einen gewissen Status.

ZEITmagazin ONLINE: In den USA ist das Missverhältnis unter Akademikern noch größer. Während es in Deutschland sieben Prozent mehr Uni-Absolventinnen gibt, sind es dort 35 Prozent – mit fundamentalen Auswirkungen auf die Datingkultur. Viele Männer haben keine Lust mehr, in feste Beziehungen zu gehen.

Kahlke: Bildung ist tatsächlich das Hauptattribut, das der Mann mitbringen sollte. Es ist das Hauptelement der Attraktivität, und nicht äußerliche Merkmale.

Also lieber einen nicht so hübschen mit Universitätsabschluss. Interessant wäre da eine Aufschlüssung nach dem Studienfach.

Äußere Werte

Schöne Frauen ertrinken in Kontaktanfragen, bei Männern ist der Effekt nicht entfernt so ausgeprägt
Gemeinsamkeiten/Konflikte bei Sachfragen innerhalb möglicher Koalitionen

ZEITmagazin ONLINE: Für Männer scheint das Aussehen von Frauen weiter entscheidend. OKCupid-Daten zeigen, dass Frauen, die sehr attraktiv sind, um Größenordnungen mehr Kontaktanfragen bekommen, bei schönen Männern ist dieser Effekt längst nicht so ausgeprägt. (Siehe Grafik.) Gibt es Frauen, die online praktisch überrannt werden und davor dann zurückschrecken?

Kahlke: Die gibt es. Solche attraktiven Frauen und auch attraktive Männer sind deshalb eher auf Portalen, auf denen es anonymer zugeht, wo man die Bilder erst zu einem späteren Zeitpunkt freischalten kann. So können sie sich verstecken.

Auch interessant, sehr schöne Männer haben auch einen deutlichen Vorteil, aber insgesamt erhalten alle Männer sehr wenig Anfragen und es wird eher erwartet, dass sie selbst aktiv werden.

ZEITmagazin ONLINE: Würden wir unsere Beziehungen ausschließlich nach dem Aussehen des Partners wählen, wären wir wahrscheinlich schon ausgestorben. Die OKCupid-Daten zeigen jedenfalls Erschreckendes. So finden Männer überwiegend 20-jährige Frauen attraktiv – egal, ob sie selbst 20, 40 oder 60 sind. Frauen hingegen finden Männer attraktiv, die ungefähr in ihrem Alter sind. (Siehe Grafik.)

Kahlke: Evolutionär bedingt achten Männer auf das Alter der Frauen, um gesunden Nachwuchs zu bekommen, das ist nun mal bei jungen Frauen wahrscheinlicher. Frauen hingegen brauchten früher einen Versorger mit Kraft und Status. Heute ist alles anders, aber die archaischen Muster bleiben erhalten. Frauen sagen heute, es ist interessant für mich, einen Partner zu haben, der auf meinem Niveau oder darüber ist. Muskeln sind nicht mehr wichtig, aber dafür eben die Bildung, weil sie Status und Erfolg und damit ein besseres Leben verspricht.

Der miese Sexist! Natürlich sind das nicht die alten Muster, sondern das Patriarchat.

ZEITmagazin ONLINE: Laut Statistik haben gleich gut gebildete Paare Chancen auf langfristiges Glück und auch das asymmetrische Modell des erfolgreichen und vermögenden Mannes mit weniger erfolgreicher Frau funktioniert. Die erfolgreiche Frau mit dem weniger erfolgreichen Mann scheitert häufiger. Wäre das aber angesichts der demographischen Entwicklung nicht die wünschenswerte Variante?

Kahlke: Ja, die starke Frau mit dem schwachen Mann muss es in Zukunft viel häufiger geben. Frauen sollten von ihrem Anspruch auf einen Versorger Abstand nehmen und sie werden es sicher auch schaffen. Bei Männern, glaube ich, wird es eher schwierig, ihre Dominanz aufzugeben. Aber es wird so kommen müssen.

Da wäre ich an näheren Ausführungen interessiert. Er sagt ja, dass Frauen gerade den erfolgreichen Mann suchen und ich vermute wenn sei auf „Dominanz“ und „Versorger“ genauer testen könnten, dann würden sie merken, dass da durchaus die Frauen eine deutliche Wahl treffen.

ZEITmagazin ONLINE: Wirklich? Wie viele Frauen auf Ihren Plattformen haben auch nur einen Mann akzeptiert, der kleiner ist als sie selbst?

Kahlke: Verschwindend wenige. Es ist leider eines der wichtigsten Kriterien – der Mann muss genauso groß oder größer sein. Keine Frau gibt das gerne zu. Wenn man sie fragt, sagen sie, sie seien offen, aber wenn sie sich dann binden, ist es so.

Auch wieder ein schöner Moment der Wirklichkeit. Körpergröße ist für Frauen sehr wichtig, auch wenn sie natürlich heute auch keine Rolle mehr spielt. Aber die ideale Größe für die meisten Frauen ist eben nach wie vor, dass er wenn sie High Heels anzieht noch etwas größer ist als sie oder zumindest gleich groß.

ZEITmagazin ONLINE: Haben Sie analysiert, wie Ihre User kommunizieren? Die Kontaktaufnahme ist ja ein magischer Moment. Vom Profil her passt es – aber was, wenn der potenzielle Traumpartner Verschrobenes schreibt?

Kahlke: Dann ist es vorbei. Die Nachrichten konnten wir natürlich nicht analysieren, der Datenschutz verbietet das. Aber unsere Nutzerbefragungen haben ergeben, dass Frauen sich von den Männern längere und individuellere Nachrichten wünschen und mehr Kreativität. Damit man auch sieht, dass sich die Nachricht von der unterscheidet, die an die Userin davor gesendet wurde.

Was auch wiederum daran liegt, dass Frauen so wählerisch sind. Wenn sie die wenigsten Männer attraktiv finden, dann lohnen sich halt pauschale Anschreiben, damit sie dann eigenes Interesse signalisieren kann.

Crazy Stupid Love und männliches Auftreten

Neulich kam „Crazy Stupid Love“ im Fernsehen und ich schaute mal kurz rein:

Die Handlung des Filmes aus der Wikipedia:

Der etwas gesetzte und langweilige Familienvater Cal Weaver wird bei einem romantischen Essen in einem Restaurant von seiner Frau Emily mit der Nachricht überrascht, dass sie einen Geliebten habe und ihn verlassen werde. Er verbringt die folgenden Abende in einer Bar, wo er sich betrinkt und seinen Trennungsschmerz zu erkennen gibt. Der jüngere Aufreißer Jacob nimmt sich seiner an, gibt ihm Flirttipps, kleidet ihn komplett neu ein und besucht mit ihm ein Fitnessstudio. Cal trägt nun andere Kleidung und wird sichtlich schlanker, was ihn schließlich attraktiver erscheinen lässt.

Er entwickelt sich zunehmend zu einem Womanizer, was auch seiner Familie und seinen Bekannten nicht verborgen bleibt.

Es ist ein Film, der Anleihen bei Pickup macht und dabei im ganzen sogar positiv bleibt. Natürlich: Ryan Gosling sieht eh sehr gut aus, es wäre wohl nicht die Vorstellung, die die meisten Frauen von einem „Pickuper“ haben und sie sind eh schon hin und weg, dennoch hat Ryan in der Rolle ein sehr gutes Auftreten:

Interessant die Szene bei 0:25:

Jacob lässt sie mit Cal alleine und verabschiedet sich mit „if he gets handy let me know“

Cal versichert sofort, dass er das niemals machen würde, selbst wenn sein leben davon abhängen würde.

Und wirkt damit erstaunlich creepy, obwohl er ja feministisch korrekt angibt, dass er sie nicht anfassen wird.

Doch all die Affären, die Cal unter anderem auch mit Kate hat, die sich im weiteren Verlauf der Handlung als Lehrerin seines Sohnes herausstellt, lassen ihn seine Liebe zu Emily nicht vergessen.

Robbie, der älteste Sohn der Weavers, ist unsterblich in das vier Jahre ältere Kindermädchen Jessica verliebt. Obwohl sie diese Liebe nicht erwidert, belästigt er sie die ganze Zeit mit Briefen, Nachrichten und Liebesgeständnissen. Jessica wiederum ist heimlich in Robbies Vater Cal verliebt und macht Nacktfotos für ihn, die sie ihm jedoch nicht übergibt.

Cal sucht sich eine eigene Wohnung, seine nun getrennt von ihm lebende Frau Emily bandelt vorsichtig mit ihrem Arbeitskollegen David Lindhagen an, mit dem sie bereits einen One-Night-Stand hatte, der zur Trennung der Ehe führte. Unterdessen lernt Jacob die junge Hannah kennen, die – enttäuscht von der Langeweile ihres Freundes – diesen verlässt. Jacob verliebt sich in sie, und Hannah bringt ihn von seinem Schürzenjäger-Dasein ab.

Auch hier sind viele Szenen sehr interessant. Der Freund verdirbt es sich mit ihr, weil er in einer Szene auf einer Party eine große Ankündigung macht und sie erkennbar und zu recht denkt, er würde ihr einen Heiratsantrag machen. Er erklärt aber nur, dass er ihr eine Arbeitsstelle in der Rechtsanwaltskanzlei anbietet. Sie erklärt, dass sie dachte er macht einen Heiratsantrag, auch wenn sie selbst davon ausging, dass es zu früh wäre und er meint, dass er doch nun wirklich Zeit brauchen würde um zu sehen, ob sie die richtige ist. Es ist eine dieser klassischen Szenen, in der Hollywood eine Trennung herbeiführt, bei der sie nicht Schuld ist, sondern der alte Freund ein Idiot ist (auch wenn er durchaus recht haben mag, aber er bringt es eben vollkommen falsch rüber, was ausreicht. Sie ist daher so sauer, dass sie direkt nach dem Kerl sucht, der sie neulich in der Bar angemacht hat um mit ihm zu schlafen. Sie fällt in dem vollen Wissen, dass er ein Aufreißer ist, in der ersten Szene über ihn her und küsst ihn und sagt er solle sie eben aufreizen, wie die anderen Frauen. Er nimmt sie also mit zu sich und es kommt zu der folgenden Szene:

Ich finde sie sehr lehrreich, weil sie sehr ruhig ist. Obwohl sie erklärt hat, dass er gefälligst mit ihr schlafen soll ist sie erkennbar noch nervös und unsicher. In der klassischen Vorstellung, die sonst von einem Pickupers in Filmen gemacht wird würde er jetzt irgendwie zudringlich werden. Aber dies ist ein Film für Frauen, in dem diese Ryan attraktiv finden sollen, er spielt hier die klassische Rolle des Aufreizers, der sich von der richtigen Frau zähmen lassen wird und für sie von allen anderen Frauen ablässt, also darf er nicht verbrannt werden.

Das gelingt, indem er einige wichtige Punkte rüberbringt:

  • Outcome indifference: Er ist vollkommen entspannt, er hat keine Eile, er sitzt da ganz ruhig, mit überschlagenen Beinen, und strahlt Selbstsicherheit aus- macht ihr erst einen Drink, bedrängt sie nicht und lässt ihr Zeit. Es wirkt so als würde es ihm eben nicht wichtig sein, ob er mit ihr schläft, weil er eben genug Sex mit anderen Frauen hat.
  • Er ist Herr der Situation und führt sie durch den Abend: Typischerweise werden Routinen als etwas dargestellt, was die Frau täuscht, was sie irgendwie dazu bringt mit ihm zu schlafen, auf eine dreckige Art und Weise. Hier fragt sie immer wieder nach, was er sonst so macht, und er stellt es ihr in aller Ruhe dar, wobei einiges unausgesprochen bleibt. Natürlich lebt er in einem tollen Haus, alles sieht hochwertig aus, was zu ihm passt, er hat einen perfekten Körperbau, schon übertrieben gut, wie sie selbst betont und er ist der perfekte Gastgeber: Ein Drink, die richtige Musik. Das Thema auf Dirty Dancing lenken, sagen, dass man die Hebefigur kann und sie es ausprobieren kann, ihr etwas besonderes geben, was Vertrauen aufbaut und gleichzeitig recht natürlich überleitet zu Körperkontakt und bei dem er gleichzeitig seine Stärke darstellen kann. Das es alles „Tricks“ sind wird hier nicht als Manko dargestellt, sondern zeigt um so mehr, dass er Ahnung hat und die ruhige Art lässt es unbedrohlich wirken. Gerade weil sie danach fragt und verführt werden will ist der „Täuschende Charakter“ aufgehoben (wobei viele Frauen bei Ryan Gosling eh nicht daran denken würden, dass man sie täuschen müsste).

Natürlich folgt etwas Drama.

Als sie ihn mit nach Hause nimmt, um ihn ihren Eltern vorzustellen, erkennt Jacob, dass Hannah die Tochter Cals ist. Dieser ist von der neuen Beziehung seiner Tochter alles andere als begeistert, hat er Jacob doch als Aufreißer kennengelernt. Cal ist der Meinung, dass Jacob einerseits zu gefährlich, andererseits nicht gut genug für seine geliebte Tochter ist.

Er will gerne Gut mit Frauen sein, aber er will nicht, dass jemand, der das Gleiche bei Frauen will, bei seiner Tochter landet.

Ein klassischer Konflikt, der hier in dem Film angelegt ist. Der Beta wird etwas mehr Alpha, aber nicht Alpha genug, er kehrt als bessere Version seiner selbst zu seiner Frau zurück. Sein Lehrer stellt gleichzeitig die dunkle Seite dieses Alphaseins dar, was er eben nicht für seine Tochter möchte. Damit es aber insgesamt gut aussieht hat dieser dann bereits der dunklen Seite abgeschworen und meint es wirklich ernst – mit einem Mädel, welches von seinem Verhalten gerade in der obigen „Verführungsszene“ schon fast etwas nervig ist, weil sie es so kompliziert macht, so zurückhaltend ist, was man aber gerade braucht, um Jacob als guten Typen darzustellen, der sie nicht ausnutzt.

Bei diesem unglücklichen Zusammentreffen von Emily und Cal sowie Hannah und Jacob tauchen auch noch das Kindermädchen Jessica und deren Vater Bernie auf. Letzterer hat den Umschlag mit den Nacktfotos entdeckt, auf den Jessica den Namen Cal geschrieben hatte. Er geht irrtümlicherweise davon aus, dass Cal mit ihr ein sexuelles Verhältnis habe, und stellt ihn aufgebracht zur Rede. Zusätzlich erscheint David Lindhagen bei den Weavers im Garten, er möchte Emily ihren – in seinem Auto vergessenen – Pullover vorbeibringen. Es kommt zu einer handfesten Prügelei zwischen Bernie, Cal, Jacob und Lindhagen, bei der schließlich die Polizei schlichten muss.

Wenig später nehmen die Weavers, Jacob und Jessica an der Schulabschlussfeier Robbies teil. Dieser ist ausgewählt worden, die Festrede zu halten. Doch weicht er vom Manuskript ab und macht Jessica vom Rednerpult aus eine Liebeserklärung. Daraufhin tritt auch sein Vater Cal ans Mikrofon, er spricht darüber, dass Liebe mehr sei als ein romantisches Gefühl, Liebende müssten im täglichen Leben viele Bewährungsproben bestehen und an sich arbeiten. Seine Frau Emily, von der er noch offiziell getrennt ist, schaut ihn bewegt an.

Cal und Emily gehen anschließend lächelnd aufeinander zu; ob sie wieder zusammenfinden, bleibt allerdings offen. Doch kann Cal mittlerweile die Beziehung zwischen seiner Tochter Hannah und Jacob akzeptieren. Zum Schluss übergibt Jessica Robbie mit einer freundschaftlichen Geste noch den Umschlag mit ihren Nacktfotos und fügt augenzwinkernd hinzu, dass die Bilder ihn „durch die Highschool bringen sollen“.

Also ein Happy End für alle. Der Beta ist etwas mehr Alpha geworden, der Alpha etwas mehr Beziehungsmensch, selbst der Sohn bekommt noch etwas ab und die Tochter hat eh einen heißen Typen gefunden.

Es ist ein erstaunlich positiver Film über „Pickup“ im weiteren Sinne und über „Männlichkeit beim Flirten“. Auch eben, weil der Hauptdarsteller hübsch genug ist, um die Tricks nicht in den Vordergrund zu stellen. Der lehrnende Vater ist gleichzeitig der, der die Verhaltensänderungen und die daraus gewonnene Attraktivität rüberbringen muss und er ist auch der, bei dem man den Unterschied am Anfang sieht, er ist auch der Comic relief am Anfang und er ist auch der, der vom Skript abweicht und deswegen menschlicher bleibt, wahrscheinlich, weil es eben ein Film für Frauen ist und so romantischer bleibt.

 

 

 

Online Dating, Tinder, Attraktivität und deren Auswirkungen

Ein interessanter Beitrag behandelt die „Like“-Quoten von Männer und Frauen:

This study was conducted to quantify the Tinder socio-economic prospects for males based on the percentage of females that will “like” them.  Female Tinder usage data was collected and statistically analyzed to determine the inequality in the Tinder economy.  It was determined that the bottom 80% of men are competing for the bottom 22% of women and the top 78% of women are competing for the top 20% of men. The Gini coefficient for the Tinder economy was calculated to be 0.58.  This means that the Tinder economy has more inequality than 95.1% of all the world’s national economies.  In addition, it was determined that a man of average attractiveness would be “liked” by approximately 0.87% (1 in 115) of women on Tinder.

Das sollte erklären, warum für einige sehr attraktive Männer Tinder durchaus interessant ist und für die anderen eher ein Massengeschäft, bei dem man recht wahllos auf „Ja“ geht und dann aussortiert, was sich evt. zurückmeldet.

As I stated previously the average female “likes” 12% of men on Tinder.  This doesn’t mean though that most males will get “liked” back by 12% of all the women they “like” on Tinder.   This would only be the case if “likes” were equally distributed.  In reality, 80% of females won’t “like” guys that fall outside of their top 20%.  Therefore, the bottom 80% of men are fighting over the bottom 22% of women and the top 78% of women are fighting over the top 20% of men.  We can see this trend in Figure 1.  The area in blue represents the situations where women are more likely to “like” the men. The area in pink represents the situations where men are more likely to “like” women.  The curve doesn’t go down linearly, but instead drops quickly after the top 20% of men.  Comparing the blue area and the pink area we can see that for a random female/male Tinder interaction the male is likely to “like” the female 6.2 times more often than the female “likes” the male.    We can also see that the wealth distribution for males in the Tinder economy is quite large. Most females only “like” the most attractive guys.  So how can we compare the Tinder economy to other economies? Economists use two main metrics to compare the wealth distribution of economies: The Lorenz curve and the Gini coefficient.

Die Grafik dazu:

Tinder Daten

Tinder Daten

Die Daten bei gutem Aussehen sind auch nicht gerade überwältigend, wie diese Grafik zeigt:

Tinder attraktive Männer

Tinder attraktive Männer

Selbst sehr attraktive Männer kommen damit allenfalls auf 10% likes. Das erlaubt aber immerhin schon einiges an Möglichkeiten.

Eine andere Auswertung von Daten kommt zu ähnlichen Ergebnissen: (Grafik hier/ Daten dort)

Zunächst wird hier dargestellt, wie Männer Frauen bewerten

Wie Männer Frauen bewerten

Wie Männer Frauen bewerten

Dann wie Frauen Männer bewerten:

Wie Frauen Männer bewerten

Wie Frauen Männer bewerten

Aus dem Text:

Women rate an incredible 80% of guys as worse-looking than medium. Very harsh. On the other hand, when it comes to actual messaging, women shift their expectations only just slightly ahead of the curve, which is a healthier pattern than guys’ pursuing the all-but-unattainable. But with the basic ratings so out-of-whack, the two curves together suggest some strange possibilities for the female thought process, the most salient of which is that the average-looking woman has convinced herself that the vast majority of males aren’t good enough for her, but she then goes right out and messages them anyway.

Frauen finden also die meisten Männer hässlicher als den Durchschnitt. Die Bewertungen von Männern sind hingegen wesentlich großzügiger.

Jetzt könnte man darauf verschiedenes folgern:

  • Für Männer lohnt es sich weniger auf Schönheit zu setzen, weil der Geschmack der Frauen zu verschieden ist.
  • Männer müssen eher auf die richtige Nische setzen
  • Für Männer ist der Druck besser auszusehen höher, weil Frauen wesentlich kritischer sind
  • Für Frauen ist der Druck gut auszusehen wesentlich höher, weil Männer tatsächlich fair bewerten und es damit einen größeren Unterschied macht.
  • Frauen bewerten weniger das objektive Aussehen als die Frage, ob er sie anspricht oder nicht.

Interessant auch diese Aussage aus dem Blog, von dem ich die Grafik habe:

Whereas the men of all age groups consistently rated 20-year-old women the most attractive (which produced a very lopsided chart), their ratings of all women in general produced a very symmetrical chart. In Rudder’s book he even describes it as „close to what’s called a symmetric beta distribution – a curve often deployed to model basic unbiased decisions.“ Therefore it appears that men are very unbiased/honest in the way they rate women.

Auch hier zeigt sich also die klassische Bewertung von Jugendlichkeit als schön.

Nachruf an meine Lederjacke

Als ich anfing mich mit Pickup zu beschäftigen stieß ich natürlich auch recht schnell auf den Rat, was am eigenen Aussehen zu machen. Neben Fitnessstudio also auch den eigenen Kleidungsstil etwas aufzupeppen.

Ich zog etwas durch die Läden und versuchte, mir einen etwas „cooleren“ Kleidungsstil zuzulegen. Es gab vieles dabei, was ich ausprobierte und was letztendlich einfach nicht mein Stil war.

Bis ich zu ihr kam. Sie hing in einem Geschäft, schwarz, cool geschnitten, und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich zog sie etwas zaghaft über, blickte in den Spiegel und…

Ich, damals im Spiegel, minus die Krallen

Ich, damals im Spiegel, minus die Krallen

Okay, meine Haare waren vielleicht auch weniger gegelt, aber es war nahe dran.

Fortan war ich ein Frühling- und Herbstmensch, oder verregnete Sommer oder leichte Winter. Alles, Hauptsache die Jacke war tragbar.

In einem der Pickupratgeber hieß es mal „wenn man keine Komplimente von Frauen dazu bekommt, dass man gut angezogen ist, dann besteht noch Verbesserungsbedarf“ Mit dieser Jacke habe ich in dem Bereich einiges an Punkten gutgemacht. Es ist das Kleidungsstück, für das ich am meisten Komplimente von Frauen bekommen habe.

Jetzt geht sie dahin. Das Leder am Kragen bröckelt. Es hat anscheinend die Winterpause nicht überstanden. Man hätte es vermutlich mal etwas pflegen sollen.

Lebe wohl! Ich lasse dich ungern ziehen!

(welches Kleidungsstück habt ihr, welches euch gut aussehen lässt? was würdet ihr Männern in dem Bereich raten?)

„Ist sie nur nett oder will sie mehr?“

Die in der Überschrift bereits zitierte Frage „Ist sie nur nett oder will sie mehr?“ ist wohl eine, die sich sehr viele schon gestellt haben, denn reine Nettigkeit wird gerne mit Interesse verwechselt, was sie allerdings eben auch sein kann. Sie tauchte in dieser Form gestern in der Blogstatistik in den Suchbegriffen auf und ich finde sie einen eigenen Artikel wert.

Es erinnert mich an einen Fall in meiner Lieblingsstudenten-WG in der kurzzeitig ein sehr schüchterner Chinese einzog, der bisher noch nicht einmal eine Frau geküsst hatte, weil das Zimmer für ein Auslandssemester untervermietet wurde. Eine der WG-Bewohnerinnen nahm sich seiner an, zeigte ihm alles, fand es auch interessant, sich mit ihm zu unterhalten, man band ihn in alle Aktivitäten ein und verbrachte in der Gruppe einige nette WG-Abende.

Da sie auch gar nicht so schlecht aussieht und Single war, verliebte sich der liebesunerfahrene und romatische Chinese sehr schnell in sie, was ihr gar nicht auffiel. Irgendwann trank man zusammen Alkohol und er gestand ihr seine nie endende Liebe und erklärte auch gleich, dass er sie heiraten wolle.

Sie fühlte sich sowohl überrumpelt als auch etwas undankbar behandelt: Sie war extra nett zu ihm gewesen, hatte sich um ihn gekümmert, hatte versucht ihm die deutsche Lebenweise nahezubringen und ihn etwas aufzulockern und jetzt machte er ihr so eine Szene! Das hatte man davon, wenn man einfach nur mal nett ist!

Er ist am Boden verstört und fühlt sich unglaublich schlecht. Er trinkt sonst nicht viel Alkohol und verträgt ihn auch nicht, er weiß noch nicht einmal mehr, was alles aus ihm rausgeströmt ist. Es ist ihm unendlich peinlich und er versteht es auch nicht wirklich. Sie war so nett zu ihm und er hätte von ihr geträumt bis er es einfach gestehen musste und jetzt sei alles dahin und sie wolle nicht mehr mit ihm reden. Seine Welt geht für ihn unter.

Das passiert glaube ich gar nicht selten. Es  macht Sinn, dass man sich in eine Frau verliebt, die ganz besonders nett zu einem ist, denn unter anderen Bedingungen als unser vergleichsweise anonymen Welt (also unter Bedingungen der Steinzeit) ist es wahrscheinlich tatsächlich ein gutes, ehrliches Signal, dass sie an einem interessiert ist. Und da „Eier teuer und Sperma billig“ ist, lohnt es sich dann für die Gene des Mannes die Liebeschemie anzuwerfen, gerade wenn sie auch sonst hübsch ist.

Bei Frauen ist das bei einem Mann mit entsprechend hohem SMV nicht anders, auch sie werden sich schnell in einen sehr gutaussehenden oder sonst netten Mann verlieben, wenn er ihnen Aufmerksamkeit schenkt.

Insofern besteht wohl für beide Geschlechter ein Interesse daran, jeweils rauszubekommen, ob der andere einfach nur nett ist oder mehr will. Denn es soll insbesondere eine Szene wie die oben dargelegte vermieden werden, in der man seine Gefühle offenbart und dann von dem anderen abgelehnt wird. Man will also die Kosten der sozialen Bloßstellung durch Ablehnung vermeiden, eine Angst, die ebenso wie die generelle Ansprechangst tief in uns verwurzelt ist.

Meiner Meinung nach ist der einfachste Weg dahin etwas mehr Sicherheit zu haben, die Eskalationsstufen entlangzugehen, also immer mehr etwas intimere Sachen zu machen und zu schauen, wie sie/er darauf reagiert.

Ist sie zB bereit mit einem alleine etwas zu unternehmen oder eher nur in der Gruppe? Wenn man etwas zu zweit macht, ist es dann eine notwendige Tätigkeit (Einkaufen für ein Geschenk für einen Freund) oder eine Freizeitsache (gemeinsam einen trinken gehen). Wie reagiert sie beispielsweise, auf längeren Augenkontakt, wie, wenn man sie kurz am Arm oder an der Hand berührt? Wenn sie davor zurückschreckt, dann ist es unwahrscheinlich, dass sie über den sozialen Kontakt hinaus interessiert ist. Läßt sie leichte Berührungen zu, dann kann man andere Punkte ausprobieren, vom sich bei ihr einhaken beim Gehen über umarmen etc. All dies sind Berührungen, die im normalen sozialen Kontext auch zwischen Freunden möglich sind, die Art wie sie ausgeführt werden, kann da aber viel aussagen, gerade im negativen. Eine Frau, bei der man sich nicht einhaken kann, wird auch auf eine Liebeserklärung negativ reagieren. Grundsätzlich können die gleichen Regeln, wie auch bei der Friendzone-Problematik greifen: Man muss die Sachen aus der reinen Freundschaftsebene herausbringen und insofern schauen, wie sie auf andere Punkte reagiert.

Der größte Fehler ist es glaube ich, wenn man testet und alles negativ zurückkommt und man dann meint, dass man es mit der Brechstange angehen sollte und ihr dann eben als letzten Weg die Liebe gesteht. Das wird mit fast sicherer Wahrscheinlichkeit schief gehen.

Was sind aus eurer Sicht die Signale von Interesse und wie findet man am besten heraus, ob der/die andere interessiert ist?

Wie überwindet man drei Meter?

Wir sind mit einer Single-Freundin von Südländerin unterwegs, die schon lange darüber klagt, dass sie keinen Freund findet. Südländerin und ich haben beschlossen ihr etwas unter die Arme zu greifen und waren zunächst mit ihr Einkaufen, weil ihre Garderobe etwas zu züchtig war.

Nunmehr sitzt sie mit einem neuen Top mit einem relativ dezenten, aber immerhin einem Auschnitt wagemutig in einer Bar. Wir wollten eigentlich in eine Bar, in der mehr Leute stehen, aber dort war alles voll, hier sitzt jeder an seinem Tisch und es ist weit schwieriger einen ungezwungenen Kontakt herzustellen.

Wir raten ihr, ihre Ansprechbarkeit zu erhöhen, indem sie Blicke zuwirft, allerdings ist sie recht wählerisch, was ihre Männer angeht. Sie sieht nicht schlecht aus, aber sie steht – wer kann es ihr verübeln – auf Männer 2 Punkte über ihrem Skalenwert. Eben die, die wohl jede Frau mit einem typischen Geschmack gut finden würde: Sportlich, aber nicht zu sportlich, groß, markantes Gesicht. Die meisten beachten sie nicht sonderlich. Meiner Meinung nach nicht die schlauste Strategie, wenn sie – wie gesagt eher der konservativere Typ – eine Beziehung und keinen One-Night-Stand will.

Wir nutzen die Happy-Hour für ein paar Cocktails, dann geht das Flirten etwas mutiger weiter. Schließlich hat sie Kontakt aufgenommen. Ein Mann nach ihrem Geschmack ist zu einer Gruppe an einem drei Meter entfernten Tisch dazugekommen und hat ihren Blick aufgenommen. Sie werfen sich so deutlich Blicke zu, dass es glaube ich der ganzen Bar klar ist. Schließlich prosten sie sich sogar leicht zu. Irgendwann habe ich ihm glaube ich sogar zugeprostet und in ihre Richtung genickt und Südländerin einen Kuss gegeben, damit die Verhältnisse auch wirklich ganz klar sind.

Aber so richtig zueinander kommen sie nicht. Bei uns ist auch kein Stuhl mehr frei, ich überlege schon, ob ich noch einen ranrücken soll, damit es leichter ist. Er möchte wohl auch nicht vor der Gruppe aufstehen und dann in deren Hörweite einen Versuch machen, man weiß ja nie was passiert. Vielleicht ist es Ansprechangst, er ist noch recht jung. Es fällt einem nicht leicht einfach so direkt vor seinen Freunden rüberzugehen und einen recht offensichtlichen Flirt anzufangen. Ob er wohl drüber nachdenkt, wie er es machen könnte? Ein indirekter Opener oder ein direkter, es wäre theoretisch fast egal, aber das kann er ja auch nicht wissen. Und wie lange muss er dann bleiben und was ist mit seinen Freunden?  Die Logistik des Flirtens.

Schließlich bricht seine Gruppe auf und er mit ihr. Die Freundin schaut ihm etwas enttäuscht hinterher.  Einer seiner Freunde ist allerdings etwas zurückgefallen, kommt jetzt an unserem Tisch

Freund: „Entschuldigt, wenn ich störe, aber ich soll dir die Nummer von meinem Freund geben und dir sagen, dass du dich mal melden sollst“. Er legt den Zettel vor ihr ab, verabschiedet sich und geht.

Dort ist seine Nummer notiert. Einfach nur die Nummer, noch nicht einmal der Name.

Südländerins Freundin ist trotzdem begeistert. Das neue Top wird ihr Glückstop.

Mal sehen was daraus wird.

„Tit-for-Tat“-Flirten: Auf Signale achten und sie zurückgeben

Auf dem Blog „Hooking up Smart“ wird ein Kurzschema einer sehr einfachen Flirttechnik beschrieben, die auf Spieltheorie beruhen soll. Es beschreibt denke ich ganz gut, wie viele Leute flirten und welche Stufen man dabei durchlaufen muss:

The concept of Tit-for-tat is really simple.

First you establish an attraction signal to someone you find attractive. The most nonthreatening signal is eye contact. My best trick is to scan a room until I meet eyes with a man who is also scanning the room. Making eye contact is the most effective way of expressing interest. It is the most vulnerable signal in the game of attraction. So much information is processed in a short time frame. Based on how long the eye contact is met depends on initial attraction. If attraction is mutual, curiosity invites more eye contact between both parties. Frequency and duration of eye contact is the quickest way to evaluate mutual attraction.

Now with tit-for-tat, once I make eye contact with a man more than once, I wait to gauge his interest. He will either initiate more eye contact or not at all. This is pretty much a pass/fail tactic. If he returns more eye contact, I will return more eye contact. If he advances the eye contact, I will reciprocate further based on his advance. If he changes body positioning and distances himself it sends a clear signal of disinterest. The technique works the same way for both sexes. A guy can also use eye contact and evaluate his prospect with the same accuracy.

Im Endeffekt fängt man also mit niedrigstufigen Signalen an und schaut, ob der andere diese aufnimmt und zurückgibt. Nimmt er es auf, kann man weitere Signale aussenden und schauen ob sie erwidert werden. Die klassische Schritte werden dabei wie folgt beschrieben:

There are some basic signals of attraction that both genders exhibit in the first stages:

1. Eye Contact.

2. Frequently smiling while maintaining eye contact.

3. Signs of nervousness and being speechless.

4. Breaking the touch barrier.

5. Breaking the “get to know you better” barrier.

Anders übersetzt würde man erst einmal ein vages Interesse über einen ersten Augenkontakt herstellen, dann vermehrtes Interesse signalisieren, indem man lächelt und Augenkontakt hält, dann ein paar Signale senden, die zeigen, dass man dem anderen einen hohen Wert zuweist (deswegen ist man ja letztendlich nervös) und schließlich einen gewissen Körperkontakt herstellen bis man schließlich eine gewisse Vertrautheit (im Pickup würde man sagen „Komfort“) aufgebaut hat.

While using game theory you can escalate or return each of the signals of attraction. They don’t have to be in any specific order. The importance is paying attention to those around you, giving these signals, and deciding how you want to reciprocate.  All of these signals can openly be displayed without fear of real rejection. You can not prove that the girl across the room smiling at you is not interested. Smile back and if she keeps smiling, then she has some attraction toward you. If that guy you like accidentally brushes past your arm, there is no way to prove it was on purpose. If he does it twice, it is a clear invitation to be touched back

Sehr klassisches Flirten, harmlose Signale senden und aufnehmen und zurückgeben, damit sie erneut zurückgegeben werden können.

Es hat allerdings etwas relativ passives und es regelt nicht, wie man die weiteren Signale aussendet und wie man weiter kommt. Es setzt auf ein anfängliches Interesse beider Personen und einen relativ offenen Austausch von Signalen im Sinne eines fairen Umgangs miteinander.

Ein Mann, der noch nicht weiß, was er nach dem Austauschen der Blicke macht und wie er dann einen leichten Körperkontakt herstellt oder mit ihr ins Gespräch kommt, wird damit nicht so weit kommen, für eine Frau hingegen scheint mir der Weg recht erfolgversprechend, weil sie ihre Ansprechbarkeit stark erhöht, wenn sie Signale aussendet und zurückgibt.

Es ist allerdings ein guter Tipp für jeden Single sich bewusst zu machen, dass er Signale aussenden und auf andere ausgesendete Signale achten muss.

Aus meiner Sicht hat Pickup den Vorteil, dass man eher beigebracht bekommt, wie man Attraktion und Komfort aufbaut. In der Tit-for-Tat Methode muss man darauf setzen, dass im wesentlichen der optische Eindruck so überzeugend ist, dass die Signale ausgesendet oder aufgenommen werden. Das wird bei Frauen und hübschen Männern eher der Fall sein, kann aber auch recht frustierend sein, wenn man merkt, dass man Signale aussendet, aber keine zurückkommen bzw. nur von den falschen Personen.

Es macht aus meiner Sicht die ganze Sache noch eher zu einem Glücksspiel, weil es eben keine Regeln bereitstellt, wie man „besser ankommt“. Gleichzeitig ist es aber für den normalen Umgang gut geeignet und wohl auch daher eines der am meisten verwendeten Flirtmuster.

Die üblichen gesellschaftlich anerkannten Flirttipps vs. Game

Ein Mann berichtet über den Unterschied in seinen Erfolgen bei Frauen bevor er „Game“ hatte.

Interessant finde ich dabei insbesondere die Schilderung als AFC (Average Frustated Chump):

Instead i followed my feminist programming and female advice off a cliff into hell.

Feminism taught me a lot throughout the 80′s and 90′s. It taught me not to question women’s sexual choices. It taught me to treat them with deference and respect. It taught me not to accost them for sex aggressively, but to treat them as human beings. It taught me that i MUST control my shallow, greedy, dangerous impulses but allow a woman the right to indulge in hers. It taught me to be nice for the sake of being nice and not expecting sex in return. To give all my emotional and platonic ability and not dare ask for intimacy in return.

It taught me everything i needed to be creepy, unattractive and doormat ready.

And it was re-enforced by EVERY woman i talked to.

What i SHOULD have been told is “hit the gym, build some muscle, guys with muscles are hawt” – “get braces now, you’ll smile a lot and we love guys with big smiles” – “go see a dermatologist, we love sexy skin on a man” – “cut off your long hair, you don’t look like a rocker, you look like a hippy. crew cuts are sexy, you’d look good in one” – “learn a skill and become good in it. become confident in it. we love confidence”

What i got instead was a constant drumming of “you’re such a good guy, just wait, someone else is out there for you” – “you don’t have to change a thing, you’re a wonderful person, just keep being yourself” – “you don’t need muscles, only jerks care about having big muscles” – “there’s nothing wrong with you, you just need to be a bit more confident that’s all” – “confidence comes from the inside, not from the outside“

Ich finde den Abschnitt besonders interessant, weil er denke ich viele Passagen enthält, die Männer häufiger hören. Es ist aus meiner Sicht gerade in Bezug darauf, dass Pickup dafür kritisiert wird, dass es „unnatürliches Flirten“ lehrt interessant, weil die gesellschaftlich anerkannten Regeln des Flirtens eigentlich auch „unnatürlich“ sind, weil sie teilweise eine Verleugnung des eigenen Wollens enthalten und dazu verleiten, Frauen auf ein Podest zu stellen. Nicht, dass Respekt und das Behandeln von Frauen wie menschliche Personen etwas schlechtes ist, es deckt eben den Komfortbereich ab, sollte aber mit dem Aufbau von Attraction kombiniert werden und nicht soweit gehen, dass man sich dafür selbst verleugnet und es wie oben dargestellt damit kombiniert, dass man meint mit Nettigkeit betteln zu müssen. Es ist schlecht, wenn man dadurch ins passive abgleitet und darauf wartet, dass die Frau Sex gewährt, als reine Gnade, denn das wird eben selten der Fall sein. Zu seiner eigenen Sexualität zu stehen und deutlich zu machen, was man will kostet teilweise viel Überwindung, wird aber weitaus positiver aufgenommen als viele Männer meinen. Man sollte sich hier nicht scheuen, sich selbst in eine gute Richtung zu entwickeln und schlechtes Verhalten über Bord zu werfen

Hier noch ein paar Links zum Thema „Zu nett / Nice Guy“:

(die Regeln gelten etwas teilweise für beide Geschlechter. Eine Freundin von Südländerin macht grundsätzlich etwas zu gutaussehende Männer (Groß, Sportlich, Alphamänner) für ihre eigene Schönheit an, die dann merkwürdigerweise zwar gerne zu Sex bereit sind, aber nicht zu einer Beziehung. Mein Ratschlag (in einer Besprechung mit Südländerin, nicht direkt ihr gegenüber), dass sie wenn sie etwas von denen will ins Fitnessstudio gehen sollte führte zu dem bekannten Schlag auf den Arm wegen Frechheit und dem Hinweis, dass sie schon den Richtigen finden würde, der sie wegen ihres Charakters mag)

Und die spätere Änderung:

That’s when i finally delved into the realm of the internet and discovered about Game, dominance, attraction triggers, evo psych, mra’s, pua’s, the manosphere. All the pretty lies perished, like domino’s falling in unison. With the knowledge i acquired, the discipline of weight training and building up a body i am proud of and not ashamed of, learning how to be social, burying the beta and believing in my worth i finally am at a point in life where I have changed my views and outlook. I am not ruled by pussy.. i conquer it on my terms or leave it to it’s own useless fate. I’ve adopted an MGTOW lifestyle, do things with myself in mind first and foremost following my own imperative, will only entertain relationships with women who qualify themselves to me by bringing more to the table than pretty looks and a vagina, else they just get a pump n dump. The ability to not blink when i destroyed my final toxic LJBFzone relationship with an emotional vampire who expected all the benefits of relationship without returning what i needed. 5 years ago i’d have be in my room crying over it or worse, apologizing to her for hurting her feelings. Today, i stand tall and say FUCK IT, my own needs and interests come first before anyone else and im ready to move on to find one who desires and deserves all the awesomeness i have to give. I don’t care how angry she got or how any feminist might say i just played nice to get in her pants. I’M THROUGH PLAYING NICE. I’m built, confident, nothing left to prove, cannot be persuaded by the power of pussy, and doing what i like for myself. I don’t fall on my sword for the needs of others. Look to thine own ass first is the creedo.

Hier ist eine ziemlicher Umschwung eingetreten, vom Beta zum Bad Boy, aber eben mit vielen Elementen, die Männer tatsächlich für Frauen interessant machen. Anteile der „dunklen Triade“ mit sozialen Können bringen einen da aus meiner Sicht sehr weit. Eine Unabhängigkeit, Nonneediness, eine gewisse Scheiß-Egal-Einstellung mit der Erkenntnis über den eigenen Wert und dem daraus folgenden Selbstbewußtsein, dass alles trägt viel zum Erfolg bei Frauen bei. Das muss nicht gleich immer MGTOW sein, aber eine Einstellung, nach der man seine eigenen Bedürfnisse nicht unterdrückt und für falsch oder schmutzig hält ist schon wichtig.

Natürlich kann man das für sich selbst übertrieben finden und auch mit weniger Unabhängigkeit/weniger dunkle Triade  kann man gut vorankommen.

Gutes Aussehen und Stil (Beauty & the Nerd: Makeover)

Beauty & the Nerd ist eine TV-Show in der Nerds mit schönen Frauen zusammen ein Team bilden und bestimmte Aufgaben lösen müssen.Zum Showkonzept aus der Wikipedia:

The premise of the show consists of a group of „Beauties“ (young women who have relied primarily on their looks) and a group of „Geeks“ (young men who have relied primarily on intellect rather than social aptitude or looks) who are paired up to compete as couples for a shared $250,000 and other prizes. (For the fourth season, the producers modified the formula to include an extra team consisting of a male „beauty“ and a female „geek“. For the fifth season, the beauties and geeks competed against each other at first, and teams of one beauty and one geek were not selected until the end of episode three.) Each beauty lives together in a room with her geek during the course of the competition. There are challenges shown each episode, one testing the beauties on a primarily academic subject, and another that has the geeks competing in a more popular/social realm. The winners of the challenges select two teams to compete against each other in a pure „quiz show“ type question and answer session: the team with fewer correct answers gets eliminated.

1. Kurz zur Show

Die Show spielt also mit Gegensätzen und Klischees. Die unwissenschaftliche Modetussi, dafür aber hübsch und auf der anderen Seite der gebildete, sehr theoretische, aber sozial wenig geschulte und nicht auf gutes Aussehen ausgerichtete Nerd.

Beide Klischees haben denke ich ihre realen Hintergründe, jedenfalls gibt es gerade unter Nerds häufiger eine gewisse Merkwürdigkeit und ein fehlendes Modebewußtsein (es handelt sich wie so häufig um eine Häufung, keine absolute Zuweisung). Ich vermute, dass Nerds eher ein sehr sachlich ausgerichtetes Gehirn haben, welches personenbezogene Punkte weniger schnell aufnimmt bzw. in dieser Richtung weniger interessiert ist. Die Frauen werden häufig eher ein eher auf Personen und Beziehungen unter diesen ausgerichtetes Gehirn haben, dass dann eben auch Reaktionen auf Kleidung eher interessiert. Die Show ist zudem auch darauf ausgerichtet, dass hier eine Geschlechterdynamik entsteht, weil beide Gruppen jeweils ihre Stärken in einem bestimmten Bereich haben und zusammenarbeiten müssen.

2. Gutes Aussehen und Stil

Jedenfalls sind als Nerds Personen gecastet worden, die auch sehr nerdig, sprich ungünstig aussehen. Allerdings werden in der Show auch sog. „Makeovers“ durchgeführt, deren Ergebnis ich teilweise ganz erstaunlich finde:

Beauty and the Nerd Makeover Charlie Sperring

Beauty and the Nerd Makeover Charlie
Sperring

Beauty and the Nerd Makeover Charlie Sperring

Beauty and the Nerd Makeover Charlie
Sperring

Beauty and the Nerd Makeover Charlie Sperring

Wer hätte es gedacht, dass unter dem Bart ein echt hübscher Kerl steckt? Umgestylt sieht er aus meiner Sicht richtig gut aus. Unnerdiger natürlich, aber wesentlich besser.

Da sieht man auch, was einige Leute noch an sich alles verbessern können und welchen optischen Unterschied so etwas in der Wahrnehmung der Person haben kann. Man darf davon ausgehen, dass der umgestylte Nerd wesentlich besser bei Frauen ankommen wird als vorher.

Ein anderes Beispiel wäre Neil „Style“ Strauss, der nach seinem Einstieg in die Pickupszene ebenfalls sogleich ein Makeover erhielt:

Neil Straus vorher nachher

Neil Straus vorher nachher

Neil Strauss

Neil Strauss

Wer merkt, dass er bei Frauen nicht so ankommt, der sollte daher auch seinen eigenen Stil einmal hinterfragen und gegebenenfalls einfach mal was neues ausprobieren und da etwas modischer werden.