Katharina Schulze zu einer Tat, bei der ein Mann 2 Frauen und drei Männer erschossen hat: Es ist ein Femizid

In Kitzbühl hatte sich eine schreckliche Tat ereignet:

Die 19-jährige Ex-Freundin hatte sich laut Polizei vor zwei Monaten von dem 25-Jährigen getrennt. Nach der Bluttat hatte sich der 25-Jährige bei der örtlichen Polizei am Sonntagmorgen gestellt. „Ich habe soeben fünf Personen ermordet“, sagte der Einheimische, als er auf der Wache erschien. Der mutmaßliche Täter habe somit seine Ex-Freundin, deren neuen Freund, die Eltern und den Bruder der Ex-Freundin erschossen. (…)

„Es geht uns allen sehr schlecht, auch meinem Sohn“, sagte die Mutter des Tatverdächtigen dem Portal RTL.de. Ihr Sohn und die 19-Jährige seien seit fünf Jahren zusammen gewesen und hätten im kommenden Jahr heiraten wollen. Laut Polizei hatte sich das Paar vor zwei Monaten getrennt.

In der evolutionären Theorie würde man das unter „Mate Guarding“ (also das „Abschirmen“ des Partners) einordnen. Es ist natürlich eine schreckliche Tat,  und das die Täter in den meisten Fällen Männer sind ist auch nicht wegzudiskutieren.

Lucas greift eine Reaktion von der Grünen-Politikerin und Feministin Katharina Schulze auf

Ein Femizid, bei dem 2 Frauen und 3 Männer sterben. Das allein zeigt eigentlich schon, dass sie eine sehr merkwürdige Wertung vornimmt.

Die Endung „-zid“ hat folgende Bedeutung:

Bedeutungen:

[1] Wortbildungselement mit der Bedeutung tötendvernichtend
[2] Wortbildungselement mit der Bedeutung TötungMord

Es ist aus meiner Sicht etwas ein „Modewort“ in Teilen des Feminismus geworden alle Taten, bei denen Frauen Opfer waren, als Femizid zu bezeichnen, was erkennbar nicht nur die Tötung einer Frau darstellen soll, sondern eine Art „Vernichtung der Frau“ ähnlich wie ein Genozid auch nicht vorliegt, wenn ein Vertreter eigens Volkes getötet wird, sondern wenn dahinter die Absicht, der Plan oder zumindest der mögliche Erfolg stehen soll, möglichst viele Vertreter dieser Gruppe zu töten.

Was natürlich Blödsinn ist: Niemand möchte die Gruppe Frau vernichten oder auslöschen, weitaus eher sind Männer in höherer Zahl Opfer von Gewalttaten, aber selbst dann sind die prozentualen Zahlen in zivilisierten Gesellschaften so gering, dass es absurd ist so zu tun als wäre es in irgendeiner Form mit einem Genozid vergleichbar.

Wenn man etwas als einen „Geschlechter“zid bezeichnen möchte, dann vielleicht die Schützengräben des ersten Weltkrieges oder andere erbarmungslose Schlachten der Geschichte. (wäre das ein „Maskuzid“?)  aber auch da trifft es nicht zu, denn man wollte ja gerade nicht Männer vernichten, weil man etwas gegen die Gruppe Mann hatte.

Genau so wenig dürfte der Täter hier etwas gegen die Gruppe Frau gehabt haben: Er konnte es anscheinend schlicht nicht ertragen, dass DIESE Frau ihn nach fünf Jahren verlassen hat und hat deswegen sie, den aus seiner Grund bestehenden Grund der Trennung und vermutlich die anderen Anwesenden erschossen. Das ist keine Rechtfertigung seiner Tat, es geht nur darum, dass er die Tat nicht gegen Frauen gerichtet hat.

Dagegen wird man ihm Feminismus oder aus Sicht der Frau Schulze vielleicht einwenden, dass ja Täter solcher „Beziehungstaten“ ganz überwiegend Männer sind und deswegen eine Tat der Gruppe Männer gegen die Gruppe der Frauen vorliegt, was die Bezeichnung Femizid rechtfertige: Nur Männer würden sich so gegenüber Frauen verhalten.

Aber das verkennt ja wieder einmal, dass da kein gemeinsamer Plan dahinter steckt, dass es äußerst selten vorkommt und eben gerade deswegen darüber berichtet wird, weil es eine seltene Tat ist.

Dagegen wiederum wird dann angeführt, dass es keineswegs selten sei:

Das „jeden Tag“-Argument ist angesichts von ca. 7.600.000.000 Menschen auf dieser Erde und 365 Tagen ein sehr schlechtes Argument. Alles, was einem mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,0000048%  Wahrscheinlichkeit passieren kann, passiert damit im Durchschnitt einem Menschen pro Tag. Und selbst auf Deutschland bezogen liegt die Wahrscheinlichkeit für etwas, was einmal am Tag passiert bei 80.000.000 Menschen bei 0. 00045%.

Oder zu dem Tweet:

Das sind dann 87.000 Tötungen zu  von 3.800.000.000 Frauen. Also 0,002% Im gleichen Zeitraum wurde etwa die dreifache Anzahl von Männern ermordet. Allein(!) in Brasilien jedes Jahr etwa 45.000. Von einem wasauchimmer-zid ist das weit entfernt. 

Aber es ist aus der Sicht derjenigen, die eine Opferhaltung leben wollen, natürlich ein sehr hilfreiches Wort.

Geschlechterunterschiede bei Aggression

Jugendgewalt: Mädchen schlagen eher zu

Eine Studie zur Gewalt bei Jugendlichen wird in der NZZ besprochen:

Schläge, Drohungen, Überwachung: Rund die Hälfte der Teenager, welche in einer Beziehung sind, hat damit schon einmal Erfahrungen gemacht. Das zeigen die Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Untersuchung des Zürcher Projekts zur sozialen Entwicklung von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Erstaunlich an diesen Ergebnissen der Universität Zürich ist: Jedes fünfte Mädchen hat in der aktuellen Beziehung schon einmal physische Gewalt ausgeübt – etwa indem es seinen Partner geohrfeigt, gestossen oder geschlagen hat. Bei den Knaben ist es nur jeder achte.

Das ist ein interessantes Bild, aber durchaus nicht unerwartet. Ein Mädchen zu schlagen ist eben etwas weitaus ernsteres als einen Jungen zu schlagen. Viele Jungen werden es insofern vielleicht noch nicht einmal als großes Gewalterlebnis im Gedächtnis haben.

Umgekehrt verhält es sich bei der sexuellen Gewalt: Während nur ein Prozent der Mädchen angab, den Partner gegen seinen Willen zum Geschlechtsverkehr gedrängt oder erotische Bilder verlangt zu haben, war es bei den Knaben jeder zehnte.

Auch da wäre natürlich die Frage, was hier tatsächlich passiert ist: Körperlicher Zwang wäre etwas anderes als etwas zu drängeln bis sie nachgibt und von ihr in einer Beziehung ein paar Nacktbilder zu erbitten, wobei sie sich erst sträubt wäre noch relativ harmlos.

Weit höher liegen die Zahlen beim sogenannten Monitoring: 44 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Knaben überprüften schon das Handy ihres Partners oder hinderten diesen daran, andere Leute zu treffen.

„Mate Guarding“ ist eben eine alte Taktik im Spiel der Geschlechter und Handys in der Tat der einfachste Weg Kontakt zu jemanden Neues aufzunehmen oder einen Kontakt aufrecht zu erhalten.

 

Die Ergebnisse sind Teil einer Langzeitstudie. Für die aktuelle Untersuchung wurden 17- bis 18-Jährige befragt. Bei über der Hälfte der 1675 Befragten waren die Eltern im Ausland geboren. Die Forscher der Universität Zürich untersuchen in der Studie die Entwicklung von Gewalt, Delinquenz und anderem Problemverhalten bei Jugendlichen. Laut dem Leiter Denis Ribeaud ist die Gewalt in den Beziehungen etwa mit traditionalistischen Rollenbildern zu erklären, die eine gewisse Macho-Einstellung vermitteln. Ihm fielen aber noch weitere Risikofaktoren auf, etwa der Konsum von pornografischem Material bei Knaben und von Drogen bei Mädchen. Ein besonderes Risiko sollen zudem bildungsferne Jugendliche mit nichtwestlichem Migrationshintergrund, vor allem muslimische Knaben, haben.

Interessant wäre, wie sie den Konsum pornografischen Materials von dem Nichtkonsum abgegrenzt haben: Welcher Junge schaut denn keine Pornos? Wahrscheinlich ging es also eher um die Menge.

„Bildungsferne Jugendliche mit nichtwestlichen Migrationshintergrund“, dass werden viele Feministen bereits als rassistisch abtun, gerade wenn auch noch Muslime dabei sind.

Dabei wäre es eigentlich sogar die Voraussage einiger feministischer Theorien: Um so patriarchaler die Kultur, um so mehr Rape Culture. Das gerade nach ihren Theorien Muslime aus nichtwestlichen Ländern mehr sexuelle Gewalt gegen Frauen produzieren  müssten würden aber wohl dennoch die wenigsten Feministinnen einsehen.

Die Grafik dazu ist interessant:

Gewalt Mädchen Jungen

Gewalt Mädchen Jungen

 

Danach würden Frauen etwas mehr Gewalt insgesmat anwenden, was insbesondere auf physische Gewalt und die Überwachung des Partners zurück zu führen ist, während sexuelle Gewalt deutlich häufiger von Jungen ausgeübt wird.

Der Effekt der Konfession bleibe auch dann bestehen, wenn man andere Faktoren wie Bildungsferne, Gewalt in der Erziehung oder gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen berücksichtige, sagt Ribeaud. Ausgeprägt seien die Unterschiede zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Jugendlichen vor allem bei der Überwachung der eigenen Partnerin. Ribeaud hält deshalb gezielte Massnahmen bei muslimischen Knaben für erfolgversprechend. Allerdings bestehe auch die Gefahr der Stigmatisierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe. «Einseitige Pauschalisierungen sind sicher nicht hilfreich.»

Einseitige Pauschalisierungen wären es auch schon, wenn man ansonsten behauptet, dass Männer die Täter und Frauen die Opfer sind. Das gibt die Statistik wie man sieht nicht her.

Pascal Gemperli, Sprecher der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz, zieht die Studie in Zweifel: «Dass der Islam das bestimmende Element für Jugendgewalt sein soll, scheint uns fragwürdig.» Breche man die Gesamtzahl der befragten Teilnehmer auf die 5 Prozent Muslime in der Schweiz herunter, wovon ohnehin nur ein Teil religiös sei, dann werde die Forschungsbasis zu klein, um daraus wissenschaftliche Rückschlüsse zu ziehen. Der Kausalzusammenhang zwischen Religion und einer bestimmten Verhaltensweise sei also eindeutig verkürzt dargestellt.

Oben war angegeben, dass ein größerer Teil einen entsprechenen Migrationshintergrund hatte, aber natürlich ist es immer sinnvoll, da auch noch einmal kritisch nachzuschauen.

Die zweite Grafik aus der Studie fand ich auch interessant:

Zwei Faktoren lassen das recht einfach erklären:

  • Die Gewalt von Frauen ist weniger gravierend
  • Die Gewalt von Frauen wird auch von den Jungs weniger stark als strafwürdig angesehen.

Wenn das Mädchen einen Knuff auf den Arm gibt oder ihm eine Ohrfeige gibt, dann wird er deswegen eher keine Anzeige machen. Umgekehrt schon eher, aber dank größerer Körperkraft könnten die Schläge hier auch schlicht schlimmer sein. Dazu ist sexuelle Gewalt auch etwas, was eher eine Schwelle überschreitet, bei dem man eine Anzeige macht während diese Schwelle bei den meisten Jungs eher schwerer zu erreichen sein wird. Und natürlich wird man auch niemanden anzeigen, weil er das Handy durchsucht hat, man wird eher für die Beziehung seine Konsequenzen daraus ziehen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann handelt es sich um diese Studie hier von 2015.

Daraus noch einmal eine genauere Grafik:

Bericht Gewalterfahrungen Jugendlicher

Bericht Gewalterfahrungen Jugendlicher

Daraus noch ein paar Zitate:

Im Folgenden untersuchen wir verschiedene freizeitbezogene Risikofaktoren von Gewalt. Beim ersten, dem problematischen Medienkonsum, stellen wir zunächst einen mittleren bis starken Zusammenhang mit Gewalthandeln fest (.26<r<.32). Dieser Risikofaktor hat über die letzten sieben Jahre hochsignifikant zugenommen. Zwei Beispiele mögen dies illustrieren: Der Anteil Jungen, die mindestens wöchentlich „Pornofilme „ab 18“ angeschaut“ haben, hat zwischen 2007 und 2014 von 24 % auf 38 % zugenommen, während der Anteil Jungen, die mindestens wöchentlich „actionreiche Computer- oder Videospiele „ab 18“ gespielt [haben], in denen Gegner realistisch umgelegt werden oder Blutdarstellungen / Splattereffekte vorkommen (Ego-Shooter usw.)“, von 31 % auf 50 % zugenommen hat. Bei Mädchen ist der regelmässige Konsum solcher Medieninhalte dagegen ein Randphänomen. Für die erwähnten Beispiele finden wir zu beiden Messzeitpunkten Raten von unter 3 %.

38% der Jungs schauen mindestens wöchentlich Pornofilme, bei Mädchen sind es unter 3%?

Das wäre ja auch eine interessante Statistik.

Tatsächlich finde ich in der Studie auch nichts zu Religion, nur zu einem Migrationshintergrund.

Schimpansen, Männer und Tötungsopfer und Täter nach Geschlecht

Gewalt in lesbischen Beziehungen

Aus einem Artikel zu Gewalt in lesbischen Beziehungen:

  • Women are 2 times or more likely to be physically assaulted, beaten, or abused by a lesbian domestic partner than by a heterosexual male partner.
  • Women are about 10 times more likely to be sexually abused or raped by a lesbian domestic partner than by a heterosexual male partner.
  • Research exposing the epidemic of lesbian rape, sex abuse, and physical abuse of intimate partners has been ignored by the mainstream media and buried in academia due to political correctness.
  • Domestic abuse and sexual assault campaigns almost always involve imagery of a male perpetrator and a female victim. Very few campaigns focus on same-sex partnerships, which are statistically more violent than heterosexual relationships.
  • Women are statistically much safer, both physically and sexually, marrying or cohabiting with a heterosexual male rather than with a lesbian partner.

und weiter:

According to a 2011 study produced in the Journal of General Internal Medicine, domestic physical abuse among lesbian cohabiting couples is 35.4%, almost two times the rate of abuse found among heterosexual couples. Other studies place the prevalence of domestic violence among lesbian couples even higher than that. A 2010 study by the National Center for Injury Prevention and Control found that the rate of intimate partner violence (IPV) among lesbians is a stunning 40.4%. Another study in the Journal of Consulting and Clinical Psychology found that the rate of lesbian IPV is 47.5%. This means that nearly half of all women in lesbian domestic lifestyles have been abused by their partners.

Further statistics have also shed light on the understudied epidemic ofsexual intimate partner violence (IPV) among women in same-sex partnerships. One study produced by the California Coalition Against Sexual Assault found that 33% of women have been sexually assaulted by another woman. This statistic prompted leftist publications Slate and Marie Claire to pen articles about the reality of lesbian rape and sexual abuse. Two more studies, one published in the Journal of Lesbian Studies (2008) and another in Violence and Victims (1997), suggest that rates of lesbian sexual abuse in domestic partnerships could be upwards of 55% and 42%, respectively.  This translates to about 1 in 2 women who have been victims of sex abuse in a lesbian relationship.

Comparatively, sexual abuse among heterosexual domestic relationships is estimated to be 4.4% according to the National Institutes of Health. Some epidemiologists may argue that high abuse prevalence among homosexual women includes “lifetime risk”, which incorporates abuse faced in childhood. Yet, when these variables are taken into consideration, we still see alarmingly high rates of lesbian IPV. Quite literally, lesbian relationships are dangerous to women and nobody is saying a word about it.

Wäre interessant wie radikale Feministinnen das wieder der toxischen Männlichkeit oder Männern anhängen.

„Richtige algerische Frauen finden einen Ehemann, der seine Frau nicht gelegentlich schlägt, unmännlich“

Ein Video hat für einige Diskussionen gesorgt:

Ich hatte hier schon einmal – ausdrücklich mit dem Hinweis, dass ich Gewalt jeglicher Art in der Beziehung von beiden Seiten falsch finde – angeführt, dass da durchaus gewisse Mechanismen reinspielen könnten, die mit Theorien aus dem Pickup zu erklären sind.

Gewalt kann – schlicht weil evolvierte Attraktivitätsmerkmale nicht moralisch sein müssen – eine gewisse Attraktivität erzeugen, gerade dann, wenn die Reaktion auf bestimmte Provokationen eben in einer Gesellschaft Gewalt sein muss, wenn man nicht das Gesicht verlieren will.

Ein Beispiel dafür wären „Ehrenduelle“ zB im 19% Jahrhundert nach Beleidigungen oder anderen Angriffen auf die Ehre. Jemand, der auf solche nicht mit einer Herausforderung zum Duell reagierte konnte in den passenden Kreisen dadurch an Status verlieren, als Feigling angesehen werden und damit auch unattraktiver werden.

Nimmt man dann eine Kultur, in der ein Mann auch ein bestimmtes Verhalten seiner Frau nicht hinnehmen darf ohne an Achtung zu verlieren, dann kann auch diese selbst ihn dadurch unattraktiver finden, genauso wie dann, wenn er sich nicht unter anderen Bedingungen einem Duell gestellt hätte.

Das kann dann eine enge Nähe zum „Shittest“ haben. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass sich eine Kultur entwickelt, bei der die Frau den Mann immer wieder mal herausfordern muss, damit er sie dann in ihre in dieser Kultur bestehenden Schranken verweisen kann.

Für uns klingt es dann paradox, weil Gewalt, gerade gegen Frauen, bei uns eben vollkommen anders besetzt ist und keine zulässige Reaktion ist. In anderen Kulturen hingegen kann eine schwächere Reaktion zumindest auf eine entsprechende Provokation/einen entsprechenden Test hingegen als „er traut sich noch nicht mal mich in meine Schranken zu weisen, wenn ich ihn provoziere, was für ein Versager“ gesehen werden.

Natürlich weiß ich nicht, ob ihre Ansicht tatsächlich von vielen (vielleicht sehr konservativen?) Frauen aus der Region geteilt wird. Ich habe jedenfalls nichts dazu gefunden, dass das Video ein Fake ist. Insofern finde ich es – ohne damit Gewalt in einer Beziehung gut zu heißen – interessant, die Mechanismen dahinter zu besprechen.

 

„Die Youtube-Feministen zeigen ihr wahres fürchterliches Gesicht“

YouTube’s loudest whinging gaggle of feminist SJW’s have recently revealed their horrible views on all out violence and street thuggery. Put simply – if you disagree with them, they want you they want you to be physically harmed.

The likes of Fistie Splinters (Kristi Winters), Steve Shives, Kevin Logan, Chrisiousity, Tim Blake and Garrett share this degenerate view – all while publicly virtue signalling their supposedly high-minded (fake as fuck) characters … what a bunch of cunts. Regards, Bearing.

 

Männer und Gewalt als männliche Eigenschaft

In mehreren Diskussionen wurde mir gegenüber bereits angeführt, dass die Ausübung von Gewalt quasi etwas männliches ist, eine Art zur Essenz des Mannes gehörende Eigenschaft, die Frauen eben nicht haben.

Man sollte, so wurde angeführt, lieber nur Frauen als Politiker aufstellen, weil Männer eben gewaltbereiter seien. Selbst wenn sie es nur im Schnitt seien wäre das ja eine Risikoerhöhung.

Es wurde damit auch schon begründet, dass Frauen die besseren Menschen sind, weil sie eben keine Kriege anfangen und auch sonst die meisten Mörder, Vergewaltiger und auch sonst Gewalt ausübenden eben Männer wären.

Insofern ist ein Artikel dazu wohl überfällig:

1. Generelles

Das Argument, dass die meisten Kriege Männer angefangen haben oder Männer mehr Gewalt ausüben ist bereits deswegen kein sehr gutes, weil selbst wenn man das unterstellt die meisten Männer eben dennoch keine Kriege anfangen und auch keine Gewalt ausüben.

Es ist auch deswegen bereits ein schlechtes Argument, weil Männer eben auch eher Gewalt ausüben können, da sie stärker sind und weil Männer eher Herrscher waren, während die klassische Hausfrau genauso wie der männliche Bürger eben keine Gewalt ausüben konnte.

Natürlich kann man auch Gegenstatistiken aufmachen, etwa über häusliche Gewalt oder andere Taten, wobei ich schon denke, dass Männer in vielen Gewaltbereichen vorne liegen, gerade in solchen untereinander.

Genauso wie Männer Kriege angefangen haben könnte man natürlich auf friedliche Herrscher abstellen oder auf Menschen wie Ghandi.

Man könnte sich auch dieses generalisierende Argument zu eigen machen und anführen, dass derjenige dann auch akzeptieren muss, dass alle großen Zivilisationen von Männern errichtet worden sind, die wirtschaftlichen und technischen Fortschritte ganz überwiegend von Männern verursacht worden sind etc. Wenn Mann=Gewalt, dann müsste eben auch gelten Mann=Fortschritt und Technik und das Gegenargument „Frauen konnten ja nicht, weil sie nicht in der Position waren“ wäre dann auch auf das Gewaltthema

2. Gewalt und Testosteron

Bei einem solchen Thema lohnt es sich mal etwas nach Studien zu suchen:

Studie 1:

Fifty-eight normal adolescent Swedish boys, aged 16, provided two sets of blood samples for plasma testosterone assays as well as data on a number of personality inventories and rating scales assessing aggression, inpulsiveness, lack of frustration tolerance, extraversion, and anxiety. Physical variables such as pubertal stage, height, weight, chest circumference, and physical strength were measured. There was a significant association (r = 0.44) between plasma testosterone levels and self-reports of physical and verbal aggression, mainly reflecting responsiveness to provocation and threat. Lack of frustration tolerance was also related to testosterone levels. About 40% of the variance in perfectly reliable testosterone measurements could be predicted from equally reliable Physical + Verbal Aggression and Lack of Frustration Tolerance scales. Pubertal stage was correlated with testosterone (r = 0.44), but the above-mentioned relationships could not be accounted for by pubertal stage as a third common variable. Previous hypotheses relating testosterone to strong body build and antisocial behavior, respectively, received only weak or no support.

Quelle: Testosterone, Aggression, Physical, and Personality Dimensions in Normal Adolescent Males.

Studie 2:

Testosterone plays a role in aggressive behavior, but the mechanisms remain unclear. The present study tested the hypothesis that testosterone influences aggression through the OFC, a region implicated in self-regulation and impulse control. In a decision-making paradigm in which people chose between aggression and monetary reward (the ultimatum game), testosterone was associated with increased aggression following social provocation (rejecting unfair offers). The effect of testosterone on aggression was explained by reduced activity in the medial OFC. The findings suggest that testosterone increases the propensity toward aggression because of reduced activation of the neural circuitry of impulse control and self-regulation.

Quelle:  Neural Mechanisms of the Testosterone–Aggression Relation: The Role of Orbitofrontal Cortex

Auszug aus einem Text:

THE FACTS: Behavioural research on testosterone is, if anything, inconsistent. Highly inconsistent. And a bit surprising too. Some studies found that high pre-natal exposure to testosterone leads to more generous game offers in men and women (a.k.a charity). Others have concluded that, when testosterone is artificially enhanced, men become less generous, more vengeful and antisocial. Yet others still have suggested that hypogonadal males (a.k.a low testosterone-producing males) who had their testosterone increased saw no jump in aggressive behaviour, and in fact became more friendly, energetic and, well, happy.

Words/phrases that are thrown around a lot in testosterone studies: cortisol, orbitofrontal cortex, amygdala, oxytocin — the list goes on. The point? We don’t really know how (or even if) testosterone makes humans more aggressive. We can’t isolate it. And it seems that it may just be peripheral to other hormones in aggressive, status-seeking, high-libido and/or antisocial behaviour.

I recently ear-marked this study, which found that increased levels of testosterone induce aggressive behaviour ONLY when there is perceived unfairness in a bargaining situation. It’s the system (not the hormone), stupid.

But my all-time favourite is this Nature letter, where the reality and ‚folk wisdom‘ of testosterone’s effects were teased out in a neat experiment. In a game situation, researchers gave a single dose of testosterone to certain women, the rest were given a placebo. Some had been told that they were receiving testosterone (even if they were the placebo group) while others, who had been told nothing, were actually administered testosterone. The result: the women who had received testosterone without knowing became fairer, more generous and had increased efficiency in social interactions, while the other group (those who had been told that they were receiving testosterone) behaved much more unfairly. In sum: one group acted they way they thoughttestosterone should affect humans (and it wasn’t pretty). But the reality was much different. Case and point, ladies and gentlemen.

Testosterone may in fact be the key to aggressive mammal behaviour. It may also be the fountain of life. Who knows. But the strongest (and perhaps only) current link between testosterone and human aggression is implicit cultural assumption. And what’s implicit and not explicit is too often wrong.

Aus einem weiteren Text:

According to theory from evolutionary biology, aggression serves an important function in terms of both individual survival as well as procreation potential. In terms of this evolutionary biological theory, what it comes down to is this: competition arises when resources are limited and therefore animals/species must actively compete in order to increase their own fitness. It does not take a biologist to then infer that aggression is advantageous at both the individual and genetic levels. (1).

Hormones are inextricably linked to behavior as seen by the impact that its presence or absence has on an organism. In terms of aggression, there exists intriguing evidence that there is a definite connection between the hormonal effects of testosterone and the outward expression of aggressive behavior (1). For example, castration leads to a marked decrease in aggression as shown by castration experimentation on various species. Furthermore, when testosterone is replaced through hormone therapy in these castrated animals, the amount of aggression increases and is restored to its original pre-castration level (1). Taken together, this seems to present a strong argument for the role of testosterone in aggression. However, the story does not end here: if we are to suppose that testosterone does in fact lead to aggressive behavior we must then necessarily ask how and why it does. In doing so, we might just find that the original supposition falls through.

Testosterone exerts its hormonal and behavioral effects upon interaction with androgen receptors (i.e., when converted into 5-alpha-dihydrotestosterone) or with estrogen receptors (i.e., when converted into estradial by aromatase) (2). . According to some, there exists a „critical time period“ (i.e., during development) when testosterone serves to „sensitize“ particular neural circuits in the brain. Presumably, this sensitization allows for the effects of testosterone that manifest in adulthood. A recent theory builds upon this story, adding the idea that almost immediately after birth, testosterone leads to the establishment of an „androgen-responsive system“ in males. And what about females? It is presumed that a similar androgen system is set-up in females, „although a greater exposure to androgens is required to induce male-like fighting“ (2).

Although not the primary function of most hormones, neural activity can be modulated as a result of their presence. For example, it has been shown that some hormones can modify cell permeability and therefore have a crucial impact on ion concentration, membrane potential, synaptic transmission and thus neural communication and behavioral outcomes (2). More specifically, when a hormone such as testosterone acts on a target neuron, the amount of neurotransmitter that is release is significantly affected. For example, it has been suggested (i.e., with experimental data) that testosterone acts on serotonergic synapses and lowers the amount of 5-HT available for synaptic transmission. This is important when coupled with the fairly well accepted idea that the presence of 5-HT serves to inhibit aggression, as shown convincingly in studies done on male rhesus monkeys: Serotonin reuptake inhibitors such as Fluoxentine and several other antidepressants lead to a significant decrease in aggression in both monkeys and humans (2).

Although convincing relationships have been found between testosterone and aggression, hormones in general cannot cause a particular behavioral outcome; they can only facilitate or inhibit the likelihood that such an outcome will occur. For example, the mere presence or level of testosterone is not sufficient in invoking aggressive behavior, as seen by a significant population of males that are not aggressive. There must therefore be other factors involved: at the hormonal level, what about the effects of noradrenaline, acetylocholine or glutamate? It is important to remember here that the endocrine system consists of a complex array of communication pathways, none of which act independently (2).

Furthermore, we know that biological factors do not act in a vacuum and we must therefore concede significant impact and effect from environment and social factors as well. For example, some studies have found that it is not testosterone level that is the best predictor of aggression, but that obesity and lower levels of „good“ cholesterol tend to be the best predictors of aggressive behavior in human males (3). Additionally, it has been shown that social status greatly influences the presence/degree of aggressive behavior in both animals and humans. The facts are that higher levels of social status correspond to higher levels of testosterone, although the quandary remains: is this elevated status a result of elevated testosterone levels and the evolutionarily advantageous aggressive behavior it might influence, or is the testosterone level a result of the heightened social status (i.e., building upon the well-supported idea that „winning“ social competition leads to an increase in testosterone levels) (4)? It is the age-old nature versus nurture debate, or perhaps more appropriately, nature and nurture discussion.

To come full circle and reiterate this discussion’s opening declaration: we do not know for sure whether or not testosterone leads to aggression. Therefore, any assertion of a causal relationship between the two is instantly problematic. Instead, we must continue to learn and to discuss the various possibilities with an open mind, in order to come to a better understanding of the role that testosterone and other hormones play in aggressive behavior.

Insgesamt scheint die Lage also nicht ganz klar zu sein, auch wenn es gewisse Korrelationen zu geben scheint.

3. Evolutionäre Betrachtung

Was gerne übersehen wird ist, dass der Mensch und damit auch der Mann ein soziales Wesen ist, welches in Gruppen lebt. Auch die unterschiedlichen Gruppen bekriegen sich nicht per se, sondern eine der bestechensten Eigenschaften des Menschen ist eben, dass er zur Kooperation auch über seine Gruppe hinaus fähig ist und in vielen Fällen einen reziproken Altruismus zeigt, bei dem er durchaus in Vorleistung tritt.

Es dürfte klar sein, dass in diesem Bereich Aggression schnell schadet und insofern nicht einfach ein „Aggressionsprogramm“ ohne Differenzierung besteht. Aus meiner Sicht scheint mir Aggression immer nur ein Mittel zu sein. Es mag bei bestimmten Leuten, die dies gelernt haben, eines der ersten sein, welches man bei mangelnder Impulskontrolle anwendet, aber bei den meisten Leuten heute ist es vielleicht einfach nur verbale Auseinandersetzung, Statusgehabe, Wettbewerb auf anderer Ebene, etwa um einen Job oder einen Auftrag.

Sprich: Wir mögen eine Biologie haben, die uns erlaubt Gewalt einzusetzen aber die Kultur bestimmt zu einem großen Bereich, ob es von uns als zulässiges und geeignetes Mittel in dem jeweiligen Kampf eingesetzt wird.

Was auch dazu führt, dass Männer sich eher auf produktive Wettkämpfe einlassen, weil es für sie dort eher um Status, „Revierverteidigung“ und „ich bin besser als du“ oder einfach nur Ansehen unter Freunden oder bei Frauen geht. Was auch erklären würde, warum Männer eher in Führungspositionen arbeiten oder sie Geld und Aufstiegschancen in einem Bereich mehr interessieren als Frauen.

Man muss eben heute Aggressionen nicht mehr mit Gewalt ausleben. Fight oder Flight kann einem produktiven Zweck zugeführt werden, der abseits körperlicher Gewalt liegt.