Die Lust, sich hinzugeben und die Inszenierung einem Unwiderstehlichkeitsparadigma („Der will mich, weil ich so attraktiv bin“)

Ein interessantes Interview zu Dominanz und Hingabe:

wir leben heute in unserer Beziehung den demokratischen Wertekanon. Er zielt auf Gleichwertigkeit: Mann und Frau haben die gleichen Rechte, man behandelt sich fair. Die interessante Frage ist: Wie weit kann man beim Sex dieses Gleichgewicht verschieben?

ZEITmagazin ONLINE: Ich kann beim Sex beispielsweise sagen: „Komm her!“, was ich am Frühstückstisch besser bleiben lasse.

Clement: Beim Sex können Sie auch sagen: „Du gehörst mir!“ oder „Nimm mich!“ Es gibt im sexuell-erotischen Sprechen Elemente von Ungleichheit, Macht, Besitz, Territorialität – das ganze Spektrum politisch unkorrekter Bedürfnisse. Den Partnern muss allerdings klar sein, auf welcher Sprachebene sie sich gerade bewegen. In der Sexualforschung vermeidet man interessanterweise immer einen Begriff, den ich aber für sehr interessant halte: „Hingabe“. Im Englischen heißt das Verb dazu „surrender“, was das Gleiche bedeutet wie „beim Kampf aufgeben“.

Das Spiel mit der Dominanz finden in der Tat viele Frauen sehr interessant, auch dann, wenn sie ansonsten eine gleichberechtigte Partnerschaft leben. Sicher geht auch beides und viele Frauen werden auch das mögen – und sicher werden auch Männer dominant Sex einfordernde Frauen durchaus interessant finden.

Und über den Reiz von „Fifty Shades of Grey“und Vergewaltigungsphantasien:

Clement: Eine Prise Angst gehört zu dieser Art sexueller Vorstellung schon dazu. Man inszeniert sich schließlich eine spannungsvolle Geschichte. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die Frau in ihrer Fantasie die Autorin und Regisseurin dessen ist, was geschieht. In ihrem Kopf kann sie den Mann wie eine Marionette führen und ihn gedanklich über sie herfallen lassen.

ZEITmagazin ONLINE: Den Mann gedanklich über mich herfallen zu lassen – worin besteht denn dabei der Reiz?

Clement: Es gibt eine interessante Theorie zu Vergewaltigungsfantasien, die besagt, dass es sich um verkappte Triumphfantasien handelt. Die Frau folgt mit der Inszenierung einem Unwiderstehlichkeitsparadigma: „Der will mich, weil ich so attraktiv bin.“ Er kann gar nicht anders!

ZEITmagazin ONLINE: Das ist ja mal eine ausgewachsene Allmachtsfantasie.

Clement: Absolut! Die Vorstellung „Ich bin so unwiderstehlich, dass der andere nur über mich herfallen kann“ ist grandios und macht es so erregend.

Der Plot, dass der andere ihr irgendwie verfallen ist und sie – mitunter gegen andere Konkurrenten – nur für sich will, dürfte in der Tat häufig sein. Und das mit einem gewissen Widerstand der Frau diese „Unwiderstehlichkeit“ noch betont werden kann, weil er dennoch nicht aufgibt, findet man sicherlich auch in anderen, harmloseren Flirt- und Annährungsbereichen, etwa beim „gehauchten Nein“ oder bei dem Wunsch nach dem aktiven Mann, der nicht darauf wartet, dass die Frau ihn anspricht, sondern – eben weil er sie so begehrt – auf sie zugeht und sie „erobert“. Das Herauszögern des Sex oder das Gespielte Desinteresse können jeweils das Unwiderstehlichkeitsparadigma bedienen.

 

„Frauen, hört endlich auf euch zu unterwerfen!“

Jetzt hat einen interessanten Artikel:

Neulich in einem Café: Ich versuchte, das Buch „Frauen und Macht” zu lesen, wurde aber von zwei am Nebentisch sitzenden jungen Frauen von meiner Lektüre abgelenkt. Ihr mit gesenkter Stimme behandeltes Thema: Frauen und Macht. Sexuelle Macht, um genau zu sein. Ich war nicht in der Lage, wegzuhören. „Er ist so krass unterwürfig”, klagte die eine. „Dabei wäre es so geil, wenn er mich einfach mal …, du weißt schon, würde. So richtig halt. Stattdessen muss ich immer den Anfang machen und dann streichelt er mich eine halbe Ewigkeit und …” – „Boah, voll der Abtörner”, bestätigte die andere. „Das ist ja total unmännlich.” Schwere Seufzer folgten.

Da liest sie gerade ihr Buch „Frauen und Macht“ und dann wollen die Frauen keinen Beta, bei dem sie Macht hätten, sondern lieber einen dominanten Mann im Bett. Was bei ja nicht gerade wenigen Frauen durchaus als sexy gilt.

Halten wir fest: Jemanden „einfach mal …”, das halten die beiden für männlich, Zurückhaltung im Gegenzug für weiblich. Die Kontrolle über den Akt gehört ihrer Meinung nach in die Hände des Mannes. Ich überlegte kurz, ob die beiden vielleicht Zeitreisende aus einem der vergangenen Jahrhunderte sein könnten. Ihr wisst schon, früher, als die Frau dem Mann nicht nur sexuell, sondern auch in allen anderen Belangen ihres Lebens unterworfen war.

Das es dabei gar nicht darum geht, dass man sich ihm tatsächlich unterwirft, sondern eher darum, dass er Männlichkeit bedient, weil diese sexuell anregend ist und das ganze eben ausdrücklich mit ihrem Einverständnis passiert, kommt ihr da anscheinend nicht so recht in den Sinn.

Aber nein, ihre Kleidung entsprach ganz dem Normcore des 21. Jahrhunderts. Vielleicht hatten sie dann einfach spezielle Vorlieben und waren an den Falschen geraten? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Denn so wahnsinnig speziell sind ihre Vorlieben nicht. 

Je nach Studie haben 30 bis 60 Prozent aller Frauen Vergewaltigungsphantasien

Einer Umfrage des Casual Dating Portals „Secret“ aus dem Jahr 2015 zufolge lassen sich drei Viertel der Frauen beim Sex gern führen, nur 38 Prozent schlüpfen auch selbst gern mal in die dominante Rolle (zum Vergleich: Bei den Männern ist es genau anders herum). Und Daniel Bergner, der in „Die versteckte Lust der Frauen” Forschungsergebnisse zur weiblichen Begierde zusammenträgt, konstatiert: Je nach Studie haben 30 bis 60 Prozent aller Frauen Vergewaltigungsphantasien (ohne das natürlich wirklich zu wollen).

Ja, dazu hatte ich hier auch schon was:

Auch die Kulturerzeugnisse, die die meisten von uns konsumieren, zielen in diese Richtung. Man braucht den Mainstream-Porno, in dem Frauen natürlicherweise so richtig hart rangenommen werden, gar nicht erst auszugraben. Jede beliebige Sexszene in jeder beliebigen Hollywood-Schnulze ist schon Beispiel genug: Er übernimmt die Initiative, er drückt sie leidenschaftlich gegen die Wand, er ist über ihr, er liebkost ihren Körper. Und wer erinnert sich nicht daran, wie vor wenigen Jahren die Roman-Trilogie Fifty Shades of Grey, in der ein superreicher Psycho eine mittellose Studentin in seiner Folterkammer knebelt und auspeitscht, durch die Decke ging? Die (halbwegs fortschrittliche) Öffentlichkeit zeigte sich entsetzt: Was? Da kämpfen Frauen Jahrzehnte für die Gleichberechtigung, um sich dann kollektiv in Phantasien darüber zu ergehen, wie sie von einem in jeglicher Hinsicht potenten Mann nicht nur finanziell, sondern auch sexuell dominiert werden?

Passt vielleicht nicht so ganz zu der Vorstellungswelt einer Feministin, aber sehr gut in evolutionäre Theorien. Dominante Männchen stehen meist weiter oben in der Hierarchie und weiter oben in der Hierarchie ist ein gutes Signal dafür, dass er wichtige Qualitäten hat (die er mit seinen Genen an die Kinder weitergeben kann).  Das Ergebnis der intrasexuellen Konkurrenz unter Männern wird wahrscheinlich in jeder Tierart mit daraus folgender Hierarchie auch für die Partnerwahl genutzt, als Ergebnis einer sexuellen Selektion.

Die israelische Soziologin Eva Illouz erklärt in ihrem Essay „Die neue Liebesordnung – Frauen, Männer und Shades of Grey” den Erfolg der Story damit, dass sie die Spannungen innerhalb der Geschlechterbeziehungen überwindet und damit zu einer Art zeitgenössischer Liebesutopie wird. Die Verhandlung von Rollen und Aufgaben, durch die wir uns im echten Leben mit unseren Partnern quälen müssen, alle Unsicherheiten und das ewige „Wo stehe ich in meiner Beziehung?” – das alles ist hier nach dem anfänglichen Hin und Her so gut wie ausgehebelt. Die Positionen der beiden Hauptfiguren bleiben statisch. Er oben, sie unten, und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende. Die Menschen sind es also leid, ihre Beziehungen auszuhandeln. Kann man ihnen nicht vorwerfen, ist ja auch ’ne anstrengende Angelegenheit. Warum aber bauen sie sich keine echtezeitgenössische Liebesutopie, in der eine superreiche Milf einen devoten Studenten vermöbelt? Jetzt wäre die beste Zeit dafür: So gleichberechtigt wie heute war unsere Gesellschaft noch nie.

Weil es wesentlich weniger (nicht keine) sehen wollen. Schlicht weil es keine evolutionären Signale bedient, wenn er ein „Weichei“ ist und sich von ihr vermöbeln lässt. Wie würde er dann erst gegen Männer abschneiden?

Von der Mehrheitsfähigkeit einer solchen Vorstellung sind wir tatsächlich aber ganze Galaxien entfernt. Die Bilder, die in unseren Köpfen und Bildschirmen regieren, entsprechen dem genauen Gegenteil. Denn bedauerlicherweise ist unser Rückenmark nicht ganz so schnell wie unser Hirn. Wir wissen, dass Herrschaft der Männer vorbei ist. Frauen brauchen keinen Mann mehr, um überleben zu können. Manche verdienen mehr als ihr Partner oder werden Bundeskanzlerin. Und trotzdem ist da was in ihnen, das die Unterwerfung genießt. Selbst etliche Feministinnen finden nichts Verwerfliches daran, wenn Frauen ihren devoten Neigungen nachgehen. Das Ganze sei schließlich individuelle Veranlagungssache, und außerdem völlig freiwillig.

In der Tat, da mogeln sich einige Feministinnen drum herum, die sonst das private höchst politisch finden, aber sie können sich immerhin darauf berufen, dass man die Sexualität der Frau nicht einschränken darf, Männer ja auch devot sein können, und es in diesem Fall gar nichts aussagt.

Ich bin weit davon entfernt, die Bettspielchen von anderen zu verurteilen.
Ich vermute so weit davon entfernt ist sie nicht.

Dennoch frage ich mich: Wie sehr kann so ein Hang zur Submission individuelle Veranlagung sein, wenn er doch eindeutig geschlechtsspezifisch ist?

Weil die Männer ihren Hang unterdrücken, weil sie in Wahrheit die Kontrolle hat, weil es ganz einvernehmlich ist, weil es auch ein Tabu für Frauen ist verdorben zu sein und man so auch gegen die Geschlechterrollen vorgeht und eben auch weil es schlicht und einfach geil ist und man es deswegen irgendwie rechtfertigen muss.

Das ist so, als würde man behaupten, all die Frauen würden aus einem inneren Drang heraus so wahnsinnig gern in Care-Berufen arbeiten, in denen man kaum was verdient.

Ja, wie könnte so etwas nur aus einem inneren Drang heraus erfolgen, in einer Säugetierspezies in der die Frau eher als der Mann auf „Carearbeit“ ausgerichtet ist?

Dabei ist inzwischen so ziemlich jedem Waldbewohner klar, dass Frauen diese Berufe vor allem deswegen ergreifen, weil sie entsprechend sozialisiert wurden. Genau das passiert auch mit der weiblichen (und männlichen) Sexualität: Wie wir sie erleben, was für Wünsche und Fetische wir entwickeln, hängt maßgeblich von der Gesellschaft ab, in der wir aufwachsen. Mit anderen Worten: Je weniger Alternativen es zur männlichen Dominanz gibt, desto weniger können wir entsprechende Begierden entwickeln und desto mehr verharren wir in veralteten Rollenklischees. Dabei geht es nicht darum, den Spieß tatsächlich und für alle Zeit umzudrehen. Aber ich würde echt gern mal zwei Typen darüber stöhnen hören, wie krass unterwürfig die Neue so ist und dass es wirklich schön wäre, würde sie das Kommando übernehmen.

Ich will mich nicht in das Sexualleben der Leute einmischen, aber sie sind so sozialisiert und sie verharren nur in alten Geschlechterklischees und helfen damit diese zu unterhalten.

Die armen Frauen, die darauf stehen, sind eben nur Opfer ihrer Sozialisierung.

Zu ihrer Umkehrung:

Männer würden sich wahrscheinlich weitaus seltener als Frauen über das Sexualleben mit ihrer Freundin unterhalten. Aber natürlich gibt es auch Männer, die nichts dagegen hätten, wenn ihre Freundin mal dominant wäre. Wesentlich mehr würden vielleicht nicht Dominanz wollen, aber eine hohe Aktivität und eine hohe Eigeninitiative der Frau. Aber das ist auch nicht das Gleiche.

Dann wüsste ich: Wir sind der Gleichberechtigung ein ganzes Stück näher gekommen.

Warum eigentlich? Die Männer wären dann ja vielleicht auch nur Opfer ihrer Sozialisierung, die sie dann dazu gebracht hätte, dass sie gerne dominant angegangen werden. Wäre es nicht konsequenter, wenn sie hoffen würde, dass niemand mehr will, dass der andere dominant ist?

 

„Je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung“

Auf Faacebook wurde folgende Behauptung aufgestellt:

je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung

Die Erläuterung dazu:

Dieser Satz wird bestimmt gerade einige Damen aufregen, aber wie ihr wisst interessiert mich die Realität mehr als irgendwelcher politisch korrekter Bullshit..

Beziehungen funktionieren am besten und halten am längsten, wenn der Mann älter, erfolgreicher, souveräner oder selbstbewusster ist… Die natürliche Ordnung hat den Mann als „Beschützer“ und dominanten Part in der Beziehung vorgesehen… Alles andere funktioniert nicht und führt zu ständigen Nörgeleien und Machtkämpfen..
Was meint ihr warum Millionen von Frauen sich 50 Shades of Grey gekauft haben? Ein Buch, das so beschissen geschrieben ist, dass jeder Bastei Lübbe Roman dagegen Weltliteratur ist ..
Weil ihre Seelen und Herzen danach „schreien“, einen dominanten Mann an ihrer Seite zu haben, der die Führung übernimmt. Auch wenn sie das niemals zugeben würden und wahrscheinlich auch gar nicht bewusst merken… Aber Verstand und Unterbewusstsein sind ja bekanntlich 2 ganz unterschiedliche Dinge… 🙂

Und klar, auch Männer haben ein entsprechendes Selbstverständnis längst verlernt.

Aus  meiner Sicht wäre da die große Frage, was man als „Emanzipiert“ ansieht. Ich würde es so definieren,  dass sie nicht abhängig ist, zur Not auf eigenen Beinen steht und sich nicht als untergeordnet ansieht.

Dann würde ich dieser These auch nicht zustimmen. Aus meiner Sicht muss sich eine Frau nicht unterordnen. Das beißt sich meiner Meinung nach auch nicht damit, dass viele Frauen eine gewisse Dominanz mögen. Denn das erfordert keine tatsächliche Unterordnung. Es reicht vollkommen, wenn sie sich in dem Momenten treiben lässt, aber dennoch eine eigene Meinung hat und diese auch bei Bedarf vertritt. Ich sehe insofern keinen Widerspruch zwischen beiden Punkten.

Harte Pornos mit Gewalt sind bei Frauen beliebter als bei Männern

Anhand einer Auswertung von Suchanfragen bei Google kommt ein Forscher zu der Ansicht, dass harte Pornografie mit Gewalt auch gerne von Frauen geschaut wird.

Aus einem Artikel dazu:

The popular feminist narrative would have you believe that porn is largely consumed by men, and that depictions of violent — or at least rough — sex would be a primarily male-dominated interest.

This is untrue, states researcher Seth Stephens-Davidowitz, who says that porn featuring violence against women is significantly more popular among women compared to men.

His findings might explain the popularity of the BDSM-heavy “Fifty Shades of Grey” series of novels among female readers.

Speaking to Vox in an interview about how Google data proves that most Americans lie about their sexual preferences, the researcher and author of “Everybody Lies” asserts that more women enjoy the genre compared to male porn watchers — despite common sense and politically correct claims to the contrary.

“Porn featuring violence against women is also extremely popular among women,” said the author. “It is far more popular among women than men.”

“I hate saying that because misogynists seem to love this fact,” he added. “Fantasy life isn’t always politically correct.”

Stephens-Davidowitz calls Google’s data a “digital truth serum.” With an illustrious career in academia, the researcher has produced extensive volumes of original research into the field of big data, published in academic journals and The New York Times. He presently serves as a quantitative analyst at Google, where he researches internet searches to understand human behavior.

Americans aren’t the only people susceptible to self-deception, claims Stephens-Davidowitz.
“The rate at which women watch violent porn is roughly the same in every part of the world. It isn’t correlated with how women are treated,” he stated.

The researcher also highlighted a curious instance in India, where the number one search for “my husband wants…” ends with breastfeeding, and that porn featuring adult breastfeeding is more popular in India compared to anywhere else.

“In just about every country, just about every Google search looking for advice on breastfeeding is looking how to breastfeed a baby,” he said. “In India, Google searches looking for breastfeeding advice are about equally split between how to breastfeed a baby and how to breastfeed a husband.”

Likewise, another oddity comes from Japan, where at least 10 percent of the porn-related searches involve tickling. The author says calling these preferences “weird” isn’t the correct response.

“The data from porn tells us that everybody is weird,” he said. “Thus, nobody is weird.”

Nach der Auswertung der Daten schauen also eher Frauen als Männer Pornografie, in der Gewalt gegen Frauen gezeigt wird.

Das passt zu anderen Funden:

1. Vergewaltigungsfantasien bei Frauen

This study evaluated the rape fantasies of female undergraduates (N = 355) using a fantasy checklist that reflected the legal definition of rape and a sexual fantasy log that included systematic prompts and self-ratings. Results indicated that 62% of women have had a rape fantasy, which is somewhat higher than previous estimates. For women who have had rape fantasies, the median frequency of these fantasies was about 4 times per year, with 14% of participants reporting that they had rape fantasies at least once a week. In contrast to previous research, which suggested that rape fantasies were either entirely aversive or entirely erotic, rape fantasies were found to exist on an erotic-aversive continuum, with 9% completely aversive, 45% completely erotic, and 46% both erotic and aversive.

2. Vergewaltigungsfantasien II

On the contrary, in fact: This new study found that the less repressed about sex women said they were and the more positive attitudes they had about sex, the more likely they were to fantasize about rape or ravishment. It makes sense, when you think about it: These women are more open to fantasy in general, and are less likely to feel guilty about their fantasy lives.

…And just in case that doesn’t completely shut down the slut-shame theory: Women who reported more rape fantasies were more likely to have high self-esteem.

3. Fifty Shades und Interesse an entsprechender Pornographie

Fifty Shades of Grey Pornhub

Fifty Shades of Grey Pornhub

4. Was Frauen antörnt XVII

Aus „Fifty Shades of Grey“

“Suddenly he grabs me, tipping me across his lap. With one smooth movement, he angles his body so my torso is resting on the bed beside him. He throws his right leg over both mine and plants his left forearm on the small of my back, holding me down so I cannot move … He places his hand on my naked behind, softly fondling me, stroking around and around with his flat palm. And then his hand is no longer there … and he hits me—hard.” (273, 274) (…)

We lie there, panting together, waiting for our breathing to slow. He gently strokes my hair … Boy … I Survived. That wasn’t so bad. I’m more stoic than I thought. My inner goddess is prostrate … well, at least she’s quiet.” (276) “At the touch of leather, I quiver and gasp. He walks around me again, trailing the crop around the middle of my body. On his second circuit, he suddenly flicks the crop, and it hits me underneath my behind … against my sex … The shock runs through me, and it’s the sweetest, strangest, hedonistic feeling … My body convulses at the sweet, stinging bite. My nipples harden and elongate from the assault, and I moan loudly, pulling on my leather cuffs.” (323)

“His arms are wrapped around me, and he’s pulling me to him, hard, fast, gripping my ponytail to tilt my head up, kissing me like his life depends on it … He drags the hair tie painfully out of my hair, but I don’t care. He needs me, for whatever reason, at this point in time, and I have never felt so desired and coveted.” (478)

5. Maskuline, attraktive und dominante Männer bringen Frauen schneller und häufiger zum Orgasmus

It has been hypothesized that female orgasm evolved to facilitate recruitment of high-quality genes for offspring. Supporting evidence indicates that female orgasm promotes conception, although this may be mediated by the timing of female orgasm in relation to male ejaculation. This hypothesis also predicts that women will achieve orgasm more frequently when copulating with high-quality males, but limited data exist to support this prediction. We therefore explored relationships between the timing and frequency of women’s orgasms and putative markers of the genetic quality of their mates, including measures of attractiveness, facial symmetry, dominance, and masculinity. We found that women reported more frequent and earlier-timed orgasms when mated to masculine and dominant men—those with high scores on a principal component characterized by high objectively-measured facial masculinity, observer-rated facial masculinity, partner-rated masculinity, and partner-rated dominance. Women reported more frequent orgasm during or after male ejaculation when mated to attractive men—those with high scores on a principal component characterized by high observer-rated and self-rated attractiveness. Putative measures of men’s genetic quality did not predict their mates‘ orgasms from self-masturbation or from non-coital partnered sexual behavior. Overall, these results appear to support a role for female orgasm in sire choice.

6. Frauen finden Dominanz beim Sprechen anziehend

Men’s copulatory success can often be predicted by measuring traits involved in male contests and female choice. Previous research has demonstrated relationships between one such vocal trait in men, mean fundamental frequency (F0), and the outcomes and indicators of sexual success with women. The present study investigated the role of another vocal parameter, F0 variation (the within-subject SD in F0 across the utterance, F0–SD), in predicting men’s reported number of female sexual partners in the last year. Male participants (N = 111) competed with another man for a date with a woman. Recorded interactions with the competitor (“competitive recording”) and the woman (“courtship recording”) were analyzed for five non-linguistic vocal parameters: F0–SD, mean F0, intensity, duration, and formant dispersion (Df , an acoustic correlate of vocal tract length), as well as dominant and attractive linguistic content. After controlling for age and attitudes toward uncommitted sex (SOI), lower F0–SD (i.e., a more monotone voice) and more dominant linguistic content were strong predictors of the number of past-year sexual partners, whereas mean F0 and Df did not significantly predict past-year partners. These contrasts have implications for the relative importance of male contests and female choice in shaping men’s mating success and hence the origins and maintenance of sexually dimorphic traits in humans.

7. Pornos – was Männer und Frauen sich ansehen (Pornhub Auswertung)

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

 

Was Frauen antörnt XVIII

Aus der Besprechung von „Tussikratie“ von Katrin Roenicke:

 Ich habe nichts dagegen, wenn es Pornos gibt in denen Frauen untergeordnet zu Männern sind. Denn ich weiß, dass dies eine völlig “normale” Facette weiblicher Sexualität ist. Ich weiß, dass sich viele Frauen danach sehnen, hart angefasst und eben nicht auf Augenhöhe behandelt zu werden, denn im sexuellen leben viele Menschen – wie Theresa das sehr treffend nennt – das Testen von Grenzen aus. Sex ist oft das lustvolle Erleben von Grenzerfahrungen. Somit gehören viele der Spielarten von Sex, die von früheren Generationen von Feministinnen als pure Gewalt und oder Propaganda von Gewalt an Frauen angesehen wurde, für mich zu einem legitimen Repertoir an sexuellen Spielarten

(zu Vorgängern der Serie)

 

Männer stimmen in einer Beziehung lieber zu als zu streiten, Frauen nervt das

Ein Bericht über Studien zum Partnerverhalten und dem Umgang mit Konflikt in der Beziehung:

The Creative Conflict Resolution study found that 68% of men preferred to say, „yes dear“ or „uh huh“ instead of sharing their true feelings to please their quarreling mate. The Arizona study found that girlfriends and wives are not fooled by this capitulation and that this „no mas“ defense actually antagonizes and frustrates these women, who then have a lower opinion of the relationship because there is no real satisfactory resolution of the conflict.

Doppelt interessant: Die Männer gehen dem Konflikt aus dem Weg, stimmen lieber zu, scheinen also nicht gerad ein Patriarchat aufrechtzuerhalten innerhalb der gängigen Beziehung. Eher scheint die Frau die Hosen anzuhaben. (Und gleichzeitig hassen es die Frauen, wenn die Männer das machen. Sie hätten lieber Männer, die zu ihren Interessen stehen. Das passt natürlich gut dazu, dass Status und Alphamannverhalten für Frauen ansprechend ist, wenn auch dieser Teil dazu nichts direkt sagt.

In dem Bericht heißt es dann:

n the twentieth century America gradually transitioned from the oppressive patriarchal marriage model that featured rigid roles performed regardless of romantic feelings to the enlightened companionate model which emphazied men and women as co-equals. Romantic love was now not only required during courtship but was mandatory to keep the two equal partners together after the wedding ceremony.

Honesty is vital if a companionate marriage is to succeed. If both partners are candid in their courtship, there is a strong possibility they will choose to unite in full knowledge of their strengths and weaknesses. As co-equals, negotiations and allowances will be made before commitment so neither will feel defrauded by the reasonable behavior of the other.

Unfortunately in the last century many American men abandoned honest courtship and began exploiting a gaping weakness in the companionate system. Encouraged by the media of film, music and television, they increased their short-term chances of successfully finding a heterosexual partner by pretending to be emotionally compatible. In a society that praises living for the moment, being disingenuous gradually became an accepted technique of dating for many men.

After the thrill of the physical part of the relationship fades, many women discover they have bonded with a compliant wimp who observes the letter of the marriage or cohabitation and secretly years for just a little peace from a woman of clashing temperaments and few if any shared interests or goals. These hen-pecked men will kindle a simmering resentment from living with an incompatible mate, but rarely openly voice their true feelings. They will attempt to find opportunities to covertly do the things they really like such as hiding out in their „man caves“ or volunteering for business trips so they can find a quiet refuge where they can eat pork rinds and corn nuts and watch their beloved ESPN in peace. Eventually many women discover that their one time Prince Charming has no core beliefs besides pleasing her. These wives and girlfriends will lose all respect for their spineless men who stand for nothing. Then the magic of the marriage or cohabitation will be over.

Harte Wertung. Ich würde sagen, das zuviel nachgeben in der Tat dazu führt, dass der Respekt verschwindet und kein Status mehr vorhanden ist. Es vermeidet vielleicht kurzfiristigen Streit, führt aber langfristig dazu, dass die sexuelle Anziehung flöten geht und damit mehr Zeit entsteht. Das bedeutet nicht, dass man grundsätzlich Streit anfangen soll. Aber eben auch zu seiner Meinung stehen sollte und Sachen ruhig mal ausdiskutieren.

Dominanz und dominieren

Dominanz bei Männern und Attraktivität für Frauen war hier schon häufiger Thema:

Allerdings wird das gerne damit verwechselt, dass man ein Diktator ist und versucht die Frau zu unterwerfen. Hier ein Text dazu, den ich in der Hinsicht ganz gut finde:

Taking charge and being decisive however doesn’t mean taking domineering control over your woman. Taking charge doesn’t mean micromanaging her activities, telling her what to wear all the time, or telling her who she’s allowed to see. It doesn’t mean playing dictator.

You want to be dominant, but not domineering. You want to be strong, and yet sweet.

Nor do you need to create a woman who is subservient. In fact, your woman should not hesitate to offer you her advice based on her experience and feelings.(…)
Many men make the mistake of believing that being nice means being a pushover. It’s not. You still want to nice and loving to your woman, just not in a placating way, but from the position of taking command and being a man of action.

So you have to take control over the situation without losing control over yourself. You want to be able to be in control of any situation without resorting to any sort of domineering behavior. Being in control and being decisive simply means that you are a man of action, that you have direction, and are comfortable taking control when the moment arises.

Also dominant sein, weil man selbstsicher ist, die Sache in der Hand hat, Handeln will und kann, und nicht weil man sie kontrollieren will. Ich denke das kommt durchaus an.

Vergewaltigungsfantasien II

Ich hatte das Thema Vergewaltigungsfantasien schon einmal aufgegriffen.

Eine nette darauf beruhende Spitze auf die feministischen Theorien findet sich hier:

Well, perhaps they did not take enough Women’s Studies classes in college, because as we all know by now, consent is sexy, and having her husband ask permission to have sex with her is what every woman secretly craves. Those fantasies are called permission fantasies, don’t you know, and every woman has them, which is why the Fifty Shades series was such a colossal failure with women. (…)

Okay, I’m being facetious. Most women have ravishment fantasies, not permission fantasies. Why? Feminists have always answered this question with a highly unsatisfying blame game: they say that women only want to be ravished because they really desire sex but have been socialized that good girls don’t like sex, so they have to pretend that they are being ravished or raped so that they don’t feel guilty for actually wanting sex so much.

(der weitere Text wird mir dann am Ende zu christlich, aber gut)

Das diese Theorien nicht so zutreffend sind, wird dann mit dem folgenden Text begründet (der auf die bereits im ersten Text dargestellte Studie abstellt)

Previous research into this topic found that between 31% and 62% of women have rape fantasies. The authors of the new study posed the following question: “To be sexually aroused by such an imagined scenario represents a psychological mystery. Why fantasize about a criminal act which in reality is repulsive and harrowing?”

The researchers, based at the University of North Texas and the University of Notre Dame, studied 355 young women. In one of the exercises, the women’s arousal levels were studied as they listened to a ravishment fantasy scenario over headphones (gotta love audio erotica!) — and we say ravishment in this case because the scenario was pulled from the kind of story lines typical to romance novels… i.e. it was very clearly an erotic fantasy and not an actual account of a real-life rape. The women listening were told to imagine themselves as the woman in the narrative.

So why are women turned on by this kind of scenario? In the past, the theory went that women didn’t want to be perceived as “slutty” for enjoying sex, and so rape fantasies were a way to avoid taking blame for their sexual desires. We’re delighted to report that the researchers of this new study found no such thing!…

On the contrary, in fact: This new study found that the less repressed about sex women said they were and the more positive attitudes they had about sex, the more likely they were to fantasize about rape or ravishment. It makes sense, when you think about it: These women are more open to fantasy in general, and are less likely to feel guilty about their fantasy lives.

…And just in case that doesn’t completely shut down the slut-shame theory: Women who reported more rape fantasies were more likely to have high self-esteem.

Einen guten Überblick über die verschiedenen Theorien erhält man auch in dieser Studie:

This article is the first systematic review of the research literature on women’s rape fantasies. Current research indicates that between 31% and 57% of women have fantasies in which they are forced into sex against their will, and for 9% to 17% of women these are a frequent or favorite fantasy experience. Erotic rape fantasies are paradoxical: they do not appear to make sense. Why would a person have an erotic and pleasurable fantasy about an event that, in real life, would be abhorrent and traumatic? In this article, the major theories of women’s rape fantasies are evaluated both rationally and empirically. These theories explain rape fantasies in terms of masochism, sexual blame avoidance, openness to sexuality, sexual desirability, male rape culture, biological predisposition to surrender, sympathetic physiological activation, and adversary transformation. This article evaluates theory and research, makes provisional judgments as to which theories appear to be most viable, and begins the task of theoretical integration to arrive at a more complete and internally consistent explanation for why many women engage in erotic rape fantasies. Methodological critiques and programs for future research are presented throughout.

Feministische Liebesromane und Dominanz

Ein Artikel bespricht feministische Liebesromane. Nach einigen Ausführungen zu Heldinnen, die aktiv die Story gestalten und Sex, bei dem die Frauen aufblühen und ihre Sexualität ausleben kommt eine interessante Stelle:

Grant echoes that romance novels have the ability to not only turn their readers on but, in fact, show their readers what exactly turns them on: „romance (being written by women as it is) is a way for women to explore what we’d like sex to look like, and to define sexual success or validation for ourselves.“

Still, there continue to be romance novels published where consent between the main characters is fuzzy. Robin Lynne, a scholar who writes on romance at the site Dear Author, argues that we should not see this as a failure of the genre but rather how it reflects the ambiguity of real life. „Women struggle with our sense of physical vulnerability, in some instances every day. So why would it be a surprise that a genre consumed by intimate relationships between men and women would not also be consumed by the issue of sexual force (and other types of emotional and physical coercion).“ This is complicated by the fact that a fair amount of women find sexually dominant men to be titillating. And almost any romance author you speak to about the genre will quickly tell you that what they write is not true life but a fantasy. The critical space between what one reads and likes and what one actually does is something that critics of the genre must remember, especially because their own policing of women’s desires is the product of the patriarchal system they are trying to criticize. MacLean argues that „we have to give ourselves permission as women to have fantasies. We aren’t saying that men should threaten sexual dominance or harassment or abuse. But it’s okay if we, at some point, find the idea of that threat hot.“ In a society that often wants to boil women’s sexual experiences into the polar opposites of purity or sluttiness, romance novels, even when we may as individuals judge their plots to be problematic, are the largest cultural space available for women to read about and imagine their own sexual fantasies.

Schon interessant in einem Artikel über feministische Romane etwas über die Vorliebe vieler Frauen für dominante Männer zu lesen. Passend dazu finde ich allerdings einen Kommentar unter dem Artikel:

Feminists who abhor any male boldness and those who „get hot“ to it need to decide which message they want to send men as they control the conversation. As always, we are used to mixed signals, but this one is unacceptable to relations between the sexes. Men want to fulfill fantasies yet have been specifically and routinely (from school through workplace) taught to avoid any association with sexual boldness.

Aus meiner Sicht wesentlich stimmiger innerhalb der feministischen Theorie: Wer meint, dass solche Dominanz bestimmte Rollenbilder stärkt und die Rape Cultur stützt, der kann eben auch nicht über solche Bücher das Signal senden, dass so etwas sexy ist.

Leider aber ist es nun einmal sexy für viele Frauen. Und insofern sieht man wahrscheinlich gerne über die eigentliche Unstimmigkeit mit feministischen Thesen hinweg

Männliche Dominanz und Attraktivität

In der gestern behandelten Studie waren zwei interessante Studien zu männlicher Dominanz und der Attraktivitätsbewertung durch Frauen enthalten.

In der ersten Studie geht es darum, wie sich die Vorliebe für Dominanz zum Zyklus der Frau verhält:

Recent studies have reported that women exhibit elevated preferences for behavioral dominance in potential mates on higher fertility days of the menstrual cycle. This study was designed to test which hormonal signals may be associated with such cycle phase shifts in dominance preferences. Women indicated their mate preferences for dominant personality traits, and self-reported cycle day was used to estimate each woman’s levels of estrogen, FSH, LH, progesterone, prolactin, and testosterone on her day of testing. Women’s preferences for dominance in long-term mates were elevated on cycle days when estrogen is typically elevated, including during the luteal phase when conception is not possible. Preferences for dominance in short-term mates were highest on cycle days when LH and FSH are typically peaking. These findings support the existence of two types of hormone-regulated psychological mechanisms, each of which is proposed by a distinct functional theory of menstrual phase preference shifts: (1) a between-cycle mechanism that increases preferences for dominance in long-term mates during more fertile cycles characterized by higher estrogen, and (2) a within-cycle mechanism that couples enhanced preferences for dominance in short-term mates to the timing of ovulation

Quelle: Estimated hormones predict women’s mate preferences for dominant personality traits (Volltext, PDF)

Hier die wesentlichen Daten:

3.2. Results for ratings of long-term mate attractiveness

Among the sub-sample of women not using hormonal contraceptives who rated traits for long-term mate attractiveness (n = 42), the zero-order correlation between estimated estrogen and dominance preference was marginally significant, r = .30, p = .057. However, the effect of estrogen became much stronger when dominance preferences were simultaneously regressed on all of the hormones presented in Table 1, b = .57, p = .008 (no other hormones exerted significant influences in this model). Fig. 2A suggests that this estrogen effect was generated as much by an elevation of dominance preferences in the mid-luteal phase (when estrogen is also elevated) as by an elevation during the fertile window; consistent with this, the size of the zero-order correlation between estrogen and dominance preference became slightly larger when analyses were restricted to women tested during the luteal phase (n = 17), r = .37, p = .145. 3.3.

Results for ratings of short-term mate attractiveness

A somewhat different pattern emerged among the sub-sample of women who rated traits for short-term mate attractiveness (n = 50). The zero-order correlation between estimated estrogen and dominance preference was positive but not significant, r = .22, p = .13, whereas both estimated LH, r = .31, p = .03, and estimated FSH, r = .30, p = .032 were significantly correlated with dominance preferences. When dominance preferences were regressed on all of the hormones presented in Table 1, there was a marginally significant positive effect only for LH, b = .47, p = .081. When FSH was substituted for LH in the model, FSH became the only significant predictor of dominance preferences, b = .44, p = .043 (the influence of estrogen in this model was positive but not significant, b = .33, p = .174). Fig. 2B suggests that this LH/FSH effect was likely a product of the sharp mid-cycle peak in dominance preferences seen among women rating for short-term mate attractiveness.

Die Schwankungen mit dem Hormonspiegel waren also nicht so stark, aber nachweisbar.

Aus der Diskussion:

Between-cycle theory proposes mechanisms that read estrogen concentrations as evidence of the fertility of a current cycle in order to up-regulate scrutiny of men’s sexual attractiveness in more vs. less fertile cycles. The theory posits a simple prediction that higher estrogen will be associated with stronger attraction to components of sexual attractiveness, regardless of whether the estrogen elevations occur during the fertile window. Our findings for ratings of long-term mate attractiveness (and for results collapsed across rating contexts) were consistent with this prediction, as we found elevated preferences for dominance on days when estrogen tends to be elevated, including during parts of the luteal phase when conception is not possible. Mixed-mating theory does not directly predict such luteal phase preference elevations, although the luteal phase patterns could be by-products of a mechanism that uses estrogen to index the timing of the fertile window. In sum, the results for ratings of long-term attractiveness were directly consistent with the predictions of between-cycle theory, but might also be explained as by-products of the mechanisms proposed by mixed-mating theory.

Preferences for dominance in short-term mates, on the other hand, were more tightly coupled to the fertile window, with a pronounced peak on the days that LH and FSH are typically peaking. This pattern is consistent with mixed-mating theory’s postulation of evaluative mechanisms that hone in on markers of phenotypic quality in potential sexual partners on the precise days of the cycle that conception is most likely. In conjunction with the findings for long-term ratings, then, our overall findings are consistent with the existence of two general types of mechanisms: a between-cycle mechanism that reads estrogen concentrations and operates specifically on judgments of potential long-term mates, and a within-cycle mechanism that reads hormonal signals associated with the fertile window and operates specifically on judgments of potential short-term sexual partners.

Es gibt also zwei interessante Punkte, bei denen Dominanz eine Rolle spielt: Einmal bei einer Langzeitbetrachtung, bei der die jeweilige allgemeine Fruchtbarkeit eine Rolle für die Bewertung der Attraktivität von Dominanz spielt und eine Kurzzeitbetrachtung, bei der die konkrete im Moment bestehende Fruchtbarkeit eine Rolle spielt. In beiden Fällen ist jeweils mit höherer Fruchtbarkeit Dominanz attraktiver.

Es wäre demnach zu vermuten, dass weiblicherer Frauen im Schnitt eher dominante Männer interessant finden, männlichere Frauen dies allerdings in einem geringeren Maße tun. Vielleicht auch ein Grund, warum diese Theorien im feministischen Bereich eher auf Unverständnis stoßen, da hier meiner Vermutung nach viele männlichere Frauen vorhanden sein müssten, da gerade diese die Geschlechterrollen als belastender empfinden sollten.

Die zweite Studie geht in die gleiche Richtung:

Women prefer both the scent of symmetrical men and masculine male faces more during the fertile (late follicular and ovulatory) phases of their menstrual cycles than during their infertile (e.g., luteal) phases. Men’s behavioral displays in social settings may convey signals that affect women’s attraction to men even more strongly. This study examined shifts in women’s preferences for these behavioral displays. A sample of 237 normally ovulating women viewed 36 or 40 videotaped men who were competing for a potential lunch date and then rated each man’s attractiveness as a short-term and a long-term mate. As predicted, women’s preference for men who displayed social presence and direct intrasexual competitiveness increased on high-fertility days relative to low-fertility days, but only in a short-term, not a long-term, mating context. These findings add to the growing literature indicating that women’s mate preferences systematically vary across the reproductive cycle.

Quelle: Women’s Preferences for Male Behavioral Displays Change Across the Menstrual Cycle

Also zumindest bezüglich der Kurzzeitstrategie ein ähnliches Ergebnis, wobei bei der anderen Studie insbesondere ein Hoch in der Mitte des Zyklus für die Langzeitstratgie und das Verhältnis von Dominanz interessant war.

Zu den Kriterien findet sich in der Studie das Folgende:

Although scent and facial attractiveness may importantly affect women’s attraction to men (Buss & Schmitt, 1993; Herz & Cahill, 1997; Regan & Berscheid, 1995), men’s behavior—how they interact with women and other men—may be even more important determinants of attraction. Women prefer men who display self-assurance and stand up for themselves with other men, but who exhibit warmth and agreeableness (e.g., Cunningham, Druen, & Barbee, 1997; Graziano, Jensen-Campbell, Todd, & Finch, 1997; Jensen-Campbell, Graziano, & West, 1995). The former attributes, which reflect intrasexual competitiveness, may partly function as signals of genetic benefits (i.e., broadly defined heritable condition) that are also conveyed by facial masculinity and developmental stability.

Auch hier findet sich also die Einteilung in Dominanz auf der anderen Seite aber komfortbezogene Elemente auf der einen Seite. Dominanz wird hier als Ausdruck der Fähigkeit beurteilt sich innerhalb einer intrasexuellen Konkurrenz durchzusezten, also gut darin zu sein, sich in einer Männergruppe und der dort herrschenden Konkurrenz durchzusetzen. Wer sich bewusst macht, wie wichtig für hierarchisch lebende Tiere die soziale Hierarchie ist, der erkennt auch schnell die Bedeutung der Domianz in diesem Bereich und dessen Wichtigkeit als Partnerwahlkriterium.

Hier die Werte in einer Tabelle:

Man sieht hier, dass sowohl Attraktivität als auch die Fähigkeit in intrasexueller Konkurrenz zu bestehen hohe Werte haben.

Eine weitere Studie behandelt das Thema unter dem hier bereits häufiger besprochenen „Nice Guy“ Oberbegriff:

Aus der Studie:

We examined whether or not different behavioral expressions of dominance by a male affected how introverted and extraverted women rated his sexual attractiveness. We assessed 81 women on the extraversion scale of the Eysenck Personality Questionnaire–Revised Short Scale (Eysenck & Eysenck, 1991), and they then watched a 1-minute silent video of a male confederate in 3 dominance conditions (closed body posture [low], open body posture , and open body posture with gesticulation [high]) and rated the male for sexual attractiveness. Results showed that higher dominance behavior significantly increased the confederate’s attractiveness, accounting for 10% of the variance in attractiveness ratings. However, the women’s personalities appeared to have no significant effect on these ratings. These results are discussed in relation to extant literature on the phenomenon that women do not select “nice guys” in preference to other men.

Quelle: DO WOMEN PREFER “NICE GUYS”? THE EFFECT OF MALE DOMINANCE BEHAVIOR ON WOMEN’S RATINGS OF SEXUAL ATTRACTIVENESS

Aus der Studie:

The results showed only partial support for our hypotheses. First, we found a significant main effect of the dominance condition on ratings of attractiveness, which generally supports previous research in which similar experimental methods were used (e.g., Renninger et al., 2004; Sadalla et al., 1987). It is noteworthy that, even in this highly controlled experimental setting, slight changes to the posture (i.e., sitting position) of a male significantly increased his levels of attractiveness. This indicates that women may use simple nonverbal signals of dominance as criteria for male attractiveness. Thus, our results contribute to extant literature on the “nice guys finish last” phenomenon by showing that dominant body postures do result in higher ratings of sexual attractiveness. Of course, this is not to argue that other variables, such as prosocial orientation, do not mediate these results. Rather, when operationalized independently, dominant nonverbal behavior appears to increase women’s ratings of men’s attractiveness. Neither a significant main effect of participant personality nor a significant interaction between personality and dominance conditions was found. These results suggest that extraverted and introverted women both perceive dominant men as being higher in sexual attractiveness. It may be the case that dominance, as an interpersonal trait, is a desirable trait, regardless of the observer’s personality

Auch hier zeigt sich also, dass dominantere Männer als attraktiver wahrgenommen werden, und dies wohl übereinstimmend über die verschiedenen Persönlichkeiten der Frauen.

Angesichts der Bedeutung der intrasexuellen Konkurrenz nicht verwunderlich.