„Noch bei der Mama wohnen“

Eine beliebte Abwertung von Männern ist, dass man vermutet, dass sie noch bei der Mutter wohnen, also nicht selbständig sind. Es scheint mir eine Abwertung zu sein, die nahezu nur auf Männer angewendet wird, obwohl auch viele Frauen noch bei den Eltern wohnen, etwa nach einer Trennung oder aus anderen Gründen.

Es gibt das „Muttersöhnchen“ aber nicht das „Muttertöchterlein“.

Der Grund dafür scheint mir darin zu liegen, dass Beleidigungen, wie hier bereits ausgeführt, häufig den evolutionären Partnerwert berücksichtigen:

Das bedient „noch bei der Mama wohnen“ ganz hervorragend, denn es macht eben deutlich, dass man es nicht geschafft hat, sich selbst zu ernähren, also auch ein schlechter Ernährer einer Familie ist. Man muss eben wie ein Kind nach wie vor durch die Mutter versorgt werden.

Es ist insofern eine gute Abwertung, die aber klassische Rollen bedient.

Ein „Weichei“ (Wussy) sein als größter Fehler, den Männer bei Frauen machen

David DeAngelo warnt davor, ein „Weichei“ (Wussy) zu sein, wenn man bei Frauen gut ankommen möchte.

Der Grundsatz ist schnell erläutert:

And it goes a little sumthin’ like this:

  1. Most men behave like WUSSIES when it comes to women and dating.
  2. Women never feel the powerful and magical emotion called attraction for WUSSIES.

Er gibt dann folgende Beispiele für das Weichei sein:

A Wussy is a guy who kisses up to women.

A Wussy is a guy who does whatever a woman wants him to do, and doesn’t even know if or when a woman is testing him.

A Wussy is a guy who accepts manipulative behavior from women, and doesn’t care if a woman flakes out on him, takes advantage of him, or acts overly dramatic around him.

A Wussy is a guy who has no backbone, and caves when challenged by a woman.

A Wussy is a guy who feels that he needs to BUY or PAY FOR a woman’s attention and affection with gifts, dinners, compliments, and other forms of payment and flattery… because he can’t imagine that a woman would want to be with him just for HIM.

In short, a Wussy is a submissive man who tries to compensate for his lack of ability to attract women by being overly accommodating and generous.

Der Rest des Textes ist ein ziemlicher Werbetext. Ich würde David aber zustimmen, dass viele der oben dargestellten Verhaltensweisen bei vielen Männern zum Werbe- und Flirtverhalten gehören und ihnen in dem Bereich schadet.

Dazu gehört eben das Denken, dass man Frauen alles ausgeben muss oder sie ja nicht provozieren darf oder ihre Launen hinnehmen muss. Die Einsicht, dass es viel besser bei Frauen ankommt, wenn man sie auf eine spassige Weise herausfordert, sich nicht zuviel gefallen läßt, sich selbst aber dabei auch nicht zu ernst nimmt und weiß, wann es einfach nur ein Shittest ist und kein Angriff, die wurde mir jedenfalls sehr deutlich als ich es einfach mal nach dem Lesen von Pickupmaterial ausprobiert habe, zumindest nachdem ich es passend kalibriert habe (am Anfang habe ich mal unter- und mal übertrieben).

Wer immer überzuvorkommend und großzügig ist, gerade in Kombination damit, dass er meint, dass sich die Frau sonst nicht für ihn interessiert, der wird aus meiner Erfahrung weit weniger sexuelle Spannung erzeugen können, die sehr leicht aufkommen kann, wenn man etwas herausfordernder, aber ohne ernsthafte Bösartigkeit vorgeht.

Wenn mich jemand nach einem Tipp fragen würde, wie er besser bei Frauen ankommt, dann würde ich ihm raten, herausfordernder bzw. frech zu sein und das auf eine männlich-sich selbst nicht zu ernst nehmende Art. Wer es schafft, dass eine Frau sich von einem herausgefordert fühlt, aber sich dabei gut amüsiert, der hat schon fast gewonnen.