Leserbriefe: Will sie was von mir oder nicht?

Ein Leser stellte per Email eine Frage zu einer Flirtsituation:

Ich bin 18 Jahre alt und ich stehe seit ca. 2 Jahren auf ein Mädchen. Letztes Jahr habe ich dann endlich meinen Mut zusammengefasst und sie nach einem Date gefragt – wir waren essen und hatten eine echt schöne Zeit, allerdings ohne große körperliche Nähe (abgesehen von Umarmungen bei Begrüßung und Verabschiedung). Einige Tage darauf habe ich sie dann nach einem zweiten Treffen gefragt, woraufhin wir uns nochmal getroffen haben. Sie hat allerdings nie selber mal die Initiative gegriffen, mir zu schreiben.
Vor kurzem wirkte sie plötzlich wieder total attraktiv und ich habe sie ein weiteres Mal nach einem Date gefragt – wir hatten wieder eine schöne Zeit, allerdings wieder ohne große körperliche Annäherungen. Ein paar Wochen später haben wir uns dann zufällig im Club getroffen und sie ist dann auch ziemlich offensiv auf mich zugekommen und hat mich angetanzt. Mehr ist allerdings auch dort nicht passiert. Von dort an haben wir dann allerdings regelmäßig geschrieben – sie hat mich auch von sich aus angeschrieben. Nun waren wir letztens zusammen auf einer Feier und sie hat sich zu mir gesetzt und auch Körperkontakt gesucht. Am Ende des Abends hat sie mich dann noch draußen gebeten und mir gesagt, dass sie auf mich steht. Daraufhin habe ich sie geküsst, was von mir auch erwidert wurde. Sie hat sich dann in meinen Arm gelegt und wir haben uns noch ein weiteres Mal geküsst. Zum Abschied habe ich ihr dann noch einen Kuss auf die Stirn gegeben.
Am Morgen danach habe ich sie dann angeschrieben und gefragt, wie es bei ihr sei. Sie rief mich dann und erzählte mir, dass ich eine tolle Person sei, sie aber nicht genug Gefühle für eine Beziehung hätte. Am gleichen Abend habe ich dann zufällig ihre beste Freundin getroffen, die auch eine gute Freundin von mir ist, und sie um Rat gefragt. Sie erzählte mir dann, dass sie sich vorstellen könnte, dass sie gerade einfach mit der Situation überfordert ist und sie nochmal mit ihr reden würde. Gestern schrieb sie (ihre beste Freundin) dann, dass sie sich klar ist, dass sie nicht mehr als Freundschaft möchte.
Nun zu meiner Frage: Glaubst Du, dass ich bei ihr noch eine Chance habe, oder dass ich einen Haken hinter die Sache setzen sollte?
Ich schrieb:
Das ist wirklich eine schwierige Situation. Es ist auch schwer sie einzuschätzen.
Eine Möglichkeit ist, dass sie dich ganz interessant findet und du einfach dran bleiben musst. Vielleicht möchte sie schlicht etwas länger umflirtet werden oder sie ist relativ passiv und kommt von sich aus nicht in die Gänge. Ich würde auf jeden Fall, wenn du sie auch interessant findest, wieder etwas versuchen und einfach mehr mit ihr machen. wenn sie etwas zurückhaltend ist, dann kann es interessant sein, dass du mit ihr etwas machst, was in einer Gruppe startet und dann später mit ihr alleine endet.Teilweise reicht ist einfach genug Zeit mit ihr zu verbringen und sie mit den Duncan warm werden werden zu lassen, bis man schließlich eh jeden Tag was miteinander macht und der Freund ist. Sie sie küssen war auf jeden Fall richtig, du solltest versuchen das auszubauen.
Die weniger schöne Variante ist, dass sie merkt, dass du etwas von ihr willst und sie etwas mit dir spielt. Vielleicht findet sie es ab und zu ganz nett, wenn Siein deiner Nähe ist und du dich um sie bemühst, mehr ist es aber nicht, so dass sie letztendlich in anderen Situationen weniger Interesse hatte, dich aber warm hält. Dann kann es interessant sein, sie etwas eifersüchtig zu machen und zu gucken, ob sie dies dazu veranlasst, dich nicht als gegeben hinzunehmen.
Das alles ist natürlich schwer zu beurteilen, wenn man keine Interaktion zwischen euch gesehen hat.
Natürlich klingt „eine tolle Person, aber nichts für eine Beziehung“ auch stark nach der Friendzone  aber dazu passt nicht, dass sie ihre Gefühle gesteht und sie rumküssen.
Vielleicht war es auch zu wenig Bindung und sie war sich nicht sicher, ob der andere vielleicht nur Sex will. Dann wäre dranbleiben sicherlich der richtige Weg.
Grundsätzlich scheint eine Chemie vorhanden zu sein. Ich würde also versuchen das auszubauen, wenn er an ihre interessiert ist.

Partnerbörsen und was die Leute für einen Partner wollen: „Die Ressource gebildeter Mann wird knapp“

In einem Interview werden interessante Daten aus einer Partnerbörse mitgeteilt:

ZEITmagazin ONLINE: Gibt es typische Lebensalter, in denen sich User anmelden?

Kahlke: Schon Mitte 20 stellen viele fest, dass der Baukasten doch nicht das große Glück verspricht. Besonders Frauen sind enttäuscht vom Dating. Sie vergrößern damit zwar die Zahl ihrer potenziellen Partner, aber es geht eben nur um Sex.

Dann gibt es die, die sich lange genug amüsiert haben und an Familie denken. Sie stellen fest, dass Dating funktioniert, aber dafür zu leichtfüßig ist. Dann sieht man sich nach etwas Ernsthaftem um. Das wird als richtiges Projekt betrieben, oft zu Neujahr. Wir sehen am Jahresbeginn einen dramatischen Anstieg der Zahlen in den Plattformen.

Und dann gibt es noch die Frauen ab 35, 40. Sie sehen an ihrem Umfeld, dass Familie jetzt wichtig und der Job nicht alles ist. Dann natürlich die ersten Trennungen. Mit Mitte 40 sind sehr viele schon wieder geschieden. Die gehen auch online.

Der große Einbruch im Gehalt kommt eben auch in der Zeit um die 30, wenn die Frauen die ersten Kinder bekommen und viele wollen dann ganz bewußt einen Beruf in dem sie auch etwas Zeit für die Kinder haben.

Frauen urteilen strenger

Männer finden Frauen auf Dating-Plattformen im Schnitt viel besser als umgekehrt
Gemeinsamkeiten/Konflikte bei Sachfragen innerhalb möglicher Koalitionen

ZEITmagazin ONLINE: Frauen bewerten Männer deutlich kritischer als Männer Frauen. Das zeigen jedenfalls die Daten Ihrer ehemaligen Kollegen von OKCupid. (Siehe Grafik.)

Die Privilegien der Frauen schön gefunden zu werden.

Was sicherlich auch daran liegt, dass Frauen eher bestimmte Typen gut finden und Männer sich weit eher einig sind.

Kahlke: Frauen versuchen noch stärker als Männer, zu optimieren, den perfekten Partner zu bekommen. Seit etwa zehn Jahren haben wir nun auch noch mehr Uni-Absolventinnen als -Absolventen. Eine größere Menge gebildeter Frauen sucht also mindestens genauso gebildete Männer, die immer seltener werden. Und nicht alle gebildeten Männer suchen gebildete Frauen, sondern oft auch attraktive Frauen mit weniger Bildung. Kurzum: Die Ressource „gebildeter Mann“ wird knapp.

Frauen wollen eben eher „nach Oben“ heiraten, Männer sind in der Hinsicht auch eher bereit „Nach unten“ zu heiraten, wobei damit der soziale Status und das Einkommen gemeint ist. Natürlich hat eine hübsche Frau aber so gesehen bereits wegen ihrer Schönheit einen gewissen Status.

ZEITmagazin ONLINE: In den USA ist das Missverhältnis unter Akademikern noch größer. Während es in Deutschland sieben Prozent mehr Uni-Absolventinnen gibt, sind es dort 35 Prozent – mit fundamentalen Auswirkungen auf die Datingkultur. Viele Männer haben keine Lust mehr, in feste Beziehungen zu gehen.

Kahlke: Bildung ist tatsächlich das Hauptattribut, das der Mann mitbringen sollte. Es ist das Hauptelement der Attraktivität, und nicht äußerliche Merkmale.

Also lieber einen nicht so hübschen mit Universitätsabschluss. Interessant wäre da eine Aufschlüssung nach dem Studienfach.

Äußere Werte

Schöne Frauen ertrinken in Kontaktanfragen, bei Männern ist der Effekt nicht entfernt so ausgeprägt
Gemeinsamkeiten/Konflikte bei Sachfragen innerhalb möglicher Koalitionen

ZEITmagazin ONLINE: Für Männer scheint das Aussehen von Frauen weiter entscheidend. OKCupid-Daten zeigen, dass Frauen, die sehr attraktiv sind, um Größenordnungen mehr Kontaktanfragen bekommen, bei schönen Männern ist dieser Effekt längst nicht so ausgeprägt. (Siehe Grafik.) Gibt es Frauen, die online praktisch überrannt werden und davor dann zurückschrecken?

Kahlke: Die gibt es. Solche attraktiven Frauen und auch attraktive Männer sind deshalb eher auf Portalen, auf denen es anonymer zugeht, wo man die Bilder erst zu einem späteren Zeitpunkt freischalten kann. So können sie sich verstecken.

Auch interessant, sehr schöne Männer haben auch einen deutlichen Vorteil, aber insgesamt erhalten alle Männer sehr wenig Anfragen und es wird eher erwartet, dass sie selbst aktiv werden.

ZEITmagazin ONLINE: Würden wir unsere Beziehungen ausschließlich nach dem Aussehen des Partners wählen, wären wir wahrscheinlich schon ausgestorben. Die OKCupid-Daten zeigen jedenfalls Erschreckendes. So finden Männer überwiegend 20-jährige Frauen attraktiv – egal, ob sie selbst 20, 40 oder 60 sind. Frauen hingegen finden Männer attraktiv, die ungefähr in ihrem Alter sind. (Siehe Grafik.)

Kahlke: Evolutionär bedingt achten Männer auf das Alter der Frauen, um gesunden Nachwuchs zu bekommen, das ist nun mal bei jungen Frauen wahrscheinlicher. Frauen hingegen brauchten früher einen Versorger mit Kraft und Status. Heute ist alles anders, aber die archaischen Muster bleiben erhalten. Frauen sagen heute, es ist interessant für mich, einen Partner zu haben, der auf meinem Niveau oder darüber ist. Muskeln sind nicht mehr wichtig, aber dafür eben die Bildung, weil sie Status und Erfolg und damit ein besseres Leben verspricht.

Der miese Sexist! Natürlich sind das nicht die alten Muster, sondern das Patriarchat.

ZEITmagazin ONLINE: Laut Statistik haben gleich gut gebildete Paare Chancen auf langfristiges Glück und auch das asymmetrische Modell des erfolgreichen und vermögenden Mannes mit weniger erfolgreicher Frau funktioniert. Die erfolgreiche Frau mit dem weniger erfolgreichen Mann scheitert häufiger. Wäre das aber angesichts der demographischen Entwicklung nicht die wünschenswerte Variante?

Kahlke: Ja, die starke Frau mit dem schwachen Mann muss es in Zukunft viel häufiger geben. Frauen sollten von ihrem Anspruch auf einen Versorger Abstand nehmen und sie werden es sicher auch schaffen. Bei Männern, glaube ich, wird es eher schwierig, ihre Dominanz aufzugeben. Aber es wird so kommen müssen.

Da wäre ich an näheren Ausführungen interessiert. Er sagt ja, dass Frauen gerade den erfolgreichen Mann suchen und ich vermute wenn sei auf „Dominanz“ und „Versorger“ genauer testen könnten, dann würden sie merken, dass da durchaus die Frauen eine deutliche Wahl treffen.

ZEITmagazin ONLINE: Wirklich? Wie viele Frauen auf Ihren Plattformen haben auch nur einen Mann akzeptiert, der kleiner ist als sie selbst?

Kahlke: Verschwindend wenige. Es ist leider eines der wichtigsten Kriterien – der Mann muss genauso groß oder größer sein. Keine Frau gibt das gerne zu. Wenn man sie fragt, sagen sie, sie seien offen, aber wenn sie sich dann binden, ist es so.

Auch wieder ein schöner Moment der Wirklichkeit. Körpergröße ist für Frauen sehr wichtig, auch wenn sie natürlich heute auch keine Rolle mehr spielt. Aber die ideale Größe für die meisten Frauen ist eben nach wie vor, dass er wenn sie High Heels anzieht noch etwas größer ist als sie oder zumindest gleich groß.

ZEITmagazin ONLINE: Haben Sie analysiert, wie Ihre User kommunizieren? Die Kontaktaufnahme ist ja ein magischer Moment. Vom Profil her passt es – aber was, wenn der potenzielle Traumpartner Verschrobenes schreibt?

Kahlke: Dann ist es vorbei. Die Nachrichten konnten wir natürlich nicht analysieren, der Datenschutz verbietet das. Aber unsere Nutzerbefragungen haben ergeben, dass Frauen sich von den Männern längere und individuellere Nachrichten wünschen und mehr Kreativität. Damit man auch sieht, dass sich die Nachricht von der unterscheidet, die an die Userin davor gesendet wurde.

Was auch wiederum daran liegt, dass Frauen so wählerisch sind. Wenn sie die wenigsten Männer attraktiv finden, dann lohnen sich halt pauschale Anschreiben, damit sie dann eigenes Interesse signalisieren kann.

Flirten

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Es beginnt mit:

Flirten

Flirtet ihr gerne? Was ist eure Taktik? Was würdet ihr gerne mal ausprobieren? Flirten für die Beziehung oder für den Sex? Wie viel sollte man in einer Beziehung noch miteinander flirten? Und was stört oder gefällt euch am flirten? Was wäre euer perfekter Flirt? usw

 

Was ein reicher weiblicher Promi für Anforderungen an ein Date stellt (Khloé Kardashian)

Khloe Kardashian, die 2016 immerhin 16 Millionen verdient hat, hat etwas zu ihren Anforderungen an einen Mann mitgeteilt:

Khloé Kardashian has a few demands when it comes to dating. Calling herself “old-fashioned in a lot of ways,” the reality star breaks down what she expects of her boyfriend in a new post on her app.

When it comes to making an effort, Kardashian says the guy must be the one that picks her up from her house. She adds that she prefers going out — none of this “Netflix and Chill” nonsense — and that “coffee is too casual” to be considered as a first date.

“Definitely into dinner the first time I hang out with a guy!” she writes. “I prefer to get picked up by my date!”

Kardashian also expects the man to reach for the check after their meal, explaining, “Guy pays! You do you, honey, but I personally think the guy should pay on a first date. Later on, it’s OK for the girl to offer but I’m not setting that precedent for the rest of the relationship.”

Es geht auch hier nicht darum, dass sie das Geld sparen will, sie hat genug. Es geht darum, dass er bestimmte Gesten bringt, die deutlich machen, dass er um sie wirbt und das er bereit ist zu investieren; und sei es symbolisch über die Zahlung des Essens und den Aufwand, sie abzuholen. Und natürlich hat ein Restaurant im Gegensatz zu „Netflix und Chill“ auch den Vorteil, dass es im Restaurant eben kaum direkt zum Sex kommen kann und er also abseits eines sexuellen Interesses Zeit in sie investieren muss.

However, Kardashian is a little more relaxed when it comes to communication. According to her, she has no preference whether the who makes the first move.

“I’m OK with being asked out over text message. Once we’re into the relationship, we need to call each other and talk on the phone, though. I’m big on setting the tone with relationships,” she shares. “I’m fine reaching out initially after the first date. Obviously, it gives you those butterflies if the other person does. Normally, it’s not a big deal who initiates the contact because, just like we like to be wooed, guys like the same f*cking thing.”

Auch hier geht es also in gewisser Weise darum, dass er sie weniger kurz halten kann und Zeit investieren muss. Sie will nicht nur kurze Nachrichten nebenbei, sondern richtige Gespräche. Klingt etwas als hätte sie schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, die sie sehr kurz abhandeln und nicht so interessiert sind.

Wie man Männer manipuliert (in 7 einfachen Schritten)

Ein Artikel gibt Tipps, wie man Männer manipuliert, quasi „Game für Frauen“, und ich finde sie gar nicht so schlecht:

1
Be the woman he desires. You don’t really need to invest much effort being the woman he likes by spending lot of money for buying expensive beauty products or starving yourself to achieve that zero fat model-like body like the one he saw in a front cover magazine. It’s simply being yourself and maintaining your independence and confidence intact will drawn every man into you.

Natürlich hilft es, attraktiv zu sein, denn das macht die Manipulation von Männern für Frauen in der Regel einfacher. Letztendlich wird es aber schlicht relativ zu seinem Partnerwert sein müssen bzw. zu dem Partnerwert der Frauen, die sich sonst für ihn interssieren oder an die er sich sonst rantraut. Natürlich wird eine männliche 10, die flirten kann und für die sich genug Frauen interessieren, schwerer zu manipulieren sein, wenn sie nicht ebenfalls hübsch ist. Andererseits wird eine männliche 5 wahrscheinliche weitaus mißtrauischer sein, wenn eine weibliche 10 sich für ihn interessiert. Aber ich glaube auch, dass weibliche Aufmerksamkeit für viele Männer so rar ist, dass auch durchschnittliche Frauen einiges erreichen können.

2.

Make every man want you.Yes, in order to keep him interested to you is by showing him that many guys out there desire you. In that case, He’ll feel lucky and value you more. Flirt with other guys and see how he’ll react. Here’s how you can do it:
Give him an eye contact so as the other men. But don’t overdo it. He’ll start doubting your feelings about him.
Dress well or put on a stunning shoes. Or if you are not into it, at least spray an ample amount of vanilla based or sandal-wood based perfume (Studies show that men prefer perfume that is based on vanilla and sandal-wood). Invest an effort to make all guys look at you twice.
Be the life of the party. It doesn’t mean you’re going to get wild or dominating the dance floor. Just be cheerful and knows how to joke around will send him a right signal towards you.

Also eine Form von „Pre-selected by women“ und wohl auch ein wenig „Hot and Cold“ bzw. „Push and Pull“, wobei das Flirten mit anderen, dass wegstoßen ist und das ihm Aufmerksamkeit schenken das „Pull“. Männliche und weibliche Flirttaktiken und Beeinflussungstaktiken sind teilweise eben gar nicht so unterschiedlich. Das Leben auf der Party sein und Scherze in alle Richtungen zu machen lässt einen auch ansprechbarer sein, weil es eben leichter ist darauf zu reagieren.

3
Give him the thrill of chase. Most studies about understanding men always says that men really wants and crave for a good chase. So, how can you give him that? Just follow this steps:

  • Always leave him wanting more.
  • It simply means that when you both having a good time and totally feeling each other, make an excuse to leave. So the eagerness for him to see you next time will still there.
  • Move to your own rhythm.
    When you and your girl friends have a plan, don’t cancel it for the sake of a last minute date. Let him see that you have a life outside him.
    Don’t be too available.
  • Never give your guy an idea that he has you on his palm. A once or twice a week date is enough for the both of you.

Auch wieder ein Zeichen von hohem Status oder einem höheren Partnerwert, wenn man nicht zu „verfügbar“ ist und er etwas dafür tun muss, dass sie ihn will. Es ist natürlich auch eine Form von Push and Pull, indem man ihm das wegnimmt, was er gerade noch zu haben glaubte, damit er härter dafür arbeitet, dass es das nächste Mal klappt.

4
Feed him with compliment. Studies show that women that gives compliment to men are more appealing to them than those who are not. But don’t overdo it or you might scare him away and think your weird. Just simply appreciate the little things he does for you or telling him how good he is in red shirt will do.

Männer kann man mit Komplimenten in der Tat gut locken, gerade wenn sie von für sie interessanten Frauen kommen. Es ist eben ein „Indikator für Interesse“ und ein Zeichen, dass sie einen für „wertvoll“ hält. Das Gehirn registriert dies als „Sie will mich“ und Verfügbarkeit kann sehr sexy für Männer sein: Jeder Sex ist evolutionär eine Möglichkeit Gene weiterzugeben und für Männer sind die Kosten des Sex gering. Eine Selektion darauf, dass man Gelegenheiten nutzt, ist daher leicht möglich gewesen. Natürlich kann Verfügbarkeit gleichzeitig billig wirken, dass ist aber gerade nicht der Fall, wenn man es nicht übertreibt.

5
Stroke his ego. Men wants to be the superhero in every woman’s eye specially for the woman they love. So by just telling him how lucky you are for having him in your life will make him want to be with you more often. But don’t revolve your whole conversation on how great he is for he will soon get irritated and thinks your just trying to impress him. This is not a turn on to guys in a long term run.

Das geht sehr in die Richtung dessen, was auch mit den Komplimenten erreicht wird. Es sendet Signale an das Gehirn, die alle ihr ernsthaftes Interesse kommunizieren. Zudem kann es auch das Gefühl geben, dass sie einen braucht, dass sie andere Männer nicht so toll finden wird, dass sie auch anderen das Bild vermitteln wird, dass man toll ist, sprich es sind alles wichtige Punkte, die dazu führen, dass unserer Gehirn eine gute Chance sieht, dass sie es ernst meint.

6
Show your assertive side. Ever notice why men prefer a confident women than those who are clingy and needy? It’s because he knows he doesn’t have 100% hold on you and doesn’t see you as a back up only.
He knows you have a life outside him that makes him wants to be with you. Men want a good chase. Plus, you’ll earn his respect.

Das ist dann das Gegengewicht. Eine Frau, die ansonsten gut mit ihrem Leben zurechtkommt, die einen nicht unbedingt braucht, aber einen gleichzeitig deutlich macht, dass man für sie ein absolut toller Typ ist, dass sind Signale, die evolutionär gut kombinierbar sind. Denn zuviel „Neediness“würde eben bedeuten, dass sie sich selbst einen niedrigen Wert zuweist und insofern viel zu verlieren hat, wenn es nicht klappt. Hingegen ist die Frau, die einen toll findet, aber die einem gerade noch so entwischen kann, ein Projekt, in welches es sich zu investieren lohnt. Wenn man ihr nur zeigen kann, dass sie einen tatsächlich braucht, dass sie doch nicht alleine zurechtkommt oder das es mit einem zusammen so viel einfacher wäre, dann hätte man eine wertvolle Partnerin gewonnen.

7
Highlight his manliness. Just make him feel he is the man. Make him do anything that shows he has to protect you. Don’t kill bug if he is around, don’t even change a light bulb even if you can. Be feminine, stay and know the power of femininity. Being feminine means showing up the womanliness in you, being dependent to him in a subtle way. This will make him want to be with you and protect you. But most women took it mistakenly. Being dependent to him is quiet good but when you need him as a constant reminder of your worth or you always need him for reassurance; well that’s an example of being clingy and needy. Your man will start to excuse himself to be with you. It is very understandable. Would you like to accompany a man with a low self-esteem? Definitely not, right?
You need to understand that being clingy or needy and feminine have different meaning. You ladies need to stand up for your own. or at least be happy with or without a man in your life. So you must avoid being too clingy or needy because instead of making his way towards you, he runs away from you, and you wouldn’t like that. By simply following all this step, you’ll get what you desire.

Das ist wohl etwas, was viele Feministinnen nicht verstehen werden. Aber es ist durchaus sehr wirksam. Wenn er für sie der Held sein kann, wenn sie ihm das Gefühl gibt, dass sie ihn schätzt für das, was er macht und das er ihr daher etwas bedeutet, wenn sie ihm Status verleiht, weil er sie beschützt und weil er so viele Sachen so gut kann, dann kann das starke Gefühle hervorrufen. Männer mögen es für Frauen, die ihnen etwas bedeuten, der Held zu sein. Männer mögen es, wenn sie ihn für toll hält und sich ihm anvertraut. Es ist eine Form der Wertschätzung, die gerade dann gut ankommt, wenn er das Gefühl hat, dass sie auch einen hohen Wert hat. In gewisser Weise ist es „preselected by women“, nur eben über die Partnerin. Es bewirkt eben auch, dass einen andere in einer starken Posititon sehen und stärkt insofern das Ansehen auch innerhalb der Gruppe. Zudem ist auch das Gefühl gebraucht zu werden oft anziehend: Wer einen braucht, der wird einen eben nicht verlassen.

Verführung, „Erotik braucht eine kleine Hürde“ und „Nein heißt Nein“

In der Zeit befindet sich ein Interview mit dem Paartherapeuten und Sexualforscher Ulrich Clement, der etwas zu „Verführung“ ausführt. Einige Abschnitte fand ich sehr interessant:

ZEITmagazin ONLINE: Was genau ist Verführung?

Ulrich Clement: Verführung ist, jemanden zu etwas zu bewegen, von dem er noch nicht weiß, dass er es will.

 Eigentlich eine schöne Definition. Es macht deutlich, dass man einen Wunsch weckt und eine Veränderung erreichen will

ZEITmagazin ONLINE: Aber verführt werden will derjenige schon?

Clement: Latent, ja. Ein guter Verführer spürt die Bereitschaft, auch wenn sie nicht ausgesprochen ist. Es gibt bei dem französischen Meisterverführer Cyrano de Bergerac eine schöne Szene: Christian, der ohne die wortgewandte Unterstützung de Bergeracs hilflos ist, sagt zu seiner angehimmelten Roxane: „Je vous aime.“ Und sie antwortet: „Brodez! Brodez!„, was soviel heißt wie: „Schmücken Sie es aus!“ Er stammelt aber nur weiter, dass er sie liebt. Schließlich sagt sie entnervt: „Sie bieten saure Milch mir, und ich wollte Sahne! Wie lieben Sie mich denn?“ Gefragt ist beim Verführen nicht die sexuelle direkte Sprache, sondern die erotische Sprache des Andeutens. Man bleibt bewusst vage.

„Das gibt erst einmal bei mir bereits einen Extrapunkt, weil ich Cyrano de Bergerac als Stück liebe. Aber weiter im Text)

Das scheint mir etwas zu sein, was die radikalen Feministinnen nicht verstehen, die meisten Frauen aber sehr gut: Yes means Yes ist keine Verführung, enthusiastischer Consent ist auch keine Verführung. Um so klarer man alles gestalten muss, um so weniger Platz bleibt für die erotische Sprache des Andeutens und der Vagheit.

ZEITmagazin ONLINE: Verführung ist also ein verbaler Balztanz?

Clement: Ja, man möchte herausfinden: Wie gut achtet der andere auf mich? Ist er aufmerksam? Meint er wirklich mich?

Auch hier würde ich zustimmen: Es geht in diesen Fällen häufig nicht um eindeutige Aussagen, sondern häufig darauf, wie er auf etwas reagiert, warum er etwas macht: Das Gefühl gewollt zu werden ist größer, wenn der andere etwas kämpfen muss, wenn er sich bemüht, eine Andeutung, die verstanden wird, ist ein besseres Zeichen als eine eindeutige Absprache, mit zu klaren Worten macht man es dem anderen zu einfach und offenbart vielleicht zu viel, ohne das der andere es passend zurückgeben muss.

ZEITmagazin ONLINE: Würde man zu schnell nachgeben, hätte die Sache also gar keinen Reiz mehr?

Clement: Genau, Erotik braucht eine kleine Hürde. Sonst ist sie wie Tennis ohne Netz: witzlos. Der amerikanische Sexualtherapeut Jack Morin hat dafür die erotische Gleichung aufgestellt: Erregung = Anziehung + Hindernis. Anziehung allein reicht nicht. Man muss etwas haben, das es zu überwinden gilt.

Was für eine Formel!

Erregung= Anziehung + Hindernis

Das wäre wohl etwas, was in feministischen Kreisen eher zu einem #Aufschrei führen würde. Ein Hindernis? Das ist nach deren Vorstellung allenfalls in der Rape Culture erregend. Allenfalls wenn man deutlich vereinbart hat, dass man ein Hindernis errichtet, dass der andere dann nach genau definierten Regeln „überwinden“ kann, wäre das wohl dort eine konforme Vorstellung.

Leider begreifen das auch viele Männer nicht, die nicht erkennen, wann ein Hindernis ein solches Spiel ist und einfach gar nichts machen, weil ein Hindernis da ist (oder es eben nicht als Spiel, als Tanz, sehen, dieses zu überwinden). Ein Hindernis oder ein Shittest sind eben mitunter nicht mehr als ein Anzeichen von Interesse, vergleichbar der Kröte, die auch nur solche Männer vom Nest zu schupsen versucht, bei denen sie meint, dass sie drauf bleiben und nicht solche, bei denen sie davon ausgeht, dass sie herunterfallen.

ZEITmagazin ONLINE: Welche Ingredienzien braucht eine kunstvolle Verführung noch?

Clement: Mal abgesehen davon, dass es immer darauf ankommt, wer wen verführen will, muss die Situation auf jeden Fall in der Schwebe sein. Noch ist nichts eindeutig. Eine Verführungssituation endet genau in dem Moment, in dem die Lage nicht mehr offen, sondern klar ist.

ZEITmagazin ONLINE: Um zu spüren, was der andere will, ohne es zu sagen, braucht es also besondere Aufmerksamkeit. Das ist es, was schon Casanova beherrschte.

Clement: Richtig, der Verführer lässt die Frau spüren, dass er sie – und zwar genau sie – will. Damit macht er ihr das Kompliment, unwiderstehlich zu sein, und wertet sie auf.

Der „yes means Yes“ Feminismus mag also keine Verführung, da Klarheit diese zerstört. Und das ist auch der Grund, warum sexuelle Spannung in vielen Beziehungen nachlässt: Wer schon 100 mal miteinander geschlafen hat, der kann keine Hindernisse und keine Unklarheit mehr bilden.

ZEITmagazin ONLINE: Sie könnte einwenden: Den Trick macht er doch mit jeder.

Clement: Aber psychologisch funktioniert die erotische Aufwertung andersherum. Gerade wegen seines Images als Verführer und Kenner, sagt sich die anvisierte Frau: Wenn dieser erfahrene Mann ausgerechnet mich haben will, obwohl er genug andere haben könnte, muss ich besonders begehrenswert sein.

Das könnte aus dem Pickup sein. Und es kann richtig eingesetzt auch durchaus stimmen, eben wenn man passend auftritt und ihr vermitteln kann, dass man sich tatsächlich für sie interessiert und nicht nur für die Kerbe im Bett.

Etwas später heißt es:

ZEITmagazin ONLINE: Welche Unterschiede gibt es zwischen der Verführung durch einen Mann und durch eine Frau?

Clement: Dazu gibt es ein interessantes Experiment: Unter dem Vorwand irgendeiner Untersuchung wurden Frauen und Männer einbestellt, die man dann paarweise in einem Raum warten ließ, weil – so wurde vorgeschoben – der Versuchsaufbau noch nicht ganz fertig wäre. Dabei hielt eine Kamera ihr Verhalten fest. Bei denen, die sich sympathisch fanden und die zu flirten begannen, konnte man hinterher sehen: Zunächst hat die Frau bestimmte Signale gesendet. Sie zog etwa ihre Augenbrauen hoch oder fasste sich in die Haare. Der Mann ging dann bei Interesse darauf ein. Befragte man die beiden hinterher, wie es denn gelaufen sei, behaupteten die Männer meistens von sich, sie hätten angefangen. Halten wir also fest: Die Frau hat ihnen das Signal zum anfangen gegeben. Eigentlich hat sie angefangen, unter Umständen noch nicht mal in dem Bewusstsein, etwas Konkretes zu unternehmen. Die Entscheidung, daraus aktiv etwas zu machen, lag dann beim Mann.

Das senden passender Signale ist denke ich etwas, was für viele Frauen sehr hilfreich sein könnte. Ich hatte es unter „Ansprechbarkeit erhöhen“ als eines der wichtigsten Flirttipps für Frauen angeführt. Die Männer, die solche oft subtilen Signale auffangen und richtig interpretieren können, werden es auch deutlich einfacher haben. Gleichzeitig werden Männer, die passend aussehen und sich attraktiv verhalten, auch eher Signale bekommen.

ZEITmagazin ONLINE: Charmant. Aber worum geht es den beiden mit diesem Verhalten eigentlich genau?

Clement: Es gibt in der Sexualforschung die Theorie der sexual economics, eine ökonomische Theorie des sexuellen Verhaltens, die besagt, dass jedes Umeinanderwerben dem Verhalten auf einem Marktplatz gleicht: Die einen haben etwas anzubieten, die anderen wollen etwas haben. Frauen haben etwas, was Männer wollen, nämlich Sex. Nach dieser Theorie ist lediglich weiblicher Sex wertvoll, männlicher Sex hingegen ist nichts wert, weil den jede überall umsonst haben kann. Deswegen prüfen Frauen, wie teuer sie sich verkaufen können. Sie sind Marketingexpertinnen in eigener Sache. Wenn Frauen flirten, bedeutet das übrigens aus diesem Grund auch nicht unbedingt, dass sie bereit sind für Sex, wie manche Männer irrtümlich annehmen.

Es kann heißen, dass sie den Marktwert testen, es kann bedeuten, dass sie Interesse haben, aber noch verführt werden wollen. Es bedeutet jedenfalls nicht per se, dass die Sache klar ist.

ZEITmagazin ONLINE: Sie wundern sich dann, dass sie abblitzen?

Clement: Ja, aber das ist einem Mann weniger unangenehm als einer Frau. Männer lassen es eher mal darauf ankommen und wagen einen ersten aktiven Schritt. Das gehört für sie natürlich zum Wettbewerbsverhalten dazu – ein bisschen wie beim Fußball, da muss man auch mal aus einer nicht ganz klaren Situation heraus aufs Tor schießen. Diese größere Toleranz gegenüber dem eigenen Scheitern erklärt übrigens auch das schon mehrfach beobachtete Phänomen, dass Männer bei Befragungen aktiver aus ihrem Sexualleben berichten als Frauen. Sie overreporten, heißt es im Fachjargon, während Frauen tendenziell underreporten. Frauen lassen peinliche Begegnungen eher weg, vielleicht verdrängen sie sie sogar, während Männer sich sagen: „Egal, es war zwar doof, aber immerhin: ein Versuch.“

Da haben die Männer aus ihrer Warte auch durchaus recht. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Männer, die sich in die reine Männercliquee ohne Frauenkontakt zurückziehen und keine Frauen ansprechen, werden eben auch keine Freundin haben.