„Frauen müssen sich beim Sex öffnen, deswegen sind sie verletzlicher“

Auf dem im vorherigen Artikel bereits zitierten Blog gibt es in den Kommentaren noch eine interessante Aussage der Autorin:

 Aber versuch bitte dich in eine Frau zu versetzen. Wir sind diejenigen, die Kinder bekommen, sich Mann “öffnen” müssen. Nicht nur im sexuellen Sinn, auch emotional. Aber dieses “öffnen” bedeutet einen großen Einschnitt im Leben von Frau. Sie macht sich damit verletzlich, sie ist ungeschützt. Und das macht ihr Angst. Auch, wenn ich nie etwas mit Mann hatte und haben werde, so kann ich das zu 100 % nachempfinden.

Männer kennen dieses Gefühl nicht. Für gewisse Typen sind Frauen nur ein Objekt aus Busen, Beine, Po. Das Gesamtpaket, der Mensch, interessiert sie nicht.

Das ist eine häufig auftauchende Argumentation, die ich daher besprechenswert finde. Aus meiner Sicht gehen die dortigen Argumente etwas an der Sache vorbei, eben weil sie statt auf evolutionäre Vorgänge abzustellen soziale oder systembedingte Argumente bringen.

Es ist ja nicht per se logisch, dass Frauen, weil ein Penis in sie eindringt, sich schwerer zu Sex bewegen lassen müssen. Auch bei Bonobos dringt ein Penis ein und sie bekommen Kinder, aber sie brauchen dafür keine Gefühle oder sehen das als einen großen Einschnitt in ihr Leben. Dutzende von Tierarten haben Weibchen, die sich öffnen, aber deswegen nicht per se verletzlich sind. Es handelt sich hier also eigentlich um ein Scheinargument, dass zwar mit der Schwangerschaft und der besonderen Konstellation der Menschen ungefähr auf dem richtigen Weg ist, aber eigentlich auf die „Kosten des Sex„, Paarbindung, beiderseitige Versorgung und die darauf aufbauenden evolutionären Selektionen auf ein anderes Verhältnis zu Sex abstellen sollte.

Die Frau muss sich auch nicht wirklich emotional öffnen. Denn wenn es nur um Sex geht, dann ist die Öffnung der Frau keine großartige Anforderung, eher ist es die Öffnung des Mannes, da die Frau die geistige Verbindung braucht. Eine Frau könnte relativ wenig über sich Preis geben, damit es zum Sex kommt.

Es werden auf den ersten Blick irgendwie passende Bausteine wie „Verletzlichkeit, weil sie sich öffnen muss“ behandelt, aber das auch nicht auf einen längeren Zeitraum und die damit zwangsläufig entstehenden Selektionsvorgänge umgelegt: Wenn es für Frauen immer gefährlicher war, sie immer verletzlicher waren und ungeschützter was Sex angeht, dann hat das eine Selektion auf in dieser Hinsicht vorsichtigere Frauen zur Folge.

Falsch ist auch, dass Männer Gefühle in dieser Hinsicht nicht kennen. Sie sind ebenfalls in einer Beziehung verletzlich, wollen akzeptiert werden, legen Teile von sich offen und sind – auch gerade in der Flirtphase -oft weitaus eher in der Gefahr, Ablehnung zu erfahren. Vielleicht haben Männer andere Ängste als Frauen – vielleicht weniger die Angst, sexuell abgelehnt zu werden, dafür mehr die Angst, dass sie nur bestimmte Vorteile erlangen will, dass sie ihn in der Flirtphase ablehnt, dass sie ansonsten Anforderungen stellt, die er nicht erfüllen kann. All dies sind nicht minder reale Ängste von Männern.

Natürlich kann die Frau Angst vor einer Vergewaltigung haben, aber das wird bei den meisten Frauen bei einer sich anbahnenden Beziehung wohl nicht der vorherrschende Gedanke auf einer rationalen Ebene sein – unterbewußt mag diese Angst ebenso eine Rolle spielen wie die Frage, ob er der richtige ist und eine Langzeitstrategie will, eben die bei dieser Verteilung der Kosten des Sex zu erwartenden Vorbehalte.

Ganz einordnen kann ich auch nicht die Aussage „Männer kennen dieses Gefühl nicht. Für gewisse Typen sind Frauen nur ein Objekt aus Busen, Beine, Po. Das Gesamtpaket, der Mensch, interessiert sie nicht.“ Hier scheint mit Hilfe der gewissen Typen Männern an sich das Gefühl der Angst abgesprochen zu werden. Interessanterweise steht auch hier der (Alpha-)Mann, der eine Kurzzeitstrategie fährt im Vordergrund der Überlegungen, das auch Männer Bindung und Beziehung wollen scheint in den Überlegungen eine geringe Rolle zu spielen. Es ist auch nichts schlimmes daran, mit einer schönen Frau Sex haben zu wollen, deswegen muss sie nicht zum Objekt werden.

Feministische Forderungen als Manipulationsversuche des Sexualmarktes

Graublau ist mir zwar zuvorgekommen und hat den interessanten Kommentar von Neuer Peter zu feministischen Forderungen als Manipulationsversuche des Sexualmarktes bereits bei Geschlechterallerlei eingestellt, aber ich würde ihn auch hier gerne noch einmal zur Diskussion stellen. Ich habe mir erlaubt den Kommentar etwas zu gliedern, damit er übersichtlicher wird, der Originalkommentar ist unter dem obigen Link abrufbar

 

“Das Dilemma des Weibchens ist unübersehbar. Sie lebt in einer Welt voller Beta-Männchen und hat nun die schwieirge Aufgabe ihren Prince Charming anzulocken, und während dessen alle Betas daran zu hindern, sie zu begatten.”

Da liegt der Hase im Pfeffer. Interpretiert man feministische Forderungen als Manipulationsversuche des Sexualmarktes, kann man meines Erachtens durchaus eine kohärente Strategie erkennen.

Was den Sex und das Drumherum angeht, lassen sich die Schwierigkeiten von Frauen grob in zwei Kategorien einteilen: 1) Balz und 2) Folgekosten von Sex.

1) Balz
Das Skript unserer Spezies sieht ein männliches Werben um weibliches Gefallen vor. Es gibt hier Ausnahmen, Verschiebungen und kulturelle Überlagerungen, aber der Kern der Sache scheint mir weitgehend biologischer Natur zu sein.

Das bedeutet, dass die weibliche Aufgabe bei der Balz zum einen darin besteht,

  • potentielle Partner anzulocken (1a) und zum anderen
  • Selektionsarbeit zu leisten (1b), also unpassende Bewerber abzulehnen.

2) Folgekosten von Sex

  • Der größte Posten stellt hier die Schwangerschaft dar (2a).
  • Damit verbunden ist die Gefahr, auf diesen Kosten allein sitzen zu bleiben, wenn der Sexualpartner kein ausreichendes Commitment aufweist. Dieses sicherzustellen ist von daher eine enorm wichtige Aufgabe für die Frau (2b).
  • Auch der Schutz vor Vergewaltigung (2c) ist mit diesem Komplex verbunden.
  • Daneben und damit verbunden haben wir auch noch die möglichen Reputationsverluste (2d) durch Sex. Nämlich dadurch, dass Männer im Schnitt aufgrund der Vaterschaftsunsicherheit weniger promiskuitive Frauen als Langzeitpartner bevorzugen.

Fassen wir zusammen: Grob gesagt besteht eine optimale weibliche sexuelle Strategie darin,

  • möglichst viele hochwertige potentielle Partner anzulocken (1a),
  • wobei dies unter Umständen höhere Kosten bei der Selektionsarbeit (1b) mit sich bringt, die gehandhabt werden wollen.
  • Daraufhin steht eine Minimierung der Folgekosten von Sex im Vordergrund.
    • Die Schwangerschaft (2a) und die
    • Gefahr der Vergewaltigung (2c) wollen gehandhabt werden,
    • der Partner an einen gebunden (2b) und
    • der Reputationsverlust (2d) minimiert werden.

Nun bin ich der Ansicht, dass sich ein Großteil feministischer Forderungen und Gedanken mithilfe dieser Punkte einordnen lässt.

Die Forderung nach maximaler Freizügigkeit von jüngeren Feministinnen (slut walks etc.) betrifft (1a), die Verdammung von Konkurrenz (Kampf gegen Prostitution) und Surrogatsangeboten (Kampf gegen Pornos, sexualisierte Werbung und Computerspiele) ebenso.

Zu (1b) gehören alle Versuche, die Kosten für Anbandelungsversuche auf männlicher Seite in die Höhe zu treiben (creep shaming, rape culture Diskurse, extrem restriktive sexual harassment policies etc.). Je höher der potentielle Fallout für einen gescheiterten Anbandelungsversuch, umso eher werden weniger selbstbewusste und weniger durchsetzungsfähige Männer abgeschreckt. Um die Selektionsarbeit für Frauen zu minimieren, sollten sich eben nur Männer mit einem besonders hohen relativen sexuellen Marktwert bei den entsprechenden Frauen bewerben. Hier werden im Grunde die Kosten für die Selektionarbeit auf die Männer abgewälzt.

(2a) dürfte weitgehend selbsterklärend sein und umfasst den Einsatz für einen möglichst weiträumig und kostengünstig gestalteten Zugriff auf Verhütungsmittel und Abtreibung.

Auch (2c) dürfte selbsterklärend sein.

(2b) und (2d) sind meiner Ansicht nach die interessantesten Posten. In den USA setzt es sich derzeit durch, die Gesetze und policies für sexuellen Missbrauch derart zu gestalten, dass Vergewaltigung dann vorliegt, wenn Frau den Sex bedauert. David hat hier bereits den Fall Kalifornien angesprochen, aber auch die Abschwächung des Beweislastprinzips (Wandel von ‘beyond a reasonable doubt’ hin zu ‘preponderance of evidence’) und die Einrichtung einer Parallelgerichtsbarkeit nach feministischen Vorstellungen an den Colleges geht meiner Ansicht nach in diese Richtung. Ich möchte das hier nicht en detail ausführen. Das Thema ist aber außerordentlich spannend und sicher einen eigenen Artikel wert.

Dadurch, dass Männer nun auf das Wohlwollen ihrer Sexualpartnerinnen angewiesen sind oder enorme Konsequenzen fürchten müssen, wird die männliche Sexualstrategie, hohe Bereitschaft für Commitment vorzutäuschen, nach dem Sex aber nicht einzuhalten, effektiv eingedämmt (2b).

Die rape culture Narrative und sexual harassment policies, die sämtliche Verantwortung für Sex beim Mann verorten, erlaubt es Frauen darüber hinaus, die Verantwortung für Sex im Notfall abzustreifen und sich als Opfer zu inszenieren, was potentiellen Reputationsverlusten vorbeugt (2d).

Natürlich ist dieser Einordnungsrahmen extrem einseitig. Ich denke aber, dass er unter Umständen sehr interessante Erkenntnisse produzieren könnte.

Es lässt sich mit diesem Muster beispielsweise relativ leicht erklären warum im Feminismus die Forderung nach maximaler Freizügigkeit mit einer Verdammung der männlichen Reaktion darauf (creep shaming, male gaze etc.) Hand in Hand geht. Man erhöht die Reichweite des Schleppnetzes, will aber den Beifang minimieren.

Ich bin auf Ergänzungen und Einwände gespannt

ich verweise auch noch einmal auf meinen Artikel zum sexuellen Markt und dem sexnegativen und sexpositiven Feminismus als verschiedene Strategien auf diesem Markt. Auch die Sexual Strategies Theory ist in dieser Hinsicht interessant

Finanzielle Abhängigkeit der Frau und ihre Einstellung zu unverbindlicherem Sex

Ein interessanter Artikel untersucht die mögliche Verbindung zwischen der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen und ihrer Einstellung zu unverbindlicherem Sex (via):

In environments in which female economic dependence on a male mate is higher, male parental investment is more essential. In such environments, therefore, both sexes should value paternity certainty more and thus object more to promiscuity (because promiscuity undermines paternity certainty). We tested this theory of anti-promiscuity morality in two studies (N = 656 and N = 4,626) using U.S. samples. In both, we examined whether opposition to promiscuity was higher among people who perceived greater female economic dependence in their social network. In Study 2, we also tested whether economic indicators of female economic dependence (e.g., female income, welfare availability) predicted anti-promiscuity morality at the state level. Results from both studies supported the proposed theory. At the individual level, perceived female economic dependence explained significant variance in anti-promiscuity morality, even after controlling for variance explained by age, sex, religiosity, political conservatism, and the anti-promiscuity views of geographical neighbors. At the state level, median female income was strongly negatively related to anti-promiscuity morality and this relationship was fully mediated by perceived female economic dependence. These results were consistent with the view that anti-promiscuity beliefs may function to promote paternity certainty in circumstances where male parental investment is particularly important.

Quelle:  Female Economic Dependence and the Morality of Promiscuity

Also: Wenn Frauen sich nicht selbst versorgen können und abhängig von Männern sind, dann werten sie weibliche und männliche Kurzzeitstrategien ab, wenn sie sich selbst versorgen können oder jedenfalls nicht von einem Mann abhängig sind, dann erfolgt diese Abwertung weniger.

Das wäre unter evolutionären Betrachtungen in der Tat gut verständlich. Denn wenn die Verhältnisse knapp sind, dann ist ein promiskutives Verhalten von Männern und Frauen auch gefährlich für eine Versorgung, denn das Gegenstück zu einer gesicherten Versorgung ist die Vatersicherheit. Um so unsicherer die Vaterstellung eines Mannes um so geringer wird seine Bereitschaft sein, ein potentiell nicht von ihm stammendes Kind zu versorgen. Zudem bietet eine promiskutivere Gesellschaft auch anderen Frauen mehr Gelegenheiten im Wege der intrasexuellen Konkurrenz den Mann wegzuschnappen.

In dem Artikel finden sich interessante Ausführungen zu den jeweiligen Strategien:

Cross-culturally and on average, men exhibit greater motivation than women to engage in short-term mating (Schmitt, 2005a), which is consistent with the fact that they, as the sex with lower obligatory parental investment, can generally derive more reproductive benefits from having many mates (Trivers, 1972). However, although men can benefit from short-term mating under a wider range of circumstances than can women, in ancestral environments, a willingness to mate with multiple males under certain circumstances (i.e., facultative polyandry) could potentially have benefited females in several ways (Greiling & Buss, 2000; Smith, 1984). For example, multiple matings could have facilitated resource acquisition, either in direct exchange for sex (Symons, 1979) or by eliciting paternal investment from multiple men via paternity confusion (Hrdy, 1981). Additionally, indirect benefits may have been derived by ancestral women who accepted resources and parental effort from a primary mate while engaging in extra-pair copulations with men of superior genetic quality (Gangestad & Thornhill, 2008; Greiling & Buss, 2000; Smith, 1984). Extra-pair sex may also have served as a useful “insurance” against the possibility of infertility in a primary mate or as a means to promote genetic diversity in offspring as a “hedge” against environmental unpredictability (Smith, 1984). Potential genetic benefits of multiple mating for females are reviewed comprehensively by Jennions and Petrie (2000).

Women vary substantially in their willingness to engage in short-term mating (Simpson & Gangestad, 1991) and evidence suggests that some of this variation reflects females making trade-offs between producing offspring of “high genetic quality” and securing male parental investment (Gangestad & Simpson, 2000). Across species, in those where male parental investment is very low, relationships tend to be short-term and female mate choice tends to reflect “good genes” sexual selection; that is, females choose males based more on signals of heritable qualities than on “good provider” criteria (i.e., value as a source of investment). In species where male parental investment is more vital, however, female choice tends to be based more on good provider criteria (Gangestad & Simpson, 2000; Schmitt, 2005a). Some species exhibit a mix of both strategies (Gangestad, 2000) and human mating behavior appears to be an example of such strategic pluralism: females base mate choices flexibly on both good genes and good provider criteria, with the importance of each kind of criteria varying facultatively according to female characteristics and context (Gangestad & Simpson, 2000). As such, women are expected to pursue some kinds of short-term mating opportunities; for example, in some contexts to mate with a man whose genetic quality is high enough to sufficiently offset the risk that he would be a poor provider. However, when dependence on male parental investment is greater, females should be less inclined to choose males based solely on short-term, good genes criteria.
If short-term mating is less common when females depend more on male parental investment and if females depend more on male parental investment in harsher environments, then short-term mating should be less common in those environments (Gangestad & Simpson, 2000). Schmitt (2005a), drawing on data collected from a cross-national sample (Ns ranging from 20 to 48), provided evidence to support this hypothesis: national indicators of ecological/economic hardship (e.g., child malnutrition, life expectancy, gross domestic product) correlated moderately-to-strongly negatively with male and, especially, female interest in short-term mating, i.e., national mean sociosexuality scores (Simpson & Gangestad, 1991). Schmitt (2005a) also found national sociosexuality scores to be strongly negatively related to national operational sex ratio (ratio of males to females of reproductive age), a result consistent with sex ratio theory (Pedersen, 1991). According to this theory, short-term strategies should be more common in countries with lower operational sex ratio, because, as noted above, men are relatively interested in short-term mating. When men are relatively scarce, their bargaining power on the mating market increases, which should help them pursue short-term relationships.

Das macht deutlich, dass beide Geschlechter bis zu einem gewissen Maße von einer Kurzzeit-Partnerwahlstrategie bzw von einer Langzeitpartnerwahlstrategie profitieren können und es daher auch vorteilhaft sein kann, die Tendenz zu einer der Strategien unter diesen Umständen nicht generell festzulegen, sonder in Abhängigkeit von bestimmten auch kulturellen Einflüssen. Welche Faktoren dabei wichtig sein können kann ebenfalls innerhalb eines biologischen Selektionsprozesses abgespeichtert worden sein.

Sexlose Ehen

Passend zum gestrigen Beitrag über Frauen und Sex und auch zur bereits häufig zitierten Studie über die Unterschiede im Sexualtrieb zwischen Männern und Frauen fand ich dieses Text hier interessant:

My problem is that my wife won’t have sex with me. My problem is that my wife won’t talk to me about not wanting to have sex with me. My problem is that my wife doesn’t care about being my wife anymore. My problem is that she seems completely disinterested in everything except maybe our kids (which, thank god).

Maybe women are programed to be one way when you are dating them and then when you get the house and the ring and the kids come, they don’t care about the original relationship that built those things anymore. Maybe it’s — as the internet told me — that my wife is exhausted from working and raising kids and she just can’t be bothered to care about our relationship anymore. I can respect this, I can help her figure out her life however she needs me to, that’s what a husband is for. What I can’t do is be a prisoner in a marriage with someone who shushes me whenever I bring up sex or the state of our relationship (and its been years of this, not just one day at a “bad time”).

And — the truth is, when you are a man in a marriage you are a prisoner in it because if I did get a divorce I’d lose my kids and a good chunk of my income. What then? I might find passion in my life again, but I’d be the guy my kids only see on the weekends. I can’t handle that idea.

Die Klage über zuwenig Sex in der Ehe, gerade nach Kindern, habe ich auch schon von anderen gehört (andere haben hingegen trotz Kindern anscheinend noch ein gesundes Sexleben um es nicht zu absolut darzustellen)

Es macht ihn unglücklich, dass seine Frau keinen Sex mehr mit ihm will, aber er möchte auch die Folgen einer Scheidung, insbesondere den Verlust des ständigen Kontakts mit seinen Kindern nicht.

Seine Versuche, dass zu ändern:

I’ve tried bringing her flowers out of the blue, I’ve tried getting babysitters, I’ve tried wining and dining. She enjoys it, she seems relaxed, but she has no interest in even kissing. I love her and I want to be understanding, but isn’t this part of a marriage? Where did I sign up to give up part of my humanity?

I’m more or less resigned to the fact that it is too late for me. Maybe things will change when the kids get older and move out of the house. But not before then, not if the last few years have shown anything.

Klingt in der Tat nach einem sehr harten Fall, wenn sie noch nicht einmal mehr küssen will. Anscheinend fühlt sie sich auch nicht mehr so wohl. Aus Pickup-Sicht wäre Blumen bringen etc vielleicht die falsche Wahl und es wäre eher ein männlicheres Auftreten angesagt. Solche Ferndiagnosen bringen aber auch wenig.

Gleichzeitig macht eine angeblich von seiner Frau ins Netz gestellte Liste, auf der ein Mann aufschreibt, wie oft er versucht hat, seine Frau zum Sex zu überreden/sie dazu zu motivieren die Runde:

Sex-Spreadsheet

Sex-Spreadsheet

Die Geschichte  dazu:

Excel spreadsheets do a fine job of organising your household budget but not, perhaps, to list the date, time and reasons for why your spouse won’t have sex with you.

That’s just what one sexually-frustrated man did, and then emailed the spreadsheet to his wife before embarking on a 10-day business trip.

Shocked by his actions, she tried to contact him but found he had cut contact with her.

„He’s never done this, we always communicate in person or by text. I open it up, and it’s a sarcastic diatribe basically saying he won’t miss me for the 10 days I’m gone.

„Attached is a spreadsheet of all the times he has tried to initiate sex since June 1st, with a column for my „excuses“, using verbatim quotes of why I didn’t feel like having sex at that very moment.“

28 Versuche, 3 Mal Sex. Keine sehr gute Quote.  Andererseits 3 Mal Sex in 1,5 Monaten, also 3 Mal in 6 Wochen. Quasi alle 2 Wochen Sex. Allerdings klingen die Ablehnungen auch teilweise sehr nach Ausrede (eine Wiederholung von Friends? Die Show ist ja nun etwas älter).

Die Frage wie man damit umgeht, dass einer der Partner mehr Sex möchte hatten wir hier schon in ein paar Artikeln:

Ob es schlau war, ihr eine solche Liste zu schicken wäre eine andere Frage. Wenn man davon ausgeht, dass er meint vorher schon alles andere versucht zu haben (es spricht ja einiges dafür, dass sie gemerkt hat, dass er deutlich mehr Sex will), dann ist eine direkte Konfrontation mit dieser Liste vielleicht zumindest Basis für ein Gespräch darüber, wie man sich eine Beziehung vorstellt. Denn so ist es jedenfalls erst einmal im Raum und muss ausdiskutiert werden. Vielleicht hat er auch einfach vor, sich scheiden zu lassen, in dem Reddit-Beitrag heißt es immerhin, er hätte zumindest direkt nach der Email erst einmal den Kontakt verweigert. Allerdings kann eben eine solche Liste die „Needyness“ und Sex als Forderung noch deutlicher machen, was nicht gerade antörnend wirkt.

 

Der Coolidge Effekt bei Männern und Frauen

Unter dem Coolidge Effekt versteht man den Effekt, dass neue Partner die Erholungsphase nach dem Sex verkürzen bzw. die gewünschte Frequenz von Sex erhöhen. Der Name geht auf die folgende Geschichte zurück:

Der Präsident und seine Gattin Grace Coolidge besuchten einen Musterhof und wurden getrennt herumgeführt. Als sie darüber staunte, dass es im Hühnerstall nur einen einzelnen Hahn gab, erklärte man ihr, der Hahn vollziehe den Paarungsakt bis zu zwölf Mal am Tag. Darauf soll Mrs. Coolidge gesagt haben: „Sagen Sie das meinem Mann.“ Als dieser später davon erfuhr, hakte er nach: „Jedes Mal dieselbe Henne?“ – „Nein, jedes Mal eine andere.“ Darauf Coolidge: „Sagen Sie das meiner Frau.“

Der biologische Hintergrund sind wie so häufig in der Biologie der Umstand, dass die Geschlechter unterschiedliche Kosten für Sex in biologischer Hinsicht haben:

  • Bei Frauen müssen für jede Fortpflanzung 9 Monate Schwangerschaft, eine riskante Geburt und danach die Stillzeit als Kosten eingeplant werden. Eine “billigere” Herstellung von Nachwuchs ist für Frauen nicht möglich, allenfalls können sie das Stillen abgeben. Demnach hat Sex, der zu einer Schwangerschaft führen kann potentiell hohe Kosten
  • Männer müssen für jede Fortpflanzung die Kosten einer geringen Menge Sperma als Minimalkosten einplanen, die weiteren Kosten können sie theoretisch komplett an die Frauen abgeben. Sex ohne Verpflichtung ist insoweit kein hohes Risiko, die potentielle Investition kann gering sein, die genetische Entlohnung hingegen genau so hoch wie bei der Frau, da das Kind 50% der Gene des Vaters trägt

Daraus folgt, dass es sich für Männer weitaus mehr lohnt, wenn sie mit einer neuen Frau schlafen als gleich noch einmal mit der gleichen Frau. Denn die gleiche Frau kann nur einmal schwanger werden, ein unmittelbar folgender Sex erhöht die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung nicht wesentlich. Hingegen erhöht Sex mit einer weiteren Frau die Chance, dass diese ein weiteres zusätzliches Kind  bekommt erheblich, weswegen sich Gene, die eine erhöhte Lust auf eine neue Partnerin erzeugen bzw. eine höheres sexuelles Interesse an Varianz erzeugen, im männlichen Genpool anreichern können.

Es lohnt sich auch, diese Lust bei einer neuen Frau im Gegensatz zu einer, mit der man regelmäßig schläft, zu steigern. Denn bei der bestehenden Partnerschaft ist ja der nächste Sex wesentlich wahrscheinlicher und auch eine bereits erfolgte Befruchtung, die potentielle Gefahr einer Spermienkonkurrenz ist auch geringer, während all diese Optionen bei der noch neuen Partnerin nicht gegeben sind. Die Kosten allerdings bei beständiger Vorhaltung eines für alle Frauen gleichwertigen Lust und Bereitschaft wären eben höher, da Sex und Spermaproduktion auch Ressourcen verbrauchen. Gleichzeitig wären die Verluste bei nicht vorhandender Möglichkeit Sex mit einer neuen Frau zu haben, hoch. Denn es entgeht eben eine potentielle Befruchtung. Auch hier sind allerdings die sonstigen Kosten zu bedenken: Ein absolutes Vorhalten der Möglichkeit, also sofortige Sexbereitschaft bei einer neuen potentiellen Sexpartnerin, wäre zum einen wahrscheinlich im Verhältnis zu den Gelegenheiten zu kostenintensiv und vielleicht auch ein zu schlechtes Signal hinsichtlich der eigenen Bindungsfähigkeit (vielleicht auch ein Grund, warum der Penisknochen verschwunden ist, nicht ständig verfügbar gewesen zu sein, kann auch ein Signal für eine gewisse „Beziehungstauglichkeit“ gewesen sein).

Verschiedentlich kam hier in den Kommentaren die Meinung auf, dass beim Menschen der Coolidgeeffekt bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern. Die Argumenation baut darauf auf, dass innerhalb einer Beziehung eher der weibliche Sexualtrieb nachlässt, also der Mann mehr Sex mit seiner Dauerpartnerin will als diese mit ihm.

Das verkennt aber das wesentliche zweite Element des Coolidge-Effektes. Der Coolidge-Effekt beschreibt nicht einfach nur nachlassendes sexuelles Interesse, sondern eben gerade das man mit einem bestehenden Partner weniger Sex will als mit neuen Partnern.

Das ist im ganzen bei Menschen natürlich schwer zu messen, weil in diese Bewertung der stärkere Sexualtrieb des Mannes einzurechnen ist. Aus meiner Sicht steigt am Anfang einer Beziehung der Testosteronspiegel der Frau und der des Mannes sinkt etwas. Dadurch will sie anfänglich mehr Sex als sonst. Nach einiger Zeit normalisieren sich die Hormonspiegel wieder und sie will weniger Sex als am Anfang der Beziehung. Gleichzeitig muss aber nicht der Effekt bestehen, dass sie deswegen bei einem neu hinzutretenden Mann Lust auf Sex bekommt. Es kann auch sein, dass sie allgemein mit dem in der Beziehung bestehenden Sex von einmal die Woche einverstanden ist und gleichzeitig aber nicht mit einem anderen Mann schlafen möchte während er lieber 3 Mal die Woche Sex hätte, und dabei nichts dagegen hätte, wenn es ab und zu eine andere Frau wäre.

Ein direkter Vergleich scheitert insofern häufig schon an dem verschiedenen Einstellungen zu Sex. Wenn man einem Mann mit einer willigen Frau, die optisch und auch ansonsten seinen Vorlieben entspricht, für eine Woche zusammenbringen würde und die Anzahl der Sexualkontakte messen würde, und dann das Experiment sagen wir zwei Monate später wiederholen würde, nur mit 6 weiteren willigen Frauen, die optisch und auch ansonsten seinen Vorlieben entsprechen, wobei die 6 weiteren jeweils nur einen Tag hinzukommen, für eine Woche zusammenbringen würde und die Anzahl der Sexualkontakte messen würde, dann würde man wahrscheinlich einen Coolidgeeffekt feststellen und der mit den insgesamt 7 Frauen hätte mehr Sex gehabt und wahrscheinlich im Schnitt auch mehr mit den 6, die dazu gekommen sind.
Würde man mit einer Frau das gleiche Experiment machen, dann würde sie vielleicht überhaupt keinen Sex haben, was eine Auswertung schwieriger macht. Vermutlich würde sie auch ansonsten mit wenigeren der Männer schlafen. Es wäre jedenfalls weit weniger davon auszugehen, dass sie bei den neu hinzukommenden Männern schneller wieder bereit für Sex wäre. Vielleicht hätte der bereits vorhandene Mann sogar die besten Karten, wenn er es schafft eine Bindung zu ihr aufzubauen. Sprich: Eine Durchführung des Experiments scheitert hier bereits an den unterschiedlichen Einstellungen von Männern und Frauen zu casual Sex mit relativ anonymen Partnern.

Allerdings hält aus meiner Sicht das Leben ja einige „Versuchsaufbauten“ parat. Für Männer gibt es einen kommerziellen Markt, der gerade darauf aufbaut, dass man neue Frauen für Sex hat, eben die Prostitution. Soweit Prostitution auf Frauen ausgerichtet ist findet dieser häufig eher so statt, dass in einem „Liebesurlaub“ ein Gigolo eine Pseudobeziehung (gegen Geld) aufbaut und nicht so, dass die Frau mit möglichst vielen verschiedenen Männern Sex hat.

Hingegen hat die männliche Vorliebe für Abwechselung zu Angeboten wie dem „Pauschalclub“ geführt, indem die Freier gegen einen Festbetrag mit sovielen der anwesenden Frauen Sex haben können, wie sie wollen. Auch hier darf vermutet werden, dass die meisten Männer dabei mit vielen verschiedenen Frauen schlafen.

Demnach ist aus meiner Sicht der Coolidge Effekt auch bei uns Menschen eher bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen.

Sex mit mehr als 10.000 Männern

Eine Frau, die als Escort-Dame im oberen Bereich gearbeitet hat, hat über ihre daraus folgende Erfahrung, mit über 10.000 Männern geschlafen zu haben, ein Buch geschrieben:

Aus einer Besprechung des Buches:

At the height of her career, Ms Montenegro was paid $500 to $1000 an hour as a elite escort.

(…)

The Melbourne woman was born into a family with deep Christian values and wanted to ’save herself‘ until the right man came along.

But after she was gang-raped during a night-out at a club, coupled with her low self-esteem and her lust for money, she started off table top dancing before heading into sex work.

‚I saw an ad for table top dancing back when I was about 19,‘ Ms Montenegro said.

‚I was very naïve – it’s like I fell off the bus.

‚I got pretty drunk and I made $1000 cash on the first night.

‚I thought that was amazing and I thought „I must be quite decent at it“.‘

 (….)

‚The money was why I stayed for so long. I was earning thousands upon thousands a week,‘ she said.

‚Money was like a drug – it let me fly around the world.‘

10.000 Männer in 15 Jahren im Geschäft, das sind 10.000: (15Jahre x 365 Tage)= 1,9 Männer pro Tag. So hochklassig wird sie da zumindest in den Anfängen vermutlich nicht gearbeitet haben um auf diese Zahl zu kommen.

Dazu fällt mir auch noch diese Studie ein, die sich mit der Diskrepanz der Sexpartner bei Männern und Frauen beschäftigt:

One of the most reliable and perplexing findings from surveys of sexual behavior is that men report substantially more sexual partners than women do. We use data from national sex surveys and studies of prostitutes and their clients in the United States to examine sampling bias as an explanation for this disparity. We find that prostitute women are underrepresented in the national surveys. Once their undersampling and very high numbers of sexual partners are factored in, the discrepancy disappears. Prostitution’s role in the discrepancy is not readily apparent because men are reluctant to acknowledge that their reported partners include prostitutes.

Across the world, probability sample household surveys of adult sexual behavior show that men report substantially more sexual partners than women do (1–13). This finding is puzzling, because in a closed population of heterosexuals, men and women actually have the same number of sexual partners in the aggregate. Explanations for this discrepancy pertain to either sex-linked reporting bias or sampling bias. Sex-linked reporting bias means that, for whatever reason, men overreport and/or women underreport the number of their partners. Sampling bias refers to the undersampling of women who have had many partners and/or women with whom sampled men have had sex but are outside the sampling frame. In our analysis, we evaluated sampling bias related to prostitution as an explanation for the disparity.

 

Hier noch ein paar Bilder von ihr:

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Das mittlere Bild ist ein aktuelles, auf den anderen beiden ist sie noch deutlich jünger. Es ist schwer ein aktuelles Bild zu finden, auf dem sie sehr attraktiv aussieht. Gewerbe und Alter scheinen ihre Spuren hinterlassen zu haben
Interessanter als ihre reine Tätigkeit als Prostituierte finde ich aber ihre Angaben dazu, was Männer wollen:

1. They really love to please

‘One of my biggest requests from men is that they perform oral sex on me. Men really love to please, they love to know that you’re not faking it with them and that they’re doing it right.’

Das der weibliche Spass am Sex für Männer stark antörnend ist, hatte ich schon häufiger als Thema, beispielsweise hier. Ob eine Prostituierte da die richtige Adresse ist wäre eine andere Frage. Andererseits: Wenn sie einem einem Orgasmus beim vaginalen oder sonstigen Sex vorspielt, warum dann nicht beim oralen? Die grundsätzliche Begeisterung dafür, eine Frau zum Orgasmus zu bringen kann ich gut nachvollziehen, vermute aber, dass die wenigsten Prostituierten da mit Begeisterung dabei sind. Ich vermute mal für viele Männer ist es ein Versuch den Sex möglichst noch normaler zu machen und ihr Lust auf Sex zu machen, sei es um eigene Schuldgefühle zu mindern oder weil das eigene Ego groß genug ist.

2. They really value their relationship

‘They’d rather utlilise an expensive professional service than cheat on their wives and girlfriends with someone like a neighbour. They want something with no attachment and no emotional value. Proof they really value their relationship.’

Das Argument, dass eine Prostituierte die schonenste Art ist, in einer Beziehung fremd zu gehen, wenn man fremd geht, hatten wir schon mal als ein Motiv, welches Prostituierte bei Freien vermuteten. Es ist innerhalb dieser Möglichkeiten auch durchaus zutreffend, eine Affaire oder jede andere sexuelle Beziehung mit einer anderen Frau ist so gesehen ein tieferer Eingriff als die rein geschäftsmäßige zu einer Prostituierten

3. They’re insecure

‘In society men are supposed to have this sexual prowess and the reality is that many are worried that they don’t meet the mark. They engage in these professional services so that they can please their women – to learn what to do.’

Das wäre also die Geschichte des sexuell unerfahrenen Mannes, der Wissen bei einer Prostituierten aufbaut. Scheint mir eher unwahrscheinlich, aber wer weiß?

4. They have fantasies they won’t tell you

‘Men have fantasies that they wouldn’t dare tell their partner because they’ve got too much to lose. They have a huge fear of rejection and shame, which is why they turn to escorts to fulfill them.’

Das wiederum kann ich mit durchaus vorstellen. Einfach weil es sicherlich viele Leute gibt, die bestimmte „perverse“ Fantasien haben und wissen, dass die Partnerin diese nicht umsetzen will. Diese Scheu fällt dann bei einer Prostituierten eher weg, da sie ja von sich aus bestimmte Dienstleistungen anbietet. Es ist insofern eine anonyme Möglichkeit seine Phantasien auszuleben

5. They’re romantic

‘They enjoy pursuing a woman as much as they enjoy the deed itself. Over the year I’ve received everything from perfume and flowers to chocolate. Although I’d prefer less chocolate and more diamonds, you’ve got to watch your weight in this job’.

Ein häufig auftauchendes Motiv. Ich vermute mal, dass einige Männer auf diese Weise einfach eine gewisse Beziehung zu der Person, mit der sie schlafen, aufbauen wollen, um so ein besseres sexuelles Erlebnis zu haben. Vielleicht ist hier auch der Vorteil, dass man mit einer hübschen Frau flirten kann, die einen nicht abweisen wird, auch wenn sie dabei vielleicht eine Rolle spielt. Zudem nährt es die Illusion, dass man nicht einfach nur der Kunde ist, sondern dass sie einen tatsächlich mag

6. They want pseudo relationships

‘They want the confidence boost from having sex and they want to fulfill their sexual urges but without any of the commitments from a serious relationship.They can feel like they’re getting all the benefits from a relationship without being in one.’

Das dürfte vielleicht auch eine Besonderheit des High-Class-Escort-Bereiches sein: Wer eine Frau für einen Urlaub oder einen Tag bucht, der will in dieser Zeit eben etwas mehr, eine Pseudobeziehung, und ist vielleicht dann auch gerade weil er weiß, dass so etwas vorzuspielen eine gewisse Qualität verlangt, bereit dafür mehr zu zahlen.

7. They want to feel desired

‘Men want to feel desired with the guilt that comes with it. They want you to want them without wanting anything in return from them, or having anything attached to it, but by admitting that they feel emasculated.’

Auch hier also wieder das Motiv, dass man die Frau nicht einfach nur für Sex bezahlen will, sondern sie einen nach Möglichkeit tatsächlich wollen soll.

8. They’re safe

‘They value safety and health and always use condoms. In Australia if you work in this trade you have to have monthly STI checks and blood works.’

Angesichts von 10.000 Männern aus meiner Sicht sehr verständlich

Keine Ahnung, ob ihre Angaben der Wahrheit entsprechen oder zum Zwecke des Buchverkaufs etwas geschönt sind. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass es Männern bei eine Prostituierten am liebsten wäre, wenn sie es mit ihnen genießt und sie sexy findet. Beides passt insoweit gut in evolutionäre Muster. Daneben wird es auch Freier geben, die einfach nur den Sex wollen.

Es zeigt aber auch, dass Männer Prostituierte keineswegs einfach nur zum Objekt machen wollen. Einige/Viele wollen viel lieber eine Subjekt welches sie auch als begehrenswertes Subjekt wahrnimmt.

Ziel des Feminismus: Möglichst freie weibliche Sexualität, möglichst eingeschränkte männliche Sexualität?

Heartiste stellt eine gewohnt kontrovers formulierte Theorie auf:

The goal of feminism is to remove all constraints on female sexuality while maximally restricting male sexuality.

Man könnte auch sagen, dass der männliche Sex seiner Gefährlichkeit beraubt werden soll (die der Feminismus durch dessen Dämonisierung teilweise selbst schafft) und ihm insoweit Zügel angelegt werden sollen, während diese aus Sicht des Feminismus geschaffenen Fesseln der weiblichen Sexualität abgelegt werden sollen (wobei diese „Fesseln“ dann eben fälschlicherweise der dämonisierten männlichen Sexualität zugeordnet werden und der Anteil, der durch intrasexuelle Konkurrenz und intersexuelle Selektion entstanden ist, ausgeblendet wird).

Heartiste zu seiner These:

 But what is the emotional impetus that motivates feminists? For that, we must dig deeper. Come out and plaaay, little id.

One, feminism is a hissy fit ugly women menstruate all over pretty women. (…)

Two, feminism is the revealed hatred that sexually undesirable women have for male sexuality. Feminists loathe male desire. They loathe it because it represents everything female sexuality is not — free, idealistic, romantic, reckless, unencumbered, insistent, bold, cheerful — and because the active and intrusive and JUDGMENTAL nature of male sexuality throws the physical desirability of women into stark relief. When a man ignores you to hit on your friend, that is as stone cold a judgment of your sexual worth as can be found in the state of nature. When a man can’t get a boner for a woman, well, that’s an event horizon rejection.

Evidence for feminist loathing of male desire comes distilled in this news story about a post-Lolita who was asked to change out of her Daisy Dukes because she was violating the school dress code. The Hivemind, as per usual, lined up behind (heh) the slutty attention whore to, essentially, denounce boys for having sex drives which compel them to furtively glance at barely concealed booty and get distracted from their schoolwork.

Letztendlich also die hier bereits besprochene Umkehr der sexuellen Konkurrenz unter Frauen in eine Abneigung gehen das männliche Begehren als Erfolgsmesser und Wertvorgeber dieser Konkurrenz.

Letztendlich die sehr Ich-bezogene Auffassung, dass man selbst alle Rechte hat und der andere nur das machen soll, was einem gefällt.

 

 

Wie man auf Anforderungen des Partnermarkts reagiert

Erzählmirnix hat auf Geschlechterallerlei hat etwas zur Meckerei darüber, dass der Partnermarkt / das von einem bestimmte Geschlecht bestimmte Anforderungen stellt (also zB sportlich-schlank etc) geschrieben und die dann bestehenden Handlungsoptionen angezeigt:

Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Pass dich an um mehr Möglichkeiten zu haben.
2. Pass dich nicht an, mach dein Ding und nimm die Partner, die das mögen (ach wenn es vielleicht weniger sind und wenn du Pech hast, grade die, die du nicht willst)

Aber dieses “Ihr müsst jetzt alle euren Geschmack ändern und auf mich stehen!!!” ist halt nicht.

Kurz, knapp und richtig. Attraction is not a choice. Ändern kann man insofern wenig. Allerdings gibt es immer Ausnahmen von der Regel (oder Leute, die selbst nicht die Erwartungen erfüllen und insoweit ebenfalls zu Kompromissen bereit sind), davon dann aber eben weniger. Damit muss man wohl schlicht leben

 

Pickup: Zeitbeschränkungen (False Time Constraint) und Kostenmangement

Ein aus meiner Sicht wichtiges Konzept im Pickup ist die Time Constraint. Dabei geht es darum, dass man mögliche aus der Sicht der Frau bestehende Ängste, was denn passiert, wenn man  langweilig oder Creepy ist und sie einen eigentlich wieder loswerden will.

Weil Frauen die höheren Fixkosten des Sex tragen und uch üblicherweise eher die sind, die härtere Selektionskriterien haben, ist es aus meiner Sicht verständlich, dass sie sich eher als Männer mit dem Gedanken beschäftigen müssen, was passiert, wenn das Treffen mit einem interessenten schlecht läuft. Das ist schon aus evolutionärer Sicht gut erklärlich, da eben das Risiko einer Vergewaltigung mit Schwangerschaft aufgrund der potentiellen hohen Kosten auch weitere Risikobetrachtungen sinnvoll machen kann.

Meine Vermutung wäre das viele Frauen eher unterbewusst in solchen Situationen eine Bauchentscheidung treffen, wie sie den anderen Einschätzen, wobei diese auch davon abhängt, welchen Umfang der Kontakt hat.

Die unterbewusst zu beantwortende Frage wäre demnach „wird mir das Spaß machen“ bzw. „Wird es möglicherweise unangenehm werden?“. Das muss noch nicht einmal eine schlechte Wertung für einen selbst sein, wenn die Frau einen zB so gut findet, dass sie möglicherweise mit einem schlafen möchte, sich aber nicht ganz sicher ist, dann muss sie möglicherweise auf der Basis recht geringer Informationen das Risiko einkalkulieren, wie dies verläuft.

Es kann aber auch nur um kleinere Punkte gehen. Wenn man eine unbekannte Frau fragt, ob sie mit einem einen Kaffee trinken geht, dann muss sie verschiedene Fragen für sich beantworten

  • wird das ein angenehmes Kaffee trinken?
  • wird es vielleicht ein unangenehmes Kaffee trinken?
  • wenn ich ihn in mein Leben lasse, wie ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn nicht mehr loswerde, dass er mich später stalkt oder mich immer wieder anspricht?
  • wird er möglicherweise unangenehm werden, wenn er merkt, dass ich nicht an ihm interessiert bin?
  • usw.

Dieser Frage gegenüber steht der potentielle Wert, aber bei durchschnittlichen Aussehen des Mannes ist es eben kein großer Verlust die Zeit nicht in ihn zu investieren, so dass in diesem Moment der sicherste Weg ist, das Date/das Gespräch abzulehnen, wenn man kein gutes Gefühl hat.

Hier kommt nun die Zeitbeschränkung bzw die falsche Zeitbeschränkung ins Spiel. Sie dient dazu, dass man die potentiellen Kosten einer negativen Interaktion gering erscheinen lässt.

Man sagt also beispielsweise „Entschuldigung, ich muss gleich weiter, aber ich wollte nur kurz etwas fragen“. Jetzt geht ihre Kalkulation eben nicht mehr in die Richtung „geht der überhaupt noch mal weg? Wie werde ich ihn los, wenn er merkwürdig ist? ist er cool/gutaussehend genug, dass es sich lohnt?“ sondern das Unterbewußtsein registriert, dass er nur wenig Zeit hat und einen daher nicht viel abverlangen wird. Dies gibt einem etwas mehr Zeit einen tatsächlichen Wert zu demonstrieren, der ihr die Einschätzung, ob man nervt oder nicht, ob sich der Einsatz lohnt oder nicht, auf einer breiteren Faktenbasis ermöglicht. Ist man dann lustig oder interessant und man versteht sich gut, dann ist es jedem egal, dass man die selbst behauptete Zeitbeschränkung nicht einhält.

Diese Kostenverringerung kann man in vielen Bereichen vornehmen. Ich hatte hier schon einmal einen anderen Fall davon geschildert:

Ich erinnere mich an ein Treffen, bei der ich eine Frau, mit der ich flirtete und von der ich schon einige sehr positive Signale bekommen hatte, nach Hause fuhr und sie mich fragte, ob ich am nächsten Tag früh raus muss. Ich dachte mir, dass es ja positiver weise so war, dass ich am nächsten Morgen tatsächlich nicht raus musste und sie mich, wenn ich dies mitteilen würde, ja zumindest ohne Sorgen noch auf einen Kaffee zu sich einladen könnte. Sie stieg aus, bedankte sich für die Fahrt und lud mich nicht zu sich ein.

Etwas später hörte ich aus irgendeiner Reihe dazu die Theorie, dass eine Frau, die fragt, ob man am nächsten Tag früh raus muss, überlegt, ob sie einen mit reinnimmt, aber auch die Sorge hat, dass sie einen dann nicht mehr loswird, falls es doch nicht so gut läuft. Also fragt sie in der Hoffnung, dass man etwas vor hat um bewerten zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man lange bleibt. Der Rat war zu sagen, dass man leider früh raus müsse, aber wo sie schon fragt würde man gerne kurz ihre Wohnung sehen, einen Kaffee trinken, dann müsse man leider schon wieder aufbrechen. So kann sie einen gefahrlos einladen, wenn der Abend dann gut läuft ist es eh egal, was man vorher gesagt hat.  Ich erkannte also zB die Bedeutung einer Zeitbeschränkung oder eines Time Constraints.

Auch hier geht es darum, in ihre Kostenrechnung für den negativen Fall geringe Kosten einzustellen, um das Unterbewußtsein zu beruhigen. Wer zu früh (also vor der Demonstration eines eigenen Werts) die potentiellen Kosten zu hoch sein läßt, der wird eher eine Ablehnung erhalten, wer es schafft diese Kosten im Vorfeld gering zu halten, der wird diese mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit erhalten.

Insofern sind Time Constraints nur Ausformungen des Grundgedankens, dass man der Entscheidung gegen sich die Attraktivität nehmen muss bzw. die Ängste, dass eine Entscheidung für einen negative Kosten haben wird, so klein wie möglich halten muss. Viele Mechanismen im Pickup kann man bei näherer Betrachtung in diesem Bereich einordnen. Beispielsweise geht es im Bereich Last Minute Resistance darum, dass man ihr deutlich macht, dass man sie für den Sex nicht verurteilt und sie auch keinen Übergriff befürchten muss. Die dortigen Vertrauensbildenden Maßnahmen machen letztendlich nur deutlich, dass sie sich keine Schreckensszenarien über den Sex oder das danach ausmalen muss, dass also Ängste vor negativen Kosten eines Handelns unberechtigt sind.

Noch einmal zu dem Konzept von einer Pickup Seite:

False Time Constraint (FTC)

Quick Definition: A statement a pickup artist makes when opening a set to communicate that he will not be able to remain long, reassuring them that he will not take up too much of their time.

Full Definition:
Developed by Style, the FTC helps to keep sets from getting annoyed by the presence of a new stranger. Whenever people meet someone they don’t know, they feel a certain amount of concern about how much time that person is going to take up.

FTCs have the subtle effect of preemptively dissuading such feelings and also making the presence of the PUA more valued, as he may leave at any minute, which creates a feeling of scarcity. FTCs allow the PUA enough time to reach the hook point, at which point the group or target will try to get the PUA to stay.

A common FTC:

“I have to get back to my friends real quick, so I only have a minute, but I wanted to ask your opinion on something…”

Usage:

Using an FTC helped my set feel more comfortable and kept me from getting blown out

 

Das ist natürlich auch in vielen anderen Bereichen üblich, in denen man etwas von Leuten will:

  • Haben Sie Zeit für eine kurze Umfrage/darf ich sie kurz stören?
  • Ich wollte ihnen nur ganz kurz den SUPERGerät3000 vorstellen, es dauert 5 Minuten
  • etc.

Es betrifft Bereiche, bei denen man in das Territorium des anderen eindringt und dieser entscheiden muss, ob er einen hinein lässt oder abwehrt.

In diesen Bereichen sind wird allerdings vorsichtiger geworden, weil wir auch hier die gleiche Berechnung anstellen, und eine Umfrage / das Supergerät 3000 meist nicht interessieren.

Weil es bei diesen Sachen so offensichtlich ist, dass wir sie nicht wollen neigen wir schnelle zu ihrer Ablehnung. Aus den gleichen Gründen erfolgt im Pickup auch die Abgrenzung indirektes Ansprechen und direktes Ansprechen. Auch hier spielen diese Faktoren mit hinein.

Beim direkten Ansprechen wird gleich deutlich, dass man etwas von ihr will. Deswegen laufen auch die oben dargestellten Berechnungen und ein gewisser Abwehrreflex kann entstehen.

Beim indirekten Ansprechen schiebt man aber einen anderen Grund für die Kontaktaufnahme vor (Beim „Opinion-Opener“ beispielsweise soll der Eindruck erweckt werden, dass man nur eine bestimmte Frage beantwortet haben möchte, in Verbindung mit einer Zeitbeschränkung entsteht so der Eindruck, dass man denjenigen schnell wieder los wird und das Unterbewusstsein aktiviert den Abwehrinstinkt nicht / hat weniger Angst vor zu hohen potentiellen negativen Kosten („Ich muss gleich wieder rüber zu meinen Leuten, aber ich brauche gerade mal eine weibliche Meinung zu einem Problem…“)

Noch ein Text dazu:

A false time constraint is one of those little things you can do which can have a surprisingly large impact on your success rate. All a false time constraint (or “FTC” for short) is a comment like, “I have to get back to my friends in a minute, but …” delivered at a key moment.

FTCs work because when you approach or lock in with a group, their defenses are – naturally – up. They’re wary that you’ll be uninteresting or unpleasant, and an FTC disarms them. It allows them to relax because, even if it turns out they don’t like you, they know you’ll be gone soon.

There are two key times to deliver a FTC. The first is when you open. Rather than just launching into your opener, e.g., “Hey, Give me a female opinion on something …” you add a FTC. “Hey. I’ve got to get back to my friends in a minute, but before I do, give me a female opinion on something …”

The other time to use a FTC is when you are joining the set in such a way that you’re entering their space. For example, you open a set who is seated at a table. You’re standing as you open. They respond, and, as you sit down, you deliver a FTC as you give the next part of your opener. Here you are disarming, in advance, their fear that you’ll impose yourself in an unwanted way on the group by staying.

Generally you’ll only deliver one FTC per set. If the set is seated, and you know you’ll want to deliver a FTC when you sit down, you might, instead, root your opener. Rooting your opener just means giving the set a reason why you’re opening them. For example, you might say, “My friend just told me this crazy story, let me know what you think …”

If these concepts seem trivial, experiment with them. Most PUAs discover that they get less resistance from their targets early, and open successfully more often, when they use these tools. The impact they have is small, but very real.

Ich meine auch, dass man damit einiges an Abwehr abfangen kann und es gut ist den Mechanismus dahinter zu verstehen. Kostenmanagement auch in Bezug auf irrationale Ängste ist etwas, was unser Gehirn automatisch anstellt und für einiges an Unannehmlichkeiten sorgen kann. „Creepiness“ kann man insofern auch schlicht als Vorgang ansprechen, bei dem in die Kalkulation des anderen die potentiellen Folgen bei einem negativen Ausgang vergrößert werden (auch weil man zu früh deutlich macht, dass einem ein bestimmter Ausgang zu wichtig ist, was das Risiko erhöht, dass man eine Entscheidung in diese Richtung nicht akzeptiert). „Aloofness“ und „Ergebnisunbekümmertheit“ machen deutlich, dass derjenige ein von einem nicht gewünschtes Ergebnis nicht erzwingen wird. Zeitbegrenzungen zu setzen betrifft ebenfalls diesen Bereich indem es darstellt, dass man nicht die Zeit und dadurch auch nicht das Interesse hat, die negativen Folgen zu groß werden zu lassen.

„Feminismus ist die neue Frauenfeindlichkeit: „Belle Knox Feminismus und der neue Backlash“

Belle Knox ist eine Studentin an einer amerikanischen Elite-Uni, die Pornos gedreht hat und deren Name dann herausgekommen ist, was für einen gewissen Aufruhr sorgte.

Belle Knox - In klassischer Pornostarpose, aber noch jugendfrei, dies ist ja ein anständiger Blog. Man beachte das präsentieren des Nackens, die langen Haare, die leicht geöffneten, wie feucht glänzenden Lippen, der leicht gesenkte Blick direkt in die Augen des Betrachters. Es werden klassische Attraktivitätsmerkmale bedient

Belle Knox

Sie selbst hat dann das Drehen von Pornos in einen sexpositiven Feminismus umgedeutet:

Let’s be clear about one thing: I know exactly what I’m doing. What about you?

My entire life, I have, along with millions of other girls, been told that sex is a degrading and shameful act. When I was 5 years old and beginning to discover the wonders of my body, my mother, completely horrified, told me that if I masturbated, my vagina would fall off.

The most striking view I was indoctrinated with was that sex is something women “have,” but that they shouldn’t “give it away” too soon -– as though there’s only so much sex in any one woman, and sex is something she does for a man that necessarily requires losing something of herself, and so she should be really careful who she “gives” it to.

The prevailing societal brainwashing dictates that sexuality and sex „reduce“ women, whereas men are merely innocent actors on the receiving end. By extension, our virginity or abstinence has a bearing on who we are as people — as good people or bad people, as nice women or bad women.

Women’s ability to be moral actors is wholly dependent on their sexuality. It is, honestly, insane.

The virgin-whore dichotomy is an insidious standard that we have unfairly placed upon women. Women are supposed to be outwardly pure and modest, while at the same time being sexually alluring and available. If a woman does not have sex after a date, she will be labeled as a prude. If she does have sex, she will be referred to later as a ho or a slut.

Society thus sets up a norm in which women simply cannot win.

We must question in this equation why sex workers are so brutally stigmatized. Why do we exclude them for jobs, education, and from mainstream society?

Why do we scorn, threaten and harass them?

Why do we deny them of their personhood?

Why does the thought of a woman having sexual experiences scare us so much?

The answer is simple.

Patriarchy fears female sexuality.

It terrifies us to even fathom that a woman could take ownership of her body. We deem to keep women in a place where they are subjected to male sexuality. We seek to rob them of their choice and of their autonomy. We want to oppress them and keep them dependent on the patriarchy. A woman who transgresses the norm and takes ownership of her body — because that’s exactly what porn is, no matter how rough the sex is — ostensibly poses a threat to the deeply ingrained gender norms that polarize our society.

I am well aware: The threat I pose to the patriarchy is enormous. That a woman could be intelligent, educated and CHOOSE to be a sex worker is almost unfathomable.

I find it interesting that porn (a billion-dollar industry) is consumed by millions of people — men and women (and all other equally wonderful genders) alike — yet no one is willing to consider the lives of the people behind the camera. No one wants to hear about the abuses and exploitation that take place, no one wants to hear about the violence committed every day against sex workers, no one wants to consider that we have hopes and dreams and ambitions.

No, all we are is „whores and bimbos.“

I reject this. Instead, what I ask for is simple. I, like all other sex workers, want to be treated with dignity and respect. I want equal representation under the law and within societal institutions. I want people to acknowledge our humanity. I want people to listen to our unique narratives and dialogues.

To the anti-pornography feminists out there: I very much respect your opinion. Nevertheless, I want you to consider how you marginalize a group of women by condemning their actions. Consider that when you demean women for participating in sex work, you are demeaning THEM, and consequently, YOU become the problem.

Also eine recht klare sexpositive Einordnung: 

  • Frauen werden in ihrer Sexualität unterdrückt, weil „Das Patriarchat“ Angst vor der Sexualität hat
  • Denn wenn „Das Patriarchat“ nicht mehr bestimmt, was eine Frauen wollen darf, dann sind Frauen ja nicht mehr der männlichen Sexualität unterworfen
  • Und wenn sie der männlichen Sexualität nicht mehr unterworfen sind, dann KANN NICHTS MEHR DIE FRAUEN STOPPEN!!!1
  • Also ist es eine Befreiung der Frau, selbstbestimmt Pornos zu drehen, wenn sie das will, wenn sie damit einen offenen Umgang mit Sexualität signalisiert
  • Dabei ist es egal, ob sie dabei Szenen dreht, in denen der Mann sie wie Dreck behandelt oder dominant behandelt, solange es das ist, was sie will

Mir leuchtet zwar noch nicht ganz ein, was genau das Patriarchat von einer Unterwerfung der weiblichen Sexualität hat, wenn es ansonsten eine Frau haben könnte, die noch viel perversere Sachen mit sich machen lässt. Zudem scheint mir „Das Patriarchat“ auch ansonsten eher eifrig daran zu arbeiten, Frauen ihre Sexualität darstellen zu lassen, von Miley Cyrus bis hin zu sonstigen Videos und allgemeiner Kleidung scheinen Frauen wenig Probleme damit zu haben, sich sehr sexuell zu geben. Es wird wohl eher eine Übersexualisierung beklagt als eine Untersexualisierung. Aber ich bin ja auch noch nicht in alle Teile der patriarchalischen Verschwörung eingeweiht.

Es scheint mir wahrscheinlich deswegen das biologische Erklärungsmodell, nachdem Männer ein Heiligen-Hure-Modell anziehend finden, weil es eine Mischung aus Kurz- und Langzeitpaarungsstrategie bildet (Kurzzeitig ist ungebundener Sex gut, der insbesondere auf Lustbefriedigung ausgerichtet ist, langfristig eine Bindung und eine Erhöhung der Vatersicherheit). Aber da kommt ebnen der Unterdrückungscharakter und das Befreiungsmoment zu kurz.

Natürlich gibt es eine sexnegative feministische Gegenantwort, die es genau andersherum sieht:

It’s the Belle Knox brand of feminism. It says that if an individual woman consents to — or even enjoys — performing in pornography, it must be ok. It says that if an individual woman likes pornography, it must be ok. And not just ok, but potentially empowering. I have no idea why we would assume that only men’s sexualities can be shaped by porn or why, simply because a woman’s fantasies have been shaped by porn that means those fantasies and that pornography is necessarily feminist. I don’t give a shit how many people like porn. I don’t give a shit if you say you like performing in porn (most women don’t, for the record, but there are exceptions to every rule that you’re sure to find if you look). That changes absolutely nothing about what porn is and how it impacts our lives and society as a whole.

(…)

I think it’s a form of woman-hating. I think it’s internalized misogyny — to attack and slander and attempt to silence feminists, to paint them as bigots for taking a stand against male power and violence. You may well disagree with our ideology or our goals or our arguments, but simply disagreeing with someone does not mean they are perpetrating violence against you. Using “safe space” as an excuse to silence and no-platform feminists doesn’t fly either.

The way in which it has become acceptable in some feminist circles to blackball and tar women who fight pornography and prostitution or to ignore and discredit them by calling them “sex-negative pearl-clutchers” — to claim feminists are the ones doing the oppressing because they criticize selfies or burlesque or, really, anything else one might feel attached to — that’s all part of the backlash. Which isn’t the same as saying women are to blame, but it is saying we’ve been had.

Capitalist patriarchy has sold us all these ideas — that cosmetic surgery will make you feel good, that stripping and gyrating for an audience is empowering, that sexing up your own exploitation is the path to liberation, that stilettos are feminist if women choose to wear them, and that face-fucking is feminist so long as we’ve signed a waver. It’s also told us that feminists are the enemy — that they are prudish and repressive and no-fun. It’s told us that women are all jealous, catty, bitches and that any criticism of another woman must be envy. We learn to hate one another, you know…

Wie man es anscheinend dreht – das Patriarchat zieht nimmermüde seine Strippen: Entweder es sperrt die weibliche Sexualität ein oder es will die Frauen teuflicherweise davon überzeugen, dass sich noch mehr nach den sexuellen Wünschen der Männer zu verhalten, feministische ist.

Das wäre immerhin eine Strategie des Patriarchats, hinter die ich mich eher stellen könnte als die Beschränkung der weiblichen Sexualität. Tatsächlich würde ich aber auch hier eher darauf abstellen, dass einige Frauen eben tatsächlich auf diese Weise ihre Sexualität gut ausleben können, und Belle Knox vielleicht dazu gehört, vielleicht auch nicht. Immerhin scheinen Pornos eher die Anzahl an Sexualverbrechen abzusenken.

Es ist aber erstaunlich, wie fremdbestimmt die Frauen in beiden Ausrichtungen mal wieder sind – gleich Marionetten hängen sie an den sorgsam gezogenen Fäden des Patriarchats. Egal was sie machen, ob sie einen Porno drehen oder ihn nicht drehen, ob sie Sex haben oder nicht haben.

Das Patriarchat ist überall.