„Niemand streitet ab, dass das Geschlecht eine biologische Komponente hat“

Rexi führt bei Maren auf meinen Vorhalt, dass der Poststrukturalismus mit seiner sozialen Konstruktion der Geschlechter eine sehr schwache Position hat, an:

Niemand streitet ab, dass das Geschlecht eine biologische Komponente hat. Ich weiß nicht, wie oft man das dir schon von gesagt hat, von feministischer Seite. Ich glaube, ich mache eine Strichliste. Du scheinst das nur einfach zu ignorieren, denn immer wieder kommst du damit, als wäre es eine Offenbarung.

Tatsächlich kommt das Argument häufiger. Und es überrascht mich immer wieder. Denn die These, dass Geschlecht eine soziale Kategorie ist, ist die Kernthese des (Gender-)Feminismus.

Da irrtst du. Ich denke ich fordere dich auch jedesmal auf mir mal eine Stelle aus dem (Gender-)feminismus zu nennen, in der diese biologische Komponente dargelegt wird, da habe ich aber bisher nichts gehört.
Ich zitiere mal ein paar Sachen:

Hier:

“Die Annahme, dass Geschlecht eine soziale Konstruktion ist, kann in weiten Teilen der Frauen- und Geschlechterforschung als eine Art Minimalkonsens gelten.”

Feminismus101:

Geschlecht (Gender) ist sozial konstruiert (spiegelt sich in Stereotypen) und entspricht nicht zwangsläufig dem biologischen Geschlecht (Sex).

Judith Butler:

Butlers erkenntnistheoretischer Ausgangspunkt ist die dekonstruktivistische Geschlechterforschung, nach der angeblich natürliche Sachverhalte diskursiv durch kulturelle Denksysteme und Sprachregeln bestimmt sind, ebenso wie durch wissenschaftliche Diskurse und politische Interessen. Sie stellt die biologische, binäre Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit radikal in Frage und sprengt jede kausallogische Fundierung von körperlichen Geschlechtsmerkmalen und sozialer Geschlechtsidentität. Damit wendet sie sich konsequent von der feministischen Idee einer Unterscheidung von sozialem (Gender) und biologischem Geschlecht (Sex) ab

Gleichheitsfeminismus (Wikipedia)

Gleichheitsfeminismus
Simone de Beauvoir (rechts) und Jean-Paul Sartre, 1920
Gleichheit und Differenz sind zentrale Kategorien im feministischen Diskurs. Gleichheitsfeministische Theorien sind in erster Linie herrschaftskritisch. Sie analysieren die gesellschaftliche Wirklichkeit der Geschlechter und untersuchen die gesellschaftlichen Konstruktionsweisen von Gleichheit und Ungleichheit. Im Gleichheitsfeminismus (auch Egalitätsfeminismus oder Sozialer Feminismus) gehen die Vertreterinnen von einer grundsätzlichen Gleichheit der Geschlechter aus und begründen die zwischen den Geschlechtern existierenden Unterschiede hauptsächlich mit gesellschaftlichen Machtstrukturen und Sozialisation der Menschen. Diese Idee war erstmals von Simone de Beauvoir in das Das andere Geschlecht (1949) aufgeworfen worden, demnach die Frau als „das Andere“ und soziales Konstrukt der Männer betrachtet wird.

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“

– Simone de Beauvoir
Nach dieser Theorie gibt es kein „typisch männlich“ und „typisch weiblich“, sondern nur durch geschlechtsspezifische Sozialisation und Aufgabenteilung begründete Verhaltensunterschiede zwischen den Geschlechtern. Ziel dieses feministischen Emanzipationskampfes ist die Aufhebung sämtlicher geschlechtsspezifischer gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten und Unterschiede, um so den Menschen zu ermöglichen, nach ihren individuellen Fähigkeiten und Vorlieben zu leben, statt nach gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen. Bekannte Vertreterinnen des Gleichheitsfeminismus sind unter anderen Elisabeth Badinter und im deutschsprachigen Raum Alice Schwarzer.
Radikalisiert wurde dieser Gedanke durch einen Teil der um die französische Zeitschrift Nouvelles Questions Féministes (NQF)[46] gruppierten Feministinnen. Während für de Beauvoir Anatomie letztlich als gegeben und Teil der Situation galt, interpretierten sie das biologische Geschlecht selbst als Konstrukt mit dem Zweck, die Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen zu markieren.

Es verwundert mich immer wieder, wie wenig sich Feministinnen mit den Ansichten des Feminismus beschäftigen. „Das vertritt doch niemand“ lässt sich mit etwas Kenntnis sehr häufig durch einige Zitate klarstellen. Meist kommt darauf schweigen und nicht etwa die Aussage „dann ist das falsch und diese Art von Feminismus hat unrecht“. Mitunter kommt dann etwas später der gleiche Vorhalt noch einmal.

Aber ich frage sicherheitshalber hier noch einmal nach:

  • Gibt es wesentliche feministische Theorien, die Geschlechterunterschiede über bloße offensichtliche körperliche Unterschiede wie Penis und Vagina hinaus zugestehen?
  • Gibt es feministische Theorien, die Unterschiede im Verhalten oder Denken etwa auf der Basis von Hormonen oder biologischen Unterschieden zugestehen?
  • Welche Theorien sind das und wer vertritt sie? Gibt es Literaturstellen, die konkreter werden und insoweit konkrete Aussagen machen, welche biologischen Unterschiede da akzeptiert werden sollen?

 

 

 

 

„Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft“

Harald Martenstein schreibt zu den Unterschieden von Männern und Frauen und zur Genderforschung:

Das Wort „Gender“ könnte man vielleicht mit „soziales Geschlecht“ übersetzen. Das biologische Geschlecht heißt „Sex“. Genderforscher glauben, dass „Männer“ und „Frauen“ nicht eine Idee der Natur sind, sondern eine Art Konvention, ungefähr wie die Mode oder der Herrentag. Klar, einige Leute haben einen Penis, andere spazieren mit einer Vagina durchs Leben. Das lässt sich wohl nicht wegdiskutieren. Aber abgesehen davon sind wir gleich, besser gesagt, wir könnten gleich sein, wenn die Gesellschaft uns ließe. Bei Franziska Schößler, deren Buch 2008 erschienen ist, liest sich das so: „Es sind vor allem kulturelle Akte, die einen Mann zum Mann machen.“

Das ist eine mutige These. Spielen nicht auch das Hormon Testosteron und die Evolution bei der Mannwerdung eine ziemlich große Rolle? Man hört so etwas oft, wenn man mit Wissenschaftlern redet, die keine Genderforscher sind. In den folgenden Tagen habe ich dann noch zwei weitere Einführungen in die Genderforschung gelesen. Irritierenderweise tauchte das Wort „Hormon“ nur zwei- oder dreimal am Rande auf, das Wort „Evolution“ überhaupt nicht. Mehr noch, sogar hinter die Existenz des Penis – in diesem Punkt bin ich mir bis dahin völlig sicher gewesen – muss im Licht der Genderforschung zumindest ein Fragezeichen gesetzt werden. „Anatomie ist ein soziales Konstrukt“, sagt Judith Butler, eine der Ahnfrauen der Genderforschung. Es sei Willkür, wenn Menschen nach ihren Geschlechtsteilen sortiert werden, genauso gut könne man die Größe nehmen oder die Haarfarbe. Die seien genauso wichtig oder unwichtig.

Das scheint wirklich ein sehr vorherrschendes Bild in den Genderwissenschaften zu sein. Biologische Unterschiede werden schlicht ignoriert und geleugnet, die Konzepte meist rein theoretisch-philosophisch bestimmt, ohne das es eine tatsächliche Grundlage gibt. Die Annahme,  dass Geschlechtsteile die einzige Unterscheidung sind .

Das Feindbild der meisten Genderforscherinnen sind die Naturwissenschaften. Da ähneln sie den Kreationisten, die Darwin für einen Agenten des Satans und die Bibel für ein historisches Nachschlagewerk halten. „Naturwissenschaften reproduzieren herrschende Normen.“ – „Naturwissenschaften konstruieren Wissen, das den gesellschaftlichen Systemen zuarbeitet.“ – „Der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft ist ein verdeckter männlicher Habitus.“ – „Naturwissenschaft und Medizin haben eine ähnliche Funktion, wie die Theologie sie einst hatte“. Von solchen Sätzen wimmelt es in den Einführungen. Irgendwie scheint Genderforschung eine Antiwissenschaft zu sein, eine Wissenschaft, die nichts herausfinden, sondern mit aller Kraft etwas widerlegen will. Aber wenn Wissenschaft immer interessengeleitet ist, was vermutlich stimmt, dann gilt dies wohl auch für die Genderforschung.

Das ist in der Tat eines der Probleme – wenn eine Richtung interessengeleitet ist und daraus auch keinen Hehl macht, dann ist es die Genderforschung. Der Anspruch, wissenschaftlich zu sein tritt hinter den gewünschten Ergebnissen zurück, was man schon daran sieht, dass hier keine abweichenden Meinungen geduldet werden, ihnen kein Raum gegeben wird, sondern sie schlicht ausgeblendet werden.

Es folgt ein interessanter Überblick über ein paar Studien:

Robert Plomin hat das Aufwachsen von 3000 zweieiigen Zwillingen beobachtet, Jungen und Mädchen, die in derselben Familie aufwuchsen. Im Alter von zwei Jahren war der Wortschatz der Mädchen bereits deutlich größer. Die Neurowissenschaftlerin Doreen Kimura hat einen Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel, Berufswahl und räumlichem Vorstellungsvermögen nachgewiesen – bei Männern und Frauen. Den höchsten Testosteronspiegel haben übrigens Schauspieler, Bauarbeiter und Langzeitarbeitslose, den niedrigsten haben Geistliche. Der Osloer Kinderpsychiater und Verhaltensforscher Trond Diseth hat neun Monate alten Babys in einem nur von Kameras überwachten Raum Spielzeug zur Auswahl angeboten, Jungs krochen auf Autos zu, Mädchen auf Puppen. Der Evolutionsbiologe Simon Baron-Cohen, ein Vetter des Filmemachers Sascha Baron-Cohen, hat die Reaktionen von Neugeborenen erforscht, da kann die Gesellschaft noch nichts angerichtet haben: Mädchen reagieren stärker auf Gesichter, Jungen auf mechanische Geräte. Richard Lippa hat 200.000 Menschen in 53 Ländern nach ihren Traumberufen gefragt, Männer nannten häufiger „Ingenieur“, Frauen häufiger soziale Berufe. Die Ergebnisse waren in so unterschiedlichen Ländern wie Norwegen, den USA und Saudi-Arabien erstaunlich ähnlich. Wenn es wirklich einen starken kulturellen Einfluss auf die Berufswahl gäbe, sagt Lippa, dann müssten die Ergebnisse je nach kulturellem Kontext schwanken.

Der Hirnforscher Turhan Canli, ein Amerikaner, hat festgestellt, dass Frauen emotionale Ereignisse meist in beiden Hirnhälften speichern, Männer nur in einer. An einen Ehestreit oder den ersten Kuss können sich Männer deshalb im Durchschnitt nicht so gut erinnern wie Frauen. Wenn auf Fotos Gesichter zu sehen sind, traurige oder fröhliche, dann entschlüsseln Männer die Emotionen der abgebildeten Personen im Durchschnitt schlechter. Mein Lieblingsexperiment hat Anne Campbell an der Universität Durham veranstaltet: Männer und Frauen wurden zu einem Test eingeladen. Dann teilte man ihnen mit, dass sie schmerzhafte Elektroschocks erdulden müssten. Es dauere noch ein paar Minuten. Die Frauen warteten gemeinsam, in Gruppen. Die Männer warteten lieber alleine.

Ich hatte mal versucht, ein paar der Studien zu finden, wer noch weitere findet der kann sie gerne in den Kommentaren verlinken. Ich verlinke auch noch mal auf meine Übersicht zu den biologischen Begründungen.

Inzwischen habe auch ich, wie die Genderforschung, eine Theorie. Ich glaube, ich weiß, warum selbst bestens belegbare Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Geschlechterforschung von vielen Genderfrauen abgelehnt oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen werden. „Natur“ war, jahrtausendelang, ein Totschlagargument der Männer. Frauen konnten angeblich dieses nicht und jenes nicht, sie galten als eitel, dumm, schwach, hysterisch, zänkisch, schwatzhaft und charakterlich fragwürdig. Das alles kam im Gewande der wissenschaftlichen Erkenntnis daher. So wie man auch für wissenschaftlich belegt hielt, dass man Mörder an ihren Augenbrauen und Vergewaltiger an ihren Ohrläppchen erkennen könne. Immer hingen die angeblichen Defizite der Frauen mit ihrer angeblichen Biologie zusammen, und meistens ging es dabei darum, die Macht der Männer ideologisch zu begründen. Wenn früher von Unterschieden zwischen Männern und Frauen die Rede war, dann lief es immer darauf hinaus, dass Frauen die Schlechteren sind und Männer die Besseren. Die Genderfrauen ziehen daraus den Schluss, dass biologische Forschung insgesamt ein Herrschaftsinstrument der Männer sein muss. Deshalb sagen sie: Es gibt keine Unterschiede, basta. Warum? Weil es einfach keine geben darf. Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft. Sie beruht auf einem unbeweisbaren Glauben, der nicht in Zweifel gezogen werden darf.

In der Tat wird das Argument: „Die Naturwissenschaften lagen früher falsch, also müssen sie auch heute falsch liegen“ gerne gebraucht, auch wenn es reichlich wenig Substanz hat. Mit der gleichen Logik könnte man sagen, dass das Atom eben nicht unzerstörbar ist und daher alle Teilchentheorien falsch sind. Man vermeidet so einfach eine Deabatte in der Sache. Auch gerne in der Variante „Leute, die heute biologische Theorien vertreten hätten auch damals vertreten, dass Frauen nicht denken können“ etc, welche ich mir auch schon häufiger anhören musste.

Genderforschung ist aus meiner Sicht zum allergrößten Teil keine Wissenschaft. Es herrscht dort eine starke aus der ideologischen Sichtweise folgende Voreigennommenheit, die kaum Raum für abweichende Meinungen und tatsächliche, unideologische Forschung läßt.

Neue Verfahren zur Feststellung von Unterschieden im Gehirn von Männern und Frauen

Eine Studie in der Zeitung NeuroImage stellt Gehirnscans mit neuen Verfahren dar, die die Unterschiede zwischen Männern und Frauen untersuchen:

The female brain contains a larger proportion of gray matter tissue, while the male brain comprises more white matter. Findings like these have sparked increasing interest in studying dimorphism of the human brain: the general effect of gender on aspects of brain architecture. To date, the vast majority of imaging studies is based on unimodal MR images and typically limited to a small set of either gray or white matter regions-of-interest. The morphological content of magnetic resonance (MR) images, however, strongly depends on the underlying contrast mechanism. Consequently, in order to fully capture gender-specific morphological differences in distinct brain tissues, it might prove crucial to consider multiple imaging modalities simultaneously. This study introduces a novel approach to perform such multimodal classification incorporating the relative strengths of each modality-specific physical aperture to tissue properties. To illustrate our approach, we analyzed multimodal MR images (T1-, T2-, and diffusion-weighted) from 121 subjects (67 females) using a linear support vector machine with a mass-univariate feature selection procedure. We demonstrate that the combination of different imaging modalities yields a significantly higher balanced classification accuracy (96%) than any one modality by itself (83%–88%). Our results do not only confirm previous morphometric findings; crucially, they also shed new light on the most discriminative features in gray-matter volume and microstructure in cortical and subcortical areas. Specifically, we find that gender disparities are primarily distributed along brain networks thought to be involved in social cognition, reward-based learning, decision-making, and visual-spatial skills.

Quelle: Decoding gender dimorphism of the human brain using multimodal anatomical and diffusion MRI data

Aus der Studie:

The gray matter segments of the T1-weighted images included in the multimodal approach revealed a marked anterior–posterior gradient in classifier weights (Fig. 4) in conjunction with a remarkable lateralization in cortical regions (Fig. 5). In contrast, subcortical disparities were distributed rather bilaterally. Strikingly, the anterior–posterior gradient is dominated by differences in the frontal lobe. There were virtually no disparities in postcentral parts of the brain with the exception of TPJ and pSTS. Interestingly, Allen et al. (2003) already described the occipital lobe as the least sexually dimorphic region since they found no significant difference in gray matter volumes in females and males. They argue that most of this brain region has relatively low levels of sex steroid receptors (Goldstein et al., 2001). By contrast, disparities in the frontal lobe were found in all aspects of prefrontal areas, i.e., in the medial, lateral as well as orbital parts. Based on sex steroid receptor density, Goldstein et al. (2001) predicted that the prefrontal regions as well as the parietal cortices should exhibit a high degree of sexual dimorphism. Our findings with respect to contributing brain networks might be suggestive of sex differences in terms of social cognition, reward-based learning, decision-making, and visual-spatial skills. The effects observed within the right and left nuclei caudate also corroborate previous observations (Giedd et al., 1996; Good et al., 2001; Luders et al., 2009). Interestingly though, while previous studies have primarily reported proportionately more gray matter in women rather than in men (reviewed in Luders and Toga, 2010), our approach also allowed us to identify regions that seem indicative of the opposite effect. More specifically, although receiving lower weights on average (Fig. 5), we detected several regions that showed relatively more gray matter in male than in female brains. These regions included the right anterior insular cortex, the right lateral as well as the left OFC (Figs. 2 and 4), and the right pSTS (Fig. 2). Relatively higher FA values in men as compared to women were found in the left entorhinal cortex (Fig. 3), indicating differences in cortical microstructure. It has long been known that efferent fibers exiting the piriform lobe primarily target the mOFC, the lOFC as well as the hippocampus. We found all of these regions to differ between women and men.

Es wurden also anscheinend gerade in den Gebieten, die eine hohe Steroidrezeptorendichte aufwiesen, Geschlechterunterschiede gefunden. Was genau das ist, was durch die Theorie, dass Geschlechtsunterschiede durch bestimmte Hormone verursacht werden, vorhergesagt wird. Es wäre auch wenig verständlich, dass wir entsprechende Rezeptoren in unserem Gehirn haben, diese dann aber nicht auf die Hormone reagieren. Und diese sind eben bei Männern und Frauen in verschiedenen Dosierungen vorhanden.

Zu den Unterschieden im Gehirn hatte ich hier auch schon etwas geschrieben:

Die Methoden zur Erkennung der Gehirnstrukturen werden immer mehr verbessert werden. Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) hat sicherlich ihre Schwächen, aber die Methode wird immer weiter korrigiert. Es werden sich damit auch immer mehr Belege für Geschlechterunterschiede finden.

„Warum hassen Feministinnen die Evolutionspsychologie so sehr?“

Volkmar Sigusch schreibt im „The European“ in dem Artikel „Let’s talk about sex baby“  über Evolutionspsychology. Er beginnt mit der Frage, warum Feministinnen die Evolutionspsychologie so sehr hassen und begründet dies im Folgenden.

Der Hass auf evolutionstheoretische Ansätze aus dem Feminismus und die dabei bestehenden Fehlvorstellungen war ja schon häufiger hier Thema

Zuerst greift er ein Standardgegenargument auf:

Dabei übersehen die Wissenschaftsspekulanten, dass es bei all dem, was sie zu erörtern suchen, nicht um Geschlechtlichkeit, Sexualität und Liebe im heutigen kulturellen Sinne und damit um Subjektivität und Individualität geht, sondern um Fortpflanzung und Arterhaltung im biologischen Sinne. Spuren der Emotionen haben sich natürlich nicht materiell in Fossilien niederschlagen können. Alle Aussagen über das Leben der Jäger und Sammler sind logischerweise unbegründbare Vermutungen.

Dabei übersieht er aber, dass man durchaus mehr machen kann als unbegründete Vermutungen anstellen. Zunächst einmal spricht vieles dafür, dass sich die wesentliche Körperchemie und damit der Mensch in der vergangenen Zeit nicht wesentlich verändert hat. Denn nach der Out of Africa Theorie hat sich der Mensch von Afrika aus über die Welt verbreitet und genetische Analysen zeigen, dass dabei kein wesentlicher Rückfluss an Genen stattgefunden hat. Da die Menschen auf der Welt in ihrer Sexualität recht gleich sind, können wir vermuten, dass die Menschen schon damals so waren wie heute. Hierfür sprechen auch die archäologischen Funde, die zeigen, dass sich der Mensch seit der Steinzeit nicht so wesentlich verändert hat.

Demnach müssen die wesentlichen Veränderungen innerhalb der Steinzeit ergeben haben.

Die wesentlichen Verhaltensweisen spricht Sigusch wie folgt an:

Gewissermaßen natürlich sei, dass Männchen dominant sind und Weibchen sich um den Nachwuchs sorgen. Wie Männchen ihren Samen verspritzen, Promiskuität oder sexuelle Gewalt – all das sei angeboren.

Auch hier kann man wieder gut begründete Annahmen machen.

Das Weibchen sich um den Nachwuchs sorgten und hierfür optimiert sind ergibt sich eigentlich bereits aus einigen leicht überprüfbaren Umständen:

  • Menschen sind Säugetiere mit einer sehr langen Tragezeit und einer sehr großen Unselbständigkeit des Nachwuchs
  • Dieser benötigt daher eine sehr große Unterstützung über eine lange Zeit
  • Frauen stellen die Nahrung für das Kind über die Muttermilch bereit
  • Väter können sich aufgrund der langen Zeit zwischen Befruchtung und Geburt der Versorgung besser entziehen als Frauen

Aus all dem folgt bereits, dass Frauen in der Steinzeit mehr mit Kinderbetreuung zu tun haben mussten und demnach auch (über ihren Nachwuchs)  entsprechend selektiert wurden. Des weiteren zeigt auch ein Vergleich mit unseren nächsten Verwandten recht deutlich, dass auch unsere Entwicklungsgeschichte hierzu passt. Hinzu kommen weitere biologische Faktoren, die ebenfalls dafür sprechen, beispielsweise das im Schnitt stärkere Ansprechen der Frauen auf das Kindchenschema. Hierzu hatte ich bereits zwei Artikel:

Dort wird auch behandelt, dass Kinder um so niedlicher sind um so mehr Östrogene der Betrachter im Blut hat, so dass Frauen im Schnitt Kinder wesentlich niedlicher finden.

Dominanz ist ein weiteres Stichwort, bei dem ebenfalls vielerlei Belege vorhanden sind. Zum einen zeigen sich beim Menschenmann deutliche Zeichen einer intrasexuellen Konkurrenz, etwas die höhere Körperkraft und die höhere Körpergröße. Zudem ergeben Tests, dass Männer im Vergleich zu Frauen Wettbewerbsorientierter sind. Zudem formen Männer wesentlich schneller als Frauen Hierarchien in einer Gruppe, was bereits bei Kindern zu beobachten ist. Jungen zeigen zudem bereits früh wesentlich mehr Toben und Rauen („Rough and tumble Play“) als Mädchen, was, da das Spielverhalten eine Vorbereitung auf die Erwachsenenwelt ist, ebenfalls ein Anzeichen für eine hohe intrasexuelle Konkurrenz ist. Hinzu kommt eine Entwicklungsverzögerung bei Jungen, die etwas später „erwachsen“ werden als Mädchen, was ebenfalls bei intrasexueller Konkurrenz typisch ist, da so die Jungen etwas länger aus der Konkurrenz herausgehalten werden und Erfahrungen sammeln können. Wenn es aber eine starke intrasexuelle Konkurrenz gibt, die zu Hierarchien führt, dann wird man auch eine Selektion für Dominanz erwarten können. . Es ist zudem zu erwarten, dass sich dieses Merkmal aufgrund seiner Wichtigkeit auch in der intersexuellen Selektion niederschlägt. Eine Frau, die auf dominante Männer steht, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass auch ihre Kinder dominant sein werden.

Und auch das Männer „ihren Samen verspritzen“ ist gut belegbar. Die Grundlagen hierfür sind in der Sexual Strategies Theory dargelegt. Wesentliches Element ist, dass die Männer aufgrund der geringeren Kosten des Sex eher auf Masse setzen können als Frauen. Das daher auch sexuelle Gewalt eine Strategie sein kann, die evolutionär begünstigt wird, liegt eigentlich auf der Hand, insbesondere wenn man bedenkt, dass Evolution keine Moral hat und Biologie nicht gut sein muss, da dies ein naturalistischer Fehlschluss wäre.

Weiter heißt es:

Auf einmal ist die komplexe Welt wieder ganz einfach gestrickt: Männer sind genetisch festgelegte untreue Frauenbefruchter, und Frauen sehnen sich genetisch nach Monogamie. Wundersam beruhigend ist dieser anachronistische evolutionspsychologische Reduktionismus.

Der Reduktionismus liegt hier eher in der Beschreibung der Theorien, die eben nicht auf dem aktuellen Stand ist. Auch Männer haben ein Interesse an Treue, weil sie zum einen bei einer festen Partnerin eher sicherstellen, dass sie auch wirklich in ihren Nachwuchs interessieren und weil Untreue die Partnerschaft gefährden kann. Aber natürlich haben sie ein lockeres Verhältnis zu Sex, wie leicht an zB dieser Studie zu sehen ist. Aus dieser wird auch deutlich, dass Frauen in der Tat wesentlich weniger Partner wollen und eher als Männer eine feste Partnerschaft als Idealzustand ansehen. All das bedeutet aber nicht, dass Frauen treu sind. Sie können natürlich ebenfalls untreu sein und sich so evolutionstechnisch sowohl einen Versorger sichern als auch die Gene eines anderen Mannes, der andere Vorteile bietet. Das Frauen nicht von Natur aus treu sind zeigen bereits die Hoden und das Sperma des Menschenmannes, beide sind auf Samenkonkurrenz ausgelegt, die es bei absoluter weiblicher Treue eben nicht geben würde.

Seine weiteren Argumente:

Doch warum kann unser sexuelles und geschlechtliches Verhalten nicht mehr mit Urinstinkten erklärt werden? Weil zwischen der Steinzeit und dem Endkapitalismus ein Abgrund klafft. Weil wir seit Jahrhunderten in einem sexuellen Zeitalter leben und um Geburtenregelung, freie Liebe, sexuelle und geschlechtliche Emanzipation kämpfen. Weil bei uns Fortpflanzung und Sexualität nicht mehr zusammenfallen. Weil der Mensch von Natur gesellschaftlich ist und folglich sein Sexual- und Geschlechtsleben auch.

Erst einmal: Wie gerade dargestellt kann man das Verhalten mit Urinstinkten erklären. Sodann: Der Abgrund ist kleiner als er denkt. Erst in neuerer Zeit haben wir effektive Verhütungsmethoden entwickelt, zu kurz um so wesentliche Punkte wie unsere Sexualität zu ändern. Das Fortpflanzung und Sexualität nicht mehr zusammenfallen ändert daran nichts: Im Gegenteil, ohne Fortpflanzung kann eine evolutionäre Veränderung gerade nicht stattfinden. Unser System bewirkt aber nicht, dass Menschen, die verhüten und dennoch hemmungslosen Sex haben, sich mehr fortpflanzen, so dass eben der Genpool davon nicht betroffen ist.

Weiter geht es mit:

Das natürliche Moment am Sexuellen lässt sich vom gesellschaftlichen prinzipiell nicht abscheiden − im Sinne von primär und sekundär, von vorausgegeben und gemacht, von richtig und falsch.

Natürlich stehen hier Gesellschaft und Biologie in einem engen Zusammenhang. Wie wir unsere Sexualität ausleben können und was erlaubt ist bestimmt in vielen Fällen die Gesellschaft. Dennoch bestimmt die Biologie weiterhin, was wir eigentlich wollen und die Gesellschaft hat auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau in diesem Bereich nicht verschwinden lassen. Wer glaubt, dass Sex etwas gesellschaftliches ist, der lasse sich eine chemische Kastration verpassen und schaue sich die Auswirkungen auf sein Sexualleben an. Natürlich kann die Biologie keine Wertung vornehmen – das wäre wieder ein naturalistischer Fehlschluss – aber sie bestimmt, was uns Lust bereitet und was nicht. Auch in Zeiten und Gegenden, in denen zB Homosexualität verboten ist, setzen sich Homosexuelle darüber hinweg, weil sie aus biologischen Gründen Lust auf Sex mit einem Mann haben. Die Biologie setzt hier der Gesellschaft grenzen. Sie kann den Akt zwar verbieten, aber das Begehren nicht abschalten.

Warum benehmen sich viele Lesben männlicher als heterosexuelle Frauen?

Ich sitze in bunter Runde mit Freunden und Bekannten zusammen. Das Gespräch kommt auf ein kürzliches Weggehen und von dort zu einer dort getroffenen Frau, die nach Meinung zweier der weiblichen Anwesenden unglaublich schöne Brüste hatte. Von dort aus geht das Gespräch in die Richtung, dass Frauen weibliche Schönheit wesentlich eher genießen können als Männer männliche Schönheit.

Eine der Frauen dazu:

„Das verstehe ich auch nicht an vielen Lesben: Wenn ich auf Frauen stehen würde, dann würde ich doch erst recht das Feminine mögen, das Elegante und das Weibliche. Aber die laufen rum und verhalten sich wie Männer! Schon der Kleidungsstil ist meist fürchterlich! Und die Frisuren! Und kein bisschen zurechtgemacht!“

Die anwesenden Damen waren sich einig, dass sie gut verstehen könnten, wenn Frauen Frauen anziehend finden, aber sie würden SO niemals rumlaufen.

Ich habe kurz pränatales Testosteron in die Runde geworfen, aber wollte den Abend nicht zu technisch werden lassen, so dass wir auf ein anderes Thema wechselten.

Dennoch finde ich die Aussagen interessant:

  • Die biologischen Theorien zur Homosexualität erklären das aus meiner Sicht sehr nachvollziehbar. Danach gibt es Zentren für die Attraktivitätsmerkmale und Zentren für das typische Geschlechtsverhalten. Beide können separat voneinander gestaltet werden, wobei diese Gestaltung durch pränatales Testosteron erflogt. Da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass höheres pränatales Testosteron eine bestimmte Ursache hat, die längere Zeit anhält, ist es auch wahrscheinlich, dass beide Zentren bis zu einem gewissen Grad betroffen sind, so dass viele Lesben männlichere Verhaltensweisen aufweisen werden als heterosexuelle Frauen, wenn auch feminine Leseben und sehr männliche heterosexuelle Frauen möglich sind. Ist das Verhalten erst einmal über das pränatale Testosteron auf eine gewisse Weise ausgestaltet, dann ist es nicht mehr änderbar. Vielen männlicheren Lesben werden daher männlichere Verhaltensweisen mehr entgegenkommen. Sie werden sich hingegen in den weiblicheren Verhaltensweisen nicht so wohl fühlen. Deswegen wird auch eine Erziehung, die sich an ihrem Phänotyp orientiert, dort weniger Fuß fassen können.
  • Nach den queeren / gleichheitsfeministischen Theorien hingegen erscheint mir dies ein gewisser Bruch zu sein, der einige Verrenkungen erfordert. Auf der einen Seite haben wir die Normen der Gesellschaft, die durch die Phallokratie /die hegemoniale Männlichkeit/die Heteronormativität hervorgerufen werden. Sie pressen Männer und Frauen in strikte Geschlechterrollen, wobei das Geschlecht und das Verhalten durch Sprache geformt wird. Weil man sprachlich definiert, was eine Frau ist, muss sich eine Frau nach dieser Definition verhalten. Abweichendes Verhalten wird – gerade im sexuellen Bereich – durch Abwertung und Mißbilligung gestraft. Wir übernehmen diese Werte für unsere jeweilige Rolle und verinnerlichen diese so, dass wir ein Abweichen selbst als falsch empfinden. Diese Rolle ist so stark, dass sie Frauen beispielsweise daran hindert eine „Nichtfrauenzeitschrift“ zu kaufen, denn sie können nur Zeitschriften kaufen, die für Frauen gemacht sind, weil dies sprachlich so definiert ist. Dies nur als Beispiel für die Stärke des aufgebauten Rollendrucks. Dies alles scheint aber nicht mehr zu gelten, wenn eine Frau bezüglich eines Teilbereichs aus dem Normengefüge ausbricht.Bei einer Abweichung der sexuellen Orientierung bricht die Frau auch sehr häufig aus den übrigen Normen aus und verhält sich vergleichsweise männlich. Hier könnte die Theorie davon ausgehen, dass der Wechsel der sexuellen Orientierung einen Dammbruch gleich kommt, der auch die übrigen Normen hinwegspült. Oder man könnte darauf abstellen, dass sich die lesbischen Frauen gerade weil sie bereits in einer Angelegenheit, nämlich der sexuellen Orientierung, entgegen den Normen verhalten einen gewissen Druck erfahren, sich auch im übrigen nach den anderen Normen zu verhalten, um so wenigstens einem bestimmten Rollenbild zu entsprechen. Aber das lässt ja gerade außer acht, dass die Normen durch die Gesellschaft erzwungen werden und eine geringere Abweichung lesbische Frauen auch einer geringeren Abwertung preisgeben würde, die Änderung sie gerade für viele erst erkennbar macht und sie dem Normendruck aussetzt. Eigentlich müßte man eher überkompensatorisches Verhalten erwarten, um Zweifel auszugleichen und den Normendruck zu reduzieren, der ja jede einzelne Abweichung bestraft. Zudem spricht dagegen, dass Lesben sich ja meines Wissens nach uneingeschränkt als Frauen sehen, diese Geschlechtszuweisung also für sich so in Anspruch nehmen, wonach der Theorie nach dann auch die Regeln der Gesellschaft für sie gelten müssten und sie den Druck erfahren müßten, sich als Frau zu verhalten bzw. durch die Sprache so geprägt werden müßten. – Ich vermute, dass das abweichende Verhalten eben gerade als Erweckungstheorie, als ausbrechen aus dem Konstrukt der Geschlechterrolle gewertet wird, was diese Theorien sicherlich gerade für viele Lesben interessant macht. Aber ich verstehe trotzdem nicht, wie diese Flucht aus der Geschlechterrolle ermöglicht wird, wenn andererseits aufgrund des Phänotyps die weibliche Rolle strikt zugewiesen wird und andere Frauen daraus nicht entfliehen können, ja noch nicht einmal eine „Nichtfrauenzeitschrift“ kaufen können. Ist Sex so wichtig, dass es ein Schlüsselelement in der Wirksamkeit der gesellschaftlichen Normen ist? Und wie entfaltet Sex diese Macht, wenn es insgesamt einfacher wäre, lesbisch und verhaltensweiblich zu sein? Oder erzwingen gar bestimmte Normen, dass eine Lesbe sich männlicher verhalten muss (also Zuweisung bestimmter Normen innerhalb der Homosexualität, die abweichend von der Heterosexualität bestehen und damit ja eigentlich wieder gegen den Gedanken der Heteronormativität sprechen würden)?

Unterschiede im Gehirn von Männern und Frauen: Struktur

Die Gehirne von Männern und Frauen variieren, wie in dem Beitrag „Unterschiede im Gehirn von Mann und Frau“ kurz angerissen, auch in der Struktur, insbesondere in der Verteilung von weißer und grauer Masse.

Aus dem Abstract einer Studie (via Pelle Billing):

We examined the relationship between structural brain variation and general intelligence using voxel-based morphometric analysis of MRI data in men and women with equivalent IQ scores. Compared to men, women show more white matter and fewer gray matter areas related to intelligence. In men IQ/gray matter correlations are strongest in frontal and parietal lobes (BA 8, 9, 39, 40), whereas the strongest correlations in women are in the frontal lobe (BA10) along with Broca’s area. Men and women apparently achieve similar IQ results with different brain regions, suggesting that there is no singular underlying neuroanatomical structure to general intelligence and that different types of brain designs may manifest equivalent intellectual performance.

Quelle: The neuroanatomy of general intelligence: sex matters (Volltext, PDF)

Aus der Studie :

Here, we have systematically sought to explore sex differences in the structural brain organization underlying general intelligence. Of the major areas identified in our earlier analysis combining men and women, the sex-specific analyses show that some of the previous significant areas are found more in men and others are found more in the women; the relative roles of GM and WM also differ between the men and women. These present results highlight an important dissociation of brain morphology related to intellectual functioning in normal adult brains, as the pattern of voxel types and voxel locations linked with intellectual functioning differed substantially between the sexes. With respect to voxel types, men had roughly 6.5 times the number of GM voxels identified as related to intellectual functioning as did women, and women had roughly nine times more WM voxels than did men. With respect to regional effects, in women, 84% of the identified GM voxels correlated to IQ were in the frontal region, as compared to 45% in men. Even greater sex differences were observed in WM, where for women 86% of the identified voxels were frontal, as compared to 0% in men. More left hemisphere voxels (GM plus WM) were identified in both men and women (64.6% and 65.3%, respectively), consistent with previous reports of left lateralization of both anatomic and higher brain functions (Geschwind, 1972). It is well established that men have a larger cerebrum than women by about 8–10% (Filipek et al., 1994; Nopoulos et al., 2000; Passe et al., 1997a,b; Rabinowicz et al., 1999; Witelson et al., 1995). Thus, for the current study, we created separate templates for males and females to facilitate comparisons between the sexes, as opposed to bstretchingQ one gender’s brain to fit the size of another. Many studies have now confirmed a consistent sex difference in human brains: the GM/WM ratio is slightly higher in women than men (Allen et al., 2003; Goldstein et al., 2001; Gur et al., 1999; Passe et al., 1997a,b; Peters et al., 1998; Schlaepfer et al., 1995). In our sample, using the voxel classifications obtained with VBM, women showed a slightly higher GM/WM matter ratio (1.47) than did men (1.41), consistent with these previous reports. More specific regional analyses of GM volume differences (Goldstein et al., 2001) have shown that women have greater GM volume than men in regions including the precentral gyrus (BA 6, 4), fronto-orbital cortex (BA 47), superior frontal (BA 6, 8, 9), and lingual gyri (BA 17, 18), while men had larger volumes in frontomedial cortex (BA 11, 12), hypothalamus, amygdala, and angular gyrus (BA 39).

Das Ganze noch mal als Bild:

Die Autoren drücken sich wissenschaftlich-vorsichtig aus, verweisen aber auch auf die hohe Vererbbarkeit von Unterschieden bei der Verteilung von grauer und weißer Masse:

Although GM and WM volumes are highly hereditable in many areas (Posthuma et al., 2002; Thompson et al., 2001), there is evidence that GM volume in humans can increase with motor learning (Draganski et al., 2004) or the acquisition of a second language (Mechelli et al., 2004) and the nature of genetic determinism in general is now controversial (Silverman, 2004).

Die verschiedenen Funktionen der weißen und der grauen Substanz:

Aus dem Wikipediaartikel zur weißen Substanz:

White matter is the tissue through which messages pass between different areas of gray matter within the nervous system. Using a computer network as an analogy, the gray matter can be thought of as the actual computers themselves, whereas the white matter represents the network cables connecting the computers together.

Also noch mal die Zusammenfassung:

Von den Zellen, die den eigentlichen Computer darstellen, haben Männer 6 mal mehr, von den Zellen, die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen darstellen, haben Frauen 9 mal mehr.

Die Forscher betonen selbst, dass die generelle Intelligenz dennoch gleich ist. Und die Unterschiede zeigen sich auch in anderen Gehirnbereichen.

Die Unterschiede sind also gewaltig. Eine vollkommen andere Struktur spricht zudem dafür, dass diese evolutionär bedingt ist. Was aufgrund der Arbeitsteilung, die betrieben wurde, ja auch sinnvoll ist. Die Differenzierung von Männern und Frauen ermöglicht eben gerade eine Optimierung, die bestimmte Arbeiten effektiver macht und dadurch wiederum die Arbeitsteilung noch weiter verschärft. Wohl der Grund, warum man Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau überall auf der Welt und mit gleicher Verteilung findet.

Dass Gehirne, die eine so deutlich andere Struktur haben, dennoch nicht zu verschiedenen Ausprägungen von Fähigkeiten führen (unabhängig von der Frage, ob die Struktur gesellschaftlich oder biologisch bedingt ist) wäre meiner Meinung nach sehr sehr unwahrscheinlich.

Männer und Frauen sind eben nicht gleich.

Warum die sexuelle Identität biologisch sein muss

Wenn man sich fragt, ob die sexuelle Identität biologisch oder gesellschaftlich bedingt ist, dann kommt man meiner Meinung nach nicht an evolutionären Betrachtungen vorbei.

1. Das Entstehen der Geschlechter und erste Fortpflanzung

Die Entwicklung der Geschlechter an sich ist irgendwann geschehen. In Das egoistische Gen vermutet Dawkins, gestützt auf andere Überlegungen, dass es erst einen Trend dazu gab, größere Abstammungszellen zu erstellen, weil diese dank besserer Ressourcen bessere Startmöglichkeiten hatten. Was dann dazu führte, dass es sich gleichzeitig lohnen konnte, kleinere Abstammungszellen zu bilden, die die Kosten der großen Zellen nicht hatten, wenn diese sich irgendwie mit den größeren Zellen anderer verbinden konnten, um deren Ressourcen zu nutzen. (Dawkins, S. 142) Ein paar Millionen Jahre gegenseitigen Wettlaufs führen schließlich dazu, dass die Zellen eine Kooperation eingehen, was an den großen Vorteilen eines Genpools liegen dürfte, der unterschiedlich kombiniert werden kann.

2. Probleme der geschlechtlichen Vermehrung und Partnerwahl

Die Lebewesen wurden immer komplizierter und damit auch die Fortplanzungsmechanismen. Reichte es Anfangs im Wasser noch aus, einfach beide Zellen im richtigen Moment ins Wasser abzusondern, wurde der Mechanismus im Laufe der Zeit immer komplexer. Aber bereits bei der Abgabe ins Wasser stellten sich die ersten Probleme. Das Lebewesen musste zumindest eine rudimentäre Vorstellung davon haben, dass das andere Lebewesen von seiner Art war, dem anderen Geschlecht angehörte und ebenfalls Zellen ins Wasser abwandern wollte. Ein Lebewesen, dass diese Fähigkeiten nicht entwickelte, musste erheblich mehr Zellen produzieren und hatte auch erheblich weniger Nachkommen. Laichzeiten und Orte mögen der erste Weg zur Umgehung dieses Problems gewesen sein, aber um so entwickelter das Lebewesen wurde und um so kostspieliger einer Schwangerschaft wurde, um so dringender wurde das Problem, die richtigen Momente und Partner abzupassen.

3. Erhöhung der Kosten am Land und durch Schwangerschaft

Das Problem verschärfte sich noch für Landlebewesen. Sie können ihren Nachwuchs nicht einfach dem Meer überlassen und müssen ein Austrocknen verhindern, was dazu geführt hat, dass Landlebewesen üblicherweise schützende Mechanismen für ihren Nachwuchs entwickelt haben und dieser häufiger im Leib der Mutter bleibt, so dass auch der Vater sein Sperma zielgerichteter übermitteln muss (das kann auch bei Wasserbewohnern der Fall sein, aber es geht ja nur um die grundsätzliche Darstellung des Problems).

Dieser Mechanismus kann recht grob ausgestaltet, wie etwa bei der Aga-Kröte, der ein Schuh, ein plattgefahrener Angehöriger der eigenen Art oder irgendetwas entfernt krötenähnliches  reicht. Die Aga-Kröte kümmert sich allerdings nicht um ihren Nachwuchs und eine weibliche Kröte produziert mehrer tausend Eier, so dass es ein Massengeschäft ist.

4. Selektionsdruck auf Erkennen eines andersgeschlechtlichen Partners

Um so unmittelbarer die Übergabe der Genpakete erfolgt und um so höher die Kosten einer Schwangerschaft sind, um so entscheidender wird es, den richtigen Partner zu erkennen. Die Lebewesen, die am besten erkennen, wem sie ein Genpaket übergeben und von wem sie es annehmen, werden mehr Nachwuchs haben, allein aufgrund der Tatsache, dass auch ihre Nachkommen die passende Ausstattung erhalten, um die richtigen Genpakete anzunehmen.

Ein Männchen, dass beständig versucht andere Männchen zu besteigen, wird sowohl durch die Besteigung, das Sperma und auch durch das Wehren des anderen Männchens Ressourcen verbrauchen und zudem geeignete Fortpflanzungsmöglichkeiten mit Weibchen übersehen bzw. nicht nutzen, also im ganzen weniger Nachkommen haben.

Es liegt damit ein hoher Selektionsdruck auf der Erkennung des anderen Geschlechts und dem Wunsch, mit diesem Sex zu haben.

5. Selektionsdruck auf Erkennung eines „guten“ Partners

Hinzukommt mit den steigenden Kosten der zweite Faktor: Nicht nur Erkennen, dass überhaupt ein Wesen des anderen Geschlechts vorhanden ist, sondern dessen genetische Qualitäten bewerten. Auch hier liegt ein hoher Selektionsdruck vor: Wer die Fruchtbarkeit des Wesens des anderen Geschlechts richtig beurteilt, der hat eine höhere Chance auf Nachwuchs als jemand, der dies nicht hat. Die Gene eines solchen Wesens und seiner Nachkommen werden sich daher im Genpool anreichern.

Dabei kann man auf verschiedene Weisen vorgehen:

Beide Geschlechter haben ein „Interesse“ daran, dass die Zuordnung einfach ist (die Evolution kennt natürlich kein Interesse, aber es ist sprachlich einfacher, von Interesse zu sprechen, wenn man eigentlich meint, dass diesbezügliche Mutationen vorteile bieten). Erkennungsmerkmale für eine geschlechtliche Zuordnung können sich daher leicht entwickeln. Dies kann ein besonderes Merkmal wie die Primären oder sekundären Geschlechtsorgane oder ein Geweih oder eine Farbe sein, aber auch ein Verhalten, wie etwa ein Balztanz oder ein bestimmter Gesang (sozusagen der extended Phenotyp). Diese Merkmale sind noch erfolgreicher, wenn sie nicht nur das Geschlecht identifizieren, sondern gleichzeitig noch etwas über die Qualität des potentiellen Partners aussagen, beispielsweise indem sie genetische Qualität darstellen oder ein Handicap, dass Stärke ausdrückt. Schönheit ist damit letztendlich nur ein unterbewusstes Erkennen des anderen Geschlechts und eine Bewertung in Hinsicht auf Fortpflanzungschancen.

Um so stärkere Bindung zwischen den Paaren besteht und um so höher die Kosten des Nachwuchs, um so besser müssen auch die Auswahlkriterien sein.

6. Folgen einer rein kulturellen Auswahl

Gleichzeitig ist eine rein kulturelle Regelung dieser Auswahlkriterien sehr unzuverlässig. Zum einen kann ein solches System leicht verfälscht werden und dazu führen, dass fehlerhafte Kriterien ausgewählt werden. Zum anderen kann eine Trennung von den Eltern und der Kultur erfolgen. Nur vererbbare Kriterien stellen sicher, dass sowohl die Person selbst die passenden Kriterien kennt, die auch bereits seine Eltern und deren Eltern erfolgreich zu Nachwuchs verholfen haben und dies ebenso bei seinen Kindern der Fall ist. Vererbbare Attraktivitätsmerkmale verhindern zudem ein zu starkes Auseinanderdriften der Art und erleichtern damit auch deren Ausbreitung. Bei lediglich kultureller Absicherung des Schönheitsmerkmals könnte eine Gruppe der Spezies die Ausprägung des Merkmals in Richtung +10 und die andere Gruppe die Ausprägung des Merkmals in Richtung -10 attraktiv finden. Damit würden sich diese Gruppen gleichzeitig ein eigenes Zuchtprogramm schaffen, da in der einen Gruppe die „+10″er mehr Nachkommen hätten und in der anderen Gruppe die „-10″er. Demnach würde sich auch der Genpool der Gruppen entwickeln, die sich dann je nach Wichtigkeit des Merkmals bzw. der Merkmale in vollkommen andere Richtungen entwickeln. Um so einheitlicher eine Spezies also bleibt, um so geringer müsste der Anteil an rein kulturellen Schönheitsmerkmalen sein (wer also davon ausgeht, dass die menschlichen Rassen  geringe Unterschiede aufweisen ist bei der abgespeicherten Schönheitsidealen besser aufgehoben).

7. Umsetzung

Der Körper von Lebewesen wird im wesentlichen über Instinkte oder bei höher entwickelten Lebewesen über Wünsche gesteuert. Wenn wir lange Zeit nichts gegessen haben signalisiert dies der leere Magen an das Gehirn und ein Hungergefühl, also der Wunsch nach Essen entsteht.

Dieses System ist leicht auf die Auswahl von Sexualpartnern zu übertragen. Immer wenn an einem artgleichen Wesen ein Merkmal des anderen Geschlechts feststellt, muss ein Wunsch nach Fortpflanzung mit dieser Person entstehen. Dieser kann dann je nach Ausgestaltung der Merkmale (hohe oder niedrige Qualität) höher oder niedriger ausfallen. Der Wunsch kann dabei bei einfacheren Tieren einfach dazu führen, dass eine Begattungsstellung eingenommen wird oder aber ein Besteigen versucht wird (männliche Enten versuchen regelmäßig weibliche Enten zu vergewaltigen) oder eben lediglich als gemäßigter Wunsch zu einem Balzverhalten motivieren (der Pfau stellt seinen Pfauenschwanz auf, der Mensch versucht seine Ressourcen darzustellen, indem er die Frau auf einen Kaffee einlädt oder sonst wie zu beeindrucken versucht bzw. die Frau fährt sich durchs Haar, um durch die Bewegung Aufmerksamkeit auf sich zu lenken). Lust und Begehren sind evolutionstechnisch als reine Steuerungsmechanismen zur richtigen Partnerwahl anzusehen. Ein Grund, aus dem sie sich sonst entwickelt haben könnten und nach dem sie einen evolutionären Vorteil geboten hätten ist nicht ersichtlich. Sie dienen eben dazu, Lebewesen trotz der ansonsten nicht bestehenden Nützlichkeit und damit verbundenen Gefahren (über Viren etc) dazu zu bewegen, ein Körperteil in den Körper eines anderen Lebewesens zu stecken und Genmaterial abzugeben bzw. zu akzeptieren und dies auch noch als vollkommen natürlichen Wunsch zu akzeptieren und sich dabei erheblicher Gefahren (durch Feinde etc) auszusetzen und Ressourcen zu verbrauchen. Sex ist – wenn man die vom Körper bereit gestellten Belohnungen nicht berücksichtigt – eine relativ bizarre Angelegenheit.

8. Der Mensch

Das Tiere eingespeicherte Merkmale haben, anhand derer sie das andere Geschlecht erkennen und anhand dessen sie deren Qualitäten einschätzen ist recht allgemein akzeptiert. Es ist auch eine der Grundlagen der sexuellen Selektion, die auf solchen vererbbaren Attraktivitätsmerkmalen aufbaut.

Wenn man aber

  • davon ausgeht, dass Tiere eingespeicherte Attraktivitätsmerkmale haben, die vererbbar sind
  • der Mensch sich durch Evolution entwickelt hat und insoweit die gleichen Grundlagen der Tiere teilt

dann bleibt nur der Schluss, dass auch der Mensch bzw. dessen Vorfahren eingespeicherte, vererbbare Attraktivitätsmerkmale gehabt haben muss, die eine Auswahl der passenden Partner unterstützt haben.

Die Bedeutung dieser eingespeicherten, vererbbaren Attraktivitätsmerkmale wird dabei mit steigenden Kosten der Schwangerschaft und der Aufzucht immer höher. Da Menschenbabies im Rahmen der „Menschwerdung“ immer unselbständiger wurden, wäre nicht damit zu rechnen, dass diese eingespeicherten, vererbbaren Attraktivitätsmerkmale nachteilhaft wurden. Im Gegenteil: Es dürfte eher ein selektiver Druck in Richtung einer Verfeinerung gegeben haben. Menschen, die keine eingespeicherten, vererbbaren Attraktivitätsmerkmale (aber einen Sexualtrieb) besaßen würden dies dementsprechend ausgelebt haben und demnach weniger Nachkommen gehabt haben. Ihre Gene werden daher im Genpool nicht beherrschend geworden sein. Wie daher ein Abbau der eingespeicherten, vererbbaren Attraktivitätsmerkmale erfolgt sein soll, ist meiner Meinung nach mit Evolution, dem einzigen Weg für eine Veränderung des Menschen, nicht zu erklären (was die Queer Theorie nicht berücksichtigt). Dabei einfach auf die Intelligenz des Menschen abzustellen geht fehl. Denn auch (oder gerade) mit dieser sind die für eine optimale Fruchtbarkeit vorhandenen Merkmale nicht als bekannt vorauszusetzen. Es wäre demnach ein schlechterer Effekt erzielt worden als bei einem Bestehenbleiben der Attraktivitätsmerkmale. Aus gleichen Gründen haben wir immer noch ein Hungergefühl, obwohl es heute eher hinderlich ist und unsere Fortpflanzungschancen aufgrund der hohen Verfügbarkeit von Essen eher verschlechtert.

9. Exkurs: Homosexualität

Gegen die obigen Ausführungen könnte man einwenden, dass diese ja durch das bestehen von Homosexualität beim Menschen widerlegt werden. Wenn der sexuelle Selektionsdruck so stark in Richtung einer Heterosexualität wirkt, wie können dann immer noch homosexuelle Vorhanden sein?

Die biologischen Grundlagen der Homosexualität und der diesbezüglichen evolutionären Vorteile sind komplex, ich will sie hier nur anreißen (und nach Möglichkeit einen eigenen Artikel schreiben, sobald ich es schaffe).

Es gibt auch innerhalb der Evolution gute Gründe für das Entstehen und Fortbestehen der Homosexualität.

  • Einer ist, dass etwas falsch läuft, das System ist in der Steuerung über Testosteron zwar grundsätzlich einfach, aber wenn ein Fehler auftritt, dann kann es dazu kommen, dass das „falsche Programm“ ausgeführt wird und die eigentlich für einen anderen Phänotyp bestimmten Attraktivitätsmerkmale eingespeichert werden. Dies liegt daran, dass der „Bauplan“ für Mann und Frau nicht einfach auf dem Y-Chromosom gespeichert ist, sondern ein Großteil beider Baupläne über die Gene verteilt sind und bei Mann und Frau vorhanden sind. Welcher Bauplan aktiviert wird hängt dann pränatalen und postnatalen Testosteron ab. Ein Grund, warum Testosteron eine androgene, also vermännlichende  Wirkung hat und einem Mann bei der Einnahme von Östrogenen Brüste wachsen etc. Der Effekt kann an äußeren Faktoren liegen, wie etwa im Tierreich beobachtet oder auch an anderen Ursachen haben, zB, dassdie Testosteronmenge zu niedrig bzw. zu hoch (bei AGS-Mädchen) ist oder nicht erkannt werden kann (wie bei CAIS).. (Disclaimer: Damit meine ich nicht, dass Homosexuelle „feherhaft“ sind. Welcher Bauplan ausgeführt wird sagt nichts über die Wertigkeit eines Menschen aus).
  • Diese Umstände können auch bestimmte Vorteile haben, etwas
    • für die mitochondriale DNA,
    • unter dem Gesichtspunkt der Verwandtenselektion
    • oder auch einfach für Gene auf dem X-Chromosom.
  • Es kann auch ein Nebenprodukt des „Kampfes“ zwischen den Interessen der Mutter (die Möglichkeit erhalten auch andere Kinder nach diesem zu bekommen) und den Interessen des Fötus (soviel wie möglich aus der Mutter herausholen um stark zu werden) sein, was bei der „Fraternal Birth Order“ Theory von einigen vermutet wird (Spätere Jungen sind eher schwul, weil die Mutter in vorherigen Geburten bestimmte Antikörper gebildet hat)