Feminismus-Varianten

Bombe 20 schreibt in einem Kommentar:

Da die Analyse verschiedener Feminismus-Varianten gerade so in Mode ist, hätte ich gern mal ein paar Meinungen zu einer Differenzierung, die mir schon eine Weile im Kopf rumspukt, von der ich aber unsicher bin, ob sie sinnvoll und wenn ja, abschließend ist. (“Feministin” ist im Weiteren ein generisches Femininum.)

Die Aufteilung:

1. Politischer Feminismus
2. Theoretischer Feminismus
3. “Rebellische Mädchen”-Feminismus
4. “Coffee Shop”-Feminismus
5. kritischer Feminismus

Im Detail:

1. Der politische Feminismus ist im Wesentlichen das Ergebnis der Tatsache, daß Politiker und Parteien Alleinstellungsmerkmale brauchen, und diese sinnvollerweise so wählen, daß sie -ihrer Meinung nach- von möglichst vielen Wählern als stimmentscheidend beurteilt werden. Außerdem müssen Politiker für die Zeit nach ihrem Ausscheiden aus der Politik planen. Die eigentlichen Inhalte oder gar die Theorien dahinter sind dabei überhaupt nicht so wichtig, wichtig ist, daß den Wählern leicht deutlich gemacht werden kann, daß man sich für “die Frauen” einsetzt.

2. Der theoretische Feminismus produziert (oder klaut) Theorien (im weitesten Sinne) und Konzepte wie “Patriarchat”, “Rape Culture”, “hegemoniale/toxische Männlichkeit” etc. Motivation kann (ursprünglich) eigene Betroffenheit sein, Männerhaß, oder schlicht die Erkenntnis, daß hier sichere Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst -mit Glück sogar eine verbeamtete Professur- oder zumindest ein brauchbarer Lebensunterhalt aus Buchverkäufen, Vorträgen oder Schulungen winken können.

3. Rebellische Mädchen sind im Wesentlichen genau das. Irgendwann in ihrer (möglicherweise grotesk verlängerten) Pubertät haben sie einen Weg gesucht, sich möglichst laut von der Mehrheitsgesellschaft abzusetzen. Bei einem Teil werden eigene Betroffenheit und Männerhaß eine Rolle spielen, aber im Prinzip hätten sie je nach sozialem Umfeld in dieser Phase auch Punks, Linksalternative (wobei es da natürlich deutliche Einflüsse und Überschneidungen gibt), Goths, Antifas, Mode-Nerds oder Mitglieder der Jungen Alternative werden können.
Sofern ein rebellisches Mädchen keinen Anschluß an den politischen oder theoretischen Feminismus findet, dürfte diese Phase mit dem Eintritt ins Berufsleben meist beendet sein.

4. Coffee-Shop-Feministinnen definieren Feminismus als den Einsatz für Gleichberechtigung, oder auch nur als die Ansicht, daß Männer und Frauen gleichberechtigt sein sollten. Ihr Bild vom Feminismus haben sie aus den Medien, oft dürfte auch die Sozialisation einen wichtigen Einfluß gehabt haben. Über den radikalen oder männerfeindlichen Feminismus wissen sie nichts, über Benachteiligungen von Männern haben sie sich nie Gedanken gemacht oder sie als Einzelfälle abgetan.
Das Engagement von Coffee-Shop-Feministinnen kann sich auf die Selbstbezeichnung als Feministin beschränken, aber auch im Betreiben eines Blogs oder der aktiven Mitarbeit in einer für Frauenprobleme relevanten Organisation bestehen.

5. Kritische Feministinnen würden vermutlich von niemandem als sich selbst als Feministinnen bezeichnet. Sie waren mal Coffee-Shop-Feministinnen, aber die Konfrontation mit den radikalen und misandrischen Auswüchsen der anderen Feminismus-Varianten hat sie zu einer Einstellung kommen lassen, die Vertreterinnen dieser nur als antifeministisch erscheinen kann.

Überschneidungen und Wanderungen zwischen diesen Kategorien sind selbstverständlich möglich.

Wechselwirkungen:

1. Politische Feministinnen müssen wie erwähnt darauf achten, im gesellschaftlichen Mainstream anschlußfähig zu bleiben. Konzepte des theoretischen Feminismus können sie also nur aufgreifen, wenn sie von den Wählern auch verstanden werden. In Deutschland wären das z.B. das gut eingeführte “Patriarchat” oder die “gläserne Decke”, aber (noch) nicht etwa “Rape Culture”. Die rebellischen Mädchen und kritischen Feministinnen ignorieren sie sicherheitshalber, während die Coffee-Shop-Feministinnen ein wertvolles Wählerpotential darstellen, das aber allein mit feministischen Themen meist nicht zu heben ist.

2. Der theoretische Feminismus existiert weitgehend im Elfenbeinturm. Anknüpfungspunkte an den politischen Feminismus sind ihm allerdings wertvoll, weil hier zum einen gesellschaftlicher Einfluß zu erlangen ist, aber auch weitere Arbeitsplätze winken, etwa als “Berater”, “Gender-Coaches” oder in den Stiftungen der Parteien. Kritische Feministinnen können eine Bedrohung darstellen, wenn sie selbst einen akademischen Hintergrund haben, werden aber nur dann bekämpft, wenn sie absolut nicht mehr totgeschwiegen werden können, was wegen der guten Verbindungen zum politischen Feminismus eher selten der Fall ist.

3. Die Rebellen sind prinzipbedingt für alles offen, das ihnen erlaubt, sich noch lauter und radikaler zu gebärden. Dies betrifft insbesondere natürlich Konzepte aus dem theoretischen Feminismus, die Männer als Unterdrücker und Frauen als unschuldige, (bisher) hilflose Opfer zeichnen.

4. Da Coffee-Shop-Feministinnen den Feminismus widerspruchsfrei als “das Gute” einsortiert haben, sind sie oft anfällig für Einflüsse aus dem politischen und theoretischen Feminismus. Wenn sie etwa erfahren, daß die “Rape Culture” ein Konzept aus der feministischen “Wissenschaft” ist, werden sie es oft selbst dann als wahr übernehmen, wenn seine Inhalte ihrer Lebenswirklichkeit vollkommen widersprechen. (Hier wird dann im Zweifel der Confirmation Bias wirksam.)
Die misandrischen Anteile der Theorien (iwS, natürlich) nehmen sie anfangs nicht wahr, bei Konfrontation werden sie entweder geleugnet (“Es geht doch nicht um alle Männer.”) oder schlimmstenfalls übernommen (“Naja, mein Peter ist natürlich nicht so, aber Männer im Allgemeinen…”). Gelegentlich kann es aber auch zur kritischen Hinterfragung der eigenen Position kommen.

Werden sie mit den radikaleren Auswüchsen des Feminismus konfrontiert, ist dies erst einmal ein Fall für den Rationalisation Hamster (“Das ist bestimmt nicht so gemeint/aus dem Zusammenhang gerissen/Ergebnis einer schlimmen Kindheit/nur Satire.”), schlimmere Beispiele führen zur Entdeckung des “Mein-Feminismus-Feminimus”. (“Das ist nicht mein Feminismus” wird man nur -dafür aber häufig- von dieser Gruppe hören. Für 1-3 wäre eine solche Unterscheidung nicht zweckdienlich oder gar gefährlich, und für kritische Feministinnen ist die Ablehnung männerfeindlicher und Frauen infantilisierender Feminismusströmungen sowieso Programm.)

Coffee-Shop-Feministinnen, für die der Feminismus (noch) nicht identitätsstiftend geworden ist, dürften im Allgemeinen empfänglich für Feminismuskritik sein, sofern sie nicht pauschalisierend und brachial daherkommt, was durchaus auch zur Ablehnung des Labels “Feministin” führen kann. Radikaler Antifeminismus könnte dagegen eher auch umgekehrt zu einer Radikalisierung führen (“Das ist der Beweis, daß der Feminismus auch heute noch wichtig ist.”).

Ich bin der Überzeugung, daß ein erheblicher Anteil der Maskulisten und Antifeministen ursprünglich aus dieser Gruppe stammt.

5. Die radikalen Auswüchse des politischen und theoretischen Feminismus stellen ja gerade den Existenzgrund für kritische Feministinnen dar, entsprechend auch ihre Hauptmotivation.

Soweit meine Überlegungen, zu denen ich gern Meinungen und Ergänzungen gehört hätte. Findet Ihr sie richtig, falsch, zielführend, zeitverschwendend, vollständig, unvollständig?

Ich überlege zum Beispiel, ob journalistischer Feminismus (vom unreflektieren Übernehmen der Pressemeldungen feministischer Organisationen über die taz bis zum #Aufschrei-Astroturfing gewisser “Medienberaterinnen”) eine eigene Kategorie darstellt oder je nach Opportunismus oder Überzeugung Teil (einer Schnittmenge) von 1, 2 und 4 ist. Ebenso für feministische NGOs, insbesondere solche mit signifikanter Öffentlichkeitswirkung.
“Lebensunterhalt-Feminismus” als Hauptmotivation gibt es klar in 1 und 2 (und wenn man den Femen-Hintermann mitzählt, auch in 3), ist da die Motivation nicht vielleicht wichtiger als die Ausdrucksform?

Finde ich eine gelungene Einteilung, Die „Coffeshop-Feministinnen“ haben denke ich einige mit dem, was hier unter „Mein Feminismus-Feminismus“ aufgeführt wurde gemein.

Die Wellen des Feminismus

Zur Einordnung feministischer Strömungen wird gerne auf verschiedene feministische Wellen verwiesen, also Veränderungen innerhalb der feministischen Theorie.

Der Wikipediaartikel dazu stellt diese wie folgt dar

0. Die Anfänge des Feminismus

Frühe Ideen des europäischen Feminismus finden sich in den Schriften von Marie Le Jars de Gournay, die schon im 17. Jahrhundert die Menschenrechte proklamierte. Aber auch die Schriften von Christine de Pizan, Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Hedwig Dohm gelten als typische frühe Werke der europäischen feministischen Philosophie

Olympe de Gouges, 18. Jahrhundert
Der Feminismus als Theorie und Weltanschauung entstand erstmals im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, als im Gefolge der bürgerlichen Revolutionen Verfassungen mit Grundrechtskatalogen verabschiedet wurden. Allerdings waren Frauen als Träger dieser Grundrechte nur eingeschränkt vorgesehen. Dagegen protestierte in Frankreich Olympe de Gouges.[10] So stellte sie 1791 den 17 Artikeln der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die sich nur auf Männer bezogen, in 17 Artikeln ihre Frauenrechte gegenüber, die den berühmten Satz enthielten:

„Die Frau hat das Recht das Schafott zu besteigen; sie muss gleichermaßen das Recht haben, die [Redner-]Tribüne zu besteigen […]“

– Olympe de Gouges
Politische Mitwirkungsrechte, die in der Revolution zunächst erkämpft oder eingeräumt wurden, wurden bald wieder eingeschränkt.[11] Olympe de Gouges wurde 1793, nachdem sie Robespierre öffentlich angegriffen und eine Abstimmung über die Staatsform gefordert hatte, auf Veranlassung des Revolutionstribunals hingerichtet.[12] 1792 veröffentlichte die englische Schriftstellerin Mary Wollenstonecraft ihr Werk Vindication of the Rights of Woman (Die Verteidigung der Frauenrechte), in dem sie die Lage der Frauen als gefangen in einem Netz falscher Erwartungen analysierte. Sie plädierte dafür, dass Frauen sich ausbilden können, um sich selbst zu erhalten. Frauen könnten z.B. genauso Ärzte sein wie Männer. Basis der Ehe sollte Freundschaft, nicht die körperliche Anziehung sein. Ihr Ziel war die Erlangung der vollen Bürgerrechte für alle Frauen.[13]

Volle Bürgerrechte für die Frau, dass ist heute eine Selbstverständlichkeit. Natürlich müssen Frauen in einer Demokratie ebenso wie Männer das Wahlrecht haben und sich auf die Grundrechte berufen können, natürlich müssen ihnen die selben Möglichkeiten als Recht offen stehen, sie also beispielsweise Ärzte werden können. Interessant finde ich den Ansatz, dass Basis der Ehe nicht die körperliche Anziehung, sondern Freundschaft sein sollte. Das macht aus meiner Sicht wenig Sinn, beides zusammen ist wichtig.

1. Die erste Welle des Feminismus

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts entstand in vielen Ländern Europas, den USA und in Australien die erste Welle des Feminismus und der Frauenbewegung.[14] Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin forderte 1910 auf dem II. Kongress der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen: „Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“. Ein Jahr später gingen erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz auf die Straße. Ihre zentrale Forderung: Einführung des Frauenwahlrechts und Teilhabe an der politischen Macht. Außer in Finnland durften zu diesem Zeitpunkt in keinem europäischen Land Frauen wählen. Die Vertreterinnen der Ersten Frauenbewegung strebten eine politische Gleichstellung mit den Männern an sowie ein Ende der zivilrechtlichen Mündelschaft unter Vater oder Ehemann, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Zugang für Frauen zur Universität und zu allen Berufen und Ämtern.[15]

Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland 1918 eingeführt, in den USA und Großbritannien wurde es den Frauen im gleichen Zeitraum als „Belohnung“ für ihre Kriegsanstrengungen gewährt, in der Sowjetunion 1917 als Folge der sozialistischen Revolution. Andere Länder wie Frankreich und Italien führten das Frauenwahlrecht erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein, in der Schweiz 1971.[16]

Die erste Welle des Feminismus ebbte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ab. Grundlegende Forderungen wie das Frauenwahlrecht waren in einigen Ländern erfüllt. Zugleich wirkten zahlreiche Faktoren zusammen, die den Frauen wieder ihren traditionellen Platz zuwiesen. In der Weltwirtschaftskrise ab 1929 verschärfte sich die Konkurrenz um Arbeitsplätze, Frauen wurden in der Regel als erste entlassen.

Den Forderungen nach Frauenstudium wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Ländern stattgegeben, allerdings studierten zunächst nur sehr wenige Frauen, wie Rosa Luxemburg. Die erste ordentliche Professorin in Deutschland war Margarete von Wrangell; die zweite Mathilde Vaerting, sie wurde 1933 von den Nationalsozialisten vom Hochschuldienst ausgeschlossen ebenso wie unter anderen Marie Baum und Gerta von Ubisch. Als erste Physikerin in Deutschland wurde Lise Meitner 1926 die erste Professorin an der Berliner Humboldt-Universität. Wie viele andere jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch musste sie emigrieren und konnte ihre wissenschaftliche Arbeit in Berlin nicht fortsetzen. Sie floh 1938 nach Schweden.

Der deutsche Nationalsozialismus beschränkte die Möglichkeiten der Frauen zum Studium; die nationalsozialistischen, insbesondere die rassenpolitischen Gesetze führten in der Zeit von 1933 bis 1945 zu einem einschneidenden Bruch in den universitären Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten von Frauen.

Frauenorganisationen wurden aufgelöst oder gleichgeschaltet. Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Pionierinnen der ersten Frauenbewegung und Gegnerinnen des Nazi-Regimes, mussten ab 1933 im Schweizer Exil leben; Alice Salomon wurde 1939 ins Exil gezwungen.

Nach zwei Weltkriegen war die Wiederherstellung rigider Geschlechterrollen sowie das Leitbild von Ehe und Kernfamilie als dominante Lebensform wichtiger Bestandteil einer angeblichen „Normalisierung“ der Lebensverhältnisse. Obwohl Frauen in der Kriegs- und Nachkriegszeit auf sich allein gestellt das Leben unter schwierigsten Bedingungen gemeistert hatten, beinhaltete das die klare Anweisung, in Heim und Familie als wahren Ort weiblicher Bestimmung zurückzukehren. In allen westlichen Industrienationen, die am Zweiten Weltkrieg beteiligt waren, fand in der Nachkriegszeit eine Restrukturierung traditioneller Geschlechterverhältnisse statt.[17]

Auch hier kann man recht problemlos mit Forderungen wie „die Vertreterinnen der Ersten Frauenbewegung strebten eine politische Gleichstellung mit den Männern an sowie ein Ende der zivilrechtlichen Mündelschaft unter Vater oder Ehemann, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Zugang für Frauen zur Universität und zu allen Berufen und Ämtern“ aus meiner Sicht problemlos mitgehen.

2. Die zweite Welle des Feminismus

„Die feministische Bewegung begann in den sechziger/siebziger Jahren mit der These, daß Frauen – jenseits der Biologie – etwas gemeinsam haben, nämlich eine gewaltsame Schädigungs- und Ausschluß-Geschichte, die sie in die Randständigkeit gedrängt, als minderwertige Menschen definiert, von der öffentlichen Teilhabe ausgeschlossen und der alltäglichen Gewalt ausgeliefert hat.“– Christina Thürmer-Rohr, 1997[18]

Der Formierung der Frauenbewegungen in Westdeutschland und anderen europäischen Ländern ging die amerikanische Frauenbewegung, das Women’s Liberation Movement (Women’s Lib), voraus. Als sich in der Bundesrepublik zögernd die ersten autonomen Frauengruppen konstituierten, hatte sich in den Vereinigten Staaten bereits ein breites Netz von Frauenorganisationen und Frauengruppen entfaltet. Die erste neue feministische Gruppierung war die im Juni 1966 gegründete National Organization for Women (NOW).[19]

Um die Bedeutung des feministischen Aufbruchs seit den 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland nachvollziehen zu können, muss man sich die Bedingungen für Frauen vergegenwärtigen. Mitte der sechziger Jahre waren Mädchen, vor allem aus Arbeiter- und Landfamilien, an weiterführenden Schulen deutlich benachteiligt, und es studierten wesentlich mehr Männer als Frauen.[20] An den Hochschulen gab es kaum weibliche Wissenschaftler und Hochschullehrer. Frauen waren auch in der politischen Repräsentation kaum vertreten, obwohl die Aufnahme der Gleichberechtigung ins Grundgesetz wesentlich das Verdienst von Politikerinnen wie Elisabeth Selbert war. Nur jede dritte Frau war erwerbstätig, die geschlechtsspezifische Verteilung der Berufe folgte weitgehend den geschlechtsspezifisch stereotypen Zuschreibungen, wie den sogenannten Leichtlohngruppen und „Frauenberufen“. Die allgemeine rechtliche Situation von Frauen entsprach nicht derjenigen der Männer. So konnte der Ehemann als gesetzlich definierter „Haushaltsvorstand“ verbindliche Entscheidungen alleine treffen. Bis 1962 durften Frauen ohne Zustimmung des Mannes kein eigenes Bankkonto eröffnen und darüber verfügen. Noch bis 1977 schrieb das Bürgerliche Gesetzbuch vor, dass eine Frau die Erlaubnis ihres Ehemanns für die eigene Berufstätigkeit brauchte. Auch wenn er es erlaubte, verwaltete er ihren Lohn. Im Scheidungsrecht galt das Schuldprinzip, so dass Hausfrauen, die „schuldig“ geschieden wurden, oftmals ohne jegliche finanzielle Unterstützung dastanden. Vergewaltigung in der Ehe hieß noch „eheliche Pflicht“, Abtreibung war verboten, und die Kinderbetreuung war vollständig privatisiert und damit überwiegend exklusive Aufgabe der Frauen.[21]

Die Neue Frauenbewegung in Westdeutschland nahm ihren Anfang mit einem Tomatenwurf. Helke Sander hatte in einem Vortrag am 13. September 1968 auf der 23. Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) den SDS-Männern vorgeworfen, in ihrer Gesellschaftskritik nicht weit genug zu gehen, weil sie die Diskriminierung der Frauen ignorierten. Der SDS selbst sei das Spiegelbild einer männlich geprägten Gesellschaftsstruktur. Da die Genossen nicht bereit waren, diese Rede zu diskutieren, und zur Tagesordnung übergehen wollten, warf Sigrid Rüger Tomaten in Richtung des Vorstandstisches und traf Hans-Jürgen Krahl.[22][23] Noch am selben Tag gründeten Frauen in den verschiedenen Landesverbänden des SDS „Weiberräte“. Bald darauf spalteten sich Frauengruppen vom SDS ab, und es entstand eine autonome Frauenbewegung mit neuen Organisationsformen wie den Frauenzentren. Damit begann ein Sturm auf die vielfältigen Formen institutionalisierter Ungleichheit: „Arbeitsteilung, Rollenzuschreibungen, Repräsentationsmuster, Gesetze, Theorie- und Interpretationsmonopole, Sexualpolitik und Heterosexismus. Diese Dimensionen der Ungleichheit wurden in der Frauenbewegung ganz unterschiedlich thematisiert – und zwar autonom oder institutionell; provokativ oder vermittelnd; radikal oder gemäßigt.“ Für die aktive Gleichberechtigung der Frauen mussten neue politische Modelle erst „erfunden“ werden. Das Neue an der zweiten Frauenbewegung war der Umfang, in dem sie Alltägliches in Frage stellte.[24] Eine Parole lautete „Das Persönliche ist politisch“ (Helke Sander).

1971 formierte sich im Protest gegen das Verbot der Abtreibung im § 218 eine Bewegung, die weit über die feministischen Diskussionsgruppen hinausging. Die Selbstbestimmung über die weibliche Sexualität wurde zum zentralen Thema. In der Folge bildeten sich die in der Bundesrepublik Deutschland grundlegenden intellektuellen Strömungen heraus: sozialistischer Feminismus, radikaler Gleichheitsfeminismus, radikaler Differenzfeminismus sowie der lesbische separatistische Feminismus. Das europäische Emanzipationsdenken, aber auch Impulse aus anderen westeuropäischen Ländern, vor allem Frankreich, aus den USA und der so genannten Dritten Welt beeinflussten diese Strömungen

Hier scheint der Umbruch stattzufinden zu einer starken Betonung der Opferrolle der Frau und der Befreiung der Frau aus dieser.

In einem englischen Artikel heißt es dazu:

Second-wave feminism is a period of feminist activity that first began in the early 1960s in the United States, and eventually spread throughout the Western world. In the United States the movement lasted through the early 1980s.[1] It later became a worldwide movement that was strong in Europe and parts of Asia, such as Turkey[2] and Israel, where it began in the 1980s, and it began at other times in other countries.[3]

Whereas first-wave feminism focused mainly on suffrage and overturning legal obstacles to gender equality (i.e., voting rights, property rights), second-wave feminism broadened the debate to a wide range of issues: sexuality, family, the workplace, reproductive rights, de facto inequalities, and official legal inequalities.[4] At a time when mainstream women were making job gains in the professions, the military, the media, and sports in large part because of second-wave feminist advocacy, second-wave feminism also focused on a battle against violence with proposals for marital rape laws, establishment of rape crisis and battered women’s shelters, and changes in custody and divorce law. Its major effort was passage of the Equal Rights Amendment (ERA) to the United States Constitution, in which they were defeated by anti-feminists led by Phyllis Schlafly, who argued as an anti-ERA view that the ERA meant women would be drafted into the military.

Many historians view the second-wave feminist era in America as ending in the early 1980s with the intra-feminism disputes of the Feminist Sex Wars over issues such as sexuality and pornography, which ushered in the era of third-wave feminism in the early 1990s

In der ersten Welle ging es demnach um die Beseitigung gesetzlicher Regeln, in der zweiten Welle eher um die Befreiung der Frau beziehungsweise eine Betrachtung aller gesellschaftlichen Bereiche unter dem Gesichtspunkt von Rollen und der Frage, wie hierdurch Frauen ggfs. eingeschränkt werden. Daraus folgend dann auch der Kampf gegen Gewalt und sexuelle Gewalt. Dies führte dann zu den „Feminist Sex Wars“, also dem Kampf um die Frage, ob Sex eine gute Sache oder ein Unterdrückungsmittel des Mannes ist (die man teilweise damit gelöst hat, dass es etwas gutes wäre, wenn der Mann es nicht so zur Unterdrückung nutzen würde).

3. Die dritte Welle des Feminismus

Während in Deutschland seit 1989 vom Ende des zweiten Feminismus gesprochen wurde, sind lokal und global neue feministische Initiativen entstanden, die als Dritte Welle des Feminismus bezeichnet werden. Ihr Ausgangspunkt waren die von den Vereinten Nationen seit 1975 veranstalteten Weltfrauenkonferenzen, die für Feministinnen der Dritten Welt eine Plattform für die internationale Vernetzung bildeten.[26]

Zu den feministischen Denkerinnen, die sich in den Fragen einer transnationalen Politik engagieren, gehören die Philosophinnen Martha C. Nussbaum und Gayatri Chakravorty Spivak.[27]

In den 1990er Jahren entstand in den USA die Riot-Grrrl-Bewegung aus einem Punk-Kontext. Elemente der Riot-Grrrl-Bewegung wurden auch in Deutschland aufgegriffen und wandelten sich in die dritte Welle des Feminismus.[28] Einflussreiche Autorinnen und Aktivistinnen sind Jennifer Baumgardner, Kathleen Hanna und Amy Richards. Die jungen Feministinnen der dritten Welle arbeiten vor allem mit dem Internet und zielorientiert in Projekten und Netzwerken mit feministischer Ausrichtung, z. B. in der 1992 in den USA gegründeten Third Wave Foundation.[29] Im deutschsprachigen Raum entstanden Internetprojekte wie Mädchenmannschaft und Missy Magazine, eine Bewegung, die unter dem Begriff Netzfeminismus gefasst wird.[30][31]

Andere Gruppen artikulieren sich seit Mitte 2000 in direkten Aktionen mit künstlerischen und parodistischen Mitteln. Dazu gehören die Slutwalks, One Billion Rising und Femen. Darin zeige sich, so Sabine Hark, „ein entschiedenes ›Nein‹ […] zu Sexismen jeglicher Art“ und eine Anknüpfung an die Protestformen des Feminismus der 1970er Jahre

So ganz klar ist mir die Unterscheidung noch nicht. Es scheint eine globaler agierende Form zu sein, evtl ist hier auch Intersektionalismus einzuordnen.

Aus einem englischen Beitrag zu dem Thema:

Third-wave feminism is a term identified with several diverse strains of feminist activity and study, whose exact boundaries in the historiography of feminism are a subject of debate, but are often marked as beginning in the early 1990s and continuing to the present. The movement arose partially as a response to the perceived failures of and backlash against initiatives and movements created by second-wave feminism during the 1960s, ’70s, and ’80s, and the realization that women are of „many colors, ethnicities, nationalities, religions and cultural backgrounds“.[1] Rebecca Walker – a 23-year-old (at the time), bisexual African-American woman born in Jackson, Mississippi – coined the term „third-wave feminism“ in a 1992 essay. Walker is in many ways a living symbol of the way that second-wave feminism historically failed to incorporate the voices of many young, queer, and non-white women.[2]

Third-wave feminism seeks to challenge or avoid what it deems the second wave’s essentialist definitions of femininity, which often assumed a universal female identity that over-emphasized the experiences of upper-middle-class white women. The shift from second wave feminism came about with many of the legal and institutional rights that were extended to women. In addition to these institutional gains, third-wave feminists believed there needed to be further changes in stereotypes of women and in the media portrayals of women as well as in the language that has been used to define women. Therefore, third-wave ideology focuses on a more post-structuralist interpretation of gender and sexuality.[3] In „Deconstructing Equality-versus-Difference: Or, the Uses of Poststructuralist Theory for Feminism,“ Joan W. Scott describes how language has been used as a way to understand the world, however, „post-structuralists insist that words and texts have no fixed or intrinsic meanings, that there is no transparent or self-evident relationship between them and either ideas or things, no basic or ultimate correspondence between language and the world“[4] Thus, while language has been used to create binaries (such as male/female), post-structuralists see these binaries as artificial constructs created to maintain the power of dominant groups.[5]

Third-wave theory usually incorporates elements of queer theory; anti-racism and women-of-color consciousness; womanism; girl power; post-colonial theory; postmodernism; transnationalism; cyberfeminism; ecofeminism; individualist feminism; new feminist theory, transgender politics, and a rejection of the gender binary.[citation needed] Also considered part of the third wave is sex-positivity, a celebration of sexuality as a positive aspect of life, with broader definitions of what sex means and what oppression and empowerment may imply in the context of sex. For example, many third-wave feminists have reconsidered the opposition to pornography and sex work of the second wave, and challenge existing beliefs that participants in pornography and sex work are always being exploited.[6]

Also Intersektionalismus, Poststrukturalismus, Queertheorie, die Aufgabe der Idee, das es eine universelle weibliche Identität gibt und ein Versuch davon wegzukommen, das eine Ausrichtung auf die obere Mittelklasse der Frauen erfolgt (wohl eher gescheitert).  Zudem die Meinung, dass Rollen aufgebrochen werden müssen, in vielerlei Hinsicht also der heutige Genderfeminismus als eine Art des Feminismus dieser Welle.

4. Weitere kurze Darstellung

Eine weitere kurze Darstellung der Wellen findet sich auch hier:

Die moderne Frauenrechtsbewegung lässt sich in drei Wellen unterteilen:

  • Die erste Welle der modernen Frauenbewegung oder Frauenrechtsbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts) kämpfte für die grundsätzlichen politischen und bürgerlichen Rechte der Frauen wie z. B. das Frauenwahlrecht, das in Deutschland im November 1918 rechtlich verankert wurde, das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und für eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage.
  • Die zweite Welle der Frauenbewegung entstand in den 1960er Jahren als Kritik an der massiven Diskriminierung von Frauen, besonders von Müttern. Wegen ihrer Kritik an allen bisherigen Formen organisierter Politik verstanden sich zumindest große Teile der zweiten Phase etwa ab 1968 auch als autonome Frauenbewegung. Diese zweite Welle wird oft als Teil der Neuen Linken und der neuen sozialen Bewegungen verstanden. Sinnvollerweise wird aber die Frauenbewegung der letzten beiden Jahrhunderte in einem Zusammenhang betrachtet und nach Phasen oder Wellen unterschieden.
  • In den 1990er Jahren zeichnete sich vor allem in den USA eine dritte Welle (Third-wave feminism) der Frauenbewegung ab, die die Ideen der zweiten Welle in modifizierter Form fortsetzt. Neue Aspekte sind vor allem eine globalere, weniger ethnozentristische Sichtweise, die Betonung der Notwendigkeit, dass auch Männlichkeit ein nach Zeiten und Regionen unterschiedliches Konstrukt ist, das kritisch hinterfragt werden muss. Unter dem Begriff des Gender-Mainstreaming verabredeten 1995 auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz die dort versammelten Regierungen inkl. des Vatikans den kleinsten Reformkompromiss, auf den sie sich einigen konnten, als eine Top-Down Strategie, die Frauen-, aber auch Lesben- und Schwulenbewegungen unterstützen soll.

 

Feministische Flügelkämpfe

Seitdem die Mädchenmannschaft queerfeministisch und poststrukturalistisch geworden ist und in dieser Ausrichtung immer radikaler wurde, werden die internen Flügelkämpfe deutlicher geführt.

Ein weiterer Beitrag kommt nunmehr von Opalkatze in „Frauen und Blogs: Die Rückkehr zur Normalität„:

Es war dieser neue, dogmatische Ton, der eine Zeitlang die gesamte Feminismusdebatte im Netz bestimmt und mich abgestoßen hat. Ich wollte mir nicht anhören, was ich erst mal alles lesen müsse, um überhaupt mitreden zu dürfen. Die akademische Diskussion ist wichtig, sollte aber an entsprechender Stelle stattfinden und nicht Frauen ausschließen, die sich mit dem ganz alltäglichen Wahnsinn der Geschlechterdebatte auseinandersetzen wollen. Eine neue, unabhängige Plattform dieser Art gibt es meines Wissens nicht, obwohl auf einzelnen Blogs weiterhin sachlich und allgemein verständlich diskutiert wird. Dabei wäre sie dringend notwendig. (…)

Ich habe absolut keine Lust, mich auf Debatten über Feminismus einzulassen, die sich nicht im Geringsten mit lebendigen, atmenden Frauen beschäftigen oder nur den Versuch machen, sie mitzunehmen. Für mich ist die Durchschnittsfrau eine, die Alltagsprobleme hat, und wenn die mit ihrem Frausein zusammenhängen, braucht sie Lösungen, und keine 50 Bücher oder ein Soziologiediplom. Sie braucht Rückendeckung, Selbstbewusstsein und ganz normalen Hausverstand. Man kann tatsächlich nützliche Strategien entwickeln, ohne jemals von Gender Studies gehört zu haben.

Das scheint mir ein Wunsch nach der Rückkehr zum untheoretischen Feminismus zu sein, was sich indirekt wieder in der Art der Kritik niederschlägt: Es sind eher Sticheleien und eine gewisse Entäuschtheit, aber keine wirkliche inhaltliche Kritik an der dortigen Theorie: Die Gründe, aus denen heraus diese Theorien so schädlich und zur Spaltung einladend sind werden innerhalb dieser Kritiken nicht aufgegriffen.

Aus der Ecke der Mädchenmannschaft kam von dem Blog Shehadistan eine Antwort:

“Man kann tatsächlich nützliche Strategien entwickeln, ohne jemals von Gender Studies gehört zu haben.” Nah, selbstverständlich! Und wir, sowie auch viele unserer Kolleg_innen, die zwischen Hassnachrichten und ungefragten Besserwisserei-Lektionen jeden Tag so ziemlich alles auf`s Butterbrot geschmiert kriegen, die zudem nicht alle Gender Studies studieren oder studiert haben, können auch mal beschließen, dass wir uns das mit der Höflichkeit™ einfach mal in die Haare schmieren. Weil auch wir tatsächlich nützliche Strategien haben mit all dem umzugehen, ohne beide Wangen gleich zwanzigtausendmal zum draufklatschen hinzuhalten, immer und immer und immer wieder.

Man betont also, dass man es einfach nur satt hat die andere Wange hinzuhalten und deswegen auf diese Weise agiert. Die unterschiedlichen Vorstellungen werden auch hier nicht angesprochen.

Aus meiner Sicht wäre es eher hilfreich, wenn man sich mal trauen würde, die tatsächlich bestehenden theoretischen Differenzen und die Gründe, aus denen man die anderen Theorien ablehnt konkret zu benennen. Aber das wäre wohl zuviel Streitkultur für eine solche auf Konsens ausgerichtete Bewegung.

Strömungen im Feminismus

In dem Spearhead-Artikel „Why We Need A Men’s Movement“ ist eine interessante Zuordnung von verschiedenen Strömungen, Interessen und Personen im Feminismus enthalten:

– There’s a sharp division between Lesbian and straight women. The abolitionist/anti-pornography/pro-sex-regulation feminists are almost always straight. The liberals are more reliably lesbian or lesbian-identified.

– Anti-marriage and “men are evil” feminists are usually “political” lesbians, or those with specific axes to grind, or single-issue interests, or ideologically socialist.

Actual bona-fide lesbians live in a separate world and don’t see any need for men at all, personally or socially. Their writing often doesn’t even concern itself with the key issues that bother heterosexual women. These women inhabit different worlds. Lesbian politics often support obviously anti-male policies because men are irrelevant to them, and they don’t care how men are affected. The truth is that they have little to say to straight women, because straight women are interested in the health of male society. Straight women like men, and interact with men on an intimate level. What both agree on is that women always need more power, regardless of the amount of power they already have.

Sexual-libertarian feminists want less social/legal control over sexuality, resulting in a free-wheeling, Sex Is Always Good “hook-up” culture, filled with consequence-free sex and the elimination of the concept of “slut”. Eventhe very concept of monogamy comes in for ridicule. In effect, these women are more prototypically “male” in their “variety-is-life” outlook than men ever were.

_ Sexual-Moralist feminists take a different approach, seeing this freewheeling sexual liberation as serving male interests. Women, they think, have different interests. Sex for its own sake is not a goal for these women. These feminists don’t see sexually open women as Liberated – they see them as Deluded Sluts, no matter how they sugar-coat the label for feminist solidarity. The fact is that their outlook on sex and relationships bears no relationship to the feminists who advocate for sexual liberation. They have nothing to say to each other. Their views on social policy are in direct opposition.

Ein Teil davon lässt sich sicherlich mit meiner Einordnung in dem Artikel „Gruppierungen in der Geschlechterdiskussion nach Gehirnausrichtung“ in Einklang bringen. Interessant finde ich noch die Betrachtung, dass einer überzeugten Lesbe Männerinteressen relativ egal sein können, möchte aber noch an Brüder, Väter und ggfs. Söhne erinnern.

Interessant finde ich auch nach wie vor, dass viele Unterschiede in der Tat „mit Zucker überzogen werden“, also die Diskussion dort eher die Gemeinsamkeiten betont als die Differenzen ausdiskutiert (vgl. auch „Feminismus und weiblicher Diskussionsstil„)