Griechenland und die Eurokrise II

Gerade haben die Wahllokale geschlossen (7 Uhr griechischer Zeit), um sieben Uhr sollen Schätzungen vorliegen, wenn ich es richtig gehört habe.

Ich vermute, dass die Griechen Angst bekommen habe in der einen Woche, die Griechenland jetzt pleite war.

Tsirpas und Varoufakis wollen recht nachhaltig die Ablehnung und damit wohl den Ausstieg aus dem Euro, haben aber vielleicht nicht damit gerechnet, dass man in der Woche bereits ernst macht und den Geldhahn zu lässt.

Sie haben immerhin ihr Amt mit in die Waagschale geworfen, wer für ja stimmt der riskiert, das es Neuwahlen gibt.Ob den Leuten Tsirpas und co aber die Unsicherheit wert ist bleibt abzuwarten.

 

Für den Fall eines Ja wird es wohl zu einer Vereinbarung kommen: ob diese das Problem löst oder nur mal wieder verschiebt, bliebt abzuwarten

Insgesamt hat die Frage die Bevölkerung stark gespalten, er auch immer verliert wird die anderen für die Folgen verantwortlich werden. Es wird einiges an Unfrieden ins Land bringen

 

 

Griechenland und die Eurokrise: Wie wird es weitergehen?

Gerade gibt es wieder eine sehr turbolente Entwicklung, die der Spiegel wie folgt zusammenfasst:

  • Die Euro-Gruppe will das Hilfsprogramm für Griechenland auslaufen lassen.
  • Der Stopp der Zahlungen ist eine Reaktion auf die Ankündigung von Griechenlands Premierminister Tsipras, die Griechen in einem Referendum am 5. Juli über das Sparpaket abstimmen zu lassen. Seine Partei will die Wähler auffordern, mit „Nein“ zu stimmen.
  • Das Parlament in Athen hat die Durchführung der Volksabstimmung beschlossen. Ob es überhaupt dazu kommt, ist ungewiss – die Zahlungen an Griechenland laufen bereits in der Nacht des 30. Juni aus.

Zwischenzeitig hat die EZB mitgeteilt, dass sie gewisse Hilfen weiterlaufen lässt. Aber wenn die Abstimmung in Griechenland negativ ausgeht, dann wird das auch nicht viel bringen.

Gerade weil Varoufakis Spieltheoretiker ist vermutet man hinter jeder neuen Entwicklung ja auch eine gewisse Taktik. Das er hier die Abstimmung in den Raum geworfen hat und zwar indem er sie in einer Rede direkt dem Volk mitgeteilt hat, ist insofern eine Form, Kritik daran zu umgehen. Es ist einerseits eine Verschiebung des schwarzen Peters zu den Gläubigern („ihr müsst uns doch Zeit lassen, unser Volk zu befragen“) aber auch eine Absicherung nach innen: Man gibt den starken Mann indem man die Maßnahmen ablehnt und hofft vielleicht, dass sie dann doch angenommen werden, ohne das man die Verantwortung tragen muss. Oder Tsirpas ist wirklich der Auffassung, dass es letztendlich knallen muss, damit es vorangeht und will auch hierfür nicht die alleinige Verantwortung haben. Innenpolitisch scheint es mir so gesehen nicht dumm zu sein, einziger Haken ist, dass er nach seiner Ablehnung eigentlich für den Fall eines Jas kaum erwarten kann, dass man ihm eine Umsetzung wirklich zutraut, jedenfalls nicht von Seiten der Gläubiger.

Was tatsächlich richtig für die Griechen ist, ist schwer zu sagen: Auch der griechische Wähler stimmt hier nicht wirklich rational nach Durchdringung des Problems ab und wohl eher aus dem Bauch. Allenfalls wird man es hinterher wissen.

Status macht attraktiv: Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis ist der griechische Finanzminister in der Regierung von Alexis Tsirpas.

Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis

Er gehört zu den „griechischen Rebellen“, die einen neuen Anfang bringen sollen und Hoffnungsträger sind. Durch ihn hat sich der Ton verändert: Griechenland trat anders auf, nicht mehr aus der reinen Bittstellerposition heraus, irgendwie trauen ihm die Griechen zu (wenn es jetzt auch echt knapp wird) dass er es schaft der Europäischen Union etwas abzutrotzen. Er ist eine Symbolfigur für Griechenland, wie die ganze Regierung, die für das Neue steht. Zeichen dafür ist auch, dass man keine Krawatte trägt, legerer auftritt.

Wenn man sich Videos von Varoufakis anschaut, dann wirkt er meist vom Auftreten her  souverän, als hätte er die Sache im Griff.

Ich würde ihn nicht für per se hübsch halten, die beginnende Stirnglatze und auch das Gesicht scheinen mir nicht dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen. Aber er hat ein sehr gutes Auftreten, er strahlt Alphamann-Verhalten aus. Er wirkt selbstbewußt und Herr der Lage. Und er ist jemand, zu dem das griechische Volk aufblickt, von dem sie eine Rettung erwarten, der ihrem Slebstbewußtsein gut tut.

Ein interessanter Bericht im Spiegel zeigt die Folgen:

An einem regnerischen Nachmittag sitzt die Statistikstudentin Eleni Mavropoulou auf der Terrasse eines Athener Straßencafés und erzählt, dass sie total scharf auf einen Typen ist. Der Regen prasselt so stark auf die Markise über ihr, dass man nicht jedes ihrer Worte versteht, aber folgende Sätze sind auf jeden Fall dabei: „Der Kerl hat alles. Er ist ein genialer Wissenschaftler. Er fährt Motorrad. Er ist lustig und charmant. Er ist einer fürs Bett, man sagt, er sei eine Sexmaschine. Er ist der perfekte Mann.“ Ab und zu kramt die 26-Jährige ihr Smartphone aus der Tasche, schaut sich Fotos an oder googelt nach Texten, die ihr Schwarm geschrieben hat.

Auch männliche Fans wollen sein wie er:

Viele Studenten, erzählt Mavropoulou, trügen ihre Hose seit einigen Wochen in die Strümpfe gesteckt – wegen Varoufakis, der habe das früher auch so gemacht. Schals der Edelmarke Burberry galten unter linken Studenten eigentlich immer als modisches Verbrechen – das sei seit einigen Wochen anders. Weil das große Idol damit in Brüssel bei den Verhandlungen der Euro-Gruppe auftrat, sehe man plötzlich auffällig viele junge Männer mit dem berühmten Karomuster über den Campus schlendern.

Also „Leader of Men“, Vorgeber von Trends, der nach dem man sich richtet. Man arbeitet an seiner zusätzlichen Glorifizierung:

An griechischen Hochschulen gibt es derzeit einen wahren Varoufakis-Hype. Der Prof, der auch schon während seiner Zeit an der Uni ein Star bei den Studenten war, wird als eine Art Vin Diesel der Politik gefeiert, als Retter Griechenlands, der den langweiligen Anzugträgern aus den anderen Ländern endlich mal erklärt, wo der Hammer hängt. Fast 70.000 meist junge Menschen haben sich zum Beispiel der Facebook-Gruppe „V für Varoufakis“ angeschlossen, Tendenz seit Wochen steigend. Man postet Fotos und Tweets von Varoufakis, man schwärmt ein bisschen herum und teilt die neuesten Sprüche. Wie Varoufakis seinen Morgen beginnt? Mit einer Einheit Sit-ups und einem dafür gestellten Wecker – damit er nicht vergisst, wieder aufzuhören.

Auch wenn man weiß, dass er die Hoffnungen nicht erfüllen wird, ist er doch als Hoffnungsträger attraktiv:

Früher habe es immer geheißen: „Oh no! Germany is going to fuck us!“ Jetzt sei da Varoufakis, der Kämpfer. Aber mal ganz ernsthaft, Frau Mavropoulou: Glauben Sie wirklich, dass es ein einziger Mann mit der EU aufnehmen und die Krise eines ganzen Landes beenden kann? Die Studentin lacht, drückt ihre Zigarette aus. Dann sagt sie: „Ach, nein, eigentlich nicht. Aber er ist eben sehr süß und sexy.“

Auch die Welt bespricht seine „Sexyness“:

„Faszinierend und sexy“, beschrieb eine begeisterte Journalistin der italienischen Zeitung „Il Garantista“ den neuen Stern am Polithimmel und spricht für Millionen neuer Fans. Auch eine portugiesische Abgeordnete zeigt sich auf Twitter vom Sexappeal Varoufakis völlig hingerissen. Und ein französisches Männermagazin erkor ihn fix zum erotischsten Glatzkopf seit Menschengedenken. Fotomontagen im Netz zeigen den neuen Robin Hood der Verschuldeten wahlweise als Bruce Willis, Mister Spock oder Superman.

(auf der Seite ist auch noch ein Video zu sehen, welches sich dieser Frage auch noch einmal annimmt)

Der lässige Stil, das gesamte Auftreten, das Rebellenhafte sind hier meiner Meinung nach wesentliche Faktoren, die zu dieser Bewertung beitragen.

Andere Artikel:

Wahl in Griechenland: Auswirkungen

Die Griechen haben wie zu erwarten Tsipras gewählt, der sie mit allerlei Wahlversprechen geködert hat, die die harte Sparpolitik beenden sollen und ein deutlicheres, fordernderes Auftreten gegenüber der EU ankündigen.

Gleichzeitig scheint auch der Spielraum sehr beengt, solche Forderungen tatsächlich durchzusetzen.

Was meint ihr, welche Auswirkungen die Wahl haben wird?

Griechenland: Ein paar Anmerkungen

Ein paar Bemerkungen zu Griechenland, wie ich das Land aus Urlauben verstehe.*

  • Mitunter bin ich erstaunt, dass ein Land, dass in Europa liegt teilweise noch so traditionelle Gedanken hat. Es ist aber gleichzeitig eine interessante Mischung aus Tradition und Umgehung dieser.
  • Grundsätzlich hat der traditionelle und wohl auch etwas ältere Grieche (Kretaner) noch die Vorstellung, dass eine Frau als Jungfrau in die Ehe gehen sollte. Mir wurden einige Fälle geschildert, bei dem der Vater bei Herauskommen einer sexuellen Beziehung seiner Tochter sowohl sie verprügelt hat als auch ihm das Gleiche angedroht hat, wenn sie nicht heiraten. Es verwundert mich wenig, wenn solche Geschichten dann einhergehen mit einer schlechten Beziehung und drohenden Scheidungen.
  • Demnach mögen traditionelle Griechen auch nicht, wenn ihre Töchter modern gekleidet ausgehen. Griechinnen allerdings sind sehr modebewusst und sehr darauf bedacht, gut auszusehen. Meiner Meinung nach machen sie mitunter etwas viel des Guten und sind etwas überstylt, aber im Gegenzug meinen Griechninnen durchaus, dass deutsche Frauen zuwenig aus sich machen. Wenn Griechinnen ausgehen, dann ist es meist schick.
  • Dabei werden die gleichen Tricks verwendet, wie wohl überall auf der Welt: Wer zu jung ist und traditionelle Eltern hat, der zieht sich bei der Freundin mit liberaleren Eltern um, wenn man ausgeht.
  • Natürlich kann im Gegenzug der Sohn soviel Sex haben wie er möchte. Solange die eigene Tochter/Schwester anständig ist, ist die „Entehrung“ anderer Töchter das Problem derer Familie
  • Die Gefahr sei allerdings, dass eine solche Entehrung der Tochter durchaus eine Fehde auslösen könne. Bei einer Tour ins bergige Landesinnere wurde mir geraden, Männern nicht zu lange in die Augen zu schauen und Frauen nicht hinterher zu schauen, es könnte ebenfalls als Beleidigung aufgefasst werden.
  • Aus gleichen Gründen bringt man in ländlicheren Gegenden (in Athen, so wurde mir berichtet, mag es moderner sein) seinen Freund nicht unbedingt zu sich nach Hause. Sex im Haus der Eltern oder ein Übernachten geht vor einer Verlobung auch nicht, gilt wohl als Beleidigung der Eltern und ein Zeichen mangelnden Respekts.
  • Viele Griechen heiraten daher jung, dann braucht man nichts mehr zu verstecken, kann aus der Wohnung und der Überwachung der Eltern entfliehen, vieles, was man sonst nicht kann. Natürlich bringen solche jung geschlossenen Ehen auch wieder viele andere Probleme mit sich, dennoch ist die Scheidungsrate aufgrund der traditionellen Ausrichtung immer noch sehr niedrig und in der Krise wohl sogar noch gesunken, weil Scheidungen eben teuer sind. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Zahlen steigen werden, weil die Leute eben immer weniger traditionell sind.
  • Griechenland hat nach meiner Auffassung einen höheren Anteil an Machos. Es ist eben ein patriarchales Land, indem man noch ungestört Macho sein kann, es teilweise sogar erwartet wird. Gleichzeitig ist es eben auch in eine Kultur eingebettet, die im Singleleben für Männer viele Freiheiten bietet, ihnen aber als Ehemänner auch die passenden Pflichten auferlegen. Gleichzeitig hat Griechenland eine Kultur, in der Mann teilweise Gefühle sehr offen zeigt und auslebt. Es gibt eine Tradition sehr trauriger, gefühlsbetonter Lieder, Streitigkeiten werden intensiv geführt, in einem guten Beziehungsstreit wird zumindest einmal Schluss gemacht und ein geliebte Frau mit Gefühlen und Liebesbekundungen überschüttet. Es liegen hier daher erstaunlicherweise Macho sein und Beta sein recht dicht beieinander.
  • Auch der griechische Mann ist aus meiner Sicht häufig sehr modebewußt gestylt. Der Bart ist hier wesentlich mehr in Mode als in Deutschland, was vielleicht auch mit dem stärkeren Bartwuchs und dem dunkleren Haar zusammenhängt. Ein griechischer Dreitage-Bart fehlt das struppige unvollständige, was viele Deutsche zu einer baldigen Rasur veranlasst.
  • Die Gestik und Mimik der Griechen finde ich erstaunlich. Viele Männer haben hier die Statusgesten wesentlich mehr drauf, verbinden sie aber durchaus mit einem sozialen Touch. Der Kellner setzt sich zu einem an den Tisch, wenn er die längere Bestellung aufnimmt, nickt huldvoll-bestätigend, wenn man ein genehmes Gericht ausgewählt hat, statt dienstfertig zuzustimmen, plaudert noch etwas mit einem. Das breite Sitzen, relaxtes Alphamannsein, scheint mir hier häufiger vorzukommen. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil ich die Sprache nicht verstehe und daher andere Signale überinterpretiere.
  • Es gibt in Griechenland noch Kneipen nur für Männer. Natürlich sind die Zeiten moderner geworden und es wird keiner Frau verboten hineinzugehen. Ältere Frauen bleiben aber tatsächlich noch draussen stehen und rufen hinein, ob ihr Mann drin ist, wenn sie ihn sprechen wollen. Ältere Frauen würden in diesen Gegenden auch keine Hosen tragen, sondern lange Röcke, als Witwen dann ganz in schwarz.
  • In Griechenland ist ausgedehnter Körperkontakt auch normaler. Freunde und Bekannte fassen sich eher an. Wer seine Hemmungen in dieser Hinsicht abbauen möchte, der ist in Griechenland im richtigen Land. Ein Freund kann mit der Mutter eines Freund auf eine Weise stehen, bei der man in Deutschland denken würde, sie hätten eine Affäre. Natürlich der Gegenvorwurf: Ihr Deutsche seid eben zu kalt!
  • In Griechenland zählt der persönliche Kontakt. Wer Beziehungen hat kommt weiter, aber auch ansonsten läuft vieles darüber persönliche Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Ein Supermarktbesitzer erzählte mir, dass er beständig Überstunden macht in der Krise und lange  Zeit arbeitet, weil in der Krise die Kundenpflege  noch wichtiger geworden sei. Er müsse sich mit seinen Stammkunden unterhalten, mit ihnen schwatzen, dass sei der Weg, wie man dort Kunden halten kann, sie kommen nicht in einen anonymen Laden, sie kommen zu Georgios, weil sie ihn kennen und er sich Zeit für sie nimmt, die dann allerdings bei seiner Familie und seinem neugeborenen Kind wieder fehlt. Aber jetzt in der Krise und mit einem Kind…
  • Überhaupt ist Familie eine große Sache. Griechen ziehen nicht gern von ihrer Familie weg, idealerweise zieht man in eine Wohnung in dem gleichen Haus wie die Eltern, bleibt dich bei ihnen, nachdem man geheiratet hat. Die Mutter hat eine starke Funktion in der Familie, auch hier kann der Vater aber noch ein ziemlicher Patriarch sein.
  • Es  fällt einem schnell auf, dass Griechenland vergleichsweise korrupt ist und die Verwaltung nicht funktioniert. Du willst mit einem Jetski fahren? „Eigentlich braucht man einen Motorbootführerschein, aber wir sind hier in Griechenland, gib mir vierzig und fahr am Anfang nicht zu schnell“. Oder in einem Laden „das kostet 80 €, aber wenn du keine Quittung willst, dann kostet es 70 €“ oder „Eigentlich durfte ich hier keine zusätzlichen Stühle aufstellen, aber wir sind hier in Griechenland, die Strafe ist niedriger als der Gewinn und die Stadt braucht das Geld“.  Man erzählt sich die Anekdote, dass den zur Überprüfung von der EU entsandten bei der Anmietung einer Wohnung gesagt wurde „Die Hälfte überweist ihr, die andere Hälfte gebt ihr mir so, dann kann ich euch eine günstige Miete machen“. Zur Veranschaulichung der Härte der Sparmaßnahmen wurde mir mitgeteilt, dass die Steuerbehörden nunmehr sogar die Angaben der Steuerpflichtigen überprüfen können sollte (!) und evtl sogar Schätzungen vornehmen können sollte (!). Warum ich dies als Beispiel für Härte lustig fand wurde nicht recht verstanden (es handelte sich allerdings auch um Gespräche in einer Bar mit leicht angetrunkenen Griechen, ob diese vertiefte Kenntnisse des griechischen Steuerrechts hatten, kann ich nicht beurteilen)
  • Die Krise ist dort voll angekommen. Viele haben etwas zu erzählen über kürzere Arbeitszeiten, gekürzte Löhne, gestiegene Preise: In Griechenland zahlt man Beispielsweise die Heizungskosten nicht an den Vermieter, die Mieter kaufen zB Öl selbst als Gemeinschaft ein. Viele konnten sich letzten Winter das Heizöl nicht mehr leisten und die Heizung blieb aus. Ein typisches Gehalt liegt dort teilweise bei 600 €, bei etwa gleichen sonstigen Preisen wie in Deutschland. Die Gegenden, die noch viele Touristen haben, sind froh darüber. Man greift auch zurück auf die Landwirtschaft: Viele Griechen haben irgendwo noch jemanden in der Verwandtschaft, der sie über eigenen Anbau mit Lebensmitteln versorgt. In Athen sei es schlechter, so sagen sie, dort hat man so etwas nicht.

*Hauptsächlich stammen diese aus Kreta, das wohl nach Aussage von Griechen eines der traditionellsten Gebieten Griechenlands ist. Vielleicht sind sie falsch, ich bin kein Griechenlandexperte und es sind insoweit einige Einzelerlebnisse, die mir auch nach Gesprächen mit Griechen eine gewisse Verallgemeinerung zuzulassen scheinen. Ich will damit auch keinem Griechen auf die Füße treten, es ist ein Land, dass ich gerne mag, einschließlich seiner Bewohner.