Quiz zum besseren Kennenlernen des Partners und zur Verfestigung der Beziehungen durch Kenntnisse des Partners

Aus der gleichen Besprechung des Buches wie der Text heute morgen hier noch ein Quiz, welches einem helfen soll mehr über den Partner zu lernen bzw seine Defizite zu erkennen:

. One activity is a quiz, with questions like:

1. I can name my partner’s best friends.
2. I can tell you what stresses my partner is currently facing.
3. I know the names of some of the people who have been irritating
my partner lately.
4. I can tell you some of my partner’s life dreams.
5. I am very familiar with my partner’s religious beliefs and ideas.
6. I can tell you about my partner’s basic philosophy of life.
7. I can list the relatives my partner likes the least.
8. I know my partner’s favorite music.
9. I can list my partner’s three favorite movies.

The more you know, the more likely your marriage is to make it.

Also gleich mal diese Fragen für sich durchgehen und dann mit dem Partner die Lücken klären. Für lange und produktive Beziehungen/Ehen!

 

Das Unglück oder Glück des Partners erkennen und zulassen, dass er daran Teil hat

Ein interessanter Artikel beleuchtet Unterschiede in den Einschätzungen der Partner:

Now a study has helped shed light on why couples can find it so hard to understand each other. It may all come down to the different ways  we try to empathise with the opposite sex.

Women, it claims, feel reassured when they see their man unhappy. They believe that if the man allows them to see that he is upset – rather than withdraw – it shows he is committed to the relationship.

Es geht also nicht darum, dass sie ihn unglücklich sehen wollen, sie wollen aber sehen, dass er in einem bestimmten Moment unglücklich ist und ihnen das zeigt. Denn das wäre aus ihrer Sicht ein Zeichen von Vertrauen und damit ein gutes Zeichen für die Beziehung.

Research from U.S. universities found that women are happy when they can spot when their husband’s and boyfriends are upset

Women also prefer their male partner to know when she is upset than when she is happy as a way of showing their empathy.

Dementsprechend wollen sie auch einen Partner, der das bei ihnen bemerkt und dann entsprechend darauf reagiert.

Men, however, prefer to know when their wife or girlfriend is in a good mood in order to feel empathetic.

„Sie glücklich machen“ vs. „alle Gefühle mit ihm teilen“

Researchers from US universities including Harvard conducted tests on more than 150 male-female couples for the American Psychological Association.

Just over half were married but all were in what the study called a ‚committed‘ long term relationship.

They were given tests in which they had to talk to each other about dramatic or traumatic events in their relationship and then watch clips of their discussions.

During each stage, the volunteers were wired up to monitors that took brainwave readings which can detect their various emotions at that time.

Ich habe die Orginalstudie nicht gelesen und kann insoweit auch nicht abschätzen, wie genau diese Geräte arbeiten und ob man damit tatsächlich etwas ermitteln kann. Also Studie an sich aber interessant.

The differences between the sexes appears to come down to understanding how the other feels, the researchers told the Journal of Family Psychology.

A woman, typically, thinks a partner understands her if he can recognise when she is upset.

If he can do this then it suggests a strong link to their relationship that will make it easier to come through the hard times together.

She also believes that if he allows her to see that he is upset, then that also shows he is committed to the relationship.

Grundsätzlich ja auch kein schlechter Schluss. Wobei es eben darauf ankommt, weswegen man schlecht gelaunt ist oder einen etwas beschäftigt. Südländerin fragt da auch immer nach, nur wenn ich ihr zB von etwas erzähle, bei dem ich beruflich ein schwierigeres Geschäft habe, welches auch ein gewisses Risiko hat, dann kann sie mir schlicht dabei nicht helfen. Sie versucht es dann aber gerne, da sie aber in einem anderen Bereich tätig ist, ist das sinnlos und hilft mir nicht. Ihm Gegenteil: Wenn sie dann immer nachfragt, ob es alles geklappt hat, und sich das Geschäft eben über einen längeren Zeitraum hinzieht, dann kann man noch nicht einmal zu Hause mehr abschalten. Und es denken zwei Personen an die Risiken statt einer, was sich auch nicht lohnt. Es kann dann besser sein, ihr davon dann schlicht nichts zu erzählen.  Vielleicht auch schlicht der Ansatz, dass man bestimmte Probleme besser alleine löst, gerade wenn einem der andere außer seelischen Beistand zu liefern nicht helfen kann.

He, on the other hand, thinks the relationship is strong by being able to spot what makes her happy, perhaps so that he can continue to do whatever it is that works.

„A Happy wife is a happy life“

Lead researcher Shiri Cohen of Harvard Medical School explained why women’s brains showed a positive reaction to seeing their husband or partner upset.

She said: ‚It could be that for women, seeing that their male partner is upset reflects some degree of the man’s investment and emotional engagement in the relationship, even during difficult times.

‚This is consistent with what is known about the dissatisfaction women often experience when their male partner becomes emotionally withdrawn and disengaged in response to conflict.‘

Her report added: ‚Relationship satisfaction was directly related to men’s ability to read their female partner’s positive emotions correctly.

‚The more men and women try to be empathetic to their partner’s feelings, the happier they are.‘

Das Frauen das Gefühl haben, dass er emotional zurückgezogen ist, dass ist ja durchaus eine Beschwerde, die man schon gehört hat. Da kann es wichtig sein, sich diesen Unterschied bewusst zu machen und sie auch an gewissen Sorgen teilhaben zu lassen.

Beziehungstipps für Frauen

Bei Fisch+Fleisch findet sich ein Blogeintrag dazu, was Männer in Beziehungen brauchen:

Die erste Kurzformel, die die Autorin dort aufstellt ist: Ruhe, Sex und was zu Essen:

@Ruhe: Dazu eine Szene aus meinem letzten Urlaub. Ich habe auf einen Bootsausflug nahe der Insel Koh Samui ein nettes Pärchen aus Südafrika kennengelernt. Wir kommen so ins Reden. Irgendwann sagt der Mann, dass er wahnsinnig gerne Tauchen gehen würde, aber seine Frau nicht mitgehen mag. Auf meine Frage hin, warum er denn nicht alleine bzw. mit anderen aus einer Organisation tauchen geht, antwortet prompt die Frau: „Weil ich es nicht erlaube.“ Ich verstehe ja, wenn sie selbst nicht mitgehen will, weil es ihr keinen Spaß macht, aber warum zum Teufel verbietet sie es ihrem Mann? Warum kann er nicht tauchen gehen und sie liest derweil ein Buch am Strand? Lass doch den Mann in Ruhe sein Ding machen, dachte ich. Es tut Beziehungen gut, wenn Männer (wie auch Frauen) Hobbys etc. auch einmal alleine ausüben. Selbst im gemeinsamen Urlaub.

Ruhe ist hier das Stichwort. Wir alle brauchen sie, aber Männer ein bisserl mehr. Wenn der Mann zum Beispiel von der Arbeit nach Hause kommt, lasst ihn einfach mal sein. Nicht gleich mit Neuigkeiten und den Dingen überfallen, die er noch zu tun hat. Er soll sich ruhig mal in sein Zimmerchen verkriechen, ankommen und kurz durchatmen. Er wird schon wieder rauskommen aus seiner Höhle. Und dann hat er auch ein Ohr für sämtliche Probleme oder dem täglichen Organisationswahn.

Das sind aus meiner Sicht sogar zwei verschiedene Punkte:

Aus meiner Sicht sollte man in einer Beziehung in der Tat einige Freiräume lassen, auch mal was ohne den Partner zu machen, sei es mit Freunden einfach mal unter sich zu sein oder aber einem Hobby nachzugehen, auch wenn der andere keine Lust darauf hat. Natürlich kann man auch das übertreiben: Wer gar nichts mehr mit dem anderen machen will, der scheint mir eher Probleme mit der Beziehung zu haben.

Der zweite Punkt geht glaube ich auf einen Geschlechterunterschied zurück: Viele Männer empfinden es als stressig, direkt vollgequatscht zu werden und brauchen etwas Gelegenheit zum abschalten. Viele Frauen empfinden das dann vielleicht eher als Männer als Zurückweisung und sehen es im Gegenteil gerade als Zeichen ihrer Zuneigung und als Entspannung an, dass sie sich mit ihm beschäftigen und die Geschichten ihres Tages teilen wollen.

@Sex: Die meisten von uns lieben Sex. Leider kommt er im hektischen Alltag oft zu kurz. Die Leidenschaft geht flöten in all den Jahren der Partnerschaft: Kennen wir alle! Wir Frauen tendieren dann eher dazu, zu resignieren, wenn eine „Trockenperiode“ herrscht. Gibt eben Wichtigeres zu tun, denken wir. Obwohl es auch Frauen gibt, die darunter leiden, wenn sie nicht regelmäßig befriedigt werden, glaube ich, dass Männer noch einmal ein Eckerl mehr leiden (auch wenn sie es oft nicht sagen). Abgesehen davon, dass man sich um ein sexuelles Miteinander in einer Partnerschaft generell bemühen sollte, kann ich nur folgenden Tipp geben: Ein- bis zweimal die Woche Oralverkehr hat noch keinem geschadet. Es geht schnell und bewirkt so viel! Männer stehen drauf und sind gleich viel entspannter, ausgeglichener und befreiter. Was letztlich der Beziehung und einem selbst wieder zugute kommt. Der Mann ist einfach glücklich und dankt es einem tausendmal retour.

Ich hatte schon eine Beziehung mit Frauen, die eher wenig Sex wollten und Frauen, die gar nicht genug Sex bekommen konnten. Das erste kann in der Tat frustrierend sein, gerade wenn man sich in etwas reinsteigert, bei dem man das Gefühl hat, dass man immer abgewiesen wird und sie das Gefühl hat, dass sie beständig unter Druck ist, zu liefern und dadurch noch weniger Lust hat. Das zweite ist aus meiner Sicht hingegen überaus angenehm und überdeckt einiges. Es muss insofern kein schlechter Tipp sein, ein „Gefälle“ auszugleichen. Er kann sich ja in anderen Bereichen revanchieren.

@Essen: Gut, es muss ja jetzt nicht täglich Frischgekochtes am Tisch stehen. Aber auch da habe ich die Erfahrung gemacht, wie glücklich ein Mann ist, wenn es einfach nach einem anstrengenden Tag was Leckeres zum Mampfen gibt. Ein Bierchen dazu und er ist rundum zufrieden.

Gut, ich hatte noch keine „Hausfrauenehe“. Ich esse abends eh nicht viel und wenn, dann habe ich kein Problem damit, mir etwas selbst zu machen. Aber als Geste sicherlich nett.

Ist der Magen voll, der Schwanz leer und der Geist frei, ist der Mann zu 80 Prozent glücklich und aufmerksam für all die Schandtaten seiner Frau. 😉

Hier wird dann wieder die Gegenseitigkeit angesprochen. Es geht insofern nicht darum, dass sie alles für ihn macht und er nichts für sie, sondern es geht darum, was sie für den richtigen Weg hält, ihn glücklich zu machen, so dass er auch Spass daran hat, sie glücklich zu machen. Also quasi ihr Teil der Gleichung.

Dann stellt sie noch fünf weitere Punkte auf:

1. Der Partner an deiner Seite ist kein Kind. Behandle ihn wie einen König und er wird dich wie eine Königin behandeln.

Es kann denke ich verführerisch sein, sein den Mann unter den Pantoffeln zu stellen und das erschreckende ist, dass viele Männer sich auch recht schnell unter den Pantoffel bringen lassen. Aber aus meiner Sicht ist es tatsächlich nichts, was die meisten Frauen glücklich macht, denn ein Mann unter dem Pantoffel ist selten das, was Frauen als Partner wirklich interessiert. Der Pakt, sich gegenseitig einen hohen Status zuzuweisen, also beide gegenseitig ein Königspaar zu sein, erscheint mir da durchaus attraktiver.

2. In einem Streit emotional zu reagieren und lautstark und aufgewühlt herumzuschreien bringt nichts. Der Mann schaltet einfach ab. Ganz sachlich bleiben und sagen, was einem stört.

Welcher Mann würde da nicht zustimmen. Ich hasse nichts mehr als „du weißt schon, was du gemacht hast“ und Frauen sollten sich bewußt sein, dass es Männer tatsächlich häufig nicht wissen, weil wir es als vollkommen unproblematisch angesehen haben. Aber es ist natürlich auch eine Typsache.

3. Ein- bis zweimal die Woche dem Partner einen zu blasen wirkt wahre Wunder!

Wer würde da widersprechen.

4. Man kann keinen Mann ändern! Liebe Frauen, versucht es erst gar nicht. Die Energie dazu lieber ins Miteinander als ins Gegeneinander stecken.

Natürlich verändern sich Leute auch über die Jahre, sie gleichen sich an, sie werden älter und sammeln Erfahrungen. Wer allerdings meint jemanden zu sehr ändern zu müssen, der ist vielleicht mit der falschen Person zusammen. Man sollte schon bereit sein bestimmte Charakterzüge seines Partners zu akzeptieren. Beständiges Nörgeln und Verbessern kann eine Beziehung denke ich ziemlich kaputt machen. Aber andererseits sollte man auch als Partner bereit sein, positive Anregungen zu überdenken und ggfs einzubeziehen.

5. Der Mann an deiner Seite ist nicht dazu da, all deine Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen. Er wird auch nicht all deine Probleme lösen können. Schau lieber, wie du selbst für dich glücklich werden kannst. Das stärkt auch die Partnerschaft.

„Er ist ja nie da“ vs. „Ich tue das alles für die Familie“

Sie sagt:

„Er war ja nie da, war immer arbeiten, und ich sitze zuhause mit den Kindern, ganz alleine, da hätte ich auch keinen Partner haben können. So habe ich mir das nicht vorgestellt, ich möchte jemanden, mit dem ich auch Zeit verbringe, mit dem ich auch gemeinsames Erleben habe und den die Kinder nicht nur am Wochenende sehen, wenn er da nicht auch was machen muss. Ich habe immer wieder gesagt, er soll etwas zurückschalten, mehr Zeit zuhause verbringen, wir kommen auch mit weniger aus.  Aber das konnte er ja nie“

Er sagt:

„Ich wollte ja was aufbauen, ein schönes Leben für die Familie, sie sollten es gut haben und das geht eben nur, wenn man Arbeit und Zeit investiert. Ich habe das doch für sie und die Kinder getan, nicht für mich. Ich hätte auch gern mehr Zeit zuhause gehabt, aber die Umkosten müssen ja rein kommen, die Kunden müssen angeworben und umworben werden, die Aufträge müssen schnell erledigt werden, da bleibt einem eben keine Zeit mehr. Und die Konkurrenz schlief auch nicht. Klar habe ich erst gedacht, dass es nur die Anfangsphase ist, aber man muss immer am Ball bleiben. Es wurde eben nie weniger“

Beziehungstipps aus Hollywood: Der Blowjob und die Jogginghose

Hollywoodschauspielerinnen sind nicht gerade diejenigen, von denen man professionelle Ehetipps erwartet, aber wenn sie welche geben, dann haben sie eben eine größere Resonanz.

Zwei Tipps habe ich daher hier mal zusammengestellt:

Der erste kommt von Gwyneth Paltrow:

Man muss nicht immer streiten“,zitiert das Online-Portal „Hollywood Life„, die Schauspielerin Gwyneth Paltrow. In einem Radio-Interview mit Howard Stern riet sie starken Frauen dazu, ihre Männer mit viel Oralsex zu verwöhnen, damit sich diese sicher fühlten.

Auf die Anmerkung des Moderators, dass sich tatsächlich viele Männer angesichts berühmter und starker Frauen unsicher fühlten, entgegnet Paltrow: „Das hängt davon ab, wie viele Blowjobs man ihnen gibt.“ Weiter lautet ihr Rat: „Sei ein Mädchen. Zeig ihm, dass er der Mann ist.“

Unsicheren Männern sei so wieder Selbstvertrauen zu geben, so die 42-Jährige. Laut Komikerin Chelsea Handler gab Paltrow bereits 2013 einer Freundin den Rat mit Oralverkehr den Hausfrieden wieder herzustellen.

Das ist ja noch nicht einmal ein so schlechter Rat. Ich kann mich vollkommen … äh… vor ein solches Ansinnen stellen. Aber ernsthaft: Bewunderung seiner Partnerin ist zweifellos etwas, was viele Männer sehr gut finden und was sie glücklich macht. Und sexuelle Zufriedenheit und das Gefühl, dass sie es mag einen zu befriedigen, ist auch nichts schlechtes. Natürlich bringt es nichts, wenn die Frau es ungern macht und sich nicht wohl fühlt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige Beziehungen mit ein paar Blowjobs mehr wesentlich harmonischer verlaufen, wenn es auch sicherlich kein Allheilmittel ist.

Des weiteren Eva Mendes:

Was lässt Ehen scheitern? Unaufmerksamkeit, Gleichgültigkeit, Seitensprünge, tote Hose im Bett? Eva Mendes hat da ihre ganz eigene Theorie. In einem Interview hat sie den Scheidungsgrund Nummer eins identifiziert: Jogginghosen. „Ihr könnt keine Jogginghosen tragen, Mädels, Grund Nummer eins für Scheidungen in Amerika. Jogginghosen, nein!“

Hier finde ich die Einleitung interessant: „Unaufmerksamkeit, Gleichgültigkeit, Seitensprünge und tote Hose im Bett“ werden angeführt, um sich hier über den Rat lustig zu machen. Dabei dürfte Eva Mendes es ja im übertragenen Sinne gemeint haben: Man soll sich nicht gehen lassen und nicht aus Bequemlichkeit sich keine Mühe mehr dabei geben, auch für den eigenen Mann sexy zu sein. Das wäre natürlich so gesehen auch Unaufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Mann, könnte deutlich machen, dass einem seine Sexualität egal ist und eben auch zu einer „toten Hose“ im Bett führen.

Letztendlich sagt Eva Mendes damit ja lediglich: Gebe dir Mühe auch für deinen Mann sexy zu sein und nimm ihn nicht als gegeben an. Das ist aus meiner Sicht für beide Geschlechter kein schlechter Rat (wobei ich durchaus ein Freund der Jogginghose nach Feierabend bin). Wobei der Rat vielleicht noch mehr gilt, wenn der eigene Mann mit Ryan Gosling ein Hollywoodstar ist und sehr gut aussieht und insoweit genug Frauen in Konkurrenz zu einem stehen.

Es kommt dann auch gleich Protest:

Die „New York Daily News“ sah sich dennoch veranlasst, den offenen Brief einer Mutter zu veröffentlichen, die gerne Jogginghosen trägt. Ob das wirklich die Botschaft sei, die Mendes senden wolle, heißt es darin. „Falls ja, ist das traurig. Ich dachte, die Tage, als Mütter noch Druck verspürten, jeden Morgen so perfekt wie Betty Draper aus ‚Mad Men‘ auszusehen, lägen schon hinter uns.“ Vielleicht sei das für Promis wie Mendes schwer zu verstehen, „aber für den Rest von uns, die für ein Baby sorgen, fühlen sich selbst grundlegende Beauty-Prozeduren wie Haareschneiden und Duschen als Luxus an – und Väter sollten damit umgehen können“.

Letztendlich ja auch nur ein „Hör auf die intrasexuelle Konkurrenz anzustacheln“. Das die Stressphase mit dem Kleinkind für beide anstrengend ist, ist ja eine ganz andere Sache, die den Tipp nicht per se entwertet. Immerhin werden die Frauen ja auch nicht der Meinung sein, dass sie in einer Beziehung keine Anforderungen an den Mann stellen können.

Interessant aber, dass beide Tipps letztendlich aufs sexuelle ausgerichtet sind, was vielleicht nur daran liegt, dass das eben die bessere Schlagzeile ergibt oder aber auch daran, dass dort eben ein großer Geschlechterunterschied besteht.

Erst Freundschaft, dann Beziehung?

Auf der Seite ABtreff stellt jemand eine interessante Frage:

„Freundschaft bevor, oder erst nach den Sex und der Anfang der Beziehung?“

Dabei stellt er unter Verweis auf meinen „Friendzone-Artikel“ darauf ab, dass man im Pickup meint, dass es eine bestimmte Reihenfolge gibt:

Frauen sollen zuerst Anziehungskraft und Sex wollen – womit sie die Männer auch an sich zu binden versuchen – und kummern sich erst nachher um die freundschaftliche beziehung. Diese sex sollte auch möglichst schnell statt finden.

Mein Problem dabei ist, das Sex mit eine Frau haben, wenig Bedeutung dafür hat, ob ich mit  diese Frau auch tatsächlich eine Beziehung will. Ich finde tausend mal mehr Frauen ausreichend attraktiv, um damit Sex haben zu können, als es Frauen gibt, womit ich mir eine Beziehung vorstellen kann.

Sogar wenn der Sex umwerfend wäre, würde ich die frau nachher dennoch verlassen, wann es in Sachen freundschaft und Kompatibität nicht funktioniert (…)

Deswegen möchte ich schon mal zuerst eine Freundschaft, und zumindestens einige klare Hints über unsere Kompatibilität, bevor ich mich auf den Sex einlasse – sicher auch deswegen, weil ONS und unverbindlicher Sex für mich nicht in Frage kommen.

Wenn ich zu schnell mit eine Frau, die ich kaum noch kenne, schlafen würde, und eine Beziehung anfangen würde, ist die Chance, das ich sie sie später dennoch verlassen wird, des wegen das es  einfach zwischen uns nicht passt, viel und viel zu groß – ich schätze, ich würde die meisten Frauen wieder verlassen müssen. Wann diese Theorie stimmt, hätte ich nicht viel andere Wahl als PUA zu werden (und mich durch hunderten Schlafzimmer durch zu wurschteln, bevor ich mal zufälligerweise auf eine richtige stoße), oder für ewig Single zu bleiben.

Da hat er aus meiner Sicht meine Ausführungen oder die anderer aus dem Bereich Pickup falsch verstanden.

Richtig ist, dass im klassischen Pickup dazu geraten wird, zuerst Attraction herzustellen, also ein gewisses sexuelles Interesse, und danach erst Komfort. Das ist allerdings auf den Flirt an sich bezogen und auch erst einmal nur auf das Interesse. Es wird dabei davon ausgegangen, dass eine Frau zunächst erst einmal sexuell an einem Mann interessiert sein muss, damit es überhaupt zu einer Partnerschaft kommen kann und das sie dann das nötige Vertrauen und/pder die tieferen Gefühle aufbauen muss, um dann diesem sexuellen Interesse auch nachgehen zu können.

Es ist also nicht so, dass man erst mit ihr Sex hat und dann eine Freundschaft aufbaut. Sondern, dass man erst sexuelles Interesse überprüft und dann die nötige Verbundenheit und es danach üblicherweise erst zum Sex kommt.

Natürlich kann man auch auf Männerseite erst eine Freundschaft aufbauen – entweder indem man die sexuelle Spannung so lange hält, bis man sich sicher ist, dass es passt oder indem man versucht, sie später nachträglich zu erzeugen.

Das ist eben nur der schwierigere Weg, was daran liegt, dass die Frau sich hingehalten fühlt oder man schon zu „normal“ geworden ist, um sexuelle Spannung zu erzeugen.

Ich denke eine Frau kann da einen Mann deutlich besser hinhalten, weil es in das typische Geschlechterschema passt, dass sie warten und ihn kennenlernen will. Wobei der Zeitraum sicherlich auch inzwischen kürzer geworden ist. Ab einer gewissen Zeit beständigen „Datens“ würde ich auch eher davon ausgehen, das sie zu konservativ für mich ist und wir bereits aufgrund ihrer Vorsicht was Sex angeht nicht zueinander passen.

Ich persönlich kann die Vorteile von „erst Freundschaft, dann Sex“ nicht so richtig nachvollziehen, man merkt ja eigentlich recht schnell, ob jemand einigermaßen kompatibel ist und ich würde sogar behaupten, dass sich Beziehungskompatibilität auch erst in einer Beziehung zeigt, Freundschaftskompatibilität kann da schon etwas anderes sein.

Aber andererseits hatte ich auch nie Probleme mit den Frauen, mit denen ich eine Beziehung eingegangen bin, eine Freundschaft/Beziehung herzustellen.

Das mag bei jemanden, der damit große Probleme hat, anders sein. Er muss dann wohl so oder so die passende Frau finden, die entweder direkt zu ihm passt oder die ebenfalls viel Zeit braucht, um die Gefühle und die Kompatibilität zu klären.

Hier noch ein Text, der sich ebenfalls dafür ausspricht erst Freundschaft zu haben:

From what I have observed, guys tend to lose respect for females who they are able to bed easily. It’s not that hard to grasp, if you told me that I needed to complete work in order to earn my money, rather than it just being handed to me, I would 1.) WORK, and 2.) Appreciate the money I have earned as I immediately know the value of it, value being the comparison or work to money ratio, e.g., 1 hour/£10. I’d understand that in order to make another £10 I’d have to do another hour on the clocks. I feel that this ideology can be applied to sex. If a guy doesn’t have to work for it, how does he then weigh up the value? How does he determine whether you are girlfriend material or just a general 24/7 convenience store? A guy confused is just as bad as him thinking a female is not girlfriend material, as at that point in time he will have no intentions of committing.

So now I’ve stressed the importance of having sex prematurely I want to explain the role which friendship plays. Friendship can only be formed after the process of finding out what someone is about, what they want in life or even what they want from you. When getting to know someone we look out for tell tale signs which show that they are compatible enough to view this person as a potential friend, why is it so hard to use the same process to view whether someone is a potential mate? We all have standards and morals which we try to uphold (well some of us do anyways), so when we find someone who somewhat understands and/or also upholds them too, we feel a compatibility. An extreme example, which I’ll use to put it into perspective, would be meeting someone who is pro murder when you are against; automatically you may feel as though it is something you feel so strongly about that you don’t want to involve yourself with that person. What I am trying to say is that the friendship process is the best way to find out whether you and the person, in question, are on the same wavelength. Having sex before this stage can cause confusion; you could find yourself catching feelings for a stranger.

Das wäre also die These, dass Männer zwar schnellen Sex gern mitnehmen, aber damit auch eine Bewertung der Person verbinden: Bekommen sie den Sex nicht schnell und arbeiten dafür, dann ist die Person auch mehr wert. Und gleichzeitig ein Hinweis darauf, dass Freundschaft Zeit braucht, in der man quasi das „Wahre ich“ desjenigen erforscht und das Sex diesen Vorgang erschwert, weil die dabei erzeugten Gefühle den Blick verstellen: Man weiß dann nicht, ob man denjenigen mag, weil die Bindungshormone und die Glückshormone des Sex zuschlagen oder ob man ihn wirklich mag.

Auch hier meine ich, dass es die tatsächliche Seelenverwandschaft nicht gibt und man sich in jeder Beziehung abstimmen muss und Kompromisse eingehen muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das wesentliche Fenster verpasst, wenn man zu lange wartet oder das man dann überrascht ist, wie sich alles verändert, wenn man dann die „richtige“ (also sexuelle) Beziehung hat, ist aus meiner Sicht groß. Damit will ich nicht sagen, dass es nicht klappen kann: Gerade wenn zwei Menschen heute bereit sind, so lange zu warten, dann werden sie wohl schon in dieser Hinsicht eine gewisse Kompatibilität haben, die sie bei vielen anderen, die das nicht einsehen würden, nicht haben werden.

Ich habe nichts gegen eine Kennenlernphase, bei der man etwas mehr über den anderen erfährt. Diese ewig rauszuziehen und eine tatsächliche Freundschaft vorher zu entwickeln würde mir aber keine Vorteile bringen.

 

Vom Verlassen und Verlassen werden, vom Betrügen und Betrogen werden

Irgendwie gerät er ins Reden über Frauen und Männer. Ich halte mich relativ zurück, eigentlich will ich nach Hause, aber er redet munter vor sich hin. Über seine Vorstellungen zu Beziehungen, über dies und das. Ein Rat an die Jugend quasi. Er ist älter als ich, etwa 10 Jahre. So richtig weiß ich nicht, was ihn zum Reden gebracht hat. Es sollte eher ein kurzes Bier nach dem Geschäftlichen werden.

Eine seiner Thesen gebe ich hier mal wieder:

Man weiß erst, wie Liebe wirklich ist und wie Beziehungen funktionieren, wenn man einmal verlassen hat, und einmal verlassen wurde. Und wenn man einmal betrogen wurde und – auch wenn es nichts ist, worauf man stolz sein sollte –  einmal betrogen hat.

Was sagt ihr?