„Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden“

In einem Artikel „5 Gründe, warum sie jede Nacht Sex mit ihrem Mann haben sollten“ findet sich ein interessanter Punkt:

Wenn Sie möchten, dass Ihr Ehemann sich wie ein Mann benimmt, müssen Sie ihn auch wie einen Mann behandeln. Verdrehen Sie jetzt nicht die Augen. Ich dränge nicht auf eine Rückkehr in die 1950er Jahre (obwohl eine Zeit in der Hüftjeans nicht existierten im Grunde für mich in Ordnung ist.) Frauen benötigen eine gewisse Anzahl erfüllter Kriterien, um sich geliebt zu fühlen. Männer sind da viel einfacher. Sie müssen gefüttert werden, sie müssen geschätzt werden, und sie müssen Sex haben. Das ist alles. Wirklich. Machen oder bestellen Sie also hin und wieder Abendessen. Danken Sie ihm mit einer Umarmung und einem Lächeln für die vielen Stunden, die er bei der Arbeit verbracht hat, wenn er abends durch die Haustüre kommt. (Noch besser? Lächeln Sie, wenn Sie ihm die Kinder überlassen und für eine lange, dringend benötigte Pause raus gehen.) Und meine Güte, lassen Sie sich von dem armen Mann nackt sehen. Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Nach ein paar Wochen Abendessen und herumknutschen werden Sie sich zurücklehnen und sich fragen, warum Sie nicht früher darauf bestanden haben, jeden Abend Sex zu haben. Ich spreche von einer kleinen Investition mit großen Erträgen.

Das geht mit „geschätzt werden“ etwas in die Richtung dieser „Weisheit eines Pornostars„:

A woman needs love, a man needs respect. It’s that simple.

Eine Frau braucht Liebe, ein Mann braucht Respekt. Es ist tatsächlich so simpel.

Ich glaube, dass ein Mann, der das Gefühl hat, dass seine Frau ihn liebt und schätzt, wirklich viel ausmacht. Denn dann will man auch etwas wiedergeben, möchte sich dieser Anerkennung als würdig erweisen, fühlt sich angenommen und dann macht er auch gerne etwas für sie.

Es geht auch etwas in die Richtung dieser hier von hier besprochenen Tipps:

1. Der Partner an deiner Seite ist kein Kind. Behandle ihn wie einen König und er wird dich wie eine Königin behandeln.

2. In einem Streit emotional zu reagieren und lautstark und aufgewühlt herumzuschreien bringt nichts. Der Mann schaltet einfach ab. Ganz sachlich bleiben und sagen, was einem stört.

3. Ein- bis zweimal die Woche dem Partner einen zu blasen wirkt wahre Wunder!

4. Man kann keinen Mann ändern! Liebe Frauen, versucht es erst gar nicht. Die Energie dazu lieber ins Miteinander als ins Gegeneinander stecken.

5. Der Mann an deiner Seite ist nicht dazu da, all deine Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen. Er wird auch nicht all deine Probleme lösen können. Schau lieber, wie du selbst für dich glücklich werden kannst. Das stärkt auch die Partnerschaft.

Den Partner Respektvoll zu behandeln, nicht in den „Mutter- und Bevormundungsmodus“ abzugleiten und im deutlich machen, dass man ihn mag, schätzt, begehrt und respektiert ist kein schlechtes Rezept.

Meine Vermutung ist, dass Männer ein durchaus starkes Bedürfnis nach genau diesen Punkten haben und sich daher über entsprechende Beachtung durchaus gut „steuern“lassen bzw darauf sehr positiv reagieren.

 

 

 

Beziehung

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Weiter geht es  mit:

Beziehung

Was macht eine gute Beziehung aus? Wie erhält man eine gute Beziehung? Was führt dazu, dass es in einer Beziehung nicht mehr passt? Was ist eure Idealvorstellung von einer Beziehung? Wie viele Beziehungen sollte man haben? Was ist ein guter Grund um eine Beziehung zu beenden? Was ist ein schlechter Grund um eine Beziehung zu beenden? Wie sind die Entwicklungsschritte einer Beziehung? Was geht am häufigsten schief? Wie war die beste/schlechteste Beziehung, die ihr hattet oder von der ihr gehört habt? Welche Faktoren sprechen dafür, dass jemand beziehungsgeeignet ist? Wie löst man Machtfragen in der Beziehung oder welche Machtspiele werden gespielt? usw

Beziehungen

Wir reden viel über Vaterrechte und Familienrechte allgemein. Aber vielleicht ist es einfach mal an der Zeit allgemein über Beziehungen zu reden.

Lebt ihr gerade in welchen?

Wenn ja: Warum? Was geben sie euch, was ist der Mehrwert daraus? Seid ihr verheiratet oder wollt ihr heiraten? Wie erlebt ihr euren Partner im Verhältnis zu dem, was ihr sonst über das andere Geschlecht denkt? Seid ihr verliebt? Was muss man machen, damit eine Beziehung hält?

Wenn nein: Warum nicht? Liegt es daran, dass ihr gerade keine interessante Person gefunden habt oder seid ihr eher MGTOW/FGTOW? Was würdet ihr von einer Beziehung erwarten und unter welchen Bedingungen würdet ihr euch darauf einlassen? Was erwartet ihr von einem potentiellen Partner? Was bietet ihr einem potentiellen Partner? Wie wollt ihr vorgehen um einen Partner für euch zu gewinnen?

Beziehungsebene und Elternebene

Im Familienrecht geht es wie in kaum einem anderen Rechtsgebiet um Gefühle. Gewollt ist die rechtliche Abwicklung der Auswirkungen einer Gefühlsbindung, also die rationale Neuordnung einer irrationalen Bindung.

Vielen gelingt das durchaus. Es gibt genug Paare, die ganz einvernehmlich zum Anwalt gehen mit dem Ziel, eine saubere und kostengünstige Beendigung der Ehe zu finden. Sie sehen ein, dass es bei ihnen eben nicht geklappt hat und das man bestimmte Punkte regeln muss, damit es weiter gehen kann.

Und natürlich gibt es auch die anderen Fälle, bei denen im Rahmen der Trennung viel Gefühlsporzellan verschlagen worden ist und eine rationale Lösung kaum möglich erscheint. Wo der Schmerz nach der Trennung noch stark ist, sich vielleicht beide verletzt fühlen, weil es nicht geklappt hat, wo einer der beiden bereits einen neuen Partner hat und glücklich scheint, während der andere sich herabgesetzt fühlt, beiseite gestoßen.

Endende Beziehungen hintérlassen oft sehr viele Gefühle und auch das Gefühl des Verletztseins, der Kränkung und auch des Bedürfnisses, dass Leute die einem Nahestehen einen akzeptieren und die eigene Seite verstehen. Und die Kinder stehen einem natürlich am nächsten. Gleichzeitig sind sie das, was einen noch an den Partner bindet, was er von einem braucht, was man kontrollieren kann. Der Umgang mit den Kindern kann da eine gute Waffe sein,um den anderen zu treffen. Aber auch der Kontakt bei der Übergabe kann ein günstiger Moment sein, um den anderen irgend etwas reinzuwürgen, eine Spruch zu machen, oder es kann Ex-Partnern schwer fallen, die frühere Dynamik innerhalb der Beziehung fallen zu lassen, etwa wenn einer der Partner eher dominant war und beruflich erfolgreich und der andere früher immer das getan hat, was der andere gesagt hat, bis es eben zur Trennung kam und er nun nicht mehr diese Stellung des anderen als „der Bessere“ akzeptiert.

Bei Familiengerichten läuft all dies was Umgang und Sorgerecht betrifft unter dem Stichwort:

Akzeptieren, dass die Beziehungsebene gescheitert ist und man eine Elternebene finden muss

Dabei geht es eben genau darum, dass man die Gefühle hinter sich lässt und auf eine funktionale Ebene zurückkehrt, in der man akzeptiert, dass die Beziehung gescheitert ist und alle Vorwürfe aus der Beziehung einen nicht weiterbringen. Stattdessen soll man die Elternstellung des anderen akzeptieren und sich deutlich machen, dass das Kind beide Eltern liebt und man eben für das Kind bestimmte Punkte regeln muss, ohne das die Streitigkeiten aus der Beziehung dabei eine Rolle spielen dürfen, weil eben das Kind nichts dafür kann, dass es mit den beiden nicht geklappt hat. Das Kind hat aus dieser Sicht einen Anspruch darauf, beide Elternteile mögen zu dürfen, ohne dass es deswegen ein schlechtes Gewissen haben muss oder dass es das Gefühl hat, dass es dafür bestraft wird oder einem der Elternteile weh tut.

Das ist häufig leichter gesagt als getan.

Wenn Familiengerichte feststellen, dass in einem Umgangs- oder Sorgerechtsverfahren die Beziehungsebene vorherrscht und die Elternebene in weiter Ferne ist, dann versuchen sie normalerweise einen Vergleich zu schließen, in dem sich die Eltern zusätzlich zu einer Regelung zum Umgangsrecht oder zum Sorgerecht dazu verpflichten, dass beide eine Beratungsstelle aufsuchen, die den Eltern dabei helfen soll, genau diese Elternebene zu finden.

Nach meiner Erfahrung klappt das in hochstreitigen Fällen üblicherweise nicht oder fast nie. Es ist aber gleichzeitig der einzige Weg, den Konflikt dauerhaft zu beseitigen.

Hat einer Erfahrung mit einer solchen Beratung? Wenn ja, dann würde mich ein Bericht interessieren.

Wie findet man aus eurer Sicht am besten zu einer „Elternebene“?

 

Beziehungen und eine Bar voller Flirtender und Feiernder

Südländerin und Ich sind im Urlaub mit ein paar Freunden aus. Eine Bar mit DJ, es wird getrunken, getanzt und geflirtet. Wir haben uns mit einigen Freundinnen von Südländerin verabredet, die teilweise Single sind und sich da etwas umschauen wollen.

Das Barpublikum ist schick, Studenten vielleicht. Um mich herum wogt die Menge, es flirt geflirtet und getanzt, es werden Freunde getroffen und auch unsere Mädels werden immer wieder mal von Jungs angesprochen, die sie kennen oder nicht kennen.

Ich beobachte das Geschehen etwas. Ich verstehe nichts, es ist auch zu laut in der Bar. Aber man sieht trotzdem die einzelnen Muster, der coole Kerl, der der Mittelpunkt der Gruppe ist, bestimmte Mädchen, die etwas lauter über seine Witze lachen als andere, wie sein Interesse auch auf bestimmte Personen gerichtet ist, wie andere in der Gruppe dennoch die Aufmerksamkeit wieder auf sich lenken wollen. Man sieht, wie neue hübsche Mädels, die die Bar betreten, kritisch geprüft werden und Interesse auf sich ziehen. Kontaktversuche werden unternommen und scheitern, man fängt sich wieder und geht erst einmal mit den Freunden einen trinken. Eine Gruppe von Mädels schirmt sich gegen den Rest ab und tanzt für sich, anscheinend feiern sie etwas. Die Masse wandert um einen herum, in verschiedensten Konstellationen und mit verschiedensten Beschäftigungen.

Vermisse ich das? Dieses in einer Bar sein und mit Frauen flirten? Natürlich finde ich die bezaubernde sportliche 22jährige mit ihrem kurzen Partykleid ansprechend und hätte nichts dagegen mit einer wie ihr zu schlafen. So viel Ehrlichkeit muss sein. Aber ich bin viel zu satt dafür, ich müsste an diesem Ort meine Stimmung, mein Energielevel um 100% nach oben drehen, damit es bei einer für mich interessanten Aussicht auf Erfolg hat und ich bräuchte immer noch erhebliches Glück. Mich in diese Partymenge zu mischen und etwas erreichen zu wollen, es wäre schlicht Arbeit, auf die ich keine Lust hätte. Es wäre mir den Aufwand nicht wert.

Ich möchte lieber hier noch etwas bleiben, ein paar Gespräche mit Freunden in einer ruhigeren Ecke führen, den Leuten zuschauen. Und mich dann nicht zu spät mit Südländerin auf den Weg zurück machen und das Feld den Singles überlassen. Vielleicht schauen wir noch vor dem Schlafengehen etwas in die Wiederholung von irgendeiner Show rein und werden morgens wie immer zusammen aufwachen.

Eine wunderschöne Frau nehme ich in jedem Fall mit nach Hause und auch noch eine, mit der ich mich wohlfühle und für die ich keine Show machen muss. Und in dieser Beständigkeit fühle ich mich wohl.

Ich lege den Arm um Südländerin und ziehe sie zu mir ran. Wir küssen uns. Und ich bin glücklich.

 

Der Mann als Oberhaupt der Familie

Ein Thema, welches glaube ich hier noch nicht so ausdrücklich diskutiert worden ist, welches aber Männerrechtlern gerne als Wunschtraum vorgehalten wird, ist „der Mann als Oberhaupt der Familie“.

Dieser in früheren Zeiten populären Vorstellung nach sollte der Mann eben das Sagen in einer Beziehung haben und die Frau ihm „Untertan“ sein. Er sollte die Finanzen kontrollieren und sonstige wichtige Fragen entscheiden, die Frau war eben für die ausführende Verwaltung der Familie, sozusagen das „Innere“ verantwortlich.

Mich persönlich interessiert eine solche Wertung nicht. Ich möchte keine Beziehung, in der ich der Boss bin und meine Partnerin nichts zu sagen hat, ich möchte eine Beziehung, die auf Augenhöhe stattfindet. Ich möchte eine berufstätige Frau, die auch auf eigenen Beinen stehen kann und selbstbewußt ist und nicht eine untergebene Dienerin.

Von einigen „Neomaskulisten“ wird dies aber als wesentliche Voraussetzung für eine „richtige Geschlechterdynamik“ unter „Game-Gesichtspunkten“ gesehen. Der Mann müsse die Frau beherrschen, damit sie ihn attraktiv findet oder etwas in dieser Art. Eine gleichberechtigte Beziehung bedeutet aus meiner Sicht nicht, dass man in allem Nachgeben muss, ein „Softie“ sein muss. Man kann durchaus einen hohen Status verkörpern, Entscheidungen treffen, Selbstbewußtsein ausstrahlen, ein „Anführertyp“ sein, dem sie gerne folgt, Verantwortung übernehmen, was aus „Game-Gesichtspunkten“ durchaus positiv für die Beziehung sein kann, ohne dabei die Vorstellungen seiner Partnerin zu übergehen oder diese als Unterlegene zu behandeln.

Ich finde die hier zitierte Stelle dazu gar nicht so schlecht, die deutlich macht, wie „Game“ in dieser Hinsicht funktioniert:

Taking charge and being decisive however doesn’t mean taking domineering control over your woman. Taking charge doesn’t mean micromanaging her activities, telling her what to wear all the time, or telling her who she’s allowed to see. It doesn’t mean playing dictator.

You want to be dominant, but not domineering. You want to be strong, and yet sweet.

Nor do you need to create a woman who is subservient. In fact, your woman should not hesitate to offer you her advice based on her experience and feelings.(…)
Many men make the mistake of believing that being nice means being a pushover. It’s not. You still want to nice and loving to your woman, just not in a placating way, but from the position of taking command and being a man of action.

So you have to take control over the situation without losing control over yourself. You want to be able to be in control of any situation without resorting to any sort of domineering behavior. Being in control and being decisive simply means that you are a man of action, that you have direction, and are comfortable taking control when the moment arises.

Ich stimme mich in der Regel über wichtige Fragen mit meiner Freundin ab, ich beziehe natürlich ihre Vorstellungen ein und wir diskutieren darüber. Ich muss mich auch nicht zwanghaft durchsetzen, nur um „der Herr im Haus“ zu sein. Ich sehe eine Beziehung als etwas an, in dem ich eine Partnerin will, ein „Wir, zur Not auch gegen den Rest der Welt“. Eine Frau, die sich tatsächlich „unterwirft“ würde mich weit weniger interessieren.

Natürlich: Wenn beide damit glücklich sind, dann sollen sie ihre Beziehung so leben. Es gibt sicherlich Frauen und Männer, die damit gut zurechtkommen.

Der Patriarch beim Einkaufen

Ein Verkäufer berichtet aus der Praxis:

Gerade ältere Männer kommen oft mit ihrer Gattin und lassen sich total unterbuttern. Die Frau sagt dann: „Mein Mann sucht eine Jacke.“ Dabei sucht sie die Jacke für ihren Mann aus. Oft streiten sie, wenn er keine Lust mehr hat, eine anzuprobieren. Vielen Männern ist es auch völlig egal, wie die Jacke aussieht. Hauptsache, sie hat eine verschließbare Innentasche für Portemonnaie und Handy. Immerhin hat das Rentnerbeige ausgedient: Die Herren kaufen jetzt auch mal dunkelblaue Jacken.

Das passt gut zu meiner Ansicht, dass in vielen Punkten innerhalb der Beziehung durchaus die Frau das sagen hat und nicht etwa der Mann der Herrscher der Familie ist, dem sich die Frau unterordnet, wie es der Feminismus suggeriert. Dabei muss das noch nicht mal böse von ihr sein: Seine alte Jacke ist schon ziemlich durch, es bleibt aber seine Lieblingsjacke. Sie beschließt, dass er damit nicht mehr auf die Straße kann und er eine neue braucht. Also geht es das nächste Wochenende zum einkaufen in die Stadt. Er würde am liebsten seine Jacke ein zweites Mal kaufen, jedenfalls gefällt ihm das was seine Frau aussucht nicht so recht. Sie denkt eher praktisch, dass er was neues braucht und es ja auch was schickeres sein könnte. Irgendwie findet er sich eher in der Rolle des Kindes wieder, welchem man neue Sachen kaufen muss.

Solche Machtrelationen zwischen Mann und Frau, in denen die Frau das Sagen hat, finden sich im Feminismus erstaunlicherweise nicht. Sie kommen aber denke ich durchaus häufig vor.