Das Unglück oder Glück des Partners erkennen und zulassen, dass er daran Teil hat

Ein interessanter Artikel beleuchtet Unterschiede in den Einschätzungen der Partner:

Now a study has helped shed light on why couples can find it so hard to understand each other. It may all come down to the different ways  we try to empathise with the opposite sex.

Women, it claims, feel reassured when they see their man unhappy. They believe that if the man allows them to see that he is upset – rather than withdraw – it shows he is committed to the relationship.

Es geht also nicht darum, dass sie ihn unglücklich sehen wollen, sie wollen aber sehen, dass er in einem bestimmten Moment unglücklich ist und ihnen das zeigt. Denn das wäre aus ihrer Sicht ein Zeichen von Vertrauen und damit ein gutes Zeichen für die Beziehung.

Research from U.S. universities found that women are happy when they can spot when their husband’s and boyfriends are upset

Women also prefer their male partner to know when she is upset than when she is happy as a way of showing their empathy.

Dementsprechend wollen sie auch einen Partner, der das bei ihnen bemerkt und dann entsprechend darauf reagiert.

Men, however, prefer to know when their wife or girlfriend is in a good mood in order to feel empathetic.

„Sie glücklich machen“ vs. „alle Gefühle mit ihm teilen“

Researchers from US universities including Harvard conducted tests on more than 150 male-female couples for the American Psychological Association.

Just over half were married but all were in what the study called a ‚committed‘ long term relationship.

They were given tests in which they had to talk to each other about dramatic or traumatic events in their relationship and then watch clips of their discussions.

During each stage, the volunteers were wired up to monitors that took brainwave readings which can detect their various emotions at that time.

Ich habe die Orginalstudie nicht gelesen und kann insoweit auch nicht abschätzen, wie genau diese Geräte arbeiten und ob man damit tatsächlich etwas ermitteln kann. Also Studie an sich aber interessant.

The differences between the sexes appears to come down to understanding how the other feels, the researchers told the Journal of Family Psychology.

A woman, typically, thinks a partner understands her if he can recognise when she is upset.

If he can do this then it suggests a strong link to their relationship that will make it easier to come through the hard times together.

She also believes that if he allows her to see that he is upset, then that also shows he is committed to the relationship.

Grundsätzlich ja auch kein schlechter Schluss. Wobei es eben darauf ankommt, weswegen man schlecht gelaunt ist oder einen etwas beschäftigt. Südländerin fragt da auch immer nach, nur wenn ich ihr zB von etwas erzähle, bei dem ich beruflich ein schwierigeres Geschäft habe, welches auch ein gewisses Risiko hat, dann kann sie mir schlicht dabei nicht helfen. Sie versucht es dann aber gerne, da sie aber in einem anderen Bereich tätig ist, ist das sinnlos und hilft mir nicht. Ihm Gegenteil: Wenn sie dann immer nachfragt, ob es alles geklappt hat, und sich das Geschäft eben über einen längeren Zeitraum hinzieht, dann kann man noch nicht einmal zu Hause mehr abschalten. Und es denken zwei Personen an die Risiken statt einer, was sich auch nicht lohnt. Es kann dann besser sein, ihr davon dann schlicht nichts zu erzählen.  Vielleicht auch schlicht der Ansatz, dass man bestimmte Probleme besser alleine löst, gerade wenn einem der andere außer seelischen Beistand zu liefern nicht helfen kann.

He, on the other hand, thinks the relationship is strong by being able to spot what makes her happy, perhaps so that he can continue to do whatever it is that works.

„A Happy wife is a happy life“

Lead researcher Shiri Cohen of Harvard Medical School explained why women’s brains showed a positive reaction to seeing their husband or partner upset.

She said: ‚It could be that for women, seeing that their male partner is upset reflects some degree of the man’s investment and emotional engagement in the relationship, even during difficult times.

‚This is consistent with what is known about the dissatisfaction women often experience when their male partner becomes emotionally withdrawn and disengaged in response to conflict.‘

Her report added: ‚Relationship satisfaction was directly related to men’s ability to read their female partner’s positive emotions correctly.

‚The more men and women try to be empathetic to their partner’s feelings, the happier they are.‘

Das Frauen das Gefühl haben, dass er emotional zurückgezogen ist, dass ist ja durchaus eine Beschwerde, die man schon gehört hat. Da kann es wichtig sein, sich diesen Unterschied bewusst zu machen und sie auch an gewissen Sorgen teilhaben zu lassen.

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Beziehungen, Gefühle zeigen, verschiedene Stile und allgemein etwas zum Wohlfühlen

Eine Freundin, die etwas weiter weg wohnt, aber der Familie nach aus meiner Stadt kommt, ruft mich an und erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden. Ich berichte ein paar Kleinigkeiten, aber es hat sich nicht so viel getan.

„Ah“ sagt sie, „das ist gut. Ich dachte schon du hättest dich von Südländerin getrennt“. Ich frage erstaunt nach, warum sie das meint. „Naja, sagt sie, ich habe mit meiner Mutter telefoniert und die hatte sich mit Herrn Müller getroffen, der auch mal bei dir Kunde war. Und weil er weiß, dass wir uns kennen, hat er meiner Mutter erst einmal erzählt, dass er dich mit einer neuen Freundin gesehen hat, ihr wärt ganz hinreißend  gewesen, so wie es eben nur jung Verliebte sind. Ich habe ihr gleich gesagt, dass das doch schön ist. Aber ich dachte, ich melde mich sicherheitshalber mal und schaue, wie es dir geht“

Das finde ich eigentlich ein sehr schönes Kompliment. Wir sind ja nun schon einige Jahre zusammen . Ich gebe zu, ich mag es etwas kitschig und verspielt. Von einigen  Whatsapp-Verläufe kann man ohne Probleme durchs reine Lesen zuckerkrank werden (andere Passagen verhalten sich natürlich auch schlicht darüber, dass man noch Käse oder Milch mitbringen soll). Wir halten Händchen, wir geben uns ein Küsschen, wir sind meist recht liebevoll miteinander. Natürlich streiten wir uns in unser Beziehung auch mal oder haben gewisse Krisen, das bleibt ja nicht aus. An einer Beziehung muss man immer arbeiten.

Ich kombiniere gerne eine etwas kitschige Romantik mit bösen Spruchen oder einer leichten Übertreibung, eine gewisse Form von Push und Pull vielleicht, aber eher spielerisch und Südländerin hat sich das teilweise auch angeeignet. Wir werfen uns gerne spielerisch Sachen vor (dann aber meist wenn wir unter uns sind) und verkünden etwas überdramatisch, dass wir deswegen Schluß machen etc. Zu anderen Zeiten erklären wir, dass der andere das Wichtigste im Leben ist. Ich glaube es schafft Raum für Emotionen und Gefühle und auch etwas Spaß. Ich sage nicht, dass man es so machen sollte, es ist eben etwas, was für uns beide passt. Wir mögen es so.

Andere Paare leben ihre Beziehungen weniger emotional oder machen es vielleicht nur nicht so öffentlich. Mit einigen Paaren kann man weggehen und man würde sie eher für Freunde halten als für ein Paar. Sie berühren sich nie, sie wirken relativ neutral zueinander. Was ja nicht bedeutet, dass ihre Beziehung schlechter ist. Sie werden einen Weg gefunden haben, der gut zu ihnen passt. Und es kann sein, dass sie es schlicht nicht mögen, sich in einer gewissen Weise in der Öffentlichkeit zu verhalten und sich unter sich anders verhalten.

Man verliert sich eh gerne in einer Beziehung, gerade mit recht langen Arbeitszeiten. Dann macht man nicht mehr so viel, wenn man nach Hause kommt, man verbringt schlicht Zeit mit dem Partner und es kommt schnell dazu, dass man soziale Kontakte etwas vernachlässigt. Was nicht schlimm ist, wenn man sich mit seinem Partner wohl fühlt.

Wenn Südländerin mal etwas länger weg ist, beispielsweise wenn sie ihre Familie in Südland besucht, dann genieße ich durchaus die Zeit. Ich hole ein paar Serien auf, zu denen ich sonst  nicht komme und ich plane ein paar längere Blogartikel zu schreiben, die ich schon immer mal schreiben wollte, was aber auch nicht immer klappt. Aber ich erwische mich auch bei Gedanken daran, dass die Wohnung zu leer ist. Und ich bin dann auch froh, wenn sie wieder da ist.

Es ist natürlich schön jemanden zu haben, mit dem man sein Leben teilt. Ich habe immer lange in WGs gewohnt und auch mit guten Freunden. Aber das ist immer noch etwas anderes als eine Beziehung. Es ist schön, abends jemanden zu haben, an den man sich kuschelt. Und neben jemanden aufzuwachen und dessen warmen Körper zu spüren. Es ist schön, jemanden zu haben, der sich für einen einsetzt und mit dem man etwas Gemeinsames gestalten will. Ich hatte schon in einem anderen Artikel etwas dazu geschrieben, dass ich mich in der Beziehung wohl fühle. Und ab und zu muss man das, gerade weil wir hier auch viel über Trennungen und deren Folgen reden, mal betonen.

Wie lebt ihr eure Beziehungen? Eher die äußere Distanz oder eher das kitschigere? Wie haltet ihr sie lebendig und was findet ihr schön?

Schwache Männer für (zu) starke Frauen? Beziehungen im Zeitalter der Emanzipation (Gastartikel)

Kürzlich saß ich einmal mehr mit meinen Freundinnen in trauter Runde zusammen. Wir redeten über dieses und jenes – und irgendwann ging es natürlich um die großen Themen. Beziehungen, um genau zu sein. Und wie sie sich verändert hatten. „Männer sagen mir oft, dass sie Angst vor mir haben“, beklagte sich eine Freundin, die bis heute nach ihrem Prinzen sucht.. „Sie trauen sich häufig gar nicht erst, mich anzusprechen. Oder die Beziehung scheitert über kurz oder lang“. „Wie gut ich Dich verstehen kann!“, fiel eine andere ein. „Mein letzter Freund warf mir vor, dass ich die Hosen anhätte. Und dass er damit einfach nicht klar komme.“

Das Gespräch ließ mich nicht los. Beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Und ich dachte über alles nach – über die moderne Frau, den modernen Mann. Unsere Rollen in der derzeitigen Gesellschaft. Ist der Feminismus etwa schuld daran, dass unsere Beziehungen immer kürzer werden? Dass es früher oder später unweigerlich zur Trennung kommt? Doch erst einmal „Hallo“. Mein Name ist Veronika Zintl! Und ich arbeite als Autorin für das Ex zurück Team (hier zu finden)! Wo eben auch genau diese Themen behandelt werden.
Studiert habe ich Politikwissenschaften. Und Themen wie diese beschäftigen mich schon seit längerem! Eigentlich schon immer!

Wer ist eigentlich die „Frau von heute“?

An dieser Stelle eine kleine Vorbemerkung: Ich würde mich nicht als militante und offensive Feministin betrachten. (und auch die Verwendung des Binnen-I ist mir jetzt nicht sonderlich wichtig.)
Ja, ich bin für gleiche Bezahlung, gleiche Rechte, … für Männer und Frauen. Welcher Mensch mit gesundem Verstand wäre das nicht?!? Doch finde ich es falsch, alles auf die Biologie und die (angeblichen) Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu schieben.

Damit macht man sich die Sache zu einfach, denke ich.

Ja also zum Feminismus – im Prinzip. Aber bitte mit Augenmaß! Zumal sich jede( r) erst einmal an der eigenen Nase packen sollte, bevor er (zu) generell wird. Meine Meinung zumindest.

Doch kommen wir nun zur Frage: Wer ist sie eigentlich, die „moderne Frau“? An dieser Stelle muss schon mal eingeschränkt werden: Wir sprechen hier mit allergrößter Wahrscheinlichkeit von einer Dame, die in einer westlichen Industrienation lebt, die sich eine gewisse (materielle) Unabhängigkeit aufgebaut hat. Die intelligent ist (hoffentlich). Und über eine gewisse Weitsicht verfügt. Was viele, viele (den Großteil?) der Frauen dieser Welt also schon einmal ausschließt. Dennoch wird die „Frau von heute“ als quasi übermächtig, als überall präsent angesehen. Vielleicht, weil sie sich oftmals lauter Gehör verschafft als ihre vielen, vielen schweigenden Geschlechtsgenossinnen? Das würde erklären, warum vor allem Stimmen wie Alice Schwarzer (ja, immer noch), Judith Butler, Femen und Co. (von Männern?) als Maßstab gesehen werden.

DIE Frau von heute gibt es jedoch nicht. Ebenso wenig, wie es DEN Mann von heute gibt.
Vielmehr ist jeder Einzelne ein Individuum, mit eigener Prägung, eigenen Bedürfnissen,
seiner ganz persönlichen Entwicklungsgeschichte. Deshalb sollte man auch in Beziehungssicht stets auf den Einzelfall schauen. Bevor man dem Feminismus die Schuld an der (erneuten) Trennung gibt.

Welche Rollen übernehmen wir heute in Beziehungen?

Aber: Wir sind eben doch geprägt durch die Gesellschaftsstrukturen, in denen wir aufwachsen. Diese bestimmen auch, wie „weiblich“ oder „männlich“ wir uns geben. Wie
sich unsere Rollen in der Beziehung gestalten.
Hinzu kommen andere Faktoren: wie etwa das Bild, das uns unsere Eltern vorgelebt haben. Mama blieb brav zu Hause, während Papa sich nur spät abends und am Wochenende blicken ließ? Nicht mit uns, wir machen das anders! Und wir haben solch eine Angst davor, in diese Rollenfalle zu tappen, dass wir uns gar nicht wirklich auf die Beziehung einlassen können. (Diesen Mechanismus habe ich bei mir selbst entdeckt.)

Oder wir meinen, uns nach einem bestimmten Bild richten zu müssen: Eine Freundin von mir wollte unbedingt eine „Traumbeziehung“ führen, eine Beziehung, in der der Himmel voller Geigen hängt. Deshalb verleugnete sie sich selbst. Stellte die Wünsche ihres Partners über die eigenen. (Obwohl sie in beruflicher Hinsicht sehr erfolgreich war.) Und was tat er? Er verließ sie – weil ihm die Beziehung zu langweilig wurde.
Und da ist meine Schwester, die nicht in eine andere Stadt ging, um zu studieren. Weil sie ein Jahr zuvor ihren Freund kennengelernt hatte. Der bereits studierte, in seiner Heimatstadt (was anderes wäre ihm auch niemals in den Sinn gekommen.). Sie blieb – seinetwegen. Und auch später, als das Studium beendet war und es an die Jobsuche ging, blieb sie bei ihm. Er wollte nicht weg – sie also ebenfalls nicht. Das machte das Finden einer Arbeitsstelle für sie nicht unbedingt einfacher (für ihn kein Problem als Maschinenbauer in einer wirtschaftlich prosperierenden Großstadt). Sie „löste“ das Problem schließlich, indem sie schwanger wurde. Ohne jemals wirklich gearbeitet zu haben.

Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens

Das sind meine bisherigen Erfahrungen in dieser Hinsicht. Sie lassen sich intensiver auf den Partner, auf die Beziehung ein. Sie investieren mehr – nicht nur, was den Abwasch und das Putzen betrifft. Sie denken intensiver und länger darüber nach, wie sie die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Anderen erfüllen können.
Sie neigen eher dazu, ihr Leben zugunsten der Beziehung aufzugeben. Auch hier möchte ich ein Beispiel anführen, stellvertretend unter vielen: Meine beste Freundin lernte nach langen Jahren des Single Daseins ihren (damaligen) Traumpartner kennen. Sie war so verliebt in ihn, dass sie sich immer weniger bei ihren Freundinnen blicken ließ. Sie ging nicht mehr zum Handball, hörte mit dem Singen im Chor auf – es hätte weniger Zeit mit IHM bedeutet.

Stattdessen war sie bei ihm. Ging mit ihm zum Segeln (obwohl sie das nicht mal mal besonders mochte). Unternahm etwas mit ihm und seinen Freunden (mit den meisten wurde sie nicht so recht warm). Weil es ihr in diesem Moment das wert war. Und weil sie dachte, es gehöre eben zu einer funktionierenden Beziehung mit dazu. Wie wenig er zurücksteckte, wie wenig er von seinem bisherigen Leben aufgab, das sah sie nicht.

Bis die Sache auseinander ging. Und sie vor dem vermeintlichen Nichts stand. Zurück in ihr altes Leben konnte sie nicht mehr so einfach: Denn alle waren weg. Alle, bis auf eine: ich.

Gut, das war jetzt ein Beispiel von Milliarden. Ich könnte noch viele weitere anführen. Von meiner Cousine, die bis heute, vier Jahre nach Beginn der Beziehung, darauf wartet, dass ER sich zu ihr wirklich bekennt. Mit ihr zusammen zieht. Stattdessen spricht er davon, ins Ausland zu gehen – ohne sie.
Oder die Bekannte, die studiert hat. Einen guten Abschluss vorweisen kann. Während des Studiums ihren jetzigen Mann kennenlernte. Nach der Heirat zwei Kinder bekam, um die sie sich hauptsächlich kümmert. Er fährt hingegen weiter mit seinen Kumpels in den Urlaub – alte Tradition und so.
Eine weitere Bekannte, die seit drei Jahren eine Affäre mit ihrem Chef hat. Darauf wartet, dass er sich endlich darüber klar wird, was er will. Sich entscheidet. Stattdessen lässt sie sich weiter vertrösten. Wider besseren Wissens. (Warum auch sollte er sich entscheiden? Schließlich hat er ja alles…)

wie feministisch sind die „Frauen von heute“? (m)ein vorläufiges Fazit

Was lässt sich also zu diesem Thema sagen? Der Feminismus ist mit Sicherheit NICHT schuld daran, dass die Beziehungen eine immer kürzere Halbwertszeit haben. Da spielen einfach zu viele andere Faktoren eine Rolle:

  • die Angst, dass da draußen noch jemand Besseres sein könnte
  • eine generelle Scheu, sich gefühlsmäßig auf jemanden einzulassen
  •  individuelle Prägungen und Verhaltensweisen
  • Verletzungen aus bisherigen Beziehungen, die ein bestimmtes Verhalten
    hervorrufen
  • externe Faktoren (wie etwa finanzielle Schwierigkeiten, Umfeld ist gegen die Beziehung, kulturelle Unterschiede, Unterschiede in Bildung und Gesellschaftsschicht,…)
  • etc.

Ja, wir jungen, gebildeten, meist weißen Frauen von heute sind Feministinnen – im Grunde genommen. In dem Sinne, dass wir für gleiche Bezahlung, Rechte und Co sind. Doch wenn es ans Eingemachte geht, sieht die Sache oftmals ganz anders aus. Und so rutschen wir sehr häufig in die „Frauenfalle“. In die schon unsere Mütter und Großmütter tappten. Wir richten uns stärker nach den Launen und (vermeintlichen) Wünschen des Partners, als dieser es tut. Wir neigen dazu, uns mehr aufzugeben, unsere eigenen Interessen und Bedürfnisse zugunsten der Beziehung hintenan zu stellen. Weil wir einfach nur glücklich sein wollen – mit jemandem an unserer Seite.
… ein Ausblick – für erfüllte(re) Beziehungen Sind wir wirklich so unemanzipiert? Nicht unbedingt. Nicht, wenn wir uns dessen bewusst werden. (und natürlich ist nicht jede gleich stark davon betroffen.) Nicht, wenn wir uns klar machen: Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden. Sie besteht aus zwei gleichwertigen Menschen. Die sich lieben, weil sie sich gegenseitig etwas geben. Und nicht deshalb zusammen bleiben, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Weil sie das Gefühl haben, den Anderen zu brauchen, ohne diesen nichts zu sein. Wenn wir uns dies immer mal wieder vor Augen führen, wäre schon so viel gewonnen. Wir können unser bisheriges Verhalten überdenken. Es besser verstehen. Über Lösungen nachdenken – am besten gemeinsam mit dem Partner. Und wir können vieles für zukünftige Beziehungen lernen. Die dann umso erfüllter werden. Und die nicht deshalb auseinander brechen, weil der Feminismus in die Quere kam. Denn dies ist meist ein vorgeschobener Grund.

Der die wahren Ursachen überdeckt.

„Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden“

In einem Artikel „5 Gründe, warum sie jede Nacht Sex mit ihrem Mann haben sollten“ findet sich ein interessanter Punkt:

Wenn Sie möchten, dass Ihr Ehemann sich wie ein Mann benimmt, müssen Sie ihn auch wie einen Mann behandeln. Verdrehen Sie jetzt nicht die Augen. Ich dränge nicht auf eine Rückkehr in die 1950er Jahre (obwohl eine Zeit in der Hüftjeans nicht existierten im Grunde für mich in Ordnung ist.) Frauen benötigen eine gewisse Anzahl erfüllter Kriterien, um sich geliebt zu fühlen. Männer sind da viel einfacher. Sie müssen gefüttert werden, sie müssen geschätzt werden, und sie müssen Sex haben. Das ist alles. Wirklich. Machen oder bestellen Sie also hin und wieder Abendessen. Danken Sie ihm mit einer Umarmung und einem Lächeln für die vielen Stunden, die er bei der Arbeit verbracht hat, wenn er abends durch die Haustüre kommt. (Noch besser? Lächeln Sie, wenn Sie ihm die Kinder überlassen und für eine lange, dringend benötigte Pause raus gehen.) Und meine Güte, lassen Sie sich von dem armen Mann nackt sehen. Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Nach ein paar Wochen Abendessen und herumknutschen werden Sie sich zurücklehnen und sich fragen, warum Sie nicht früher darauf bestanden haben, jeden Abend Sex zu haben. Ich spreche von einer kleinen Investition mit großen Erträgen.

Das geht mit „geschätzt werden“ etwas in die Richtung dieser „Weisheit eines Pornostars„:

A woman needs love, a man needs respect. It’s that simple.

Eine Frau braucht Liebe, ein Mann braucht Respekt. Es ist tatsächlich so simpel.

Ich glaube, dass ein Mann, der das Gefühl hat, dass seine Frau ihn liebt und schätzt, wirklich viel ausmacht. Denn dann will man auch etwas wiedergeben, möchte sich dieser Anerkennung als würdig erweisen, fühlt sich angenommen und dann macht er auch gerne etwas für sie.

Es geht auch etwas in die Richtung dieser hier von hier besprochenen Tipps:

1. Der Partner an deiner Seite ist kein Kind. Behandle ihn wie einen König und er wird dich wie eine Königin behandeln.

2. In einem Streit emotional zu reagieren und lautstark und aufgewühlt herumzuschreien bringt nichts. Der Mann schaltet einfach ab. Ganz sachlich bleiben und sagen, was einem stört.

3. Ein- bis zweimal die Woche dem Partner einen zu blasen wirkt wahre Wunder!

4. Man kann keinen Mann ändern! Liebe Frauen, versucht es erst gar nicht. Die Energie dazu lieber ins Miteinander als ins Gegeneinander stecken.

5. Der Mann an deiner Seite ist nicht dazu da, all deine Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen. Er wird auch nicht all deine Probleme lösen können. Schau lieber, wie du selbst für dich glücklich werden kannst. Das stärkt auch die Partnerschaft.

Den Partner Respektvoll zu behandeln, nicht in den „Mutter- und Bevormundungsmodus“ abzugleiten und im deutlich machen, dass man ihn mag, schätzt, begehrt und respektiert ist kein schlechtes Rezept.

Meine Vermutung ist, dass Männer ein durchaus starkes Bedürfnis nach genau diesen Punkten haben und sich daher über entsprechende Beachtung durchaus gut „steuern“lassen bzw darauf sehr positiv reagieren.

 

 

 

Beziehung

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Weiter geht es  mit:

Beziehung

Was macht eine gute Beziehung aus? Wie erhält man eine gute Beziehung? Was führt dazu, dass es in einer Beziehung nicht mehr passt? Was ist eure Idealvorstellung von einer Beziehung? Wie viele Beziehungen sollte man haben? Was ist ein guter Grund um eine Beziehung zu beenden? Was ist ein schlechter Grund um eine Beziehung zu beenden? Wie sind die Entwicklungsschritte einer Beziehung? Was geht am häufigsten schief? Wie war die beste/schlechteste Beziehung, die ihr hattet oder von der ihr gehört habt? Welche Faktoren sprechen dafür, dass jemand beziehungsgeeignet ist? Wie löst man Machtfragen in der Beziehung oder welche Machtspiele werden gespielt? usw

Beziehungen

Wir reden viel über Vaterrechte und Familienrechte allgemein. Aber vielleicht ist es einfach mal an der Zeit allgemein über Beziehungen zu reden.

Lebt ihr gerade in welchen?

Wenn ja: Warum? Was geben sie euch, was ist der Mehrwert daraus? Seid ihr verheiratet oder wollt ihr heiraten? Wie erlebt ihr euren Partner im Verhältnis zu dem, was ihr sonst über das andere Geschlecht denkt? Seid ihr verliebt? Was muss man machen, damit eine Beziehung hält?

Wenn nein: Warum nicht? Liegt es daran, dass ihr gerade keine interessante Person gefunden habt oder seid ihr eher MGTOW/FGTOW? Was würdet ihr von einer Beziehung erwarten und unter welchen Bedingungen würdet ihr euch darauf einlassen? Was erwartet ihr von einem potentiellen Partner? Was bietet ihr einem potentiellen Partner? Wie wollt ihr vorgehen um einen Partner für euch zu gewinnen?

Beziehungsebene und Elternebene

Im Familienrecht geht es wie in kaum einem anderen Rechtsgebiet um Gefühle. Gewollt ist die rechtliche Abwicklung der Auswirkungen einer Gefühlsbindung, also die rationale Neuordnung einer irrationalen Bindung.

Vielen gelingt das durchaus. Es gibt genug Paare, die ganz einvernehmlich zum Anwalt gehen mit dem Ziel, eine saubere und kostengünstige Beendigung der Ehe zu finden. Sie sehen ein, dass es bei ihnen eben nicht geklappt hat und das man bestimmte Punkte regeln muss, damit es weiter gehen kann.

Und natürlich gibt es auch die anderen Fälle, bei denen im Rahmen der Trennung viel Gefühlsporzellan verschlagen worden ist und eine rationale Lösung kaum möglich erscheint. Wo der Schmerz nach der Trennung noch stark ist, sich vielleicht beide verletzt fühlen, weil es nicht geklappt hat, wo einer der beiden bereits einen neuen Partner hat und glücklich scheint, während der andere sich herabgesetzt fühlt, beiseite gestoßen.

Endende Beziehungen hintérlassen oft sehr viele Gefühle und auch das Gefühl des Verletztseins, der Kränkung und auch des Bedürfnisses, dass Leute die einem Nahestehen einen akzeptieren und die eigene Seite verstehen. Und die Kinder stehen einem natürlich am nächsten. Gleichzeitig sind sie das, was einen noch an den Partner bindet, was er von einem braucht, was man kontrollieren kann. Der Umgang mit den Kindern kann da eine gute Waffe sein,um den anderen zu treffen. Aber auch der Kontakt bei der Übergabe kann ein günstiger Moment sein, um den anderen irgend etwas reinzuwürgen, eine Spruch zu machen, oder es kann Ex-Partnern schwer fallen, die frühere Dynamik innerhalb der Beziehung fallen zu lassen, etwa wenn einer der Partner eher dominant war und beruflich erfolgreich und der andere früher immer das getan hat, was der andere gesagt hat, bis es eben zur Trennung kam und er nun nicht mehr diese Stellung des anderen als „der Bessere“ akzeptiert.

Bei Familiengerichten läuft all dies was Umgang und Sorgerecht betrifft unter dem Stichwort:

Akzeptieren, dass die Beziehungsebene gescheitert ist und man eine Elternebene finden muss

Dabei geht es eben genau darum, dass man die Gefühle hinter sich lässt und auf eine funktionale Ebene zurückkehrt, in der man akzeptiert, dass die Beziehung gescheitert ist und alle Vorwürfe aus der Beziehung einen nicht weiterbringen. Stattdessen soll man die Elternstellung des anderen akzeptieren und sich deutlich machen, dass das Kind beide Eltern liebt und man eben für das Kind bestimmte Punkte regeln muss, ohne das die Streitigkeiten aus der Beziehung dabei eine Rolle spielen dürfen, weil eben das Kind nichts dafür kann, dass es mit den beiden nicht geklappt hat. Das Kind hat aus dieser Sicht einen Anspruch darauf, beide Elternteile mögen zu dürfen, ohne dass es deswegen ein schlechtes Gewissen haben muss oder dass es das Gefühl hat, dass es dafür bestraft wird oder einem der Elternteile weh tut.

Das ist häufig leichter gesagt als getan.

Wenn Familiengerichte feststellen, dass in einem Umgangs- oder Sorgerechtsverfahren die Beziehungsebene vorherrscht und die Elternebene in weiter Ferne ist, dann versuchen sie normalerweise einen Vergleich zu schließen, in dem sich die Eltern zusätzlich zu einer Regelung zum Umgangsrecht oder zum Sorgerecht dazu verpflichten, dass beide eine Beratungsstelle aufsuchen, die den Eltern dabei helfen soll, genau diese Elternebene zu finden.

Nach meiner Erfahrung klappt das in hochstreitigen Fällen üblicherweise nicht oder fast nie. Es ist aber gleichzeitig der einzige Weg, den Konflikt dauerhaft zu beseitigen.

Hat einer Erfahrung mit einer solchen Beratung? Wenn ja, dann würde mich ein Bericht interessieren.

Wie findet man aus eurer Sicht am besten zu einer „Elternebene“?