Würde Alphamannverhalten der Männerbewegung zu mehr Beachtung verhelfen

Der Stadtfuchs schreibt in einem Kommentar als Tipp an die Männerbewegung:

Meine zwei Cent zur Argumentationslinie, weil ich denke, dass da die Außenkommunikation wirklich nicht gut ist: Pickup-Ratgeber lesen, und entsprechend verhalten. Ganz ehrlich.

Mit anderen Worten: Ständig zu kommunizieren, dass wir Männer die armen unterdrückten Loser wären (“ist es üblich, das männliche Geschlecht in rüdester Manier zu entmenschlichen”) bringt nichts. Auf Männer, die dauern betonen, wie ohnmächtig sie sind, hört man nicht. Weder Frauen. Noch andere Männer.

Also: Man engagiert sich nicht für Männerrechte, weil man selber unterdrückt ist. Man engagiert sich, um andere, die unterdrückt sind, zu unterstützen. Man engagiert sich, um allgemein der Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu dienen. Man engagiert sich gegen Ungerechtigkeit und Schmarotzertum, und hält Frauen für so gleichberechtigt, dass man Frauen genausowenig wie Männern kein Schmarotzertum durchgehen lässt, weil man sie nämlich ernst nimmt. Aber – Achtung, Betafalle – man haut auch nicht auf Frauen rum und lässt verlautbaren, dass Frauen alle Schmarotzer seien.

Mit anderen Worten: Man agiert nicht aus der Position heraus, unterdrückt in einer Ecke zu stehen und sich verzweifelt gegen eine übermächtige weibliche Kamarilla von Genderbeauftragtinnen wehren zu müssen, die die Männerwelt fertigmachen. Man agiert, weil man eine Entwicklung erkannt hat, die einem nicht passt, und weil Männer, die eine solche Entwicklung erkennen, *handeln* (in diesem Fall: Politisch aktiv werden), bevor die Entwicklung in eine Situation führt, die sie nicht wünschen.

Und bei der Gelegenheit will ich mal eine rhetorische Figur in die Debatte einbringen, die vielleicht gerade bei linken Frauen ganz gut ziehen könnte, wenn es um Gender Mainstreaming geht: Man hat doch nicht mit viel politischem Engagement um und nach ’68 die Machtstrukturen der Burschenschaften zerschlagen, aus denen heraus die alten Herren die Füchse nach besten Kräften und ohne Ansehen der fachlichen Qualifikation gefördert und in Positionen gehievt haben, nur damit das jetzt alte Frauen die jungen Elevinnen aus ihren Genderstudies-Zirkeln ohne Ansehen der fachlichen Qualifikation fördern und in Positionen hieven. Männerrechtler wehren sich aus genau den Gründen gegen solche Strukturen(!), aus denen Männer und Frauen sich vor vierzig Jahren gegen den gleichen Typ Strukturen gewehrt haben.

Ich habe einmal in einem Artikel in eine ähnliche Kerbe gehauen:

Frauenprobleme genießen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Der Feminismus wird sagen, dass dies noch zu wenig ist, weil die Probleme auf Frauenseite wesentlich größer sind. Der Maskulist wird hingegen gerne lächerlich gemacht, wenn er Probleme anspricht. Das ist ein beklagenswerter Zustand, insbesondere weil der Feminismus dann nicht selten tief in die Dreckkiste greift und aus Rollenbildern hinaus angreift. Damit meine ich, dass dann den Männern, die die Probleme ansprechen, vorgehalten wird, dass sie eben keine Männer sind. Gerne werden Verniedlichungsformen wie Männlein verwendet oder darauf verwiesen, dass es “Versager sein, die keine abbekommen”. Was so ziemlich das Aquivalent der Erwiderung an eine Feministin ist, dass sie eigentlich nur mal einen Mann braucht, der ihr ihren Platz zeigt indem er sie so richtig durchnimmt oder vielleicht, noch gleichwertiger, sie als hässlich bezeichnet. Aber es macht deutlich, wie tief verwurzelt Attraktivitätsmerkmale in Menschen sind. Klassische Attraktivitätsmerkmale bei Männern, oder auch “Demonstrations of higher Value (DHV)” oder “attraction switches” sind

  • Anführer anderer Männer (“Leader of men”)
  • Beschützer ihm Nahestehnder (“Protector of loved ones”)
  • Von anderen Frauen für gut befunden (“Pre-Approved bei other Women”)

All diese Merkmale arbeiten gegen die Männerbewegung. Wer sich auf Schwächen beruft, gerade wenn er jammert, der ist kein Anführer. Wer meint, dass Frauen keine Opfer sind, sondern seine Probleme größer und das daran die Frauen schuld sind, der beschützt nicht, hingegen kann es attraktiv sein, den “weißen Ritter” zu geben, indem man sich gegen die Männerbewegung stellt. Und wer breite Ablehnung erhält der ist wird eben auch nicht für “gut” befunden.

Auch hier ist also ein Teil des Problems selbstgemacht, denn zum einen springen auch viele Männer der Männerbewegung nur sehr zögerlich bei, weil sie meinen durch den Hinweis auf Schwächen Status zu verlieren. Zum anderen, auch wenn dies schade ist, behindert der häufig sehr weinerliche Ton (ja, ich sehe was ich da mit der Männerrolle mache) und die Betonung des eigenen Opferstatus die Diskussion.

Das menschliche Zusammensein ist aus meiner Sicht sehr empfänglich für Alphamannverhalten. Wir lieben Anführer, Leute, die einen gewissen Status ausstrahlen, gerade bei Männern ist es denke ich ein Konzept, dass sich positiv auf die allgemeine Bewertung auswirkt.

Hier auch noch einmal eine Beschreibung aus meinem Artikel über Alphamänner:

This is where I come to ‘The Alpha Male’, this is not a man that is controlling and over bearing, it is a man that is self-assured physically and emotionally within himself, not having to dominate externally as his confidence seeps through automatically. He is in control of himself therefore in control of his surroundings, he is not easily flustered and is willing to take risks and if they do not bare fruit he will quickly bounce back and move on to the next challenge. Obviously this can be translated into interactions with females but equally it could be situations at work, leisure activities and with family and friends.

Zu beachten wäre dann die Abgrenzung zu dem aggressiven Pseudoalpha, den man leider auch gerne in der Männerbewegung trifft. Das er nicht Herr der Lage ist merkt man bereits daran, dass er Frauen hasst und versucht, sich über Aggressivität aufzuwerten. Ihm fehlt die Entspanntheit und die Unaufgeregtheit, er kann nicht mit Kritik umgehen und muss alles in ein Freund-Feind-Schema einordnen. Er versucht zu dominieren, um so Status aufzubauen, aber man merkt, dass er nicht die richtige Sicherheit hat, mit der Welt nicht zurechtkommt, ein Außenseiter ist.

Der große Gatsby und die Oneitis

Gerade ist der Klassiker  „Der große Gatsby“ neu verfilmt worden – mit Leonardo DiCaprio als großer Gatsby

Die Handlung entspricht im wesentlichen dem Buch, so dass ich dessen Inhalt wiedergebe

Jay Gatsby, der Protagonist des Romans, ist ein junger Millionär und undurchsichtiger Geschäftsmann. Obwohl er in seinem Haus auf Long Island Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Alles, was er möchte, ist, die Vergangenheit zurückzuholen und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen zu sein. Aber in der Zeit, in der Gatsby in Frankreich im Ersten Weltkrieg kämpfte, heiratete Daisy den Millionär und Ex-Footballspieler Tom Buchanan und gebar eine Tochter mit dem Namen Pammy.

Der Ich-Erzähler der Geschichte ist Nick Carraway (Cousin zweiten Grades von Daisy), ein junger Aktienmakler, der in das alte Nachbarhaus von Gatsby einzieht.

Daisy ist zwischen ihrem Ehemann Tom Buchanan und Gatsby hin- und hergerissen, bis sie am Steuer von Gatsbys neuem Auto einen Unfall verursacht, bei dem Myrtle Wilson, Toms Geliebte, stirbt. Gatsby will aus Liebe die Schuld auf sich nehmen. Tom gibt Myrtles verzweifeltem Ehemann, George Wilson, den Hinweis, dass Gatsby der Besitzer des Unfallwagens sei. Daraus schließt Wilson, Gatsby habe den Unfall verursacht. Daraufhin erschießt Wilson Gatsby und anschließend sich selbst. Zu Gatsbys Beerdigung erscheint niemand außer dem Erzähler Nick und Gatsbys Vater, Henry C. Gatz (Gatsbys echter Name war James Gatz), sowie ein Charakter, der sich zuvor in seltsamer Weise über die „Echtheit“ der Bücher in Gatsbys Bibliothek äußerte und durch sein eigenartiges Auftreten eine Art Schlüsselrolle – insbesondere im Interpretationsversuch im Hinblick auf Gatsbys Bildung – spielt.

Wie man hier sieht macht Gatsby alles, was er tut, nur für seine geliebte Daisy, die ihn bereits im wesentlichen vergessen hatte. Er betet sie an, stellt sie auf ein Podest, vergöttert sie. Er hat das Haus gebaut, damit es ihr gefällt, er schaut sehnsüchtig zu ihr hinüber auf die andere Flussseite, er sucht die Nähe von Leuten, die ihn mit ihr zusammen bringen können, er versucht ihr alles recht zumachen, ist nervös, freut sich, dass er auf das grüne Licht vor ihrem Steg auf der anderen Flussseite schauen kann. Er veranstaltet die bei ihm stattfindenden Parties nur, damit auch sie einmal ihren Weg zu ihm findet. Sobald sie da ist, will er ihr beweisen, dass er gut genug für sie ist, qualifiziert sich die ganze Zeit selbst, während sie – obwohl bei ihr keinerlei besondere Tiefen zu erkennen sind – eh schon perfekt ist.

In allen Szenen, die nichts mit ihr zu tun haben ist er ein Alphamann, kommt sie dazu wird er zum Beta, der sich ihr zu Füßen wirft.

Er würde weitaus creepier wirken, wenn er nicht gleichzeitig dabei soviel Status aufgebaut hat und sie selbst eher nichts besonderes vorzuweisen hat.

Er glaubt, dass auch sie immer nur ihn geliebt hat, was angesichts der Zeit schon unwahrscheinlich ist.

Sein Gegenspieler, der Mann von Daisy, setzt demnach auch gleich auf eine radikalere Strategie:

Er demontiert dessen Status, zeigt, dass er nur ein Emporkömmling, der zudem mit der Mafia in Verbindung steht und provoziert ihn, was auch gut aufgeht. Er setzt noch ein Costly Signal drauf, indem er ihn nach der Demontage als so schwach ansieht, dass er ihn Daisy nach Hause fahren lässt.

Sogar in seiner Niederlage bleibt Gatsby ein Beta. Er übernimmt die Schuld für einen Unfall von Daisy, für eine Frau, die ihm gerade einen Korb gegeben hat.

„Unsicherheit aushalten – das ist männlich“

Matthias Lohre schreibt in seinem Buch „Milde Kerle“ etwas über den modernen Mann.

Lohre Milde Kerle

Lohre Milde Kerle

Aus einem Spiegel Interview mit dem Autor:

SPIEGEL ONLINE: Und das nervt Sie?

Lohre: Es ermüdet, wenn immer wieder das Klischee gebracht wird, dass diese männlichen Trottel nur halbwegs vernünftige Menschen werden, wenn eine Frau sie maßregelt wie früher die Mutter. Umgekehrt ist es nervig, wenn Frauen empathische Männer mit Schwächlingen verwechseln. Männer können sich nicht ändern, wenn Frauen ihr Verständnis von einem richtigen Mann nicht revidieren.

Da spricht er zwei interessante Punkte an. Einmal die Idee, dass die Frau sich den Mann passend zurechterziehen muss, der Mann als kleines Kind, bei dem die Mutter durch die Frau ersetzt wird. Gibt es natürlich. Die Frage wäre eben, wie häufig es ist. Und der Gedanke, dass Frauen Rollenbilder stabilisieren, indem sie bestimmte Vorstellungen ablehnen und empathische Männer als Schwächlinge abtun.

SPIEGEL ONLINE: Dann vervollständigen Sie doch mal bitte folgenden Satz: Frauen müssen über den modernen Mann wissen, dass…

Lohre: …er nicht so grundsätzlich anders ist als eine Frau. Es ist halt reizvoller, die Unterschiede zu suchen, aber es fällt zunehmend schwer zu sagen, was genuin männlich ist.

Genuin muss es ja auch nicht sein, wenn es nur Abstufungen sind. Aber es gibt grundsätzlich schon Unterschiede. Um so weiter die jeweiligen Leute auseinander liegen um so eher sollte man sich über die Unterschiede Gedanken machen.

SPIEGEL ONLINE: Sagen Sie es uns.

Lohre: Zu den eigenen Stärken und Schwächen zu stehen, auch wenn sie nicht dem klassischen heterosexuellen Männlichkeitsverständnis entsprechen. Dann hat man auch keine Angst mehr, gegen irgendwelche ungeschriebenen Gesetze zu verstoßen. Diese Unsicherheit und den Unterschied zum Rollenklischee auszuhalten – das ist männlich.

Die Umstände, die er da aufführt, passen alle gut zur Handicap-Theorie. Es sind in dieser Sicht Costly Signals. Wer stark ist, der kann sich eben auch außerhalb der Klischees bewegen.

SPIEGEL ONLINE: Und das tun milde Kerle? Man könnte den Eindruck gewinnen, das sind die Weicheier von früher, nur mit schickeren Hemden und mehr Haargel.

Lohre: Das täuscht. Das Weichei versucht, die Ansprüche von Frauen zu erfüllen. Ein milder Kerl ist im Gegensatz dazu emanzipiert. Er macht sich unabhängig vom grundsätzlichen Lob der Frauen.

Unabhängigkeit ist grundsätzlich gut. Also ein milder Kerl, der aber Selbstbewußtsein und Unabhängigkeit hat und eine gewisse Outcome Indifference hat, was Frauen angeht

 

Lohre: Genau. Das Buch richtet sich ja auch explizit an Frauen.

SPIEGEL ONLINE: Dann vervollständigen Sie doch mal bitte folgenden Satz: Frauen müssen über den modernen Mann wissen, dass…

Lohre: …er nicht so grundsätzlich anders ist als eine Frau. Es ist halt reizvoller, die Unterschiede zu suchen, aber es fällt zunehmend schwer zu sagen, was genuin männlich ist.

SPIEGEL ONLINE: Sagen Sie es uns.

Lohre: Zu den eigenen Stärken und Schwächen zu stehen, auch wenn sie nicht dem klassischen heterosexuellen Männlichkeitsverständnis entsprechen. Dann hat man auch keine Angst mehr, gegen irgendwelche ungeschriebenen Gesetze zu verstoßen. Diese Unsicherheit und den Unterschied zum Rollenklischee auszuhalten – das ist männlich.

SPIEGEL ONLINE: Und das tun milde Kerle? Man könnte den Eindruck gewinnen, das sind die Weicheier von früher, nur mit schickeren Hemden und mehr Haargel.

Lohre: Das täuscht. Das Weichei versucht, die Ansprüche von Frauen zu erfüllen. Ein milder Kerl ist im Gegensatz dazu emanzipiert. Er macht sich unabhängig vom grundsätzlichen Lob der Frauen.

SPIEGEL ONLINE: Sie auch?

Lohre: Ich habe beim Schreiben gemerkt, wie schwer das ist. Zum Beispiel dieser Quatsch, dass ich nur für mich selber Marathon laufe. Ich achte natürlich darauf, wie Frauen reagieren, wenn ich ihnen meine Zeiten sage. Anderes Beispiel: Ich habe mich dabei ertappt, dass ich mir einredete, ich wolle allein aus eigenem Antrieb beruflich erfolgreich sein. Natürlich geht es mir dabei auch darum, dem Bild vom echten Mann gerecht zu werden. Und der macht nun mal Karriere.

SPIEGEL ONLINE: Es ist also anstrengend, ein milder Kerl zu sein?

Lohre: Ja, weil man täglich widersprüchlichen Anforderungen ausgesetzt ist.

SPIEGEL ONLINE: Welchen?

Lohre: Sei ein guter Verdiener, der die Windeln wechselt. Sei emotional, aber nicht so sensibel. Zeige den eigenen Status, aber gib nicht an. Flirte, aber hab keine Angst davor, zurückgewiesen zu werden. Sieh gepflegt aus, ohne dass man dir den Aufwand anmerkt. Deshalb hakt es oft in Beziehungen – Männer können machen, was sie wollen, und es ist nicht genug. Sich das bewusst zu machen, scheuen aber viele wie alkoholfreies Bier. Da könnte ja rauskommen, dass man Ängste oder Schwächen hat.

Meiner Meinung nach wirkt das Konzept hauptsächlich widersprüchlich, weil er es falsch versteht. Es geht eben um den Alphamann mit gesunden Gefühlen. Es geht auch hier darum, alles mit einer gewissen Leichtigkeit zu erledigen, costly signals eben. Letztendlich ist es wohl einfacher zu verstehen, wenn man sich verdeutlicht, dass man Attraktion und Komfort bedienen sollte. Und auch bei den klassischen Attractionswitches wird deutlich, dass man eben Anführer sein kann, aber gleichzeitig Gefühle zeigen kann, wenn man Leute mag.

Status macht attraktiv: Silvio Berlusconi

Silvio Berlusconi hat eine neue Lebensgefährtin, mit der er sich verlobt hat.

Silvio_Berlusconi_(2010)

Silvio Berlusconi

 

Hier was man bisher über sie weiß:

Die „Neue“ heiße Francesca, sei 28 Jahre alt und stamme aus Neapel. „Sie ist ein hübsches Mädchen, das sieht man, aber noch mehr zählen ihre inneren Werte“, sagte der skandalerprobte „Cavaliere“. Francesca habe klare moralische Prinzipien und sei immer fröhlich. „Sie liebt mich sehr und ich liebe sie auch sehr.“(…)

Er kenne Francesca schon seit sieben Jahren, sagte Berlusconi. Sie sei Chefin eines Fanclubs „Silvio, wir vermissen Dich“ in Neapel gewesen, und so habe er sie getroffen. Sie habe Geld gesammelt, um ein Kleinflugzeug mit dem Banner „Silvio, wir vermissen Dich“ über seiner Ferienvilla auf Sardinien aufsteigen zu lassen. Dann habe sie die Aufschrift in „Silvio, ich vermisse Dich“ umgeändert.

„Dann hat sie für meine Partei gearbeitet und kam mir allmählich näher“, sagte Berlusconi. „Ich hatte die Gelegenheit, sie zu treffen und ihre Arbeit schätzen zu lernen.“

Hier zudem noch ein Foto von ihr

Francesca-pascale

Francesca Pascale

 

Nett anzuschauen. Klar, vielleicht will sie sich nur mit ihm profilieren und ihn als Sprungbrett für eine Karriere benutzen. Aber ihr Einsatz in einem eigenen Fanclub ist schon interessant.

Auch eine interessante Stelle, die ich gelesen habe:

Jetzt demonstrieren zwar einige Frauen. Doch es waren vor allem Italiens Frauen, die Berlusconi bisher gewählt haben, trotz allem. Und die in den 70er Jahren so prominente feministische Bewegung ist in Italien heute fast tot. Vielleicht geschieht nun ein Erweckungswunder, aber bei seinen Wählern wirklich geschadet haben Berlusconi die ganzen Sex-Affären nicht. Berlusconi hat sich nur gekauft, was viele Männer sich gerne leisten würden, in allen politischen Lagern (oder was sie sich mit Geld oder Macht auf allen Ebenen ohnehin leisten).

Andere Artikel:

 

Männliche Dominanz und Attraktivität

In der gestern behandelten Studie waren zwei interessante Studien zu männlicher Dominanz und der Attraktivitätsbewertung durch Frauen enthalten.

In der ersten Studie geht es darum, wie sich die Vorliebe für Dominanz zum Zyklus der Frau verhält:

Recent studies have reported that women exhibit elevated preferences for behavioral dominance in potential mates on higher fertility days of the menstrual cycle. This study was designed to test which hormonal signals may be associated with such cycle phase shifts in dominance preferences. Women indicated their mate preferences for dominant personality traits, and self-reported cycle day was used to estimate each woman’s levels of estrogen, FSH, LH, progesterone, prolactin, and testosterone on her day of testing. Women’s preferences for dominance in long-term mates were elevated on cycle days when estrogen is typically elevated, including during the luteal phase when conception is not possible. Preferences for dominance in short-term mates were highest on cycle days when LH and FSH are typically peaking. These findings support the existence of two types of hormone-regulated psychological mechanisms, each of which is proposed by a distinct functional theory of menstrual phase preference shifts: (1) a between-cycle mechanism that increases preferences for dominance in long-term mates during more fertile cycles characterized by higher estrogen, and (2) a within-cycle mechanism that couples enhanced preferences for dominance in short-term mates to the timing of ovulation

Quelle: Estimated hormones predict women’s mate preferences for dominant personality traits (Volltext, PDF)

Hier die wesentlichen Daten:

3.2. Results for ratings of long-term mate attractiveness

Among the sub-sample of women not using hormonal contraceptives who rated traits for long-term mate attractiveness (n = 42), the zero-order correlation between estimated estrogen and dominance preference was marginally significant, r = .30, p = .057. However, the effect of estrogen became much stronger when dominance preferences were simultaneously regressed on all of the hormones presented in Table 1, b = .57, p = .008 (no other hormones exerted significant influences in this model). Fig. 2A suggests that this estrogen effect was generated as much by an elevation of dominance preferences in the mid-luteal phase (when estrogen is also elevated) as by an elevation during the fertile window; consistent with this, the size of the zero-order correlation between estrogen and dominance preference became slightly larger when analyses were restricted to women tested during the luteal phase (n = 17), r = .37, p = .145. 3.3.

Results for ratings of short-term mate attractiveness

A somewhat different pattern emerged among the sub-sample of women who rated traits for short-term mate attractiveness (n = 50). The zero-order correlation between estimated estrogen and dominance preference was positive but not significant, r = .22, p = .13, whereas both estimated LH, r = .31, p = .03, and estimated FSH, r = .30, p = .032 were significantly correlated with dominance preferences. When dominance preferences were regressed on all of the hormones presented in Table 1, there was a marginally significant positive effect only for LH, b = .47, p = .081. When FSH was substituted for LH in the model, FSH became the only significant predictor of dominance preferences, b = .44, p = .043 (the influence of estrogen in this model was positive but not significant, b = .33, p = .174). Fig. 2B suggests that this LH/FSH effect was likely a product of the sharp mid-cycle peak in dominance preferences seen among women rating for short-term mate attractiveness.

Die Schwankungen mit dem Hormonspiegel waren also nicht so stark, aber nachweisbar.

Aus der Diskussion:

Between-cycle theory proposes mechanisms that read estrogen concentrations as evidence of the fertility of a current cycle in order to up-regulate scrutiny of men’s sexual attractiveness in more vs. less fertile cycles. The theory posits a simple prediction that higher estrogen will be associated with stronger attraction to components of sexual attractiveness, regardless of whether the estrogen elevations occur during the fertile window. Our findings for ratings of long-term mate attractiveness (and for results collapsed across rating contexts) were consistent with this prediction, as we found elevated preferences for dominance on days when estrogen tends to be elevated, including during parts of the luteal phase when conception is not possible. Mixed-mating theory does not directly predict such luteal phase preference elevations, although the luteal phase patterns could be by-products of a mechanism that uses estrogen to index the timing of the fertile window. In sum, the results for ratings of long-term attractiveness were directly consistent with the predictions of between-cycle theory, but might also be explained as by-products of the mechanisms proposed by mixed-mating theory.

Preferences for dominance in short-term mates, on the other hand, were more tightly coupled to the fertile window, with a pronounced peak on the days that LH and FSH are typically peaking. This pattern is consistent with mixed-mating theory’s postulation of evaluative mechanisms that hone in on markers of phenotypic quality in potential sexual partners on the precise days of the cycle that conception is most likely. In conjunction with the findings for long-term ratings, then, our overall findings are consistent with the existence of two general types of mechanisms: a between-cycle mechanism that reads estrogen concentrations and operates specifically on judgments of potential long-term mates, and a within-cycle mechanism that reads hormonal signals associated with the fertile window and operates specifically on judgments of potential short-term sexual partners.

Es gibt also zwei interessante Punkte, bei denen Dominanz eine Rolle spielt: Einmal bei einer Langzeitbetrachtung, bei der die jeweilige allgemeine Fruchtbarkeit eine Rolle für die Bewertung der Attraktivität von Dominanz spielt und eine Kurzzeitbetrachtung, bei der die konkrete im Moment bestehende Fruchtbarkeit eine Rolle spielt. In beiden Fällen ist jeweils mit höherer Fruchtbarkeit Dominanz attraktiver.

Es wäre demnach zu vermuten, dass weiblicherer Frauen im Schnitt eher dominante Männer interessant finden, männlichere Frauen dies allerdings in einem geringeren Maße tun. Vielleicht auch ein Grund, warum diese Theorien im feministischen Bereich eher auf Unverständnis stoßen, da hier meiner Vermutung nach viele männlichere Frauen vorhanden sein müssten, da gerade diese die Geschlechterrollen als belastender empfinden sollten.

Die zweite Studie geht in die gleiche Richtung:

Women prefer both the scent of symmetrical men and masculine male faces more during the fertile (late follicular and ovulatory) phases of their menstrual cycles than during their infertile (e.g., luteal) phases. Men’s behavioral displays in social settings may convey signals that affect women’s attraction to men even more strongly. This study examined shifts in women’s preferences for these behavioral displays. A sample of 237 normally ovulating women viewed 36 or 40 videotaped men who were competing for a potential lunch date and then rated each man’s attractiveness as a short-term and a long-term mate. As predicted, women’s preference for men who displayed social presence and direct intrasexual competitiveness increased on high-fertility days relative to low-fertility days, but only in a short-term, not a long-term, mating context. These findings add to the growing literature indicating that women’s mate preferences systematically vary across the reproductive cycle.

Quelle: Women’s Preferences for Male Behavioral Displays Change Across the Menstrual Cycle

Also zumindest bezüglich der Kurzzeitstrategie ein ähnliches Ergebnis, wobei bei der anderen Studie insbesondere ein Hoch in der Mitte des Zyklus für die Langzeitstratgie und das Verhältnis von Dominanz interessant war.

Zu den Kriterien findet sich in der Studie das Folgende:

Although scent and facial attractiveness may importantly affect women’s attraction to men (Buss & Schmitt, 1993; Herz & Cahill, 1997; Regan & Berscheid, 1995), men’s behavior—how they interact with women and other men—may be even more important determinants of attraction. Women prefer men who display self-assurance and stand up for themselves with other men, but who exhibit warmth and agreeableness (e.g., Cunningham, Druen, & Barbee, 1997; Graziano, Jensen-Campbell, Todd, & Finch, 1997; Jensen-Campbell, Graziano, & West, 1995). The former attributes, which reflect intrasexual competitiveness, may partly function as signals of genetic benefits (i.e., broadly defined heritable condition) that are also conveyed by facial masculinity and developmental stability.

Auch hier findet sich also die Einteilung in Dominanz auf der anderen Seite aber komfortbezogene Elemente auf der einen Seite. Dominanz wird hier als Ausdruck der Fähigkeit beurteilt sich innerhalb einer intrasexuellen Konkurrenz durchzusezten, also gut darin zu sein, sich in einer Männergruppe und der dort herrschenden Konkurrenz durchzusetzen. Wer sich bewusst macht, wie wichtig für hierarchisch lebende Tiere die soziale Hierarchie ist, der erkennt auch schnell die Bedeutung der Domianz in diesem Bereich und dessen Wichtigkeit als Partnerwahlkriterium.

Hier die Werte in einer Tabelle:

Man sieht hier, dass sowohl Attraktivität als auch die Fähigkeit in intrasexueller Konkurrenz zu bestehen hohe Werte haben.

Eine weitere Studie behandelt das Thema unter dem hier bereits häufiger besprochenen „Nice Guy“ Oberbegriff:

Aus der Studie:

We examined whether or not different behavioral expressions of dominance by a male affected how introverted and extraverted women rated his sexual attractiveness. We assessed 81 women on the extraversion scale of the Eysenck Personality Questionnaire–Revised Short Scale (Eysenck & Eysenck, 1991), and they then watched a 1-minute silent video of a male confederate in 3 dominance conditions (closed body posture [low], open body posture , and open body posture with gesticulation [high]) and rated the male for sexual attractiveness. Results showed that higher dominance behavior significantly increased the confederate’s attractiveness, accounting for 10% of the variance in attractiveness ratings. However, the women’s personalities appeared to have no significant effect on these ratings. These results are discussed in relation to extant literature on the phenomenon that women do not select “nice guys” in preference to other men.

Quelle: DO WOMEN PREFER “NICE GUYS”? THE EFFECT OF MALE DOMINANCE BEHAVIOR ON WOMEN’S RATINGS OF SEXUAL ATTRACTIVENESS

Aus der Studie:

The results showed only partial support for our hypotheses. First, we found a significant main effect of the dominance condition on ratings of attractiveness, which generally supports previous research in which similar experimental methods were used (e.g., Renninger et al., 2004; Sadalla et al., 1987). It is noteworthy that, even in this highly controlled experimental setting, slight changes to the posture (i.e., sitting position) of a male significantly increased his levels of attractiveness. This indicates that women may use simple nonverbal signals of dominance as criteria for male attractiveness. Thus, our results contribute to extant literature on the “nice guys finish last” phenomenon by showing that dominant body postures do result in higher ratings of sexual attractiveness. Of course, this is not to argue that other variables, such as prosocial orientation, do not mediate these results. Rather, when operationalized independently, dominant nonverbal behavior appears to increase women’s ratings of men’s attractiveness. Neither a significant main effect of participant personality nor a significant interaction between personality and dominance conditions was found. These results suggest that extraverted and introverted women both perceive dominant men as being higher in sexual attractiveness. It may be the case that dominance, as an interpersonal trait, is a desirable trait, regardless of the observer’s personality

Auch hier zeigt sich also, dass dominantere Männer als attraktiver wahrgenommen werden, und dies wohl übereinstimmend über die verschiedenen Persönlichkeiten der Frauen.

Angesichts der Bedeutung der intrasexuellen Konkurrenz nicht verwunderlich.

Die dunkle Triade („Dark Triad“) als evolutionäre Kurzzeitpaarungsstrategie

Ein interessantes Konzept ist die „dunkle Triade“:

The Dark Triad is a group of three personality traits: narcissism, Machiavellianism and psychopathy, all of which are interpersonally aversive.[1][2][3] The Dark Triad refers to three theoretically distinct but empirically overlapping personality constructs.[4][5] The term reflects the perception that these three diagnostic categories, have at least some common underlying factors:[6][7] The narcissistic personality (in the clinical sense) is characterized by a grandiose self-view, a sense of entitlement, lack of empathy, and egotism. On some theories, such as Kohut’s, it is associated with protection of a radically weak, shamed, or damaged self.[8] The Machiavellian personality is characterized by manipulation and exploitation of others, with a cynical disregard for morality and a focus on self-interest and deception.[9] The psychopath, or antisocial personality, is characterized by impulsive thrill-seeking, and in its „primary“ form by selfishness, callousness, lack of personal affect, superficial charm, and remorselessness. All three characters involve a callous-manipulative interpersonal style,[10] and are considered aversive. Jakobwitz and Egan carried out a factor analysis and found agreeableness strongly dissociated with all dark triad personality types, but other factors (neuroticism, lack of conscientiousness) were associated only with some members of the triad. However, more recent evidence suggests that agreeableness has nothing to do with the core of the Dark Triad. Instead the common variance is accounted for by callousness and manipulation,[11] otherwise known as „Factor 1“ of psychopathy according to Hare.[12] In other words, once callousness and manipulation are accounted for, the Dark Triad are unrelated to each other.

Es sind also bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die gerade in der Kombination eine gewisse Wirkung entfalten sollen. Zur Herleitung hat die Wikipedia das Folgende:

Most work on the Dark Triad points to correlations with aggression,[28] racism,[29] and bullying.[30] for evidence of the aversive nature of these traits. In general, most researchers treat these traits as pathological, something that needs to be treated, and inherently bad. However, some argue that this view of the traits is the result of researchers having an implicit group selection orientation towards personality traits. [edit]As mating strategy Moreover, the time-course of the benefits are an important consideration. These traits appear to predispose individuals to short-term rewards and relationships over long-term rewards and benefits. Although advanced societies attempt to promote long-term thinking (environmental protection, saving money for retirement), there are reproductive benefits for the individual for thinking and acting on a shorter time-course.[31] Consistent with this perspective, those high on the Dark Triad tend to have an accelerated mating strategy, reporting more sex partners, more favorable attitudes towards casual sex,[31] lowered standards in their short-term mates,[32] a tendency to steal or poach mates from others,[33] more risk-taking in the form of substance abuse,[34] a tendency to prefer immediate but smaller amounts of money over delayed but larger amounts of money,[35] limited self-control and ADHD symptoms[36] and a pragmatic and game-playing love style.[37] These traits have been identified as part of a fast life strategy that appears to be enacted by an exploitative, opportunistic, and protean approach to life in general[38] and at work.[39] However, the research pertaining to the Dark Triad as a mating strategy is based almost exclusively on college students, which limites generalizability. Further, there is research to suggest empirical inconsistency. For example, using established measures of the Dark Triad, these traits are not universally short term oriented [40] nor are they all impulsive.[41] In addition, much of the research reported pertaining to the Dark Triad cited in the above paragraph is based on statistical procedures that erroneously assume the Dark Triad are a single construct, in spite of genetic [42] and meta-analytic evidence to the contrary.[43] Readers are especially cautioned against drawing conclusions based on research that: (a) is solely represented by student samples while claiming to study evolutionary or mating research, (b) rely only on self-report data when analyzing personality traits known for interpersonal deception.

Zu dem Thema auch die folgenden Artikel:

Heartiste fasst es wie folgt:

Narcisisstic, irrational self-confidence is more attractive to women than modest, rational defeatism. (See: Poon Commandment XI) – Being a rule breaker (a form of psychopathy) is attractive to women. (Playing by the rules will win you plaudits from polite society, but it won’t help you get pussy.) – Using people for personal gain is attractive to women – The Dark Triad works best for short term sexual hookups (the kinds of mating opportunities most men would jump at if they were easy to get). LTRs require a small but significant infusion of beta provider game to remain healthy and satisfying for any woman – Being disagreeable (an asshole, that is) is attractive to women. – Being power-hungry is attractive to women. – Never sweating the small stuff is attractive to women. – In other words, being an aloof, uncaring asshole — an amalgamation of all the above traits — makes you optimally attractive to the greatest number of hot chicks. – Contrary to feminist flailing to gender equalize the attractiveness of assholes by claiming that men prefer bitches, this study conclusively shows that the Dark Triad suite of asshole traits works better for men than it does for women. That is, men don’t dig bitches. – None of the above would ever be admitted by women, so don’t bother asking them.

Hier noch zwei Studien zu dem Thema:

This survey (N ¼ 224) found that characteristics collectively known as the Dark Triad (i.e. narcissism, psychopathy and Machiavellianism) were correlated with various dimensions of short-term mating but not long-term mating. The link between the Dark Triad and shortterm mating was stronger for men than for women. The Dark Triad partially mediated the sex difference in short-term mating behaviour. Findings are consistent with a view that the Dark Triad facilitates an exploitative, short-term mating strategy in men. Possible implications, including that Dark Triad traits represent a bundle of individual differences that promote a reproductively adaptive strategy are discussed. Findings are discussed in the broad context of how an evolutionary approach to personality psychology can enhance our understanding of individual differences

Quelle:   The Dark Triad: Facilitating a Short-Term Mating Strategy in Men (Volltext/PDF)

Und die zweite Studie:

The Dark Triad – narcissism, Machiavellianism, and psychopathy – have traditionally been considered to be undesirable traits. However, emerging work suggest that not only may there be a positive side to possessing these traits but they may also serve important adaptive functions, even if the strategies associated with them are viewed as socially undesirable. In an online survey (N = 336), we investigated the costs and benefits of the Dark Triad within the domain of mating psychology. The social style and lower order personality traits of the Dark Triad traits facilitated increased mateships in the form of poaching mates from others and being poached oneself to form mateships, pointing to possible benefits of possessing the Dark Triad traits. However, the costside was evidenced with rates of mates abandoning their current relationship for a new one. Mate retention is a problem faced by those with these traits and the tactics used to retain mates were characteristic of the Dark Triad: aggressive and narcisstic. Results are discussed using an adaptionist paradigm

Quelle: The costs and benefits of the Dark Triad: Implications for mate poaching and mate retention tactics

Gerade die letzte Studie macht deutlich, dass es eine Kurzzeitstrategie ist. Die Männer werden in der Regel eben auch schnell wieder verlassen, weil sie nicht ausgeglichen genug sind.

Alphamänner

In verschiedenen Diskussionen ging es bereits um Alphamänner und die Frage, ob es dieses Konzept auch bei Menschen gibt und was es hier bewirkt:

Zunächst bietet sich ein Blick ins Tierreich an:

In social animals, the alpha is the individual in the community with the highest rank. Where one male and one female fulfill this role, they are referred to as the alpha pair (the term varies when several females fulfill this role – it is extremely rare among mammals for several males to fulfill this role with one female). Other animals in the same social group may exhibit deference or other symbolic signs of respect particular to their species towards the alpha.

The alpha animals are given preference to be the first to eat and the first to mate; among some species they are the only animals in the pack allowed to mate. Other animals in the community are usually killed or ousted if they violate this rule. Animals tend to live in groups with a specific social order due to their natural tendency. The leader of the pack is called the alpha male, while there may also be an alpha female depending on the species. In wolves, the alpha animal tends to be the strongest and maintains his position as the alpha male by defeating other challengers in combat.[1]

The status of the alpha is often achieved by means of superior physical prowess, though it can also be determined by social efforts and building alliances.[2] The individual in the alpha position usually changes when another challenges it to a fight, in some species to the death, and wins. Consequently, alphas may have to fight individuals in their own group several times to maintain their position throughout their lifetimes, though they do not live under constant attack from challengers.

Und auf unsere nächsten Verwandten , die Primaten:

Chimpanzees show deference to the alpha of the community by ritualised gestures such as bowing, allowing the alpha to walk first in a procession, or standing aside when the alpha challenges.

Gorillas use intimidation to establish and maintain alpha position. A study conducted regarding the reproductive behavior of male mountain gorillas (Gorilla beringei beringei) found further evidence that dominant males are favoured to bear offspring, even when there are a greater number of males in a notably enlarged group size. The study also concluded that mating between alpha, beta, and gamma males was more consistent, compared to what had been thought earlier.[4]

A study on the association of alpha male and female during the nonbreeding season in wild Capuchin monkeys (Cebus apella nigritus) examined whether Alpha males are the preferred mate for females and, secondly, whether female-alpha status and relationship to the alpha-male can be explained through the individual characteristics and or social network of the female. [5] The results indicated that the alpha male Capuchin are the preferred mate for adult females. However, only the alpha females had strong interactions with the alpha males by virtue of a dominance hierarchy among the females in which only the most dominant and strong females were able to interact with the alpha male.[5]

Verschiedene Punkte deuten darauf hin, dass es vergleichbare Strukturen auch beim Menschen gibt:

  • Hypergamy
  • Vorliebe für große Männer
  • der Wunsch von Männern in Hierarchien aufzusteigen und sich in Wettbewerben zu messen
  • Beobachtungen bei Kindern, bei denen Jungen eher eine klare Gruppenhierarchie aufbauen.
  • Tiere in sozialen Gruppen sind für Hierchiebildungen besonders geeignet. Eine hohe Position in der Hierarchie ist dabei ein gutes Merkmal für gute Gene, weil es erfordert, dass man sich in einer intrasexuellen Konkurrenz durchsetzt. Es bietet sich demnach auch als Merkmal für eine sexuelle Selektion an. Von der gemeinsamen Primatenerblinie haben sich zunächst die Gorillas abgespalten, dann später trennten sich Mensch und Schimpanse, wobei diese Linie sich noch einmal aufgespalten hat. Da sowohl Gorilla als auch Schimpanse, wie bei sozialen Gruppentieren zu erwarten, Hierarchien ausbilden und die Alphatiere dort attraktiv sind, wird zumindest ein gemeinsamer Vorfahre diese Attraktivitätsmerkmale ebenfalls abgespeichert haben. Unsere Vorlieben für Hypergamy bei Frauen und Wettbewerb und hohe soziale Positionen gerade bei Männern spricht vieles dafür, dass wir diese Kritierien beibehalten haben.

Die Frage ist aber, in welcher Form Menschen Hierarchien aufbauen und welchen Anteil davon Menschenfrauen – wenn denn überhaupt einen – attraktiv finden.

Hierzu ist vielleicht zunächst eine Betrachtung von Hierarchieaufbauten aufgrund von Dominanz interessant:

The most basic interaction that establishes a Dominance Hierarchy is the dyad, or paired interaction among individuals. To study the formation of hierarchies, scientists have often used the dyadic method, in which two individuals are forced to interact isolated from others. All individuals in the group are paired with each other (i.e. a round-robin), in isolation, until a hierarchy can be deduced. The process of deducing the hierarchy involves the construction of a dominance matrix, in which wins/ties are expressed in relation to each member of the group.

Recently, it has been postulated that paired interactions alone cannot account for the emergence of dominance hierarchies. This is because in nature, such paired interactions rarely occur in isolation. Thus, a relatively new concept has now emerged in animal behavior: the study of socially embedded dyads. Such phenomena as the audience effect, the context-dependent audience effect in Betta fish (Betta splendens), the observer effect, and the winner-loser effect[citation needed], may play important roles in the formation of dominance hierarchies in social groups. Furthermore, it has been argued that the social group forms a complex signaling network: interactions that occur among just two individuals of the group are in turn affected by other signals transmitted by individuals in direct communication with them. In many animals, these putative signals can include postural changes, as well as changes in “state” (such as color changes).

Individuals with greater hierarchical status tend to displace those ranked lower from access to space, to food and to mating opportunities. Thus, individuals with higher social status tend to have greater reproductive success by mating more often and having more resources to invest in the survival of offspring. Hence it serves as an intrinsic factor for population control, insuring adequate resources for the dominant individuals and thus preventing widespread starvation. Territorial behavior enhances this effect.[1][2]

These hierarchies are not fixed and depend on any number of changing factors, among them are age, gender, body size, intelligence, and aggressiveness.For instance, in linear hierarchies the top ranked individual (“alpha”) is usually replaced by its direct subordinate (“beta”), that assume its role in the group and gain the same benefits. In eusocial species, decrease of fertility is among the main reasons for ranking displacement.

Die Grundsätzliche Idee eines Alphamannes ist also durchaus im Tierreich und bei den Primaten weit verbreitet. Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass dieses Konzept auch beim Menschen noch seinen Platz hat.

Denn Menschen bilden üblicherweise Hierarchien aus, wenn sie sich treffen. Analysen von Präsidentendebatten in Amerika zeigen, dass sich meist einer der beiden Kandidaten dem anderen etwas mehr anpasst, eine höhere Stimme annimmt, also einen niedrigeren Status annimmt. Es ist üblicherweise derjenige, der später nicht gewählt wird.

Auch ansonsten haben wir Hierarchien, neigen dazu Anführergestalten zu verehren, haben eine gewisse Unterwürfigkeit gegen statushohen Personen, zB Promis etc. Das Konzept schein insoweit tief in uns verankert zu sein.

Weil Status damit auch in der menschlichen Gesellschaft viele Vorteile bringt, spricht vieles dafür, dass es auch ein Attraktivitätsmerkmal gerade bei Frauen ist. Denn eine Selektion auf Partner, die hoch in der Hierarchie stehen, bedeutet eben, dass diese eine intra- und heute auch intersexuelle Konkurrenz erfolgreich besiegt haben, die auch nach oben wollte und lässt damit zum einen auf gute Gene und zum anderen auch auf einen guten Zugang zu Ressourcen hoffen.

Demnach wäre es wohl eines der aussagekräftigsten Kriterien.

Das Status als attraktiv wahrgenommen wird, ist in diesem Blog bereits häufig Thema gewesen. Die Abgrenzung zum Alphamannbegriff ist nicht ganz einfach. Ich würde sagen, dass Status auf verschiedenen Wegen dargestellt werden kann, und das um so komplexer, um so komplexer die Gesellschaft ist.

Was Status vom Alphamann unterscheidet wäre, dass das Alphamannkonzept vielleicht noch eher ein steinzeitliches Gruppengefüge wiedergibt und Statusaufbauen, die erst in der Neuzeit entstanden sind, eher missachtet.

Der Alphamann wäre demnach der, der unabhängiger von der Gruppe ist und sich nicht von dieser seinen Willen vorgeben lässt, sondern eher der Gruppe von Leuten seinen Willen vorgibt. Oder der, dem die Leute eher Vertrauen und als Anführer wählen würden, ohne dass man Zusatzfaktoren wie Reichtum etc berücksichtigt. Dem also die Gruppe folgen würde, weil sie es will, der aber nicht der Gruppe folgt.

Hier wäre eine Definition aus einem Blog:

This is where I come to ‘The Alpha Male’, this is not a man that is controlling and over bearing, it is a man that is self-assured physically and emotionally within himself, not having to dominate externally as his confidence seeps through automatically. He is in control of himself therefore in control of his surroundings, he is not easily flustered and is willing to take risks and if they do not bare fruit he will quickly bounce back and move on to the next challenge. Obviously this can be translated into interactions with females but equally it could be situations at work, leisure activities and with family and friends.

Im Pickup werden auch verschiedene Charakteristika des Alphamannes diskutiert. hier beispielsweise eine Aufstellung von Mystery:

Mystery tells his students that there are a number of traits that all Alpha Males possess:

1. Alpha Males smile.

2. Alpha Males are well-groomed.

3. Alpha Males are the social center of the room.

4. Alpha Males have a sense of humor.

5. Alpha Males connect well with other people.

6. Alpha Males are confident.

Eine Aufstellung, die deutlich macht, dass der Alphamann bei Menschen nicht einfach der ist, der den anderen verkloppen kann, wie etwa bei Gorillas und zu einem gewissen Teil auch bei den Schimpansen, sondern das ganze wie bei sehr sozial lebenden Tieren nicht anders zu erwarten, in eine soziale Komponente eingebunden ist.
Hier mal etwas Kritik an dem Begriff:

There is no good reason to believe that humans evolved in hierarchical tribes between tens of thousands to two million years ago. To the contrary, there is a mountain of evidence showing that humans evolved in largely egalitarian bands that punished attempts of dominance with social sanctioning, banishment, and death (Boehm 1999). Yes, that’s basically saying that alpha males got offed by their social group — not exactly a benefit to reproduction. It appears that human ancestors likely lived in dominance hierarchies sometime in our distant past, but probably prior to the evolution of the hominin (human) line (Boehm 1999; Debreuil 2010). These works indicate that whatever “alpha” dominance tendencies evolved in our remote ancestors has most likely been evolving in the opposite direction for a couple million years. Among related primate ancestors, we see varying levels of dominance hierarchies, but the most recent common ancestor likely dates to 6 million years ago — a very far cry from merely “tens of thousands of years ago.” It must also be noted that as an evolutionary process, these behavioral traits exist on a continuum, and can’t be precisely mapped on a timeline. However, the “tribal” evolution narrative appears to be simply wrong.

Evolutionary argument against tribal alpha-male narrative

Without going into tedious detail, it’s unlikely that the alpha-male behavioral type (however imprecise that classification may be) is particularly adaptive. Traits that confer significant reproductive advantage tend to spread through a population rapidly. That basically means that traits that consistently vary widely among a species are probably not under significant selection pressures. If being alpha was the ne plus ultra of mate wooing strategies, there would be a whooooooollle lot fewer “betas.”

Hier wird aber deutlich, dass dem Verfasser dabei der aggressive Alphamann vor Augen stand und nicht der sozial eingebundene, der die Leute auch durch Charisma und Persönlichkeit anführt. Ihm zuzustimmen ist aber, dass wir anscheinend weitere Wege eingeschlagen haben und nicht alleine auf Alphamannstrategien setzen. Das schließt aber gleichzeitig nicht aus, dass Alphamänner als überaus attraktiv gelten und damit durchaus für einen hohen Teil der Männer interessant sind.

Ein Versuch einer Darstellung der Hierarchien findet sich bei „Alpha Game„, aus der ich ein paar Typen herausgreife:

Alpha: The alpha is the tall, good-looking guy who is the center of both male and female attention. The classic star of the football team who is dating the prettiest cheerleader. The successful business executive with the beautiful, stylish, blonde, size zero wife. All the women are attracted to him, while all the men want to be him, or at least be his friend. At a social gathering like a party, he’s usually the loud, charismatic guy telling self-flattering stories to a group of attractive women who are listening with interest. However, alphas are only interested in women to the extent that they exist for the alpha’s gratification, physical and psychological, they are actually more concerned with their overall group status.

Und in Abgrenzung dazu, der Sigma:

Sigma: The outsider who doesn’t play the social game and manage to win at it anyhow. The sigma is hated by alphas because sigmas are the only men who don’t accept or at least acknowledge, however grudgingly, their social dominance. (NB: Alphas absolutely hate to be laughed at and a sigma can often enrage an alpha by doing nothing more than smiling at him.) Everyone else is vaguely confused by them. In a social situation, the sigma is the man who stops in briefly to say hello to a few friends accompanied by a Tier 1 girl that no one has ever seen before. Sigmas like women, but tend to be contemptuous of them. They are usually considered to be strange. Gammas often like to think they are sigmas, failing to understand that sigmas are not social rejects, they are at the top of the social hierarchy despite their refusal to play by its rules.

Während der Alpha also eher die Regeln der Gruppe vorgibt und in ihr Bestätigung sucht, würde der Sigma sich außerhalb der Gruppe sehen und einfach machen, was er will (Für Beispiele vgl. Krausers Beitrag)

Alphas wären danach in die Gruppe eingebundene klassische Anführer mit Charisma und Durchsetzungskraft.

Ein interessante Definition findet sich auch in dem Artikel „Butchering the Alpha“ indem zunächst das (dort angenommene) Konzept eines Alphamannes im Pickup ordentlich zur Schnecke gemacht wurde:

Here’s what I think is the crux of the entire Be Alpha movement without blanketing our worldview with black-and-white perspectives: establishing and asserting our individual boundaries.

When the neophyte is experiencing his first Alpha awakenings, it’s not that he’s getting free drinks that is making him successful, and it’s not that he’s able to intimidate another guy away from talking to a girl. It’s not even that he’s acting confidently. For the first time in his life, he’s establishing boundaries around who he is and what he wants, and he asserts control within those boundaries. That’s all. Everything else was just a mirage to get him to work up the nerve to take action.

A new-definition Alpha Male has complete control over his boundaries, so if he CHOOSES to act selflessly, to act compassionately, to sacrifice himself, or even to take a backseat and let others shine, he can. That’s the mark of the True Alpha Male, the man who has utter control over his boundaries and how he enmeshes himself into any social situation. He feels no NEED to overcompensate or to dominate or to intimidate, although he CAN if he wishes. He feels no NEED to sacrifice or lay down for anyone, but if the appropriate situation arises, he can do that if he wishes as well.

And most of all, he recognizes that women are unique and their desires and needs are complex, shifting and changing with the place, time and the even moons. He recognizes that not every woman will always be attracted to who he is or how he represents himself…

…and that’s fine.

Das wäre also ein Alpha, bei dem insbesondere das Insichruhen und die Selbstsicherheit aufgrund klarer Grenzen betont wird. Die Kritik geht meiner Meinung nach leicht an der Sache vorbei, weil dieses Schwarz-Weiß Bild im Pickup nicht so stark gepflegt wird, wie er es hier darstellt, denn es wird beispielsweise gerade nicht davon ausgegangen, dass dich jede Frau will, sondern dass man eben mit bestimmten Verhalten nur die Chancen verbessert. Aber es greift einen wichtigen Teil heraus, dass setzen der eigenen Grenzen und das Handeln aus ihnen heraus. Das rückt diese Alphamannbeschreibung allerdings auch sehr in die Nähe des Sigmas.

Frauen, die auf Gewaltverbrecher stehen (Hybristophilia)

Nach jedem Massenmord, insbesondere solchen mit „Botschaft“  liest man irgendwann die gleiche Schlagzeile: Der inhaftierte Massenmörder bekommt Liebesbriefe in die Zelle und Frauen bekunden, dass sie ihn anziehend finden.

Das Phänomen hat einen Namen: Hybristophilia:

Hybristophilia „is a paraphilia of the predatory type in which sexual arousal, facilitation, and attainment of orgasm are responsive to and contingent upon being with a partner known to have committed an outrage, or crime, such as rape, murder, or armed robbery.“ The term is derived from the Greek word „hybridzein,“ meaning „to commit an outrage against someone,“ and „philo,“ meaning „having a strong affinity preference for.“

In popular culture, this phenomenon is also known as „Bonnie and Clyde Syndrome“.

Many high-profile criminals, particularly those who have committed atrocious crimes, receive „fan mail“ in prison which is sometimes amorous or sexual, presumably as a result of this phenomenon. In some cases, admirers of these criminals have gone on to marry the object of their affections in prison.

Die Wikipedia hat auch einiges an Beispielen:

  • The phenomenon of Charles Manson and Columbine High School shooters Eric Harris and Dylan Klebold groupies are also examples of hybristophilia.[3]
  • One of the most infamous examples of hybristophilia is the large number of women attracted to Ted Bundy after his arrest.[4] Bundy allegedly received hundreds of love letters from women while he was incarcerated.
  • Jeffrey Dahmer, a serial killer, is said to have had amorous women sending him letters, money, and other gifts during his time in prison.
  • Serial killer Richard Ramirez married a female groupie in prison who had written him over 75 letters. During his trial, dozens of women flocked to the courtroom to catch a glimpse of him.
  • Rapist Josef Fritzl, who detained his daughter in a dungeon for 24 years, received hundreds of love letters from women following his arrest

Wer einige der Briefe lesen will, der findet Auszüge bei Roissy in dem Artikel „Chicks Dig Jerks: A Series

Auch die feministische Seite Jezebel hat etwas dazu geschrieben (via Genderama und Arne Hoffmann, der das Thema an mich weitergegeben hat):

Also known as „Bonnie and Clyde syndrome,“ it goes beyond the „bad boy“ appeal to which many women are drawn at some point in their lives. While hybristophilia is considered by some experts to be a potentially lethal form of sexual expression—as associating with known serial killers tends to be—Arthur Aron, a psychology professor at the State University of New York-Stonybrook says that for some, a relationship with someone imprisoned for life is actually safer, emotionally.

„For some people it’s threatening to be intimate,“ he says, „And a relationship with an incarcerated partner may give these people the sense of control they want or need when it comes to emotional closeness.“

Statistics show that male inmates are more likely to gain groupies and have romantic relationships with pen pals than female prisoners. This could be because men are 11 times more likely to be incarcerated than women, but whatever the case, those who commit the most violent, gruesome crimes—murder and rape—enjoy the most attention from „fans.“

Und das ist auch der Grund, warum nach meiner Meinung die Erklärung, dass Frauen nur die Sicherheit des Gefängnisses suchen, nicht wirklich überzeugend ist. Dazu wären auch weniger brutale Verbrechen geeignet. Es scheint mir eher ein Zusammenhang mit der verübten Gewalt zu bestehen.

Bei Heartist gibt es diesen Abschnitt in einem Beitrag zu Liebesbriefen an Breivik:

If “saving” or “healing” broken men was the prime motivation explaining women’s lust for assholes, then we would see women saving and healing all those unfortunate victims of a psychopath’s rampage. Not to mention, there are a lot more beatdown betas who are in need of saving via pussy therapy than there are happy-go-lucky alphas.

Which of course puts the lie to the feminist and mangina explanation for women’s attraction to jerks and thugs. While the savior complex may explain, in part, women’s craven desire, it is not the primary or sole explanation, or even a very important one. As everyday observation to those with the eyes to see demonstrates, the primary motivation is women’s love for unrepentant, rule-breaking assholes. That is the elemental, core female hindbrain algorithm that governs all other lustful dispositions and is the catalyst for her mate choice decisions.

Women love assholes because they are assholes. Because it inspires in women those emotions that most delight their pleasure centers. And that, based on the reaction it engenders from civilized men and women alike, is the truth too scary to contemplate.

Ich denke, dass viele brutale Männer eine gewisse Ausstrahlung auf gewisse Frauen haben.  Einzelgänger, verwegene Typen, dass alles hat einen gewissen sexuellen Aspekt, kann etwas sexuelles haben.

Zu Frauen stehen auf Arschlöcher verweise ich auf die folgenden Artikel:

Eine andere Auffassung fand sich dort in den Kommentaren mit Verweis auf ein Video:

I have a theory about killer groupies. Although the stereotype that “women are less violent than men” is thrown around without examination, I don’t think it’s entirely true. I think there’s an equal number of men and women per capita with latent sadistic/destructive urges; women just lack the testosterone-based aggression to act on them as often. These women will instead attach themselves to dangerous men in order to experience the vicarious frisson of eroticized violence. They get all the thrill and none of the consequences, like eager remora attached to the great white alpha sharks.

Women like this would have no interest at all in betas, and in fact would probably harbor a subconscious desire to kill them. The sad irony is that they actually create more serial killers. How much pussy do you think a bitter introvert like Breivik was getting before his crimes?

Listen to to the ecstatic tones of her voice as she rhapsodizes over her boyfriends’ evil crimes. Does anyone doubt that Sondra London wishes she could go on a killing spree herself?

Interessant wie sie die Sache mit Status verbindet und darstellt, den „besseren Serienmörder“ zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass es Frauen anzieht, die gerade übertriebener Gewalt einen hohen Status zuweisen und den Gedanken verführend finden, dass sie eine Verbindung zu einem solchen Ungeheuer haben.

Vielleicht ist es ein gewisser Schutzmechanismus für einige Frauen gewesen, sich mit dem aggressivsten, brutalsten Mann einzulassen, gerade wenn er, wie in der Gefängnissituation, etwas gebändigt erscheint. Ein Freund, den alle gefährlich finden, möchte eben niemand provozieren, was evolutionäre Vorteile bringen kann.

Armageddon: Ein Heldenepos mit einer Ansammlung von Alphamännern

Der Sonntag ist ja zum Rumgammeln da. Gerade läuft die Wiederholung von Armageddon.

Der Film ist eine unglaubliche Ansammlung von Alphamännern. Bruce Willis als Harry Stamper ist ein absoluter Alphamann, emotional etwas eingeschränkt, aber immer in voller Kontrolle der Situation, außer bei seiner Tochter, die er über alles liebt und (über-)beschützen will, immer Anführer,  A.J. Frost (Ben Affleck) ist der aufstrebende junge Alpha, der nie nachgibt um nach oben zu kommen, der Konflikt zwischen ihm und Harry, der eh schon bei der Arbeit besteht wird durch seine Beziehung zu Harrys Tochter noch verschärft, Dan Truman (Billy Bob Thornton) als NASA Chef ist immer beherscht, versucht Ordnung ins Chaos zu bringen, lenkt die Meute von Bohrern. Der Pilot, der meint, der letzte zu sein, der den Erfolg gegen die inkompetenten Bohrer retten zu können. Der Rest der Crew dient auch dem Comic Relief, ist aber ansonsten relativ unbekümmert angesichts des drohenden Weltuntergangs und immer für einen Spruch gut. Auch die Frauen, sofern sie nicht Love-Interest/Tochter sind (Liv Tyler) sind ebenfalls hart und bestimmt, Alphafrauenheldinnen, wie beispielsweise die Pilotin/Ausbilderin.

Ein klassischer Heldenactionfilm. Das Ende ist etwas kitschig, der Pathos an einigen Stellen etwas viel aber ich finde die Charakterzeichnung ganz gelungen. Bereits die Einführungsszene, in der Bruce Willis von der Ölplattform aus Umweltaktivisten mit Golfbällen beschießt zeichnet ein Bild des Alphamannes, der sein eigenes Bild macht.

Selbst bei einem Weltuntergangsfilm, bei dem die Helden die Welt retten, was ja eigentlich eine ausreichende Motivation sein sollte, wird das ganze noch auf eine menschlichere Ebene gebracht und mit klassischen evolutionären Zielen verknüpft, die wir Menschen besser emotional begreifen können als das Retten eines Planeten (!): Dem Beschützen des Nachwuchs und die Liebe zu einer Partnerin/dem Nachwuchs und dem Wunsch, dass Personen, die einem nahe stehen, den eigenen Wert erkennen und einen dafür bewunden.

Das wird neben den Szenen mit Liv Tyler auch an einer Szene deutlich, in dem einer der Bohrmänner am letzten Tag noch einmal Frau und Kind besucht, die von ihm getrennt leben:

Denise: What are you doing here?

Chick: I was just passing by on the, uh, I came…

Tommy: [comes onto the porch with a toy] Who’s he?

Denise: That man’s a salesman. Would you go inside? Thank you.

Chick: [Tommy goes inside the house] He got big.

Denise: You can’t come around like this. The court says you can’t. It confuses him.

Chick: No I know. I just… I wanted to say that I’m sorry about everything, and… I got something coming up, something kinda big. You just might be proud of me. Would you do something for me? Would you just give him this. You don’t have – you don’t have to tell him who it’s from just…

[puts a toy shuttle on the porch]

(…)

Später sieht der Junge die Startvorbereitungen zur Mission:

Tommy: Mom, that salesman’s on TV.

Denise: That man’s not a salesman. That’s your daddy.

Vergebung und Anerkennung durch statusaufbauende heldenhafte Taten. Klassisch.

Im poststrukturalistischen Feminismus würde man wohl sagen, dass es ein Haufen heteronormativer Kackscheiße ist, der die bestehenden Rollenbilder stützt und ein Bild hegemonialer Männlichkeit stützt, ein Machwert des Patriarchats also.

Mir scheint es realistischer, dass wir aufgrund unser evolutionären Vergangenheit auf solche Charaktere reagieren.

Dschingis Khan: Warum es sich (genetisch) lohnt ein Alphamann zu sein

Es gibt eine Theorie, nach der etwa 0,5% der Weltbevölkerung Gene tragen, die sich zu Dschingis Khan zurückverfolgen lassen:

We have identified a Y-chromosomal lineage with several unusual features. It was found in 16 populations throughout a large region of Asia, stretching from the Pacific to the Caspian Sea, and was present at high frequency: ∼8% of the men in this region carry it, and it thus makes up ∼0.5% of the world total. The pattern of variation within the lineage suggested that it originated in Mongolia ∼1,000 years ago. Such a rapid spread cannot have occurred by chance; it must have been a result of selection. The lineage is carried by likely male-line descendants of Genghis Khan, and we therefore propose that it has spread by a novel form of social selection resulting from their behavior

Quelle: The Genetic Legacy of the Mongols

Etwa 16 Millionen Nachkommen in der männlichen Linie. Das ist insoweit schon einmal sehr beachtlich.

Frans de Waal in „Der Affe in uns“ dazu (S. 158)

Anthropologen haben uns zahlreiche Beweise vorgelegt, dass mächtige Männer über mehr Frauen verfügen und mehr Nachkommen zeugen.Ein verblüffendes Beispiel lieferte eine kürzlich durchgeführte genetische Untersuchung in Ländern Zentralasiens. Gegenstand war das Y-Chromosom, das nur Männer haben. Nicht weniger als 8% der asiatischen Männer weisen so gut wie identische Y-Chromosomen aus, was darauf schließen läßt, dass sie alle einen einzigen Vorfahren haben. Dieser Mann hatte so viele Nachkommen, dass er heute schätzungsweise 16 Millionen männliche Nachkommen hat. Nachdem sie herausgefunden hatten, dass dieser große Befruchter vor rund tausend Jahren lebte, haben sich die Wissenschaftler auf Dschingis Khan als den wahrscheinlichsten Kandidaten geeinigt. Khan, seine Söhne und seine Enkel herrschten über das größte Reicht der Weltgeschichte. Ihre Armen schlachteten ganze Bevölkerungen ab. Schöne junge Frauen jedoch durften die Truppen nicht anrühren: man brachte sie dem mongolischen Herrscher höchstpersönlich.

Also keine sehr freiwillige Mutterschaft für diese Frauen, aber immerhin eine genetisch erfolgreiche.