Elektrowerkzeuge mit Akkus: Welches System wählen?

Ich würde gerne bei diversen Elektrogeräten wie,  Heckenschere, elektrische Astsäge, Rasenmäher, Schrauber etc auf akkugetriebene Geräte umstellen

Inzwischen hat jede Firma ein „Ein Akku für alle Geräte Strategie“ zB hier Bosch oder Lux.

Hat einer da bereits Erfahrungen gemacht? Habt ihr Empfehlungen?
Oder doch lieber das Kabel? Finde ich ja etwas unpraktisch für viele Bereiche?

Selbermach Samstag 307 (12.09.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Brief von „Väteraufbruch für Kinder“ an Frau Giffey als Familienministerin bezüglich der Familienrechtsreformen

Der Brief:

Sehr geehrte Frau Dr. Giffey,

im März 2019 kündigten Sie in der Presse an, dass eine Reform des Unterhaltsrechts notwendig sei. Es könne nicht angehen, „dass der Vater weiterhin den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringt und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hat“. Hier gelte es, juristische Steine aus dem Weg zu räumen.

Änderungsvorschläge wurden für den Herbst 2019 angekündigt – nichts kam. Außer Pressearti- keln wie „Warum die große Koalition die Unterhaltsrechtsreform verschleppt“1. Es verging nun ein volles Jahr, bis nun überhaupt Entwürfe in die Ressortabstimmungen gingen.

Von den Ankündigungen, in die viele Eltern, die bisher doppelt für den Unterhalt ihrer Kinder zahlen müssen (in ihrem Haushalt und im Haushalt des anderen Elternteils), ist rein gar nichts übriggeblieben. Die groß angekündigte und selbst von Juristen als längst überfällig angesehene Unterhaltsreform fällt komplett aus.

Und nicht nur das. Die Entwürfe zeichnen ein erschreckendes Bild einer Politik, die offensicht- lich jeden Bezug zur Realität verloren zu haben scheint.

  • Wir finden dort diskriminierende und verfassungswidrige Vorstellungen zur Neuregelung des Abstammungsrechtes, welches einseitig Väter diskriminiert und ihrer verfassungs- rechtlich geschützten Grundrechte berauben will. Vorschläge, die offen gegen die UN- Kinderrechtskonvention verstoßen aus einem Ministerium, dass von ei ner SPD geführt wird, welche Kinderrechte im Grundgesetz verankern will.
  • Wir sehen dort Entwürfe zur Neuregelung der elterlichen Sorge für nicht mit der Mutter verheiratete Väter, die nicht nur gegen die einstimmigen Empfehlungen einer Expertenkommission aus dem Justizministerium ge- hen, sondern in ihrer Begründung unterschwellig auch ein diskriminieren- des und einseitiges Bild von Vätern als Täter
  • Man will die einvernehmliche Konfliktlösung – grundsätzlich ein positives Ziel – stärken. Der Referentenentwurf ist aber derart wachsweich formuliert, dass er in der Praxis kei- nerlei Wirkung zeigen wird, wie bereits die Erfahrungen mit ähnlich wirkungslosen Geset- zesformulierungen aus der Vergangenheit gezeigt
  • Man will endlich, nach jahrelangen Protesten selbst aus der Richterschaft, die Qualifizierung von Familienrichtern verbessern – und formuliert auch diese Gesetzesvorlage derart unverbindlich, dass diese keine Wirkung in der Praxis erzielen

Sehr geehrte Frau Dr. Giffey, wir bringen uns seit über 30 Jahren ehrenamtlich konstruktiv in die gesellschaftliche und politische Diskussion rund um die Rolle von Vätern in der Familie ein,

  • zur Förderung gleichberechtigter Elternschaft,
  • zur Förderung der Gleichberechtigung,
  • zur Entlastung von Müttern durch mehr Teilhabe,
  • zur Vermeidung von Eltern-Kind-Entfremdung,
  • zur Vermeidung von Alleinerziehung und zum
  • Schutz von Kindern und deren Entlastung nach einer Trennung der Eltern
  • zur Vermeidung von Eltern-Kind-Entfremdung und
  • zum Schutz von Kindern und deren Entlastung nach einer Trennung der Eltern

Die Erwartungen an die Politik für eine zeitgemäße Entwicklung des Familienrechts nicht nur von uns, sondern aus der Bevölkerung insgesamt sind hoch angesichts von 30 Jahren Untätig- keit und Initiativlosigkeit. Diese wurde nur durch regelmäßige Verurteilungen Deutschlands durch den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte unterbrochen. Trotzdem ist Deutsch- land familienrechtlich längst zum Entwicklungsland verkommen.

Die uns nun vorliegenden Gesetzesentwürfe des BMJV sind durchweg entweder untragbar oder wirkungslos. Sie würden einen erheblichen Rückschritt bedeuten, da die Politik sich ihrer Auf- gabe, wirkungsvolle Reformen umzusetzen, erneut für eine Legislaturperiode entzogen hat.

Die von Bundesjustizministerin Lambrecht vorgebrachte Erklärung, für eine große Reform des Familienrechts würde jetzt die Zeit fehlen, ist haarsträubend. Die SPD hat seit mittlerweile 7 Jahren sowohl das Justiz- als auch das Familienministerium inne – Zeit wäre mehr als genug gewesen.

  • Es reicht!

Wir nehmen Sie bei Ihrem Wort, die rechtlichen Hürden im Familienrecht aus dem Weg zu räu- men. Daher lassen Sie die vorliegenden Gesetzesentwürfe zur Änderung des Abstammungs-, Kindschafts- und Kindesunterhaltsrechts sowie die Artikel 3 (Familienrichter), 5 (Verfahrens- beistände) und 6 (Jugend- und Jugendstrafrichter) des Entwurfes des Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder jetzt stoppen und setzen Sie sich dafür ein, dass das Justiz- ministerium in Abstimmung mit dem Familienministerium zeitnah Gesetzes-

entwürfe vorlegt, die die angekündigten Reformen auch tatsächlich und vor allem wirkungsvoll abbilden. Die Justizministerin ist hierzu offensichtlich ent- weder nicht gewillt oder nicht in der Lage.

 

Die vorliegenden Entwürfe sind handwerklich von derart schlechter Qualität, angereichert mit häufig unschlüssigen Begründungen, dass offensichtlich ist, dass es für diese Reform ei- ner anderen Federführung bedarf – Juristen können Fragen der Familie offensichtlich nicht wirkungsvoll lösen – dies ist durchaus als Analogie zu familiengerichtlichen Verfahren zu ver- stehen.

 

Es scheint offensichtlich, dass erneut versucht werden soll, durch Verabschiedung bewusst wir- kungsloser Gesetze die dringend erforderlichen Veränderungen im Familienrecht wieder ein- mal um 5 oder 10 Jahre hinauszuzögern. Solche politische Taktiererei auf dem Rücken von Fa- milien und insbesondere den Kindern ist unerträglich und sicher nicht das, wozu der Wähler eine Regierung gewählt hat.

Insbesondere die SPD sollte sich daher gut überlegen, mit welcher Bilanz sie aus dann 8 Jahren Regierungsverantwortung in den Wahlkampf ziehen möchte. Keine andere Partei hat aktiver an der Behinderung von Fortschritten hin zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen gewirkt als die SPD mit den von ihr besetzten Ministerien. Dies ist keine bloße Behauptung, sondern lässt sich anhand nachfolgender Fakten klar belegen.

  • Das gemeinsame Sorgerecht ab Geburt auch für nichteheliche Väter, in den meisten anderen europäischen Staaten bereits lange Realität, würde eine gleichberechtigte Eltern- schaft auf Augenhöhe von Anfang an begünstigen. Einhellig wird dies daher auch aus der Fachwelt und der Expertenkommission des Justizministeriums gefordert. Das SPD-geführte Justizministerium hält unbeirrbar an der Benachteiligung von Vätern fest. Dabei wurde mit Steuergeldern bereits 2002 in der Studie von Prof. Proksch empfohlen, das gemein- same Sorgerecht zu stärken – die Studie wurde im Auftrag des auch seinerzeit SPD-geführten Ministeriums erstellt – deren Empfehlungen allerdings bis heute nicht
  • Die Doppelresidenz, auch Wechselmodell genannt, lehnt die SPD als Leitbild ab – zwar er- kennt sie an, dass sich „alle Sachverständigen für das Wechselmodell als anzustrebendes Betreuungsmodell ausgesprochen“ hätten. „Es sei deshalb als Zukunftsvision zu betrach- ten, die gegebenenfalls in 20 Jahren als Regelmodell gelebt werde“2 – so die protokollier- ten Aussagen der SPD-Fraktion zur Begründung ihrer Ablehnung des Antrages der FDP-Frak- tion zum Wechselmodell. Alle Sachverständigen und selbst 77% der Bevölkerung3 sind nicht ausreichend, um die SPD zum Handeln zu bewegen, ebenso wenig wie die einstimmig an- genommene Resolution 2079(2015) der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, die die Einführung der Doppelresidenz als familienrechtliches Leitbild für alle 47 Mit- gliedsstaaten vorsieht – nicht erst in 20 Jahren, wie die SPD denkt, sondern bereits seit 2015.
    Dabei ist belegt, dass das Wechselmodell nicht nur die Entwicklung von Kindern fördert und deren Armutsrisiko erheblich verringert. Es fördert auch die Karrierechancen von Müt- tern und mindert deren Risiko der Altersarmut. Es sorgt für mehr Gleichberechtigung auch durch ein stärkeres, gleichberechtigtes Engagement von Vätern in der Familie auch nach einer Trennung – was im Übrigen der größte gleichstellungspolitische Wunsch von Männern ist. Wie passt es zusammen, die Doppelresidenz derart abzulehnen, gleichzeitig aber öf- fentlichkeitswirksam eine mit Steuergeldern finanzierte Kampagne „Unbezahlte Sorgear- beit gerecht verteilen“ zu initiieren?
  • Das Ehegattensplitting gilt weithin als ein gesetzlich vorgegebener Hemmschuh für die Gleichberechtigung insbesondere von Frauen in der Familie – der 1. und 2. Gleichstel- lungsbericht der Bundesregierung empfiehlt, ebenso wie eine Expertenkommission des Fi- nanzministeriums4 die Abschaffung. Das SPD-geführte Finanzministerium hält entgegen jeglicher Expertise am Ehegattensplitting und den damit verbundenen Nachteilen insbe- sondere für Frauen

 

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass fachliche Expertise und Forderungen zur Stär- kung der Gleichberechtigung von den SPD-geführten Ministerien schlicht ignoriert werden. Hier scheint Ideologie mehr zu zählen als mit Steuermitteln finanzierter Sachverstand, den die SPD- geführten Ministerien durchweg ablehnen. Eine fatale Bilanz, welche definitiv keine Empfeh- lung für die nächste Bundestagswahl ist.

Ins Bild passen dabei auch die Irrungen und Wirrungen rund um die in Ihrem Ministerium seit langem ausstehende Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“, von der die Studienautoren selbst sagen, dass diese bereits im April 2019 vorgelegt, bis heute aber nicht veröffentlicht

wurde. Hier entsteht der Verdacht, dass das Ministerium hier einen neuen Weg beschreiten und Studienergebnisse im Vorfeld den eigenen Vorstellungen entsprechend umschreiben möchte, um vielleicht erstmals einer fachkundigen Empfehlung im Familienrecht folgen zu können – nämlich der selbst erstellten. Es würde nicht wundern, wenn die Ergebnisse sich in weiten Teilen auf das vom Ministerium seit Jahren einseitig getriebene Randthema „häusliche Gewalt“ beziehen würden, auch wenn dies überhaupt nicht Teil der öffentlichen Studienaus- schreibung war. Wie offensichtlich sich die Regierung selbst der parlamentarischen Kontrolle entzieht, hat erst jüngst die Antwort auf kleine Anfrage der FDP-Fraktion5 gezeigt.

Frage: Wurden der Bundesregierung seit 2015 (einzelne) Studienergebnisse vorgelegt? Antwort: Der Bundesregierung liegen bislang keine finalen Studienergebnisse vor.

 

Thema der Frage verfehlt, würde man einem Schüler sagen. Bewusste Verschleierung von Fak- ten dürfte im politischen Raum aber treffender sein. Offensichtlich sollen hier wissenschaftli- che Studienergebnisse den politischen Wünschen entsprechend manipuliert werden. Mit sol- chem Vorgehen verspielt die Politik jegliches Vertrauen des Bürgers in ihr Handeln.

Erschwerend kommt hinzu, dass insbesondere aus dem SPD-geführten Familienministerium im- mer wieder Versuche zu beobachten sind, den Kampf der Geschlechter anzuheizen und damit eine Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. Sei es beim Thema Gewalt, bei Alleinerziehen- den oder beim Thema Unterhalt – das Schema „Täter Mann, Opfer Frau“ wird seitens des Fami- lienministeriums seit Jahren trotz aller Kritik unverdrossen und zunehmend intensiv vorange- trieben und findet sich auch in den aktuellen Gesetzesentwürfen des Bundesjustizministeri- ums. Ist dies der Weg, mit dem die SPD den in ihrem Grundsatzprogramm6 verankerten Grund- satz, die männliche Gesellschaft zu überwinden, verwirklichen will? Vom eigentlichen Ziel, er Verwirklichung gleicher Teilhabe für Männer und Frauen, ist schon seit Jahren im politischen Handeln nichts mehr zu erkennen. Die vorstehenden Beispiele zeigen, dass genau das Gegen- teil, nämlich die Verfestigung traditioneller Rollenmodelle, betrieben wird.

Versöhnliche Töne, die zur gemeinsamen Solidarität von Männern und Frauen, Müttern und Vä- tern aufrufen, sind nicht zu vernehmen. So kennt nicht nur Gewalt kein Geschlecht, sondern es sind auch viele Eltern schlicht nicht in der Lage, den Unterhalt für ihre Kinder (in voller Höhe) aufzubringen. Anstatt diese grundlos als „Unterhaltspreller“ abzuwerten, wäre es an der Poli- tik, Wege zu finden, wie Eltern und Kinder existenzsichernd gut versorgt werden – abseits jeg- lichen Geschlechterkampfes.

Gute Lösungen und Verständnis kann es nur geschlechterübergreifend geben – wir leben dies seit vielen Jahren mit unseren Kooperationen vor. Dies haben sehr viele Männer und Frauen, Mütter und Väter bereits verstanden und wünschen sich dafür Unterstützung aus der Politik

und keinen von der Politik angeheizten Geschlechterkampf. Hier werden die SPD-geführten Mi- nisterien ihrer Verpflichtung nicht gerecht. Jahrzehntelang konnte sich die Politik tatenlos zu- rücklehnen, solange sich Männer und Frauen gegenseitig bekämpften. Damit ist Schluss.

Es reicht!

 

An Sie, Frau Dr. Giffey, richten wir die klare Erwartung, Wort zu halten und die lang und groß angekündigten Reformen im Familienrecht zur Umsetzung zu bringen, die

  • wirkungsvoll
  • an den gesellschaftlichen Realitäten gemeinsamer Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung orientiert
  • verfassungskonform
  • in Übereinstimmung mit der UN-Kinderrechtskonvention und vor allem
  • unseren Kindern auch nach Trennung und Scheidung beide Eltern erhaltend und
  • Streit vermeidend sind.

Wir fordern keine geschlechterbezogenen Vorteile zu Lasten von Kindern, wir fordern echte Gleichberechtigung!

Sofern ein ernsthafter Wille zur Veränderung besteht, stehen wir konstruktiv und kritisch zum Dialog bereit. Unsere detaillierte Kritik an den vorliegenden Entwürfen werden wir in Kürze veröffentlichen, gemeinsam mit Vorschlägen zur wirkungsvollen praktischen Umsetzung.

Sollte die Regierung an den vorliegenden Entwürfen festhalten wollen, werden wir, gemeinsam mit weiteren Organisationen, entschieden gegen diese vorgehen.

Es liegt in Ihrer und in der Verantwortung ihrer Kabinettskollegen, im Familienrecht entweder mit einer 0-Bilanz oder mit einem „Wumms“ in den Wahlkampf zu gehen.

Für den Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V.

Markus Witt                                         Karin Kokot

Mitglied des Bundesvorstands                  Mitglied im Bundesvorstand

Geschlechterunterschiede in der Work-Life-Balance bzw der unterschiedlichen Gewichtung von Arbeitsaspekten, die auf Kosten anderer Punkte gehen

Eine interessante Untersuchung zu der verschiedenen Einstellung der Geschlechter zum Job:

Es ging um Japaner beiderlei Geschlecht in den Dreißigern mit einem Jahreseinkommen von höchstens  3 Millionen Yen oder 28.000 Dollar bzw 23.000 € und ihre Anforderungen an ein höheres Gehalt wenn dafür auch bestimmte Aspekte des Jobs sich verändern.

he working paper’s findings are increasingly relevant in planning a more inclusive economic recovery. What aspects of a job improve work-life balance, and how much income should the job offer? In answering this question for workers in Japan we investigated the tradeoffs men and women would accept between earning more pay or having more time at home.

An analysis is drawn from an experiment that surveyed nearly 1,000 working-age Japanese men and women on their preference for varying levels of job attributes affecting work-life balance, including overtime, job insecurity, risk of departmental transfer, and risk of geographical relocation.

First: it was found that women are more willing than men to sacrifice a significant amount of salary in exchange for greater work-life balance.

For instance, for certain age and salary ranges, mothers are willing to sacrifice approximately $3,000 more in annual salary than men to avoid relocation risk; they would forego roughly $6,500 more than men to avoid 45 + hours of overtime per month. Men who do not have children are on average more willing to trade wages for work-life balance than those with children.

Man hat also gefragt wie viel man ihnen in einem Job mehr zahlen müsste, damit er erhebliche Überstunden (45 oder mehr im Monat), eine geringere Jobsicherheit, das Risiko verpflichtend in einem anderen Bereich zu arbeiten oder an einem anderen Ort arbeiten müsste.
Und Frauen sind nur dazu bereit das zu machen, wenn dafür mehr Geld bei rausspringt als es Männer nehmen würden.

Sie würden beispielweise bei den Überstunden nur mitmachen, wenn sie 15.000 Dollar mehr verdienen würden, während Männer es für etwas mehr als die Hälfte (8600 Dollar) machen würden.
Bei der Jobsicherheit sind die Unterschiede noch größer, 864 Dollar zu 3.827 Dollar, also mehr als das 4fache.

Das würde erklären, warum Männer weitaus mehr Überstunden machen 

Es erklärt auch, warum Männer sich in der Konkurrenz um bessere Jobs eher durchsetzen: Sie messen der „Work-Life-Balance“ im Schnitt ein geringeres Gewicht zu und sind damit eher bereit für das gleiche Mehr an Gehalt mehr zu machen.

Es passt auch ganz gut zu diesen zwei Grafiken aus dieser Studie:

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Es würde auch erklären, warum Frauen lieber im öffentlichen Dienst arbeiten als Männer, auch wenn dieser mitunter weniger zahlt als die freie Wirtschaft. Es ist ein sehr sicherer Job. Und auch die Bereitschaft an einem anderen Ort zu arbeiten, etwa im Ausland, was eine wichtige Qualifikation für Führungsjobs sein kann oder das Risiko in einen anderen Bereich versetzt zu werden ist geringer.

In dem Artikel wird dazu noch folgendes angeführt:

Part of this gender difference in willingness to pay for better work-life balance can be explained by a greater sense of guilt among women than men. Women reported higher feelings of guilt than men for missing not just child-related activities (e.g., school events), but also cooking and taking care of parents, because of work.

These feelings of guilt were then run against preferences. Overall, higher levels of guilty feelings correspond to greater willingness to pay for more work-life balance. For example, these feelings of guilt translate to high willingness to pay to avoid overtime. Women who would feel highly guilty for missing a child’s event or not caring for their parents are willing to sacrifice $12,000 in their annual wage to avoid 45+ hours a month of overtime.

Es einfach nur auf ein Schuldgefühl im Sinne einer Verpflichtung anderen gegenüber runterzubrechen finde ich etwas schwierig. Denn meist geht damit ja auch ein einher, dass man selbst lieber da wäre, weil man es schön für einen selbst findet. Aber natürlich kann das stärkere Gefühl, dass man etwa für das Kind oder Verwandte da sein muss, auch entsprechend dazu beitragen.

 

Zweisprachige Erziehung

Wir versuchen Fräulein Schmidt zweisprachig zu erziehen. Ich rede mit ihr Deutsch und Südländerin südländisch. Gemeinsam reden wir in Ermangelung von Südländischkenntnissen bei mir deutsch. Wir hoffen, dass sie südländisch nachher wenigstens versteht und einigermaßen sprechen kann, es wäre auch für ihre Verwandten schön, die kein Deutsch und nicht alle englisch sprechen, aber auch ansonsten schadet eine weitere Sprache ja nichts.

Jetzt plappert sie schon ziemlich und man merkt wie gerade in den letzten Wochen ihre Sprachfähigkeiten noch mal einen Sprung gemacht haben und sie viel mehr nachspricht als vorher und vielmehr neue Worte aufschnappt. Das meiste ist natürlich deutsch, einfach weil das die Sprache um sie herum ist und sonst ja keiner südländisch mit ihr spricht. Ein paar Worte sagt sie auch auf südländisch.

Ich glaube auch, dass das für ein Kind eine wunderbare Sache ist, schließlich lernt man gerade in diesem Alter Sprachen wie von selbst und Forschung besagt auch, dass Kinder in dem Alter noch eigene Sprachzentren für jede Sprache anlegen während sie das später nicht mehr machen. Der einfache Spracherwerb ist eben eine vorübergehendes biologisches Zeitfenster, dass man nutzen sollte.

Insofern kann ich auch jede Familie verstehen, die es ebenso macht und das Zeitfenster nutzt.
Gerade war allerdings auch eine Debatte auf Twitter, die sich mit Zweisprachigkeit beschäftigte und von der ich mal einen Tweet stellvertretend herausgreifen möchte:

Nun ist Englisch sicherlich praktischer als türkisch, aber das ist ja letztendlich nicht der Grund.
Ich vermute, dass die Frage, wie man es bewertet, in gewisser Weise eine „Klassenfrage“ ist und auch ganz wesentlich davon abhängt, inwieweit in dem Elternhaus zusätzlich noch Deutsch gesprochen werden kann.

Bei Engländern oder Amerikanern wird man eher davon ausgehen, dass sie sich nicht in eine englischsprachige Gesellschaft zurückziehen können, vielleicht abgesehen von bestimmten Städten, sondern eher noch deutsch lernen müssen und die Sprache dann beherrschen. Das um so eher, wenn auch das Bildungsniveau höher ist.
Bei türkisch hingegen kennt man eben genug Türken, bei denen zB die Mutter nie deutsch lernt und sich im wesentlichen unter Türken bewegt oder auch der Vater eher ein rudimentäres Deutsch spricht. Und das hat natürlich für das Kind erhebliche Nachteile, schon weil man es dann nicht bei Hausarbeiten unterstützen kann, es eher keine deutschen Bücher vorfindet etc. Man befürchtet also in diesem Fall geringere Fördermöglichkeiten als dies bei englischsprachigen Eltern der Fall ist. Das kann natürlich ein Vorurteil sein, aber das ist ja bei den wenigen Informationen, die hier bereit gestellt werden, auch kaum anders möglich.

Sind diese Vorurteile dann rassistisch? Aus meiner Sicht nur, wenn man davon ausgeht, dass es für Türken immer schlecht ist  und man nicht differenzieren kann. Ich vermute, dass bereits der Zusatz „Beide Eltern sprechen gutes deutsch, wollen aber, dass ihr Kind auch die weitere Sprache lernt“ die Situation bei jeder Sprache stark entspannt.

Selbermach Samstag 306 (05.09.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Arnd Diringer zu verpflichtender gegenderter Sprache an den Universitäten

Über Arne bin ich auf den Artikel von Arnd Diringer gestoßen, der sich damit befasst, ob eine Hochschule gegenderte Sprache für Studienarbeiten vorschreiben darf. Aus dem Text:

„Einfach so ein Zeichen zu erfinden und dann auch noch die Leute dazu zu zwingen, es zu verwenden“, so der Sprachwissenschaftler im Deutschlandfunk Kultur, „das geht in einer demokratischen Gesellschaft gar nicht.“ Und es ist umso problematischer, wenn ein Studium nur noch durch eine solche Unterwerfungsgeste absolviert werden kann.

„Klar ist“, so der bekannte Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Fiete Kalscheuer, dass „solche Vorgaben nur aufgrund von Satzungen ergehen dürfen, für die die Hochschulen der Ermächtigung des parlamentarischen Gesetzgebers bedürfen“.

Ob der allerdings „überhaupt dazu berechtigt ist, derartige Sprachvorgaben zu machen oder zu ermöglichen“, ist, wie der Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen weiter ausführt, „im Hinblick auf die Grundrechte von Studenten und Professoren ebenso problematisch wie im Hinblick auf die weltanschauliche Neutralität des Staates“.

Tatsächlich wird durch solche Vorgaben massiv in Grundrechte eingegriffen – von der Berufsfreiheit bis zur Freiheit der Lehre. Eine Rechtfertigung dafür gibt es nicht.

Die „Zwangsbeglückung seiner Bürger durch ideologische Vorgaben“ ist, wie Professor Säcker es in der Zeitschrift für Rechtspolitik einmal formuliert hat, jedenfalls nicht „Aufgabe des Staates“. Und sie gehört erst recht nicht zu den Aufgaben der Hochschulen – zumindest nicht in einer freiheitlichen Demokratie.

„Der Staat kann die Sprache“ aber auch unabhängig davon „nicht beliebig regeln“. Das hat das Bundesverfassungsgericht bereits 1998 ausgeführt, und darauf hat jüngst auch der Bundesgerichtshof nochmals hingewiesen: „Begrenzende Wirkungen ergeben sich aus der Eigenart der Sprache für Art und Ausmaß einer Regelung“, so die obersten Zivilrichter.

Ich würde auch denken, dass man da gute Klageaussichten hat. Ich kann aber auch jeden Studenten vertreten, der nicht das Risiko eingehen will, dass er in 4 Jahren abschließend Recht bekommt und bis dahin wegen Fehlens eines Grundlagenscheins nicht weiterkommt.

In der Sache ist eine Abweichung von der üblichen Sprache, die eben das Gendern in dieser Form nicht kennt, dennoch nicht hinnehmbar.

Rechtlich spricht also viel gegen die Zulässigkeit eines „Gender-Zwangs“. Aber es gibt eine einfache Lösung – und zwar eine, mit der Befürworter der „Gender-Sprache“ ebenso gut leben können müssten wie deren Gegner: Man stellt den Studenten einfach frei, ob sie ihre Arbeiten nach den Regeln der deutschen Grammatik und Rechtschreibung verfassen oder sie „durchgendern“.

Wenn, wie von den Befürwortern behauptet, ein großes gesellschaftliches Bedürfnis nach gegenderter Sprache besteht, werden sehr viele Studenten diese verwenden. Handelt es sich bei den Verfechtern der Gender-Ideologie, wie ihre Gegner oftmals behaupten, nur um eine kleine radikale Minderheit, werden es sehr wenige sein.

(…) Angst vor Freiwilligkeit müssen nur diejenigen haben, die das Ergebnis fürchten. Aber genau deshalb wird wohl auf Zwang gesetzt.

Das ist natürlich keine Lösung für die Befürworter dieser Theorien. Die gehen ja davon aus, dass man es gegen das Patriarchat erzwingen muss und das es eben der richtige Weg ist die Welt besser zu machen. Und damit darf davon eben auch zum Wohle aller keiner abweichen.