Dieses Video legt dar, dass die vorher sehr hohen Spielzeugverkäufe bzw Merch Verkäufe von Star Wars gewaltig gesunken sind:
Darin ist diese Grafik zu vorherigen Umsätzen enthalten
Hier sieht man, dass der Spielzeugverkauf früher 15 Milliarden von 33 Milliarden Umsatz (was ja bekanntlich nicht Gewinn ist) ausgemacht hat, also einen ganz wesentlichen Teil.
Das ist wenig verwunderlich:
Hier noch ein Auszug aus einer Studie, die ich hier schon einmal besprochen habe:
It is generally recognized that there are gender-related differences in children’s toy preferences. However, the magnitude of these differences has not been firmly established. Furthermore, not all studies of gender-related toy preferences find significant gender differences. These inconsistent findings could result from using different toys or methods to measure toy preferences or from studying children of different ages. Our systematic review and meta-analysis combined 113 effect sizes from 75 studies to estimate the magnitude of gender-related differences in toy preferences. We also assessed the impact of using different toys or methods to assess these differences, as well as the effect of age on gender-related toy preferences. Boys preferred boy-related toys more than girls did, and girls preferred girl-related toys more than boys did. These differences were large (d ≥ 1.60). Girls also preferred toys that researchers classified as neutral more than boys did (d = 0.29). Preferences for gender-typical over gender-atypical toys were also large and significant (d ≥ 1.20), and girls and boys showed gender-related differences of similar magnitude. When only dolls and vehicles were considered, within-sex differences were even larger and of comparable size for boys and girls. Researchers sometimes misclassified toys, perhaps contributing to an apparent gender difference in preference for neutral toys. Forced choice methods produced larger gender-related differences than other methods, and gender-related differences increased with age.
Daraus auch die folgende Grafik:
Wie man sieht sind Fahrzeuge, Waffen, Soldaten fast ausschließlich Jungsspielzeuge. Das ist auch wenig verwunderlich, weil sie auf der einen Seite eher den Dinge-Personen-Unterschied bedienen und zudem „Spielerische Vorbereitung auf Kampf“ immer etwas war, was eher Jungs lernen mussten (und deswegen auch eher eine Vorliebe dafür haben).
Man hat zwar eine weibliche Hauptfigur (Rey) aber sie bedient keinerlei weibliche Spielinteressen. Sie ist auch sonst nicht toll in dem Sinne, dass Jungs sie als Alter Ego Ersatz im Spiel benutzen können, wie etwa Han Solo oder Luke Skywalker (oder gar Darth Vader) und man hat die Gegenspieler alle eher zu Witzfiguren gemacht, die auch nicht als tolle Gegner herhalten können. Eine General Hux Figur braucht niemand.
Selbst Figuren wie „Captain Phasma“ war in keiner Hinsicht cool oder gefährlich. Finn hatte auch keinerlei wirkliche Persönlichkeit und Poe Cameron war eine Nebenfigur, der auch kaum Raum zugesprochen wurde.
Sprich: Die Figuren haben die Fantasy einer epischen Auseinandersetzung mit coolen Helden und ebenso coolen Bösen nicht angesprochen.
Und auch „Force is female“ wurde nicht umgesetzt. Natürlich gibt es einen kleinen Teil von Mädchen/Frauen, die vielleicht auch Actionfiguren kaufen, aber er ist eben klein. Und für Mädchen war auch nichts wirklich knuddeliges dabei, dazu noch eine Heldin, die geradezu asexuell wirkt und (im Gegensatz zu Leia) noch nicht einmal mit einem coolen Typen flirtet.


15 Billionen von 33 Billionen Umsatz? Sind das nicht eher Milliarden? 🙂
Ja 😔
Der Artikel ist etwas später entstanden…
Ohne das engl. Video angeschaut zu haben: nennen die den Grund für die Rückgänge?
Ich meine Merchandising erschöpft sich halt irgendwann, spätestens wenn jeder den Schrank mit so Kram voll hat oder gerade keine Filme laufen (oder bessere/neuere).
„Hier sieht man, dass der Spielzeugverkauf früher 15 Billionen von 33 Billionen Umsatz (was ja bekanntlich nicht Gewinn ist) ausgemacht hat, also einen ganz wesentlichen Teil.“
Das ist definitiv die Stelle, an der Denglisch zu Missverständnissen führt, englische Billionen sind nicht deutsche Billionen!
Ja, natürlich. Ich bin ein Idiot. Ist korrigiert
Ich frage mich, wer der Idiot ist. Der, der nachts andere Sachen im Kopf hat, als seine Denglish-Antennen fully-charged zu halten oder der, der ausgeruht beim Brötchen-Kauen: „HA! Das ist FALSCH“ triumphiert.
Dann wiederum: ohne Klugschiss gäbe es kein Internet. 🤷🏼♂️
Es ist ja vollkommen in Ordnung auf Fehler hinzuweisen, ich begrüße das und verstehe es auch nicht falsch. Zumal ich das ja auch eigentlich weiß und selbst gerne ein Klugscheißer bin… 😀
Grundsätzlich finde ich Spielzeug, das so einen strengen thematischen Bezug hat, sehr einseitig. Das schränkt doch die Spielmöglichkeiten ziemlich ein.
Da ist kein Platz, um selbst Phantasie zu entwickeln.
Han Solo und Leia waren als Charaktere ja noch ganz interessant, Anakin und Padme schon weniger, aber Rey ist langweilig. Das wird auch durch Kylo Ren nicht ausgeglichen.
„Kylo Ren“
Der lächerlichste Bösewicht ever! Dagegen ist Rey ja pures Gold!
Als Bösewicht war er freilich nicht erfolgreich, aber seine innere Zerrissenheit hat der Sequel-Trilogie wenigstens ein bisschen Würze gegeben.
Dieser Einschätzung liegt aber wohl auch zugrunde, dass ich Star Wars insgesamt nicht so toll finde. Das ist keine Science Fiction, sondern bloß Fantasy mit Weltraum-Geballer.
Generell finde ich den Versuch, auch die Antagonisten mit etwas mehr Persönlichkeit und Ambivalenz auszustatten, gut. Das war aber eher nicht das Problem. Eine ganz einfache Sache hätte z. B. geholfen: Als er in Episode VII gegen Rey antritt, was für sie immerhin das erste Mal war, dass sie ein Lichtschwert als Waffe verwendet hat, hätte er dasselbe mit ihr machen müssen, wie Vader mit Luke am Ende von Episode V: den Boden mit ihr aufwischen! Das hätte ihn erst einmal als mächtige Bedrohung für sie und ihre Gefährten etabliert und die Frage aufgeworfen, ob sie jemals so stark werden würde, ihn zu bezwingen – auch wenn man natürlich latent als Zuschauer die Antwort immer schon kennt. Das ist eigentlich das kleine ein mal Eins des Geschichten Erzählens.
Aber weil Produzent Disney und Rey Frau durfte so etwas natürlich nicht geschehen. Also gewinnt sie natürlich gleich direkt das erste Aufeinandertreffen und er ist von da an als potentiell bedrohlicher Feind verbrannt.
Das ist generell das Problem mit Hollywoods Bedürfnis, ständig Frauen als Wundermenschen darzustellen. Sie stoßen ständig auf das Superman-Problem und finden keine Lösung dafür: ein ständig als überlegen und perfekt dargestellter Held lässt keinen Raum für Spannung, welche aus dem Zweifel erwächst, ob er am Ende tatsächlich siegreich sein kann. Man kann sich jederzeit als Zuschauer entspannt zurücklehnen und sich denken, der (oder besser die) macht das schon; meist sogar ohne jede Mühe. Und immer wenn es brenzlig wird, entdeckt sie ganz bestimmt wieder die nächste weibliche Superkraft in sich, die zufällig genau in diesem Moment des Plots unglaublich hilfreich ist – was im Übrigen auch zu den Todsünden des Geschichtenerzählens gehört: dem Helden völlig aus dem nichts, immer wenn es der Fortlauf der Geschichte erfordert, welche sonst in einer ausweglosen Situation enden könnte, in die man sich geschrieben, einfach irgendwelche Talente zukommen zu lassen, die besagte Situation dann auf einmal auffällig bequem lösen.
„Grundsätzlich finde ich Spielzeug, das so einen strengen thematischen Bezug hat, sehr einseitig. Das schränkt doch die Spielmöglichkeiten ziemlich ein.
Da ist kein Platz, um selbst Phantasie zu entwickeln.“
Sehe ich auch so, wollten unsere Kinder zum Glück auch nie. Ganz ohne die eine oder andere Spielzeug-Mode sind wir aber natürlich auch nicht durchgekommen 🙂
„Grundsätzlich finde ich Spielzeug, das so einen strengen thematischen Bezug hat, sehr einseitig. Das schränkt doch die Spielmöglichkeiten ziemlich ein.
Da ist kein Platz, um selbst Phantasie zu entwickeln.“
Kommt immer darauf an, wie es mit der Phantasie der Kinder bestellt ist. Ich durfte die alten Star Wars Filme nicht sehen, fand aber die Roboterfiguren (Droiden) so toll. Insbesondere R2D2 und den laufenden Karton.
Damit habe ich als Kind lange Zeit gespielt und fantasievolle Geschichten ausgedacht.
Erst mit der Anschaffung eines Videorekorders Anfang der Neunziger habe ich dann (da war ich dann um die 19 rum) die Filme gesehen.
„Grundsätzlich finde ich Spielzeug, das so einen strengen thematischen Bezug hat, sehr einseitig. Das schränkt doch die Spielmöglichkeiten ziemlich ein.
Da ist kein Platz, um selbst Phantasie zu entwickeln.“ Erinnert mich an:
sehr schön 😁
Mit Star Wars oder Star Trek konnte ich noch nie etwas anfangen, kann aber sehr gut verstehen, dass Fans sich die Bettwäsche mit dem Millennium Falcon kaufen oder Figuren und Modelle. Aber aus dem Alter bin ich raus.
In was ich aber mittlerweile sehr konsequent bin: ich verweigere mich woken oder feministischen Produkten/Firmen. Dazu zählen mittlerweile ein Einkauf bei EDEKA, alle Produkte von Procter & Gamble (Gilette) etc.. Außerdem vermeide ich Produkte aus Werbung. Was aktiv beworben werden muss, ist qualitativ so schlecht, dass es keiner kaufen will. Das trifft dann wohl auch auf die Star Wars Filme zu, wenn sich immer weniger Menschen davon angesprochen fühlen.
Offensichtlich braucht es die Marktmacht der Kunden damit Firmen merken, dass nicht alles was gut aussieht auch gut wirkt, vgl Budweiser https://www.rtl.de/cms/bier-werbung-mit-transgender-influencerin-budweiser-absatz-bricht-nach-rechtem-shitstorm-ein-5042789.html – und natürlich ist es ein „rechter shitstorm“, noch tiefer kannst du deine Kunden dann wirklich nicht mehr ficken!
„ich verweigere mich woken oder feministischen Produkten/Firmen“ Das ist ein interessanter Ansatz. Grundsätzlich mache ich so etwas ähnliches, aber rein deshalb, weil ich kaum noch Werbung sehe. Kann es sein, dass heute generell weniger beworben wird.
Diese Frage ist mir gerade eben durch den Kopf geschossen, da ich früher doch Werbung deutlicher wahrgenommen habe.
Wahrscheinlich ist das Zeug einfach nicht divers genug. Dabei hätte sich besonders Chewbacca gut als feministisches Icon angeboten. Wenn er doch nur ein wenig dicker wäre oder wenigstens das Geschlecht wechseln würde.
Ein Transgender-Chewbacca? Coole Idee! Wo ja jeder weiß, dass Wookies im Alter quasi alle die Perfektion eines Meister Yoda erlangen, indem sie weiblich werden. Schon hätten wir das nächste StarWars-Sequel. Oder schreit dann jemand „Altersdiskriminierung“, weil dann weibliche Wookies alte Wookies sind? Schwierig, schwierig..m
Merchandise läuft dann gut wenn die Filme/Serien gut laufen…
Also wie gutlaufen denn die Star Wars Filme/Serien bei Disney so aktuell?
Von daher überrascht es nicht, dass sich Star Wars Merchandise nicht gut verkauft.