„Safe Space“ in der der Zeche Zollern für PoCs und „Es gib keinen Rassismus gegen Weiße“

Teile der Ausstellung „Das ist kolonial“ auf der Zeche Zollern in Dortmund sollen samstagvormittags keine Weißen besuchen. Das sorgt für heftige Diskussionen in sozialen Medien.

Ich greife mal diesen Thread der ohnehin gerade umstrittenen Bahar Aslan auf:

vgl auch:

„Der alte, weiße Mann ist genauso viel wert wie die junge, lesbische Migrantin“

Ein interessanter Artikel nimmt zu der Figur des „alten weißen Mannes“ Stellung:

Ein Label, das in den letzten Jahren sehr populär geworden ist, ist der „alte weiße Mann“. Gerade diejenigen, die sich eigentlich für eine diskriminierungsfreie, inklusive Veränderung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einsetzen, scheinen in ihm ihren Antagonisten gefunden zu haben. Der „alte weiße Mann“ ist das Feindbild in Reinkultur. Er genießt alle Privilegien, erfährt selbst keine Diskriminierung und regiert die Welt. Er ist unangreifbar, und es scheint, als könnte gerade dieser Glaube den unerbittlichen Angriff auf ihn relativieren. Doch während er viel zitiert und viel durch den Kakao gezogen wird, drängt sich die Frage auf, wem damit geholfen ist

Die Herausforderungen unserer Zeit sind gewaltig. Corona, Krieg, Naturkatastrophen. Wir können es uns überhaupt nicht leisten, noch länger nicht zusammenzustehen. Ich sage nicht, dass kleinere Themen nicht wichtig sind. Aber mit Grabenkämpfen wie Genderdiskussionen und Frauenquoten verlieren wir wichtige Zeit und Energie und entfernen uns gleichzeitig immer mehr voneinander.

Die Wahrheit ist: Wir brauchen alle Perspektiven. Denn wenn wir bestimmte Gruppen weiter ausgrenzen, verlieren wir Qualitäten, die wir dringend brauchen. Vielfalt ist keine Insel der Glückseligkeit, die einer verträumten Fantasie entspringt. Sie ist ein unglaublich mächtiges Instrument zur Lösung unserer größten Krisen. Und: Der alte weiße Mann ist genauso viel wert wie die junge, lesbische Migrantin.

Dagegen würde man in den intersektionalen Theorien vermutlich sagen: Als ob die Perspektive der alten weißen Männer ausgeblendet wird! Sie ist ja die einzige, die wahrgenommen wird und wir wollen genau das aufzeigen und endlich eine Ideenvielfalt erreichen!

Die schweigende Mehrheit ist überfordert, weil unsere Welt und ihre Probleme immer komplexer werden. Folgerichtig müssten auch die Lösungen komplexer werden. Stattdessen reagiert die kreischende Minderheit mit einer groben Reduktion von Zusammenhängen. Ich will nicht glauben, dass es Vereinfachungsmodelle, Schwarz-Weiß-Zeichnen und immer die passende Schublade braucht, um unsere Gegenwart und Zukunft diskutierbar zu machen

Und damit hat sie recht: Die intersektionalen Theorien wirken zwar kompliziert, aber sie sind im Grunde sehr einfach: Die eine Gruppe ist gut, die andere Gruppe ist schlecht. Dann gibt es noch bestimmte Hierarchien und man muss es erreichen möglichst viele Probleme der „Guten Gruppe“ (möglichst der „doppelplus Gutengruppe“) aufzuzeigen und „Dagegen“ zu sein ohne in die Falle zu tappen, dass man damit Probleme einer guten Gruppe zulasten einer anderen (doppelplus) guten Gruppe lösen will und sie nicht wie es sich gehört alleine der „Bösen Gruppe“ zuzuordnen.

Es ist eine Ideologie, die in der Tat schlicht mit schwarz-weiß Schemata arbeitet

Und gerade deshalb dürfen wir nicht auf die Problemverkürzung „alter weißer Mann“ hereinfallen. Denn das ist genau das, wogegen wir uns in der Diversity- und Inklusionsbewegung so sehr wehren: eine (noch dazu abwertende) Klassifizierung von Menschen.

Ja, es stimmt, dass die allermeisten Machtpositionen auf dieser Welt von Männern besetzt sind. Und ja, genau diese Positionen sind eigentlich in der Verantwortung, endlich Lösungen umzusetzen. Aber ich glaube, wir haben unsere Probleme oft genug benannt. Weder die Rolle des Anklägers noch die des Beschuldigten bringt Veränderung. Sie schieben sich nur die Schuld zu.

Das ist sehr an der Oberfläche des Problems. Denn das Männer in oberen Positionen sind bringt den Männern die nicht in den oberen Positionen sind wenig. Und die Männer, die in die oberen Positionen gekommen sind haben sich dies häufig damit erkauft, dass sie den Beruf zugunsten des privaten stark priorisiert haben.

Statt in diesem Stillstand zu verharren, könnten wir uns gegenseitig die eine oder andere Weltanschauung oder Lebensentscheidung verzeihen, um den Blick wieder nach vorne zu öffnen. Denn für eine gemeinsame Lösung müssen wir nicht einer Meinung sein – wir müssen uns nur auf ein Ziel einigen.

Wir alle sind für mehr verantwortlich als für uns selbst, denn als System sind wir alle voneinander abhängig. Und je mehr Macht wir haben, desto größer ist diese Verantwortung. Deshalb tragen Politik und Wirtschaft eine große Verantwortung. Aber gerade sie sind es, die mit dem Tempo der Transformation nicht mehr mithalten können.

Eigenverantwortung statt Gruppenverantwortung ist schon einmal ein deutlich besseres Konzept. Allerdings kann die Politik oder die oben auch wenig ändern, wenn zB Frauen im Schnitt eine ganz andere Work-Life Balance wollen als Männer und andere Prioritäten setzen. Was auch ein deutlicher Unterschied zwischen Eigenverantwortung und Gruppenverantwortung ist: Es mag ein interessantes Ziel für das Wohl der Gruppe sein, wenn mehr aus ihren Reihen hohe Positionen haben. Aber einer aus der Gruppe muss es dann eben auch tatsächlich machen. Die Arbeit und Energie dort reinstecken. Sein Privatleben hinten anstellen. Seine Kinder deutlich weniger sehen. Und dann ist ihm sein Privatleben vielleicht wichtiger als das abstrakte Ziel der Gruppe. Soll es doch eine andere machen. Was aber wenn es dann keine (oder zumindest deutlich weniger) aus der Gruppe machen?

Die globalen Rahmenbedingungen sind überfordernd und drängen uns immer mehr in die Ecke. Kämpfen, Fliehen oder Erstarren – das sind die natürlichen Reaktionen auf Gefahr. Fliehen oder Erstarren sind in unseren globalen Polykrisen keine lebenssichernden Optionen mehr.

Also bleibt uns der Kampf. Kampf im Sinne von aktiv werden, sich den Problemen stellen. Und dazu braucht es nicht nur Mutige und Macher:innen, die die Führung übernehmen. Wir brauchen Vermittler:innen, Erfinder:innen, Unterstützer:innen, Laute, Leise, … und vor allem brauchen wir alle Perspektiven und Eigenschaften. Wie wäre es also, wenn wir einander unvoreingenommen zuhören? Egal, wer vor uns steht – und wenn wir das „egal“ wirklich so meinen.

Also die Betonung, dass wir nicht Frauen oben brauchen, sondern gute Leute, egal welches Geschlechts, weil wir sonst im Wettbewerb nicht konkurrenzfähig sind.

Selbermach Mittwoch

Bitte Kommentare bündeln, wenn sie nur aus einzelnen Tweets und kurzem Kommentar bestehen und man sehr viele davon plant.

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Tradwifes

Tradwifes waren verschiedentlich in der Presse oder in den Medien allgemein in letzter Zeit, mit einer Darstellung zum einen als antifeministisch aber verschiedentlich auch als Frauen, die Männer ausnehmen.

Insofern ist es interessant, sich das Konzept mal näher anzuschauen:

A tradwife (a neologism for traditional wife or traditional housewife),[1][2][in recent Western culture, typically denotes a woman who believes in traditional sex roles and marriage. Many tradwives believe that a woman does not lose rights by choosing to take a traditional role in marriage. Some may choose to leave careers to focus instead on family and meeting their family’s needs.[2] A high-profile example of this is Canadian Cynthia Loewen, a former Miss Canada, who abandoned plans to pursue a medical degree in order to be a full-time housewife.[4] She stated that she finds fulfillment from the arrangement of her husband as the breadwinner and her in charge of the home, and that she is „more happy as a result“.[4]

According to Google Trends, online searches of the term „tradwife“ began to rise in popularity around mid 2018 and experienced high levels during the early 2020s.[5] Traditional housewife aesthetic has since spread throughout the Internet in part through social media featuring women extolling the virtues of behaving as the ideal woman.[6]

Es scheint mir ein Begriff zu sein, der etwas zwischen „Vollzeit-Hausfrau“ und „Frau mit einem Mann, der so viel verdient, dass sie nicht arbeiten muss, und sich um Haushalt und Kinder, aber auch um Lifestyle, schöne Einrichtung und Social Media kümmern kann“, also von „traditoneller Hausfrau“ bis „Luxushausfrau“.

The tradwife subculture is based on advocating traditional values of the past, and in particular a ‚traditional‘ view of wives as mothers and homemakers.[7]

Despite this however, the group is diverse demographically and ideologically.[8] Influences within the trend range from 1950s-era American culture, Christian religious values, conservative politics, choice feminism, and neopaganism.[7][9][8] Commentators have noted that „there is more class than racial diversity in tradwifery, though the content is not as white as one might assume“.[8]

Practices
Key to the tradwife identity is being a stay-at-home mother, and the various actives involved in managing the household, such as cooking, cleaning, making clothes, and tending to vegetables. Additionally, special attention is paid to the importance of raising children.

A report in America magazine, a Catholic publication, has also reported that some Catholic tradwives have adopted the practice of wearing veils–a practice embraced by some Catholic women as a means of reverence and empowerment.[11]

Finances
Some women who identify as tradwives, prefer a division of labour where their husband manages family finances more broadly while they focus on managing food and household consumables.

Also im Endeffekt eine klassische konservative Familieneinteilung, in der sie abweichend von dem sonst inzwischen üblichen auch keinen Teilzeitjob hat. Man sieht da gleich die Nachteile für den Mann: Er muss dann eben die gesamte finanzielle Seite übernehmen. Aber natürlich kann das auch für beide Seiten eine Art und Weise zu leben sein, die sie gut finden.

The tradwife aesthetic has been criticized due to associations in the United States and Britain with the alt-right and white nationalism and critics often stipulate that tradwives embody what feminists describe as „toxic femininity“, or, internalized sexism. Critics claim this is a tactic used by male alt-right adherents to recruit more women to far-right causes.[6]

Da ist man dann schnell wieder bei der Frage, wie eine Frau leben darf: Ist der Feminismus für Freiheit, was auch umfasst konservativ zu leben oder ist das private politisch und eine zu freie Lebensweise darf nicht hingenommen werden?

Despite this link being made however, not all tradwives endorse extreme ideas, and it is not an integral part of the subculture.[7] Prominent British tradwife influencer Alena Pettitt posted on social media in 2020 that she was „dumbfounded“ by the media’s „smear campaign“ against tradwives, arguing they were all being unfairly linked to extremism.[7]

Natürlich folgt aus der Ablehnung von „Choice Feminism“, dass man Tradwives attaktieren muss und die beliebteste Attacke ist natürlich, dass sie alle rechts sind. Und unterdrückt. Und Unterstützerinnen des Patriarchats. Und insofern Verräterinnen.

Was wiederum nicht bedeuten muss, dass nicht einige Tradwifes rechts sind.

Charles Sturt University academic Dr Kristy Campion, who specialises in extremism, has researched tradwives and says that people should avoid „denouncing all tradwives as far-right extremists, holding them accountable for views they may not hold and demonising what is, for many women, an extremely personal choice“.[7]

ich vermute mal, dass viele Tradwifes gar nicht unbedingt sehr politisch sind, abgesehen von einer gewissen konservativen Einstellung. Denn sie wollen sich ja gerade in die Familie zurückziehen und weniger nach außen auftreten.

Seyward Darby discussed the traditional wife aesthetic in her 2020 book, Sisters in Hate: American Women and White Extremism, and depicted through interviews with women who call themselves traditional.[18] She found that some women in the movement espoused tenets of the American political far-right, including white supremacy, antisemitism, populism and other ultraconservative beliefs.[18] Other researchers have identified a wide range of political views among tradwives which, while primarily conservative, range from the moderate to the extreme.[9]

Also eine relativ heterogene Gruppe.

Relationship with feminism
The tradwife culture has a complicated relationship with feminism, being at times criticized or supported by feminists.

While some who follow the tradwife aesthetic suggest that it is a rejection of feminism in favor of a return to simpler times and family systems, one feminist notes that it is feminism which allows women to choose between housewifery or a career to begin with:[

„I say this knowing how lucky I am to be a housewife in 2015 as opposed to 1955. Would I be enjoying it so much without washing machines, dishwashers, supermarkets or disposable nappies? Definitely not. My love of the job has nothing to do with a nostalgia for a past in which, for a start, my lifestyle was inconceivable, and women were going silently mad in their impeccably dusted homes. I can enjoy being a homechief without a supply of Valium precisely because I know it doesn’t have to be forever.“

Similarly, feminist writer Wendy Squires supports women’s right to be a tradwife and describes the ability to choose as a feminist success.[10] She rebuked those criticising the tradwife subculture saying:[10]

„The last thing we need as women is for some of us to feel superior and judgmental of others. Putting women down is the patriarchy’s job, not feminism’s.“

Das dürfte aber im interesektionalen Feminismus anders gesehen werden. Und auch allgemein hat Feminismus schon immer ein starkes Element intrasexueller Konkurrenz gehabt, in der Feministinnen anderen Frauen vorschreiben wollten, wie sie zu leben haben

 

 

„Attraktiv, erfolgreich, Mitte 30 und ohne Mann – darum verlieren Frauen das Dating-Game“

Über Arne bin ich auf diesen Artikel zu den Problemen attraktiver, erfolgreicher, Mitte 30 Frauen gestoßen, die Single sind.

Hohe Erwartungen, aber falsches Timing. Bettina Arndt beschrieb 2012 das Dating-Drama von Karrierefrauen. Damals war der Artikel prophetisch. Heute, sagte Arndt dem stern, ist alles noch schlimmer geworden.
2012 wurde Tinder gerade erfunden, in diesem Jahr schrieb Bettina Arndt einen wegweisenden Artikel. Er war die Urform einer Welle von ähnlichen Stücken, die Arndts Beobachtungen unendlich variiert und recycelt haben. Arndts Stil war erfreulich neutral. Ihr fehlte der weinerlich-anklagende Ton der heutigen TikTokerinnen und die hämische Bosheit der Manosphere.

Eine Erwähnung der Manosphere ist an sich ja schon interessant und selten. Aber ich bin sicher, dort gab es auch 2012 schon sachliche Artikel zu dem Thema.  Ich habe gerade mal bei mir gesucht, aber anscheinend hatte ich ihn damals übersehen.

Ihr ging es nicht um das Dating an sich, sondern um die Probleme einer spezifischen Gruppe: erfolgreiche, urbane Frauen, Mitte 30. Ohne feste Partnerschaft, aber mit dem dringenden Wunsch, doch noch eine Familie zu gründen. Ihr Problem: Alle wollen einen guten Fang und die besten Männer sind nicht mehr auf dem Markt.

Interessanterweise waren es in der Überschrift noch „attraktive Frauen“, das fällt hier erst einmal weg.

Aber es illustriert ja zum einen auch, dass Frauen natürlich auch Anforderungen an die Männer stellen und deswegen auch auf ihnen ein gewisser Druck liegt weil sie eben nicht jeden haben können (was ja mitunter der Gedanke bei „Female Choice“ ist, die so tut als würden Frauen nicht abgelehnt werden sondern nur aussuchen. )

Keine Besserung in Sicht
2023 hat sich Arndt zu einer streitbaren Beziehungsexpertin entwickelt. Angesprochen auf das alte Stück, sagte sie dem stern heute, dass sich die Verhältnisse nicht grundlegend für die Frauen gebessert hätten. „Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass es erfolgreichen, berufstätigen Frauen in den 30ern heute schlechter geht.“ Das alte Dilemma, dass attraktive Männer Ende der 30er dazu neigen, jüngere Frauen zu daten, hat sich nicht gegeben. Dafür sind neue dazugekommen.

Ja, das wird sich auch nicht so schnell ändern. Umgekehrt ist es ja aber nicht anders. Junge Männer konkurrieren eben auch mit älteren Männern um die interessanteren Frauen, es kann zB ein 17jähriger im Kampf um eine 17jährige gegen den 19jährigen verlieren, weil er eben schon ein Auto hat (über die Eltern) etc. Oder eben der 21jährige im Kampf um die 21jährige mit dem 28jährigen. Auch das ist aus der Sicht des jüngeren nicht unbedingt immer fair. Es ist eben eine Frage der Perspektive.

Der alte Artikel illustrierte das Problem an mehreren Beispielen. Nummer Eins ist Naomi. Sie besuchte die Vorlesungen ihres Verlobten und bemerkte eine Gruppe von drei Frauen in der Zuhörerschaft, alle attraktiv, gepflegt, Mitte 30. „Er ist 36 Jahre alt und definitiv jemand, der in die Kategorie Alpha-Mann fällt: hervorragende Arbeit im Finanzbereich, Doktortitel, hohes Einkommen, 1,80 Meter groß, sportlich und sehr gutaussehend.“ Vor der Vorlesung flirtete der Traummann kurz mit Naomi per Augenkontakt. „Die Frauen sahen das und es war, als wäre der Raum plötzlich eingefroren.“ Als die drei erfuhren, dass Naomi und er verlobt waren, musterten sie die Rivalin entsetzt. „Als wollten sie herausfinden, wie ein Mädchen, das Jeans und Ballerinas trägt, so einen Kerl an Land ziehen kann.“ Dann verließen sie die Vorlesung.

Wenn sie nur in der Vorlesung waren um sich den Mann zu schnappen, dann machen sie ohnehin etwas falsch. Interessanterweise wurde hier allerdings auch gerade zum Alter von Naomi nichts gesagt außer zu ihrer Kleidung. Und wenn Frauen da einfache Kleidung entsetzt, dann haben sie wirklich recht wenig von Männern verstanden. Der Kampf um Markennamen und die bessere Kleidung bei Frauen dürfte im wesentlichen intrasexuelle Konkurrenz sein. Ein Mann wird es in der Regel vergleichsweise egal sein, solange es ihr steht.

Der Wettlauf um den Traummann
Arndt nahm damit ein zumindest im englisch-amerikanischen Raum bekanntes Phänomen auf. In den 20ern konzentriert sich bei Studenten das weibliche erotische Interesse auf eine kleine Prozentzahl ihrer männlichen Kommilitonen. Sie sind die sogenannten Alphas, die große Masse – die Betas – wird übersehen.

Es ist – ich meine ich habe es schon an anderer Stelle mal gesagt – ja immer interessant, dass bestimmte weibliche Auswahlkriterien wie etwa Status und beruflicher Erfolg häufig geleugnet werden – es sei denn es geht um die Probleme von (erfolgreichen) Frauen einen guten bzw „akzeptablen“ Partner zu finden. Dann werden sie plötzlich ganz selbstverständlich angeführt.

Doch unbemerkt beginnt eine Reise nach Jerusalem. Das Spiel, bei dem immer weniger Stühle vorhanden sind, auf die man sich bei einer Unterbrechung der Musik hinsetzen muss. In diesem Fall heißt es, dass die begehrten Alphas aus dem Datingpool genommen werden. Das Missverhältnis von wenigen Alphas und vielen Interessentinnen ist in der unverbindlichen Jugend ein spannendes Spiel, doch wenn es um ernsthafte monogame Partnerschaften geht, wird offenbar, dass die Alphas knapp sind. Die Frauen, die zu spät kommen, stoßen auf einen leer gefegten Markt.

Das kann in der Tat schnell ein Problem werden, und durchaus auch für beide Geschlechter. Denn natürlich sind die besseren schneller weg. Oder es sind eben schon Kinder vorhanden etc. Natürlich gibt es den „zweiten Markt“ und auch der Umstand, dass die Leute später heiraten und Beziehungen nicht klappen macht Raum für spätere Entscheidungen, aber fast logischerweise wird der Raum enger, um so mehr, wenn man einen bestimmten Alterskorridor hat, innerhalb dessen man Kinder haben will und um so mehr Anforderungen man an den Partner stellt.

So kommt es zu Situationen, wie von Naomi beschrieben. Und Naomi verkörpert ein weiteres Problem. Anders als in der Unizeit binden sich die begehrten Männer nicht unbedingt in der gleichen Altersgruppe, sondern jünger.

Die verbliebenen Karrierefrauen Mitte 30 stehen vor einer schwierigen Wahl. Entweder suchen sie weiter einen Traummann, der ihren Vorstellungen entspricht. Oder sie gehen Kompromisse ein. Als da wären ältere Männer oder die einst verschmähten Betas ihrer Gruppe. „Ich war fünf Jahre lang als Online-Dating-Coach tätig“, so Arndt heute. „Ich habe festgestellt, dass viele Frauen eine enorm überhöhte Vorstellung von ihrem eigenen Marktwert haben. Sie kamen mit langen Einkaufslisten zu mir, was sie sich von einem Partner wünschen – und je länger sie in der Dating-Szene waren, desto länger wurde diese Liste.“

Da beschwert sie sich über den „abfälligen Ton“ in der Manosphere und wertet dann einen Großteil der Männer als zweite Ware, als Betas ab. Verächtlicher geht es ja eigentlich kaum. Würde man die Gruppe der Frauen als „Betas“ bezeichnen oder anderweitige Formulierungen verwenden, der Aufschrei wäre vermutlich groß.

Unglück macht unattraktiv
Seit 2012 wird das Thema ununterbrochen diskutiert. Auf TikTok finden sich die Hilfeschreie der Frauen („Wo sind die guten Männer geblieben?“) auf Reddit und Youtube die hämischen Kommentare aus der Manosphere („Another woman hits the wall!“). Das größte Problem, so Arndt, sei, dass jemand, der sehr viel Lebenszeit in unglücklichen und erfolglosen Beziehungen verbracht hat, immer zynischer und zugleich immer anspruchsvoller wird. “ Zutiefst verletzte Frauen sind für einen Mann, der eine liebevolle, akzeptierende Partnerin sucht, nicht besonders attraktiv.“

Auch interessant, dass eine Beziehung mit einem „Nicht so guten Mann“ bei gleichzeitigem Anführen, dass diese Frauen ihren Marktwert überschätzen, dann gleichgesetzt wird damit, dass sie unglückliche und erfolglose Beziehungen haben.  Natürlich könnten auch die jeweiligen Frauen ihren eigenen Wert hinterfragen (noch besser: Aus Sicht der Männer hinterfragen und nicht nur nach ihren eigenen Kriterien) und glücklich sein, dass sie jemanden gefunden haben und daran arbeiten, dass es eine tolle Beziehung wird. Es sind aber dann eher „Zutiefst verletzte Frauen“ und nicht Frauen, die einfach nicht erkennen, dass sie gar nicht so toll sind, wie sie denken.

Würde ein Mann sagen, dass er „Anspruch auf ein Nymphomanisches Topmodell“ hat, dann würde man, wenn sich diese leider nicht auf ihn einlassen, wohl kaum davon sprechen, dass ihn die unglücklichen und erfolglosen Beziehungen zynisch gemacht haben. Man würde ihn schlicht für ein Arschloch halten, welches seinen Wert überschätzt.

Die Beta-Männer – einst so attraktiv wie eine „kalte Schale Hafergrütze“ – erleben in ihren 30ern einen unerwarteten Aufstieg in der Frauengunst. Zumindest dann, wenn sie sich vom hässlichen Entlein zu einem attraktiven, halbwegs erfolgreichen Mann gemausert haben. 2012 zitierte Arndt „Greenlander“, damals ein erfolgreicher Ingenieur Ende 30. Als junger Mann konnte er bei Frauen überhaupt nicht landen, gab er zu. Dafür date er jetzt nur Frauen unter 27. Ältere Frauen trifft er nur aus zweifelhaften Motiven, die man unter dem Begriff „Die Rache der Beta-Boys“ zusammenfassen kann.

Auch hier wieder: In dem Zusammenhang darf man den Erfolg anführen. Ansonsten würde es erbitterte Aufschreie geben, wie man so etwas denn sagen könnte.

„Die Frauen in den 30ern, die ich kenne, haben Wahnvorstellungen. Manchmal schlafe ich mit ihnen, nur weil es so leicht ist, sie zu manipulieren. Sie haben das Schwanzkarussell satt und sehen in einem Kerl wie mir den perfekten Beta, mit dem sie sich niederlassen können, bevor ihre Eier austrocknen … Wenn ich sie satt habe, lösche ich einfach ihre Nummern vom Handy und nehme ihre Anrufe nicht mehr entgegen.“

Was für eine schlechte Sichtweise auf sich selbst. Ich hasse ja diese Idee des „Schwanzkarussells“. Aber vielleicht kenne ich zu viele normale Frauen oder zu wenig der oben beschriebenen Art. Ich kenne durchaus einige Frauen mit einer „wilden Phase“ aber die haben sich dann auch später mit relativ normalen Männern eingelassen und sind damit glücklich geworden.

Ehe hat 2012 an Wert verloren
Das war schon bitter genug. Doch seit 2012 kommen weitere Faktoren hinzu, meint Arndt. Die Ehe sei nicht mehr das verbindliche Lebensmodell. Vor allem junge Männer stünden der Ehe heute insgesamt misstrauischer gegenüber als damals, wenn sie nach erbitterten Scheidungen in Alleinerziehendenhaushalten aufgewachsen sind.

In Australien gibt es eine weitere Spezialität. Anschuldigungen wegen häuslicher Gewalt – ob berechtigt oder unberechtigt – geben Frauen in einem Trennungsverfahren viele Vorteile. „Es ist schwer vorstellbar, warum Männer die Ehe befürworten sollen, wenn sie miterlebt haben, wie ihre Väter jeden Dollar, für Gerichtsstreitigkeiten ausgeben müssen, allein um ihre Kinder zu sehen.“ Auch den Feminismus, wie er an Universitäten verbreitet werde, sieht Arndt mehr als kritisch. Nicht wegen der berechtigten Forderungen nach Gleichberechtigung, doch wenn Frauen dazu erzogen würden, Männer als Feind zu sehen, dann sei das Gift für Beziehungen, findet Arndt, und „Männer haben allen Grund, vorsichtig zu sein“.

Ich habe unter Arndt nichts finden können auch wenn ich dachte ich hätte schon mal was gehabt dazu. Aber sie scheint einiges aus der „Manosphere“ an Ideen übernommen zu haben. Natürlich würde die typische Feministin intersektionaler Ausrichtung auch Leugnen, dass Männer der Feind sind. Man will ihnen ja eigentlich nur helfen und das Patriarchat schadet ja auch den Männern.

Ein Drama von der Resterampe
Wie schon erwähnt, beschreibt Arndt das Problem einer lautstarken aber kleinen Gruppe. Es ist ein Drama auf einem Reste-Markt. Es sind die Frauen, die aus ihrer Gruppe der bindungswilligen Frauen übrig geblieben sind, und sie treffen auf die Männer, die sich ebenfalls nicht zu einer festen Partnerschaft haben durchringen können. Feste Paare stellen vermutlich die weitaus größere Gruppe, doch machen sie nicht so viel Wirbel in den Sozialen Medien.

Das ist ja auch schon wieder eine ganz andere Beschreibung der Lage: Frauen die zu wählerisch waren vs Männer, die sich nicht binden wollen.

„Eines der frustrierendsten Dinge, mit denen man als Feministin zu kämpfen hat, ist die verinnerlichte Mysogynie anderer Frauen“

Ein interessanter Beitrag in dem Feminismus Bereich bei Reddit:

One of the most frustrating things to deal with as a feminist is the internalized mysoginy of other women

Like how are u as a woman turning your back against other women? And it’s always the mad privileged women who don’t even face sexism in their lives who refuse to support or stand up for other women. „Why do we even need feminism?“ We need it because women are not safe. Period. Regardless of your situation, most women in this world are simply not safe, and we can’t bring a new generation of girls into this world and not give them a space to be safe and comfortable. I also hate how these women find it so much easier to sympathize with men rather than women. Like every time I mention my struggles as a girl, they go „yeah, BUT MEN“ completely invalidating and downplaying my problems. It’s just so disappointing and lame to see other WOMEN act this way.

„Internalisierte Misogynie“ ist echt ein so geniales Konzept um jede Kritik abzuwehren. Frauen nehmen nicht am Freiheitskampf teil, fühlen sich nicht unterdrückt, widersprechen einfach?
Man kann ihre Auffassungen einfach komplett entwerten mit „die begreifen halt die Realität nicht“

Und aus den Kommentaren

Feminism and race 1000% need to be taught about more in schools. Everyone needs to know that these issues still exist and make sure they arent ignorant to it. Thanks a fucking lot to FLORIDA for fucking up a lot of progress.

Jedem muss die Opferhaltung möglichst früh eingeimpft werden, bis sie es endlich auch glauben!!

100% agree, i think womens studies and black studies should be mandatory for all students and also stuff about intersectionality. Its been meticulously cherry picked out of our education but its critical to understanding history and social studies

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Feministinnen das gefallen würde.

Your mistake here is assuming they’re like other girls. Jk though

I think there maybe comes a point where it would be too painful to acknowledge how bent their systems are. Like a lot of women who hold the most internalized misogyny come from conservative backgrounds or are part of a conservative family or church or something, so we know they are facing sexism but everyone and everything they know is tied up in it so they see it as having to shift their entire worldview and see it in a “bad” light. (I’m not saying it’s actually a zero-sum game but that’s how they might).

And definitely for some, like you say, it’s working enough for them they aren’t going to want to change. They’re privileged so there’s no incentive there.

„Es ist einfach zu schwer aus dem Patriarchat rauszukommen, deswegen denken sie es sich schön“. Wie könnte es auch anders sein?

Und natürlich der Klassiker:

Also, for a lot of women in these conservative circles, they can actually have a lot of “power” over other women and have greater social standing if they toe the line of the patriarchy. Those that venture too far out of what is acceptable are outcast.

TLDR: in a fucked up way, women who preserve the patriarchy have more social power and benefit in their social circles than those that rebel against it. Even though they’re still under the thumb of the men.

Source: was former Christian conservative woman.

Das Patriarchat schadet zwar Frauen, aber es belohnt Frauen auch. Klar, das kann in vielen Systemen sogar stimmen, gerade wenn sie brutale Unterdrückungsregime sind. Allerdings haben Frauen das aktive und passive Wahlrecht in geheimen Wahlen….

You should meet my mother. She’s a proudly self-proclaimed misogynist. She will gleefully tell me how much she hates women, and how difficult women are. She insists that women are too emotional and that men are usually right.

If I say anything to her, she will ignore it, but will listen to my partner instead, even if he’s saying the same thing.

She refuses to work with women her own age in her shop, and will only hire younger women or girls because „they don’t back chat and know their place.“ She recently fired a woman who had been there for 11 years because she „didn’t know her place“.

I’m honestly waiting for they day she gets called into an employment tribunal.

The kicker? She’s the most emotionally unstable wreck of human I’ve ever met. She can’t control her temper and has meltdowns over the slightest thing. She has zero emotional resilience. She is everything she claims to hate.

Frauen sind zu emotional? das kann sich nur das fiese Patriachat ausgedacht haben

Der Partner von Giorgia Meloni, Vergewaltigung, die Rolle von Alkohol und Victimblaming

Ein Bericht zu einer Äußerung der italienischen Premierministerin:

A row has erupted in Italy after a journalist and the partner of Giorgia Meloni appeared to suggest that women could avoid rape by not getting too drunk, with opposition parties calling on the prime minister to distance herself from his comments.

“If you go dancing you are fully entitled to get drunk ... but if you avoid getting drunk and losing consciousness, perhaps you’d also avoid getting into trouble, because then you’ll find the wolf,” Andrea Giambruno said on his show on the right-leaning channel Rete 4 after recent high-profile gang rape cases near Naples and in Palermo.

Giambruno, who has a seven-year-old daughter with Meloni, agreed during the show with the editor of the rightwing Libero newspaper, Pietro Senaldi, who said: “If you want to avoid rape, above all don’t lose consciousness, keep your wits about you.”

Das ist ja eine alte Diskussion, die hier auch schon ein paar Mal Thema war. Hier kommt natürlich dazu, dass es der Partner von Meloni sagt, die eh keiner auf linker Seite mag und es ein urlinkes intersektionales Thema anspricht, nämlich die Frage, ob das Raten zu einem Verhalten, welches eine Gefahrreduzierung bewirkt, unzulässig ist, weil dieser Rat Verantwortung für die Tat auf das Opfer verlagert und damit Victimblaming ist.

Die eine Seite vertritt die Auffassung, dass ein guter Rat, der das Risiko verringert, kein Vorwurf sein kann, sondern jeder Interesse an Selbstschutz haben sollte.

Gerne genommener Vergleich ist, dass man ja auch sein Auto und sein Haus abschließt und das ja auch kein Victimblaming ist bzw sich jemand, der in einem „Problemviertel“ mit Reichtum prallt oder offen zeigt, dass er viel Geld mit sich trägt, damit eben sein Risiko erhöht, dass es ihm jemand wegnehmen will. Und natürlich kann da ein gewisser Schuldvorwurf mitschwingen: „Wie kannst du nur so blöd sein, da zu zeigen, dass du Geld dabei hast?“. Da wird dann angeführt, dass die Tatverantwortung ja dennoch beim Täter bleibt.

Die andere Seite vertritt, dass damit eine Verhaltensaufforderung verbunden ist, die unzulässig ist, weil der Täter die alleinige Schuld trifft.
Die Gesellschaft müsse sich ändern, insbesondere die Gruppe der Männer, es läge an dieser alleine, dass sie Vergewaltigungen verhindert.

Zunächst erst einmal: Forschung spricht dafür, dass Alkoholkonsum tatsächlich ein hoher Risikofaktor ist zB

Relationship Between Alcohol and Sexual Violence PerpetrationAlcohol use is widely identified as a risk factor for sexual violence perpetration (Abbey, Wegner, Woerner, Pegram, & Pierce, 2014). Numerous studies have found a direct association between alcohol use and sexual violence perpetration in diverse populations, including high school and college students, adolescent and adult sex offenders, community men and women, and among individuals in same-sex relationships (Tharp et al., 2013). Roughly half of all sexual assaults (reported and unreported) involve the consumption of alcohol by the perpetrator, victim, or both (Abbey, Zawacki, Buck, Clinton, & McAuslan, 2004). The literature suggests that between 34% and 74% of sexual violence perpetrators used alcohol at the time of the assault, and men who drank “heavily” (i.e., acted/felt moderately or extremely intoxicated) on their last date were more likely to report committing sexual assault on that date than men who did not (Abbey, Ross, & McDuffie, 1994). A number of theories have been proposed to explain the relationship between alcohol use and sexual violence perpetration, with most evidence suggesting that alcohol interacts with multiple characteristics of perpetrators and their environments to increase the risk for violence (Abbey et al., 2004). The current review focuses on two key mechanisms by which alcohol may increase the risk of sexual violence perpetration: excessive consumption and social disorganization. These mechanisms have particular relevance to existing alcohol policy interventions and, as such, guide the selection of policies examined in the current review.

Excessive Consumption
Excessive alcohol consumption is associated with a number of cognitive and social consequences that can increase an individual’s risk for sexual violence perpetration, including cognitive impairment and the misperception of social cues. Specifically, excessive alcohol use is directly linked to acute problems with abstract reasoning, planning, and judgment, impairments that can result in disinhibition, reduced empathy, and a limited capacity to consider long-term consequences or alternative behaviors (Abbey et al., 2004, 2014). Such effects may reduce cognitive functions that would otherwise inhibit aggressive and violent behavior among high-risk individuals, including sexual assault. Excessive alcohol consumption may also exacerbate the tendency for some men to misperceive the level of a woman’s sexual interest by reducing their capacity for higher order thinking (Abbey et al., 2004; Gallagher, Hudepohl, & Parrott, 2010). By shrinking one’s perceptual field to only the most obvious information, alcohol makes it difficult to attend to multiple and complex social cues, such as those that may occur on a date or while talking to a potential sex partner. As a result, complex cues are often interpreted to support one’s initial expectations (Abbey et al., 2014). This is particularly problematic when these existing expectations are shaped by sociocultural norms that support aggressive sexual behavior or violence against women. For example, men exposed to messages about male sexual entitlement may be more likely, while intoxicated, to expect that interactions with potential sex partners will end in sex, and these expectations may be reinforced, in turn, by the misperception of social cues to support these expectations (Abbey, 2011).

Aber das spielt aufgrund der verschiedenen Ansatzpunkte in der Argumentation eine geringe Rolle.

Both men voiced condemnation of the rapists, whom they described as “wolves”, but the comments caused a storm on social media, with posters accusing Giambruno of victim blaming.

Cecilia D’Elia, a senator for the centre-left opposition Democratic party (PD) and vice-president of the commission of inquiry into femicide, said: “They just can’t help but blame women. Don’t go out alone, don’t go where it’s dark, don’t dress provocatively. All this is no longer acceptable.”

“If a girl drinks too much, she can expect a headache, not a rape,” she added, and called on Meloni to distance herself from her partner’s comments.

The opposition Five Star Movement party (M5S) said in a statement that “Giambruno’s words are unacceptable and shameful” and “they represent a male-dominated and retrograde culture”.

Auf der einen Seite „Vergewaltigung ist ein schlimmes Verbrechen und wir leben in einer Rape Culture“ auf der anderen Seite „wie kann man es wagen Sicherheitsmaßnahmen vorzuschlagen, die nach allem was wir wissen sogar Taten verhindern würden, die Gesellschaft ist schuld“.

Giambruno replied saying: “If I had said something wrong, I would have apologised, but that’s not the case and there will never be a day when a politician tells me what to say.

“I said rape is an abominable act. I took the liberty of telling young people not to go out on purpose to get drunk and do drugs. I advised them to be careful because, unfortunately, the bad guys are always out there. I never said that men are entitled to rape drunk women.”

Da hätte er recht. Aber das wird in der Debatte eben nicht wahrgenommen werden.

Selbermach Samstag

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