„Wen sollte man zurücklassen?“

Dieses Bild macht gerade die Runde:

Und noch einmal als Bild:

Es ist wohl auch schon vor Jahren mal aufgetaucht und hat zu Ärger geführt.

Mir ehrlich nicht klar – so es denn tatsächlich echt ist – wie man damit „kulturelle Kompetenz“ trainieren soll. Klar, wie zB hier angeführt gibt es keine „Richtige Antwort“ und an der Begründung, warum jemand rausfliegt, kann man vielleicht Vorurteile fest machen. Aber das Szenario „die Menschheit geht unter, nur diese acht überleben“ werden die meisten wohl  so etwas festmachen wie einen Auftrag die Mannschaft so zusammenzusetzen, dass die Menschheit weiter lebt, damit die Opferung der anderen einen „Sinn“ hat.

Ein Raumschiff zu einem anderen Planeten bei einer untergehenden Menschheit hat ja nichts mehr mit Kultur zu tun, es geht allenfalls noch darum, mit welchen Menschen die Menschheit am ehesten fortbesteht.

Ich würde bei der Betrachtung Abstammung erst einmal konkret rausnehmen, sie sagt wenig aus.

Ich sortiere die Liste mal besser durch:

  1. An Accountant with a substance abuse problem
  2. A militant African American medical student
  3. A 33-year old female Native American manager who does not speak English
  4. The accountant’s pregnant wife
  5. A famous novelist with a physical disability
  6. A 21-year old, female, Muslim international student
  7. A Hispanic clergyman who is against homosexuality
  8. A female movie star who was recently the victim of a sexual assault
  9. A racist armed police officer who has been accused of using excessive force
  10. A gay male, professional athlete, vegetarian
  11. An Asian, orphaned 12-year old boy
  12. A 60-year old Jewish university administrator

Ich gehe mal davon aus, dass nur Personen, bei denen ausdrücklich female steht weiblich sind und da keine sprachliche Falle gestellt worden sind

8 Personen können mit, 4 müssen bleiben.

3, 4, 6, 8 sind Frauen,  ich würde alle vier mitnehmen, weil Frauen nun einmal das Nadelöhr jeder Fortpflanzung auf einem neuen Planeten sind und bei einer geringeren Zahl das Risiko zu groß ist, dass es keine Nachkommen gibt.

Man könnte dann die Frauen fragen, welche Männer sie für sich interessant finden und das dann mit den Männern abgleichen, was den Fortbestand der Menschheit evtl sicherer macht.

Muss man selbst wählen:

Bei den Männern wäre die Frage wie lange Nummer 2 schon Medizin studiert, aber wenn es zumindest ein paar Semester sind, dann wäre er auch sicher dabei, weil das hilfreiche Fähigkeiten sind.

Nummer 5 scheint mir bei der geringen Anzahl von Personen aufgrund seiner Behinderung ein zu großes Risiko zu sein, ein Homosexueller  (10) ist auch wohl kaum der beste Start zu einer Neupopulation einer Spezies. Der 60jährige (12) bietet auch nicht die beste Grundlage, einfach weil er zu alt ist.

Bliebe noch einer, der raus muss. Da bräuchte man erst einmal mehr informationen. Man könnte den 12jährigen (11) rausschmeißen, weil er nicht in die Alterstruktur passt, eine ungerade Zahl von Frauen zu fortpflanzungsfähigen Männern erzeugt und zu lange braucht um nützlich zu sein. Man könnte ihn auch bewusst drin lassen, damit eine andere Alterstruktur vorhanden ist

Der Clergyman steuert erst einmal auch nicht wesentliches bei und könnte zu viel Unruhe erzeugen, wenn er nicht offen für andere Religionen ist.

Bei dem Buchhalter (1) könnte man davon ausgehen, dass er zwangsläufig einen Entzug macht, aber ob jemand mit heftigen Entzugserscheinungen die beste Wahl ist wäre eine andere Frage. Es hängt wohl davon ab, wie gut die Verbindung zu seiner Frau ist.

Bei dem Polizisten (9) wäre die Frage ob der Rassismus in der Kleingruppe überlebt und zu Problemen führt. Und natürlich ob er bereit ist Gewalt gegen andere anzuwenden um sich eine oder mehrere Frauen zu sichern.  Und wie der Planet aussieht: Braucht man jemanden, der Gewalt einsetzen kann um zu überleben?

Für Kinder finde ich den Ansatz relativ ungeeignet, weil viele Faktoren schlicht keine Rolle spielen, man aber so tut als spielen sie eine Rolle. Und natürlich weil man relativ wenig Informationen hat auf denen man eine Entscheidung aufbauen kann

46 Gedanken zu “„Wen sollte man zurücklassen?“

  1. Wenn nur solche Menschen den Rest der Menschheit verkörpern, dann können wir auch einfach gleich aussterben.
    Da würde ich lieber das Raumschiff mit Katzen vollstopfen und losschicken.

    • Hätte ich auch gesagt. Wenn es nur noch diese 12 Menschen gibt und danach 8 davon, dann könnte man auch das Los entscheiden lassen, weil langfristige Erhaltung der Menschheit mit 8 Personen nicht möglich sein wird.

      Gibt es auf dem anderen Planeten aber schon andere Menschen ist die Erhaltung irrelevant. Dann würde ich ggf. erstmal die jüngsten mitnehmen, weil so eine Reise ja auf jeden Fall lange dauert und auch aus moralischen Gründen – viele alte Menschen würden das soweit ich weiß genauso machen. Wir bekommen aber nur Altersangaben zu 4 Personen.

      Abstammung würde ich auch komplett rausnehmen. Auch Religion – außer bei dem Prediger, denn da ist klar, dass Religion wichtig ist – und da wäre ich dann bei der Argumentation bei Christian. (Ich denke, dass jeder der seine Religion sehr ernst nimmt ein Problem für andere ist, je nach Religion vielleicht noch mehr oder weniger, aber soweit ich weiß gibt es in jeder Religion problematische Fundamentalisten – falls ich da falsch liege, bitte gerne ausführliche Info – aber lasst mir die drei abrahamitischen Religionen raus, da bin ich mir sicher, dass ich recht habe).

      Dann würde ich bei so einem Unterfangen auch auf Nützlichkeit der Fähigkeiten achten. Mit einer Behinderung ist man dann wohl leider raus, weil Romane schreiben ja wenig hilft.

      Ein schwuler (Fortplanzung denke ich unwichtig wie oben beschrieben, daher egal), vegetarischer (warum sollte das ein Vor- oder Nachteil sein? In solchen Situationen isst man was man kriegt), Atleth ist ja durchaus nützlich, weil Kraft/Geschick/Ausdauer sicher nicht verkehrt für eine Gruppe.
      Wobei mir da was zum Thema Schwul einfällt:
      Es wird doch immer mal über die Ursache von Homosexualität bei Männern nachgedacht – wenn auch nicht laut – da gab es doch Ansätze, dass das evtl. gut für eine Gruppe ist, weil dadurch weniger Männer im Verhältnis zu Frauen was zu Zufriedenheit bei allen führt, wegen weniger sexueller Konkurrenz oder so.

      Management – also Organisation von Menschen – kann ja sinnvoll sein. Andererseits ist da die Sprachbarriere. Das wäre wohl dann ein KO-Kriterium.

      Man könnte auch argumentieren nur Männer mitzunehmen (nur Frauen geht ja nicht bei 4 von 12), weil man dann überhaupt keine Probleme was den Sex angeht hat.

  2. Meine Auswahl:

    An Accountant with a substance abuse problem
    A militant African American medical student
    A 33-year old female Native American manager who does not speak English

    A famous novelist with a physical disability

    A Hispanic clergyman who is against homosexuality
    A female movie star who was recently the victim of a sexual assault

    A gay male, professional athlete, vegetarian

    A 60-year old Jewish university administrator

    Eine Kultur, die diese Sammlung von 12 Leuten als „besonders in der Lage, eine Zivilisation zu gründen“ vorauswählt, sollte lieber gestern als morgen untergehen.

    Noch besser wäre natürlich, das Raumschiff zu sabotieren, dass alle dableiben müssen. Privilegien sind schließlich Das Böse!

  3. Völlig egal, wer von denen da auf die Liste kommt. Die haben eh keine Überlebenschancen.
    Da fehlen Handwerker und Ingenieure, sowie Leute die die Nahrungsversorgung sichern, sich also mit Landwirtschaft und ggf. Viehzucht auskennen (soweit dies auf dem Zielplaneten eben möglich ist).

    • Sehe ich auch so. Acht Menschen auf einem fremdem Planeten werden untergehen.

      Deshalb muss man sich keine großen Gedanken machen, sondern kann die Plätze für dieses Himmelfahrtskommando einfach auslosen.

    • Genau das hatte ich auch gerade schreiben wollen. Die getroffene Auswahl an Leuten die mitgenommen werden sollen ist schon so krank, dass sich weitere Überlegungen erübrigen – was hier wohl alle zu teilen scheinen.
      Der Test sagt viel über die Tester aus – die sind so was von krank …

      • Naja, man bedenke das Umfeld, aus dem dieser mutmaßliche Test stammt. Die Ersteller sitzen von der Gemeinschaft durchversorgt in ihren Elfenbeintürmen. Denen sind niedere Dinge wie Arbeit, bei der man sich gar die Finger schmutzig machen könnte, komplett unbekannt. Die können sich gar nicht vorstellen, dass eine Gruppe Akademiker – auf welche es bei einer derartigen Vorauswahl hinausliefe – weit gernigere Überlebenschancen hätte, als eine Gruppe Handwerker und Bauern. Strom kommt halt bekanntlich aus der Steckdose und das Essen aus dem Supermarkt…

      • Wenn Ideologen so ein Projekt planen, kann sowieso nichts vernünftiges rauskommen.
        Pragmatische Planer hätten Personen ausgewählt, deren Fachkenntnisse das Überleben aller wahrscheinlicher machen oder die zumindest auch richtig mitanpacken können, wenn’s in einer vielleicht lebensfeindlichen Umgebung hart auf hart kommt.

        Um den Genpool robuster zu machen, wäre es zweckmäßig, von jedem Kontinent eine Person dabei zu haben. Diversität ist in dieser Hinsicht wichtig.

    • Von der Physikerin hätte ich mir die Hauptfrage erwartet: was wiegen die Leute?

      Als erfahrener Raketenbauer habe ich mit 11 oder 12 festgestellt, dass Nutzlast und Treibstoff ganz wesentlich für die Flughöhe sind. Oder deutlicher: die Fetten bleiben unten.

      • Hmm. Aber im Falle einer Katastrophe können a) die Fetten länger von der Substanz zehren als andere mit dem gleichen t Mehrgewicht an (mindestens nicht höchstkalorischen) Vorräten und b) wenn es hart auf hart kommt, können auch die anderen länger von den Fetten zehren.

        Da die Autoren der Frage schwer krank scheinen, sollte man dergleichen sicherheitshalber berücksichtigen.

      • Im Vergleich zur Masse der Lebenserhaltungssysteme und Stasiskammern machen ein paar Kilogramm hin oder her nicht so viel aus.
        Andererseits können vorhandene Fettreserven durchaus den Unterschied zwischen Leben und Tod machen, wenn das Nahrungsangebot nicht für alle ausreicht.

  4. Das ist einfach nur eine Variante von Milgrams Stromschlag-Experiment. Anstatt Stromschlägen muss hier nur „zur Vernichtung freigegeben“ angekreuzt werden.

    Und wer nicht mitmacht, fliegt raus. So macht man Unmenschen. Sehr effektiv.

    • Ja, das ist das wirklich Interessante an dem Fragebogen. Wer verweigert sich ihn auszufüllen, und welche Sanktionen drohen ihm bei Nichtausfüllen? Wie korrumpierbar sind also die Probanten, wenn sie aufgrund einer Verweigerung z.B. eine schlechte Bewertung bekommen oder gar davon ausgeschlossen werden, irgendwelche Raketenwissenschaften zu studieren.

      Welcher Sanktionsgrad reicht aus, um sie bei so etwas zum Mitmachen zu bewegen? Bei Milgram waren die Sanktionen minimal, trotzdem haben die meisten bis zum mutmaßlichen Tod der „Testperson“ weitergemacht.

  5. Ich vermute, bei diesem Test geht es schlicht darum, herauszufinden, welche Gruppen die Testperson als „minderwertig“ empfindet, und sie dann ggf. zu erziehen, wenn sie sich gegen die „falschen“ Minderheiten entschieden hat. Dass es konkrete objektive Gründe für die Auswahl geben könnte, ist in dem Test vermutlich nicht vorgesehen.

  6. Ganz einfach: Die acht Ersten, die an Bord sind, kommen mit. Die können sich gerne den Vortritt gegenseitig lassen.
    Und wenn die Menschheit dann ausstirbt, weil sie sich nicht mehr reproduzieren kann – so what?
    Hat denn eine Spezies, die solche Fragebögen entwickelt, in der wenige abstrakt über Leben und Tod anderer befinden, überhaupt eine besondere Berechtigung zu überleben?
    Eine Spezies, die Menschengemachtes und einen CO2-Footprint übel findet, die sich die Gesichter verhüllt, 1,5 Meter Abstand zu anderen einfordert, ihren Nachwuchs abtreibt und das auch noch bejubelt.
    Warum sollte es die geben?

  7. Ich würde eher eine Bombe einschmuggeln und daraus ein schönes Feuerwerk machen. Wenn die Menschheit es nicht schafft so zu überleben, dann sollte sie nicht versuchen andere Himmelskörper zu verseuchen.

  8. Wir wissen doch alle, dass man seinen Koteau vor dem Mainstream nicht macht. Deswegen ist die einzig richtige Antwort auf eine solche bescheuerte Frage: Weder Noch.

    Und dann kann die Kreativität losgehen!

    Die Katzenidee von Morris ist schonmal großartig, würde ich unteratützen, ich liebe Katzen!

    Rentons Streichhölzer ziehen und Beweis’s First Come First Serve sind praxisnahe Methoden.

    Ich könnte mir noch vorstellen:

    Lasst sie eine Runde Hunger Games drum spielen! Da 4/12 eh sterben müssen können hier die Skills entscheiden, wer übrig bleibt!

    Wir haben Space Limitations von 8/12 = 2/3? Erstmal alle ne Abnehmkur machen, wenn der Wohlstandsspeck weg ist, passts vielleicht! Zur Not kann man noch Arme amputieren, dann sind alle Behindert, das ist dann auch irgendwie wieder gerecht.

    Eine wichtige Person fehlt auf der Liste: Ich! Denn ich bin ja auch noch da, schließlich kann ich Kreuzchen setzen! Ich setze mich also ganz oben auf die Passagierliste und je nach Lust und Laune nehm ich nicht ganz so alter weißer Patriarchat noch die Muselmanin und die Wilde mit. Die erste muss eh Männern gehorchen und die Zweite kann mangels Englischkenntnissen keine Widerrede geben, Perfekt. Und dann sind die auch noch die jüngsten aus der Auswahl! Der Reat muss da bleiben, ich brauche Platz, meine Füße auszustrecken!

    Nach so vielen Jahrtausenden Matriarchat und einem Jahrhundert Feminismus wird es Zeit, dass wir benachteiligten Männer dran sind! Schmeißt die vier Frauen raus, dann passts!

    Bei so einer Liste hat doch wer eine Vorauswahl getroffen und ich soll jetzt nur noch aussortieren, wo der sich nicht entscheiden konnte? Nö, mach ich nicht! Mach du doch!

    Fällt euch noch was ein? 😀

    • Ich sehe das genauso.

      Auf der Liste fehlen meine Kinder (oder wenigstens meine Nichten/Neffen).

      Ich würde einen Vermerk darunter machen: „macht euren Dreck alleene“ und mir einen Logenplatz für den Weltuntergang suchen.

  9. Niemals würde ich einen solchen sinnfreien Test, Umfrage machen. Das ist absolute Zeitverschwendung. Egal welches Ergebnis rauskommt, es kann immer kritisiert werden, angezweifelt oder niemals richtig sein. Wer ein solches Papier als Grundlage für irgendein wissenschaftliches Ergebnis nimmt um den Antwortenden zu bewerten, den würde ich selbst erstmal in Frage stellen.

  10. Entsprechend Christians Aufzählung:
    1: Vielleicht wird er ja zum Workaholic wenn auf dem Mars kein Schnaps produziert wird. Behalten wir mal als Nachrücker
    2: Macht Ärger UND hat noch nichts nützliches gelernt. Abgewiesen
    3: Frauen braucht man für Nachwuchs, auch wenn sie sich damit dann aber beeilen muss. Sprache ist ja nicht so wichtig für Sex
    4: Zwei zum Preis von einem Sitzplatz
    5: Kann nicht arbeiten und würde auch nicht arbeiten. Abgewiesen
    6: Frau, Kommt mit. Auch wenn man die Gelegenheit verpasst eine Religion zu verlieren
    7: Will sich weder fortpflanzen, noch den anderen Männern helfen, den Druck abzulassen. Abgewiesen
    8: Frau, kommt mit. Aber sie wird ein bisschen die Zähne zusammen beißen müssen
    9: Kommt mit, er ist mein Cousin
    10: Gute Gene, aber er wird dasselbe Opfer bringen müssen wie #8
    11: Kommt mit, denn er hat die höchste Lebenserwartung. Außerdem hindert er die anderen daran, während des Flugs um ihre Angehörigen zu weinen.
    12: Abgewiesen. Wir brauchen Leute die arbeiten

    Wenn #1 nicht mitkommt, weil es auf dem Mars keinen Schnaps gibt, würde ich dem Managment zurückmelden, dass wir mehr Bewerber brauchen oder den letzten Sitzplatze mit Kartoffelsäcken belegen.

    Die Antworten klingen grausam, aber die Fragestellung implizierte, dass manche dieser Menschen mehr wert seien als andere. Also dachte ich mir, dass eine entsprechende Antwort erwartet wird.

    Persönlich hätte ich aber lieber einfach ausgewürfelt, wer mit darf, denn alle Menschen sind für mich gleich.
    Gleich wertlos

  11. So Gedankenexperimente finde ich immer mal wieder interessant. Auch wenn hier die ich sage mal gesellschaftspolitische Stoßrichtung absehbar ist. Und die Sinnhaftigkeit egal für welches Training mMn komplett absurd ist. Also meine Auswahl wäre:

    – Alle Frauen, wegen Maximierung der Fortpflanzungsfähigkeit. Die Schwangere hätte sogar den Vorteil das zwei Personen zum Preis eines Platzes mitkämen.
    – Von den Männern:
    1, da Ehefrau dabei und somit schonmal eine vermutlich stabile Familienstruktur in der Kolonie vorhanden ist. Mangels Alk dürfte er auch sein Substanzproblem überwinden. Da von Beruf Buchhalter wäre er vermutlich in Sachen Organisation und Resourcenmanagement von Vorteil.
    2, wegen der medizinischen Kenntnisse. In wie weit sich die Militanz auswirkt wäre eine Frage.
    7, under der Annahme das er nicht dem Zölibat unterliegt. Der Geistliche hat zwar keine offensichtlichen praktischen Fähigkeiten. Er könnte aber als Seelsorger eine ausgleichende Funktion in der Gruppe haben wenn es zu Stresssituationen kommt.
    9, da egal wo sie landen Sicherheit ein Thema sein dürfte. Allerdings könnte der Rassismus ggf. zum Konflikt mit dem Medizinstudenten führen.

    War am überlegen 12 zu inkludieren aber das würde mMn die Altersstruktur zu sehr durcheinander bringen. Alle anderen scheiden aus wegen körperlicher Einschränkungen, mangel an direkt nützlichen Fähigkeiten oder sexuellen Präferenzen die einer Bevölkerungsgründung entgegenstehen.

  12. Letztlich ist es vollkommen egal wen man mitnimmt, es bestehen keine effektiven Überlebenschancen.

    Das hat mehrere Gründe. Zum ersten gibt es wie @breakpt aka Anne sagt zu wenig Ingenieure, Handwerker, etc. um eine Kolonie zu bauen. Selbst wenn das alles vorhanden wäre würden 8 Menschen nicht ausreichen für eine Kolonie.
    Man benötigt eine gewisse genetische Vielfalt um ein längerfristiges Überleben zu gewährleisten, und die ist mit 8 Personen nicht gegeben.

    Selbst bei 30 Paaren sollte über mehrere Generation jede Frau drei Kinder von drei verschiedenen Männern bekommen um eine genetische Vielfalt aufrecht erhalten zu können.

    Vergleiche mit Star Trek: TNG
    https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Der_Planet_der_Klone#Dialogzitate:~:text=nicht%20ganz.Pulaski-,30%20Paare,-sind%20genug%20f%C3%BCr

    • „Man benötigt eine gewisse genetische Vielfalt um ein längerfristiges Überleben zu gewährleisten, und die ist mit 8 Personen nicht gegeben.“

      8 Personen sind nicht ideal, aber ich glaube schon, dass es gehen würde. Zumindest dann, wenn alle ordentlich produzieren. Ein Vorteil der geschlechtlichen Fortpflanzung ist ja, dass durch die nur teilweise Weitergabe der gene „schlechte Gene“ schneller aussortiert werden können.
      Und dann hätte man auf einem fremden Planeten eh so viele neue Selektionsbedingungen (neue Nahrung? andere Schwerkraft? Andere Luftzusammensetzungen? etc) das auch viele neue Selektionen Raum haben. Klar gibt es ein gewisses Inzuchtsproblem, aber je nach dem wie die Bedingungen sind ja auch eine harte Selektion.

  13. Leute, wir haben die Aufgabe nicht korrekt gelesen!

    Die logische Vorauswahl ist bereits erfolgt. Da steht nämlich: any eight qualify!!!!

    Da steht auch nicht, dass es nur ein Raumschiff gibt.
    Es ist also strikt nach Moral und Ethik zu entscheiden.
    Ich werfe die vier Frauen raus, dann gibt es weniger Stress während des Fluges.

  14. Bin selbst rechts, trotzdem fliegt der Cop raus. Der greift noch die eigenen Leute an.

    Da hier eh jeder sagt, mit 8 kannst keine Zivilisation aufbauen, lasse ich Frauen gleich zuhause.
    Also kann ich mir auch den gay mitnehmen und mich da verlustieren. Scheint ja gut in Form, Vegetarier deutet auf woke hin, aber besser als nichts.

  15. Der Süchtige kriegt Drogenverbot und muss sich um seine Frau, Balg und den kleinen Asiaten kümmern. Der Black-Power-Medizinmann und der rassistische Cop werden zum 2er-Team erklärt, wie in jedem Buddy Movie wird das gut funktionieren. Der Cop passt dann auf, das der Nachwuchs der Gemeinschaft nicht zu sehr in Richtung POC geht.
    Pocahontas braucht kein englisch, alle lernen deutsch. Das Kopftuchmädchen schwört freiwillig ihrem Glauben ab und dreht Lesbenpornos mit dem Metoo-Filmstar.

    Ein schwuler, vegetarischer Profisportangeber ist viel zu nervig und bleibt mit dem intoleranten Prediger-Nixnutz zurück. Genauso der jüdische Administrator, der bestimmt zu sehr an der Vergangenheit hängen würde. Keine Zeit tausend Mahnmale zu bauen. Der Behinderte kann wegen der nötigen, zu aufwändigen behindertengerechten Umbauten von Terra 2 leider auch nicht mit.

    So könnts klappen, schlechter als die jetzige Zivilisation wirds bestimmt nicht.

  16. Wie viele Beißer hast du erledigt?
    Wie viele Menschen hast du getötet?
    Warum?

    Mit diesem Zitat aus „The Walking Dead“ möchte ich meine ausführliche Stellungnahme zu diesem Thema beginnen.
    Dieser Test ist Teil eines DEI-Trainings. DEI steht für diversity, equity, inclusion.
    Genau wir bei den obigen Testfragen, die darüber entscheiden, ob man Teil einer postapokalyptischen Gemeinschaft wird, geht es wohl darum WIE man antwortet und nicht WAS.
    Die meisten von uns haben technisch geantwortet: wer „nützlich“ ist, darf überleben. Dabei haben wir alle so einiges in die Fragen bzw. die Personen hineininterpretiert. Wir wissen z.B. nicht, ob es das EINZIGE Raumschiff ist. Es geht nur um das eine Raumschiff und DIESE 12 Leute.
    Mir persönlich ist aufgefallen, dass der „Accountant“ nicht mit „addicted“ beschrieben wird. Trotzdem wird er hier als Abhängiger bewertet. „Substance abuse“ wird von leo.org als „schädlicher Gebrauch“ bzw. „(Suchtmittel)-Missbrauch“ übersetzt. Das ist (noch) keine Abhängigkeit.
    Wir wissen auch nicht, wen genau der „racist police officer“ verachtet, da wir nicht wissen, welcher „Rasse“ er/sie sich selbst zuordnet (vielleicht würde die Person sich prächtig mit Nummer 2 verstehen, geeint im Hass auf den Waisenjungen). Überhaupt kennen wir das Geschlecht der folgenden Personen gar nicht: 1. Accountant, 2. medical student, 5. novelist, 9. racist police officer, 12. administrator.
    Je nach dem, wer den Test entworfen hat, werden hier wohl auch ein paar Wokies auf den Hölzinnen-Weg geführt.

    So gesehen hat der Test bei mir funktioniert: ich habe noch einmal genau darüber nachgedacht, warum ich mich wie entschieden habe.

  17. Das klingt nach einem sehr schlecht evaluiertem Diversity-Training. Auf diese Weise kommt dann eine inkonsistente Befundlage zur Wirksamkeit interkultureller Trainings zustande.

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