Verteilung von Geschenknikoläusen unter Schülern

Eine Mutter schildert eine Aktion an der Schule ihrer Kinder:

An der Schule meines Sohns konnten die Kinder für Klassenkamerad*innen Schoko-Nikoläuse für je 1 Euro vorbestellen, die heute verteilt wurden. Das Ergebnis ist, dass ein Mädchen 18 Nikos, andere 0 bekommen haben. Auf die Schoki können wohl alle verzichten, aber dass schulseitig ~

~ so ein offensichtliches Beliebtheitsranking gefördert wird, finde ich bedenklich. Bei den Jungs ist das in seiner Klasse noch relativ egal, da hatten viele keinen, bei den Mädchen gab es aber große Unterschiede und mir tun die beiden ohne Niko jetzt echt sehr leid.

In der Tat ein etwas gefährliches Experiment, bei dem man sich hätte denken können, dass es zu Schwierigkeiten führen kann.

Es legt eben Sympathien recht deutlich offen und ebenso einen Außenseiter Status.

Es war denke ich auch zu erwarten, dass die hübscheren/beliebteren Mädels besonders viele Schokonikoläuse bekommen haben, wobei ich da eine Statistik sehr interessant finde würde:

  • haben die Mädels/Jungs sich untereinander Nikoläuse geschenkt? Ich vermute, dass auch Mädels untereinander sich eher was geschenkt haben als Jungs.
  • Haben die Mädchen auch welche an die Jungs verschenkt oder war ihnen das ein zu deutliches Zeichen?
  • Welches Geschlecht hat mehr für Nikoläuse ausgegeben?
  • Wie viele Nikoläuse haben die Mädchen ausgegeben, die keine bekommen haben?
  • Haben sich welche Sicherheitshalber selbst Nikoläuse kaufen können? Macht aber auch nur Sinn, wenn es anonyme Nikoläuse gewesen wären, was aber dann das Schenken eines Nikolauses wesentlich unattraktiver macht.

Interessant natürlich auch wie die Jungs sich gefühlt haben. In der Tat dürfte es leichter sein zu der größeren Gruppe derer zu gehören, die keine Nikoläuse bekommen haben, da kann man zumindest noch „Mittelmaß“ sein, während die zwei Mädels sich bewußt sein müssen, dass sie in der Hierarchie beider Geschlechter eher weit unten stehen. Aber letztendlich werden auch die Jungs ohne neidisch oder beschämt auf die Jungs geschaut haben, die welche bekommen haben.

Im Ganzen keine gute Idee der Schule.

 

Körperkraftunterschiede zwischen Männern und Frauen

Eine interessante Studie:

Nuzzo, JL. Narrative review of sex differences in muscle strength, endurance, activation, size, fiber type, and strength training participation rates, preferences, motivations, injuries, and neuromuscular adaptations. J Strength Cond Res XX(X): 000–000, 2022—Biological sex and its relation with exercise participation and sports performance continue to be discussed. Here, the purpose was to inform such discussions by summarizing the literature on sex differences in numerous strength training–related variables and outcomes—muscle strength and endurance, muscle mass and size, muscle fiber type, muscle twitch forces, and voluntary activation; strength training participation rates, motivations, preferences, and practices; and injuries and changes in muscle size and strength with strength training. Male subjects become notably stronger than female subjects around age 15 years. In adults, sex differences in strength are more pronounced in upper-body than lower-body muscles and in concentric than eccentric contractions. Greater male than female strength is not because of higher voluntary activation but to greater muscle mass and type II fiber areas. Men participate in strength training more frequently than women. Men are motivated more by challenge, competition, social recognition, and a desire to increase muscle size and strength. Men also have greater preference for competitive, high-intensity, and upper-body exercise. Women are motivated more by improved attractiveness, muscle “toning,” and body mass management. Women have greater preference for supervised and lower-body exercise. Intrasexual competition, mate selection, and the drive for muscularity are likely fundamental causes of exercise behaviors in men and women. Men and women increase muscle size and strength after weeks of strength training, but women experience greater relative strength improvements depending on age and muscle group. Men exhibit higher strength training injury rates. No sex difference exists in strength loss and muscle soreness after muscle-damaging exercise.

Quelle: Narrative Review of Sex Differences in Muscle Strength, Endurance, Activation, Size, Fiber Type, and Strength Training Participation Rates, Preferences, Motivations, Injuries, and Neuromuscular Adaptations

Der Artikel klingt sehr interessant, leider komme ich nicht an den Volltext.

Aber einige Grafiken daraus sind durchaus interessant:

Unterschiede im Bankdrücken:

 

Männer Frauen Bankdrücken Unterschied

Der Wert gibt an, wieviel Prozent der Kraft der Männer die Frauen haben. Da sieht man erhebliche Abweichungen. Die untere Hollander Studie mit dem größten Unterschied dürfte diese hier sein.
Tan, die oberste, dürfte diese hier sein und betrifft Teilnehmer 60-75 Jahre alt

Das zweite Bild ist etwas allgemeiner: Auch hier ist wieder das Verhältnis zu den Männern als 100% dargestellt

Unterschiede Muskelkraft Männer Frauen

Unterschiede Muskelkraft Männer Frauen

Da sieht man, dass die Armmuskeln, zb der Bizeps mit 50% teilweise bei Männern die doppelte Kraft haben, während die Beinmuskeln geringere Kraftunterschiede aufweisen.

Der Link, der unten angegeben ist, ist dieser:

Das sind auch noch mal ganz interessante Zahlen:

Da sieht man zB die konkreten Unterschiede, etwa haben bei Hollander et al die Männer 148 kg geschafft, die Frauen 30,9 kg.  Gemessen wurde aber wohl „Maximales Gewicht mit nur einer Wiederholung“, wenn ich das richtig verstehe.  Zu den Personen: „The subject sample represented young healthy subjects whose strength data were greater than those of novice lifters but not quite as high as strength data reported for collegiate athletes“. 148 kg deutet auf stark trainierte Männer hin (ich liege da etwas (*hust*) drunter) Die Frauen waren vielleicht auch sportlich, aber anscheinend nicht im Bereich Bankdrücken. Ansonsten sind die Werte so nicht zu erklären.

Bei Tan et al schafften die Männer 49,5 und die Frauen 36.4 kg. Erstaunlicherweise also mehr als die Frauen mit dem größten Unterschied. Aber die Mitte weist auch relativ deutliche Unterschiede auf.

Corona Selbermach-Montag

Für alle Diskussionen um Corona!
Bitte nur in diesem Artikel, wenn der Tagesartikel nicht einen direkten Bezug zu Corona hat.
Bitte auch die Diskussionen nicht in den anderen Selbermach-Artikeln führen

Blog Nostalgie

Der Schwulemiker schrieb:

Ich habe mir mal einige ältere Beiträge dieses Blogs von vor 2015 und die dazugehörigen Kommentare angeschaut.

Der schmerzlichste Verlust ist zweifellos Meister Roslin. Einer wie er fehlt. Was würde er heute zu dem allgegenwärtigen Wahnsinn sagen?

Was ist aus petpanther geworden? Ihm verdanke ich meine Reifung zu einem selbstbewussten schwulen Mann ohne Unterdrückungs-Allüren.

Kennt Ihr noch die Damen, die hier damals regelmäßig kommentiert haben? Maren, Onyx, Stephi, Rexi, Robin Urban? Von allen ist nur Semikolon (muttersheera) übrig.

Dr. Caligari antwortete:

Ja ,das ist schade. Da bleibt nur bewusst mal auch Älteres nachzulesen und in Erinnerung zu rufen in dieser schnelllebigen Zeit.
Eventuell könnte man ja so eine Art Archiv machen, wo die besten Beiträge besonderer Kommentatoren in einer Anthologie zusammengefasst einsehbar sind ?

Und Moyn schrieb:

Ihr habt recht, alte Beiträge dieses Blogs sind oft Perlen. Ich (noch nicht gar so lange dabei) komm leider oft nicht dazu, nach ihnen zu suchen. IMHO könnt ihr gerne ab und zu eine eurer Lieblingsstellen ausgraben und darauf verweisen oder re-posten. Wenn ihr tatsächlich die Zeit findet, wäre so ein „Archiv“ natürlich noch besser.

was ich für eine schöne Idee halte.  Würde mich freuen, wenn man hier in den Kommentaren etwas sammeln könnte.

Ich habe hier über Kommentatoren viel gelernt. Ich weiß, dass ich in einer Diskussion mit Roslin noch einmal nachhaltig auf die Wirkung sexueller Selektion hingewiesen wurde, auch gerade durch intrasexuelle Konkurrenz. Das hatte ich vorher stark unterschätzt.

Ich weiß, dass ich durch die Kritik von Haselnuss (und anderen) viel darüber gelernt habe, wie man Studien liest und die dortigen Werte (wobei ich da sicherlich auch noch Nachholbedarf habe)

Ein Beleg für die Wichtigkeit der Kommentatoren sind nicht nur die vielen Diskussionen in den Kommentaren, sondern auch viele Artikel, die Kommentare aufgreifen und näher besprechen.

Es ist schwer für einzelne Ideen, die ich dort bekommen habe, immer konkrete Kommentare zuzuordnen, aber vieles an Feedback und Wissen ist genau daraus entstanden.

Es würde mich aber freuen, wenn andere gelungene Kommentare besser im Gedächtnis haben, seien sie einfach nur gut geschrieben oder lustig oder weil sie besonders wertvolle Ideen oder Gedanken enthielten.

 

 

 

Klage gegen Twitter, weil mehr Frauen als Männer entlassen worden sein sollen

Anscheinend gibt es eine Klage gegen Twitter, weil sie mehr Frauen als Männer entlassen haben sollen:

After Elon Musk’s $44 billion acquisition of Twitter, one of the major news about the social platform was layoffs after layoffs. Now, Twitter got hit by a class action lawsuit for targeting female employees.

The proposed lawsuit says the layoffs included 57% of total females and only 47% of total men, but the new lawsuit brings the number up to 63% of women and 48% of men.

The lawsuit was filed by two women who were laid off in November and accused the company of sex discrimination. The lawsuit alleges that Twitter broke federal and California laws.

One of the plaintiffs‘ lawyers, Shannon Liss-Riordan, said that Musk had intentionally targeted women without regard for their contributions and talent. She said women were targeted when the new Twitter CEO bought the company.

To add to the case, Twitter was alleged to let go of employees and contractors without legally required advance notice and did not pay the promised severance.

In early November, Twitter laid off about 3,700 employees, with hundreds more resigning after Musk’s previous call to „hardcore“ work. The new Twitter CEO gave employees an ultimatum to commit to long work hours at high intensity, per WP.

Musk: „This will mean working long hours at high intensity.“

The new Twitter CEO’s intense hours were alleged as discrimination to disabled workers.

Könnte aus meiner Sicht eine interessante Klage werden, wobei ich nicht unbedingt glaube, dass sie Erfolg haben wird. Immerhin dürften Frauen und Männer auch in ganz unterschiedlichen Bereichen gearbeitet haben und es kann sicherlich dargestellt werden, dass man eben in diesen Abteilungen mehr Leute entlassen hat und dafür mehr technische Leute behalten hat.
Es wäre aber auch interessant, wenn Frauen weitaus eher die Aussicht auf „hardcore work“ abgeschreckt hätte.

Selbermach Samstag

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Reichsbürgerbewegung und Putschplanungen

Die Reichsbürgerbewegung macht gerade wieder von sich reden. Aus der Wikipedia

Reichsbürgerbewegung ist ein Sammelbegriff für eine organisatorisch und ideologisch sehr heterogene Szene aus meist Einzelpersonen, seltener teilweise sektenartigen Klein- und Kleinstgruppen,[1] die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als legitimer und souveräner Staat bestreiten und deren Rechtsordnung ablehnen. Zu den von sogenannten Reichsbürgern vertretenen Ideologien gehören oft die Ablehnung der Demokratie, Ideologieelemente des Monarchismus, Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und teilweise Antisemitismus, Esoterik bzw. Rechtsesoterik oder die Leugnung des Holocausts. Sie teilen eine Haltung der Ablehnung einer offenen und pluralistischen Gesellschaft und weigern sich, unter anderem Steuern und Bußgelder zu zahlen oder Gerichtsbeschlüsse und Verwaltungsentscheidungen zu befolgen.

Dabei berufen sich „klassische“ Reichsbürger darauf, dass ihrer Meinung nach das Deutsche Reich statt der Bundesrepublik weiterhin fortbestehe, entsprechend ihrer Ideologie entweder in den Grenzen des Deutschen Kaiserreichs oder in denen von 1937. Dieses werde als Organisation durch eine „kommissarische Reichsregierung“ (KRR) oder Ähnliches vertreten, deren Befugnisse die oft miteinander konkurrierenden Gruppen jeweils für sich beanspruchen. Der Szene zugeordnet werden ebenso die in den 2010er Jahren vermehrt auftretenden sogenannten Selbstverwalter, die behaupten, durch einseitige Erklärungen aus der Bundesrepublik und ihrer Gesetzgebung austreten zu können. Dabei beziehen sie sich allerdings nicht unbedingt auf das Deutsche Reich.

Die Innenbehörden bezeichnen die gesamte Szene als „Reichsbürger und Selbstverwalter“.[2] Selbstbezeichnungen sind beispielsweise „Reichsbürger“, „Reichsregierung“, „Selbstverwalter“ oder „Natürliche Personen“; Fremdbezeichnungen sind „Reichsbürger“-Szene oder Anhänger der „Reichsideologie“ bzw. Reichsideologen.

Die „Reichsbürger“-Szene entstand in den 1980er Jahren und tritt seit 2010 verstärkt in Erscheinung, einzelne Akteure seit 2013 auch mit gewaltbereiter Militanz. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnete dem Spektrum mehr als 20.000 Personen zu. Davon gelten etwa 1.000 Personen als Rechtsextremisten (Stand: 15. Juni 2021). Das BfV, die Landesbehörden für Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt schätzten 2018, dass von 2015 bis Mitte 2017 über 10.500 Straftaten von „Reichsbürgern“ begangen wurden.

Die Annahmen dort sind in der Wikipedia näher ausgeführt, ich greife nur mal die Überschriften auf:

  • Das Deutsche Reich bestehe (statt der Bundesrepublik) fort
  • Die Bundesrepublik habe keine (gültige) Verfassung
  • Die Bundesrepublik sei eine privatrechtliche Organisation
  • Deutschland sei noch immer besetzt

Ich sehe bei dieser Bewegung (neben der Unlogik der dortigen Annahmen, die mir viel zu theoretisch und zu wenig auf Fakten beruhend sind) insbesondere nicht, was sie wirklich erreichen wollen. Selbst wenn die Bundesrepublik nicht richtig gegründet worden wäre würde man sie dann eben gründen. Selbst wenn die Verfassung nicht gültig wäre ist sie letztendlich akzeptiert und wiederholt bestätigt worden. Da wird kaum etwas neues rauskommen. Selbst wenn die Bundesrepublik eine privatrechtliche Organisation wäre (warum auch immer) hält sie sich für einen Staat, so wie der Rest der Welt und wird es nicht zulassen, dass jemand auf ihrem Gebiet einen neuen Staat ausruft. Und die Aktionen, die sie aus „Deutschland ist immer noch besetzt“ herleiten, sind auch zum Scheitern verurteilt. Einfach weil sie eben letztendlich einen Staat gegen sich haben mit allen Möglichkeiten der Polizei etc.

Vielleicht ist das auch der Grund warum mehr Männer unter den Reichsbürgern ist. Es ist eine sehr systemisierende Denkweise, die im wesentlichen dazu benutzt wird, sich mit einem Staat anzulegen, und das für so ziemlich nichts und ohne Aussicht auf Erfolg. Das kann ein gewisses Überlegenheitsgefühl erzeugen, man selbst als Held, der den Durchblick hat und sich heldenhaft wehrt. Und vielleicht kann man noch von der großen Revolution träumen.

Aus meiner Sicht zeichnen sie aber eben ansonsten kein erstrebenswertes Ziel. Würde irgendwer verbindlich feststellen, dass eine ihrer Theorien stimmt, dann würde es wahrscheinlich einfach eine „Staatsgründung“ geben oder es würde das Grundgesetz noch einmal im Bundestag verabschiedet werden, ein Friedensvertrag geschlossen werden oder was auch immer und die ganze Basis ihrer Theorien wäre weg ohne das sich im Leben der meisten Bürger etwas ändert. Klar, das würde sie nicht abhalten sofort eine neue Theorie zu finden, warum sie in den Widerstand gehen können, aber es macht die Bewegung aus meiner Sicht nicht gerade inspirierend.

Deswegen ist der gerade aufgeflogene Coup auch so merkwürdig. Selbst wenn man meint, dass das deutsche Reich noch besteht und man ein Anwärter auf den Thron wäre sind die Chancen für eine Unterstützung eines solchen Putsches durch die Bevölkerung ja minimal. Die Begeisterung für eine neue Monarchie hält sich glaube ich stark in Grenzen, um so mehr, wenn ein vollkommen unbekannter Adeliger, den keiner auf dem Schirm hat, sich zum Herrscher ausruft.

Gut, es ist etwas unfair ihren Plan zu zerreißen, wenn man ihn gar nicht kennt, vielleicht haben sie umfangreich geplant, wie sie ihn bekannt machen, er Unterstützung in der Bevölkerung aufbaut und erst dann den großen Coup macht oder sie wollten auch nur irgendwo ihr kleines Königreich ausrufen und dann daraus mehr machen, mal sehen was man noch erfahren wird.

Was die Wikipedia zu ihren Plänen sagt:

Am 7. Dezember 2022 veranlasste der Generalbundesanwalt im Rahmen einer Razzia die Festnahme von 25 Personen, die der Reichsbürgerbewegung zugerechnet werden, unter dem Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Sie sollen einen Umsturz und die Entmachtung der staatlichen Strukturen sowie ihre Ersetzung durch eine von ihnen selbst gebildete Revolutionsregierung geplant haben. Der Plan der Gruppe war es offenbar, mit Waffengewalt den Bundestag zu stürmen, Abgeordnete zu „verhaften“ und Anschläge auf die kritische Infrastruktur zu verüben; darunter die gezielte Herbeiführung von Stromausfällen, um Unruhen zu provozieren.[244] Unter den Festgenommenen waren der hessische Unternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß, der als Staatsoberhaupt fungieren sollte und auch Kontakt zum russischen Generalkonsulat herstellte, die Berliner Richterin und ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann und ein KSK-Kommandosoldat; andere Mitglieder der Gruppe mit Vergangenheit in Bundeswehr und NVA waren für den Neuaufbau des Militärs vorgesehen

Wäre interessant, welche Gruppenstärke sie dafür eingeplant haben und wie sie das umsetzen wollten. Hat etwas einen „Olympus has fallen“ Vibe

Wie bei jeder größeren Bewegung gab es natürlich auch hier Leute, die es ausgenutzt haben und sich irgendwie darüber Status aufgebaut haben, siehe zB aus dem Wikipediaartikel oben:

Im September 2012 gründete der gelernte Koch, Kampfsportler, Betreiber eines Esoterikladens und Autor esoterischer Bücher Peter Fitzek auf einem früheren Krankenhausgelände in Wittenberg das sogenannte Königreich Deutschland und ließ sich zum „König von Deutschland“ und „Imperator Fiduziar“ krönen.[215][30] Laut Eigenaussage versteht sich dieses „Königreich“ als eigener, durch Sezession entstandener Staat auf dem Gebiet des völkerrechtlich weiter existierenden Deutschen Reiches.[138] Dieses Gebiet werde nur übergangsweise von der Bundesrepublik verwaltet,[138] die Fitzek als „Besatzungskonstrukt“ oder „Firma der Alliierten“ bzw. „Deutschland GmbH“ bezeichnet.[216] Im Falle einer Ausbreitung seiner Rechtsordnung proklamierte das KRD für sich die völlige Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches.[138] Vorher gehörte Fitzek bereits zu den Mitbegründern des Vereins Neu-Deutschland, dessen Ziel es war, das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 wieder zu errichten und Deutschlands angeblich verlorene Souveränität wiederzuerlangen.[30] Fitzek gab seinen amtlichen Führerschein zurück, da er diesen nach eigenen Angaben nicht mehr brauche, weil er nunmehr im Besitz eines Führerscheins des Königreichs Deutschland sei.[217]

In der Folge errichtete Fitzek mehrere krankenkassenähnliche Einrichtungen und veranstaltete kostenpflichtige pseudojuristische Seminare zu den Themen der Staatsbürgerschaft und der Verfassung seines „Königreichs“,[30] aber auch alternativer Heilmethoden oder freier Energie.[218]

Er gründete zudem mit der sogenannten „Königlichen Reichsbank“ eine eigene Bank, bei der mehrere Hundert seiner Anhänger fast drei Millionen Euro anlegten, mit denen er angab, seine Projekte zu verwirklichen.[219] Im Zuge einer antisemitisch konnotierten Zinskritik kreierte Fitzek außerdem die eigene Alternativ- und Regionalwährung „Engel“, mit der er auch seine Anhänger für ihre Arbeit in seinem „Königreich“ bezahlte.[30]

Wegen unerlaubter Einlagengeschäfte in seiner „Reichsbank“ verhängte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Zwangsgelder gegen Fitzek.[220] Im März 2017 wurde Fitzek wegen Veruntreuung der bei seiner Bank angelegten Gelder und unerlaubter Bankgeschäfte zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten,[221] in der Berufungsverhandlung vom 10. August 2017 wegen Betrugs und wiederholten Fahrens ohne Führerschein dann zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.[222] Am 15. Mai 2017 wurde das ehemalige Krankenhausgelände im Auftrag der BaFin zwangsgeräumt,[223] um die verhängten Zwangsgelder in Millionenhöhe zu begleichen.[224]

Also immerhin 3 Millionen eingesackt und ein König gewesen, aber letztendlich kein Modell, welches man langfristig ausbauen kann.

Natürlich entstehen daraus auch Risiken, denn Leute, die meinen, dass der Staat ihnen nichts sagen kann und sie außerhalb der gesellschaftlichen Regeln stehen, sind durchaus gefährlich, wenn eine gewisse Gewaltbereitschaft hinzukommt.  Gerichtsvollzieher und andere Vollzugsbeamten dürften die Bewegung sehr kritisch sehen.

Anderen gehen sie wahrscheinlich eher auf die Nerven. Gerade der Bereich Justiz hat damit so seine Erfahrungen gemacht wobei einer der Vorteile der Reichsbürger ist, dass sie zu fixiert auf ein Thema sind und deswegen oft nicht mehr in der Lage sind zu erkennen, was sie eigentlich machen müssten. Sie tragen dann alles mögliche vor, warum der Richter irgendwas nicht darf und Deutschland nicht existiert und der Richter muss darauf noch nicht mal großartig eingehen oder schreibt einen Zweizeiler dazu und gibt im übrigen der Gegenseite Recht, weil zum wesentlichen Inhalt nichts vorgetragen worden ist.

 

Pippi Langstrumpf

Fräulein Schmidt ist jetzt in dem Alter, in dem man auch mal mit längeren Büchern anfangen kann, die keine Bilder haben, ich finde Vorlesen eine sehr schöne Sache für Kinder und gerade das Lesen von Büchern für sehr wichtig für ein Kind. Also dachte ich, ich fange mal mit einem Klassiker an: Pippi Langstrumpf.

Über das Buch:

Die Geschichte von Pippi Langstrumpf wird in drei Bänden erzählt. Die einzelnen Kapitel ergeben zwar eine zusammenhängende Erzählung, lassen sich aber auch problemlos einzeln vorlesen und sind deshalb auch auszugsweise in Vorlesebüchern integriert. Im ersten Teil zieht sie in die Villa Kunterbunt ein und lernt Tommy und Annika kennen, mit denen sie die wildesten Abenteuer erlebt. Die Freunde sind ihr bald so wichtig, dass sie sogar darauf verzichtet, mit Ihrem Vater, dem Kapitän und König von Taka-Tuka-Land wieder auf große Fahrt zu gehen.

Der pädagogische Wert

Die Figur Pippi Langstrumpf hat zu ihrer Zeit traditionelle Rollenbilder aufgebrochen und tut es letztendlich heute noch. Pippi kümmert sich nicht um Konventionen und Geschlechterrollen, sie ist wild und stark und insofern ein Vorbild für alle Kinder dieser Welt. Freundschaft und Hilfsbereitschaft sind neben dem Hang zur Rebellion ebenfalls Charakterzüge von Pippi, die sich unsere Kinder zum Vorbild nehmen können. Aber es gibt auch Kritik: So werden ihr teilweise rassistische Äußerungen zugesprochen, anarchistische Züge sowieso. Sie ist renitent und unverschämt und akzeptiert keinerlei Autoritäten.

Pippi Langstrumpf macht Spaß

Abgesehen von der pädagogischen Bewertung machen die Geschichten von Pippi Langstrumpf einfach riesigen Spaß. Wir folgen ihr in eine halbreale, halb fantastische Welt und erleben mit ihr zusammen unglaubliche Abenteuer in der Villa Kunterbunt und anderswo. Das Leben ist schön, das Leben ist leicht und es ist gar nicht so schwer, glücklich zu sein – das ist die Botschaft, die Pippi Langstrumpf vermittelt und die alle Kinder gern immer und immer wieder hören.
Schon Kinder ab vier Jahren mögen die Geschichten von Pippi Langstrumpf, vor allem in den bebilderten Ausgaben. Grundschulkinder ab etwa 8 Jahren können die Geschichten bereits selber lesen und auf eigene Faust in die Erlebniswelt der rotzfrechen Göre mit den verschiedenfarbigen Strümpfen eintauchen.

Starke Frauen etc finde ich alles gut, Fräulein Schmidt soll ja eine selbstbewußte Frau werden und so weiter.

Aber:

Pippi geht mir jetzt schon, im vierten Kapitel mit ihrer neunmalklugen Art gehörig auf die Nerven. Und das ärgert mich selbst etwas, weil ich es eigentlich als schönes Kinderbuch in Erinnerung habe und es Fräulein Schmidt auch zu gefallen scheint.

Aber objektiv gesehen nervt sie halt diverse Erwachsene ohne wirklichen Grund, versteht nicht, warum es besser ist lesen und schreiben zu lernen, rollt Kekse auf einem Boden aus, der vorher von Pferd und Affe betreten wurde und kommt auch nur über die Runden, weil sie Stark, Reich und frech ist.

Verdammt, man wird immer mehr zu einem Spießer.

Welche Kinderbücher könnt ihr für Vierjährige empfehlen?

 

vgl auch:

Erfolgsaussichten der Proteste im Iran und in China

Im Iran hat die „Kopftuchfrage“ zu erheblichen Aufständen geführt, die teilweise wohl brutal entgegnet werden, mit Todesurteilen etc

In China nehmen die Proteste gegen die radiakle NoCovid Politik so stark zu, dass Protestanten wohl schon Regierungswechsel gefordert haben sollen. Nach neusten Meldungen soll die Politik gelockert werden, was auch ein interessantes Nachgeben wäre.

Wie bewertet ihr die Chancen auf einen Wechsel/wesentliche Reformen in den beiden Ländern?

Sex mit Kondom

Aufgrund eines Tweets zu dem Thema war ich in diesem Artikel aus dem Jahr 2020 gelandet:

Das Kondom nach dem Sex als Mann mitnehmen?

Und da dann bei diesem Kommentar:

Heutzutage ist mir das egal, nachdem ich mich habe vasektomieren lassen, vögel ich ohne Sorge.
Hab sogar schon Mal darüber nachgedacht HIV-PrEP zu nehmen um das Kondom komplett weglassen zu können (ca. 50€ pro Monat). Da ich mit Kondom nur selten überhaupt komme (wäre auch ein interessantes Thema für einen Beitrag).
Allerdings gibt es ja noch viele andere Erkrankungen und da versagen die Antibiotika inzwischen. Deswegen also weiterhin nur mit Tüte.

Und das passt wiederum zu der Debatte bei „Ejakuliere verantwortungsvoll

Also greife ich den Themenvorschlag (wenn auch etwas spät) mal auf. Man findet auch einiges dazu im Netz:

Frage an „Doktor Sex“:

Frage von Jon (17) an Doktor Sex: Neulich hatte ich mit meiner Freundin mein erstes Mal. Dabei benutzten wir ein Kondom. Obwohl es sehr schön war, spürte ich kaum etwas. Jetzt frage ich mich, ob das normal ist oder ob es vielleicht am Kondom lag?

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Jon

Es ist in der Tat so, dass Kondome einen Einfluss haben können auf die Empfindungen des Mannes am Penis. In diesem Zusammenhang spielt es aber gleichzeitig auch eine Rolle, ob der Penis beschnitten ist oder nicht. Beschnittene Männer müssen oft bereits durch den Verlust der Vorhaut eine gewisse Einbusse beim Empfinden in Kauf nehmen.

Am besten probierst du einfach mal verschiedene Kondome von unterschiedlicher Dicke aus. Oft können extra dünne Pariser die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern. Zudem wird sich dein Empfinden beim Sex mit der Freundin mit zunehmender Erfahrung sowieso noch verändern. Am Anfang führen Unsicherheit und Nervosität nämlich oft zu Anspannungen und diese wiederum haben ebenfalls einen negativen Effekt auf die Möglichkeit, Berührungen in ihrer ganzen Intensität wahrzunehmen.

Für Männer, die beim Geschlechtsverkehr eher zu früh abspritzen, ist die Empfindungsreduktion, die durch das Kondom entsteht, ein Vorteil. Dadurch können sie beim Sex nämlich länger durchhalten ohne gleich zum Orgasmus zu kommen. Für diejenigen, die auf eine intensive Stimulation des Penis und eine starke Reizwahrnehmung angewiesen sind, um die Erektion überhaupt halten zu können, ist der Gebrauch von Kondomen oft schwierig und bedarf einiger Übung.

Und eine Antwort bei „Mädchen fragen Jungs“ im Jetzt Magazin:

Allerdings – auch wenn manche Jungs das gar nicht gerne hören – ist Sex kein Erlebnis, das für Männer nur in Dolby-Surround funktioniert, frei nach der Formel „Nur wenn alle Sinne aufgeschaltet werden, läuft es.“ Im Gegenteil. Manchen Jungs genügt, wenn sie ein Mädchen ein bisschen an der richtigen Stelle anfasst, um schon vorher das zu bekommen, was sie nachher als vorzeitigen Samenerguss beklagen. Wenn es also eine Formel geben sollte für die Rolle des Fühlens bei unserem Sex, dann, glaube ich, lautet sie eher: Wenn wir in Fahrt sind, ist das einzelne Gefühl gar nicht mehr entscheidend, warm, feucht, wurscht, Hauptsache los jetzt – wir sind eher ungeduldig, was das große Fühlen angeht, deswegen spielt das kleine eigentlich keine Rolle. Nein, wir fühlen mit Kondome nicht weniger. Wir fühlen vielleicht ein wenig anders, aber das ist nicht wirklich wichtig. Das Problem mit den vermaledeiten Kondomen ist eher ein anderes: Sie können die Gefühle schon stoppen, bevor wir in Fahrt sind – und hey, „Überstülp-Pause“ ist da noch ein sehr sachtes Wort, finde ich: Es gibt wenige so entwürdigende Bilder wie einen Jungen, der versucht, in Hitze und Eile ein Kondom über seinen Ständer zu stülpen, natürlich wegen Ungeduld die falsche Seite erwischt, diesen dämlichen Abroll-Rand deswegen nicht abrollen, sondern nur noch aufrollen kann, das Ding also wieder runter pfriemeln muss, dann umdrehen, dann dieses Reservoir zusammendrücken, dann noch mal drüber stülpen, dann schnell runter zerren – also ehrlich, das macht keinen Spaß. Vor allem, wenn man schon vorher denkt, Teufel, Teufel, das geht bestimmt schief. Klar, Übung macht den Meister, aber den Jungen, der in jeder Lage immer und jederzeit ohne Probleme ein Kondom handhaben kann, den möchte ich gerne kennen lernen. Und das ist es, was uns Kondome manchmal nicht mögen lässt. Das ist aber auch alles, Hand aufs Herz. durs-wacker

Ich selbst finde es ohne Kondome auch schöner, aber mit klappt(e) es auch meist ganz gut, insofern wäre es nicht so wichtig. Aber es war natürlich auch eine Frage der Tagesform, der Stimmung, der Geilheit, wahrscheinlich auch der Kondomsorte etc. Aber auch der Technik der Frau: Blowjobs mit Kondom bei einer schlechten Bläserin, da kommt mit Kondom eben fast nichts mehr an. Bei Analsex mit Kondom ist wahrscheinlich der geringste Unterschied vorhanden, einfach aufgrund des ohnehin stärkeren Reizes.

Und natürlich ging es ja auch damals aus meiner Sicht für Casual Sex gar nicht anders, in Beziehungen und in der Ehe hatte ich seit dem auch keins mehr. Insofern gelten die Aussagen auch für einen „jüngeren Christian“.

Ich kann mir vorstellen, dass man die Frage nicht für alle Männer gleich beantworten kann und auch nicht für Sex mit allen Frauen und für alle Kondome.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?