Gabrielle Blair: „Ejakuliere verantwortungsvoll“

Arne schreibt in seinem Blog:

3. Männer sollten „verantwortungsvoll ejakulieren“, denn „Sperma ist eine gefährliche Waffe“ findet eine US-Autorin, die für diese Forderung eine Plattform bei Spiegel-Online erhält (Bezahlschranke).

Das klingt so bizarr, dass ich mal gesucht habe:

Her big pivot started in 2018 with a 63-tweet Twitter thread, the basis of “Ejaculate Responsibly.” Ms. Blair introduced herself in the first tweet, using her background as a Mormon mother as a selling point for the deliberately simple thesis that followed: Men need to stop putting the burden of birth control on women and stop getting them pregnant when they don’t want to be. Doing so will eliminate the need for abortions.

“I’m trying to shift the conversation, shift the abortion conversations to prevention,” she said.

Feminists have made the argument before and will make it again. Yet, the full thread, a thoroughly researched recitation of facts, like the number of days a month women are fertile (about two) vs. when men are (every day), went mega-viral, with nearly 21,000 retweets and more than 315,000 likes on the first tweet to date. Ms. Blair has gotten replies filled with vitriol and praise every day in the four years since.

“I’m much more likely to get people that don’t agree with me politically to listen to me if they think we’re on the same ‘team,’” Ms. Blair said. Though she is openly in favor of abortion rights and considers herself to have become more liberal since starting her blog, Ms. Blair deliberately played on assumptions that a Mormon mother with a large family would lean conservative. “Maybe I’m supposed to feel bad about it, but I don’t at all,” she said.

Na so etwas, ein Artikel, in dem die Schuld auf Männer verlagert wird, kommt anscheinend gut an, wer hätte das gedacht.

Viele werden es eben auch als Spiegelung/Umkehrung sehen: Genau so gut wie Frauen allein verantwortlich zu machen könnte man Männer auch allein verantwortlich machen.

Letztendlich bleibt es sicherlich die Verantwortung beider, wobei eben nur der Frau gegenwärtig (nichtoperative) Mittel zur Verfügung stehen, die der Mann nur eingeschränkt kontrollieren kann, etwa zB die Aussage, weit entfernt von ihren fruchtbaren Tagen zu sein oder die Pille zu nehmen. Gut, beim Kondom kann sie auch nur eingeschränkt die Haltbarkeit und die Lagerung überblicken, aber zumindest kann sie sehen, ob es am Penis ist und ggfs ob es kaputt gegangen ist.

Und natürlich hat auch nur die Frau die Möglichkeit eine „Pille danach“ zu nehmen oder zu entscheiden, ob sie eine Abtreibung vornimmt.

Aber dennoch gilt: Jeder Mann sollte natürlich die Verhütung (und am besten auch den Schutz vor ansteckenden Krankheiten) beim Sex beachten. Eine grundsätzliche Verschiebung auf eine Geschlecht macht keinen Sinn.

 

63 Gedanken zu “Gabrielle Blair: „Ejakuliere verantwortungsvoll“

  1. „stop getting them pregnant when they don’t want to be“

    Ich wusste nicht, dass Frauen fern bestäubt werden, so wie etwa Pflanzen. Einfach keinen Sex haben. Dann wird man auch nicht schwanger. Außerdem sind es Frauen, die ungestraft zB das Kondom unbemerkt vor dem Sex zerstören dürfen oder die Pille nicht nehmen, um gegen den Willen des Mannes schwanger zu werden. Der muss dann übrigens trotzdem Unterhalt zahlen und es gibt keine Form von Strafe und nur wenig gesellschaftliche Ächtung dafür, selbst, wenn das bekannt wird. Es hat keine gerichtlichen Konsequenzen.

  2. Frauen werden sich niemals bei der Empfängnisverhütung auf Männer verlassen. Insofern sind alle Geschichten über die Pille für den Mann nur Geschwafel. Dem Mann bleiben nur Kondome. (hierbei seien die latexfreien Manix Skyn empfohlen)
    Aber in einer Beziehung sind Kondome blöd, so lange man noch Sex hat. Bleiben also nur Methoden die die Frau übernimmt. Verantwortung kann der Mann da eher nicht übernehmen.
    USA eben. Aber da dieser Blödsinn früher oder später immer über den Teich schwappt tun mir meine Söhne jetzt schon leid

    • Die Pille für den Mann, die keine gravierenden Nebenwirkungen hat, wäre der Gamechanger schlechthin. Die meisten gehen von der falschen Annahme aus, dass Männer ungern verhüten, triebgesteuert und dauergeil auf schwängern sind. Mag bei den einfachen Ronnies der Fall sein. Die „höherwertigen“ würden durch die Pille allerdings auf Nummer sicher gehen, dass kein Kind aus kurzfristigen Beziehungen entsteht und das mit dem Kukuckskindern wäre deutlich schwieriger. Massenhaft schwangere Frauen würden auf einmal ohne Versorger dastehen, weil die ja sagen können „ich nehm die Pille, kann nicht von mir sein“ und der Staat müsste sich kümmern.

      Deswegen vermute ich, dass die Entwicklung der Pille für den Mann sogar aktiv staatlicherseits behindert wird.

      • Ich freue mich sehr auf den Tag an dem Männer eine Möglichkeit bekommen ihre Reproduktiven Rechte eigenhändig durchzusetzen und auf die Gesichter die die Feministinnen dann machen werden. Möge Erkentniss und Weisheit über uns alle kommen.

    • „Aber in einer Beziehung sind Kondome blöd, so lange man noch Sex hat.“

      Das musst du mir erklären, denn ich dachte immer wenn man Sex hat verwendet man Kondome und wenn man keinen Sex mehr hat nicht.

  3. …oder wie ich selber immer wieder zu diesem Thema zu sagen pflege:
    Spritzt nicht wahllos in der Gegend rum, zielt doch mal auf die Deckenlampe!

    PS: Du hast die Möglichkeit der anonymen Geburt vergessen zu erwähnen 😉

  4. Hat sie denn auch Vorschläge wie Männer das machen sollen oder ist das wieder nur der Versuch Männer eine Schuld einzureden?

    Werden Frauen dann auch nicht mehr schwanger, wenn der Mann ihnen gesagt hat das er keine Kinder (mehr) will und hören auf Bücher zu schreiben, wie man seinen Mann zu seinem Glück zwingt?

    • „Hat sie denn auch Vorschläge wie Männer das machen sollen “

      Sie ist eine Frau, also weißt du die Antwort: Ein guter Mann weiß wann eine Frau schwanger werden will und ein schlechter Mann soll eh fern bleiben.

      Ich habe keine Hoffnung, dass da etwas Durchdachteres hinter steckt

  5. Ja, der Klassiker: „Er hat mir ein Kind gemacht“. Als ob sie nicht dabei war als es passierte.

    Der vllt erste dokumentierte Fall, bei der eine Frau schwanger wurde, angeblich ohne gepimpert zu haben, war eine gewisse Maria vor ca. 2000 Jahren. Böse Zungen behaupten, dass Ehemann Josef nur ein Simp war, dem nicht in den Sinn kam, dass sie einfach fremd ging. Wie dem auch sei, Marias Version war so erfolgreich, dass daraus eine riesige Fangemeinde entstand.

  6. Eine weitere Folge im Dauerläufer „Warum Frauen gar nie nicht jemals Verantwortung für irgendwas übernehmen“… diesmal von einer konservativen Feministin.

  7. Wirklich ein bedeutendes Interview. Nicht, weil yet another Frau ein umfassendes Opferdasein signalisiert, sondern weil der Spiegel so etwas einem breiten Publikum kredenzt:

    Aber ich finde es nicht übertrieben zu sagen, dass Sperma eine Waffe ist. Jeden Tag sterben 700 Frauen bei einer Geburt. Und man muss nicht mal den Tod heranziehen; Schwangerschaften sind ein Riesentrauma für den Körper. Ich war sechs Mal schwanger und habe sechs Kinder. Und wenn mich jemand vor ein paar Jahren gefragt hat, ob es schwierige Geburten waren, habe ich immer gesagt, nein, total unkompliziert. In Wahrheit habe ich dauerhafte Narben und alle möglichen Schäden davongetragen. Aber die erkennen wir nicht an. Ich fand schwanger sein schrecklich. Meine Karriere hat gelitten, mein Sozialleben, alles Mögliche. Ich habe es so gewollt, und es ist gut so, aber es hat meinen Körper eben auch dauerhaft verletzt. Aber es ist so normal, das nicht zu sehen und herunterzuspielen. Schwangerschaften reizen aus, was ein menschlicher Körper leisten kann, sie sind gefährlich. Und wir tun so, als wäre es keine große Sache und ein Wunder. Es ist ein Wunder, aber es ist auch verrückt und gefährlich und darüber reden wir nicht. Also, ja, Sperma verursacht Schwangerschaften und diese sind sehr gefährlich. Wir machen Witze über Sperma, aber es kann jemandem das Leben ruinieren, indem es eine Schwangerschaft auslöst.

    Sperma kann nur wirken, wenn eine befruchtungsfähige Eizelle zur Verfügung gestellt wird. Und wenn das Sperma eingeladen wird, bis dahin vorzudringen. Ich glaube, nur in der Bibel bei Maria war es anders.
    Wer stellt die Sperma-Force-Base zur Verfügung, und was ist ein Kampfjet-Pilot ohne Kampfjet? Wie wirksam ist diese angebliche Waffe denn, die angeblich so viel Leid über die weibliche Menschheit bringt?

    Obwohl Blair Reproduktion nur aus dem femozentrischen Dauerjammer-Blickwinkel sieht, kommt sie im Grunde zur selben Erkenntnis wie ich: Protect Your Sperm!

    Denn nicht nur die Eizelle verschlingt sonst den Samen, auch die Frau verschlingt den Mann – oder ersatzweise das Matriarchat sein Leben. Ohne dass er zwangsläufig dafür ein eigenes Kind bekommt. Sondern er muss lebenslang der Frau und ihrem Kind dienen.

    Solange die Frauen darüber entscheiden, ob Sperma in sie gelangen kann und so aktiviert wird, dass ein Mensch entsteht, sind Frauen nicht die Opfer und Spermien definitiv keine Waffen. Sie sind Baustoffe für ihren Kinderwunsch. Und den bekommen sie in der Regel sogar gratis.

    • Alter, das ist so hammerkranker Müll. In einer normalen Welt würden große Medien eine derart Behämmerte höchstens berücksichtigen, um sie in einer zünftigen Freakshow vorzuführen. Aber in unserer Welt werden derlei Gestalten dem Publikum als Propheten höherer Weisheiten präsentiert.

    • „Jeden Tag sterben 700 Frauen bei einer Geburt.“

      Und viele sterben nicht? Was für ein bescheuertes Argument.

      “ Ich fand schwanger sein schrecklich. Meine Karriere hat gelitten, mein Sozialleben, alles Mögliche.“

      Das denke sie vielleicht jetzt. Aber vielleicht sagt sie das auch nur weil es so chick ist Männern eine schlechtes Gewissen zu machen, in diesem Fall für Entscheidungen die sehr oft Frauen treffen.

      Immer das Gleiche.

      • Schon immer waren bei der Geburt die Männer die eigentlichen Opfer, sie verlieren ihre Frauen, Freundinnen und Geliebten dabei.

        Frei nach Hillary Clinton

      • Versuch in feministischer Zahlenmystik:

        Bei jeder Ejakulation sterben Millionen(!) von Spermien. Innerhalb eines solchen Massakers auf das einzige, traumatisierte Überlebende zu zeigen verhöhnt die Opfer!

        Ich denke man sollte vom Spermizid sprechen, solange dagegen nicht alles menschenmögliche gemacht wird.

      • @Matze

        “Ich fand schwanger sein schrecklich. Meine Karriere hat gelitten, mein Sozialleben, alles Mögliche.“
        Vergleiche diese Aussage von ihr mit dieser:
        „Ich war sechs Mal schwanger und habe sechs Kinder.“

        Sie hat nach dem ersten Kind welche Konsequenzen daraus gezogen, dass ihre Karriere und ihr Sozialleben gelitten haben?
        Richtig, sie bekam das zweite.
        Sie hat nach dem zweiten Kind welche Konsequenzen daraus gezogen, dass ihre Karriere und ihr Sozialleben gelitten haben?
        Richtig, sie bekam das dritte.
        Sie hat nach dem dritten Kind welche Konsequenzen daraus gezogen, dass ihre Karriere und ihr Sozialleben gelitten haben?
        Richtig, sie bekam das vierte.
        Sie hat nach dem vierten Kind welche Konsequenzen daraus gezogen, dass ihre Karriere und ihr Sozialleben gelitten haben?
        Richtig, sie bekam das fünfte.
        Sie hat nach dem fünften Kind welche Konsequenzen daraus gezogen, dass ihre Karriere und ihr Sozialleben gelitten haben?
        Richtig, sie bekam das sechste.

        Die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten – darauf können wir uns bestimmt einigen.

        Wie beweis völlig richtig schrieb und ich gliedere:
        1. „Sperma kann nur wirken, wenn
        2. eine befruchtungsfähige Eizelle zur Verfügung gestellt wird. Und wenn
        3. das Sperma eingeladen wird, bis dahin vorzudringen.“

        Körperlich gesehen hat die „Gefährlichkeit“ von Sperma das gleiche Gewicht wie die befruchtungsfähige Eizelle. Wenn sie rechnen kann und ihren Zyklus kennt, dann wird sie wohl auch in der Lage sein, ihre „gefährlichen Tage“ zu bestimmen.
        Weiterhin ist sie definitiv in die Situation involviert, das Sperma einzuladen, bis zur befruchtungsfähigen Eizelle vorzudringen.

        Ihre „Schubumkehr“ in Sachen Verantwortung für ihre Schwangerschaft hat zwei Teile:
        1. Ihre Ignoranz gegenüber dem eigenen Köper und ihren Lebensvorstellungen ist nicht ihr Problem, sondern das des Mannes.
        2. Jede Form von Verantwortung für die Folgen des gemeinsamen Geschlechtsverkehrs hat gefälligst der Mann zu übernehmen. Als wäre sie nicht dabei gewesen und hätte daraus kein Vergnügen gezogen.

        Nervig.

    • „Ich habe es so gewollt, und es ist gut so, aber es hat meinen Körper eben auch dauerhaft verletzt. Aber es ist so normal, das nicht zu sehen und herunterzuspielen.“

      Nächste Woche dann das gleiche Argument, warum Tätowierer Verbrecher sind. Immerhin entstellen sie dauerhaft Menschen.

    • Tatsächlich frage ich mich bei einigen Femisten, ob es bei deren Analysen und Männerhass nicht auch eine sexuelle Komponente gibt. Ich habe den Eindruck, dass die Texterei und Nachdenkerei wie Männer Frau schaden, welches männliche Körperteil am gefährlichsten, welches Verhalten am toxischsten ist, wer die schönste Vulva, Periode und sonstwas …..etwas Masturbatorisches hat.
      Frauen bevorzugen ja in der Regel sexualisierte Groschenromane eher als die visuelle Pornoschiene. Eventuell dienen also die feministischen Texte den radikalefemistischen Lesern und der Autorin als eine Art seichte Masturbationsgrundlage.

      • Ja, ich vermute da auch teilweise Triebverhalten. Es scheint ihnen eine vielleicht sadistische Genugtuung zu bereiten, Männer zu unterwerfen und sich so selbst zu überhöhen.
        Es muss so etwas in der Art dahinter stecken, denn viele feministischen Mentalsekrete lassen sich weder über Gleichheitsstreben, noch über Gerechtigkeit oder Empathie verargumentieren.
        Sie sind einfach nur bösartig.

        Man fragt sich, woher das kommt, wenn man immer wieder die armen Pudel sieht, die den Einkauf schleppen, ihr Einkommen bei der Frau abliefern oder den mit Haaren verstopften Abfluss reparieren, um dafür permanent angekeift zu werden.

        Vielleicht spielen zyklisch-hormonelle Einflüsse ein Rolle, die in ihrer Intensität dem Umstand folgen, dass der weibliche Organismus fürs Kinderkriegen geschaffen ist, das aber fast nie erfolgt.
        Nicht umsonst verschreiben Frauenärzte den extremen PMDS-Frauen Östrogene oder raten ihnen, Kinder zu kriegen, wenn sie immer wieder Monat für Monat ihr soziales Umfeld zerstören, um es dann nach dem Schub wieder halbwegs zurecht zu zimmern.
        Die leiden da selbst drunter, sehen das aber meist nicht und schieben per default den Männern die Schuld für alles zu.
        So wie wir es ja zur Genüge kennen.
        Die machen halt immer was mit Menschen – oft auch nichts Gutes.
        Das kann einem irgendwann schon ziemlich auf den Sack gehen.

    • Oh Meister, ich verehre dich. Bei mir ist das leider schon zu spät, schon 3mal hat meine Waffe auch schon zugeschlagen und ein Kind verursacht …

      [Obelix]Die spinnen die Feministinnen![/Obelix]

  8. Feminismus in einem Tweet:

    „If we’re talking about the pill, it requires consistent daily use and doesn’t leave much room for mistakes, forgetfulness, or unexpected disruptions to daily schedules. And again, the side effects can be brutal. I’M STILL GRATEFUL FOR IT PLEASE DON’T TAKE IT AWAY.“

    Klar. Es geht ihnen besser als jemals zuvor, aber was wäre DAS denn bitte schön für ein Grund, mit dem Nörgeln aufzuhören? Wo bliebe da der Spaß?

    „Men can keep them stocked up just in case, so they’re always prepared. Amazing! They are so much easier than birth control options for women. As a bonus, in general, women love when men use condoms. They keep us from getting STDs, they don’t lessen our pleasure during sex…“

    Ich habe gehört, auch Frauen haben Nachttische mit Schubladen, in dem man diese kleinen Präservative präventiv preservieren kann. Und auch der Hakenschlag: „Schaut her, Kondome senken nicht unseren Spaß beim Sex! Schaut an, wie gut es Männer durch Kondome haben!!1!“

    Hachja… Da hat Christian eine wahre Goldgrube aufgetan.

  9. Solange es Frauen sind, die unilateral entscheiden, ob ein Mann Vater wird oder nicht, ob er will oder nicht, ob er es weiß oder nicht, solange haben Frauen auch die alleinige Verantwortung, ob sie schwanger werden. Ist ja nicht so, als gäbe es zig Möglichkeiten jenseits der Abstinenz, das zu verhindern.
    Schwangerschafts-„abbruch “ ist auch kein Euphemismus, um eine Mutterschaft zu verhindern, sondern um die Unannehmlichkeit einer Schwangerschaft zu verhindert/beenden. Denn die Frau kann ja immer noch das Kind zur Adoption freigeben, auch anonym, egal ob der Vater, wenn er überhaupt weiss, es will oder nicht.

  10. Jedes Mal, wenn eine Feministin die Verantwortung auf Männer schiebt, denke ich „Nicht einmal Feministinnen glauben, dass Frauen erwachsen genug sind, Verantwortung für irgendwas zu übernehmen.“

  11. „Men need to stop putting the burden of birth control on women“

    Uuuuuuund schon stimmt die ganze Voraussetzung nicht. Auch Männer sorgen bereits für Verhütung.

    “ Eine grundsätzliche Verschiebung auf ein Geschlecht macht keinen Sinn.“

    Genau das nämlich. Die Kritik in einem einzigen Satz schön zusammengefasst.

  12. Ich sehe meine Pflicht erfüllt damit, dass ich Gummis benutze. Wenn manche Frauen mit Leuten ins Bett gehen, die nichts auf Verantwortung geben, dann ist das deren Fehler, nicht etwas woran ich irgendetwas ändern kann.

    • Vergiss nicht, die gemein-gefährliche Substanz nachher sicher zu entsorgen.
      Manche füllen Chilisauce nach, um ganz sicher zu gehen.
      Sonst bist Du doch für potentiellen Nachwuchs haftbar.

      • Uh ja! Man sollte nie die gefürchteten Flugspermien unterschätzen. Die verfügen über Laserleitsysteme und können auf den Tausendstelmillimeter genau reife Eizellen ansteuern.

        Durch diese kleinen Schlingel ist schon so manch völlig perplexe Frau zu unerwarteten Schwanger- und so manch völlig überrumpelter Mann zu ungewollten Zahlvaterschaften gekommen.

        Ja ja, die Natur findet immer einen Weg… 😉

        • Es gab schon Fälle, bei der die Frau sich das Kondom aus dem Mülleimer fischte, um sich damit zu befruchten. Ist klarer Verstoß der männlichen Selbstbestimmung zur Reproduktion, aber das wird viel zu oft ignoriert.

          • Pssst… genau dieses Vorgehen wollte ich mit meinem Verweis auf Flugsperma und die davon völlig überraschten Frauen ansprechen… 😉

            Kam vielleicht nicht ausreichend rüber. 😦

  13. Was mich begeistert, ist das mangelnde logische Verständnis der Dame. Du kannst als Frau nicht die Verantwortung abgeben für deine Handlungen (als Mann übrigens auch nicht) solange die dein eigenes Leben beeinflussen.

    Das liegt halt in der Natur der Sache, du badest es immer aus, wenn du die falsche Entscheidung triffst.

    Du kannst als Gesellschaft Verantwortung formal übertragen, z.B. vom Kind auf die Eltern, aber das ändert nix daran, dass das Kind selbst tot ist wenn es vom Baum fällt. Du erklärst also höchstens jemand anderes als mitverantwortlich, aber das schützt dich höchstens vor menschgemachten Konsequenzen (Strafen) aber nicht vor den natürlichen Konsequenzen.

    Selbst wenn der Staat jetzt erklärt, „Verhütung ist Männerpflicht“ – welche Frau wäre so blöd, nicht selbst zu verhüten wenn sie nicht schwanger werden will?

      • Ach was.
        Die eine Lesbe wollte es den Männern nur gleichtun und die andere hat die Mysoginie der patriarchalischen Strukturen nur internalisiert. Wenn beide sich abwechselnd klatschen, dann wechseln sie die Rollen im Sekundentakt.
        Zumindest solange, bis dann eine in Notwehr die andere vergiftet oder im Schlaf ersticht, so nach 5 Jahren oder so. Opfer ist ganz klar die Frau. Und Täter ist …. öhm.. und überhaupt wäre die Welt besser ohne Männer! Nieder mit dem Patriarchat!

  14. Beim Mann sieht es etwas anders aus, weil dessen „natürliche Konsequenzen“ eben in diesem Fall geringer ausfallen. Zur Beseitigung dieses zugegebenermassen erheblichen Unterschieds wurden von patriachalen unzählige Regeln aufgestellt, die alle das Ziel haben den Mann festzunageln. Was mitunter auch Nachteile für die Frau erzeugt, denn wenn man anonymen sex erlaubt, kann man den Kerl halt nicht festnageln.
    Was will man also?
    Technisch lässt es sich heute zumindest theoretisch lösen – aber daran dass du als Frau an der Geburt sterben kannst wird wohl nicht zu ändern sein. Aber: man kann sich schützen wenn man den Kuchen nicht haben UND essen will

    • Bei dem ganzen sonstigen himmelschreienden Schwachsann macht das das Kraut auch nicht mehr fett …
      PS: waren das sogar nicht nur 12 Stunden oder so? Die gesamte Befruchtungszeit ergibt sich ja m.W. aus der Zeit, die die Spermien in der Frau überleben …

    • Will keiner die Basics klären?
      Na gut, so here I go:

      Zwar stimmt es, dass die weibliche Empfängnisfähigkeit in der Literatur typischerweise so beschrieben wird, aber gleichzeitig kann injiziertes Sperma ca. 5 Tage „überleben“, so dass über einen Zeitraum von etwa einer Woche (pro Zyklus) PIV in einer Schwangerschaft resultieren kann.

      Das scheint allerdings nur das breit rezipierte, offenbar – euphemistisch – lückenhafte Schulwissen zum Thema zu sein.

      Aus einer über 20 Jahre alten Studie:

      „Der Zeitraum im Zyklus einer Frau, in dem sie schwanger werden kann, ist länger als bisher angenommen. Dies haben Allen J. Wilcox und seine Kollegen vom National Institute of Environmental Health Sciences in Durham näher erforscht.
      Die fruchtbaren Tage der meisten Frauen erstreckten sich demnach nicht nur auf den 10. bis 17. Tag ihres Zyklus‘. Durchschnittlich zehn Prozent der Frauen seien bereits am 6. Tag empfängnisbereit. Bei sechs Prozent ende die fruchtbare Zeit erst einen Tag vor der nächsten Regelblutung. Nur bei 30 Prozent der Frauen beschränke sich die Fruchtbarkeitsdauer auf die bisher angenommene Zeitspanne, so die Forscher im British Medical Journal. … Zwei Prozent der Frauen waren bereits am vierten Tag ihres Zyklus fruchtbar“

      https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/viele-frauen-nicht-nur-zwischen-10-und-17-zyklustag-fruchtbar/

      Imho erklärte DAS die mit 12 % doch recht hohe, „typische“ Fehlerrate von Kondomen sehr viel besser als Lagerungsfehler etc.

      Fazit für „verantwortungsvoll Ejakulierende“: nur während der ersten 3 Tage der Menstruation ist der Verzicht aufs Gummi wirklich sicher (in that regard).

      Who would have thought that?
      Not me, obviously^^

      • Das hier ist die Original-Studie:
        https://www.bmj.com/content/321/7271/1259
        die im Folgejahr allerdings noch eine Korrektur erfahren hat.
        Was für eine konkret?
        Hmtja: sieht man nicht.

        Vorsichtige Aufklärer weisen natürlich darauf hin, dass nicht einmal für die ersten Tage der Mens in jedem Fall sicher eine Befruchtung ausgeschlossen werden kann.

        Das ist halt auch ein Problem mit Durchschnittswerten: nur weil bspw. die Menopause (neuerdings) im Schnitt bei 49,9 Jahren beginnt (d.h. ca. 2 Jahre später als in älteren Untersuchungen; my guess: this could at least partially be due to the pill), heißt das eben nicht, dass eine individuelle Frau mit Anfang 50 nicht noch schwanger werden könnte (trotz einer statistischen Wahrscheinlichkeit von exakt 0 %).

    • „Niemand stutzt bei der Angabe, eine Frau sei nur ca. 2 Tage pro Zyklus empfängnisbereit?“

      Nein, das steht nämlich nicht im Originaltext. Aber ich halte es für typisch für jemanden, der seine halbe Muttersprache durch Anglizismen ersetzt hat, auch das Englische nicht wirklich zu verstehen.

  15. Wieder mal eine Belehrung *gähn* – könnt ihr euch noch erinnern, wie in ZON bei metoo tagelang Verhaltensmaßregeln für Männer gegenüber Frauen aufgestellt wurden? Ganze Listen wurden dafür erarbeitet. Was für arrogante, aufgeblasene Zicken sich da verlustieren durften…

    Ich habe auch einen Ratschlag:
    „Menstruiert leise.“

  16. Pingback: Sex mit Kondom | Alles Evolution

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