„Frauen wählen weiter mit grosser Beharrlichkeit Care-Karrieren“

Ein interessanter Bericht in der NZZ:

Noch immer entscheiden sich nur wenige Frauen für technische Berufe, obwohl diese in der Regel bessere Löhne zahlen. Die Unternehmensberatung Bain erkennt traditionelle Rollenbilder als Ursache und empfiehlt konkrete Massnahmen.

„Traditionelle Rollenbilder“ sind ja so ein nettes Schlagwort, welches letztendlich nichts aussagt. Es ist auch etwas, was Verantwortung abgibt: Frauen können ja nichts für die traditionellen Rollenbilder, die sie hindern. Männer aber irgendwie dann doch, weil sie davon profitieren (wenn man nur das Gehalt betrachtet)

Die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau werden zwar kleiner, verschwunden sind sie aber keineswegs. 2020 waren in der Schweiz 60,1 Prozent der Arbeitnehmenden, deren monatlicher Bruttolohn für eine Vollzeitstelle unter 4000 Franken liegt, Frauen. Umgekehrt waren die Arbeitnehmenden mit einem Bruttolohn von mehr als 16 000 Franken gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik von dieser Woche zu 78,5 Prozent Männer. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ist im Jahr 2020 auf 18 Prozent gesunken nach noch 19,0 Prozent im Jahr 2018.

Ein kurzes Googeln ergab, dass 4.000 Franken etwa 4060 € sind . Das ist ja zumindest aus deutscher Sicht schon kein schlechtes Gehalt. Aber die Lohnstruktur in der Schweiz ist wohl eine andere als in Deutschland.
16.000 Franken im Monat sind etwa 16.240 €, also ein sehr stattliches Einkommen. Hier sind es 78,5% Männer. Wäre natürlich interessant, was die dafür tun müssen, ich vermute mal die meisten Tätigkeiten dieser Art sind mit einer Teilzeitstelle nicht kompatibel.

Die Lohnunterschiede sind teilweise auf strukturelle Faktoren wie das Bildungsniveau, die Anzahl Dienstjahre oder die Ausübung einer Führungsfunktion zurückzuführen. Auffällig ist, dass die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern umso deutlicher ausfällt, je höher die Kaderfunktion ist.

Eine Kaderfunktion ist eine Funktion mit Führungsaufgaben. Und da dürfte gelten: Um so höher der Job, um so mehr Verantwortung, um so eher Einschränkungen bei der Option in Teilzeit zu gehen oder anderweitig auszusetzen oder die Familie zu priorisieren.

Die öffentliche Diskussion konzentriert sich häufig auf die unerklärten Lohnunterschiede, die ein Zeichen für Lohndiskriminierung sein können. Die Crux liegt aber eigentlich woanders. Wollen Frauen einen guten Lohn, dann sollten sie nicht darauf hoffen, dass die Löhne in schlecht bezahlten «Frauenberufen» überproportional steigen. Der direktere Weg zu einem guten Gehalt führt eindeutig über Ausbildungen in besser bezahlten Branchen wie Informatik oder Natur- oder Ingenieurwissenschaften.

Das ist ja schon eine erfreulich deutliche Ansage. Es legt den Frauen eine gewisse Verantwortung auf. Aber es gibt ja Gründe dafür, dass Frauen bestimmte Berufe eher ausüben wollen, beispielsweise Dinge – Personen Unterschiede in den Interessen von Männern und Frauen

Erstaunlich ist allerdings, dass sich Frauen immer noch mit grosser Beharrlichkeit für Care-Karrieren entscheiden. Die Unternehmensberatung Bain identifiziert traditionelle Rollenbilder. Noch immer würden althergebrachte Stereotype die Berufswahl von Mädchen beeinflussen. In der Schweiz lag der Anteil der Studienabgängerinnen im sogenannten Mint-Bereich, also in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen, laut Zahlen der Unesco von 2017 bei 22 Prozent. Auch in den USA sind nur 25 Prozent aller Computerfachleute weiblich und lediglich 13 Prozent aller Ingenieurposten mit Frauen besetzt.

Das ist so eine klassische Nichtargumentation über Behauptungen, die vorgibt, tatsächlich etwas festzustellen. Frauen wählen traditionelle Berufe. Also müssen traditionelle Rollenbilder der Grund sein. Wirkliche Gründe oder Belege dafür oder gar eine Suche nach anderen Unterschieden, etwa der Dinge-Personen Unterschied oder eben eine Untersuchung der Arbeitszeiten oder der Faktoren neben dem Gehalt werden erst gar nicht vorgenommen.

Hürden für Frauen im Arbeitsleben seien zudem eine starre Organisation in Unternehmen, die die Wünsche von Frauen nach mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Berufstätigkeit und ihrer Arbeitszeit nur wenig berücksichtigten.

Das finde ich ja auch klasse. Da wird einfach akzeptiert, dass Frauen Sonderanforderungen an Berufe stellen. Sie sagen ja damit, dass Frauen nicht bereit sind zu den gleichen Bedingungen zu arbeiten wie die Männer. Es verlagert erneut die Verantwortung auf die Unternehmen.

Die Unternehmensberatung Bain sieht deshalb Handlungsbedarf bei den Unternehmen und empfiehlt ein ganzes Bündel von Massnahmen:

  • Individualität berücksichtigen. Keine demografische Gruppe sei einheitlich. Deshalb seien die unterschiedlichen Kriterien, die eine Persönlichkeit und ihre Bedürfnisse ausmachten, in jedem Einzelfall zu berücksichtigen.

Das wiederum ist durchaus ein Ansatz, er bringt aber auch wenig, wenn eben dennoch die Unterschiede im Schnitt dazu führen, dass von einer Gruppe wesentlich weniger Kandidaten zur Verfügung stehen.

  • Vorurteile bekämpfen. Führungskräfte sollten aktiv überkommene Rollenmodelle aufbrechen. So können sie etwa diverse Lebensformen positiv herausstellen, einen gerechten Zugang zu Förderung und Mentoring schaffen, Vernetzung und Kollegialität unterstützen sowie konkrete Aufklärung betreiben, um unterbewussten Stereotypen entgegenzuwirken.

„diverse Lebensformen positiv herausstellen“ ist ja auch vollkommen nichtssagend. Und Vernetzung von Kollegen ist natürlich auch etwas, was derjenige selbst machen muss und es wird um so schwieriger, wenn die Kollegin früh nach Hause muss um ihre Kinder ins Bett zu bringen, während andere auf „Vernetzungstreffen“ sind. Und natürlich machen Metoo Bewegungen auch viele Männer bei der Förderung und dem Mentoring vorsichtiger (was man allerdings den Frauen an sich auch nicht vorwerfen kann)

  • Flexibles Arbeiten ermöglichen. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig unterschiedlichste Arbeitsformen seien. Ob Büropräsenz, Home-Office oder Teilzeitmodelle – entscheidend sei, dass alle Beschäftigten die gleichen Möglichkeiten erhielten.

Das ist natürlich naiv. Teilzeitmodelle sind einfach für viele Führungspositionen nicht drin.

  • Wiedereinstieg erleichtern. Laut der Bain-Studie möchten 90 Prozent der Frauen, die weltweit während der Pandemie ihre Jobs zugunsten ihrer Kinder aufgegeben haben, wieder in die Berufstätigkeit zurückkehren – was aber lediglich 40 Prozent gelingt. Unternehmen können den Wiedereinstieg erleichtern, indem sie etwa Trainingsprogramme anbieten, mit denen die durch die Abwesenheit entstandenen Wissens- oder Kompetenzlücken geschlossen werden können.

Haben so viele Frauen ihre Jobs aufgegeben? ich vermute mal, dass die, die für Karrieren wirklich in Betracht kommen, dass eher nicht gemacht haben.

«Ungleichgewichte zwischen Frauen und Männern verschwinden nicht automatisch. Unternehmen müssen aktiv entsprechende Lösungen erarbeiten», kommentiert die Bain-Partnerin Claudia Kobler, die sich für Diversität und Inklusion in den Unternehmen einsetzt.

Ich möchte einmal von einer Frau, die sich für mehr Frauen einsetzt, einen Anforderungsplan an Frauen sehen statt eines Anforderungsplan an die Unternehmen.

18 Gedanken zu “„Frauen wählen weiter mit grosser Beharrlichkeit Care-Karrieren“

  1. „Der direktere Weg zu einem guten Gehalt führt eindeutig über Ausbildungen in besser bezahlten Branchen wie Informatik oder Natur- oder Ingenieurwissenschaften.“

    Leichter ist es allerdings, darauf zu vertrauen, dass frau sich mit einem Mann verpartnern wird, der ihr das gute Gehalt gleichsam als Präsent überreicht. So machen es Frauen seit Jahrtausenden sehr erfolgreich.

    Frauenförderung ist ein Fass ohne Boden, eine volkswirtschaftliche Absurdität und ein gesellschaftlicher Rohrkrepierer. Männer sind das Fundament einer Gesellschaft. Fallen sie zurück, sind Revolutionen vorprogrammiert.

    • „Wie aus Untersuchungen der OECD hervorgeht, beträgt der Anteil des Mannes am Haushaltseinkommen von Paaren in Deutschland beachtliche 77 Prozent. Das ist der höchste Wert aller Industrienationen. In Frankreich sind es 63 Prozent, in Schweden 62 Prozent. Die Erwerbstätigenquote von Frauen in Deutschland lag 2015 bei fast 70 Prozent, bei Männern betrug sie laut Statistischem Bundesamt rund 78 Prozent. Allerdings sagt diese Rate nichts über die Menge der geleisteten Arbeitsstunden aus.“

      https://www.welt.de/wirtschaft/article163561028/Die-grosse-Illusion-der-Ganztagsschule.html

      Richtig, die unterdrückten und unendlichdiskriminierten Frauen haben die Möglichkeit sich einen Mann zu suchen, der für sie arbeitet und nicht nur seine Kosten denkt, sondern auch noch über die Hälfte von ihren Kosten, während sie dabei auch noch gleichzeitig 80% der Kaufentscheidungen trifft.
      Da die Bildung von Jungen gezielt vernachlässigt wird – das würde vielleicht das falsch Signal an Mädchen senden, so Frauenrechtlerinnen – wird es diese Option für Frauen natürlich immer seltener geben und sie kommen in den Genuss selbst für ihren Lebensunterhalt voll arbeiten zu müssen.

  2. Und je mehr „Equality“ wir erreichen, desto mehr Frauen entscheiden sich für Frauenberufe. Das Gender Equality Paradox ist nichts neues.
    Interessant ist dann nur noch mit welchen Ausreden man versucht die Entscheidungen von Frauen zu entschuldigen (traditionelle Geschlechterrollen) oder die Verantwortung für diese Entscheidungen den Männer zuzuweisen, als ob Frauen unfähig sind selbstständig zu denken.
    In den USA steigt der Anteil der Männer die sich komplett von der Gesellschaft verabschieden, nicht arbeiten und nicht versuchen Arbeit zu finden. Vielleicht sind Feministinnen ja erfolgreicher darin Männer zu demotivieren, wie Frauen zu motivieren.

  3. @ Christian

    Du schreibst:

    «Traditionelle Rollenbilder“ sind ja so ein nettes Schlagwort, welches letztendlich nichts aussagt.»

    Das Problem ist doch einfach, dass hier «traditionelle Rollenbilder» vermutlich negativ konnotiert werden und vor allem, dass sie sicherlich nicht selbst gewählt sind. Auf die Idee, dass diese selbst gewählt wurden, und zwar im Sinne, dass es einen «freien Willen» gibt und nicht alles gesellschaftlich determiniert ist, dürfte vermutlich bei den Leuten der Studie nicht unbedingt bekannt sein. 🙂

    Dann heisst es:

    «Die Lohnunterschiede sind teilweise auf strukturelle Faktoren wie das Bildungsniveau, die Anzahl Dienstjahre oder die Ausübung einer Führungsfunktion zurückzuführen.»

    «Strukturell» ist auch so ein Buzzwort, das quasi alles erklären möchte, jedoch eigentlich überhaupt nichts erklärt. Zumal «strukturell» nur heisst, dass es eine gewisse Regelmässigkeit gibt, nur was die Ursachen für diese Regelmässigkeit sind, das wird mit dem Begriff «strukturell» überhaupt nicht erklärt. Diese Regelmässigkeit kann nämlich durch individuelle freie Entscheidungen herbeigeführt sein, wie es beispielsweise regelmässig einen Stau in der Stadt gibt, wenn ein sportlicher Grossanlass stattfindet. Dieser Stau findet zwar auch regelmässig statt, ist also strukturell, aber es ist ja niemand gezwungen, zu einem sportlichen Grossanlass zu gehen oder genau zu diesem Zeitpunkt in der Stadt unterwegs zu sein.
    Schlussendlich läuft wieder alles auf Ergebnisgleichheit hinaus, was natürlich top-down gesteuert werden muss, zumal das Individuum einfach zu blöd ist, selbst Entscheidungen zu treffen. 🙂

    • „zumal das *weibliche* Individuum einfach zu blöd ist, selbst Entscheidungen zu treffen“

      Wichtiges Adjektiv.
      Denn Männer sind in den Augen von Feministinnen jederzeit für alles voll verantwortlich, selbst für das, was andere Männer tun.

      Gleichzeitig ist natürlich ungemein wichtig, dass diese Menschen, von denen man nicht erwarten kann, eigene Entscheidungen zu fällen, in sämtlichen Entscheidungspositionen in Wirtschaft und Politik zu mindestens 50% zu platzieren.
      Ich hab grad vergessen, warum.

    • @Mark @Christian

      Der Sinn dieser „buzzwords“ ist zu vernebeln, dass überhaupt keine Erklärung eines Sachverhalts stattfindet.
      Stattdessen wird nur eine Beschreibung geliefert, aber die Beschreibung wird als Erklärung ausgegeben.
      Wobei „Beschreibung“ im Kontext einer feministischen Ideologie als Behauptung verstanden werden kann.

      Ist erst einmal eine solche Behauptung gesetzt, wonach es ein „Patriarchat“ gibt, welches „strukturell“ Frauen benachteiligt/diskriminiert/unterdrückt und von dem Männer profitieren (Privilegien!), dann lassen sich empirische Erscheinungen qua Suggestion in ein Kausalverhältnis bringen.

      „Geschlechterstereotype“ oder „althergebrachte Stereotype“ lassen sich aus der behaupteten Existenz des „Patriarchats“ ableiten und beweisen zugleich die Existenz des „Patriarchats“.
      Es ist nicht nur hochgradig tautologisch, sondern logisch inkonsistent, wie ich kurz am Text aufzeigen möchte:

      Christian zitiert hier (Herv. von mir): „Hürden für Frauen im Arbeitsleben seien zudem eine starre Organisation in Unternehmen, die die Wünsche von Frauen nach mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Berufstätigkeit und ihrer Arbeitszeit nur wenig berücksichtigten.“

      Und er kommentiert: „Das finde ich ja auch klasse. Da wird einfach akzeptiert, dass Frauen Sonderanforderungen an Berufe stellen. Sie sagen ja damit, dass Frauen nicht bereit sind zu den gleichen Bedingungen zu arbeiten wie die Männer.“

      Die besonderen Wünsche und Anforderungen von Frauen lassen sich aus ihren besonderen Problemen mit der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ableiten.
      Welche wiederum auf der besonderen Zuständigkeit der Frau für die Familie beruht.

      Hier handelt es sich selbstverständlich ebenfalls um ein „althergebrachtes Stereotyp“, ergo um ein „patriarchal konstruiertes“.
      Christian beschwert sich, „Da(s) wird einfach akzeptiert“ und man kann behaupten, weil sie sich argumentativ darauf verlassen, es handelt sich um eine geteilte Auffassung, dass es sich so verhält. Auf der geteilten Auffassung wiederum beruht die „Akzeptanz“.

      Erst die geteilte Auffassung macht nun eben nicht das „althergebrachte Stereotyp des Patriarchats“ zum Problem.
      Hier findet nämlich eine Problemverschiebung statt.
      Hingegen ist die „Hürde“, also das eigentliche Problem, wenn ein Unternehmen nicht gemäß des „althergebrachten Stereotyps des Patriarchats“ organisiert ist.

      Es mutieren also „althergebrachte Stereotype des Patriarchats“ zur Basis des Appells an die Unternehmen, Sonderanforderungen stellen zu können.
      Und wenn man sich den Kontext anschaut, kann man „Sonderanforderungen“ als ein Privileg übersetzen, das besonders für Frauen gelten soll.
      Das erstens und „althergebrachte Stereotype des Patriarchats“ sind zweitens ausgesprochen nützlich um zu begründen, warum „Frauen nicht bereit sind zu den gleichen Bedingungen zu arbeiten wie die Männer“.

      Ironisch ist nicht nur, für Frauen Privilegien zu fordern erfolgt im Brustton der Überzeugung, in einem System zu leben, welches Frauen „strukturell“ benachteiligt und nur Männer privilegiert.
      Sondern die Forderung nach diesen Privilegien für Frauen erfolgt auch basierend auf „Geschlechterstereotypen“, die in diesem System vorgeblich nur dazu dienen können Frauen zu benachteiligen.

  4. Gab letzte Woche einen ganz ähnlichen Artikel im Spiegel über die BCG. Demnach würden die Arbeitszeitanforderungen, der Druck und überhaupt die hohen Leistungserwartungen Frauen und quere Menschen abschrecken. Meine Frage an die Artikel-Autorin, ob sie oder BCG damit unterstellen will, dass Frauen und queere Menschen weniger leistungsbereit seien, blieb leider unbeantwortet….

  5. Frauen erziehen ihre weiblichen Kinder zu Frauen. So sieht’s aus. Flankierend werden die Mädchen in einem matriarchal-feministischen Bildungssystem geprägt. Von da gehen sie oft in die Schutzräume an den Unis oder machen in Teilzeit etwas mit Menschen.

    An welcher Stelle und durch wen entsteht dabei eigentlich das immer und immer wieder beschworen „traditionelle Rollenbild“? Durch den nicht vorhandenen Vater, durch Märchen der Gebrüder Grimm, durch Elon Musk?

    Auf eine schlüssige Antwort durch das Feminat warte ich schon seit ich denken kann.
    Aber wie komme ich eigentlich dazu mir anzumaßen, einen Anspruch auf die Beantwortung dieser Frage zu erheben?
    Denn die Frage an sich stellt ja schon eine Mikroaggression dar.

  6. „Frauen wählen traditionelle Berufe. Also müssen traditionelle Rollenbilder der Grund sein. Wirkliche Gründe oder Belege dafür oder gar eine Suche nach anderen Unterschieden, etwa der Dinge-Personen Unterschied oder eben eine Untersuchung der Arbeitszeiten oder der Faktoren neben dem Gehalt werden erst gar nicht vorgenommen.“

    Genauso ist es, die Möglichkeit, dass Männer und rauen eben unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen haben, wird überhaupt nicht in Betracht gezogen. Der Sozialkonstruktivismus, nach dem das Verhalten von Menschen grundsätzlich nur durch Umwelt und Erziehung geprägt wird, ist immer die Default-Position, die auch nie diskutiert wird. Wäre wohl auch Biologismus o.ä.

    Ich habe mal den Girls-Day betreut, also diese Schnupperpraktikum für Mädchen in männlichen Berufen. Ein Mitarbeiter des Kulturministeriums sagte mir dabei, dass auch nach 20 Jahren Girls-Day sich die Berufswahl der Mädchen nicht nennenswert verändert hätte. Alle rätselten, warum das so sei.

  7. Die Frage, wo denn die ganzen traditionellen Rollenbilder herkommen, wenn doch die Frauen die ganze unbezahlte Care-Arbeit machen und in Kindergärten und Grundschule über 80% der Erziehungs- und Lehrkräfte stellen, die stellt mal wieder keiner in der Studie.

  8. Selbst wenn jede einzelne Frau, aufgrund ihrer eigenen, freien Entscheidungen, sowohl mit ihrem Berufs- als auch Familienleben vollkommen glücklich wäre, würde diese Ideologie diesen Zustand bekämpfen, weil in irgendeinem (gut bezahlt und angesehenen) Berufsfeld die Geschlechterverhältnisse nicht gleich sind.

  9. Pingback: „Frauen wählen weiter mit grosser Beharrlichkeit Care-Karrieren“ - Aufklärung heute

  10. 1. Lüge der Feministen: Frau sei unterdrückt, weil Männer sie von der Arbeit ferngehalten hätten.
    2. Lüge: Eine Arbeit sei eine Karriere zur Selbstverwirklichung, man bekäme Macht und Freiheit dadurch und man könne alles haben.
    Fakt ist, das Frauen Männer immer noch nicht in der Arbeitswelt ersetzt haben. Die kritischeren Jobs, die oft auch die unbequemen, (körperlich) anstrengenden, gesundheitsschädlicheren und tödlichen Jobs sind werden immer noch fast nur von Männern ausgeführt. Ich warte hier immer noch auf eine Forderung nach Quote.
    Fakt ist auch, dass Frauen, die jetzt vermehrt Vollzeit arbeiten, sich plötzlich über die unbequemen Arbeitszeiten und Bedingungen beschweren. Stichwörter: Arbeitszeitreduktion, sexistische Klimaanlagen, work-life balance.
    Zudem ist es nicht erheblich, _wer_ die Knete nach Hause bringt, sondern wer es ausgeben darf. Da sind Frauen mit 80% Ausgabenquote deutlich besser gestellt.
    Jetzt wählen Frauen Berufe, die etwas mit Menschen zu tun haben, statt sich die Lunge in den Minen zu ruinieren. Das halte ich für klug. Aber ersteres ist nur möglich, weil Männer sich ihre Gesundheit in Jobs wie letzterem ruinieren.
    Und was liest man in den Medien? Frauen seien benachteiligt.
    Dieses Gejammere habe ich so satt.
    Und jetzt kommen die marxistischen DEI-*ausgepiept*, die nochmals an unserem Wohlstand zehren. Das sind parasitäre Schutzgelderpresser, die mit längst widerlegten Theorien Korrelationen mit Kausalität verwechseln.

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