17 Gedanken zu “WM 2022: Deutschland vs Spanien

  1. Also nach dem letzten Mal hatte ich den Eindruck, dass die Spieler und der Trainer ziemlich angepisst waren von dem ganzen woken Vorspiel, dem permanenten Moralgelaber und einer mutigen Innenministerin, die auf der Tribüne neben Infantilio eine Plüsch-Binde mit Regenbogen (am Arm!) trug. Nach dem Spiel mussten sie sich dann noch von den ÖRR-Moderatoren-Zofen demütigen lassen.

    Wenn die also noch ein bisschen Herz, Willen und Restsolz haben, dann werden sie auftrumpfen und Spanien mit 3:1 wegputzen.
    Aber wenn sie schon komplett gebrochen sind, dann werden sie übelst verlieren und missmutig kurz vor der Heimfahrt noch gegen Costa Rica ein schweres Unentschieden verrichten, um sich dann mit Linienflug zu ihrem Regenbogenflieger bringen zu lassen.
    Der kann dann aber nicht auf dem BER landen, weil etwas auf der Landebahn klebt. Schließlich werden sie in Leipzig stranden und in der Vorhalle die Nacht verbringen und dort den ÖRR-Expertinnen wunschgemäß etwas ins Mikrofon geben – viel Verständnis für die Klimajünger und jeden vielfältigen Sex. Moralweltmeister eben.

  2. Spanien hat Costa Rica geschlagen,
    Costa Rica hat Japan geschlagen,
    Japan hat Deutschland geschlagen.
    Es ist naheliegend, dass Spanien Deutschland schlagen kann.

    Vielleicht, vielleicht sind die Spanier so leichtsinnig, dass sie das heute zu locker angehen. Vielleicht, vielleicht reißt sich „die Mannschaft®“ ja heute zusammen.

    Ansonsten wird es ab Morgen viele Deutsche mehr geben, denen der Boykott der WM leicht fällt.

  3. Immerhin wird Deutschland selbst bei einer Niederlage heute nicht zwingend rausfliegen, da Japan gegen Costa Rica verloren hat. Aber ein gutes Gefühl hab ich auch nicht. Wenn die Spieler sich nicht ordentlich am Riemen reißen, wird das nichts. Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Herren hat nach 2014 keine durchgehend gute Leistung mehr gezeigt, und leider ist das Mantra von der Turniermannschaft inzwischen auch nur noch eine Erinnerung an bessere Zeiten.

    • Ja, man kann mit dem Spiel unserer Elf und dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn es leider bedeutet, dass wir das Weiterkommen nicht mehr selbst in der Hand haben.

      Ich fand Sane besser als Gnabry, aber zugegeben, Sane war natürlich noch frisch nach seiner Einwechslung, ist also kein ganz fairer Vergleich.

      • Ich bin generell ganz klar pro-Gnabry. Aber momentan ist er tatsächlich nicht in Bestform.

        Was sagst du zu Hofmann? Mir ist völlig unklar, was der in der NM macht, aber irgendetwas scheint Flick ja in ihm zu sehen, wenn er ihn regelmäßig bringt…

        • Ich weiß über Hofmann wenig zu sagen, auch gestern hatte er ja nur einen vergleichsweise kurzen Auftritt. Heißt, er ist mir weder im Guten noch im Schlechten aufgefallen.

          Wen ich richtig gut finde, ist Rüdiger, ein Turm in der Abwehr mit dem Aussehen eines Kriegers, und Kimmich. Letzterer hat zwar null Charisma, aber er ist ein genialer Fußballer, insbesondere seine Übersicht und Spielintelligenz stechen heraus.

          Mich graust es vor Schlotterbeck. Der macht immer wieder eklatante Fehler, die zu Gehentoren zu führen drohen, in Dortmund wie in der Nationalelf.

    • Finde ich auch, das Spiel macht Mut. Der Einsatz hat auf jeden Fall gestimmt, und insgesamt kann man das mMn. als ziemlich ausgeglichenes Spiel gegen wohl eine der besten Mannschaften des Turniers werten.

      Ich gehe fest davon aus, dass wir einen 2-Tore-Sieg gegen Costa Rica schaffen. Das wird kein Südkorea 2.0, dazu ist CR einfach zu schwach.
      Nun müssen wir bloß hoffen, dass die Konstellationen in den anderen Gruppen Spanien nicht dazu verleitet, auf Gruppenplatz 2 zu spielen und Japan gewinnen zu lassen…

        • Auch wenn nur als Witz gemeint: das ist ein Aspekt, der dafür sorgen könnte, dass die Spanier das letzte Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht leichtfertig herschenken werden. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass Costa Rica noch einmal derart einbricht, wie im Auftaktspiel – das Ergebnis lag sicher nicht nur an der reinen Qualität der Spanier sondern auch daran, dass die Ticcos mental nen Kompletteinsturz hatten nach schnellem, bei realistischer Betrachtung bereits aussichtslosem Rückstand, so ähnlich wie die Brasilianer 2014. Dennoch hat das Spiel den Spaniern gestern sicher gezeigt, dass sie nicht darauf zählen können, dass ein solches Szenario komplett ausgeschlossen wäre.

          Auf jeden Fall hat der (hochverdiente) Ausgleich gestern die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland mit einem Sieg gegen Costa Rica auch das Achtelfinale erreichen wird, deutlich erhöht, weil so den Japanern auch ein Unentschieden nicht zwingend genügen würde, was widerum auch nicht so sehr unwahrscheinlich erschiene, vor allem wenn die Spanier mit einem Sieg gestern und ihrem starken Torverhältnis schon mit 99prozentiger Wahrscheinlichkeit durch gewesen wären und mal locker ihre B-Elf hätten auflaufen lassen können.

          Aber schaumer ma. Auf jeden Fall sieht die Welt nach den beiden aus deutscher Sicht positiven Ergebnissen wieder weit besser aus, als noch Mitte letzter Woche… 🙂

          • PS: „…und ihrem starken Torverhältnis schon mit 99prozentiger Wahrscheinlichkeit durch gewesen wären…“

            Meint natürlich: bei einem Sieg wären sie komplett sicher durch und mit 99prozentiger Wahrscheinlichkeit auch schon Gruppensieger. 😉

  4. Soviel zur sportlichen Berichterstattung, jetzt wieder zu den wichtigen Sachen:

    • Als er das gesagt hat, zuckte ich gleich zusammen und dachte mir „wenn das mal keinen Scheißesturm gibt“. Und heute sehe ich sofort Artikel mit Titeln der Art „Sandro Wagner – Rassismusskandal!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“… Diese Handvoll Twitterdeppen, die durch ihre schiere Empörung und Fähigkeit, Tweets mit einer Frequenz rauszuhauen, dass es jedem Bot schwindelig wird, immer wieder eine Illusion von sozialer Relevanz erzeugen können, sind genauso berechenbar wie besagte Bots. Die funktionieren wie Programme. Der Pawlowsche Twitterer. Die warten regelrecht auf Dinge, die sie triggern und in den geliebten Zustand des moralisch gerecht Empörten versetzen können. Dieses Bedürfnis nach ständiger Empörung zum Zwecke der Selbstinszenierung des moralisch Erhabenen scheint mir das Ergebnis eines Versuches zu sein, die kognitive Dissonanz aufzulösen zwischen einem ins komplett absurde aufgeblasenen Selbstbild und der traurigen, leeren, tumben, sozial nutzlosen Realität dieser jämmerlichen Kreaturen.

      Was hat dieser Spruch bitte mit Rassismus zu tun? Das ist doch nur eine flapsige Bemerkung über für uns merkwürdig erscheinende Kleidungsgewohnheiten. Bezeichnen dieselben Spinner es auch als rassistisch, wenn die mit diesem Spruch Gemeinten selbst stets und gerne darauf verweisen, dass sich westliche Frauen wie Nutten kleiden? Ach nee, ich vergaß: die Sache mit Rassismus funktioniert ja immer nur in eine Richtung.

      Aber unsere Tastaturvergewaltiger in ihren Redaktionsstübchen sind darüber sicher froh, jetzt wo vielleicht, zumindest für den Rest des Turniers, auch zwischen den Ohren unserer Jungs dort in Katar angekommen ist, warum es eigentlich schon immer eine gute Idee war, Politik und politischen Aktivismus aus dem Sport rauszuhalten. Wenn es nicht mehr um Regenbögen geht, sondern nur noch um solch profane Dinge wie Tore, dann fällt wohl – vorsichtig geschätzt – 98 % unserer schreibenden Zunft nichts mehr ein, was man noch von sich geben kann. Von rein sportlichen Inhalten haben sie schlicht keine Ahnung.

    • Das ZDF ist es anscheinend auch schon gewohnt, Twitteridioten auf seinen Angestellten* herumhacken zu lassen. Ein Arbeitgeber, der sich vor seine Angestellten stellt, hätte etwa folgendes formuliert:

      „Sandro Wagners Aussage war leider mehrdeutig. Wir gehen aber davon aus, dass die Rede vom „Bademantel“ nicht rassistisch, sondern rein beschreibend gemeint war, weil Wagner in dem Moment der korrekte Begriff nicht einfiel, und fordern unsere Zuschauer auf, entsprechende Unterstellungen zu unterlassen.“ Man könnte durchaus noch hinterherschieben: „Üble Nachrede ist eine Straftat.“

      Den Tag möchte ich erleben, an dem eine ÖR-Anstalt mal so reagiert…

      *Okay, technisch gesehen ist Wagner wahrscheinlich freier Mitarbeiter oder Vertragspartner…

      • Als vor etlichen Jahren mal ein Twitter-Mob den ÖRR dazu brachte, laut „mea culpa“ zu bekunden, war, als ein Reporter mal nach einem Länderspiel Klose zu einem Tor fragte, ob das für ihn nicht sein persönlicher Reichsparteitag gewesen sei, weil Klose zuvor bei Bayern längere Zeit nicht getroffen hatte und in der Kritik stand. Damals hatte mich das echt noch überrascht, war mir gar nicht aufgefallen – wie wohl auch dem angesprochenen Miro nicht – weil das für mich einfach eine komplett normale Alltagsphrase war. Genauso wie „warten bis zur Vergasung“, was im Übrigen nicht, wie viele meinen, auf den Holocaust und die vielfach dort verwendete Massenmordmethode abzielt, sondern auf den ersten Weltkrieg.

        Heutzutage kann ich schon recht verlässlich erahnen, welche „unbedachte“ Äußerung mal wieder die Rückgratlosen beim ÖRR dazu veranlassen wird, vor einem enragierten Pöbel einzuknicken und den Dummköpfen in all ihrer Dämlichkeit so fälschlicherweise auch noch das Signal zu geben, sie hätten in irgendeiner Weise korrekt und rational gehandelt.

        Ich sag ja: diese Leute sind derart einfach gestrickt und somit komplett berechenbar in ihrer irrationalen Idiotie, dass sie einen höchstens noch damit überraschen können, WIE absehbar ihr Verhalten, ihre Reaktionen sind.

        Aber ja, es ist schade, wie immer wieder reihenweise vor denen eingeknickt wird, als wären die eine sozial relevante Gruppe. Dass die einfach nicht lernen, dass die Reaktionen durchgeknallter Fanatweeter nicht im Mindesten auf die Mehrheit der Gesellschaft übertragbar sind. Wenn ich schon immer lese „wir bekamen dazu Kritik unserer Zuschauer“… NEIN!!! Ihr bekommt Kritik von einer Handvoll selbstgerechter Arschlöcher. Der erdrückenden Mehrheit eurer Zuschauer ist dieser ganze Mist völlig Latte.

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