Ist der „Colorado Shooter“ nichtbinär?

In einem „LGTBQ Club“ in Colorado ist es zu einem schrecklichen Vorfall gekommen, bei dem 5 Menschen gestorben sind und viele weitere verletzt worden sind.

Aus der Wikipedia:

On November 19–20, 2022, a mass shooting occurred at Club Q, an LGBTQ nightclub in Colorado Springs, Colorado, United States. Five people were killed, and 25 others were injured, 19 of them by gunfire. The accused was also injured and taken to a local hospital

(…)

The Club Q is located at the 3430 block of North Academy Boulevard and opened in 2002. It was for a time the only LGBTQ club in Colorado Springs, Colorado, the state’s second-most populous city with a population of just under 500,000.[10] A 2021 article by Denver-based magazine 5280 noted the club to be a place „where LGBTQ folks [went] for drag performances, dance parties, and drinks.“[10][11] The shooting occurred on the eve of the Transgender Day of Remembrance.[12]

(…)

According to the police chief, the shooting began when the shooter entered Club Q while a dance party was being held. Wearing body armor and wielding an AR-15 style rifle,[2][3][4] the assailant immediately began shooting at people while moving further into the building. Many survivors at first mistook the gunfire for being a part of the music, until the gunfire continued and patrons saw the muzzle flash.[17] Multiple people sheltered behind the bar and in dressing rooms, while others stayed low to the ground.[18]

Minutes into the shooting, a club patron, identified as U.S. Army veteran Richard M. Fierro, charged across the room and tackled the shooter to the ground, causing the rifle to fall out of reach.

Eine schreckliche Tat. Aber natürlich auch eine, die sogleich politisch benutzt worden ist, indem es um die Frage ging, welche Motive der Täter hatte und wer ihn dazu gebracht hat.

Die Frage wurde um so brisanter, weil der Täter dann bei seiner ersten Gerichtsanhörung angegeben hat, dass er nonbinär sei und die Pronomen „they/them“ benutze.

Zum Täter aus der Wikipedia:

The accused was identified as Anderson Lee Aldrich, a 22-year-old resident of Colorado Springs.[25] Aldrich was born Nicholas Franklin Brink on May 20, 2000, in San Diego, California, to Aaron Brink, former pornographic film actor and mixed martial arts fighter, and Laura Voepel, the daughter of Randy Voepel, outgoing California State Assembly member from the Republican Party and a former mayor for the city of Santee, California.[26][27][28][29] Voepel and Brink separated and divorced one year after Aldrich’s birth; while Voepel went on to receive custody of Aldrich, her tumultuous life – featuring multiple arrests and mental health evaluations – would mean that Aldrich was cared for by Laura Voepel’s mother, who eventually became Aldrich’s legal guardian.[30][31][32]

A member of the Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints, Aldrich grew up on the north side of San Antonio, Texas.[33][34] In high school, Aldrich was a target of online bullying that involved homophobic taunts.[28][35] Aldrich changed names in May 2016, shortly before turning 16, citing a desire to remove associations with Aaron Brink, who had multiple criminal convictions.[28][32] Aldrich’s attorneys have stated in court documents that Aldrich is non-binary and uses they/them pronouns, preferring to be addressed as Mx. Aldrich.[36][37] Neighbors allege Aldrich to have made hateful comments towards the LGBTQ community, including frequent usage of the word „faggot“ when angry.[38][39] Booking records refer to Aldrich as male and Aldrich’s mother has referred to Aldrich with male pronouns in recent social media posts. On his first public interview, Aldrich’s estranged father also refered to Aldrich with male pronouns: „And then I go on to find out it’s a gay bar [that Aldrich shot]. I said, ‚God, is he gay?‘ I got scared, ‚Shit, is he gay?‘ And he’s not gay, so I said, ‚Phhhewww…‘„[40] Friends of the shooter have also come forward saying Aldrich never hinted to a non-binary identity before and that this may be a ploy to beat the hate crimes charges that have been pressed against Aldrich.[41

Das spricht ja durchaus dafür, dass er versucht den „Nonbinären Status“ vorzutäuschen, wobei die Frage wäre warum.

Ich bin wahrlich kein Experte im US-Strafrecht, aber ein Grund könnte sein, dass Hate Crimes wohl vor Bundesgerichten verhandelt werden können und „normale Massenmorde“ vor dem Gericht des Staates, in dem sie verübt worden sind. Colorado hat die Todesstrafe abgeschafft, eine „Bundestodesstrafe“ gibt es aber wohl noch.

Bei fünf Toten und sehr vielen Verletzten vermute ich mal, dass es darum geht, dass man Lebenslang will, aber eben keine Todesstrafe. Vielleicht gibt es auch trotz der 5 Toten und Verletzten noch eine Chance auf weniger Gefängnisstrafe oder eine Option auf Begnadigung? Er ist immerhin recht jung (22).  Das wäre durchaus ein Motiv. (aber wie gesagt: Das war eine recht kurze Recherche, wer was besseres findet, der mag es gerne mitteilen).

Zur Debatte wurde die Angabe, dass er Nonbinär war, weil diverse Personen aus dem linkeren Lager Zweifel anmeldeten. Was dann natürlich gegen den Grundsatz verstößt, dass jeder wählen kann, ob er nonbinär ist und man das nicht hinterfragen darf sondern es vielmehr zu akzeptieren ist. Dementsprechend wurde dies natürlich als entsprechendes Paradox angeführt, etwa:

Mal sehen, was der Täter behauptet. So schwierig ist es ja nicht, sich als nonbinärer darzustellen, selbst wenn seine Freunde das nichts wussten. Aber dennoch bräuchte er ja dennoch ein Motiv, warum er gerade dort das Feuer eröffnet hat welches nichts mit Hatecrimes zu tun hat.

19 Gedanken zu “Ist der „Colorado Shooter“ nichtbinär?

    • Traurig, aber wahr: 2012 war es tatsächlich eine Meldung, dass New York zum ersten Mal in seiner Geschichte einen ganzen Tag ohne Gewaltvefbrechen hatte.

      „For the first time in living memory, New York has spent a day entirely without violent crime. The city police department’s chief spokesman said that Monday was the most bloodshed-free 24-hour period in recent history. Not a single murder, shooting, stabbing or other incident of violent crime was reported for a whole day…“

      https://www.bbc.com/news/world-us-canada-20536201

      Und das ist nur New York. Insofern kann man zu einer Schießerei mit Toen in den USA tatsächlich nur sagen: Im Westen ist nichts Neues zu vermelden.

  1. „Aber dennoch bräuchte er ja dennoch ein Motiv, warum er gerade dort das Feuer eröffnet hat welches nichts mit Hatecrimes zu tun hat.“

    Beziehungstat? Ausgrenzung aus der LGBT-Community?

  2. Da man selbst bei Gewalt unter Lesben sich (EMMA) nicht zu blöd vorkommt Männern die Schuld zu geben, ist der Colorado Shooter natürlich ein Mann. Hätte er Katzenbabys gerettet, wäre er nom-nom-nom -binary.

  3. der „paar Leute über den Haufen schießen ist okay, Hauptsache mein Sohn ist nicht schwul“ Papa ist ja auch köstlich. Ob der das jetzt tatsächlich so gesagt hat .. wir wissen’s nicht 🤔🤔🤔🤣

    • Wenn eine Quotenfrau einen Staubsauger in zwei Stunden repariert, ist das eine großartige Leistung und ein tolles Ergebnis.
      Wenn ein Mann in der Zeit drei Staubsauger repariert, ist es halt normal.
      Dabei ist doch eigentlich der Output das Wichtige, wenn es um Staubsauger geht: Ein reparierter Staubsauger gegen drei.

      Wenn ein Mann ein paar Menschen erschießt, ist das ein Hassverbrechen. Wenn es eine Frau oder ein Non-Binary macht, dann ist es Notwehr, Hilflosigkeit, mangelnde Unterstützung oder es sind patriarchale Strukturen.
      Das Ergebnis ist das selbe: Tote Menschen.
      Die bleiben auch tot, egal wie binary oder feminin sich jemand fühlt, der tötet.

      Der zentrale Wert für Schuld oder Leistung ist nicht mehr, was jemand verrichtet hat, sondern wie diese Person sich identififiziert, darstellt oder wie sie eingeordnet wird. Daraus leiten sich die geforderten Sühnemaßnahmen oder die Anerkennung beispielsweise für die Reparaturen ab.

      Früher waren die Menschen für ihre Taten verantwortlich, außer sie waren krank und/oder unzurechnungsfähig. Das war mal ein elementarer Grundsatz fürs zivilisatorische Zusammenleben.

      Inzwischen sind manche Tiere einfach gleicher. Und zwar vermutlich in den Köpfen der Mehrheit.
      Dieser Trend ist sehr unheilvoll.

      • Der Unterschied zwischen Human Beings und Human Doings.

        Wer in den Bewusstsein aufwächst, dass allein sein Sein ihn zu einem wertvollen Menschen macht, der kann Gedanken wie „Früher waren die Menschen für ihre Taten verantwortlich“ nicht in sein Weltbild integrieren.
        „Jede Frau hat Respekt verdient“ und „Respekt muss verdient werden“ passen nicht gleichzeitig in den selben Kopf.

        „Das war mal ein elementarer Grundsatz fürs zivilisatorische Zusammenleben.“
        Damals, als die Exosphäre männlich war und das Weibliche in der Endosphäre herrschte.
        Diese Zeiten sind vorbei und kommen so schnell nicht wieder.

  4. Mal ganz davon abgesehn, ob der Täter nun „non-binär“ ist:
    Mit den Begriffen „non-binär“, „queer“, „LGTBXYZ“ hat sich die frühere Regenbogen-Szene einfach massig Leute ins Boot geholt, die es überfrachten, mit denen es absehbar Probleme geben wird.

    Ich vergleich das mal mit dem Roling Stones- Konzert in Altamont 1969.
    Man hat die Hells Angels ins Boot geholt, die haben freigedreht, und damit war die Friede-Freude-Eierkuchen-Kultur am Ende.

  5. Schön vor allem, wie schnell die Doppelstandards sichtbar werden. Wer Schwule tötet kann nicht nicht-binär sein, weil Gute nicht von Guten getötet werden. Aber wenn es ums Abzocken staatlicher Gelder geht, muss man den Erklärungen der Leute einfach glauben.

    Genau wie immer klar ist, was eine Frau ist, wenn es um Frauenquoten geht.

    • Keine Sorge, bei Rassismus zwischen Nicht-Weiße – den nennen sie Colorism, weil Rassismus unwiderruflich an Weiße gebunden werden soll – haben natürlich auch die Weißen Schuld durch das System was sie am Leben halt in dem Weiße einfach nur existieren.

      So auch hier. Bestimmt hat schon jemand genial geschlussfolgert, das die heterosexuelle Matrix die Schuld an allem trägt.

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