UN Women: „11% aller getöteten Journalisten sind Frauen, hört auf mit den Angriffen auf Frauen“

 

Die Zahlen dazu:

2020: 50 (6% =3 Frauen)

2021: 55 (11% = 6 Frauen)

Es ist eigentlich recht klar, das bei einem Verhältnis von 11% Frauen zu 89% Männer ohnehin bizarr ist. Es passt aber so wunderbar zum Feminismus, weil eben Männer einfach ausgeblendet werden und eine Steigerung bei Frauen (für etwas schlechtes) immer eine besondere Katastrophe ist. Und das ohne nähere Gründe anzuführen. Immerhin könnten ja Frauen auch einfach als starke unabhängige Frauen in gefährlichere Bereiche vorstoßen (und den Preis dafür bezahlen).

Aber mich interessiert es mal mir die Sache näher anzuschauen:

Wie man sieht schwanken die Zahlen ziemlich, was angesichts der geringen Anzahl getöteter Journalistinnen ja auch durchaus zu erwarten ist:

Eine fast prozentuale Verdoppelung von 6% auf 11% scheint erst einmal ein starker Anstieg zu sein, aber „Drei Frauen mehr Weltweit“ macht deutlich, dass keine große Kampagne dahinter stecken kann.

Eine andere Statistik ist interessant:

Immer mehr Journalisten sterben allgemein außerhalb von Kriegszonen. Mag sein, dass da dann eher Frauen dabei sind.

Eine kleine Suche ergab:

Afghanistan: Insgesamt 9 Tote Journalisten, 3 Frauen

The Director-General of UNESCO, Audrey Azoulay, has denounced the murder of three women journalists, Shahnaz Roafi, Sadia Sadat, and Mursal Wahidi, in Jalalabad on 2 March.

I condemn the murders of Shahnaz Roafi, Sadia Sadat, and Mursal Wahidi. These latest killings follow a series of attacks against journalists and media workers in Afghanistan.
Yemen: 1 Tote
On November 9, 2021, Rasha Abdullah Al-Harazi, a journalist from Yemen, died in a targeted car bomb attack while she was nine months pregnant.  Al-Harazi had also received many threats in the months before her death, Khalid Ibrahim of the Gulf Centre for Human Rights told IPI last year. “By phone she was told to stop doing journalism”, he said. “But we didn’t know it would be this serious.”
Kenya: 1 Tote, etwas unklar, ob sie wegen ihres Berufs umgebracht wurde
Betty Mutekhele Barasa, a senior video editor and television producer working for the Kenya Broadcasting Corporation (KBC), was assaulted and shot dead at her home in Nairobi, on 7 April by unidentified gunmen.
Iran: 2 Tote Frauen, allerdings war wohl der Busfahrer schuld und der Bus defekt.

A fatal bus accident near the city of Naqadeh took the lives of Reyhaneh Yassini and Mahshad Karimi. Both women journalists were on the bus along with twenty other reporters. According to the reports, the bus carrying the journalists was in poor condition and crashed near the Islamic Republic’s west Azerbaijan region.

Reyhaneh Yassini was associated with the official Islamic Republic News Agency, and Mashhad was a correspondent for the Iran Students News Agency. The wounded passengers were transferred to the West Azerbaijan medical facility. Several of the injured individuals are in critical condition. CFWIJ offers its condolences to the families of Reyhaneh and Mahshad and their loved ones. We demand an immediate and fair inquiry into this tragic incident.

Das wären dann sogar 7 Tote, vielleicht wurde eine in der anderen Statistik nicht mitgezählt.
Im ganzen scheint mir daraus aber keine „koordinierte Aktion gegen Frauen“ rauslesbar zu sein, gerade die letzten 2 Frauen könnte man rauslassen und wäre dann dicht an den Zahlen des Vorjahrs.
Der Abzug der USA aus Afghanistan hat sicherlich auch zu einer ganz besonderen Situation geführt, deswegen dort auch die sehr hohe Zahl an Toten.

19 Gedanken zu “UN Women: „11% aller getöteten Journalisten sind Frauen, hört auf mit den Angriffen auf Frauen“

  1. Mit welcher Chuzpe die die Opferrolle bedienen und dabei: Männliches Leben zählt nicht. Männer können verrecken, kein Problem, weiter mit dem Tagesgeschäft, aber wehe, wenn es eine Frau trifft… ich finde nicht die Worte, die ich brauche, um meinen Ekel auszudrücken.

  2. Nicht nur, dass hier massiv getäuscht wird, es handelt sich eben auch um eine eher „vertrauenswürdige“ Institution (zumindest der erste Teil „UN“). Wenn die UN etwas von sich gibt, dann hat das eine gewisse Wertigkeit.

    Bei mir stellt sich aber mittlerweile folgendes ein: Sobald eine Institution den Zusatz „Frau“ oder „women“ hat oder bekannt für seinen feministischen Einsatz für Frauen ist, dann stelle ich die Aussage und den Informationsgehalt in Frage oder lehne die Information als unglaubwürdig ab.

    Aktuell geht es mir z.B. mit dem folgenden Fall so:

    Trotz einstweiliger Verfügung : „Zeit“ bleibt bei MeToo-Vorwürfen gegen den Galeristen Johann König

    Der Anwalt von Johann König sagt, das Landgericht Hamburg habe den Bericht der „Zeit“ über angebliche sexuelle Übergriffe des bekannten Galeristen in weiten Teilen verboten. Die Zeitung erwidert, ihre Verdachtsberichterstattung sei bestätigt. […]“
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/zeit-bericht-ueber-metoo-verdacht-gegen-galerist-johann-koenig-18437864.html

    Wieder einmal ist es das feministische Propagandablatt „ZEIT“, das sich mit einer clickbait versprechenden Kampagne gegen einen mächtigen Mann hervortut. Aber es gibt mittlerweile so etwas wie Widerstand, zumindest deuten die Kommentare zu dem FAZ Beitrag an, dass viele Lesende so wie ich entscheiden.

    Die Analyse zur UN women Aussage gehört unter jeden feministischen Beitrag in Medien gesetzt. Nur so lässt sich das verleumderische Tun von feministischen Akteurinnen darstellen und in Zweifel stellen.

  3. Es wäre schon interessant zu wissen, wie hoch der Anteil von Frauen unter Journalisten generell ist. Wenn es nur zwei Prozent weibliche Journalisten gäbe, wären 11% sicher ein hoher Wert, aber man weiß es halt nicht.

  4. Pingback: UN Women: „11% aller getöteten Journalisten sind Frauen, hört auf mit den Angriffen auf Frauen“ - Aufklärung heute

  5. „A fatal bus accident near the city of Naqadeh took the lives of Reyhaneh Yassini and Mahshad Karimi. Both women journalists were on the bus along with twenty other reporters. “

    Ein Busunfall… okay, wie viele Maurer sind den 2022 bisher in einem Busunfall gestorben.
    Die 20 anderen Reporter waren dann wohl keine Frauen.

    Ich weiß nicht ob sie das echt nicht merken?

    Oder sind die getöteten Journalistinnen nur so schlimm, weil angenommen wird, dass diese alle durch Männer getötet wurden? Für die Angehörigen wäre es demnach viel verträglicher wenn man ihnen z.B. sagen könnte „Die Bombe, die ihre Tochter getötet hat, wurde von einer Frau gebaut und gelegt.“ ?
    Aber wahrscheinlich eher nicht, denn sowas hier gibt es in der Female Supremacy Ideologie der Feministinnen bei UN Women nicht.

    Oder geht es ihnen wirklich darum jede Empathie gegenüber Männer durch ihre Propaganda herauszuzüchten, damit sie Männer zum Vorteil von Frauen weiter diskriminieren können, ohne dass das auf großen Widerstand stößt?

  6. Ach liebe Leute 🙂 Wer von euch hat die UN gewählt? Niemand. Also was haben die dann zu melden? Absolut nichts.

    Lasst euch doch nicht von diesen globelen „Weltverbesserer“ Organisationen verarschen. Die sind durch nichts legitimiert außer durch mehr oder weniger zwangsweise eingetriebener Spendengelder und durch Sponsoren von Interessensgruppen.

    Und was machen die wirklich? Natürlich Macht ausüben, um ihre globalen Ziele zu erreichen. Über die Köpfe der lokalen Bevölkerung hinweg, denen vielleicht andere Lösungsansätze besser helfen würden.

    Stärkt besser euren Stadtrat in seiner Entscheidungskompetenz! Die bieten vielleicht auch nicht immer Lösungen an, aber wenigstens ist das was sie machen mehr auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten. Und zur Not kann man vorbeigehen und sich beschweren.

  7. Das weibliche Geschlecht ist offenbar mit einem Anteil von 11% am stärksten betroffen. Unter Berücksichtigung von Rundungseffekten entfallen dann bis zu ebenfalls 11% auf das männliche Geschlecht. Die restlichen mindestens 78% entstammen also, mit jeweils geringeren Anteilen, den 4761 nichtbinären Geschlechtern. Was soll daran unplausibel oder gar verkehrt sein?

  8. Offensichtlich sind auch die UN Women ziemlich schlecht in Mathe. Aber dafür gut im Trommeln.
    Man darf annehmen, dass sie erreichen wollen, dass 0% weibliche Journalisten angegriffen werden.
    Das können sie schon hinbekommen. Denn immerhin kommen auch bei den Kanalarbeiterinnen und Müllwerkerinnen annähernd 0% zu Tode.
    Weil annähernd 0% Frauen da arbeiten.

    Ganz lösungsorientiert also der Vorschlag, den Beruf Journalismus als Frau gar nicht mehr auszuüben. Dann geht man auch kein Risiko ein.
    Gilt natürlich auch für alle anderen Berufe, die nicht immer nur Spaß machen.

    Frauen sind immer die Hauptopfer des Journalismus.
    Und nach UN Women-Lesart generell immer die Hauptopfer von Arbeit.

  9. Pingback: Oberst Offensichtlich wurde befördert – apokolokynthose

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