Warum die meisten Mütter Vollzeitarbeit ablehnen

Ein Artikel in der Welt behandelt, warum die meisten Mütter Vollzeitarbeit ablehnen:

Laut einer Studie sind Karrieren von Müttern durch „langfristige Reduzierung der Arbeitszeit“ gekennzeichnet. Mit dem 30. Lebensjahr bricht die Vollzeit-Quote ein und steigt nicht wieder an.

Ein Kind krempelt das Leben seiner Eltern fundamental um, so viel steht fest. Plötzlich diktiert da ein kleines Wesen den Tages- und Nachtablauf, gewohnte Routinen brechen in sich zusammen und müssen neu gefunden werden. Ein großes Glück – und eine große Herausforderung.

In der Tat wirbelt ein Kind und erst recht zwei das Leben durchaus durcheinander. Das erste Jahr wird man üblicherweise jemanden brauchen, der aussetzt, danach gibt es Fremdbetreuungsmöglichkeiten, aber auch da wird man ab einer gewissen Zeit jemanden brauchen, der das Kind abholt und betreut etc.

Elternschaft verändert Biografien, das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt hat. In über 3000 Interviews mit jungen Eltern haben die Forscher ermittelt, wie die Entscheidungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf fallen – und wie sich dies auf das Zusammenleben und die Lebenszufriedenheit auswirkt.

Das ist durchaus eine interessante Studie und 3000 Interviews sind auch durchaus eine sehr große Zahl. Mal sehen ob ich noch dazu komme mir die ganze Studie mal genauer anzuschauen.

Das wichtigste Ergebnis: Die Weichenstellungen, die während der Schwangerschaft oder unmittelbar nach der Geburt getroffen werden, wirken oft jahrelang nach. „Gerade für Frauen ist die Entscheidung von großer Tragweite für den weiteren Lebensweg“, sagte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher. Die Karrieren von Müttern seien noch immer durch „gebrochene Berufsverläufe und eine langfristige Reduzierung der Arbeitszeit“ gekennzeichnet – mit entsprechenden Folgen für die Rentenansprüche. So bricht die Quote der Vollzeit erwerbstätigen Frauen mit dem 30. Lebensjahr ein und steigt auch im weiteren Lebensverlauf nicht wieder an, ein Phänomen, das allgemein als „Teilzeitfalle“ bekannt ist – auch wenn dieses Modell zunächst meist bewusst gewählt wird.

Dabei muss man bedenken, dass das Eherecht natürlich über Versorgungsausgleich und Zugewinn und durch das oft gemeinsame wirtschaften innerhalb der Ehe die Nachteile wieder abfängt. Eine Reduzierung der Rentenanwartschaften eines Partners betrifft damit den anderen auch.

Nur 15 Prozent der Elternpaare arbeiten Vollzeit

Arbeiten Eltern vor der Geburt des ersten Kindes noch zu 71 Prozent beide in Vollzeit, reduziert sich dieser Anteil nach der Elternzeit auf nur noch 15 Prozent aller Elternpaare;
16 Prozent der Mütter arbeiten in einer großen Teilzeit zwischen 24 und 35 Stunden.
Das vorherrschende Modell ist nach wie vor der Vollzeit arbeitende Vater und die hinzuverdienende Mutter: 39 Prozent der jungen Mütter arbeiten nur stundenweise oder auf halber Stelle. 17 Prozent der Mütter mit Kindern unter sechs Jahren setzen ganz mit dem Beruf aus.

Das dürfte häufig davon abhängen, inwiefern andere Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Beispielsweise könnte ich mir vorstellen, dass Leute, deren Eltern, also die Großeltern der Kinder, eine Menge der Betreuungsübernehmen ein anderes Vertrauen und andere Möglichkeiten haben, als Leute, die nur auf eine Fremdbetreuung setzen müssen. Natürlich wird es auch darauf ankommen, inwieweit man arbeiten muss um das nötige Geld zu verdienen um das Leben zu finanzieren.

Quelle: Infografik Die Welt
Dieser Grafik bin ich schon häufig in Diskussionen begegnet und sie enthält aus meiner Sicht in der Tat einiges, was dem „Unterdrückungsnarrativ“ das der Mann die Frau quasi nicht arbeiten lässt, einiges entgegen setzt.
Der Größte Einfluss für die familiäre Aufgabenverteilung ist danach, dass die Mutter den Wunsch hat Zeit mit dem Kind zu verbringen. Der zweitgrößte Einfluss ist, dass die Mutter den Wunsch hat, das Kind in den ersten Jahren zu betreuen.
Dann kommt erst „Wer wie viel Geld verdient“, ein Punkt, in dem natürlich auch das Partnerwahlverhalten der Frau mit hineinspielt, ebenso wie der Punkt, dass viele dort eben auch ihre Berufswahl bereits darauf ausrichten, dass sie mit der Kinderbetreuung kompatibel ist, was zu einem geringeren Einkommen führen kann.
Es spielt auch gleich in den nächsten Punkt mit hinein: Wenn sie lieber in den öffentlichen Dienst gegangen ist, weil sie dann besser aussetzen kann und ihr Job sicher ist, er aber in die freie Wirtschaft, weil er dann mehr Geld verdient, dann bereitet das die spätere Entscheidung vor. Und das führt dann eben auch zu anderen Arbeitszeiten des Vaters, die oft noch länger sind, weil er eine längere Anfahrt in kauf nimmt.
Ganz am Ende steht „der wunsch des Vaters Zeit mit dem Kind zu verbringen“. Das wird eben in weniger Familien der Fall sein bzw die Frau hat diesen Wunsch häufiger oder/und setzt sich eher durch.

Konstellationen, in denen der Vater seine Arbeitszeit reduziert, sind äußerst selten. Nur vier Prozent aller Familien entscheiden sich für dieses Modell – obwohl sich eigentlich viel mehr Paare eine gerechtere Aufteilung von Beruf und Familie wünschen. 47 Prozent der befragten Paare gaben an, dass sie es eigentlich besser fänden, zu einer ausgeglicheneren Aufgabenverteilung zu finden. Und 52 Prozent der Väter sehnen sich nach mehr Zeit mit ihren Kindern.

Die Frage, ob man gerne eine gerechtere Verteilung der Aufgaben Beruf und Familie hätte, ist ja auch erst einmal eine falsch gestellte, weil sie abstrakt ist und nicht automatisch die Kosten mit einbezieht.

Natürlich würde jeder gerne eine andere Verteilung vornehmen, wenn er etwa im Lotto gewinnen würde oder er einen Job bekäme, in dem er mit der Hälfte der Zeit das Gleiche verdient und seinen Lebensstandard bzw dem Standard der Familile  nicht zurücksetzen muss. Natürlich würden einige Leute in einem perfekten Job mehr arbeiten wollen, wenn dieser ihnen genug Zeit mit den Kindern lässt oder die passende Flexibilität aufweist. Klar würden sicherlich viele bestimmte Hausarbeiten abgeben, sagen wir an eine Putzfrau oder eine Nanny, die gerade mal die Windeln wechselt oder ein Kind nimmt, wenn das andere Ärger macht, wie zB ein Hollywoodstar, aber das ist eben in den meisten Gehaltsregionen nicht zu stemmen.

Große Kämpfe gibt es in den Familien offenbar dennoch nicht. 87 Prozent aller Befragten gaben an, ihre Entscheidung über die künftige Aufgabenteilung im Konsens getroffen zu haben.

Wichtiger Punkt. 87% ist eine recht hohe Zahl, die wenig Raum für das große Unterdrückungsnarrativ einiger Feministinnen, schon gar nicht, wenn man die nächste Zeile dazu nimmt:

Der wichtigste Faktor ist dabei nach wie vor der Wunsch der Mütter, Zeit mit ihrem Kind zu verbringen (70 Prozent) und es in den ersten Jahren selbst zu betreuen (66 Prozent). Wenig überraschend ist auch die Frage, wer wie viel Geld verdient, für die familiäre Arbeitsteilung entscheidend (60 Prozent). „Das Steuerrecht setzt hier negative Anreize“, sagte Köcher. „Die Berufstätigkeit der geringer verdienenden Frauen erscheint dann oft nicht lohnend.“

Sie sollten echt das Steuerrecht in dieser Hinsicht ändern, einfach damit dieses Argument aus der Welt kommt, es kann ja eigentlich nicht so schwierig sein, dass passend zu gestalten ohne das das Nettogehalt einer Seite besonders stark sinkt.

Im Osten arbeiten 34 Prozent der Elternpaare Vollzeit

Wirkmächtiger noch als die normative Kraft des Faktischen sind allerdings die Weltanschauungen und Leitbilder, die Familien haben. Sie entscheiden nach wie vor sehr selbstbewusst, welche Rollenverteilung für sie die beste ist. So sagen 72 Prozent der klassischen Alleinverdienerpaare, dass ein Kind in den ersten Jahren vor allem von seiner Mutter betreut werden sollte. Bei den Eltern, die beide viel arbeiten, finden es hingegen 71 Prozent wichtig, dass in einer Partnerschaft beide eine gute berufliche Perspektive haben.

Wäre interessant wie da die Verteilungen in den Beziehungen sind: Sind Männer oder Frauen eher davon überzeugt oder im Schnitt beide gleich? Sind sie FÜR SICH, also in Bezug auf das jeweilige Paar, dieser Meinung oder generell?
Ich wäre beispielsweise für meine Familie auch der Meinung, dass das Kind im ersten Jahr eher von der Mutter, also von Südländerin, betreut werden sollte, auch wenn ich das nicht generell so sehen würde, wenn es beim Vater besser passt oder die Eltern sich das anders einteilen können, dann warum nicht? Bei uns passte es aufgrund der jeweiligen beruflichen Situation eben so besser. Ich finde es trotzdem wichtig, dass beide eine gewisse berufliche Perspektive haben und Südländerin stimmt mir insoweit zu, dass sie eben bei einem Alter der Kinder von einem Jahr jeweils wieder eingestiegen ist.

Und selbst 25 Jahre nach der Wende spielt bei der Wahl des bevorzugten Lebensmodells immer noch eine Rolle, ob die Eltern im Osten oder im Westen Deutschlands sozialisiert wurden. Während im Westen nur elf Prozent aller Eltern nach der Elternzeit beide Vollzeit arbeiten, sind es im Osten satte 34 Prozent. Mit 28 Prozent arbeiteten hier auch doppelt so viele Mütter in einer „großen Teilzeit“ als im Westen. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit junger Mütter beträgt im Osten 31 Stunden, im Westen hingegen nur 23 Stunden.

Wäre ja interessant was da alles mit hineinspielt: Schaffen die „Ossis“ das nur im Osten oder auch im Westen, dann könnten es auch die „Wessis“ hinbekommen. Ist im Osten hingegen noch das Angebot an Betreuungen besser und das ist der wesentliche Grund, dann wäre es etwas anders.

Für die in Brandenburg aufgewachsene Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sind diese gravierenden Unterschiede das Ergebnis einer jahrzehntelang geführten Kampagne westdeutscher Politiker gegen berufstätige „Rabenmütter“. „Es geht nicht, dass den Frauen ein schlechtes Gewissen gemacht wird, wenn sie arbeiten gehen. Berufstätige Mütter sind nicht schädlich, sondern nützlich für die Kinder.“

Dennoch gibt es keine wirkliche Kampagne, die Frauen das Muttersein unschmackhaft macht. Man möchte sich eben auch nicht wirklich mit den Frauen anlegen, deren Wunsch, bei den Kindern zu bleiben, ja oben deutlich wird.

Schwesig wertete die Allensbach-Studie vor allem als Beleg dafür, dass sich viele Eltern eine partnerschaftlichere Arbeitsteilung wünschen, daran aber aus den unterschiedlichsten Gründen scheitern. So bezeichneten es 69 Prozent aller Deutschen und sogar 79 Prozent aller Eltern mit Kindern unter 18 Jahren als wichtigste Aufgabe der Politik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. „Ich freue mich, dass die familienpolitische Agenda mit meiner übereinstimmt“, sagte Schwesig lakonisch.
Wer würde nicht zustimmen, dass man die Vereinbarkeit erleichtern sollte? Die Frage ist, welche Nachteile Maßnahmen dazu haben. Jede Maßnahme, die es leichter macht, dass Frauen Mütter sind und aussetzen, belasten sie auch als Arbeitnehmer und tragen nicht unbedingt dazu bei, dass sich etwas ändert in dem Anteil zwischen Mann und Frau. Und Maßnahmen, die Frauen quasi „zwingen“ würden schnell zurück ins Büro/an den Arbeitsplatz zu kommen, sehe ich nicht. Insofern ist das „Rabenmutterklischee“ schwer zu bekämpfen.

Sie nutzte die Vorstellung der Studie dann auch, erneut für das von ihr favorisierte Modell einer „Familienarbeitszeit“ zu werben, mit dem beiden Elternteilen eine Reduzierung der Arbeitszeit ermöglicht werden soll – bei staatlichem Lohnausgleich. Das jetzt in Kraft getretene Elterngeld Plus sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. „Es kann nicht sein, dass die Frauen nach der Geburt der Kinder in der Teilzeitfalle landen und die Männer in der Vollzeitfalle“, sagte Schwesig. „Ich will die Familien bei dem goldenen Weg der Mitte unterstützen.“

Da wäre die Frage, was das Elterngeld daran groß ändert. Es schafft ja nur eine gewisse Übergangszeit und danach wird es schon wieder interessant zu schauen, wer mehr verdient und bei wem ansonsten der Arbeitsplatz sicherer ist etc.

Dass dieses neue Leitbild der Partnerschaftlichkeit von manchen Paaren auch als staatliche Einmischung in ihre familiäre Autonomie verstanden werden könnte, lässt die Familienministerin nicht gelten. „Ich will nicht in die Familien hineinregieren“, sagt Schwesig. „Ich will ihnen nur helfen, ihre Wünsche zu realisieren.“

Und zwar ob sie es wollen oder nicht! Aber ernsthaft: Die Frage ist, was die Wünsche sind und wie man sie realisieren kann. Wie man sieht spielt der Wunsch viel Zeit mit dem Kind zu verbringen für viele Frauen eine Rolle. Die DDR hat eine Art „Arbeitspflicht“ und eine Kindergartenpflicht dagegen gesetzt und damit einen interessanten Wandel erreicht, der ja anscheinend immer noch kulturell anhält. Nur wird man das in einer freien Gesellschaft eben schwerer umsetzen können.

35 Gedanken zu “Warum die meisten Mütter Vollzeitarbeit ablehnen

  1. Interessant, dass ausgerechnet Frau Schwesig bei Männern von der „Vollzeitfalle“ redet.
    Dieser Punkt wird gerne vergessen. In diesem Forum sind wir uns durchaus einig, dass wir soviel arbeiten, um uns unser Leben zu finanzieren.
    Ich persönlich bin froh, dass ich meiner Frau klargemacht habe, dass ich nur dann in Vollzeit arbeiten werde, wenn es nicht anders geht. Solange sie auf einer 50%-Stelle sitzt, wissen wir beide, was noch geht.

  2. Immer, wenn auf dem Mutter-Kind-Parkplatz am Supermarkt wieder mal eine 60-jährige Mutti mit ihrer 30-jährigen Tochter aussteigt, frage ich mich, wieviele Frauen eigentlich Kinder zu betreuen haben. Also richtige, junge Kinder. Zwischen 0 und 14.
    Und wieviele von diesen Müttern die Kinder dann auch noch in der Ganztagsbetreuung verklappen.

    Dem könnte man die Zahl der Teilzeit- oder Nichterwerbsarbeitenden gegenüberstellen. Wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, dass nur ein kleiner Teil wirklich kleine Kinder faktisch betreut, entsteht automatisch die Frage, was der andere Teil der Teilzeit- oder Nichterwerbsarbeitenden so den ganzen Tag macht. Und wovon der lebt.

    Wir fällt da schon einiges ein: Saisonale Wohnzimmerdeko basteln, Garten- oder Balkonarbeit, Fitnesstudio, Networken mit Freundinnen, Backen, Nagelstudio besuchen, Schuhe shoppen. Ich nenne es mal zusammenfassend feministisch „erweiterte Care-Arbeit“.

    Und die wirtschaftliche Voraussetzung für dieses „Arbeiten“ schafft entweder ein konkreter Mann oder „Vater Staat“ über entsprechende Aufstockung.

    Nicht, dass ich missgünstig wäre. Aber sie sollten still genießen und nicht permanent feministisch über „Care-Arbeit“ rumjammern, um noch mehr Genuss und Gemütlichkeit zugebilligt zu bekommen.

    Letztens habe ich einen Bericht über junge Frauen beim Start ins Berufsleben gesehen. Viele steigen da sogar schon Teilzeit ein. In dem Alter nennen sie es noch Work-Life-Balance.

  3. „Arbeiten Eltern vor der Geburt des ersten Kindes noch zu 71 Prozent beide in Vollzeit“

    Keine Ahnung, ist das nicht schon wenig? Warum arbeitet man nicht Vollzeit? Weil man den Haushalt schmeißen muss? Weil man die Eltern versorgen muss? Weil man das Pferd versorgen muss? Weil Teilzeit das einzige ist was man in der Berufssparte angeboten bekommen? Weil man nicht muss?

    „Das dürfte häufig davon abhängen, inwiefern andere Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. “

    Auch da wo Ganztagesschulen angeboten werden arbeiten Frauen nicht mehr.

    „dass das Kind im ersten Jahr eher von der Mutter“

    Es ist einfach pragmatischer, weil Mütter Milch geben können. Man lässt Männer ja auch die schweren Sachen schleppen. Jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Aber wer es anders machen will, sollte tun können.

    „Für die in Brandenburg aufgewachsene Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sind diese gravierenden Unterschiede das Ergebnis einer jahrzehntelang geführten Kampagne westdeutscher Politiker gegen berufstätige „Rabenmütter“.

    Hier bietet sich jetzt eine Szene aus „Star Wars – Der letzte Jedi“ als Kommentar an.

    „schlechtes Gewissen gemacht wird, wenn sie arbeiten gehen.“

    Und von wem? Ohne genau nachzuforschen nimmt sie natürlich an von Männern.

    „Berufstätige Mütter sind nicht schädlich, sondern nützlich für die Kinder.“

    Im Vergleich wozu? Ich glaube kaum das es einem Kind mehr nützt, wenn die Mutter nicht da ist, als wenn sie da ist und sich notfalls um ihr Kinder kümmern kann. Am Besten wäre es wenn man nicht arbeiten müsste, sein Leben mit anderen Dingen ausfüllen kann und selbst viel Zeit in die Erziehung seiner Kinder stecken kann.
    Wenn die Familie arm ist und das Geld braucht, dann KANN es besser sein, wenn die Mutter arbeitet. Aber wenn sie durch ihre Arbeit pro Stunde weniger verdient, wie was die Fremdbetreuung pro Stunde kostet, dann hilft das auch nicht.

    „bei staatlichem Lohnausgleich.“

    Warum wollen linke Politiker immer das möglichst viele Menschen sich nicht selbstständig um ihre Lebenskosten kümmern können, sondern auf Geld vom Staat angewiesen sind? Damit man diese Menschen sanktionieren kann?

    „und die Männer in der Vollzeitfalle“

    Hätte ich nicht erwartet, dass sie einsieht das auch Männer oft keine Wahl haben.

    „Ich will nicht in die Familien hineinregieren“

    Klar und Politiker lügen auch nie.

    • „Warum wollen linke Politiker immer das möglichst viele Menschen sich nicht selbstständig um ihre Lebenskosten kümmern können, sondern auf Geld vom Staat angewiesen sind?“

      Weil linkes Denken zutiefst autoritär ist. Es setzt den Glauben um das Wissen voraus, wie man eine perfekte Gesellschaft gestalten könne. Dies impliziert, dass jede Kritik an dieser perfekten Gesellschaft nur von Feinden der Menschheit stammen könne (denn nur böse Menschen lehnen eine perfekte Gesellschaft ab).

      • Ich glaube, der paternalistische Antrieb ist unabhängig von den historischen Kategorien Links und Rechts. Denn die sog. Rechten neigen ähnlich zu einer rigiden, bevormundenden Politik und fordern Konformismus ein. Die sind aber gerade nicht dran und können daher ihren Paternalismus nicht ausleben.

        Für mich sind die entscheidenden Kategorien heutzutage nicht mehr Links und Rechts, sondern repressiver paternalistischer Konformismus oder individuelle Freiheiten.

      • „Weil linkes Denken zutiefst autoritär ist.“

        Schlimm genug, dass inzwischen rechts und rechtsextrem gleichgesetzt wird! Das sollte man nicht auch noch mit links und linksextrem machen! Nur letzteres ist autoritär.

        „Es setzt den Glauben um das Wissen voraus, wie man eine perfekte Gesellschaft gestalten könne. Dies impliziert, dass jede Kritik an dieser perfekten Gesellschaft nur von Feinden der Menschheit stammen könne (denn nur böse Menschen lehnen eine perfekte Gesellschaft ab).“

        Also, ich sehe mich als links, glaube aber nicht, dass man eine perfekte Gesellschaft schaffen kann. Nur verbessern kann man sie. Siehe unsere Gesellschaft im Vergleich zur Mittelalterlichen. Der Schlussfolgerung wiederum setzt voraus, dass man selbst nicht irren kann, denn ansonsten muss man in Erwägung ziehen, vielleicht selbst das Falsche zu wollen und somit (in dieser Diktion) ein böser Mensch zu sein, was die eigene Überheblichkeit schon etwas relativiert.

      • @Schwulemiker @Christian

        Blödsinn und auch der Verweis von Christian auf eine „freie Gesellschaft“ ist ideologischer Tinnef.

        Wenn keine Betreuungsmöglichkeiten für Kinder bspw. in Form von Kindergärten existieren oder die bestehenden Angebote zu teuer sind, dann hat man einfach keine Wahl.
        Die politisch hergestellte Alternativlosigkeit der elterlichen bzw. mütterlichen Betreuung ist kein Zeichen einer imaginierten „Freiheit“, es handelt sich um den stummen Zwang der Verhältnisse, weil keine Wahlfreiheit existiert.
        Identisch gilt das für Arbeitszeitmodelle, wenn man als Mann „wählen“ kann zwischen Vollzeit, Vollzeit und Vollzeit.

        Die Abwesenheit von Freiheit ist Kennzeichen einer „freien Gesellschaft“ und die Herstellung von Alternativlosigkeit ist anti-autoritär?
        Orwell lässt grüßen!

        Es muss Lebensarbeitszeitmodelle geben, in dem junge Familien ihre Arbeitszeit herunterschrauben können und nicht das Diktat von „Beutet sie aus, so lange sie jung sind!“ gilt. Dann haben Eltern etwas von ihren Kindern und können ihre Partnerschaft pflegen. Das würde allen Beteiligten nützen.

        Zudem müssen die Betreuungsmöglichkeiten radikal subventioniert werden, so dass auch ärmere Familien diese Vorteile nützen können.
        Gerade wegen „Diversität“ muss Kindergarten verpflichtend werden, wie auch ein Jahr gemeinsame Vorschule. Da bin ich absolut autoritär.

        Psychologisierender feministischer Quark im Artikel: „Für die in Brandenburg aufgewachsene Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sind diese gravierenden Unterschiede das Ergebnis einer jahrzehntelang geführten Kampagne westdeutscher Politiker gegen berufstätige „Rabenmütter“.“
        Quatsch, denn dann hätte das 30 Jahre nach der Wende zu identischen Konsequenzen im Verhalten der Frauen aus dem Osten geführt – die Zahlen sagen das Gegenteil.

        Wenn man Steuermodelle entwirft, die „Heirat“ (nicht etwa Kinder), also ein konservatives Lebensmodell subventioniert, von dem Frauen über das Familieneinkommen mit profitieren und die Sozialversicherungssysteme belastet („beim Mann mitversichert“, Witwenrente usw.), dann nimmt man faktisch (viel) Geld in die Hand, um seinen Willen durchzusetzen.

        Wenn man mit (viel) Geld einen entgegenstehenden Willen überwinden kann, dann nennt man den Vorgang Korruption und nicht „Zwang“.
        Das waren West-Frauen in erster Linie: korrupt.
        Wer hat bis in die 1970er im Westen Deutschlands mehrheitlich CDU gewählt? Frauen.
        Es wurde ein konservatives Modell (als gewollte Alternative zum DDR-Modell) angeboten und das haben westliche Frauen gewählt.
        Case closed.

        Die Wiedervereinigung hat zu einer konservativen und neoliberalen Schizophrenie geführt, dass man nämlich einerseits dieses konservative Lebensmodell auch hegemonial im Osten einführen könne und gleichzeitig den (westdeutschen) Klassenkompromiss des männlichen Alleinernährerlohns schleifen, bzw. die fünf neuen Bundesländer in Niedriglohnregionen verwandeln. Wer auch nur zwei Sekunden darüber nachdenkt, wird einsehen, das ist (gleichzeitig) unmöglich.
        Dieser Blödsinn hat uns als Gesellschaft Pi mal Daumen zwei Jahrzehnte gekostet.

        Der Ausredenkalender des Feminismus sekundiert diese Idiotie, indem der Mythos eines „patriarchalen Zwangs“ solche politischen Weichenstellungen und Entscheidungen mystifiziert. Deshalb wird er auch als Staatsfeminismus finanziert.
        Dieser Staatsfeminismus mit seinen „Theorien“ und „Thesen“ ist korrupt bis auf die Knochen.

          • Mein Cousin hat im letzten Jahr seinen Sohn eingeschult – er wäre das einzige deutsche Kind in der Klasse gewesen und hat daraufhin die Schule gewechselt.
            Die Frage ist, wie kommt eine solche Klasse überhaupt zustande?
            Wer setzt so etwas zusammen?

            Die hohe Anzahl von Kindern, die mit schlechten Kenntnissen der deutschen Sprache in die erste Klasse kommen ist ein Desaster und das fängt man bis zum Ende der Grundschule auch nicht auf.
            Entweder man stellt sich dieser Realität und ergreift sofort Maßnahmen (meine Vorschläge habe ich gemacht) oder man drückt weiter beide Augen zu und lässt es laufen.
            Nur braucht mir dann niemand etwas von „Chancengleichheit“ erzählen, weil das Scheitern absehbar ist.

            In englischen „comprehensive schools“ ist faktisch die Vermittlung von Allgemeinbildung abgeschafft. Man kommt z.B. locker ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse durch, was auch erklärt, warum die woken dort ihre wissenschaftsfeindlichen „Theorien“ an den Mann bzw. die Frau bringen können. Es ist jedoch keine „equal opportunity“, wenn alle gleichermaßen nicht in der Lage sind, solche Scharlatanerien zu erkennen.

            Die Hartnäckigkeit, mit der faktische Ignoranz, Inkompetenz und Prinzipienlosigkeit als „liberal“ verkauft werden finde ich verblüffend.
            Für mich sind allgemeinbildende Schulen und die Herstellung von Chancengleichheit bei schulischer Bildung nicht verhandelbar, weil das die Grundlagen einer liberalen Gesellschaft sind.

          • Wichtig wäre vor allem, die weitere massenhafte Zuwanderung von Menschen aus der III. Welt nach Deutschland zu stoppen. Und vor allem nicht noch auf Staatskosten ihre Familien nachzuholen. Alles völlig voraussehbar.

          • „Für mich sind allgemeinbildende Schulen und die Herstellung von Chancengleichheit bei schulischer Bildung nicht verhandelbar“

            Chancengleichheit auf hohem Niveau ist eine theoretische Unmöglichkeit, wenn du in deinem Land Parallelgesellschaften installierst mit Menschen, die zumindest von ihrer kulturellen Prägung (über Veranlagung brauchen wir gar nicht zu reden) nicht in der Lage sind, auf dem Leistungsniveau mitzuspielen.
            Deine autoritären Maßnahmen werden daher, wie bei den meisten linken Konzepten, lediglich dazu führen, dass eine Chancengleichheit auf niedrigem Niveau entsteht.

            Kinder, die davon überzeugt sind, dass im Koran alle Weisheit der Welt steht, werden nicht zu wichtigen Stützen einer liberalen Gesellschaft, nur weil da außerdem ein paar Friesen im Kindergarten sind.
            Politikerinnen, die per Quote ins Parlament kommen, werden nicht plötzlich weise und kompetent, nur weil da noch ein paar verdiente alte Weiße Männer sitzen.

            Das Paretoprinzip ist nicht optional.
            Ein Großteil des Proletariats IST wirklich dumm.
            Hochkultur IST fragil.
            Wenn du Kalkutta ins Land holst, hilfst du nicht Kalkutta, du wirst zu Kalkutta.
            Es gibt keine Lösungen, nur Tradeoffs.

            Nichts davon wird in linken „Lösungen“ beachtet.

          • Es muss auch nicht jeder Doktor werden. Wünschenswert wäre, dass man auch mit einfachen Tätigkeiten sein Auskommen haben kann.

          • „Wünschenswert wäre, dass man auch mit einfachen Tätigkeiten sein Auskommen haben kann.“

            Natürlich wäre das wünschenswert.
            Aber werde mal konkret.
            Nimm Gisela M., die von Intelligenz und Neigung her nichts recht kann, außer Makramee-Deckchen zu handwerkeln und alten Damen Tee zu kochen.
            Wie willst du das einrichten, dass Gisela ein sinnerfülltes und auskömmliches Dasein hat?
            Jede Variation von „Ein paar weise und gütige Menschen in einer Behörde sorgen dafür, dass Topf zum Deckel findet“ akzeptiere ich nicht als Antwort. Staatsdiener sind weder weise noch gütig.

          • Man muss halt wissen was man will. In Südamerika, wo es praktisch kein staatliches Sozialsystem gibt, gibt es extreme Kriminalität, in einem Maße das man sich hier kaum vorstellen kann.

            Beispiele hier: https://noticias.caracoltv.com/ojo-de-la-noche

            In den Morgen-Nachrichten in Bogotá wird jeweils über die spektakulärsten Taten der vergangenen Nacht berichtet. Da kann es schon mal vorkommen, dass jemand wegen eines Handys oder eines Feuerzeugs erschlagen oder erschossen wird.

            Wer keine Arbeit hat muss sehen wie er zurecht kommt. Helfen tun nur die eigene Familie und die Kirche, wobei es bei der Kirche einen Teller Suppe und ein gebrauchtes T-Shirt gibt, mehr nicht.

            Natürlich laden staatliche Sozialmaßnahmen zum Missbrauch ein, aber ich zahle lieber meine Sozialbeiträge als dass ich ständig um mein Leben fürchten muss.

          • @w_a_n

            „Chancengleichheit auf hohem Niveau ist eine theoretische Unmöglichkeit, wenn du in deinem Land Parallelgesellschaften installierst mit Menschen, die zumindest von ihrer kulturellen Prägung (über Veranlagung brauchen wir gar nicht zu reden) nicht in der Lage sind, auf dem Leistungsniveau mitzuspielen.“

            Die übliche Ausrede.
            In der „kulturell“ nichts als ein Platzhalter für „sozial“ ist und für das Kanada bei PISA das beste Gegenbeispiel darstellt. Seit 2001 besteht ein per PISA-Studie nachgewiesen enger Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen in Deutschland.
            Was Maskulisten entdeckt haben ist, er bezieht sich ebenfalls auf das Geschlecht – aber entgegengesetzt zu dem, was Feministinnen von sich geben.

            Saukomisch finde ich solche Erklärungen für den Erfolg der Chinesen bei PISA, die in eine ähnliche Richtung gehen: „Grundsätzlich gilt vor allem in besseren Schulen, dass die Lernkultur des kollektivistischen Chinas stark auf Disziplin, Konkurrenz und Leistung bis hin zum Drill aufgebaut ist.“

            Denn besonders der „chinesische Kollektivismus“ zeichnet sich – das wissen alle! – durch Konkurrenz und Leistung aus, während für den „Individualismus“ – das wissen auch alle! – das Gegenteil gilt.
            Können wir wenigstens herzlich darüber lachen?
            Und ich bin mir ganz sicher, sie werden im nächsten Artikel erzählen, dass das westliche Bildungssystem u.a. durch seine Meritokratie besticht.
            Das Ausmaß an Hirnriss ist nicht mehr zumutbar.

            Noch einmal: mein Vorschlag bezieht sich auf gesetzlich verpflichtenden Kindergartenbesuch und mindestens ein Vorschuljahr.
            Spracherwerb, Entwicklung sozialer und motorischer Fähigkeiten, aber auch Vermittlung von so etwas, wie bspw. DISZIPLIN, so dass beim Eintritt in die Schule alle Schüler und Schülerinnen ungefähr auf dem gleichen Stand sind.

            Wer auch immer nach 50 (in Worten: fünfzig) Jahren (es war wirklich 1972), als zum ersten Mal in Deutschland die Anzahl der Verstorbenen pro Jahr die Anzahl der Geburten überstieg nicht anerkennt, dass es zu „Passdeutsch“ keine Alternative gibt, der möge weiterhin in einem Paralleluniversum leben.

            Der Clou ist, in Deutschland ein System zu entwickeln, in dem solche kulturellen und – vor allen Dingen – sozialen Unterschiede in Zukunft keine mehr Rolle spielen,
            Die Anerkennung der narzisstischen Kränkung, dass die BARBAREN bessere Schulen mit besseren Schülern mit geringeren Mitteln hervorbringen muss allerdings vorher erfolgen.
            Das scheint mir der schwerste Schritt zu sein, obwohl die Ergebnisse genau das als Erkenntnis nahelegen.

            Wer nicht begriffen hat, dass bei getesteten 15-jährigen ein Unterschied in Sachen gemessener Kompetenz von 2-3 Schuljahren zwischen uns und z,B. China liegt, der hat „Weltmarkt“ auch nicht begriffen.

          • „In der „kulturell“ nichts als ein Platzhalter für „sozial“ ist“

            Wenn dem Kind zu Hause beigebracht wird, das man sich von Frauen nichts sagen lassen muss, dann ist das sozial? Und bessere Schulen werden das Problem beheben?

            Ich würde gerne, aber kann es kaum glauben.

          • Guter Hinweis mit Pisa. Er erinnert daran, dass du nicht nur die unbeschulbaren beschulen willst, sondern dass dir dafür sowohl das Personal als auch das Umfeld fehlt.

            Wer zu Hause keine Bildungsgrundlagen lernt, lernt halt keine.

            In der Schule lernt er nur, dass der Koran nicht kritisiert werden darf, dass Erwartungshaltungen (außer gegen weiße Männer) grundsätzlich von Übel sind und dass Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz rassistisch sind.

          • @el_mocho

            Wenn du die halbe Bevölkerung von Bogota her holst, dann reichen ein paar Sozialbeiträge nicht, um Verhältnisse wie in Bogota zu verhindern.
            Das ist das Problem.

            Sozialstaat funktioniert, wenn 90% für 10% mitarbeiten. Nicht, wenn 40% für 60% arbeiten sollen.

          • @weiss_auch_nicht: Ich will die Menschen aus Bogotá mit Sicherheit nicht hier her holen., die sind durch ihr Leben geprägt und ändern sich nicht mehr.

            Aber wenn die ganzen Sozialstaatsfeinde sich durchsetzen würden, wäre es hier bald genau so, bin ich mir ziemlich sicher. Kann man das wollen?

          • @Matze @w_a_n

            „Wenn dem Kind zu Hause beigebracht wird, das man sich von Frauen nichts sagen lassen muss, dann ist das sozial? Und bessere Schulen werden das Problem beheben?
            Ich würde gerne, aber kann es kaum glauben.“

            1. Bitte beschränke dich auf das, was ich in meinem Vorschlag geschrieben habe: a. verpflichtender Kindergarten, b. verpflichtendes Vorschuljahr.
            Mir geht es um das, was bereits VOR dem Schuleintritt erfolgen muss.

            2. Wenn ein Problem mit Respekt vor Frauen existiert, dann wendet man sich a. an die Mütter, denn die sind für die Erziehung zuständig, b. greift greift man institutionell rigide durch und erzwingt die Einhaltung von Regeln.

            „Guter Hinweis mit Pisa. Er erinnert daran, dass du nicht nur die unbeschulbaren beschulen willst, sondern dass dir dafür sowohl das Personal als auch das Umfeld fehlt.
            Wer zu Hause keine Bildungsgrundlagen lernt, lernt halt keine.“

            3. Im gesamten Feld der real-sozialistischen Staaten gab es einen (mit Ausnahmen) Schultyp. Da wurden von den Kindern von Asozialen bis zu Akademikerkindern alle beschult.
            Ich bin mir ziemlich sicher, diesen Schultyp wird man auch in China finden und wie man anhand der Resultate sehen kann: er funktioniert.

            Mir ist nicht klar, was ihr davon habt, ständig die Unmöglichkeit von Veränderung zu behaupten.

            „In der Schule lernt er nur, dass der Koran nicht kritisiert werden darf, dass Erwartungshaltungen (außer gegen weiße Männer) grundsätzlich von Übel sind und dass Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz rassistisch sind.“

            Chinesen sind Asiaten und die sind eine „Rasse“, die muslimische Religion ist eine unter vielen, alle kann man kritisieren, trotzdem weiter zu seiner Religion stehen oder zu gar keiner und auch das kann Schule vermitteln.
            Dass die „woken“ Kinder indoktrinieren wollen ist mir klar, aber das kann man auch verhindern.

            Man kann von Kindern etwas erwarten, z.B. Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz.
            Nur muss Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz auch belohnt werden.
            Wer als Lehrkraft männliche Kinder, aber auch Kinder mit oder ohne Migrationshintergrund und aus sozial schwachen Familien diskriminiert oder weibliche Kinder oder Kinder deutscher Abstammung oder aus reichem Elternhaus begünstigt, muss sanktioniert oder rausgeworfen werden.

            In allen diesen Fällen ist nämlich die Botschaft, dass sich Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz individuell nicht auszahlen werden, weil Erfolg nichts mit dem eigenen Verhalten zu tun hat, sondern mit Geschlecht, sozialer Abstammung oder Hautfarbe.
            Oder anders formuliert: alle individuellen Anstrengungen sind ohnehin vergeblich.
            Das zum Stichwort: „Woke“ Theorie hat etwas von einer tautologischen Theorie der Ohnmacht und das ist zwangsläufig.
            Entweder man stellt sich gegen diese Botschaft oder man bläst faktisch ins gleiche Horn.

  4. „Wenig überraschend ist auch die Frage, wer wie viel Geld verdient, für die familiäre Arbeitsteilung entscheidend (60 Prozent). „Das Steuerrecht setzt hier negative Anreize“, sagte Köcher. „Die Berufstätigkeit der geringer verdienenden Frauen erscheint dann oft nicht lohnend.“

    Sie sollten echt das Steuerrecht in dieser Hinsicht ändern, einfach damit dieses Argument aus der Welt kommt, es kann ja eigentlich nicht so schwierig sein, dass passend zu gestalten ohne das das Nettogehalt einer Seite besonders stark sinkt.“

    Wie stellst du dir eine Änderung des Steuerrechts vor?
    Es ist doch schon so, wenn der Mann x verdient, die Frau y, dann zahlt die Familie 2* die Steuer des arithmetischen Mittels. Das zahlt sich wegen der Steuerprogression aus.
    Man könnte evtl noch die Anzahl der Kinder einrechnen (so vielleicht ein Kind halb rechnen odrr so), aber unabhängig davon ist es immer günstiger, das „y“ zu reduzieren oder wegfallen zu lassen, wenn es sehr viel kleiner als „x“ ist.

  5. „Sie sollten echt das Steuerrecht in dieser Hinsicht ändern, einfach damit dieses Argument aus der Welt kommt, es kann ja eigentlich nicht so schwierig sein, dass passend zu gestalten ohne das das Nettogehalt einer Seite besonders stark sinkt.“

    „Steuerrecht ändern“ – damit meint Christian vermutlich die Abschaffung des Ehegattensplittings. Aber dadurch würde eine Zweiklassengesellschaft geschaffen, nämlich zwischen abhängig Beschäftigten einerseits und Unternehmern / Freelancern andererseits.

    Letztere können bei Wegfall des Ehegattensplittings den Ehepartner pro forma einstellen und das Gehalt, das für die angeblich erbrachte Leistung gezahlt wird, von der Steuer absetzen. Dafür muss es der andere Partner versteuern. Wenn das so gestaltet wird, dass beide Ehepartner auf dem Papier das gleiche Einkommen habe, dann hat man sich selbst ein Ehegattensplitting geschaffen. So weit wird man es in der Regel nicht treiben. Aber dennoch haben Selbständige hier einen Vorteil.

    (Meine Steuerberaterin sagte zu einem ähnlichen, wenn auch dreisteren Vorschlag von mir: „Ich darf Ihnen das nicht raten, aber in der Sache haben Sie recht.“)

      • Präzise Vorauszahlungen und die Steuerklassen ändern aber exakt gar nichts. Steuerklassen sind im Grunde absolut unerheblich.
        Wenn man das so macht dann subventionieren ich als alleinerziehender mit Vollzeitjob immer noch über meine Steuer- und Sozialabgaben die arbeitsscheuen Muttis.
        Ehegattensplitting gehört abgeschafft. Wenn Mann dann immer noch einverstanden ist, das Frau nichts schafft, dann muss er es halt alleine finanzieren. Ohne meine unfreiwillige Unterstützung.
        Das gleiche mit der Familienmitversicherung oder Mütterrente. Muss sich halt das Ehepaar überlegen ob es sich das leisten kann und will. Aber ebenfalls bitte ohne meine unfreiwillige Unterstützung.
        Und wer meint durch Anstellung des Ehepartners Steuern und Sozialversicherung sparen zu können soll es gerne mal ausprobieren. Hilft eher nicht. Vor allem wenn dafür keine Gegenleistung in Form von Arbeit erbracht wird.

        • „Präzise Vorauszahlungen und die Steuerklassen ändern aber exakt gar nichts“

          Ist bekannt. Aber solange 3 und 5 die letztendliche Steuerlast besser abbildet als 4 und 4 werden die Leute erstens 3 und 5 wählen und zweitens die mit der 5 anführen, dass es sich bei ihnen nicht lohnt.
          Das damit Frauen abgeschreckt werden mehr zu verdienen ist ja schon seit Ewigkeiten in der feministischen Debatte. Der Verdienst der Frauen witd kleine gemacht!!!1

          • Wenn es bekannt ist, warum wird dann trotzdem noch so argumentiert?
            Vorsichthalber schreibe ich es noch einmal. Die Steuerklassen sind was die tatsächliche Steuerlast betrifft absolut unerheblich.
            Hatte vor kurzem ein schwules Ehepaar, bei dem A mit Steuerklasse 3 sehr viel verdient hat und B mit Steuerklasse 5 erheblich weniger. Es kam eine Nachzahlung heraus weil der Unterschied so hoch war. Steuerklassen sind sinnvoll für die Liquidität, aber sie „bilden halt nicht immer besser ab“. Und unterm Strich zählt nur was nach der Jahreserklärung an Steuerlast raus kommt.
            Tatsächlich ist es sehr beliebt der Frau vor der Geburt die „günstigere“ Steuerklasse zu geben, weil z.B. das Elterngeld nicht nach dem tatsächlichen Steuernetto sondern nach dem monatlichen Auszahlungsbetrag berechnet wird. So wird also den Frauen jetzt die günstige Steuerklasse 3 zugeschustert, damit sie mehr von den öffentlichen Töpfen abgreifen.

            Die Steuerklasse ist niemals Entscheidungskriterium ob sich die Arbeit für die Frau lohnt. Es kommt einzig und allein drauf an ob es der Frau finanziell gut geht oder nicht. Hat sie Hunger wird sie arbeiten. Wird sie vom Lohn des Mannes satt arbeitet sie eher nicht oder vielleicht in Teilzeit für das eigene Wohlbefinden. Aber nicht für die Kohle.

            Ergo: Steuerklasse ist egal. Versorgungssysteme für Frauen wie z.B. Ehegattensplitting, Familienversicherung, Mütterrente, Elterngeld etc. sind die Krux. Die müssen wir streichen. Dann wird so mancher Mann keinen Bock mehr haben die Erwerbslosigkeit der Frau zu finanzieren.

            Hier ist das obige Beispiel des schwulen Paares übrigens recht interessant. Ein Arzt ein Pfleger. Beide arbeiten. Hätten wir hier Arzt und Pflegerin, wäre nach zwei Jahren Ehe das erste Kind da und unsere Gesellschaft hätte nur noch den Arzt und würde die Pflegerin fürs Nichtstun subventionieren. Und wenn wir Glück haben fängt die Pflegerin nach 10 Jahren wieder in Teilzeit an.
            Ein Verdienst einer Frau die nicht arbeiten muss weil der gesamte männliche Teil der Gesellschaft sie subventioniert, kann gar nicht klein gemacht werden. Sie arbeitet schlicht weg nicht weil es die Gesellschaft zulässt und fördert. Es gibt keinen Verdienst. Die Männer zahlen!
            Wieviele Stunden die Woche befindet sich eigentlich Südländerin in Erwerbsarbeit?
            Ist das etwa auch so eine, die durch mich Alleinerziehenden mit Vollzeitjob querfinanziert wird? Elterngeld? Familienversicherung? Mütterrente? Ehegattensplitting? Wieviele Rentenpunkte hat sie selbst schon erarbeitet? Wieviel Steuern und Sozialbeiträge hat sie denn schon eingezahlt? Und wieviel hat sie erhalten?

            Steuerklassen! Unfassbar! Das ich nicht lache!

          • „Wenn es bekannt ist, warum wird dann trotzdem noch so argumentiert?“

            Weil die Frau den „Steuernachteil“ subjektiv trägt: Ihre Arbeit wird weniger Wert gemacht, er kann sich als der große Versorger darstellen. Es reproduziert Geschlechterrollen etc.

  6. „gebrochene Berufsverläufe“ – ich kann’s nicht mehr hören.

    „Sowie nämlich die Arbeit verteilt zu werden anfängt, hat Jeder einen bestimmten ausschliesslichen Kreis der Tätigkeit, der ihm aufgedrängt wird, aus dem er nicht heraus kann; er ist Jäger, Fischer oder Hirt oder kritischer Kritiker und muss es bleiben, wenn er nicht die Mittel zum Leben verlieren will – während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschliesslichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ (Karl Marx: Deutsche Ideologie)

    Wer schafft es in unserer Gesellschaft eher, sich diesem marxistischen Ideal anzunähern? Männer oder Frauen?

    • Ideologie halt. Eigentlich sollte man wissen, dass Spezialisten eine spezielle Aufgabe besser erfüllen können als Hobbyisten (und sich in mehreren bzw gar allen Gebieten ausbilden zu lassen, übersteigt normalerweise die vorhandene Lebenszeit).
      Schon deshalb muss so eine kommunistische Gesellschaft immer weniger effektiv sein, als eine arbeitsteilige Gesellschaft mit ausgeprägten Spezialisierungen.

  7. Schon fast gespenstisch finde ich, daß nirgends das Wort „Stillen“ vorkommt. Also wir sind Säugetiere, Kinder säugen zu können ist so ziemlich das Weiblichste, an dem Frauen ihre Identität festmachen können. Wenn ich eine Frau wäre, wäre das Stillen meiner Kinder eines meiner wichtigen Lebensziele.

    Aus guten Gründen gibt es 8 Wochen Beschäftigungsverbot nach der Geburt. Muttermilch ist optimal für das Kind, aber leider ist der Konsum völlig unkalkulierbar, d.h. die Mutter ist praktisch den ganzen Tag in Alarmbereitschaft. Auch danach kann das Kind pflegeleicht oder strapaziös sein, die Schlafstörungen bekommen ja auch die Väter mit.

    Wenn man 6 Monate Stillen einplant, kann man die beruflich nicht fest einkalkulieren, eben weil es auch ungünstig laufen kann, man braucht einen sehr flexiblen Job. Betroffen sind aus biologischen Gründen ausschließlich Frauen. Deshalb ist das vorherrschende Modell des in Vollzeit arbeitenden Vaters und der hinzuverdienenden Mutter naheliegende Folge biologischer Unterschiede.

    Der Größte Einfluss für die familiäre Aufgabenverteilung ist danach, dass die Mutter den Wunsch hat Zeit mit dem Kind zu verbringen. Der zweitgrößte Einfluss ist, dass die Mutter den Wunsch hat, das Kind in den ersten Jahren zu betreuen.

    Wunsch klingt nach willkürlicher Entscheidung. Großenteils folgt das aber fast zwangsläufig aus den biologischen Verhältnissen.

  8. Pingback: Welche Betreuungsmöglichkeiten sollte es geben? Sollte es eine Kindergarten-/Vorschulpflicht geben? | Alles Evolution

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