„Meine Mitbewohnerin brachte um 3 Uhr morgens einen Kerl mit nach Hause und ließ ihn als erstes unser kaputtes Garagentor reparieren“

Bei Reddit wurde das folgende Bild besprochen:

Ich finde den Kommentar oben nicht so schlimm, weil es ja aus Sicht einer Mitbewohnerin wirklich nicht schlecht ist. Und wenn ein Mitbewohner in meiner damaligen Studenten-WG eine Frau mit nach Hause gebracht hätte, die erst einmal das Geschirr abwäscht (aber bitte leise) und ihm ein Brot macht, weil er Hunger hat, dann würde ich ihn auch feiern.

Klar, wenn sie ihn quasi dazu gezwungen hätte, dann wäre das sicherlich problematisch, aber Männer auf ein Problem aufmerksam zu machen löst bei vielen ohne größere Überredung einen gewissen Handlungsimpuls aus. Ich denke mal es war insoweit eher eine Übertreibung und er hat es von sich aus gemacht. Eine Sicherung zu ersetzen ist ja meist auch keine große Sache, häufig liegen Ersatzsicherungen bereits im Kasten und man muss nur eine rausschrauben und die andere rein.

Tatsächlich habe ich auch schon mal auf einem Date was repariert. Ich hatte mich mit einem Mädel bei ihr getroffen und sie entschuldigte sich, dass in ihrer Studentenbude eine Lampe etwas komisches Licht gab, weil der Leuchtarm komisch runter hin, was man aber mit einem Messer als Schrauenschlüsselersatz schnell reparieren konnte. Fand sie auch super und hat den Abend dann nicht verschlechtert.

Ein Kommentar darunter:

A guy a friend had over went around and fixed all her door hinges because he apparently got bored while waiting for her to „freshen up“. According to him he always had a multitool with him anyway, and he didn’t understand why my friend found it amusing.

She was in the bathroom all nervous and trying to look the best for the guy she had a huge crush on. Then finally she comes out in lingere and attempts a sexy pose, and he’s just crouching there fixing the hinge. He stands up with his back to her, moves the door around a few times and exclaimes:“Much better!“. My friend completely lost it and couldn’t stop laughing, which broke the tension.

They did end up being together for a while, before she moved away.

Auch da hat ihn niemand gezwungen. Er hat sich quasi die Zeit vertrieben und etwas erledigt.

Und ein anderer Kommentar:

For reals. If it were me I don’t think I would have even thought about it, just „oh hey let me get that for you“. Actually I can think of several times being over at a ladies house and just compulsively start fixing things. It’s like a weird urge.

And on the other side of that, I’ve had girls over that will just randomly and unprovoked start organizing my mess, probably for similar reasons.

Both are like, I dunno, gestures of affection. I can’t imagine what kind of dick would be like: „yeah I had the b do my dishes lol.“

Gerade wenn man herausfinden will, warum es nicht funktioniert oder sieht das es schnell zu beheben ist würde mich das auch eher reizen als es als eine Last anzusehen.

Und noch ein Kommentar, der auf den den unteren Kommentar im Bild eingeht:

Just wanna throw out that the examples aren’t perfect- anyone can wash dishes, but you need a specific knowledge to fix the garage/fuse. A better counter example would involve knowledge that tends to fall in gendered roles, like bringing a girl home and having her help you with picking out a gift for your mom, or sewing or some shit.

Auch durchaus passend.

Etwas kürzer gefasst: Nicht alles muss man gleich in einen Geschlechterkrieg einordnen oder überall Diskriminierung sehen

23 Gedanken zu “„Meine Mitbewohnerin brachte um 3 Uhr morgens einen Kerl mit nach Hause und ließ ihn als erstes unser kaputtes Garagentor reparieren“

  1. Kriegerisch oder diskriminierend? Nein. Ein anzunehmender Tauschhandel? Ja.
    An der Blödheit mancher Männer sind die Frauen ausnahmsweise nicht schuld.

    • Also getauscht wurde da nichts. Ich bezweifle dass die Sex hatten.

      Es ist ja meistens so, dass Frauen erst irre Forderungen stellen und dann plötzlich merken, dass man nicht ihr Typ ist.

      Habe da mittlerweile aber eine Art gefunden, mit sowas umzugehen. Wenn ich merke, ich soll nur ausgenutzt werden, erkläre ich, dass man sowas auch körperlich regeln kann. Die starken Feministinnen werden dann immer echt nett.

      Seitdem werde ich von Frauen auch allgemein sehr respektvoll behandelt. Frauen respektieren nur Stärke, merkt euch das.

  2. Ich sehe da auch nicht schlimmes dran, spontan kurz zu helfen oder wer es mag auch länger. Nur wenn es dann vom Gegenüber die Anspruchshaltung darauf gibt, das einem diese Hilfe zu steht oder man immer wieder um Hilfe gefragt wird, aber selbst keine Hilfe anboten bekommt, man sich also ausgenutzt fühlt, dann vergeht mir die Lust sehr schnell.

      • Natürlich habe ich bereits etwas repariert, weil ich etwas konnte, aber doch nicht beim ersten Date bei ihm zuhause. Bin ich sein Handwerker? Und umgekehrt würde ich das nie erwarten. Ich würde mich schämen.

        Aber so ist das halt mit Euch Heten. Ihr seid es derartig gewohnt, für Frauen zu arbeiten und Frauen Zucker in den Arsch zu blasen, dass Ihr überhaupt keinen Stolz und keine Scham mehr kennt. Ihr lasst Euch von vorne bis hinten ausnutzen und verarschen.

      • Schau Dir doch mal die Dame an, die diesen Beitrag verfasst hat. Ihr Profilbild. Präsentiert ihre Oberweite und ist stolz darauf, wenn Männer für Frauen arbeiten. Nutte!

      • In dem Post da oben ging es eindeutig um sexuellen Kontext. Denn es ist echt nicht „Innovation“, wenn ein Mann etwas repariert. Es ist das Normalste von der Welt, dass man sich hilft.

        Es geht um Kavalierstum, Fruchtbarkeitstanz, frierende Bardesänger unter dem Fenster der Holden, Vorleistungen für die Hoffnung auf sexuellen Kontakt.

        Und ich finde, Adrian hat da schon recht, dass das im feministischen Gleichheitskontext zunehmend albern wird, wenn sich die Männer so zum Affen machen, dass sogar die Mitbewohnerin sich darüber belustigt.

        • Ich war bei meinem Schwager auf der Toilette und da war irgendwas ausgehakt. Ich habe es repariert. Ich kam aus dem Bad und er so: Sorry, Toilette ist defekt. Ich so: Ja, habe ich repariert.
          Der hat Bauklötzer gestaunt und ich bin kein Klempner und handwerklich eher so mittelbegabt.
          Man wird da von Freundinnen auch schon mal ausgenutzt für kleinere Reparaturen, aber wenn das mit einer Einladung zum Essen oder anderen gegenseitigen Gefälligkeiten verbunden ist, habe ich auch kein Problem damit.
          Wenn es nur einseitig ist, dann schon.

          • *Grins* Erinnert mich an die Geschichte von einem Onkel von mir, der einem Bekannten einen Türanschlag auf die andere Seite gesetzt hat, als der Bekannte in der Kirche war. Der Bekannte wollte den Anschlag schon länger gewechselt haben, und mein Onkel einfach sein verblüfftes Gesicht genießen, wenn er feststellt, dass irgendwas mit der Türe nicht mehr so ist wie vorher 🙂

  3. „Nicht alles muss man gleich in einen Geschlechterkrieg einordnen oder überall Diskriminierung sehen“

    Das ist richtig.
    Allerdings: In einer feministischen Welt sollte mann ein Auge darauf haben, ob er es mit einer der Frauen zu tun hat, die nach dem Quid Pro Niente Prinzip leben, bzw die davon überzeugt sind, dass ihre bloße Anwesenheit mehr Quo ist als der Mann jemals quidden kann.
    Die gibt es leider haufenweise.

    • Hatten wir doch gerade auch beim Thema „Inaussichtstellung vom Anblick nackter Frauenbrüste“. Da schaffen Männer dann angeblich plötzlich Großes.

      Er bahnt sich seinen Weg zum erhofften Petting durch nächtlichen Austausch der Sicherung am Garagentor.
      Und sie wird von der Mitbewohnerin als „Innovation Queen“ gefeiert.

      Dabei ist das gar keine Innovation – so läuft das schon seit Jahrtausenden. Die Menschen bieten sich gegenseitig an, was sie haben und können, um dadurch ihr jeweiliges Leben zu optimieren.
      Aber leider wird nur bei der echten Sexarbeit ein halbwegs verlässliches gegenseitiges Geschäft daraus.

  4. Man sollte niemals als Mann erwähnen, dass man handwerklich begabt ist, IT-Freak oder Fahrräder repariert. Ansonsten kann man sich vor (kostenlosen!) Aufträgen seitens der Frauen kaum mehr retten und endet als sexloser „Orbiter“.

      • Gegenleistung = Sex oder wie? 😉

        Nein ich „helfe“ grundsätzlich keinen Frauen mehr, da es meist ausgenutzt wird und kein Ende findet. Deren „Gegenleistungen“ brauche ich meistens auch nicht.

      • Ja, direkt nach Sex als Gegenleistung fragen ist schon herb. Ich hatte immer „Musst du dir einen Freund suchen der XYZ gut kann.“ gesagt. Lag aber daran das ich mit der Frau kein Sex wollte, ich das also locker raushauen konnte und sie für mich nie was exklusiv gemacht hat. Also kein gutes Essen gekocht, kein Kuchen gebacken, nicht meine Bude geputzt. Ich war aber bereits bei 2 kleineren Dingen in Vorleistung gegangen. Die Bekanntschaft ist dann aber auch schnell wieder eingeschlafen.

    • Du übertreibst. Wenn mich eine bestimmte Bekannte wegen IT Problemen anruft, dann schaue ich da gerne zum Frühstück vorbei. Eine Stunde am PC und die Kiste läuft wieder. Und das Frühstück, das sie in der Zeit macht, ist Weltklasse. Für mich ist das fair. Und wenn ich Cabrio fahren will, kostet das einen Anruf. Ich wasche die Karre und kümmere mich um Öl, Wasser, Luft und so. Ich habe ein Wochenende Cabrio und sie am Montag ein sauberes Auto. Es darf eben nur nicht einseitig werden, aber das hat Mann ja in der Hand.

  5. Ich denke hier geht der Unterton der lustigen Erzählung ein wenig unter. Es fängt damit an, dass ihre Mitbewohnerin um 3 in der Nacht jemanden mitgebracht hat. Da denkt man erstmal, klar, dann haben sie gebumst und es war laut und sie war genervt. Dann aber die erste Pointe: Er hat was repariert. Da denkt man dann, okay, er hat ihr echt einen Gefallen getan, aber dann hat er sie bestimmt gebumst, es war laut und sie genervt? Aber nein, die zweite Pointe ist, dass der Typ wohl nur was repariert hat. Und genau diese Einseitigkeit scheint der Grund zu sein, dass sie dafür von ihrer Mitbewohnerin gefeiert hat. Weil sie es geschafft hat, dass er ihr was repariert, OHNE dss sie mit ihm Sex haben musste.

    • Das bleibt unklar. Die Mitbewohnerin schreibt ja, als erstes hätte sie ihn dazu gebracht…
      Vielleicht hat sie ihn anschließend rangelassen.
      Vielleicht hat sie ihn aber nach den Reparaturen aufgeklärt, dass es schon sehr spät sei und sie sehr müde. Sie rufe ihn die Tage mal an. Aber vielen Dank nochmal.

      Da wäre es doch klüger von ihm gewesen zu sagen: „Hey, das kann ich euch alles locker heile machen, aber erstmal brauche ich eine Triebabfuhr.“

      Damit wäre er nämlich der „Innovation King“ geworden – und nicht der dumme dressierte Hund.

    • Das ist ja heutzutage meistens so. Also ich bin mir 100% sicher er durfte nicht ran. Der „Mann mit der Bohrmaschine “ kommt nicht von selbst. Wäre er der Chad gewesen, hätte man nicht einmal nach dem Tor gefragt. Ist ja genau der Grund, wieso ich mein Glück nicht mehr bei Frauen versuche. Bin auch eher der Typ, der was bezahlen darf oder für einen Gefallen gut ist. Danach geht aber nie was. Ansonsten auch der, der dann durch hundert Reifen springen muss und erst einmal durch hundert kostspielige Dates, während andere Männer direkt ran dürfen. Wer will denn sowas?

      Meine Verlobte wollte beispielsweise beim ersten Date, das fand ich toll. Sie sagt aber auch, bei einer Beziehung müsste man bei ihr normal länger warten, ihre Expartner auch. Allerdings nur da, sonst reitet man das Schwänzekarussel.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..