18 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Ich wollte mal etwas erzählen, das teilweise mit Corona zu tun hat. Es geht um das Buch „Die vierte Gewalt“ von Precht und Welzer. Ich hatte nach der Einleitung erwartet, eine umfangreiche Kritik der Leitmedien auch zum Thema Corona zu lesen. Ziemliche Fehlanzeige. Meine Buchkritik konnte ich nicht schicken. Amazon nimmt keine Rezensionen mehr zu diesem Buch an.

    Die Grund ist vielleicht eine echte Peinlichkeit. An zwei Stellen (S.20 und S. 138) verwechseln sie den amerikanischen Angriff auf die Schweinebucht in Kuba (1961) mit der Kuba-Krise (1962). Ironischerweise mokieren sich die beiden gegen Ende des Buches ausgiebig über Leute, die sich zu Themen äußern, von denen sie keine Ahnung haben.

    Ich unterstütze ja durchaus diplomatische Bemühungen beim Ukraine-Krieg, aber bei dieser Kombination aus Unkenntnis und Überheblichkeit unserer führenden Intellektuellen fällt mir echt die Kinnlade runter.

    Von Corona haben die beiden anscheinend auch nicht viel Ahnung, wie ich aus einigen Einlassungen zu dem Thema erschließe.

    • Das Machwerk ist trotzdem auf Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10 in Bücher, da klingelt die Kasse. Trotz 17% 1-Sterne-Rezensionen.

      Die beiden waren übrigens bei Markus Lanz, mit Melanie Amann und Robin Alexander als Gegenseite. Ich habe nur 10 Minuten zugesehen, da haben die beiden Journos unsere Über-Ichs ziemlich vorgeführt: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/precht-kritik-ukraine-krieg-russland-lanz-100.html

      Wenn sich die beiden die richtigen Themen ausgesucht hätten, nämlich die feministische Gehirnwäsche durch unsere Medien, dann hätten sie massig Belege für eine flächendeckende Desinformation finden können. Aber da beide selber meines Wissens ziemlich feministisch drauf sind, haben sie die Chance vertan.

      • Ja, in diese Richtung geht auch ein Kommentar bei Tichys Einblick:

        Dabei scheitern die Erfolgsautoren bei dem Anspruch, die fragwürdige Rolle der „vierten Gewalt“ in unserer Demokratie und die Miseren einer herrschenden „Mediokratie“ zu analysieren. Es geht verdächtig viel um den Ukraine-Krieg oder die „Repräsentationslücken in Politik und Medien“ und – noch verdächtiger – relativ wenig um Migration, Diversität, Political Correctness oder „Cancel Culture“.
        […]
        Der rote Faden der einseitigen Berichterstattung aber ist, dass es in der Regel um die Durchsetzung von linken und grünen, globalistischen und woken Positionen geht, um die Befürwortung von Quoten und Gender-Politik. Die Autoren, die sich auch in dem Buch als Vertreter klar linker, anti-amerikanischer Positionen erweisen, blenden die historische Situation – verkürzt formuliert: den anhaltenden Kulturkampf im Westen und die tiefe Krise der westlichen Demokratien – weitgehend aus.

        https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/precht-welzer/

        Man kann wohl sagen, dass einem die Probleme in unserer heutigen Medienlandschaft nur auffallen, wenn man Ansichten vertritt, die nicht dem Mainstream entsprechen. Das gilt auch – vielleicht sogar ganz besonders – für die Corona-Thematiken.

        • Ja, das gilt ganz besonders für die Corona-Thematik in diesem Buch. Die Einlassungen in dem Buch sind extrem rar, und man muss schon rätseln, welche Meinung Precht und Welzer eigentlich vertreten. An einer Stelle verurteilen sie zwar auch die Diffamierung von Impfpflichtgegnern, ansonsten sind sie aber anscheinend der Ansicht, Corona wird bei uns gegen den Willen der Bevölkerung verharmlost und verweisen auf den Youtuber Rezo, der aus ihrer Sicht die Sache mal klarstellt. Sie meinen z.B. auch, dass das aktuelle Schwächeln der FDP eine Folge von deren liberaler Corona-Politik ist. Wenn es so wäre, würde die FDP enttäuschte Wähler wohl kaum hauptsächlich an die AfD verlieren.

          Dass unsere Leitmedien Männerechtlerpositionen Männerrechtlerpositionen

  2. Die Bevöl­ke­rung ist bockig. Aber jetzt gibt es neue Hoffnung:

    COVID-19 war der Test der sozia­len Ver­ant­wor­tung – Eine rie­si­ge Anzahl unvor­stell­ba­rer Ein­schrän­kun­gen für die öffent­li­che Gesund­heit wur­de von Mil­li­ar­den Bür­gern auf der gan­zen Welt akzep­tiert. Welt­weit gab es zahl­rei­che Bei­spie­le für die Ein­hal­tung des Social Distancing, das Tra­gen von Mas­ken, Mas­sen­imp­fun­gen und die Akzep­tanz von Anwen­dun­gen zur Kon­takt­ver­fol­gung für die öffent­li­che Gesund­heit, die den Kern der indi­vi­du­el­len sozia­len Ver­ant­wor­tung demonstrierten.

    Der merk­wür­di­ge Satz­bau um die »Ein­schrän­kun­gen für die öffent­li­che Gesund­heit« (»restric­tions for public health«) mag eine Freud­sche Fehl­leis­tung sein, aber wir ver­ste­hen, was gemeint ist. Wenn zu COVID-Zei­ten eine »rie­si­ge Anzahl unvor­stell­ba­rer [sic: ›uni­ma­gin­ab­le‹] Ein­schrän­kun­gen« mög­lich war, dürf­te sie ja noch ein­mal mög­lich sein, und dann auf Dauer.

    https://www.homoduplex.de/eine-riesige-anzahl-unvorstellbarer-einschraenkungen/

  3. Haben wir hier eigentlich schon gewürdigt, dass Internierte in Pflegeheimen laut neuem Infektionsschutzgesetz bei jedem Kontakt mit anderen Menschen eine Staubschutzmaske ohne Ventil tragen müssen? Selbst beim Besuch von ihren Kindern und im Aufenthaltsraum mit den anderen Alten. Auch im eigenen Zimmer, wenn andere Personen anwesend ist.
    Kaum jemand wird jemals wieder ein Lächeln dieser Menschen sehen.
    Und das bis zum ihrem Tod.

    Alles zu ihrem Schutz, für ihre Gesundheit, weil sie vulnerabel sind.
    Jeder, der einen ausgestoßenen Alten in einem solchen Lager kennt, sollte ihn bei Gelegenheit mal fragen, was ihm am wichtigsten ist. Der Anstaltsfraß? Das ZDF? Die mitgebrachten Blumen? Ihre Sicherheit? Oder vielleicht doch die Menschen aus ihrem früheren Leben – ihre Liebsten?
    Und wenn es die Liebsten sind, was genießen sie bei denen? Deren Kleidung, deren neuestes Smartphone?
    Oder ist es die Nähe, die Vertrautheit, das Antlitz, die Berührung, der Mensch?

    Jetzt sagen viele: Wir haben doch Pandemie, das geht sicher wieder vorüber.
    Aber es ist schon lange vorübergegangen. Typische Covid-Pneumonien kommen nicht mehr vor, jeder holt sich heutzutage sein Erreger-Update, sogar öfter als einen Schnupfen. Manche sterben mit Schnupfen-Viren, manche mit Corona-Viren.

    Die Angstmacher-Karavane ist längst weitergezogen in die Ukraine. Zurück bleibt ein Schlachtfeld der hypermoralisierten Unmenschlichkeit.
    Und kaum einer dreht sich mehr um.

    • Immerhin gab es neulich bei Spiegel-Online einen Kommentar, in dem sich der Autor für ein Ende der Maskenpflicht in Pflegeheimen ausgesprochen hat. An einer Stelle schrieb er, dass die meisten Alten wahrscheinlich gegen eine Maskenpflicht seien, dass man das aber nicht genau wisse, weil es keine Umfragen dazu gibt. Ich finde es ja echt irre, wenn man permanent behauptet „vulnerable Gruppen“ schützen zu wollen, ohne die jemals zu fragen, was sie eigentlich davon halten.

      • Das passiert doch schon länger. Es wird sich schützend vor Minderheiten/Gruppen gestellt ohne sich ein Mandat einzuholen.
        Was eine der schlimmsten Formen von Bevormunding ist.

    • „Vulnerabel“ heißt hier: die Alten können sich nicht gegen den Maskenzwang wehren. Das Prädikat „vulnerabel“ hat in den letzten Jahren eine neue Nebenbedeutung erhalten, nämlich das erlaubte Ausgrenzen von Menschen, soweit sie „vulnerabel“ sind, also ein Wegsperren ohne Gewissensbisse, die Erlaubnis, selbstgefällig mit angenehmem Kribbeln Menschen Schaden zufügen zu dürfen, ohne dafür geächtet zu werden, sondern gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten.

    • Du bist ein schwerst gestörter, paranoider und erschütternd leichtgläubiger Idiot und benötigst ganz, ganz dringend Hilfe. Sorry, aber was anderes fällt mir zu deinen aberwitzigen Behauptungen echt nicht mehr ein, und es freundlicher oder auch nur neutraler zu formulierten ist mir nicht länger möglich.

    • Lass den Platz in der Klapse frei für Lauterbach, der braucht ihn. Dieser Covidiot, der sich nicht artikulieren kann, braucht einen Platz im Knast.
      Deine Zahlen sind zwar eine Abschätzung, aber nicht völlig daneben. Die Todeszahlen steigen und die angebliche Impfung hat die Fallzahlen hoch getrieben, warum also nicht auch die Todesfälle? Und warum wird das nicht genau untersucht?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..